rabenstein
01.10.06, 09:30
Flavonoide
sind in höheren Pflanzen die mengenmäßig am häufigsten auftretenden sekundären Pflanzeninhaltsstoffe und zählen zur Gruppe der Polyphenole . Mittlerweile sind etwa 6500 Verbindungen bekannt, die je nach Grundstruktur in mehrere Gruppen eingeteilt werden.
Der Name leitet sich vom lateinischen Wort flavus = gelb ab und berücksichtigt damit die Tatsache, dass die meisten dieser Substanzen in ihrer reinen Form eine gelbliche Farbe aufweisen. Anthocyanidine bilden als rot oder blau gefärbte Stoffe eine Ausnahme.
Flavonoide bieten der Pflanze Schutz vor äußeren schädlichen Einflüssen, daher finden sich die höchsten Konzentrationen in den äußeren Blättern (z.B. bei Kohlgemüsen, Salaten) oder in Schalen. Die Empfehlung, Äpfel nicht zu schälen oder Tomaten nicht zu häuten hat also durchaus ihre Berechtigung
Wirkungen:
Inzwischen wurde erkannt, dass die Zufuhr von flavonoidreichen Nahrungsmitteln einen krankheitsvorbeugenden Effekt besitzt. Flavonoide verfügen über ein beträchtliches antioxidatives Potential und sind in der Lage, sehr reaktive Verbindungen, wie sie z.B. durch UV-Strahlung entstehen können, abzufangen und in verträglichere Verbindungen überzuführen, bevor die Zelle Schaden nehmen kann. So wirken sie synergistisch mit den antioxidativ wirkenden Vitaminen C und E. Auch die Kosmetikindustrie hat diese Verbindungen entdeckt und setzt flavonoidhaltige Pflanzenauszüge vermehrt in Antifalten- oder Sonnencremes ein.
Weiterhin erwiesen sich einzelne Verbindungen zumindest im Labor auch als wachstumshemmend auf Bakterien und Viren, entzündungshemmend, immunmodulatorisch, antihepatotoxisch, antikanzerogen, durchblutungsfördernd, spasmolytisch, diuretisch und antiallergisch. Die süß schmeckenden Dihydrochalcone kommen möglicherweise als Süßstoffe in Frage.
Als problematisch wurde bisher die Bioverfügbarkeit von Flavonoiden angesehen, neue Untersuchungen legen jedoch nahe, dass sie durch einen aktiven Prozess im Dünndarm aufgenommen werden.
Flavonoide scheinen für den Menschen ungiftig zu sein. Im Laborversuch konnte man jedoch für einige Aglyka mutagene und genotoxische Wirkungen feststellen, die Bedeutung dieser Befunde ist jedoch noch unklar. Möglicherweise haben die in der Nahrung vorliegende Glykoside diese Eigenschaft nicht oder diese werden durch in der Pflanze enthaltenen weiteren Stoffe verhindert. Insofern ist es sicher ratsam sich durch natürliche Nahrungsmittel flavonoidreich zu ernähren anstatt zum Nahrungsergänzungsmittel zu greifen.
Vorkommen:
Flavonoide sind im Pflanzenreich weit verbreitet. So kommen sie in praktisch in allen Obst- und Gemüsesorten vor. Aber auch bestimmte Nüsse und Getreidesorten enthalten diese wertvollen Stoffe.
Einige Beispiele:
Flavone
Apigenin (Kamille, Petersilie, Sellerie)¸Vitexin (Stiefmütterchen); Isovitexin (Orthosiphon =indische Nierentee); Biflavone (Ginkgo); Luteolin (Passionsblume)
Flavanone
Naringin, Hesperidin vor allem in Citrusfrüchten
Flavanole
Catechine (meist als Catechingerbstoffe zB in Heidelbeeren); Epicatechine (grüner Tee); Procyanidine (Weißdorn)
Anthocyane
sind im Gegensatz zu den Flavonen rot bis blau (Heidelbeeren, Malvenblüten, Kirschen Preiselbeeren. Auberginen)
Isoflavone
Soja, Rotklee
Flavonole
findet man in fast allen Pflanzen.
Hyperosid (Johanniskraut)
Rutosid (Rautenkraut)
Quercetin hemmt nachweislich die Histamin-Freisetzung im Körper (Aprikosenkerne, Brennessel, Lysmachia)
Klassische Flavonoiddrogen sind Weissdorn, Birke, Holunder und viele andere.
sind in höheren Pflanzen die mengenmäßig am häufigsten auftretenden sekundären Pflanzeninhaltsstoffe und zählen zur Gruppe der Polyphenole . Mittlerweile sind etwa 6500 Verbindungen bekannt, die je nach Grundstruktur in mehrere Gruppen eingeteilt werden.
Der Name leitet sich vom lateinischen Wort flavus = gelb ab und berücksichtigt damit die Tatsache, dass die meisten dieser Substanzen in ihrer reinen Form eine gelbliche Farbe aufweisen. Anthocyanidine bilden als rot oder blau gefärbte Stoffe eine Ausnahme.
Flavonoide bieten der Pflanze Schutz vor äußeren schädlichen Einflüssen, daher finden sich die höchsten Konzentrationen in den äußeren Blättern (z.B. bei Kohlgemüsen, Salaten) oder in Schalen. Die Empfehlung, Äpfel nicht zu schälen oder Tomaten nicht zu häuten hat also durchaus ihre Berechtigung
Wirkungen:
Inzwischen wurde erkannt, dass die Zufuhr von flavonoidreichen Nahrungsmitteln einen krankheitsvorbeugenden Effekt besitzt. Flavonoide verfügen über ein beträchtliches antioxidatives Potential und sind in der Lage, sehr reaktive Verbindungen, wie sie z.B. durch UV-Strahlung entstehen können, abzufangen und in verträglichere Verbindungen überzuführen, bevor die Zelle Schaden nehmen kann. So wirken sie synergistisch mit den antioxidativ wirkenden Vitaminen C und E. Auch die Kosmetikindustrie hat diese Verbindungen entdeckt und setzt flavonoidhaltige Pflanzenauszüge vermehrt in Antifalten- oder Sonnencremes ein.
Weiterhin erwiesen sich einzelne Verbindungen zumindest im Labor auch als wachstumshemmend auf Bakterien und Viren, entzündungshemmend, immunmodulatorisch, antihepatotoxisch, antikanzerogen, durchblutungsfördernd, spasmolytisch, diuretisch und antiallergisch. Die süß schmeckenden Dihydrochalcone kommen möglicherweise als Süßstoffe in Frage.
Als problematisch wurde bisher die Bioverfügbarkeit von Flavonoiden angesehen, neue Untersuchungen legen jedoch nahe, dass sie durch einen aktiven Prozess im Dünndarm aufgenommen werden.
Flavonoide scheinen für den Menschen ungiftig zu sein. Im Laborversuch konnte man jedoch für einige Aglyka mutagene und genotoxische Wirkungen feststellen, die Bedeutung dieser Befunde ist jedoch noch unklar. Möglicherweise haben die in der Nahrung vorliegende Glykoside diese Eigenschaft nicht oder diese werden durch in der Pflanze enthaltenen weiteren Stoffe verhindert. Insofern ist es sicher ratsam sich durch natürliche Nahrungsmittel flavonoidreich zu ernähren anstatt zum Nahrungsergänzungsmittel zu greifen.
Vorkommen:
Flavonoide sind im Pflanzenreich weit verbreitet. So kommen sie in praktisch in allen Obst- und Gemüsesorten vor. Aber auch bestimmte Nüsse und Getreidesorten enthalten diese wertvollen Stoffe.
Einige Beispiele:
Flavone
Apigenin (Kamille, Petersilie, Sellerie)¸Vitexin (Stiefmütterchen); Isovitexin (Orthosiphon =indische Nierentee); Biflavone (Ginkgo); Luteolin (Passionsblume)
Flavanone
Naringin, Hesperidin vor allem in Citrusfrüchten
Flavanole
Catechine (meist als Catechingerbstoffe zB in Heidelbeeren); Epicatechine (grüner Tee); Procyanidine (Weißdorn)
Anthocyane
sind im Gegensatz zu den Flavonen rot bis blau (Heidelbeeren, Malvenblüten, Kirschen Preiselbeeren. Auberginen)
Isoflavone
Soja, Rotklee
Flavonole
findet man in fast allen Pflanzen.
Hyperosid (Johanniskraut)
Rutosid (Rautenkraut)
Quercetin hemmt nachweislich die Histamin-Freisetzung im Körper (Aprikosenkerne, Brennessel, Lysmachia)
Klassische Flavonoiddrogen sind Weissdorn, Birke, Holunder und viele andere.