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Immer mal wieder ein positiver Gedanke

Dieses Thema im Forum "FiF - Fachartikel im Forum" wurde erstellt von kapinnow, 16. Februar 2011.

  1. kapinnow

    kapinnow Moderator Mitarbeiter Moderator Heilpraktiker Forumsunterstützer

    Registriert seit:
    23. August 2007
    Status:
    HPP
    Ein Jahr lang habe ich jede Woche einen dieser Knöpfe unten in den Premiumforen gepostet. Es scheint, als hatten Einige von Euch dies wie eine Wochenzeitschrift aboniert. 52 Themen, 52 Bilder, ungezählte Fragen.

    Und die Antworten? Die kannst Du Dir selbst geben, denn Du kannst diese Fragen jeweils unter einem bestimmten eigenen Thema lesen. Es kann Dein Thema der Woche sein, oder Dein aktuelle Thema, Dein Thema des Tages oder einfach auch nur Neugier.

    Die Idee ist, eine positivie Grundhaltung einzunehmen, intuitiv einen dieser Knöpfe zu wählen und dadurch eine persönliche Anregung zu erhalten. Nicht mehr und nicht weniger.

    Die Anregung zu diesen Fragen verdanke ich Kim. Sie hat ähnlich strukturierte, wundervoll wirksame Schlüsselkarten entwickelt. Etwas zum Anfassen für die Praxis. Dies hier bleibt virtuell.

    Es ist ein interessantes Jahr gewesen. Viele Ideen sind mir beim Schreiben gekommen und Einiges hat sich dann im Anschluss ergeben - aus dem Bild und den Fragen, die mich begleitet haben.

    Wie ist es bei Dir? Über Feedback freut sich

    Kai Pinnnow
    Heilpraktiker (Psychotherapie)
    www.systeme-sehen.de
     
    Zuletzt bearbeitet: 30. November 2014
  2. kapinnow

    kapinnow Moderator Mitarbeiter Moderator Heilpraktiker Forumsunterstützer

    Registriert seit:
    23. August 2007
    Status:
    HPP
    Zur Illustration des Themas ein paar weitere Gedanken

    Heute habe ich mir die Achtsamkeit ausgewählt und dabei überlegt, was das wohl mit meiner Rolle als Lehrer für Psychotherapie zu tun hat? Hier meine spontanen Gedanken:

    "Wasser mit einer Kelle schöpfen, ohne zu tropfen" - ist ein wirklich schwieriges Unterfangen, insbesondere wenn ich daran denke, wie oft ich schon mit der Teekanne für Überschwemmungen und Heiterkeit gesorgt habe.

    Um wen geht es? Es geht um jede Schülerin aber auch um den Lehrer, der achtsam auf die Schüler schaut, der die Achtsamkeit vermittelt, der versucht, selbst in seinem Dasein nach Achtsamkeit zu streben, achtsam zu beobachten und zu handeln. Es ist der, der auch immer wieder merkt, wie die Aufmerksamkeit auf Reisen geht, wie andere Dinge in den Blick kommen, die Gedanken abschweifen, wie Wünsche und Begierden die Wahrnehmung verzerren und eine achtsame Haltung erschweren, und auch der, der sich unbändig darüber freut, dass es hin und wieder gelingt, eine unmittelbare und unbewertete Erfahrung machen zu können. Gelegentlich darüber zu sprechen, sollte eigentlich selbstverständlich sein.

    Worauf sollte geachtet werden? Es geht darum, zu bemerken, wie es den Schülerinnen geht, wie sie den Stoff verarbeiten, was sie behalten können und wo die Schwierigkeiten stecken. Auch das allgemeine Befinden ist wichtig. Es ist der menschliche Kontakt, der sich nicht nur auf die Lernthemen beschränkt, der die Qualität der Ausbildung in diesem speziellen Fach ausmacht. Besonders hervorzuheben sind die Lernerfolge in praktischer Hinsicht, die Fähigkeit zu spiegeln, aktiv zuzuhören, die eigene Wahrnehmung wahrzunehmen und zu steuern, bewusst zu erleben, was alles die Wahrnehmung beeinflusst und durch die Wahrnehmung beeinflusst wird. Es geht auch darum, immer mal wieder anzuregen, eine kleine Wahrnehmungs- oder Achtsamkeitsübung durchzuführen. Der Lehrer kann z.B. hin und wieder auch von eigenen Erfahrungen berichten, vom eigenen Scheitern sowie den eigenen Erfolgen und so dazu anregen, dass die Schülerinnen sich ebenfalls hin und wieder in solchen Übungen versuchen. Dabei gilt es dann auch von Zeit zu Zeit nachzufragen, wie es denn mit der Alltagswahrnehmung gelingt, und ob vielleicht die eine oder andere kleine Achtsamkeitsübung Eingang in den Alltag gefunden hat. Auch der Umgang mit entsprechenden Widerständen, wie z.B. der mangelnden Zeit, gehört hierher.

    Was verraten wir meine Sinne? Wenn ich konsequent prüfe, was ich sehe, höre, rieche, schmecke oder taste, stelle ich fest, dass es alles nur Ausschnitte der Wirklichkeit sind und zugleich wird mir bewusst, wie schwierig es ist, eine unmittelbare Wahrnehmung ohne Interpretation aufzufassen. Es beginnt schon mit den Worten, die ich wähle, um meine Eindrücke zu beschreiben. Im Unterricht sitzend kann ich eine Wand als Klagemauer oder Schutzwall begreifen. Ich kann sie als Begrenzung auffassen und mich gefangen fühlen, genauso wie ich die Situation als beruhigend und konzentrationsfördern erleben kann. Worte! Das ist vielleicht manchmal der Schlüssel für eine gute Lösung, dass wir erkennen, dass es zwischen der unmittelbaren Wahrnehmung und der Übersetzung in angenehme oder unangenehme Gefühle eine Menge Wahlfreiheit gibt, die wir nutzen können. Unsere Sprache ist reichhaltig und schön. Wenn wir achtsam mit ihr umgehen, kann sie ein wundervoller Begleiter sein.

    Worauf achte ich gerade jetzt, in diesem Moment? Die Zeit spielt bei fast jeder Wahrnehmung eine wichtige Rolle. Wir leben in der Zeit und um uns herum ist vieles andauernd in Veränderung. Unsere Wahrnehmung ist dann besonders herausgefordert und zugleich auch besonders gut. Wir jagen bewegten Bildern und anderen veränderlichen Reizen gern nach. Im Kontakt mit anderen Menschen brauchen wir die Zeit für einander und auch für uns selbst, um den Moment zu genießen, um uns des Moments bewusst zu werden, auch um zu erkennen, dass Manches eben nur im Moment so ist, wie es ist und später wieder anders sein kann.

    Wobei ist Achtsamkeit erforderlich? Achtsamkeit, das verbinde ich auch mit Sorgfalt. Besondere Sorgfalt betrifft die Sprache, die Fachbegriffe und deren Nutzung in therapeutischen Situationen und in der mündlichen Prüfung. Es muss "streng" darauf geachtet werden, dass die Botschaften richtig verstanden werden und auch, dass ein aktives Lernen einsetzt. Falls diese Sorgfalt fehlt, besteht das Risiko, dass die Lernziele nicht erreicht werden. Das bedeutet eine fortwährende Lernzielkontrolle. Es gewht darum, ob bzw. wie weit die neu gelernten Worte zum aktiven oder passiven Wortschatz werden. Manchmal können die Schülerinnen herausgefordert werden, ihren erweiterten Wortschatz intensiver zu nutzen und zu reflektieren. Ich - der Lehrer - möchte für den Unterricht gut vorbereitet sein, dann die wichigsten Worte und Begriffe achtsam abfragen oder zur Diskussion stellen.
     

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