
Hi,
also dass unsere Sheila Flöhe hat, hab ich gleich gesehen. Aber das schreckte mich nicht. Hab sie auch bei unserem anderen Hund und auch bei den Katzen gehabt, als wir sie bekommen haben und flugs weggebracht.
Nun hat aber Sheila gestern nacht einen Wurm ausgekotzt.
Er war tot und ziemlich lang... ca. 10 cm.
Ein Spulwurm.
Könnt ihr mir ein Entwurmungsmittel für Welpen empfehlen?
Und muss man sich da Sorgen einer evtl. Übertragung machen?
Gruss Silke.
Hallo Silke,
fahr mit dem wurm zum TA und laß dir da ein Mittel geben!
Hygiene natürlich einhalten, dann passiert Euch nix!
Liebe Grüße
Sybille
Und wie genau sieht die nötige Hygiene aus...
Muss man sich jedes Mal die Hände waschen, wenn man den Hund angefasst hat? Nicht schmusen vermutlich.
Und wie könnte man es feststellen, wenn man sich infiziert hat??
Gruss Silke.
Hallo Silke,
ich denke die normale Hygiene hälst du sicher ein.
Händewaschen etc.
Wenn Du Kinder hast, das weiß ich jetzt nicht, sorry, da muß man schon sehr gut aufpassen.
Wäret ihr infiziert, würde sich das erst sehr spät bemerkbar machen.
Hol heute das wurmmittel, und nimm wie gesagt, den Wurm mit, das hilft dem TA sehr!
Ihr werdet Euch schon nix geholt haben!!
Liebe Grüße
Sybille
Ja, ich hab Kinder , 5 sogar und ob die sich nun jedes mal nach Hundestreicheln die HÄnde waschen, bezweifle ich.
Wie würde sich denn sowas bemerkbar machen?
Wir hatten ja schon öfter Tiere mit Würmern, da könnte man sich ja schon früher was geholt haben.
Der Wurm ist leider bereits entsorgt.
Werd heute ein Entwurmungsmittel holen.
Gruss Silke.
Hundespulwurm
Der Hundespulwurm, Toxocara canis, ist ein häufiger Parasit von Hund, Wolf und Fuchs und ist weltweit verbreitet. Auch der Mensch kann sich irrtümlicherweise mit befruchteten Eiern des Hundespulwurms infizieren. Während sich in Hund, Wolf oder Fuchs als Endwirt die befruchteten Eier zu adulten (erwachsenen), etwa 16 cm langen Hundepulwürmern entwickeln, erfolgt im Menschen die Entwicklung des Hundespulwurms nur bis zum Larvenstadium. Als Wanderlarven oder Larva migrans viszeralis (Größe: etwa 0,04 mm) führen sie beim Fehlwirt Mensch zu einer Toxocariasis, einer Wurmerkrankung, die mit schwerwiegenden Beschwerden einhergehen kann. Die Larven sterben nach 3-4 Wochen ab, können aber auch Monate bis Jahre im Menschen überdauern. Vom Infektionsweg her ist die Toxocariasis mit dem Hundespulwurm als Zoonose anzusehen.
Übertragung und Verbreitung der Toxocariasis
Die befruchteten Eier des Hundespulwurms sind im Kot der genannten befallenen Tiere enthalten. Sandkästen von Spielplätzen und Erdreich, verunreinigt mit Hundkot sowie das Streicheln von Hunden, deren Fell mit Hundespulwurmeiern behaftet ist, stellen daher die Hauptinfektionsquelle für den Menschen, vor allem aber für Kleinkinder dar.
Die Übertragung der Toxocariasis auf den Menschen geschieht, wenn die Finger, die mit infektiösen, das heißt, reifen, Hundespulwurmeiern verunreinigt sind, in den Mund gesteckt werden. Eine weitere Übertragungsmöglichkeit auf den Menschen ist, wenn er sich von dem infizierten Hund das Gesicht ablecken lässt.
Symptome der Toxocariasis
Oft verläuft die Infektion mit Larven des Hundespulwurms beschwerdefrei. Ein Hinweis auf eine Toxocariasis zeigt meistens das Blutbild des Patienten: Bei 80% der Menschen mit Larva migrans viszeralis ist die Anzahl der eosinophilen Granulozyten stark vermehrt und gleichzeitig liegen eine deutlich Erhöhung der Leukozyten im Blut und des Gesamt-Immunglobulin E (IgE) vor. Außerdem können zusätzlich auftreten
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Fieber (80%)
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eine krankhafte Vergrößerung der Leber (Hepatomegalie),
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Husten mit asthmatischen Beschwerden (70%)
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Magen-Darm-Beschwerden
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Nesselsucht (Urtikaria)
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neurologische Symptome, wie z.B. epileptische Anfälle oder Lähmungserscheinungen bei Wanderlarvenbefall des Gehirns (20%)
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Endophthalmitis (Infektion im Inneren des Auges) oder Chorioretinitis (Aderhaut- und Netzhautentzündung des Auges) bei Wanderlarvenbefall des Auges, die zur Erblindung des betroffeneren Auges führen kann.
Diagnose
Um einen Befall mit Hundespulwurmlarven nachzuweisen, sind Blut- und immunologische Untersuchungen des Blutserums notwendig. Falls ein Larvenbefall des Gehirns anhand der neurologischen Beschwerden vermutet wird, erfolgt eine Messung der Hirnströme, die in einem Elektroenzephalogramm (EEG) aufgezeichnet werden.
Differentialdiagnose
Da andere Wurmerkrankungen wie Trichinose, Askariasis, Filariose, Leberegelinfektion mit Strongyloides stercoralis oder ein Befall mit Larva migrans cutanea des Hundehakenwurms (so genannter "Hautmaulwurf") ein gleiches Beschwerdebild wie eine Toxocariasis haben kann, müssen diese vor Einleitung der Therapie ausgeschlossen werden.
Therapie
Die Behandlung erfolgt mit einem entsprechenden Anthelminthikum, z.B. mit Thiabendazol oder Diethylcarbamazin. Obwohl die Gabe von Anthelminthika in der Therapie der Toxocariasis umstritten ist, gibt leider noch keine anderen medikamentöse Alternativen. Durch das jeweilige Medikament können nämlich große Mengen an Larvenzerfallsprodukten freigesetzt werden, die unter Umständen zu schwere entzündliche Reaktionen hervorrufen.
Prophylaxe
Um eine Übertragung und Verbreitung der Toxocariasis zu vermeiden, sollte eine Verseuchung der Kinderspielplätze mit Hundekot verhindert werden. In Deutschland sind 25% der Kinderspielplätze mit Tierkot verunreinigt.
Des weiteren sollten die Hundehalter ihre Tiere regelmäßig entwurmen. Dies gilt insbesondere für trächtige Hündinnen, denn im Mutterleib kommt es ohne Entwurmung bereits zur Infektion der Hundewelpen. Im Darm neugeborener Welpen finden sich dann bereits Wanderlarven von Toxocaris canis. Auch Welpen und Junghunde müssen daher unbedingt entwurmt werden.
Oberstes Gebot ist das gründliches Händewaschen nach jedem Streicheln des Hundes und Spielplatzbesuch. Außerdem sollte man sich nicht das Gesicht von dem Tier ablecken lassen.
Entwicklungszyklus vom Hundespulwurm
Die Eier des Hundespulwurms werden etwa 1 bis 3 Wochen nachdem sie vom Hund, Wolf oder Fuchs mit dem Kot ausgeschieden worden sind, infektiös und bleiben es über Monate. Der Entwicklungszyklus in Hund, Wolf oder Fuchs ist analog dem von Ascaris lumbricoides, dem Spulwurm des Menschen, aber im Menschen entwickeln sich aus den reifen Eiern keine erwachsenen (adulten) Hundepulwürmer. Die im Dünndarm des Menschen geschlüpften Larven wandern auf dem Blutweg in die verschiedenen Organe ein und führen zu einer Toxocariasis, die unter Umständen schwerwiegende Beschwerden auslöst.
Na super.
Sag mal, kann man auf so eine Blutuntersuchung bestehen? Auch wenn nicht wirklich Symptome da sind?
Nur zur Sicherheit?
Gruss Silke.
Bei meinem HA könnte ich das. Frag deinen mal und dann kannst du beruhigter sein!![]()
Wenn du dir ein Entwurmungsmittel beim TA holst, sag bitte dazu das es auch gegen Bandwürmer sein soll. (Bandwürmer können nämlich durch Flöhe übertragen werden)
LG Petra
Ich glaub ich mach das mal. Zumal sie eh die Kids auf Rötelntiter testen wollte, weil sie doch was hatten, was keiner wirklich zuordnen konnte, aber am ehesten noch dem Röteln-Bild entsprach.
Dann hätten sie ja schon das Blut und könnten das auch gleich testen.
Danke Petra, werd ich machen.
Gruss Silke.



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