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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Zucker/Süßsucht



schmitz
17.04.08, 22:32
hallo...

mal ne rein prinzipielle frage... es geht also nicht um behandlungsvorschläge oder so....

ich hatte heute eine leicht pummelige dame, mitte 40, in der einzel(ernährungs)beratung
thema gewichtssreduktion

ihr problem, sagt sie selbst, ist schokolade

okay, das kenne ja viele :-)

stutzig hat mich gemacht, dass sie es selbst als sucht beschreibt

und zwar schon von frühester kindheit an

war nix an naschzeug da, hat sie schon wohl als kleinkind zucker mit kondensmilch gemischt und gierig verschlungen

war nie übergewichtig - bis zur geburt der beiden kinder

ist auch jetzt nicht extrem adipös... eher "sehr gut beieinander"
braucht aber unbedingt täglich zucker, in recht großen mengen (2-3 tafeln schoki täglich) - dafür ist sie sogar recht schlank

wäre das was für einen homöopathen?

könnte sie damit versuchen von dieser "sucht" loszukommen?

sie will nämlich - schafft es aber einfach nicht

susanne

ceridwen
17.04.08, 22:35
hi,
da denk ich als erstes an die schilddrüse...
klingt doch nach erhöhtem grundumsatz mit "hypoglykämischen" zuständen...

lg
ceri

Nici
17.04.08, 22:38
Oder ein Insulinom?

Hatte meine Tante; immer Bauchweh und Übelkeit, Konzentrationsschwäche - dann brauchte sie unbedingt Zucker (auch in Form von Schoki) und danach ging es ihr schlagartig besser. Manchmal mehrmals am Tag.

schmitz
17.04.08, 22:59
hab ich soweit schon durchgesprochen, sie ist ihres wissens nach kerngesund
geht regelmässig zu checkups, hat keinerlei hyperthyreosesymptomatik

die zuckersucht wäre schon seit dem kleinkindalter bekannt.
damals toleriert weil sie als kind eher zierlich war... so nach dem motto "das schadet der schon nicht"

sie kann etwa eine woche auf schoko/zucker verzichten, hats aber noch nie länger geschafft
hat eigentlich auch keine unterzuckerungssymptomatik...sie braucht es halt einfach - sagt sie

susanne

Corinna
17.04.08, 23:05
M.E. wäre das homöopathisch durchaus möglich, zu behandeln.

birgitb
18.04.08, 00:15
Die Dame könnt glatt ich sein. Ich brauch auch täglich meinen Schoki (habe leichtes Übergewicht). Ich würd das bei mir auch schon als Sucht bezeichnen. Haben wir Schoko zu Hause und mein Mann versteckt ihn vor mir, kann ich schon mal ein bißchen aggresiv werden (aber nur ein bißchen :) ).
Ich suche auch noch nach Hilfe, weil wir in der Familie alle vorbelastet sind bzgl. Diabetes.
Ich werde es mal mit Ohrakupunktur probieren, mache ja in zwei Wochen eh einen Ohrakupunkturkurs, da werd ich bei Gelegenheit das Thema mal ansprechen.

Vor ca. zwei Jahren war ich zur klass. homöopathischen Konstitutionsbehandlung und hab damals auch meine Schokosucht angesprochen. Mir hat aber diese homöopathische Behandlung zumindest in dieser Hinsicht nichts gebracht. Ich hab weiter genascht und genascht.

Susanne, berichte doch mal wie's mit der Dame weitergeht.

LG,
Birgit

Corinna
18.04.08, 08:35
Vor ca. zwei Jahren war ich zur klass. homöopathischen Konstitutionsbehandlung und hab damals auch meine Schokosucht angesprochen. Mir hat aber diese homöopathische Behandlung zumindest in dieser Hinsicht nichts gebracht. Ich hab weiter genascht und genascht.

LG,
Birgit

Und hat diese Behandlung in anderer Hinsicht Erfolg gehabt?

birgitb
18.04.08, 14:43
Ich habe nur bei zwischengestreuten akuten Geschichten eine Besserung bemerkt (Zahnschmerzen z.B.) da aber sehr wirkungsvoll und sogar auf dem Röntgenbild war der Rückgang der Entzündung an der Zahnwurzel sichtbar. Die Wurzelspitzenresektion, die der Zahnarzt durchführen wollte blieb mir erspart. War echt klasse.

LG,
Birgit

Corinna
18.04.08, 15:58
Und wie lange hat diese Behandlung gedauert?? Und mit welcher Potenz?? Denn fast hört es sich eher wie eine Akutbehandlung an.......

Viola
18.04.08, 18:30
Hinter solch einer "Sucht" nach Süßem kann auch ein Pilzbefall des Darms stecken.

TaffetaDarling
18.04.08, 21:26
Und wenn es vor allem um Schokolade geht, wäre auch ein Magnesium-Mangel zu bedenken. Aber wenn es schon lebenslang so geht... Hm. (Den Zusammenhang mit Magnesium hab ich bei mir selbst schon mehrmals bemerkt, nachdem ich das mal gelesen hatte.)

birgitb
19.04.08, 09:30
Und wie lange hat diese Behandlung gedauert?? Und mit welcher Potenz?? Denn fast hört es sich eher wie eine Akutbehandlung an.......

Hallo Inna,

die gesamte Behandlung hat ca. zwei Jahre gedauert und es wäre schon noch weiter gegangen, aber ich bin dann nicht mehr hin. Bin manchmal etwas ungeduldig und das ist ja nicht so gut für ne homöopathische Behandlung.

Insgesamt war es schon eine Konstitutionsbehandlung mit seltenen Mittelgaben und Hochpotenzen
aber in dem Fall der Wurzelspitzenentzündung hat die Homöopathin natürlich akut eingegriffen mit Staphisagria C30.

LG,
Birgit

Amsel
22.08.08, 08:27
Hallo,
Süßhunger und Schokoladen"sucht" ist ja ein Zeichen für Verlangen nach Liebe und Zuwendung. Vielleicht kannst du auch mal darauf hinweisen, dass sie mal sucht, wie sie sich diese Bedürfnisse anders erfüllen kann. Auf Süßigkeiten kann man - ob mit homöopathischem Mittel oder ohne - letztlich nur verzichten, wenn man gelernt hat, sich selbst lieb zu haben!

Wenn es bittere Schokolade ist, geht es eher in die Richtung, sich dadurch ersatzweise Glück zu verschaffen, aber beides hängt ja sehr eng zusammen.

Liebe Grüße,
Amsel

Sarah Renner
22.08.08, 12:04
Zuckersucht kann auch einfach als Symptom gewertet werden. Ich würde mir auf jeden Fall dann Mal das Arzneimittelbild von Saccharum anschauen...Das ist in vielen Repertorien noch nicht drin, aber in unseren Industrieländern kein unhäufiges Mittel. Muss es natürlich nicht sein:D

Katja2408
27.01.09, 17:03
Hallo,

also ich bin zwar noch kein Profi, aber aus meiner eigenen Erfahrung heraus würde ich auch sagen, dass sich das ganze sehr nach Pilzbefall im Darm anhört!:rolleyes:

Das gleiche Problem habe ich nämlich auch. So bald ich mein "Anti-Pilz-Mittelchen" nehme, verschwindet nach ein bis zwei Tagen dieser extreme Heißhunger auf Süßes, aber da ich wegen anderer gesundheitlicher Probleme die Tropfen im Moment nicht nehmen kann, ist der doofe Heißhunger zusammen mit dem Pilz auch wieder da,.... :mad:

LG
Katja

Corinna
27.01.09, 17:13
Ja, Susanne, was ich denn dabei nun rausgekommen????

Lola
27.01.09, 17:29
Huhu,

Zuckersucht kann auch genauso gut ein Mineralstoffmangel sein.
Da kenne ich einige Beispiele.. Darm OK, Psyche "ok", Schilddrüse OK etc. und trotzdem Heißhunger auf Schoki.

Mit den Schüßler-Salzen und einer Vollwert-Ernährung kann man u.U. gut gegensteuern :)