Seite 1 von 2 12 LetzteLetzte
Ergebnis 1 bis 10 von 18

Thema: Unsere Eperythrozoonose

  1. #1
    Avatar von Melanie_M
    Registriert seit
    Mar 2008
    Ort
    Bremen
    Alter
    32
    Status:
    THP

    Question Unsere Eperythrozoonose

    Hallo!

    Ich hätte da gerne mal eure Meinungen zu… auf einiges kann ich mir keinen Reim machen.

    Vorgeschichte:
    Mein Oldenburger Wallach (12 Jahre) hat Eperythrozoonose, am Anfang des Jahres diagnostiziert. Blutwerte ganz schlecht, anämisch. Antibiotika-„Kur“ eine Woche lang – Parasiten eingedämmt, Blut wieder besser. Pferd wieder ok.

    Nun seit 2 Wochen Leistungsabfall, starkes Schwitzen.
    So habe ich gestern Blut abgenommen, und mit dem Befund habe ich nun ein paar Ungereimtheiten vor mir auf dem Sofa ..

    Ich notiere mal die auffälligen Werte (Richtwerte dahinter in Klammern):

    Bilirubin gesamt – 64,0 (8,6 bis 59,9)
    CK – 194,9 ( bis 130)
    LDH – 478,9 ( bis 400)
    Magnesium – 1,0 (0,5-0,9)
    Blutbild:
    Erythrozyten – 5,86 (6,0 – 12,0)
    Hämatokrit – 0,29 (0,3 – 0,5)
    Hämoglobin – 109 (110-170)
    Eosinophile Granulozyten– 7% (0-4)

    Die Erythrozyten niedrig usw. ist ja klar, daher ja auch der hohe Bilirubin-Wert…
    ABER die Eosinophilen passen doch da gar nicht rein… keine Infektion und allergisch müsste man da doch auch was merken, wenn sie deswegen so erhöht wären?

    Dann der Magnesium-Wert..? Warum kann der erhöht sein? Was bedingt denn eine verminderte Magnesiumausscheidung? Weiß da jemand was..? Bin da echt ein wenig ratlos.

    Bin mal gespannt auf eure Ideen.

    Liebe Grüße
    Melanie

  2. #2
    cordi
    Guest
    Hallo Melanie,
    warum meinst Du das die Eosinophilen hier nicht herein passen?
    Sie sind doch geradezu spezifisch bei Parasitenbefall
    Und um den handelt es sich in diesem Falle doch, oder?

  3. #3
    cordi
    Guest
    LDH-Erhöhung finden wir u.a. beim Untergang von Herz-, Lunge- NIeren-Zellen auch bei:

    Erkrankungen des Blutes:
    - Blutarmut (Anämie), die mit einer Zerstörung roter Blutkörperchen einhergeht (hämolytische Anämie)
    - Blutarmut, bei der eine Vergrößerung der roten Blutkörperchen festzustellen ist (megaloblastäre bzw. perniziöse Anämie), z.B. bei einem Mangel an Folsäure und Vitamin B12
    - Zerstörung roter Blutkörperchen innerhalb der Blutgefäße (intravasale Hämolyse), z.B. bei der Sichelzellenanämie

    was in diesem Fall ja dann zutreffend wäre.

    zur Beurteilung des CK-Werts wäre hier wichtig zu wissen, welcher spezielle CK erhöht ist?

    Wenn man allerdings die Werte im Zusammenhang mit den klinischen Symptomen betrachtet sollte auch mal in Richtung Myokarditis geforscht werden.

    Das sind meine Überlegungen zu diesem FAll (bin allerdings "nur" Human-HP und kann zu Tierkrankheiten nicht wirlich viel beisteuern; denke aber, dass hier schon Übereinstimmungen bestehen)

  4. #4

    Registriert seit
    May 2007
    Status:
    HP
    .............................................
    Geändert von Bettina (03.12.09 um 12:58 Uhr)

  5. #5
    Themenstarter
    Avatar von Melanie_M
    Registriert seit
    Mar 2008
    Ort
    Bremen
    Alter
    32
    Status:
    THP
    Hallo Ihr beiden, danke für eure Antworten!

    Cordi, da hast du Recht, ich weiß nicht, warum ich bei den Eosinophilen so bei allergischen Reaktionen hängen geblieben bin.. Stimmt schon, passt bei Parasiten auch ebenso gut. Somit wäre die Frage geklärt!

    Wenn man allerdings die Werte im Zusammenhang mit den klinischen Symptomen betrachtet sollte auch mal in Richtung Myokarditis geforscht werden.
    Also eigentlich ist er grundsätzlich symptomfrei. Wenn die Parasiten wieder oberhand gewinnen, kommt dazu starkes Schwitzen, nervlich angespannt bis hin zur Atemnot, das natürlich mit extrem hohem Puls.. (Lange Geschichte,.. mir wollte immer kein TA glauben, dass er keine Kondition hat..., Herzmuskelfehler hatten wir schon als Fehldiagnose, er war aber im Nov. 2007 in der Klinik (wegen einem anderen Problem), da wurde er durchgecheckt, das Herz soll soweit in Ordnung sein.)


    Allerdings stelle ich mir nun die Frage, ob diese ganze Geschichte insgesamt nicht auch so belastend für den Körper ist, dass das Herz geschädigt werden kann! ???

    zu Bettina:
    kann dann der CK-Wert nicht auch so schlecht sein, weil die Muskeln nicht genügend durchblutet sind bzw. wegen der Anämie??

    Weiß vielleicht auch jemand was zu dem Magnesium? *hände-ring*

    Liebe Grüße
    Melanie

  6. #6

    Registriert seit
    May 2007
    Status:
    HP
    ..........................
    Geändert von Bettina (03.12.09 um 12:56 Uhr)

  7. #7

    Registriert seit
    May 2007
    Status:
    HP
    ................................................
    Geändert von Bettina (03.12.09 um 12:56 Uhr)

  8. #8
    cordi
    Guest
    Zitat Zitat von Bettina Beitrag anzeigen
    Der Magnesiumgehalt der Erythrozyten ist dreimal so hoch wie der Erythrozytengehalt des Serums. Das Bedeutet, dass eine Hämolyse erhöhte Magnesiumwerte vortäuschen kann. Eventueller Entnahmefehler?
    Das könnte des Rätsels Lösung sein!

    Bei der Eperythrozoonose kommt es doch zur Hämolyse; muss also gar kein Entnahmefehler vorliegen.............

  9. #9

    Registriert seit
    May 2007
    Status:
    HP
    .......................................
    Geändert von Bettina (03.12.09 um 12:55 Uhr)

  10. #10
    Themenstarter
    Avatar von Melanie_M
    Registriert seit
    Mar 2008
    Ort
    Bremen
    Alter
    32
    Status:
    THP
    Hey Ihr Beiden!!

    Ihr seid ja wirklich gut, v.a. in Kombination!!!

    Danke für eure Hilfe... die Magnesium-Theorie klingt wirklich schlüssig!

    Ich werde jetzt versuchen, den Parasiten in Griff zu bekommen und muss dann eh in 4 Wochen nochmal Blut abnehmen, dann müsste sich Magnesium ja auch wieder normalisiert haben.

    GANZ VIELEN DANK FÜR EURE HILFE!!!

    Liebe Grüße
    Melanie

Seite 1 von 2 12 LetzteLetzte

Lesezeichen

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •