Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Airdalerüde 12 Jahre mit Arthrose bei HD
Silke Uhlendahl
27.07.08, 23:04
Es geht um unseren Airdalerüden Ben (Hund meiner Eltern).
Er leidet zunehmend an Arthrose bei angeborener HD (3b soweit ich weiß)
Treppen nach oben machen Probleme und beim Heben des Beins zittert er und knickt teilweise weg, heute war ich da und habe auch gesehen, dass er nach dem Aufstehen sichtbar schwierig anläuft.
Früher hat er Traumeel bekommen, aber inzwischen hat es sich wohl deutlich verschlechtert.
Er ist auch in tierärztlicher Behandlung und hat dort schon Spritzen bekommen, allerdings konnte meine Mutter mir nicht sagen welchen Inhalts, ich bat sie das noch mal zu klären.
Kann hierbei grundsätzlich eine Tierphysiotherapie Behandlung etwas ausrichten?
Ich denke schon länger an Blutegel, allerdings kommt er dann an die Ansatzstelle und müsste eine Halskrause tragen ist evtl auch nicht optimal.
Akupunktur beim Tier beherrsche ich nicht, aber evtl jemand von euch?
Für Hilfestellung und Anregungen was man ihm gutes tun kann wäre ich dankbar.
Therapievorschläge sind sicher als pn besser geeignet.
Wenn hier ein THP Kollege in der näheren Umgebung ist, könnten meine Eltern ja evtl auch mal hinkommen
Vielen Dank
Silke Uhlendahl
28.07.08, 18:39
Wer hat einen Rat für uns?
Liebe Silke,
wie wird der Hund gefüttert? Bei vielen Hunden bewirkt eine Umstellung auf getreidefreies Futter eine deutliche Besserung der Arthrose. Pseudogetreide dürfen gefüttert werden, besonders Hirse wirkt sich positiv auf die Gelenke aus.
Am besten wäre eine Umstellung auf Frischfutter.
Auch über Futterzusätze kann man noch lange lindern. Grünlipp-Muschelextrakt, Ingwer, Teufelskralle, MSM sind nur ein paar Stichwörter, die mir spontan einfallen.
Von der Fa Plantavet gibt es Tabletten namens Arthro-Regen und Organpräparate zum Spritzen, beides bekommt meine Hündin, anfangs kurweise, inzwischen dauerhaft, und bisher konnten wir damit Rimadyl und co vermeiden. Es gibt also viele Möglichkeiten!
LG
Riek
Silke Uhlendahl
28.07.08, 22:07
Vielen Lieben Dank Riek!
Ich werde mal mit meinen Eltern wegen dem Futter sprechen, er bekommt ein Trockenfutter und zugegeben er bekommt auch trockene Brötchen, das ist sicher nicht so gut.
Mit dem Thema Futter kenne ich mich bei Hunden auch nicht gut aus, ich weiß nur es ist ein vom Züchter empfohlenes gewesen, aber das heißt ja nichts.
Teufelskralle bekommt er, hatte ich vergessen zu schreiben.
Wegen der Arthro-Regen etc werde ich mal googeln.
Sybille B.
28.07.08, 22:40
Hallo Silke,
hatte ich Ben nicht gesehen als Dein Vater kam? Oder habe ich jetzt ein anderes Bild vor Augen? Ich gebe Dir gerne eine Anleitung mit Klang, habe ich bei zwei Hunden mit Gelenkbeschwerden probiert und hilft auch, wenn sie bereit sind, sich "begongen" zu lassen. Meine Hündin genießt es und zeigt an, wenn sie nicht mehr mag.
Bei Menschen hilft die Klangtherapie ausgesprochen gut bei Arthrose. Da habe ich Erfahrungen.
Liebe Grüße,
Sybille:)
Silke Uhlendahl
28.07.08, 22:44
Hallo Sybille,
ich weiß gar nicht mehr, aber ich glaube er war ohne Ben hier oder???
Auf jeden Fall hatte ich dir ein Bild gezeigt von Ben.
Ich komme sehr gerne auf dein Angebot zurück!
Darüber sprechen wir in den nächsten Tagen am besten noch mal persönlich, ich könnte mir vorstellen, dass er sich begongen lässt :D
Vielen Lieben DANK!
Hallo Silke,
es gibt auch im Bereich Trockenfutter gute getreidefreie Sorten, auf die du umstellen kannst. Mir persönlich gefallen Lupovet und Luposan von der Zusammensetzung sehr gut und werden (zumind. von meinen Beiden) am besten vertragen. Bei Bestes Futter findest du auch getreidefreie Sorten.
Neben Grünlipp und Teufelskralle kannst du auch noch Zeel geben. Meine Hündin bekommt ein bis zweimal im Jahr als "Kur" NeyArthrosome und NeyChodrin (je 5 Ampullen) gespritzt.
Wir haben eine Magnetfeldmatte, auf der liegt sie auch sehr gerne :).
LG Petra
Silke Uhlendahl
29.07.08, 14:12
Danke Petra!
NeyArthros hatte ich schon überlegt aber da ich mich bei Tieren nicht so gut auskenn....aber guter Tipp auch wegen Futter usw.
Super !!!
Dann werd ich auch mal meinen Senf dazugeben...;)
Getreidefrei (oder -reduziert) ist schon mal ein sehr guter Ansatz, denn unsere Hunde kennen in der freien Wildbahn kein Getreide. Vielleicht wäre auch einmal über eine Rohfütterung nachzudenken.
Sehr gute Erfahrung habe ich mit der Brennnesselkur gemacht: 2Eßl. getrockene Brennnessel tgl. übers Futter für ca. 4-6 Wochen.
Meinen Arthrosepatienten empfehle ich ausserdem (zusätzlich zur hom. Konstitutionsbehandlung) Vermiculite. Ist zwar nicht gerade klassisch hom., hilft aber oft noch sehr gut. Beides (Brennnessel und Vermiculite) lasse ich im Frühjahr und im Herbst als Kur geben, bei starken Problemen können sie aber auch für längere Zeit (mit Pausen) gegeben werden. Es sollte aber immer auch noch eine hom. Behandlung dazugenommen werden.
Physiotherapie ist ein sehr guter Gedanke. Dabei bleiben Gelenke beweglich und die Muskulatur wird gestärkt. Der Therapeut wird Dir sicherlich einige Übungen zeigen können, die Du zu Hause machen kannst.
LG Marion
Silke Uhlendahl
29.07.08, 14:57
Danke Marion!
Ich merke, dass ihr bei Hunden ganz ähnlich vorgeht wie bei den Menschen mit Arthrose.
Ich werde das alles mir mal zusammensortieren und ausarbeiten, dass meine Eltern da ein paar Dinge umstellen können.
Hallo Silke,
ich würde da gar keinen Kompromiss vorschlagen, sondern wirklich roh füttern.
Wie groß und wie schwer ist er?
Futterpläne finden sich ja z.b. im gesunde Hunde Forum, auch wenn Swanie das Rad nun zum 2. Mal erfunden hat, viele haben es dadurch erst entdeckt. :)
Ob der Hund eine Unterstützung braucht durch Zusätze o. naturheilkundliche Mittel könnte ich für dich heraus finden, dazu aber nur per PN.
LG Jürgen
Liebe Silke,
auch wenn du meine Hilfe nicht annehmen möchtest, hätte ich mich über eine Antwort gefreut, da ich mir auch die Mühe gemacht habe, mir Gedanken über dein Prob zu machen.
LG Jürgen
Silke Uhlendahl
03.08.08, 16:59
Bitte entschuldige Jürgen, ich bin über alle Antworten dankbar gewesen auch über deine.
Leider bin ich einfach noch nicht dazu gekommen hier in diesem thread noch etwas zu schreiben.
Noch mal an alle die mir hir geholfen haben:
Also Ben bekommt schon getreidefreies Futter
Grünlipp, Brennessel etc
ab sofort backt meine Mutter ihm getreidefrei "Hundebrötchen"
auf Frischfutter möchten sie ihn mit 12 Jahren nicht umstellen, weil er so mit seiner Verdauung gut zurecht kommt, Frischfleisch hatten sie mehrfach probiert und er reagiert mit Durchfall darauf.
Wenn meine Eltern noch weitere Sachen unternehmen berichte ich euch gerne.
Dass die Hunde bei der Umstellung mit Durchfall reagieren ist normal, das machen die meisten. Das hat damit zu tun, dass sich Magen und Darmtrakt wieder auf das natürliche Futter umstellen müssen und geht i.d.R. nach ein paar Tagen wieder vorbei. Deshalb sollte man am Anfang z.B. keine Hühnerflügel füttern, da sie noch die fettige Haut dran haben, auf die die meisten Hunde reagieren. Ich persönlich würde dann die schrittweise Umstellung befürworten (auch wenn die meisten Barfer eine komplette Umstellung befürworten).
LG Marion
Genauso ist es. Meist dieht der Durchfall anfangs gelb aus.
Viele Hunde haben schon nach kurzer Zeit nach der Umstellung, ein besseres Gangbild.
LG
Silke Uhlendahl
03.08.08, 22:31
Ich danke euch und gebe es an meine Eltern weiter, in wie weit sie dies umsetzen möchten weiß ich nicht.
Aber nicht jeder Hund verträgt das Barfen und ich weiß von was ich rede, auch ich bin ein Freund der Rohfütterung. Außerdem sollte man bedenken, dass die Rohfütterung mehr Zeit in Anspruch nimmt und man muss sich mit dem Thema auseinandersetzen, was nicht jedermanns Sache ist. Gerade wenn ein Hund gesundheitliche Probleme hat, muss man bei der Zusammensetzung noch genauer sein, was zusätzlich verunsichert.
LG Petra
Hallo Petra,
da kann ich Dir nur eingeschränkt Recht geben. Wenn ein Hund das Barfen nicht verträgt (kann durchaus vorkommen, klar), dann stimmt aber eh etwas nicht. Dann stellt sich die Frage, ob man das abstellen/behandeln kann oder nicht.
Dass Barfen mehr Zeit in Anspruch nimmt kann ich so nicht bestätigen, einzig das Gemüsekochen (ich dünste es immer, dann wird es besser aufgenommen) ist etwas zeitintensiver. Ich mache das aber nur alle zwei Tage und läuft neben dem normalen Kochen nebenher, also kein wirklicher zusätzlicher Zeitaufwand.
Ich höre das immer wieder, dass man genau auf die Zusammensetzung achten muss, dies und jenes noch zusätzlich geben muss usw. Klar, dass da so Mancher sich an das Barfen nicht rantraut. Aber mal ehrlich, hast Du schon mal einen Wolf mit der Waage gesehen...;)
Natürlich gibt es einige Dinge zu beachten und auch meine Hunde bekommen das eine oder andere Zusätzchen (Öl, Propolis, Bierhefe, Blütenpollen) aber ich wiege das nicht ab, zumal jeder Hund (wie beim Menschen auch) die Nahrung anders verwertet und es ja auch auf Alter, Belastung usw. ankommt. Bekommen meine Hunde Fettpölsterchen, wird bis auf "Normalgrösse" reduziert (wenn das beim Menschen doch auch immer so schön funktionieren würde...:rolleyes:).
LG Marion
Silke Uhlendahl
04.08.08, 17:00
Nochmal vielen Dank an alle hier.
Meine Eltern werden den Hund mit seinen 12 Jahren nicht mehr umstellen wollen. Ich habe ihnen die Vorzüge, Vorteile etc aufgezeigt- mehr kann ich nicht tun, denn es ist ja der Hund meiner Eltern.
Ob sie nun sich mit Tierphysiotherapie noch bechäftigen bleibt abzuwarten.
Sollte sich etwas ergeben bei diesem Fall kann ich berichten.
Hallo Marion,
warumpürierst du das Gemüse nicht, es geht ja zum einen um die Zellmembrane, die der Hund nicht ohne zusätzliche Enzyme vollständig aufschließen kann.
Wenn du dünstest sind zum einen die Zellmembrane zwar leichter aufzuschließen, aber aus m.E. schlechter als beim Pürieren und das Gemüse ist auch nicht mehr so hochwertig wie roh.
Ansonsten hast du völlig recht, der Hund der Probleme hat, ist erkrankt, bzw. haben Besitzer auch oft nicht die Geduld die Umstellungszeit ( Durchfall ) durchzustehen.
Manchmal dauert es auch 14 Tage.
Länger dauern, ja etwas, aber man sollte sich ja auch vor Anschaffung Gedanken machen, was ich für einen Hund an Zeit, Liebe, Mühe, Geduld und Geld zum Unterhalt brauche.
Es ist ein Lebewesen, es ist abhängig von uns und es verdient artgerecht behandelt zu werden.
Fertigessen schadet dem Tier genauso wie uns.
Liebe Silke,
ich verstehe dich und kenne das.
Du hast alles getan, es ist der Hund deiner Eltern.
LG Jürgen
Dann drücke ich Dir, bzw. dem Hund, die Daumen, dass er noch ein langes und beschwerdefreies Leben hat.
@Jürgen: Ja ich weiss, aber das hat technische und Platzgründe...;) Meine Mädels fressen Möhren sehr gerne und die sollten ja etwas angedünstet sein, damit zusammen mit dem Öl das Vit. A aufgenommen werden kann. Vielleicht schaffe ich es doch noch, mir eine Küchenmaschine anzuschaffen...;)
LG Marion
Ahaaaaaaa :)..........................
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