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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Trennungsangst beim Hund



sane
06.03.08, 19:01
hallo ihr lieben!

ich brauch mal eure hilfe: unsere geschichte ganz kurz geschildert. mein 3jähriger jagdhund, hat probleme mit dem alleinsein. eine stunde klappt es meist, doch dann fängt er ziemlich laut an zu jaulen. leider war schon polizei und ordnungsamt da, weil ein netter nachbar sich beschwerte. ja und jetzt steht der sommer vor der tür.
ich bin momentan nervlich auch nicht die stabilste und hab wirklich schon ziemlich viel gemacht um da alleinsein hinzubekommen. er konnte es nie richtig lernen, weil ich aufgrund eines unfalles über ein halbes jahr zuhause war. hab es immer wieder von grund auf aufgebaut, saß bis zu 3std in meiner garage, pheromone, bachblüten, arsenicum, kong, teure tiertainer, nahrungsumstellung, mehr kohlenhydrate usw. er wird vom kopf her gut ausgelastet - fährtenarbeit.
er ist auch nicht wirklich gestreßt, er jault rein aus protest, weil ich nicht da bin. leider hat er auch eine zu enge bindung an mich. ich hab schon überlegt ihn kastrieren zu lassen, bin aber eigentlich dagegen.
momentan bekommt er baldrian, um ihn etwas ruhigzustellen. vielleicht hilft ja das, ich bin ziemlich am ende mit meinem latein. vielleicht weiß jemand rat! kann mir jemand sagen, ob baldrian gut sind und wie man die dosiert?
lg sane

Prisca
08.04.08, 19:27
Hallo Sane,
vieleicht sollte Du versuchen deinen Hund auf eine Box zu konditonieren.
Wenn man damit ganz vorsichtig mit viel Ruhe ( und Leckerchen) macht finden es die meisten Hunde o.k.(meistens haben die Besitzer mehr Probleme mit der Box).
Baldrian hab ich noch nicht versucht,aber Johanniskraut hilft ganz gut.
Aber vieleicht mußt auch Du ruhiger werden,wenn Du viel Stress hast ,merkt es dein Hund und keine Therapie kann gelingen.
So viel Erfolg Euch beiden.
Liebe Grüße
Prisca:) :rolleyes:

Jürgen
09.04.08, 10:26
Hi,

das Problem liegt sicher zwischen euch beiden, ohne euch und die Umstände genau zu kennen, kann man schwer raten.

Ich habe das Gefühl, dass ihr beide behandelt werden müsst.
Durch eure sehr enge Beziehung, werden auch deine Probleme beim Hund reflektiert u. das eine o. andere Problem kann sich auch bei ihm manifestieren.

Kastration wird dir nicht helfen. Baldrian eher auch nicht.

Was hast du denn mit den Tiertrainern gemacht?


Gruß Jürgen

Quarterhawk
09.04.08, 18:51
Hallo Sane,

mit Pheromone meinst Du das D.A.P. Spray bzw. Zerstäuber?

LG

Tina

sane
10.04.08, 16:44
hallo ihr lieben!

also erstmal, ich bin sehr froh, denn mein hund bleibt zumindestens früh, wenn ich auf die arbeit gehe alleine. ich hab mir extra nochmal kamera geliehen und ihn gefilmt. abends, war ich bisher einmal weg, da hat er noch etwas gejault, aber ich hoffe, daß bekomme ich auch noch hin. die lösung, meines problems, war eigentlich ganz einfach. er hat jetzt unten, seinen festen schlafplatz, darf auch nachts nicht mehr mit hoch und ich lege ihm ein t-shirt von mir dazu. jagdhunde, sind nun mal sehr sensibel und anhänglich.
@prisca
die box hatte ich auch schon mal angedacht, doch stelle ich mir das für einen hund, der diese nicht von anfang an gewöhnt ist, schwer vor.
@quarterhawk
ja, ich hatte den pheromon-zerstäuber für die steckdose, hat null gewirkt.
@jürgen
behandelt werden, müssen wir sicher nicht, denn letztendlich konnte ich es nur allein, durch mich und mein verhalten schaffen.
der tiertrainer, hat mir viel zu gehorsamsübungen geraten, die ich dann auch durchgeführt hatte. den futterkong, haben wir uns zugelegt, rührt er leider erst an, wenn ich heim komme. bachblüten bekam mein hund, kein erfolg. kastration, hatte ich auch kurz in erwägung gezogen, um ihn etwas hormonell runterzufahren, da er massiv jaulte, als im februar hündinnen läufig waren. letztendlich bin ich froh, daß ich es nicht hab machen lassen. ich bin froh, daß es endlich klappt und hoffe sehr, daß es auch so bleibt.
lg sane

Anderl72
10.04.08, 18:38
Hallo,
mal eine Frage warum Du Deinen Hund nicht kastrieren lassen willst?

Jürgen
10.04.08, 21:19
Hallo Sane,

schön das es jetzt läuft.

Ich entnehme ja deinem Profil das du HPA bist.
Du wirst dich ja sicher mit der Entstehung von Erkrankungen aus der Sicht des Naturheilkundlers befasst haben.Wenn du mal bei Becvar nachliest, wirst du wissen was ich meine, damit wird meine Fassung kürzer.

Es gibt kein Innen ohne ein Außen und umgekehrt.

Du sagst ja auch selbst, dein Hund ist behandelt worden ( z.B. BB ), jetzt hast du nun auch zu den Konsequenzen gefunden, die das Zusammenleben ermöglicht, wohl auch durch Anraten von Außen.

Wäre ich der Behandler gewesen, hätte ich gleich Mensch und Tier sowohl verhaltenstherapeutisch, als auch zur Unterstützung BB u./o. hom. behandelt, damit schließt sich der Kreis.

Gruß Jürgen

Liebe Andrea,

die Frage erübrigt sich eigentlich, wem möchte man so etwas antuen, außer aus med. Not?
Man greift in das Hormonsystem des Tieres ein, Folgen?

Anderl72
10.04.08, 23:31
Hallo Jürgen, klar greift man da ein, aber ich finde es z. B. auch nicht so toll, wenn der Hund ständig "hohl" dreht, wenn läufige Hündinnen in der Gegend sind. Auch da wird sein Hormonhaushalt ganz schön gebeutelt, was, wie Du auch sicherlich weißt, nicht gerade das Gelbe vom Ei ist und auch folgen haben kann. Und solche Dinge sind eben die Ursachen für die med. Not, wie Du es nennst. Es gibt für alles ein für und wider, ich habe bisher nur gute Erfahrungen damit gemacht und würde es jedem Raten. Es macht nämlich keinen Spass, Tumore bei den Tieren zu entfernen etc. etc. Aber es ist jedem selber überlassen, was er macht.

Gruß Andrea

Jürgen
11.04.08, 09:00
Liebe Andrea,

ich bin mit einer Hundezucht aufgewachsen.
Meine Eltern haben 1942 begonnen DSH zu züchten, bis vor 3 Jahren.
Wir hatten immer Rüden und Hündinnen und nicht alle Rüden haben in ihrem leben gedeckt.
Meine Eltern und auch ich haben es aber geschafft, diese Rüden so artgerecht auszulasten, dass in den ganzen Jahren nur ein einziges Mal ein Problem entstanden ist.
Der Rüde bekam eine Spritze mit 5 Jahren, hatte nie wieder Probleme, hat später noch gedeckt und wurde 14 Jahre.

Ich bin der Meinung, jeder Tierhalter sollte sich über das Für und Wider, über Eventualitäten und über seine Möglichkeiten ein Tier artgerecht zu halten und auszulasten vorher informieren, das würde den Bestand in Tierheimen deutlich reduzieren u. den Gang zum Tierarzt drastisch reduzieren.
Daraus entsteht medizinische Not, aber verursacht durch den Halter!

Der Eingriff in das Hormonsystem hat vielältige Folgen, die oft erst später zu Tage treten. Es ist auch nicht nur ein Eingriff in das Hormonsystem, auch die anderen körperlichen und seelischen Ebenen des Individuums werden durch die OP gestört.
Ich kenne genug Fälle und finde die Entscheidung zur Kastration/Sterilisation aus Bequemlichkeit des Halters, einfach nur pervers.


Gruß Jürgen

Sebat
11.04.08, 10:55
Lieber Jürgen,

bei einigen mag es vielleicht eine Bequemlichkeit des Halters sein, bei anderen vielleicht nicht.

In unserem Fall hatten wir uns einen kleinen Pinscher/Terrier Mix von Spanien aus dem Tierheim geholt. Er war nicht kastriert, von sich aus dem Menschen eher vorsichtig geneigt und da er ein reiner "Straßenköter" war , war er halt auch etwas anders als andere Hunde. Nachem wir ein Brocken Spanisch lernten, um uns dem Hund verständlich zu machen, ging es auch eigentlich ganz gut. Bis auf einmal er diesen "Hormonkoller" bekam, wenn er aus was-weiss-ich-für-eine-Entfernung ne läufige Hündin roch und weg war. Nix sehen, nix hören, einfach über ne stark befahrene Straße rennen und weg.
Da gab es für uns nur die eine Möglichkeit ihn kastrieren zu lassen. Die Entscheidung ist uns weiss Gott nicht leicht gefallen, weil einfaches Rumschnibbeln nicht unser Ding ist.
Der Amigo ist nicht fett geworden, sein Wesen hat sich auch nicht verändert, ausser das er durch unser Verständnis an sein mieses Leben in Spanien, viel offener geworden ist.
Auslasten ging bei dem Hund nur sehr begrenzt, weil wie will man einen Hund auslasten, der vor allem und jeden Angst hat, und extreme Vorsicht zeigt?
Ihn notorisch an der Leine zu führen, wie andere mit ihren "Fiffis" auf der Straße gehen, wollten wir ihm auch nicht zumuten, da er Leinen als absoluten Stress empfand und er ohne Leine viel entspannter war (Straßenköterfreiheit).

Nach der Kastration konnten wir ihn endlich wieder frei laufen lassen, er konnte sich austoben, kam auch auf Zuruf jederzeit wieder zurück, was vorher nur dann funktionierte, wenn keine Hündin in einem großen Umkreis da war.

Klar, wir hätten ihn auch in einem abgezäunten Feld laufen lassen können...Nur hätte es irgendein Hof sein müssen, weil sobald er eine Duftnote aufspürte war er der Ausbrecherkünstler schlechthin. Ausserdem hätten wir ihn dann ja nur noch auf irgendeinen Hof laufen lassen können, ist ja auch nicht grad der Hit in Tüten.
Er hat auch später immer noch läufige Hündinen umworben und ist aufgesprungen, aber er ist nie wieder abgehauen und hat nicht mehr gehört.

Der einzige Nachteil nach der Kastration war, das er für andere Rüden anscheinend als läufige Hündin roch.

Für viele ist es einfach "mal eben" nen Hund kastrieren zu lassen, aus diesen oder jenen Gründen. Immer frei nach dem Motto "mach das, dann wird er ruhiger"... die anderen lassen es schweren Herzens durchführen. Und wenn es zum "Schutz" des Tieres selbst ist.

Meine Hündin war vom Kopf her ein Rüde und hat sich auch benommen. Die Läufigkeit war bei ihr mehr wie unregelmäßig und ich möcht wetten, wenn die älter als 3 Jahre geworden wäre, dann hätte sie das ganz eingestellt. Da haben so einige gesagt, wir sollen sie kastrieren lassen aber bei ihr haben wir uns wehemend geweigert, weil wir den Sinn nicht darin gesehen haben. Nur weil sie "Rüdenallüren" an den Tag legt, und halt nen Alpha war? Neeee.

Und ist eigentlich nicht jede OP für ein Tier eine Störung der körperlichen und vor allem seelischen Ebene? Uns kann man begreiflich machen, wie die Narkose abläuft, und das man dann eben "weg" ist....ein Tier weiss nie warum er auf einmal dämmerig wird und kämpft dagegen an. Auch nach der Aufwachphase weiss ein Tier nie warum er in einem fremden Raum liegt und warum er auf einmal ne dicke Narbe hat, oder warum er sich noch nicht richtig bewegen kann, weil die Narkose noch die Motorik stört.

Du hast Recht das man diesen Schritt einer Kastration nicht leichtfertig einfach so durchführen soll, aber ich finde, in einigen Fällen gehts halt nicht anders.

Liebe Grüße

Sebat

Jürgen
11.04.08, 11:40
Hallo Sebat,

ich kenne den Hund nicht und kann deshalb nicht einschätzen, welche andere Möglichkeit es gegeben hätte.

Das die Problematik dein Gewissen berührt, zeigt der lange Post.

Welche anderen Möglichkeiten habt ihr denn ausprobiert?

Das er jetzt so gelassen ist, zeigt für mich nur, dass etwas aus dem Gleichgewicht geraten war. Bei dem von dir beschriebenen extremen Verhalten, in dem Alter, ändern trotz Kastration die Rüden ihr Gehabe zumeist trotzdem nicht.

Ich habe durch die Zucht, durch die lange Arbeit mit den Hunden u. auch durch die zeitweise Arbeit beim TA vieles gesehen u. dementsprechend Erfahrungen.

Du hast es für dich so entschieden u. musst es für dich gutheißen, ich gebe dir keine Legitimation, da ich den Hund nicht kenne.

So wie du schreibst ist jede Narkose u. OP ein Prob für den Hund, deshalb auch wenn möglich zu vermeiden.

Auch an der Leine laufen ist eine Gewöhnungssache um die man in der Stadt bzw. auch an anderen Orten nicht umhin kommt, hier gilt es positive Verknüpfungen zu schaffen.
Das bedeutet Zeit u. viel Geduld.

Da ein solches Tier zumeist Verhaltensprobleme aufweist, muss man das vorher abwägen, die spanischen Hunde laufen ja alle frei, haben meist erst das Prob mit der Leine.
Das klingt für dich vielleicht klugscheißerisch hart, ist aber sachlich betrachtet so.

Um es mal etwas von der humorvollen Seite zu sehen, wenn dein Mann sich zu oft nach anderen Frauen umdreht wirst du doch wohl nicht auch gleich......, oder?:):eek:
Da gibt es doch noch andere Mittel;).

Nichts für ungut.

Liebe Grüße

Jürgen

Sebat
11.04.08, 12:41
Glaub mir, es war ja nicht unser erster Hund, aber der war ja aufgrund seines Lebens so dermaßen verstört, das er schon mit Buckel und eingeklemmten Schwanz sich weggeschlichen hat, wenn man nen Regenschirm in die Ecke gestellt hatte.
Das er keine Leine kannte, war uns klar, und wir haben wirklich lange versucht mit allen guten Zureden und was weiss ich nicht alles ihm das Schmackhaft zu machen. Aber er konnte sich nie an die Leine gewöhnen. Er ging zwar brav mit, war aber immer verkrampft und fühlte sich unwohler als sonst. Und ihn immer an der Leine zu führen, nur weil immer irgendeine Hündin läufig war, und er somit keine Chance bekam sich auch mal frei zu bewegen, fanden wir für den Hund auch nicht grad toll.

Nach einigen Jahren ging es so einigermaßen, aber er huschte immer von rechts nach links und umgekehrt, war echt nicht spassig, weil ohne Leine ging er immer "bei Fuss" und das freiwillig ohne Kommando! - er war einfach glücklich ohne Leine -
Ich mein, selbst Du möchtest Dich auch mal frei bewegen, gell? ;)

Erst als er vor einigen Jahren demenz wurde, hat er die Leine komplett akzeptiert da wir ihm dadurch die nötige Sicherheit gaben, und er nicht das Gefühl bekam, er würde uns verlieren.

Und welcher Besitzer lernt schon freiwillig Spanisch damit der Hund einen versteht und nicht umgekehrt??

Als wir den Hund holten, war es echt ein Häufchen Elend, die Psyche war total hinüber. Wir haben jedes Verhalten vom Hund analysieren müssen, damit er Vertrauen fasste. So mussten wir z.B. die Küche verlassen, damit er mit langgestreckten Hals und immer auf Sprung wenigstens an seinem Napf ging. Nach etlichen Jahren konnten wir wenigstens auf ein paar Schritte von ihm weg in der Küche bleiben. Er hat auch nix vom Teller genommen, der auf dem Boden stand. Da ist er abgehauen. Selbst das haben wir nach etlichen Jahren ändern können. Er hat immer damit gerechnet, er würde was auf die Birne bekommen, und das aus einem Hund wieder rauskriegen, ist eine sehr harte Arbeit.

Der Hund war eigentlich an sich schon eher "unauffällig", man hat gar nicht gemerkt das überhaupt nen Hund da war.
Meine Mutter und ich haben den Hund so viel Vertrauen in uns gegeben, das er hinterher mit uns überall hinging. Sein absoluter Lieblingsplatz war auf der Couch neben uns unter der Decke. Selbst im Hochsommer, was für uns unverständlich war. Wir waren am saften wie blöde und der rollt sich unter ner Wolldecke zusammen und pennt.
Tierarztbesuche waren überhaupt kein Problem. Nix mit reinziehen oder schieben....wenn wir da reingehen, dann hat es schon seinen Sinn - ich glaub so hat er wohl gedacht.
Wir haben den Hund über 10 Jahre gehabt, und trotz der Kastration hat er sein Liebenswertes Grundwesen behalten. Er hat "nur" im Laufe der Jahre endlich gemerkt, das es auch Menschen gibt, die ihn nicht prügeln.

Gelassenheit würd ich das nicht nennen...im Verhältnis zum Anfang würd ich es eher Vertrauen nennen.
Wenn ihm was nicht gepasst hat, dann hat er sich schon gemeldet. Der Kater wurde oft genug weggebellt, wenn er meinte, er müsste sich wieder an ihn "ankuscheln", wo er vorher tierische Angst vor Katzen hatte. Große Hunde, die meinten sie müssten ihn ärgern hat er gehörig Paroli geboten.

Mag ja sein, das vielleicht der Amigo in Hinsicht der Kastration eine Ausnahme war (kein Tier von uns wird nach dem Lehrbuch krank - O-Ton meiner Tierärztin :D), aber da wir gesehen haben, wie der Hund in den Jahren "aufgeblüht" ist kann ich nicht sagen, das er irgendwelche Schäden davongetragen hat.

Wir sind auch nicht die Typ Mensch, die nach 14 Tagen Probleme einfach sagen "so jetzt ab zur Kastration, und damit sind alle Probleme gelöst" - Nee wir haben lange überlegt, und sind weiterhin auf den Hund eingegangen und haben versucht einen anderen Weg als die OP zu finden.
Aber was will man machen, wenn der Hund wegen der Leine immer "depressiver" wird, und Du ihn sogar im Haus 24 Stunden unter Beobachtung halten musst, weil er selbst von da abhaut, wenn er ne Duftnote abbekommen hat? Mit guten Zureden ihn im Haus in einer Kiste sperren? Den Hund noch mehr fertig machen, weil er draußen nicht mal für 5 Meter frei laufen kann? Er sieht auf der Hundewiese das alle Hunde frei rumlaufen, nur er muss an der Leine bleiben? Was macht man da? Geht man dann nicht mehr zur Hundewiese, sondern nur noch die Straßen entlang, nur damit er die anderen Hunde nicht mehr toben sieht????

Wir sind der Typ Mensch welcher sich für die Tiere die Beine abreisst, nur damit sie gut leben können. Viele halten uns für total bekloppt aber das ist uns egal.
Viele hätten auch den Amigo nach ein paar Tagen wieder abgegeben, weil er halt anders war, wie andere Hunde. Für uns kam das eben nicht in Frage. Wir wollten den Hund verstehen, warum er so und so reagiert und wie man das ändern kann.
Glaub mir, jeder Furz von diesem Hund wurde mit meiner Mutter und mir bis ins kleinste Detail analysiert und beobachtet und Methoden entwickelt um ihn das Leben bei uns lebenswert zu machen.
Wer macht das heutzutage? - Die wenigsten !

Als wir den Hund bekamen war er kleiner als unser Kater (und der hat nen Stockmaß von 40cm), die Pinscheraugen waren extrem. Nach einigen Jahren haben wir festgestellt, das der Hund trotz seines ausgewachsenen Alters noch gewachsen ist, und den Kater hinterher um 2 cm überragte. Der Schädel ist breiter geworden, sodass die Glubschaugen nicht mehr so hervortraten. Kaum einen ist sowas aufgefallen, nur meiner Mutter und mir, weil wir notorisch den Hund beobachteten.

Ach ja...umdrehen darf sich mein Freund nach den anderen Frauen...nur wenn er meint wie damals Amigo, er müsse "über die Dörfer" gehen, dann überleg ich es mir mit der Kastration :D

ironiean/ kann es auch nicht sein, das Ihr Männer empfindlicher auf das Thema reagiert, weil ihr dann an Euch selbst denkt, und Ihr dann instinktiv schmerzvoll das Gesicht verzieht? /ironieaus

:D :D

Liebe Grüße

Sebat

sane
11.04.08, 12:55
@jürgen
ich stimme dir voll und ganz zu!
welche bücher von becvar für hunde kannst du empfehlen?
@anderl72
ich hab es schlichtweg nicht übers herz gebracht, meinen hund zu kastrieren. zumal mir die kastration, auch nicht die erziehung ersetzt, wie vielleicht viele hundhalter meinen. ich besitze eine rasse, die zu den spätzündern zählt, und er jetzt mit 3jahren, das erste mal auf läufige hündinnen reagiert hat. momentan ist er wieder ganz der alte. da er massive probleme, mit dem alleinesein hatte, hatte ich die kastration in erwägung gezogen. bin aber froh, es nicht hab machen lassen, denn es ist ein eingriff in den hormonhaushalt und immerhin eine operation. gibt es statistiken, daß kastrierte rüden, weniger an prostatakrebs erkranken?

lg sane

Anderl72
11.04.08, 14:42
Hallo, ich hab da mal was gefunden, ein sehr Interessanter Bericht: http://www.drc.de/gesund/kastratr.html
@ nadine.f Wann ist denn dieses Tier kastriert worden? Entweder ist da was vergessen worden, oder in einem Alter, wo er sich schon so einiges "angewöhnt" hat.
@Jürgen Wenn ihr schon so lange züchtet, dann wart ihr aber auch bei denen dabei, die den DSH ihre steile Kruppe etc. angezüchtet hatten, denn anders hättet ihr ja keine Zuchtfreigabe bekommen in der damaligen Zeit, oder seh ich das falsch?
Man kann doch nicht immer einfach nur sagen, da läuft was falsch, ich muss das und das erst einmal behandeln. Wenn du ein Problem in der Genetik hast, dann musst mit anderen Mitteln noch zusätzlich drangehen, sonst erreichst nämlich gar nichts. Also etwas Schulmedizin sollte schon noch akzeptiert werden.
Gruß Andrea

Jürgen
11.04.08, 14:52
Hallo sebat,

ich habe verstanden, dass du es nach langer Überlegung und aus deiner Sicht, ohne andere Möglichkeiten zu haben, getan hast.
Ich verstehe auch, dass du dir nicht anders zu helfen wusstest.

Habt ihr einen wirklich kompetenten Menschen an eurer Seite gehabt, der euch zeigen konnte, wie man dem Hund Sicherheit u. Vertrauen mittels Leine vermittelt?
Dazu braucht man in so einem Fall eben etwas mehr Erfahrung mit Verhaltensproblematiken.
Spanisch ist uninteressant, wenn der Hund neu geprägt wird, kann er auch alte Fehlverknüpfungen, die mit der alten Sprache u. Heimat zusammenhängen abbauen.
Offensichtlich leider nein.

Ich gebe hier meine Erfahrungen wieder.
Ich bin nur HP und langjähriger Hundehalter.
Ich habe meist mehr als einen Rüden bei uns, dass ist mitunter sehr schwierig, ich habe mir das aber so ausgesucht und ich bin dafür verantwortlich.
Wenn ich das eine will, muss ich das andere mögen.

Lese bitte deinen Text ein paar mal und es kommen von selbst einige Antworten.

Das soll es von mir zu diesem Thema gewesen sein.

LG Jürgen

@ sane,

google mar Becvar, dann findest du sein Buch.

@Andrea,

wenn du dich hier angegriffen fühlst, dann bleib trotzdem bitte sachlich.
Deine Erfahrung was den DSH betrifft, geht wohl eher gegen 0.

Informiere dich richtig und dann können wir gerne darüber sprechen.
Es gibt auch noch andere DSH, außer den Schauhunden.

Zu den Statistiken, es gibt genügend sterilisierte Hündinnen, die auch im Nachhinein massive Probleme hatten, die werden hier nicht aufgeführt.
Man sollte ja schließlich ursächlich behandeln, das Problem erkennen heute leider immer noch zuwenige TA's.
Scheinbar auch noch dein Problem.

Lese bitte auch mal Becvar, ich bin gerne bereit zu diskutieren, aber unsachlich angreifen geht mir jetzt zu weit.

Sebat
11.04.08, 14:52
gibt es statistiken, daß kastrierte rüden, weniger an prostatakrebs erkranken?


..es gibt zumindest eine Statistik über den Gebährmutterkrebs, chronische Eierstockentzündungen und der gleichen, bei ungedeckten Hündinen...

Anderl72
11.04.08, 16:07
@Jürgen, sorry, wenn Du Dich da jetzt angegriffen fühlst, ich hatte dies als Frage gestellt, denn so waren meine Informationen und ich hatte auch schon einiges mit Züchtern zu tun. Ich kenne Deinen Background nicht und Du auch nicht meinen.
Fakt ist nun einfach mal, dass man nicht alles nur Naturheilkundlich behandeln kann und auf das wollte ich eigentlich hinaus.
Zu den Statistiken, es gibt genügend sterilisierte Hündinnen, die auch im Nachhinein massive Probleme hatten, die werden hier nicht aufgeführt. Was meinst Du denn hier speziell?

Jürgen
11.04.08, 18:16
Liebe Andrea,

ich fühle das so, weil du persönlich geworden bist.
Du weißt nicht wie unsere Hunde waren, pauschalisierst aber mal.
Das ist ein einfach nicht o.k.

Ansonsten würde ich dir raten, bevor du so einen Unsinn über die Zucht des DSH erzählst, die Körordnung zu studieren, von wegen Zuchtzulassung.

Ich kenne deinen Background nicht, stelle aber fest, dass deine Erfahrungen, auf speziell dieses Thema bezogen, sehr einseitig sind, sehr schulmedizinisch geprägt und vom ganzheitlichen Aspekt noch weit entfernt.

Und diese Einschätzung kann ich mir schon erlauben, denn ich gehe jetzt mal von deinen hier getätigten Äußerungen aus, wenn du es besser weißt...

Ich habe auch gar nicht behauptet, dass man alles nur naturheilkundlich behandeln kann.

Was mich mal interessieren würde, was liegt denn deiner Meinung nach bei den angesprochenen Fällen für eine genetische Disposition vor, die man schulmed. korrigieren müsste?



LG Jürgen

lokilowis
12.04.08, 01:51
Hallo Sane,

ich freu mich für euch beide, wenn es langsam aber sicher wieder ruhiger für euch wird...

Alles Liebe für euch zwei
Andrea