Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Wer arbeitet mit Blutegeln und kann mir eine Antwort geben???
Hallo zusammen...
ich hab mal eine Frage an die THPs die mit Blutegeln arbeiten.
Ich hab am Montag bei einer Stute Egel angesetzt, jetzt hat die Stute offensichtlich starke Schmerzen, kann kaum laufen und will sich nicht wirklich bewegen.
Die Egel hab ich am linksseitigen Nackenband angesetzt, sie frisst, hat kein Fieber, keinen Reheschub, keine Kolik etc.
Der hinzugerufene TA kann sich den Zustand nicht erklären und hat ein Kreislaufmittel gespritzt.
Hat hierzu jemand eine Idee?
Herzlichst
LCG
Hallo Nicki,
bin schon Anwärterin, ich hab Egel schon bei mir, bei meinen Pferden angesetzt, wir haben das schon in der Schule mehrmals praktiziert und genau deshalb habe ich keinen Plan warum das jetzt so ist.
Auch unsere Dozentin kennt keinen Zusammenhang, zwischen Verschlechterung des Allgemeinzustandes und Egeln... aber viell. hat hier ja schon mal jemand ähnliche Erfahrungen gemacht ..
Der TA, der das Pferd betreut, ist in naturheilkundliche Geschichten völlig unerfahren und klar wusste er, dass ich Egel gesetzt hab, er hat ja den Kontakt hergestellt und diese Idee selbst aufgebracht.
Grund für das Setzen der Egel ist eine Schwellung am Nackenband, die die Stute seit August letzten Jahres hat und die nur unzureichend schulmedizinisch behandelt werde konnte, soll heißen die Schwellung ist zwar kleiner geworden, aber nicht verschwunden...
Was und Wo ist das Nackenband bei einem Pferd????
hmmmm...vielleicht sollte man eher mit dem Pferd zum Knochenbrecher gehen, wenn es Probleme mit dem Nackenband hat....
Sarah Renner
28.02.08, 15:15
Hallo LCG,
Wo hat die Stute Schmerzen, am Nackenband? oder is sie lahm etc.
Wenn es vom NAckenband kommt, kann es eine Primärinfektion (mit Aeromonas hydrophila - Behandlung mit Cephalosporinen!!! sonst kein Erfolg) sein oder natürlich jede beliebige Sekundärinfektion folgend aus der Blutegelbehandlung sein.
Auch ein großer lokaler Bluterguss kann durch eine Blutegelbehandlung ausgelöst werden.
Da ich das Tier nicht gesehen habe, kann es natülich auch vollständig andere Ursachen haben, die mit der Behandlung überhaupt nichts zu tun haben.
Schreib doch noch MAl genauer zu den Symptomen. Warum habt ihr überhaupt damit behandelt.......
LG
Sarah
Eine lokale Schwellung (und somit auch Schmerz) der LK ist eine normale Reaktion und nicht pathologisch. Es kann eine antibiotische Begleittherapie bei Blutegelbehandlung angezeigt sein.
Ich gehe davon aus, dass die Egel fit und vom zugelassenen Züchter waren?
Wie sehen die Wunden aus?
Toitoitoi!
So, dass ich es verstehe, ja ? Also, der Tierarzt hat keine Ahnung von Blutegeltherapie und schlägt das vor ? :confused: Das ist aber mutig von ihm, alle Achtung, fast unglaublich.
warum ist das so unglaublich? Er hat die Behandlung ja nicht gemacht, sondern nur den Kontakt hergestellt und warum mutig von ihm?
Ich habe daraufhin nach Rücksprache mit einer unserer Dozenten die Behandlung durchgeführt. Also wir haben da nicht *rumgepfuscht* falls das deine Sorge ist :cool:
Hallo LCG,
Wo hat die Stute Schmerzen, am Nackenband? oder is sie lahm etc.
Wenn es vom NAckenband kommt, kann es eine Primärinfektion (mit Aeromonas hydrophila - Behandlung mit Cephalosporinen!!! sonst kein Erfolg) sein oder natürlich jede beliebige Sekundärinfektion folgend aus der Blutegelbehandlung sein.
Auch ein großer lokaler Bluterguss kann durch eine Blutegelbehandlung ausgelöst werden.
Da ich das Tier nicht gesehen habe, kann es natülich auch vollständig andere Ursachen haben, die mit der Behandlung überhaupt nichts zu tun haben.
Schreib doch noch MAl genauer zu den Symptomen. Warum habt ihr überhaupt damit behandelt.......
LG
Sarah
Hallo Sarah,
also, damit ich hier ein wenig Licht ins Dunkel bringe:
Die Stute hatte letztes Jahr im August auf einmal linksseitig, in Höhe des Nackenbandes eine nahezu fußballgrosse Verdickung. Die Schwellung kam nach Meinung des TAs von einer Prellung... Da die Schwellung auch nach einem längeren Zeitraum nicht zurück ging, die Stute NICHT schmerzhaft an der Stelle war (und auch bis jetzt nicht ist) wurde eine Biopsie, sowie ein großes Blutbild angefertigt.
Alles war o.B., die Stute geht und ging nicht lahm, frißt normal und hatte keine Anzeichen von einem schlechten Allgemeinzustand. Ebenso hatte sie in dem gesamten Zeitraum nicht einmal Fieber.
Um die Schwellung zurückzubekommen, bekam die Stute im Januar mehrmals Cortison, was zwar einen deutlichen Rückgang aber keine völlige Rückbildung der Schwellung brachte.
Der TA vermutete eine Umfangsvermehrung des Schleimbeutels der an dieser STelle des Nackenbandes liegt (hab den Namen vergessen) :o eine Meinung, die ich nach wie vor nicht teile. Ich denke es ist eine Umfangsvermehrung des Muskels, auch wenn die Stute nicht schmerzhaft ist.
Einzig eine gewisse Widersetzlichkeit ist der Besitzerin im Zuge der Schwellung aufgefallen und da sie sich nicht sicher war, ob es von der Schwellung kam, hat sie das Pferd geschont. Die Stute ist jedoch voll flexibel im Halsbereich, kann sich in jede Richtung stellen und biegen.
Zurück zum aktuellen Geschehen. Am Mittwoch kam die Besitzerin in den sTall und die Stute ging sehr steif, fast lahm, hatte einen schlechten Allgemeinzustand, OHNE Fieber und bei normalem Appetit. Der hinzugezogene Hufschmied schloß einen Reheschub aus und der hinzugezogene TA kann sich den Zustand nicht erklären, da es keine weiteren Symptome für irgendeine Form von Entzündungszuständen gibt.
Und deshalb meine Frage an die Blutegelspezialisten, ob schon mal jemand von einem Zusammenhang von Egeltherapie und Allgemeinsverschlechterung gehört, oder sogar die Erfahrung selbst gemacht hat.
Sowohl meine Dozentin, wie auch auch halten eine Zusammenhang für ausgeschlossen, aber man sollte immer offen für alle Möglichkeiten sein, von daher meine Frage an euch.
achja, einen PPT halte ich für, derzeit, unnötig, da die Stute ja keine Einschränkungen im Halsbereich hat.
@Nicky, (sorry fürs I) ich hoffe, ich konnte deine Befürchtungen damit ausräumen... ich bin kein *Kurpfuscher* ;)
Herzlichst
LCG
Eine lokale Schwellung (und somit auch Schmerz) der LK ist eine normale Reaktion und nicht pathologisch. Es kann eine antibiotische Begleittherapie bei Blutegelbehandlung angezeigt sein.
Ich gehe davon aus, dass die Egel fit und vom zugelassenen Züchter waren?
Wie sehen die Wunden aus?
Toitoitoi!
die Egel waren frisch über die Apotheke bezogen, zwei Tage alt.... hatte noch nie Probleme mit Egeln über diese Bezugsadresse... Die Wunden sind sauber, nicht geschwollen und auch keine Erwärmung im Bereich der Stelle wo sie angesetzt wurden. Die Schwellung ansich ist stark zurück gegangen, also kann man von einem *erfolgreichen* Einsatz der Egel sprechen ;)
sollte es für eine Antibiotika-Gabe nicht Entzündungszeichen geben? Abgesehen davon, soll bei dem Pferd doch Cortison und Antibiotika ausgeleitet werden....
achja eins noch...
am Montag sind mir bei der Stute Schwellungen über beiden Augen aufgefallen (da wo normalerweise die *Grübchen* sind) lt. Besitzerin ist das bei der Stute im Frühjahr und Herbst *normal*
Die Schwellung war weich, verschieblich und hat sich eher *wassergefüllt* angefühlt
Sehe ich das richtig, das Du als Schülerin schon praktizierst, weil so kommt mir das vor ?
ich *praktiziere* nur unter Aufsicht meines TA oder einer Dozentin ;)
LG
Hallo LCG. Ich persönlich bin ja ein Freund von "immer-mit-der-Ruhe" :)
Damit meine ich: es darf in Ordnung sein, dass es ein lokales Geschehen gibt. Auch wenn die Wunden okay sind, darf es an den nächstgelegenen lokalen LK Krankheitszeichen geben! Da ich mich mit Pferden nicht auskenne, ist meine Frage: liegt die jetzige Problematik des Nackenbandes im lokalen Einzugsgebiet (Lymphmäßig) des beegelten Körperteils?
Wenn ja: ruhig Blut. M. W. wäre dann eine AB Gabe zu überdenken. Eine Ausleitung kann bei einem gesunden Tier anschließend erfolgen.
Ist nur meine Meinung, bin natürlich kein THP.
Ich wünsche dir und dem Tier alles Gute,
Gruß Kim
Sarah Renner
28.02.08, 18:57
sollte es für eine Antibiotika-Gabe nicht Entzündungszeichen geben? Abgesehen davon, soll bei dem Pferd doch Cortison und Antibiotika ausgeleitet werden....
Was meinst Du mit Entzündungszeichen? - die Blutwerte können auch Mal 1-2 Tage hinterher hinken und habt ihr überhaupt ein aktuellen Blutbild (Differential). Und nur weil kein Fieber is, kann das Pferd trotzdem eine Infektion haben. Eine Ausleitung im jetzigen beschriebenen Zustand ist zu überdenken. Bei einem geschwächten Allgemeinzustand belastet das halt noch zusätzlich.
am Montag sind mir bei der Stute Schwellungen über beiden Augen aufgefallen (da wo normalerweise die *Grübchen* sind) lt. Besitzerin ist das bei der Stute im Frühjahr und Herbst *normal*
Also, ich würde Mal ernsthaft daran denken richtig Diagnostik machen zu lassen. Wie siehts aus mit Tierklinik?
Hallo Muesar,
hast du selbst Pferde? Ein Klinikaufenthalt ist für ein Pferd äußerster Stress und belastet ganz sicher um ein vielfaches mehr als eine Ausleitung.
Da kann der Tierarzt vor Ort oder ev. ein zugezogener Kollege vorher sicher noch einiges an Diagnostik leisten!
LG
Riek
Sarah Renner
28.02.08, 19:21
Hallo Riek, ja ich habe selbst Pferde und war auch mit diesen schon in der Klinik.
Und leider ist es schon so, dass die meisten Stalltierärzte zu Hause noch nich Mal die Hälfte an Diagnostik machen können wie eine Klinik:(
Die Gerätschaften sind für einen normalen TA meistens gar nich bezahlbar
Dazu kommt, dass die Klinikärzte öfter ungewöhnliche Sachen sehen und daher schneller auf das richtige kommen. Entscheident ist eigentlich nur die Wahl der klinik. Es gibt Kliniken, die spezialisiert sind auf Innere, oder Chirugie...
Für ein normales Pferd, das Hänger fahren kennt, ist der Stress überschaubar.
Mir persönlich war die Tierklinik immer lieber wie wochenlanges rumdoktern, aber das muss jeder selbst entscheiden:), egal ob Klein- oder Großtier. In meinen Augen ist der Krankheitsstress mindestens genauso groß wie der Fremdaufenthalt.
Wenn man routinierte Turnierpferde hat, stört die das Ganze sowieso nich besonders. Habe ich aber zum Beispiel nich und war trotzdem kein Problem.
Probleme macht den Pferden normalerweise das Hängerfahren, aber das, finde ich, sollte man eigentlich mit jedem Tier üben, um genau solche Entscheidungen nicht davon abhängig machen zu müssen.
Hallo Muesar....
hmm also ich weiss nicht, wie es bei euch mit Kliniken aussieht, hier ist das eher Mangelware, aber mal abgesehen davon...
ich würde unter den gegeben Umständen keine Klinikeinweisung befürworten.
Die Stute frisst, ist nach wie vor fieberfrei und der behandelnde TA hat sogar eine kleine Pferdeklinik, sieht aber momentan auch *noch* keinen Handlungsbedarf.
ich würde auch nicht von wochenlangem Herumdoktern sprechen, die Stute hat die Symptome seit gestern und gestern war bereits der TA vor Ort.
Trotzdem danke ich euch erstmal ganz herzlich für eure Bemühungen :) ich werde euch ggfs. auf dem Laufenden halten
Herzlichst
LCG
In meinen Augen ist der Krankheitsstress mindestens genauso groß wie der Fremdaufenthalt.
Seh ich anders, zumal in der Klinik ja beide zusammenkommen. Aber da müssen wir jetzt wirklich nicht drüber diskutieren! ;)
Auf dem Laufenden gehalten werden möchten wir unbedingt! :)
LG
Riek
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