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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Yin und Yang



rabenstein
02.08.06, 18:19
YIN UND YANG

Die Traditionelle Chinesische Medizin unterteilt die gesamte Energie und
alle Organe des Körpers in Yin und Yang.

Yin und Yang sind sowohl entgegengesetzte als auch sich ergänzende Prinzipien, respektive Kräfte. Diese Kräfte beschreiben Zustände, die nicht starr oder absolult sind, sondern sich immer wandeln können. In jedem Yin ist ein Anteil von Yang enthalten und umgekehrt.

Ereignisse oder Strukturen, die sich nach innen richten, die Kraft aufnehmen und sammeln, zeigen das Prinzip von Yin. Das Yang dagegen geht nach aussen und nach oben, wobei es dazu neigt, sich zu erschöpfen.


Yin
das Weibliche
die Nacht
die Erde
das Passive
die Substanz
die Kälte
der Bauch
die Beine
das Blut

Yang
das Männliche
der Tag
der Himmel
das Aktive
die Dynamik
die Wärme
der Rücken
die Arme
die Energie

gila
07.08.06, 20:04
Danke Inge, dass ist ein schoener Beitrag.
Es ist gut zu wissen, dass Yin und Yang uns begleiten und mit ihrer ganz eigenen Intelligenz versuchen, ein Gleichgewicht zu halten.

Ein Zusammenspiel eines harmonischen Tanzes, zudem wir nur, die richtige Musik spielen muessen, um staendig ein inneres, mal weiches, mal forderndes Lied zu summen.

Wenn man seine kleine Musik gefunden hat, sollte man sich gluecklich bedanken.

Liebe Gruesse Gila

sasou
16.10.07, 19:05
Da ich ja nun endlich mit der TCM Ausbildung beginnen kann, habe ich im Vorfeld auch schon mal für die Grundlagen bisel gestöbert. Dabei bin ich über Tao-Te-King Kapitel 2 gestolpert. (Darf ich das einfach so zitieren? Hm keine Ahnung - wenn nicht, dann Jochen walte deines Amtes....)

Wenn jeder weiß, das Schöne ist schön, schon ist das Hässliche da.
Wenn jeder weiß, das Gute ist gut, schon ist das Böse da.

Denn:

Sein und Nichtsein erzeugen einander,
Schwer und Leicht bedingen einander,
Lang und Kurz vermessen einander,
Hoch und Tief entstreben einander,
Ton und Stimme sich fügen einander,
Vorher und Nachher folgen einander.

Darum der Weise:

Er beharrt im Tun des Nicht-Tun und lebt die wortlose Leere.
Die abertausend Wesen treten hervor und er weicht nicht davon ab.
Er erzeugt und besitzt nicht.
Er wirkt und hängt nicht daran.
Ist das Werk getan, verweilt er nicht dabei.
Eben nur weil er nicht verweilt, ist nichts, dass ihm entgeht

Stefan K.
20.04.08, 16:27
....auch aus den Tao-de-Jing (Kapitel 42)


Der SINN erzeugt die Eins.
Die Eins erzeugt die Zwei.
Die Zwei erzeugt die Drei.
Die Drei erzeugt alle Dinge.
Alle Dinge haben im Rücken das Dunkle (YIN)
und streben nach dem Licht (YANG),
und die strömende Kraft (Qi) gibt ihnen Harmonie.

Was die Menschen hassen,
ist Verlassenheit, Einsamkeit, Wenigkeit.
Und doch wählen Fürsten und Könige
sie zu ihrer Selbstbezeichnung.
Denn die Dinge werden
entweder durch Verringerung vermehrt
oder durch Vermehrung verringert.
Was andre lehren, lehre ich auch:
»Die Starken sterben nicht eines natürlichen Todes«.
Das will ich zum Ausgangspunkt meiner Lehre machen.
(Übersetzung nach Richard Wilhelm (http://www.iging.com/laotse/LaotseD.htm#42))

In prosaischer Übersetzung:

Das Dào brachte die Einheit hervor, aus der Einheit gingen die Gegensätze hervor, aus den Gegensätzen je ein Drittes, aus diesem Dritten alle Welt.

Alle Wesen wenden dem Dunklen den Rücken zu und streben nach dem Licht, vereinte Lebenskraft erzeugt so Harmonie.

Die Menschen verabscheuen es grundsätzlich, verwaist, einsam und wertlos zu sein, doch Könige und Herzöge bezeichnen sich so. Manchmal verlieren die Wesen so und gewinnen noch, manchmal gewinnen sie und verlieren doch.

Was andere schon lehrten, lehre ich auch: Gewalttätige sterben keines natürlichen Todes. Ich will dies fortan zum Ausgangspunkt meiner Lehre machen …
(Fundstelle (http://www.tao-te-king.org/042.htm))

Originaltext in PinYin:


dao sheng yi,
yi sheng er,
er sheng san,
san sheng wan wu.
wan wu fu yin er bao yang,
chong qi yi wei he.
ren zhi suo wu,
wei gu gua bu gu.
er wang gong yi wei cheng.
gu wu
huo sun zhi er yi;
huo yi zhi er sun.
ren zhi suo jiao,
wo yi jiao zhi:
"qiang liang zhe bu de qi si",
wu jiang yi wei jiao fu.
(von hier (http://home.pages.at/onkellotus/TTK/Chinese_Pinyin1_TTK.html#Kap42))

viele Grüße, Stefan