Ergebnis 1 bis 4 von 4

Thema: Eine neue Runde im Streit um Antidepressiva

  1. #1
    Geändert von kapinnow (02.01.10 um 22:57 Uhr) Grund: Quellensicherheit
    Keinen Anfang gibt es und kein Ende, auch keine Mitte.
    Denn alles ist nur Illusion.

  2. #2

    Registriert seit
    Feb 2008
    Ort
    NRW
    Alter
    47
    Status:
    HPP
    Sehr interessant!
    Dazu schreibe ich gerne mal meine eigenen Erfahrungen mit ADs.
    Aufgrund eines Schicksalschlages vor einigen Jahren, der mich komplett ins Aus beförderte (20 KG Gewichtsverlust, Schlaflosigkeit rund um die Uhr etc.) habe ich mich nach einigen Monaten, in denen es mir nicht besser ging, ADs verschreiben lassen mit sehr gemischten Gefühlen und innerem Widerwillen dagegen.
    Aber ich hab halt Kinder zu versorgen und anders gings nicht mehr, dachte ich.
    Meine Ärztin - Naturheilverfahren - verschrieb mir Edronax (auch Solvex genannt) und ich fand schon die Begleiterscheinungen, wie permanentes inneres Zittern, ständiges Kältegfühl etc. sehr unangenehm.
    Also ich kann nicht sagen, dass es mir mit dem Medikament besser ging.
    Ich hab nat. auch viele andere Wege versucht, aus meinem Tief herauszufinden, was mir ja letztlich auch gelang, aber ich bin mir sicher, es lag nicht an dem AD, denn trotz AD hatte ich zwischendurch heftige Rückfälle.

    Ich hab es dann in Eigenregie ganz langsam abgesetzt und empfand mein Befinden NACH Absetzen sehr viel positiver, als während der Einnahme. Wie soll man es beschreiben...ich fühlte mich wieder eigenbestimmt und viel klarer.

    Ich kann nicht sagen, dass es mir geholfen hat, aber vllt wars auch für mich das falsche Medikament.

    studierende

  3. #3
    Themenstarter
    Avatar von Glamo
    Registriert seit
    Jun 2007
    Status:
    HP
    Liebe Studierende

    Vielen Dank, daß Du uns an Deinen persönlichen Erfahrungen teilhaben läßt. Es freut mich, daß Du einen Weg für Dich gefunden hast.

    Ich bin der Meinung, daß viel zu schnell AD verordnet werden. Ohne daß ein Problem verarbeitet wurde oder eben einen WEG in die Zukunft gezeigt wird. Eine Gesprächstherapie sollte die erste Wahl sein.

    Lieber Gruß
    Keinen Anfang gibt es und kein Ende, auch keine Mitte.
    Denn alles ist nur Illusion.

  4. #4

    Registriert seit
    Feb 2008
    Ort
    NRW
    Alter
    47
    Status:
    HPP
    Hallo Glamo,

    das kann ich nicht beurteilen, denn ich kenne auch Ärzte, die mit der Gabe von Psychopharmaka sehr sparsam sind, andere holen sofort alles aus ihrem Schrank, was anzubieten ist.
    Allerdings denke ich, wenn jmd in einem wirklich tiefen Loch steckt und nicht einmal in der Lage ist, zu sprechen, nutzt eine Therapie nichts. Da muss der jenige erst einmal wieder klar denken können.
    Ich glaube, es ist sehr schwer, da einen wirklich guten Weg zu finden und ich kann da auch nur für mich persönlich und meine Erfahrung sprechen.

    studierende

Stichworte

Lesezeichen

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •