
hallo ihr lieben!
ich brauch mal eure hilfe: unsere geschichte ganz kurz geschildert. mein 3jähriger jagdhund, hat probleme mit dem alleinsein. eine stunde klappt es meist, doch dann fängt er ziemlich laut an zu jaulen. leider war schon polizei und ordnungsamt da, weil ein netter nachbar sich beschwerte. ja und jetzt steht der sommer vor der tür.
ich bin momentan nervlich auch nicht die stabilste und hab wirklich schon ziemlich viel gemacht um da alleinsein hinzubekommen. er konnte es nie richtig lernen, weil ich aufgrund eines unfalles über ein halbes jahr zuhause war. hab es immer wieder von grund auf aufgebaut, saß bis zu 3std in meiner garage, pheromone, bachblüten, arsenicum, kong, teure tiertainer, nahrungsumstellung, mehr kohlenhydrate usw. er wird vom kopf her gut ausgelastet - fährtenarbeit.
er ist auch nicht wirklich gestreßt, er jault rein aus protest, weil ich nicht da bin. leider hat er auch eine zu enge bindung an mich. ich hab schon überlegt ihn kastrieren zu lassen, bin aber eigentlich dagegen.
momentan bekommt er baldrian, um ihn etwas ruhigzustellen. vielleicht hilft ja das, ich bin ziemlich am ende mit meinem latein. vielleicht weiß jemand rat! kann mir jemand sagen, ob baldrian gut sind und wie man die dosiert?
lg sane
Hallo Sane,
vieleicht sollte Du versuchen deinen Hund auf eine Box zu konditonieren.
Wenn man damit ganz vorsichtig mit viel Ruhe ( und Leckerchen) macht finden es die meisten Hunde o.k.(meistens haben die Besitzer mehr Probleme mit der Box).
Baldrian hab ich noch nicht versucht,aber Johanniskraut hilft ganz gut.
Aber vieleicht mußt auch Du ruhiger werden,wenn Du viel Stress hast ,merkt es dein Hund und keine Therapie kann gelingen.
So viel Erfolg Euch beiden.
Liebe Grüße
Prisca![]()
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Hi,
das Problem liegt sicher zwischen euch beiden, ohne euch und die Umstände genau zu kennen, kann man schwer raten.
Ich habe das Gefühl, dass ihr beide behandelt werden müsst.
Durch eure sehr enge Beziehung, werden auch deine Probleme beim Hund reflektiert u. das eine o. andere Problem kann sich auch bei ihm manifestieren.
Kastration wird dir nicht helfen. Baldrian eher auch nicht.
Was hast du denn mit den Tiertrainern gemacht?
Gruß Jürgen
Hallo Sane,
mit Pheromone meinst Du das D.A.P. Spray bzw. Zerstäuber?
LG
Tina
hallo ihr lieben!
also erstmal, ich bin sehr froh, denn mein hund bleibt zumindestens früh, wenn ich auf die arbeit gehe alleine. ich hab mir extra nochmal kamera geliehen und ihn gefilmt. abends, war ich bisher einmal weg, da hat er noch etwas gejault, aber ich hoffe, daß bekomme ich auch noch hin. die lösung, meines problems, war eigentlich ganz einfach. er hat jetzt unten, seinen festen schlafplatz, darf auch nachts nicht mehr mit hoch und ich lege ihm ein t-shirt von mir dazu. jagdhunde, sind nun mal sehr sensibel und anhänglich.
@prisca
die box hatte ich auch schon mal angedacht, doch stelle ich mir das für einen hund, der diese nicht von anfang an gewöhnt ist, schwer vor.
@quarterhawk
ja, ich hatte den pheromon-zerstäuber für die steckdose, hat null gewirkt.
@jürgen
behandelt werden, müssen wir sicher nicht, denn letztendlich konnte ich es nur allein, durch mich und mein verhalten schaffen.
der tiertrainer, hat mir viel zu gehorsamsübungen geraten, die ich dann auch durchgeführt hatte. den futterkong, haben wir uns zugelegt, rührt er leider erst an, wenn ich heim komme. bachblüten bekam mein hund, kein erfolg. kastration, hatte ich auch kurz in erwägung gezogen, um ihn etwas hormonell runterzufahren, da er massiv jaulte, als im februar hündinnen läufig waren. letztendlich bin ich froh, daß ich es nicht hab machen lassen. ich bin froh, daß es endlich klappt und hoffe sehr, daß es auch so bleibt.
lg sane
Hallo,
mal eine Frage warum Du Deinen Hund nicht kastrieren lassen willst?
Hallo Sane,
schön das es jetzt läuft.
Ich entnehme ja deinem Profil das du HPA bist.
Du wirst dich ja sicher mit der Entstehung von Erkrankungen aus der Sicht des Naturheilkundlers befasst haben.Wenn du mal bei Becvar nachliest, wirst du wissen was ich meine, damit wird meine Fassung kürzer.
Es gibt kein Innen ohne ein Außen und umgekehrt.
Du sagst ja auch selbst, dein Hund ist behandelt worden ( z.B. BB ), jetzt hast du nun auch zu den Konsequenzen gefunden, die das Zusammenleben ermöglicht, wohl auch durch Anraten von Außen.
Wäre ich der Behandler gewesen, hätte ich gleich Mensch und Tier sowohl verhaltenstherapeutisch, als auch zur Unterstützung BB u./o. hom. behandelt, damit schließt sich der Kreis.
Gruß Jürgen
Liebe Andrea,
die Frage erübrigt sich eigentlich, wem möchte man so etwas antuen, außer aus med. Not?
Man greift in das Hormonsystem des Tieres ein, Folgen?
Hallo Jürgen, klar greift man da ein, aber ich finde es z. B. auch nicht so toll, wenn der Hund ständig "hohl" dreht, wenn läufige Hündinnen in der Gegend sind. Auch da wird sein Hormonhaushalt ganz schön gebeutelt, was, wie Du auch sicherlich weißt, nicht gerade das Gelbe vom Ei ist und auch folgen haben kann. Und solche Dinge sind eben die Ursachen für die med. Not, wie Du es nennst. Es gibt für alles ein für und wider, ich habe bisher nur gute Erfahrungen damit gemacht und würde es jedem Raten. Es macht nämlich keinen Spass, Tumore bei den Tieren zu entfernen etc. etc. Aber es ist jedem selber überlassen, was er macht.
Gruß Andrea
Liebe Andrea,
ich bin mit einer Hundezucht aufgewachsen.
Meine Eltern haben 1942 begonnen DSH zu züchten, bis vor 3 Jahren.
Wir hatten immer Rüden und Hündinnen und nicht alle Rüden haben in ihrem leben gedeckt.
Meine Eltern und auch ich haben es aber geschafft, diese Rüden so artgerecht auszulasten, dass in den ganzen Jahren nur ein einziges Mal ein Problem entstanden ist.
Der Rüde bekam eine Spritze mit 5 Jahren, hatte nie wieder Probleme, hat später noch gedeckt und wurde 14 Jahre.
Ich bin der Meinung, jeder Tierhalter sollte sich über das Für und Wider, über Eventualitäten und über seine Möglichkeiten ein Tier artgerecht zu halten und auszulasten vorher informieren, das würde den Bestand in Tierheimen deutlich reduzieren u. den Gang zum Tierarzt drastisch reduzieren.
Daraus entsteht medizinische Not, aber verursacht durch den Halter!
Der Eingriff in das Hormonsystem hat vielältige Folgen, die oft erst später zu Tage treten. Es ist auch nicht nur ein Eingriff in das Hormonsystem, auch die anderen körperlichen und seelischen Ebenen des Individuums werden durch die OP gestört.
Ich kenne genug Fälle und finde die Entscheidung zur Kastration/Sterilisation aus Bequemlichkeit des Halters, einfach nur pervers.
Gruß Jürgen
Lieber Jürgen,
bei einigen mag es vielleicht eine Bequemlichkeit des Halters sein, bei anderen vielleicht nicht.
In unserem Fall hatten wir uns einen kleinen Pinscher/Terrier Mix von Spanien aus dem Tierheim geholt. Er war nicht kastriert, von sich aus dem Menschen eher vorsichtig geneigt und da er ein reiner "Straßenköter" war , war er halt auch etwas anders als andere Hunde. Nachem wir ein Brocken Spanisch lernten, um uns dem Hund verständlich zu machen, ging es auch eigentlich ganz gut. Bis auf einmal er diesen "Hormonkoller" bekam, wenn er aus was-weiss-ich-für-eine-Entfernung ne läufige Hündin roch und weg war. Nix sehen, nix hören, einfach über ne stark befahrene Straße rennen und weg.
Da gab es für uns nur die eine Möglichkeit ihn kastrieren zu lassen. Die Entscheidung ist uns weiss Gott nicht leicht gefallen, weil einfaches Rumschnibbeln nicht unser Ding ist.
Der Amigo ist nicht fett geworden, sein Wesen hat sich auch nicht verändert, ausser das er durch unser Verständnis an sein mieses Leben in Spanien, viel offener geworden ist.
Auslasten ging bei dem Hund nur sehr begrenzt, weil wie will man einen Hund auslasten, der vor allem und jeden Angst hat, und extreme Vorsicht zeigt?
Ihn notorisch an der Leine zu führen, wie andere mit ihren "Fiffis" auf der Straße gehen, wollten wir ihm auch nicht zumuten, da er Leinen als absoluten Stress empfand und er ohne Leine viel entspannter war (Straßenköterfreiheit).
Nach der Kastration konnten wir ihn endlich wieder frei laufen lassen, er konnte sich austoben, kam auch auf Zuruf jederzeit wieder zurück, was vorher nur dann funktionierte, wenn keine Hündin in einem großen Umkreis da war.
Klar, wir hätten ihn auch in einem abgezäunten Feld laufen lassen können...Nur hätte es irgendein Hof sein müssen, weil sobald er eine Duftnote aufspürte war er der Ausbrecherkünstler schlechthin. Ausserdem hätten wir ihn dann ja nur noch auf irgendeinen Hof laufen lassen können, ist ja auch nicht grad der Hit in Tüten.
Er hat auch später immer noch läufige Hündinen umworben und ist aufgesprungen, aber er ist nie wieder abgehauen und hat nicht mehr gehört.
Der einzige Nachteil nach der Kastration war, das er für andere Rüden anscheinend als läufige Hündin roch.
Für viele ist es einfach "mal eben" nen Hund kastrieren zu lassen, aus diesen oder jenen Gründen. Immer frei nach dem Motto "mach das, dann wird er ruhiger"... die anderen lassen es schweren Herzens durchführen. Und wenn es zum "Schutz" des Tieres selbst ist.
Meine Hündin war vom Kopf her ein Rüde und hat sich auch benommen. Die Läufigkeit war bei ihr mehr wie unregelmäßig und ich möcht wetten, wenn die älter als 3 Jahre geworden wäre, dann hätte sie das ganz eingestellt. Da haben so einige gesagt, wir sollen sie kastrieren lassen aber bei ihr haben wir uns wehemend geweigert, weil wir den Sinn nicht darin gesehen haben. Nur weil sie "Rüdenallüren" an den Tag legt, und halt nen Alpha war? Neeee.
Und ist eigentlich nicht jede OP für ein Tier eine Störung der körperlichen und vor allem seelischen Ebene? Uns kann man begreiflich machen, wie die Narkose abläuft, und das man dann eben "weg" ist....ein Tier weiss nie warum er auf einmal dämmerig wird und kämpft dagegen an. Auch nach der Aufwachphase weiss ein Tier nie warum er in einem fremden Raum liegt und warum er auf einmal ne dicke Narbe hat, oder warum er sich noch nicht richtig bewegen kann, weil die Narkose noch die Motorik stört.
Du hast Recht das man diesen Schritt einer Kastration nicht leichtfertig einfach so durchführen soll, aber ich finde, in einigen Fällen gehts halt nicht anders.
Liebe Grüße
Sebat
Geändert von Sebat (11.04.08 um 10:02 Uhr)
[COLOR="DarkOrchid"]Wer aus dem Rahmen fällt muss nicht vorher im Bilde gewesen sein[/COLOR]



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