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Liebeskummer

Dieses Thema im Forum "HP Allgemein" wurde erstellt von me.la.nie, 23. Juli 2010.

  1. me.la.nie

    me.la.nie Mitglied

    Registriert seit:
    24. Oktober 2007
    Status:
    HP
    Hallo, sowohl aufgrund der Orientierung meiner Praxis als auch privat :)() würde mich interessieren, wer schon mal und wenn dann was verordnet hat bei Liebeskummer. Also, die erste heftige Trauerphase mit Zittern, Herzklopfen, Weinkrämpfen, Appetitlosigkeit, Schlaflosigkeit usw. Ein Kollege hat mir heute Dysto-loges empfohlen, und als Homöopathin wundere ich mich, dass da zum Beispiel kein Ignatia drin ist- aber das Mittel soll auch eher dem Ausgleich bei Nervosität dienen als dem Aushalten von Liebeskummer. Dann gibt es ja auch noch andere Komp. Präparate wie P-sta. Die üblichen Verdächtigen wie Nat.Mur., Acidum Phos, Ignatia kenne ich natürlich, aber vor allem die Erfahrungen mit Komplexpräparaten interessieren mich....vielen Dank schon mal, lg Melanie
     
  2. zorki

    zorki Mitglied

    Registriert seit:
    28. Januar 2010
    Echt Pillen gegen Liebeskummer, ist das Dein Ernst?
    Dann können Therapeuten und alle die begleiten oder unterstützen einpacken, alle Menschen die Empfindungen haben können einpacken.
    Es zählt nicht mehr die zwischenmenschliche Zuwendung, eine Pille macht es.
    Ein Abgesang menschlicher Gefühle und dem Teilen mit anderen Menschen der Selben.
    Eine Pille und alle Gefühle sind weg, es bleibt eine leere Hülle, ein Monster, ein willenloses Etwas ohne Gespür...

    Goethe fand dazu folgende Worte:

    Das Beste
    Wenn Dir's in Kopf und Herzen schwirt
    was willst Du besseres haben
    Wer nicht mehr liebt und nicht mehr irrt
    der lasse sich begraben.
     
  3. Maerchenhexe

    Maerchenhexe Guest

    Ich bin derzeit in einem Trauerprozeß, was körperlich (okay, wohl etwas drastischeres) auch Auswirkungen hat und nehme jetzt Neurexan.
    @zorki: das seelische Erleben bedarf der menschlichen Unterstützung, aber die körperlichen Symptome können gelindert werden.
     
  4. schmitz

    schmitz Susanne Heilpraktiker

    Registriert seit:
    19. Januar 2008
    Status:
    HP
    Hallo Melanie,

    aus eigener Erfahrung (lange vor HP-Zeit) kann ich sagen, dass mir Rescue-Tropfen, danach versch. BB-Mischungen tatsächlich bei leichteren Krisen geholfen haben. :rolleyes:

    Aus dieser Erfahrung heraus hab ich es auch Bekannten in ähnlicher Situation empfohlen, die auch damit gut zurecht kamen.

    In ganz üblen Fällen - wenn wirklich alles um dich herum zusammenbricht - kann auch mal ein angstlösendes Medi der Schulmedizin über die erste schwere Zeit helfen.


    @Zorki
    hier geht es nicht um "Pillen" gegen Liebeskummer/Gefühle, sindern darum mit den körperlichen Erscheinungen zurecht zu kommen.
    Tagelange Schlaflosigkeit, Gewichtsabnahme, Übelkeit etc macht es nur noch schwerer.
    Und bevor ich mich noch einmal wegen Verlust des Lebenspartners in eine Depression mit Anorexie stürze, nehm ich lieber auch mal was ein.

    Susanne
     
  5. me.la.nie

    me.la.nie Mitglied

    Registriert seit:
    24. Oktober 2007
    Status:
    HP
    Danke, ihr habt mir die Antwort an Zorki schon vorweggenommen, ich setze trotzdem noch was nach. Wenn ich als alleinerziehende Mutter völlig zusammenbreche, der Stress mir körperlich massiv zusetzt und ich gerne ein wenig Unterstützung möchte, ist das doch kein Fehler. In Momenten, in denen es einem so schlecht geht, würde man doch alles tun, um sich etwas besser zu fühlen. Ich denke kaum, dass sich dadurch der Trauerprozess schneller abschliessen lässt oder ähnliches, aber wir wollen doch jetzt die kleinen Hilfen nicht verteufeln.

    Märchenhexe: wie gehts mit dem Neurexan?
    Schmitz: ein Benzo möchte ich ungern erwägen, ich finde man bekommt einen Kater davon und man leider auch so schnell abhängig. Und bei Liebeskummer hat man ja nicht so sehr Angst (ausser natürlich Angst, sich nie wieder gut zu fühlen, nie mehr jemand zu finden usw. ), aber ich finde diese körperlichen Stresssymptome fühlen sich sehr ähnlich an, das ist schon richtig anstrengend...
     
  6. me.la.nie

    me.la.nie Mitglied

    Registriert seit:
    24. Oktober 2007
    Status:
    HP
    Und wenn jemand, dem es gerade so schlecht geht, in meine Praxis kommt, würde ich ihm auch lieber etwas mehr Hilfe anbieten wollen als : da musste jetzt eben durch, hilft alles nix. Andere besaufen sich schliesslich oder pumpen sich mit Drogen voll in so einer Situation, da wird ja wohl ein Pflanzliches bzw. homöopathisches Mittelchen erlaubt sein...
     
  7. ju-catan

    ju-catan Mitglied Heilpraktiker

    Registriert seit:
    1. März 2009
    Status:
    HP
    Hallo Melanie,

    eine HP Kollegin von mir hat Zincum Valerianicum von Hevert zB. genommen als ihr Vater starb. Hat ihr gut geholfen. Ich hatte es mir für meine HP Prüfung angeschafft zur Beruhigung es dann aber nicht gebraucht, daher habe ich keine Erfahrungen am eigenen Leib gemacht. Vielleicht ist das was?
     
  8. Paeonie

    Paeonie Mitglied Heilpraktiker

    Registriert seit:
    14. August 2009
    Status:
    HP
    Hallo Melanie,
    es tut mir sehr leid, dass es im Moment bei dir so ist wie es ist. Und trotzdem noch stark sein musst für dein Kind.
    Meine Erfahrung mit den aufgeführten Mitteln sind:
    Zinkum: ein super Mittel für einen besseren Schlaf, wenn ein aufregendes Ereignis ihn
    raubt, zum ordnen der Gedanken, einen klareren Kopf bekommen (deshalb sehr
    in der Prüfungsvorbereitung
    Dysto- loges: bei Herzschmerz, es geht einem etwas zu Herzen, Herzrasen, nervöses Herz

    Noch ein schönes Mittel ist Neurapas balance von Pascoe (enthält Johanniskraut,
    Baldrianwurzel und Passionsblume) = Phytopharmaka

    Auf das es dir bald besser ergeht.
    Paeonie
     
  9. Petra Ochs

    Petra Ochs Heilpraktikerin, Dozentin Heilpraktiker

    Registriert seit:
    31. Oktober 2007
    Status:
    HP
    Hallo Melanie,

    eine ultimative Lösung gibts dabei nicht, aber das weißt Du selbst. Möchte Dir aber trotzdem meine Erfahrungen mitteilen, was einigermaßen über die schlimmste Zeit geholfen hat:

    • Rescue Notfalltropfen
    • Schüssler Salze Nr. 5 und 7 (am besten als heiße 7) zur Beruhigung und zum besseren Schlaf
    • irgendwie auspowern, z.B. durch Sport wenn das zeitlich möglich ist
    • gute Gespräche, wenn man wieder dazu offen ist
    • und sich ein neues Ziel suchen, das man jetzt in Angriff nehmen kann und das davor nicht ging, quasi das Gute an dem ganzen sehen, auch wenn das Schlimme und Niederschmetternde überwiegt.
    • Und wenn alles nicht hilft, nicht davor scheuen, eine Therapie in Angriff zu nehmen.
    • Homöopathisch hätte ich auch spontan aufgrund der Causa an Ignatia gedacht, aber das muss halt auch zum Typ Mensch passen...

    Ich wünsch Dir alles Liebe und Gute!
    Petra
     
  10. Katja79

    Katja79 Guest

    Ich würde auch Nervoregin empfehlen und dann mal bei Dr. Bach schauen, was passt (da bin ich so aus dem stehgreif nicht ganz firm).
     
  11. Carola Seeler

    Carola Seeler Aktives Mitglied Heilpraktiker Forumsunterstützer

    Registriert seit:
    2. April 2009
    Status:
    HPP
    Hi,

    würde hier genauso vorgehen wie Petra......mit Ausnahme zur Aussage des homöp. Mittels.

    Das Mittel muss m.E. nicht zum Typ Mensch passen, will sagen, es muss hier nicht ein Konstitutionsmittel sein. Es soll in dieser außergewöhnlichen Notsituation helfen, aufgrund der Symptome. Es ist natürlich auch so, dass Mensch aufgrund seiner "Person" so und so und nicht anders reagiert. Ich würde mir im vorliegenden Fall Ignatia LM 16 verpassen (1-2X täglich 4 Tropfen) oder eine Dosis D30 und mal abwarten.... (in diesem Fall würde ich mir die Notfalltropfen für "Spitzen" aufheben, und evtl. vor dem Einschlafen die besagte heiße 7 trinken)

    Liebe Grüße
    Carola
     
  12. zorki

    zorki Mitglied

    Registriert seit:
    28. Januar 2010
    Wenn das so ist war es ein Missverständnis, zwischen Liebeskummer und dem Verlust des Partners, womöglich durch Tod, sehe ich was das Problem angeht einen gewaltigen Unterschied.
    Liebeskummer gibt es beim Schwärmen auf einen Menschen der das nicht erwidert und das Ende einer längeren Beziehung ist der Verlust des Partners.
    Wenn es so ist sollte der Verlust auch klar als solcher benannt werden, das hilft bei der Trauerarbeit.
    Natürlich kann so ein Verlust neben psychischen Komponenten auch zu anderen Symptomen führen und dann sind unterstützende Maßnahmen notwendig auch Medikamente, da sind wir uns einig.
    Nur von der Begrifflichkeit her führt Liebeskummer um den Verlust des Partners zu beschreiben zu Missverständnissen.

    Meine Freundin ist nach acht Jahren Beziehung vor kurzem ausgezogen, eindeutig ein Verlust des Partners und ich leide darunter aber auf Grund von langjährigen Übungen was das Loslassen angeht komme ich ohne Symptome damit zu recht.
    Es ist traurig und tut weh aber das sind berechtigte Gefühle im Leben und völlig begründet, wenn man etwas verliert warum auch immer darf man darüber traurig sein und einen Schmerz spüren.
    Das Gefühl unterdrücken oder verdrängen kann viel eher zu seelischen Störungen führen.
     
  13. Petra Ochs

    Petra Ochs Heilpraktikerin, Dozentin Heilpraktiker

    Registriert seit:
    31. Oktober 2007
    Status:
    HP
    ja Carola, so ähnlich hatte ich es auch gedacht, nur etwas missverständlich ausgedrückt. Wollte damit nicht sagen, dass Ignatia das Konstitutionsmittel sein muss, damit es in so einer Situation auch passt, sondern es sind die herrschenden Symptome vorrangig. Allerdings würd ich m.E. behaupten, dass bestimmte Konstitutionstypen einfach nicht auf Ignatia ansprechen, da sie mit Kummer, Verlust etc. ganz anders umgehen. Aber das ist vermutlich auch die Essenz Deiner Aussage, fällt mir gerade auf. Ich glaub, wir sind uns einig ;)
    Aus Interesse hätt ich jetzt aber noch ne Off-Topic-Frage an Dich: ich kenn mich bei LM-Potenzen nicht so gut aus. Gibts einen Grund dafür, dass Du gleich ne LM16 empfehlen würdest? Ist so eine hohe Potenz bei akuten Situationen zu bevorzugen? Gerne auch per PN, wenn Du es nicht hier rein schreiben magst.
     
  14. Petra Ochs

    Petra Ochs Heilpraktikerin, Dozentin Heilpraktiker

    Registriert seit:
    31. Oktober 2007
    Status:
    HP
    ja da stimm ich Dir zum Teil zu. Die Gefühle sind berechtigt, man darf traurig sein und man sollte auch das alles nicht verdrängen. Aber was tun, wenn man mit dem heftigen Schmerz nicht umgehen kann, wenn das alles plötzlich zu heftig ist - und man trotzdem funktionieren muss (Kind etc.)? Nicht jeder kann den Schmerz von Anfang an bewusst bewältigen und es ist in manchen Situationen auch einfach zuviel. Daher empfinde ich es persönlich als sinnvoll, wenn man die Kraft hat, sich Hilfe zu holen, welche einem hilft, mit dem Schmerz umgehen zu KÖNNEN. Und uns Naturheilkundlern stehen sehr gute Mittel zur Verfügung, welche einen bei Kummer und Trauerarbeit unterstützen können. Vergessen darf man aber trotzdem nicht, dass es kein Allheilmittel ist, die Probleme dadurch nicht gelöst werden und man ohne Verarbeitung auch keine "Heilung" erfahren kann. ABER es kann einem sehr gut helfen, die schlimmsten Spitzen zu ertragen, ohne dabei zusammen zu klappen - und irgendwann dann wieder zu seiner inneren Mitte zurückzufinden und mit dem Leben versöhnt zu sein.

    Ganz liebe Grüße nochmals an Melanie
    Petra
     
  15. Susanne23

    Susanne23 Mitglied Heilpraktiker

    Registriert seit:
    7. Juli 2010
    Status:
    HP
    Ich spritze im schlimmsten Fall Nervoregin und lasse Nervoregin H lutschen. Das nimmt das Schlimmste fürs Erste. Natrium mur. gebe ich auch oft, habe auch schon mal für eine Patientin ein Mittel mischen lassen, bevor ich auf das Nervoregin kam. Sollte vorauszusehen sein, dass die Patientin oder der Patientin
    Dauerstreß kommt, wegen Stalking, Gericht und Unterhalt (gibt es ja oft) Gebe ich Stress-B dazu.
    Ich habe auch Patienten, die holen sich vor Trauerfeiern oder Gerichtsterminen eine Nervoreginspritze ab.
     
  16. Carola Seeler

    Carola Seeler Aktives Mitglied Heilpraktiker Forumsunterstützer

    Registriert seit:
    2. April 2009
    Status:
    HPP
    @Petra: ohne hier off-topic zu gehen ;) und unter Hinweis darauf, dass ich keine "gelernte" Homöopathin bin und darüber hinaus HPP würde ich in einem solchen Fall (so ich denn noch klar denken kann) bei den beschriebenen akuten und starken Symptomen entweder den Schüssler-Salz-und Bachblütenweg gehen, homöopathisch würde ich es klassisch tun. Da gibt es nun die Möglichkeiten der tiefen und der hohen Potenzen und dabei eben auch die der D, C oder LM-Potenzen. Ich für mich persönlich würde zwar nicht mit Kanonen auf Spatzen schießen, die Symptome aber auch nicht nur streicheln wollen bzw. ihnen auf der richtigen Ebene begegnen. Auf einem Seminar vor Jahren habe ich einmal über die LM-Potenzen gelernt, dass man je nach genauer Übereinstimmung der akuten Symptome die LM-Potenzen aufsteigend nehmen soll....manchmal nur 1 Tropfen davon/Tag. Ich persönlich wurde von meinem Hausarzt auch schon mit aufsteigenden LM-Potenzen ziemlich erfolgreich behandelt. Würde ich also unter den o.a. akuten und starken S. leiden, entschiede ich mich u.U. für eine LM-Potenz, ggf. auch für eine D 30.

    Liebe Grüße
    Carola
     
  17. Ortrud

    Ortrud Mitglied Heilpraktiker

    Registriert seit:
    7. Juni 2010
    Status:
    HP
    Ja susanne, ich arbeite auch ganz gern mit Nervoregin. Ist ein sehr gutes homöopathisches Komplexmittel. Auch Neurapas balance von Pascoe setze ich häufig ein, mit super gutem Feedback
     
  18. ceridwen

    ceridwen Susann Heilpraktiker

    Registriert seit:
    12. Januar 2008
    Status:
    HP
    hallo melanie,
    es tut mir sehr leid, dass du im moment eine schwere phase durchmachen musst!

    wenn ein patient mit einer aussage wie oben deiner in meiner tür stehen würde- ich denke ich würde ihn zum ARZT schicken.

    ignatia hat eine hysterie und nicht immer ist man bei kummer hysterisch.

    geht es eher in die richtung burn out:
    auch calcium ist z.b. ein mittel bei überforderung...
    neurodorn stärkt die nerven
    johanniskraut

    bachblüten neben rescue
    2,20,29!, 21,26 ggf

    alles gute!
     
  19. RWH

    RWH Rudolf Heilpraktiker Forumsunterstützer

    Registriert seit:
    3. Januar 2009
    Status:
    HP
    Nur, was soll der tun? Entweder er verschreibt ein Psychopharmaka, dessen Einsatz hier zweifelhaft ist oder er schreibt sie krank, was ihr auch nicht viel nützt.

    Gruss

    Rudolf
     
  20. Susanne23

    Susanne23 Mitglied Heilpraktiker

    Registriert seit:
    7. Juli 2010
    Status:
    HP

    ...oder beides zusammen und dann steht sie doch wieder bei uns.
     

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