rabenstein
06.11.06, 21:14
Erkrankungen der Atemwege
Der grippale Infekt
Als Erkältung im weiteren Sinne oder grippale Infekte werden die akut auftretenden, infektiösen, katarrhalischen Erkrankungen der oberen Luftwege verstanden, die in 95% der Fälle durch Viren hervorgerufen werden. Der Befall der Schleimhäute von Nase, Nasennebenhöhlen und oberem Respirationstrakt erfolgt vorwiegend durch die zu den Picornaviren gehörenden Rhinoviren
In wenigen Fällen (ca. 5%) können banale Atemwegsinfekte auch bakteriell bedingt sein. Die häufigsten Erreger sind hierbei Streptokokken der Gruppe A, Corynebacterium diphteriae und Mycoplasma pneumoniae.
unspezifische Immunantwort auf die Virusinfektion:
Niesreiz
Schnupfen
Husten
Kopf- Glieder-Muskelschmerzen
Allgemeines Krankheitsgefühl
Frösteln
Subfebrile Temperatur
Pathomechanismus
Durch die lokale Entzündungsreaktion beim Eindringen des Virus verändert sich die Permeabilität der Blutgefäße in diesem Bereich, d. h. es kommt zur Flüssigkeitsansammlung (Schwellung, Schmerz)
Die Symptome treten meist innerhalb der ersten 24 Stunden auf, erreichen am 2. Tag ein Maximum und dauern 7-14 Tage an. Besonders gute Karten hat der grippale Infekt bei einer Schwächung des Immunsystems. . Eine Schwächung des Immunsystems tritt besonders bei naßkaltem Wetter aber auch unter starker körperlicher und seelischer Belastung, in der Rekonvaleszenz sowie bei Kleinkindern und älteren Menschen auf.
Die Tatsache, dass im Gefolge von kalten Füßen häufig eine Erkältung auftritt, findet ihre Erklärung ebenfalls durch eine Schwächung des Immunsystems. So verengen sich bei kalten Füßen auf reflektorischem Weg die Blutgefäße der Blase und der Harnwege. Die schlechtere Durchblutung führt u. a. zu einer Verringerung der zellulären Immunabwehr und das Risiko einer Erkältung oder Blasenentzündung steigt. Auch bei Zugluft steigt das Risiko einer Erkältung. Während normalerweise der Organismus auf kalten Wind mit einer Senkung oder Steigerung der Durchblutung reagiert und damit die Körpertemperatur konstant hält, versagt bei kühler Zugluft in warmen Räumen dieses Regulationssystem. Die Abkühlung wird zu spät bemerkt und der Körper kühlt aus. Mit der Abkühlung wird auch die Aktivität des Immunsystems vermindert und die Viren breiten sich aus.
Symptome und Krankheitsverlauf
Auf anfängliche Symptome des Erkältungsschnupfens wie Niesreiz und trockener Nasenschleimhaut folgen innerhalb weniger Stunden als Ausdruck der Entzündungsreaktion die Absonderung eines zunächst wässrigen (serösen), später schleimigen Sekrets aus der Nase mit dem Gefühl der verstopften Nase. Bei bakterieller Sekundärinfektion wird das Sekret visköser und nimmt eine gelbliche Farbe an (Eiter!)
Bei Ausbreitung der entzündlichen Reaktion auf die Nasennebenhöhlen können sich Sinusitiden im Bereich von Kieferhöhlen, Siebbeinzellen und Keilbeinhöhle entwickeln. Bei Kleinkindern kommt es auch häufig zu einer Mittelohrentzündung (deshalb nicht vergessen: immer in die Ohren schauen!!)
Ist die Rachenschleimhaut betroffen (Pharyngitis) kann die Entzündung diffus oder auf Seitenstränge oder Nasenrachen beschränkt auftreten und geht meist mit den Symptomen Kratzen im Hals, Halsschmerzen und Schluckbeschwerden einher. Auch hier kann sich durch Sekundärinfektion eitriger, oft zäher Schleim absondern.
Schließlich werden bei Fortschreiten der Infektion auch die unteren Luftwege, Kehlkopf, Luftröhre, Bronchien und Lunge befallen. Die entzündliche Schwellung der Stimmbänder führt zur Heiserkeit. Zeichen der akuten Schleimhautentzündung in Luftröhre und größeren Bronchien (Tracheobronchitis) sind Abgeschlagenheit, subfebrile Temperatur, Substernalschmerz und primär trockener Reizhusten, der später von Auswurf begleitet wird.
Abzugrenzen ist die Erkältung von der echten Virusgrippe oder Influenza. Diese Infektionskrankheit tritt meist epidemisch, in größeren Zeitabständen (25 bis 30 Jahre) auch pandemisch auf.
Obwohl das Grippevirus bereits 1933 beim Menschen erstmals isoliert wurde, steht bisher kein Heilmittel für diese Erkrankung zur Verfügung. Lediglich durch Impfung kann ein temporärer Infektionsschutz erzielt werden.
Die Virusgrippe tritt in den gemäßigten Zonen bevorzugt in den Wintermonaten auf. Wenige Stunden bis Tage nach Tröpfcheninfektion treten Frösteln oder Schüttelfrost, Fieber (bis 40°C), schweres Krankheitsgefühl, Augen-, Kopf-, Gliedmaßen- u. Brustschmerzen -vor allem hinter dem Brustbein - auf (evtl. auch Konjunktivitis, Herpes labialis u. scharlachartiges Exanthem oder bläschenförmiges Enanthem) sowie Entzündung der Atemwege, insbesondere Pharyngitis und Laryngotracheobronchitis (mit hartnäckigem trockenem Husten), begleitet von Pulsverlangsamung und - später - Blutdruckminderung. Ab dem 2. Tag kommt es auch zur Leukopenie. Anders als beim grippalen Infekt ist eine Schutzimpfung möglich
Prävention
Prävention von Erkältungskrankheiten eignen sich alle Maßnahmen die eine Schwächung des Immunsystems verhindern, bzw. Immundefekte beseitigen. Dazu gehören der Abbau von Streß, die Vermeidung von Genuß- und Umweltgiften, eine ausreichende körperliche Aktivität, allgemeine "Abhärtungsmaßnahmen" und eine ausgewogene vitaminreiche Ernährung mit aureichend Gemüse, Salaten und frischem Obst.
Zur Abhärtung eignen sich Wasseranwendungen als Bestandteil der Kneipptherapie (Hydrotherapie), regelmäßige Saunabesuche und eine ausreichende körperliche Betätigung (Wandern, Radfahren, Gymnastik, Schwimmen, Tennis, Golf und andere Sportarten). Vermieden werden sollte eine körperliche Überbeanspruchung. Schließlich können Widerstandskräfte auch durch "adaptogene Drogen" wie Ginseng, Taigawurzel, Mariendistel und Ginkgo gestärkt werden.
Der grippale Infekt
Als Erkältung im weiteren Sinne oder grippale Infekte werden die akut auftretenden, infektiösen, katarrhalischen Erkrankungen der oberen Luftwege verstanden, die in 95% der Fälle durch Viren hervorgerufen werden. Der Befall der Schleimhäute von Nase, Nasennebenhöhlen und oberem Respirationstrakt erfolgt vorwiegend durch die zu den Picornaviren gehörenden Rhinoviren
In wenigen Fällen (ca. 5%) können banale Atemwegsinfekte auch bakteriell bedingt sein. Die häufigsten Erreger sind hierbei Streptokokken der Gruppe A, Corynebacterium diphteriae und Mycoplasma pneumoniae.
unspezifische Immunantwort auf die Virusinfektion:
Niesreiz
Schnupfen
Husten
Kopf- Glieder-Muskelschmerzen
Allgemeines Krankheitsgefühl
Frösteln
Subfebrile Temperatur
Pathomechanismus
Durch die lokale Entzündungsreaktion beim Eindringen des Virus verändert sich die Permeabilität der Blutgefäße in diesem Bereich, d. h. es kommt zur Flüssigkeitsansammlung (Schwellung, Schmerz)
Die Symptome treten meist innerhalb der ersten 24 Stunden auf, erreichen am 2. Tag ein Maximum und dauern 7-14 Tage an. Besonders gute Karten hat der grippale Infekt bei einer Schwächung des Immunsystems. . Eine Schwächung des Immunsystems tritt besonders bei naßkaltem Wetter aber auch unter starker körperlicher und seelischer Belastung, in der Rekonvaleszenz sowie bei Kleinkindern und älteren Menschen auf.
Die Tatsache, dass im Gefolge von kalten Füßen häufig eine Erkältung auftritt, findet ihre Erklärung ebenfalls durch eine Schwächung des Immunsystems. So verengen sich bei kalten Füßen auf reflektorischem Weg die Blutgefäße der Blase und der Harnwege. Die schlechtere Durchblutung führt u. a. zu einer Verringerung der zellulären Immunabwehr und das Risiko einer Erkältung oder Blasenentzündung steigt. Auch bei Zugluft steigt das Risiko einer Erkältung. Während normalerweise der Organismus auf kalten Wind mit einer Senkung oder Steigerung der Durchblutung reagiert und damit die Körpertemperatur konstant hält, versagt bei kühler Zugluft in warmen Räumen dieses Regulationssystem. Die Abkühlung wird zu spät bemerkt und der Körper kühlt aus. Mit der Abkühlung wird auch die Aktivität des Immunsystems vermindert und die Viren breiten sich aus.
Symptome und Krankheitsverlauf
Auf anfängliche Symptome des Erkältungsschnupfens wie Niesreiz und trockener Nasenschleimhaut folgen innerhalb weniger Stunden als Ausdruck der Entzündungsreaktion die Absonderung eines zunächst wässrigen (serösen), später schleimigen Sekrets aus der Nase mit dem Gefühl der verstopften Nase. Bei bakterieller Sekundärinfektion wird das Sekret visköser und nimmt eine gelbliche Farbe an (Eiter!)
Bei Ausbreitung der entzündlichen Reaktion auf die Nasennebenhöhlen können sich Sinusitiden im Bereich von Kieferhöhlen, Siebbeinzellen und Keilbeinhöhle entwickeln. Bei Kleinkindern kommt es auch häufig zu einer Mittelohrentzündung (deshalb nicht vergessen: immer in die Ohren schauen!!)
Ist die Rachenschleimhaut betroffen (Pharyngitis) kann die Entzündung diffus oder auf Seitenstränge oder Nasenrachen beschränkt auftreten und geht meist mit den Symptomen Kratzen im Hals, Halsschmerzen und Schluckbeschwerden einher. Auch hier kann sich durch Sekundärinfektion eitriger, oft zäher Schleim absondern.
Schließlich werden bei Fortschreiten der Infektion auch die unteren Luftwege, Kehlkopf, Luftröhre, Bronchien und Lunge befallen. Die entzündliche Schwellung der Stimmbänder führt zur Heiserkeit. Zeichen der akuten Schleimhautentzündung in Luftröhre und größeren Bronchien (Tracheobronchitis) sind Abgeschlagenheit, subfebrile Temperatur, Substernalschmerz und primär trockener Reizhusten, der später von Auswurf begleitet wird.
Abzugrenzen ist die Erkältung von der echten Virusgrippe oder Influenza. Diese Infektionskrankheit tritt meist epidemisch, in größeren Zeitabständen (25 bis 30 Jahre) auch pandemisch auf.
Obwohl das Grippevirus bereits 1933 beim Menschen erstmals isoliert wurde, steht bisher kein Heilmittel für diese Erkrankung zur Verfügung. Lediglich durch Impfung kann ein temporärer Infektionsschutz erzielt werden.
Die Virusgrippe tritt in den gemäßigten Zonen bevorzugt in den Wintermonaten auf. Wenige Stunden bis Tage nach Tröpfcheninfektion treten Frösteln oder Schüttelfrost, Fieber (bis 40°C), schweres Krankheitsgefühl, Augen-, Kopf-, Gliedmaßen- u. Brustschmerzen -vor allem hinter dem Brustbein - auf (evtl. auch Konjunktivitis, Herpes labialis u. scharlachartiges Exanthem oder bläschenförmiges Enanthem) sowie Entzündung der Atemwege, insbesondere Pharyngitis und Laryngotracheobronchitis (mit hartnäckigem trockenem Husten), begleitet von Pulsverlangsamung und - später - Blutdruckminderung. Ab dem 2. Tag kommt es auch zur Leukopenie. Anders als beim grippalen Infekt ist eine Schutzimpfung möglich
Prävention
Prävention von Erkältungskrankheiten eignen sich alle Maßnahmen die eine Schwächung des Immunsystems verhindern, bzw. Immundefekte beseitigen. Dazu gehören der Abbau von Streß, die Vermeidung von Genuß- und Umweltgiften, eine ausreichende körperliche Aktivität, allgemeine "Abhärtungsmaßnahmen" und eine ausgewogene vitaminreiche Ernährung mit aureichend Gemüse, Salaten und frischem Obst.
Zur Abhärtung eignen sich Wasseranwendungen als Bestandteil der Kneipptherapie (Hydrotherapie), regelmäßige Saunabesuche und eine ausreichende körperliche Betätigung (Wandern, Radfahren, Gymnastik, Schwimmen, Tennis, Golf und andere Sportarten). Vermieden werden sollte eine körperliche Überbeanspruchung. Schließlich können Widerstandskräfte auch durch "adaptogene Drogen" wie Ginseng, Taigawurzel, Mariendistel und Ginkgo gestärkt werden.