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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Bronchitis beim Esel



Martina V.
15.08.08, 22:54
Hallo an alle Tierheilpraktiker, hier im Board!
Es wäre sehr nett von euch ,könntet ihr mir weiter helfen.
Ich bin Heilpraktikerin und habe eine Patientin die sich einen Esel gekauft hat welcher eine Bronchitis und eine Augenentzündung hat.
Von einem Reitstallbesitzer habe ich gehört dass dies am unsauberen bzw. zu feuchtem Stall (Ammoniakgeruch!) liegen könnte.
Beim Menschen würde ich mit Homöopathie,Organpräparaten (homöopathisch, von Wala) und Nosoden arbeiten.
Wie geht ihr bei einem Esel vor?

Herzlichen Dank im Voraus für eure Hilfe, Martina

Sybille
15.08.08, 23:23
Hallo Martina,
erstmal herzlich willkommen in der runde!!
Wenn Eselchen Symptome anbietet, geh es doch ruhig homöopathisch an!
Leider kann ich nix raten, da auf 2-Beiner spezialisiert. Behandle meine eigenen viecher aber hin und wieder auch homöopathisch.

Liebe Grüße
Sybille

Martina V.
16.08.08, 01:04
Man sagte und früher immer dass Tiere niedrige Potenzen brauchen?
Wie is das mit der Dosierung?


Vielen Dank für deine Antwort Sybille

frisbee
16.08.08, 08:36
Du kannst da ruhig wie beim Menschen vorgehen und auch die Symptome entsprechende repertorisieren. Schwieriger wird es bei den Modalitäten, da muss man oft etwas Detektivarbeit leisten oder auch ein wenig interpretieren.
Was die Potenzen angeht: wie Hahnemann schon sagte, so niedrig wie möglich und so hoch wie nötig. Da kann es auch sein, dass ein Tier eine C10 000 braucht, die ich persönlich bisher aber eher selten gebraucht habe, meist ist es die C30 oder C200, je nach Lage.

Welches Behandlungsmethoden Du auch immer wählst, wichtig ist hier, dass das Heu nass gemacht wird, damit der Staub die Lunge nicht noch zusätzlich zusetzt. Ausserdem muss er aus diesem Ammoniakstall raus! Bleibt er dort, ist ein Dauerschaden vorprogrammiert.

LG Marion

Sarah Renner
16.08.08, 11:20
Hallo Martina,

wichtig ist auch , dass die Haltungsbedingungen überprüft und gegebenfalls geändert werden, sonst nützt Dir die ganze Homöopathie auf Dauer nichts. Ein Equide mit Atemwegsproblemen muss am besten den ganzen Tag staubfrei an die Luft. Ist ein Unterstand da , am besten Tag und Nacht. Achtung bei Regen. Solche Tiere sollten wegen der Auskühlungsgefahr bis zur Ausheilung nicht nass werden, auch nicht im Sommer. Außerdem sollte man eine staubfreie Fütterung (z.B. Heu naß machen: nicht mit der Gießkanne, sondern tunken) anstreben. In einer Stallhaltung müssen die Tiere auf Späne gestellt werden (bitte nicht vom Sägewerk, sondern entstaubte aus dem Handel) und täglich komplett am besten 2x gemistet werden (Ammoniak!!!). Leider nützt das oft wenig, wen der Boxennachbar auf Stroh steht und Heu kriegt oder im Stall trocken gefegt wird.
Allgemein ist bei diesen Geschichten eine optimale Haltung wichtiger wie die Behandlung.
Diesen Tieren tut auch oft Inhalieren gut (einfach isot. Kochsalzlösung.) um erst Mal bis Eintritt der Besserung Entlastung zu schaffen. Außerdem solltest Du überprüfen, ob es wirklich "nur" eine Bronchitis ist, das kann auch schon Mal ein Emphysem sein. Besteht die Bronchitis schon sehr lange lange, musss man daran denken und auch das Herz gezielt überprüfen.
Achtung: Hustenfreiheit heißt nicht, dass das Tier gesund ist. Hatte erst neulich ein Pferd mit Emphysem, dass nie!!!! gehustet hat und nur sehr schwammige klinische Symptome hatte wie schnelle Müdigkeit, vermehrtes Schwitzen, älter Aussehen, erhöhter Puls aber keine!!! offensichtliche Atemnot. Ist leider kein Einzelfall.

Hoffe das hilft Die auch noch Mal weiter.

Liebe Grüße

Sarah

Martina V.
16.08.08, 11:54
Vielen Dank für eure Hilfe!
Die Haltungsbedingungen haben sich durch den Kauf bereits geändert. Der Esel steht in einem Unterstand und nicht mehr in einer Box.
Danke für die Hinweise die gebe ich schon einmal gerne weiter.
Bei den Potenzen hätt ich mich jetzt tatsächlich nicht an so Hohe dran getraut.
Liebe Grüße, Martina