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HPP mit Spezialisierung Traumatherapie und Psychoanalyse?

Paix

Themenstarter
Neues Mitglied
Liebe Leute,

ich bin neu hier (glaube dieser Satz würde glatt jede Content-Statistik eines Forums anführen...). Und habe mich nun nach ewigem Hin und Her für die Ausbildung zum HPP entschieden. Das hat, wie bei vielen vermutlich, persönliche und überzeugungstechnische Gründe. Ich glaube in erster Linie einfach an diesen Beruf und seine Daseinsberechtigung.

Meine Frage lautet nicht, wo ich die Ausbildung machen soll, sondern ob jemand mir einen Hinweis/Ratschlag geben kann, der mich auf meinem Weg zum eigentlichen Ziel unterstützen kann. Denn ich möchte mich anschließend auf zwei Fachbereiche spezialisieren, das sind die Traumatherapie und die Psychoanalyse. Denn ich für mich denke, dass sie gut zusammen passen, auch wenn viele das eventuell anders sehen. Ich denke weiterhin, es ist besser, sich in diesen bzw. generell einem bestimmten Feld massives Wissen anzueignen, als von allem "ein bisschen" zu können. Jedoch halte ich diese zwei Bereiche auch für ziemliche Klopper. Sprich, mich würde interessieren, am liebsten von jemandem mit Erfahrung in einem oder beiden, mit welchen Fortbildungen zB, auf welchen Wegen, er Wissen ansammeln konnte, welches ihn zu einem kompetenten Therapeuten mit dieser Spezialisierung hat werden lassen. Oder ob es überhaupt machbar ist, als einzelner Therapeut beides intensiv bedienen zu können.

Es würde mich wirklich freuen, dahingehend etwas Input zu bekommen!

Herzlichen Dank und beste, sehr sonnige Grüße aus der Hauptstadt!
Paix
 
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Manja

Bekanntes Mitglied
Forumsunterstützer
Heilpraktiker
Standort
Sachsen
Status
HPP
Hi Paix,
ich finde Spezialisierung als HPP durchaus günstig. Zu deiner Fragestellung kann ich dir keine Erfahrungswerte bieten.

Wie möchtest du denn vorgehen, beide Therapien gleichzeitig erlernen und anwenden? Da es zwei sehr große Fachgebiete sind, könnte es sinnvoll sein mit einem zu beginnen und das nächste später dazu zu nehmen. Glaubst du, dass deine zukünftigen Klienten eine x-Stunden lange Analyse bei dir buchen würden? Hypothetische Frage. Welche Lösung bietet eine Psychoanalyse? Traumatherapie ist meines Wisssens nach praktischer ausgerichtet.

Erzähl doch einfach etwas mehr über deine Ideen.
 

dialog

Fotografietherapie
Standort
Berlin - Allgäu
Therapien
Provokative Therapie
Status
HPPA
Hallo,
auch ich bin in der Hauptstadt aufgewachsen und habe viel von Freud über die Psychoanalyse und Traumatherapie gelesen, bestimmt die anspruchsvollsten Therapien
in der Psychologie. In der Praxis jedoch, meine Schule zum HPP ist viele Jahre her, begnüge ich mich mit der psychosozialen Beratung, da gibt es viele Klienten.
Meine Beratungspraxis floriert auch aus dem Grund weil ich als HPP nicht glaube dem Psychologischen Psychotherapeuten das Wasser abgraben zu müssen.
Ich bilde mit meiner Beratungsstelle häufig den Erstkontakt in der psychologischen Behandlung und da bleibt mir oft nichts anderes übrig als an den Facharzt zu
verweisen, dem Psychiater oder in eine von der Kasse finanzierten Psychotherapie bei einem Psychotherapeuten. So ist das praktische Wirkungsfeld eines HPP klar
definiert und er ersetzt nicht die akademischen Fachkräfte. Ich finde psychisch oder seelisch bedürftigen Menschen Aufklärung, Zuversicht und das Aktivieren der
Selbstheilungskräfte zu ermöglichen ist viel. Psychoanalytiker ist ein eigenständiger Beruf aus dem Psychologen und Therapeuten heraus und Traumatherapie ist
die anspruchsvollste Therapieform die nur unter bestimmten Umständen Sinn macht da die Gefahr eine Psychose auszulösen so groß ist. Deshalb sind heute die
meisten Therapieformen bei psychischen oder seelischen Störungen die Arten der Verhaltenstherapie, sie haben den besten praktischen Effekt. Andererseits ist fast
jeder therapeutische Prozess auch eine Traumatherapie denn die meisten seelischen Störungen haben ein Trauma in der Entwicklung als Grundlage. Zu diesem
Thema gibt es viel zu bereden aber ich muss Schluss machen sonst werde ich wieder des Fließtextes kritisiert weil ich nicht nur ein paar Brocken stammele.
 

Henry.H

HPP + Hypnotherapeut
Forumsunterstützer
Heilpraktiker
Standort
Grünberg
Therapien
Hypnose, Traumatherapie (u.a. EMDR), KVT, systemische Verfahren, Sexualtherapie
Status
HPP
Hallo Paix,
du hast interessante Ziele, von denen sich voraussichtlich jedoch nur eines verwirklichen lassen wird.

Grundsätzlich ist es so, dass der HPP nur solche Methoden anwenden darf, die er auch beherrscht. Das gebietet die Sorgfaltspflicht.

Psychoanalyse ist meines Wissens außerhalb des akademischen Umfeldes nicht zu erlernen. D. h. es werden keine Fortbildungen angeboten, zu denen du als HPP Zugang erhältst. Auch erhältst du keinen Zugang zu der zwingend notwendigen Lehranalyse. Abgesehen davon wird es nach meiner Einschätzung kaum Patienten geben, die 160-300 Sitzungen aus eigener Tasche bezahlen können bzw. wollen. Private Krankenkassen bzw. Zusatzversicherungen übernehmen von deinem Honorar – sofern es aktuell wirtschaftlichen Erfordernissen entspricht – nur einen Teil, sodass auch da ein erheblicher Anteil beim Patienten verbleibt.

Traumatherapie ist etwas, was sich durchaus realisieren lässt. Abgesehen von der Verhaltenstherapie, die als Grundlage erlernt und beherrscht werden sollte – hier insbesondere die kognitive Verhaltenstherapie – gibt es ein paar weitere Methoden, die sich für die Traumatherapie besonders eignen. Allen voran ist hier EMDR zu nennen, aber auch Brainspotting und Hypnose eignen sich. EMDR selbst ist bei entsprechender Qualifikation auch für schwere traumatische Folgen wie PTBS sehr gut geeignet und mittlerweile weltweit Goldstandard. Für minderschwere Fälle oder subsyndromale Symptome sind neben EMDR auch die beiden letztgenannten Methoden sehr gut bzw. teilweise sogar besser geeignet. Insbesondere, wenn sich Traumafolgesymptome zeigen, aber kein singuläres Trauma vorliegt. Dies ist häufig bei über langen Zeiträumen hinweg andauernden emotionalen Belastungen der Fall.

Das alles weiter auszuführen würde hier den Rahmen sprengen. Ich möchte es insoweit zusammenfassen: lerne kognitive Verhaltenstherapie und spezialisiere dich dann bei guten Ausbildungsinstituten auf eines oder mehrere der vorgenannten Verfahren. Je mehr Verfahren du beherrscht, die bei entsprechender Indikation angewandt werden können, desto flexibler bist du und dementsprechend für deine Patienten effizienter. Ich selbst arbeite unter anderem mit den vier oben genannten Verfahren und bin bezüglich der Erfolge, die die Patienten damit haben, sehr zufrieden.

Viel Erfolg wünsche ich dir!
 
Zuletzt bearbeitet:

kidchriss

Aktives Mitglied
Heilpraktiker
Status
HPP
Hi Paix,

keine Rückmeldung? Die Therapeuten, welche dir geantwortet haben, haben sich echt Mühe gegeben. Ich ärgere mich immer sehr über
Neulinge im Forum die kein Feedback geben können/wollen.
Ich finde die Antworten von den Kollegen sehr fundiert und ehrlich.
Die Ratschläge waren sogar kostenlos. Wie wäre es denn mit einem "Danke"?

Nachdenkliche Grüße von Kidchriss
 

tigs

Tina
Teammitglied
Moderator
Forumsunterstützer
Heilpraktiker
Standort
Saarbrücken
Therapien
Gesprächs- und Gestalttherapie, Theta-Healing, Kinesiologie, NAET, Phytotherapie
Status
HP
kidchriss er/sie war nur an dem Tag des Postings hier im Forum. Ein Quickie also :D
 
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