Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Allergien beim Hund
Da ich ja selbst noch keine Erfahrungen in der Tierheilpraxis habe, würde ich gerne eine Frage einer Freundin weiter geben.
Sie hat einen zwei Jahre jungen Mischlingshund. Ein Ex-Streuner aus Griechenland. Auf so ziemlich alle Futtersorten reagiert er mittlerweile allergisch, auch das von ihm nunmher hauptsächlich konsumierte Spezial-Trockenfutter ist mittlerweile problematisch geworden. Der Hund hat juckende und nässende Flecken auf der Haut, vor allem aber an den Pfoten. Das Einzige was der Tierarzt regelmäßig verschreibt ist eine Kortisonsalbe. Das wars. :(
Meine Frage, gibt es vielleicht alternative Möglichkeiten um die Beschwerden zu lindern? Vielleicht entzündungshemmende pflanzliche Wirkstoffe oder ist vielleicht sogar eine Hyposensibilisierung möglich?
Auch wenn sich der Thread vielleicht ein bisschen nach Bitte um Fernbehandlung anhört, das ist es nicht. Ich wüsste nur gerne, ob es da überhaupt alternative Wege gibt und wenn ja, welchen man vielleicht mit dem Tier einschlagen sollte.
LG,
jeanne
Hallo Jeanne,
ich habs erstmal verschoben, damit Du Antworten von anderen Hundehaltern bekommen kannst!
Ich denke, vom Fertigfutter würde ich komplett weggehen und dem Hund "frisches" Futter anbieten. Hierzu wird sicher Kügelchen einiges schreiben können, die scheint da sehr fit zu sein!
Liebe Grüße
Sybille
wer?? woo? Frisch? Ich?!?? :D
Jaa, da wäre eine Ausschlussdiät angesagt. Und zusätzlich eine klassisch homöopathische Behandlung. Damit werden sich viele Beschwerden legen, und oft verschwinden diverse Unverträglichkeiten dann auch wieder.
Deine Freundin sollte sich mal ins Thema Frischfutter / Ausschlussdiät einlesen, es gibt da einschlägige Internetseiten. Wärmstens empfehlen möchte ich gesundehunde.de (http://www.gesundehunde.de). In diesem Forum ist ein wirklich unvergleichlicher Wissens- und Erfahrungsschatz gesammelt.
Liebe Grüße und viel Erfolg
Riek
Vielen Dank für den Tipp!
Habe es direkt weiter gegeben :)
Gut,danke Nicky, ich sage es ihr, mal sehen ob sie sich traut hier zu posten. Sie ist da ein bissl schüchtern. :-)
*mal ganz leise meinen Senf dazu gebe*
Vorab sage ich dazu: bin keine THP ... aber, habe durch meine Arbeit mit den Hunden vieles mit bekommen .... möchte niemandem Quer kommen, einfach nur folgende Gedanken los werden ...
Ein Strassenhund (bzw. der Organismus des Hundes) ist vermutlich kein Trockenfutter gewohnt. Im Trockenfutter wuseln, nicht selten - die frechen kleinen "Trockenfuttermilben" umher. Je nach Art der Lagerung, sind da mal mehr, mal weniger Milben enthalten.
"Normale" Hunde, sind dieses Art der Fütterung gewohnt, oder dem Körper des Hundes "Jucken" diese Milben nicht (im wahrsten Sinne des Wortes.) Empfindlichere Hunde, juckts denn dann doch schon mal ....
In meinem Kundenstamm hatte ich mal einen Neufundländer, der extrem "allergisch" reagierte, nur auf was, wusste niemand. Sie kämpfte sich mit dem Hund von Arzt zu Arzt- jeder sagte was anderes, aber helfen konnte niemand.... bis ....
sie von jemandem den Tip bekam: "friere mal das Trockenfutter portiosweise ein. Und taue dann die jeweiligen Portionen auf, um sie direkt zu verfüttern." Es hat funktioniert. Man könnte förmlich von Tag zu Tag sehen, wie schnell es dem Hund besser ging. Die Milben wurden durch das "Schockgefrieren" abgetötet, und somit blieb dann die Reaktion des Hundes aus.
Vielleicht kann deine Freundin dieses mal ausprobieren. Schaden wirds auf keinem Fall. Wenns das nicht ist, ist es leider nicht zu ändern. Aber ein Versuch könnte dieses ja wert sein, oder?
Habt ihr THP hier, schon mal von dieser Sache gehört oder sowas mitbekommen? Was haltet ihr davon? Mich würde eure Meinung dazu interessieren ...
P.s. was ich noch so dachte, beim lesen .... warum sind die Pfoten besonders betroffen? Kann das ein Zeichen auf was besonderes sein? Kann es vielleicht sein, dass es gar nichts mit dem Futter zu tun hat, sondern evtl. äusserliche Faktoren (z.B. Fossbodenbeläge, Gräser, regelmässiges schwimmen in verunreinigten Gewässern usw.) diese allergische Reaktion auslösen?
Ein Strassenhund (bzw. der Organismus des Hundes) ist vermutlich kein Trockenfutter gewohnt.
:)
Habt ihr THP hier, schon mal von dieser Sache gehört oder sowas mitbekommen? Was haltet ihr davon? Mich würde eure Meinung dazu interessieren ...
Kann helfen, wenn die Futtermilben schuld sind. Besser: direkt auf Frischfutter umstellen und eine Ausschlussdiät machen. Dann kann man ganz gezielt die Komponenten verwenden, die der Hund verträgt.
P.s. was ich noch so dachte, beim lesen .... warum sind die Pfoten besonders betroffen? Kann das ein Zeichen auf was besonderes sein? Kann es vielleicht sein, dass es gar nichts mit dem Futter zu tun hat, sondern evtl. äusserliche Faktoren (z.B. Fossbodenbeläge, Gräser, regelmässiges schwimmen in verunreinigten Gewässern usw.) diese allergische Reaktion auslösen?
Auch das könnte sein. Manche Auslöser kann man auch kaum meiden. Besser: den Organismus des Hundes stärken (Frischfutter, Homöopathie), dann können sich solche Unverträglichkeiten legen.
LG
Riek
"friere mal das Trockenfutter portiosweise ein. Und taue dann die jeweiligen Portionen auf, um sie direkt zu verfüttern."
Diese Methode hilft bei einer Futtermilbenallergie sehr gut. Falls es andere Allergien oder Unverträglichkeiten sein sollten, kann ich IB Derma-Hyposens Lupovet oder Luposan (das ist die günstigere Alternative) empfehlen, beides sehr verträgliche Futtersorten.
LG Petra
Ich habe leider noch nicht wirklich Ahnung von der Tierheilkunde, habe aber einen hochgradigen Allergiker zuhause:(
Zuerst würde ich auch einen Allergietest empfehlen, allerdings nicht über das Blut, sondern direkt am Tier.
Meines Wissens nach sind die Allergieteste am Blut nicht besonders zuverlässig u.U. sagen sie nur aus womit der Hund vermehrt Kontakt hatte und nicht worauf er tatsächlich reagiert. Es gibt eine handvoll von Dermatologen, die diesen Test auch direkt am Hund machen.
Je nach Testergebnis muss man dann handeln. Einige Allergene lassen sich vermeiden (Vorratsmilben, Baumwolle, bestimmte Reinigungsmittel, Flöhe, Zecken), da würde ich einfach auf Meidung setzen.
Andere Sachen (Pollen, Hausstaubmilben, Pilze etc.) kann man desensiblisieren. Je nach Schweregrad kann man da relativ erfolgreich sein.
Zudem würde ich auf jeden Fall einen guten Homöopathen aufsuchen.
Obwohl selbst der Dermatologe von den Testergebnissen meines Hundes geschockt war (er wandte sich direkt an einen Prof. der Uniklink und besprach die weitere Behandlung mit ihm) ist mein Hund bis jetzt ohne Cortison und andere Medis ausgekommen. Bis auf die Desensiblisierung wird er nur mit Globoli behandelt und bis dato scheinen wir auf einem guten Weg zu sein.
Lg Tina
P.S. Das Einfrieren von Trofu soll tatsächlich gut helfen. Durch das Einfrieren sterben die Milben ab, aber sie lösen sich ja nicht auf und sind immer noch vorhanden, deswegen weiß ich nicht, ob es gut ist, bei einer Vorratsmilbenallergie dennoch weiter Trofu zu füttern, da der Hund ja weiterhin mit den Tieren in Kontakt kommt.:confused:
Na dann mal ne doofe Frage von mir...wenn der Hund auf die Trockenfuttermilben allergisch reagieren sollte, und er bekommt trotzdem das wieder aufgetaute Trockenfutter, dann wäre es in dem Sinne doch eine Desensibilisierung?? Klingt für mich nach einer "notorischen" Impfung, weil der "Impfstoff" in dem Sinne ja schon abgestorben ist....
Ich kann mich ja auch täuschen...
Mag sein, dass du recht hast, aber die Densensiblisierung meines Hundes ist sehr genau bemessen. Jede Woche wird die Dosis verdoppelt. Nach einiger Zeit beginnt ein neues Fläschen, welches bereits in einer höheren Dosierung gemischt ist etc. Es gibt genau Vorgaben, wie lange man was spritzt und auch auch die Zeitintervalle ändern sich. All das ist ja beim Füttern eh nicht möglich und du weißt natürlich auch nicht, wie hoch die Anzahl der Vorratsmilben im Futter ist. Es könnte ja durchaus sein, dass du mal ne "gute" Packung abbekommst und da überhaupt keine Milben drin sind. Insofern denke ich nicht, dass man das Vergleichen kann.
Lg Tina
Hallo Ihr Lieben!!
Ich habe auch einen leicht allergischen Hund, wobei bei ihr auch die Psyche mitspielt.. wenn irgendwas nicht ok ist, merkt man das sofort an einer Art Allergie!
Zu allererst stelle ich mir doch die Frage: muss ich denn desensibilisieren, wenn ich den betreffenden Auslöser eleminieren kann? Grundsätzlich würde ich das gar nicht machen. Ich zitiere noch mal Riek, da ich das genauso sehe:
Kann helfen, wenn die Futtermilben schuld sind. Besser: direkt auf Frischfutter umstellen und eine Ausschlussdiät machen. Dann kann man ganz gezielt die Komponenten verwenden, die der Hund verträgt.
Noch mal zu der Desensibilisierung:
Mag sein, dass du recht hast, aber die Densensiblisierung meines Hundes ist sehr genau bemessen. Jede Woche wird die Dosis verdoppelt
Das kann man so nicht verallgemeinern... Es gibt verschiedene Formen der Desensibilisierung... da kann die Trägersubstanz, die Dosierung und Länge der Anwendung untescheiden! (es gibt sogar eine Form der Desensibilisierung in der Bioresonanz also "nur" schwingungstherapeutisch) Und in gewisser Weise hat Sebat schon Recht. ..
Es gibt eine handvoll von Dermatologen, die diesen Test auch direkt am Hund machen.
Hallo Tina,
darf ich mal fragen, wie der das dann gemacht hat? Der Dermatologe und ebenso dein Hund?
Liebe Grüße
Melanie
Hallo Melanie,
deswegen schrieb ich ja auch: "die Desensiblisierung MEINES Hundes"
Man muss nicht desensiblisieren und ich würde es bei Allergenen, die sich vermeiden lassen (Vorratsmilben gehört dazu, mein Hund wird komplett frisch ernährt), auch nicht tun! Mein Hund wird auch nicht gegen alles desensiblisiert auf das er reagiert.
Mein Hund ist allergisch gegen: Vorratsmilben, verschied. andere Milben (Staub etc) verschied. Pilze (Schimmelpilze etc) verschied. Gräser, verschied. Baumpollen, verschied. andere Pflanzen, Baumwolle, Flöhe, Hundehaare etc. Insgesamt sind es mehr als 20 Allergien!
Etliche dieser Faktoren kann ich nicht vermeiden, deswegen wird dort eine Deseniblisierung versucht, in der Hoffnung eine Milderung zu erreichen.
Während des Testens wurde der Hund in Narkose gelegt, ihm wurden 47 Substanzen gespritzt. 2 Substanzen waren zum Vergleichen (Wasser/ Histamine) , damit man erkennen konnte, wie stark oder wie schwach die Ausprägung ist.
Danach wurde geschaut, wie stark die Haut an der jeweiligen Stelle reagiert.
Es war ein Blindtest, d.h es wurde erst im nachhinein geschaut, worauf der Hund jetzt eigentlich reagiert damit der TA möglichst unbefangen ist.
Ich hoffe, dass dies verständlich war!
Lg Tina
Powered by vBulletin® Version 4.1.10 Copyright ©2012 Adduco Digital e.K. und vBulletin Solutions, Inc. Alle Rechte vorbehalten.