Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Zulassungs-Einschränkungen bezüglich eigener Diagnose?
Hallo,
ich bin neu hier.
Bin 37 Jahre, gelernte Bürokauffrau, und alleinerziehend.
Mein Job ist nicht unbedingt was mir Spaß macht und gut tut. Trotz sehr gutem Arbeitsumfeld und -bedingungen.
Zum wiederholten male überlege ich nun die Prüfung zum HPP zu machen.
Ich möchte meine Arbeit aus dem Ehrenamt ins offizielle und durchaus auch mal abrechenbare erweitern.
Dazu vorab eine Frage:
Werde ich mit einer eigenen psychischen Diagnose überhaupt zur Prüfung zugelassen?
Sonnige Grüße aus Bayern
Conny
Hallo Conny,
das kommt m.E. auf die diagnose an.
Liebe Grüße
Sybille
Hallo Conny:),
:008: hier im Forum,
solange sich die Diagnose nicht auf eine "Abhängigkeit" bezieht und du einen Arzt hast, der dir die Bescheinigung austellt, ist es sicherlich kein Problem auch mit einer "psychischen Diagnose" HPP zu werden. Du kannst ja offensichtlich auch problemlos deinem ersten Beruf nachgehen.
Liebe Grüße auch vom sonnigen Niederrhein
Hildegard
Hallo Sybille und Hildegard,
wow, das ging ja schnell :)
Danke.
In meinem bisherigen Beruf hab ich diesbezüglich keine Probleme.
Was nun genau in meiner Krankenakte steht kann ich im Moment nicht sagen. Bezüglich der F... Nummern.
Zum Einen Depressionen aufgrund von Trauma und Burn-out, zum Anderen ADHS.
Bin gut betreut und arbeite sehr viel eigenständig.
Ehrenamtlich coache ich erwachsene Hyper- und Hypoaktive, und betreue hin und wieder Borderlinepatienten. Aus der Arbeit mit Kindern habe ich mich ziemlich zurückgezogen.
Hierbei fragt allerdings auch keiner nach meiner eigenen Diagnose, doch deutsche Ämter sehen das häufig etwas anders.
Sonnige Grüße
Conny
ich kann mir vorstellen das du dann ausgequetscht wirst wie du mit diesen Problembereichen umgehst - ob du z.b. nicht immerwieder ins burn-out fällst. Die wollen vielleicht wissen ob du auch auf dauer in der Lage bist deine Gesundheit zu erhalten um so einen Beruf ausüben zu können.
also ich denke diese Diagnosen sind erst mal kein Grund, um sich Sorgen zu machen -
allerdings sollte Dir ein Arzt ein Attest ausstellen, dass Du psychisch und physisch in der Lage bist (also nicht "krank") den Beruf des HPP auszuüben.
Beim Gesundheitsamt gehen Deine Diagnosen keinen etwas an - und ich würde auch davon abraten, das zu erzählen!
Das ist Deine Privat Sache - Du musst "nur" die Verantwortung dafür selbst übernehemn und dafür sorgen, dass es Dir gut geht, Du gut betreut bist, eine gute Supervision z.B. hast und Dir klar bist über Deine eigenen Schwierigkeiten, damit es nicht zu Verwicklungen und Gegenübertragungen kommt, die Dir und Deinen Patienten "schaden" könnten...
aber all das gilt in meinen Augen auch für jemand, der kein Burn-out und eine traumatische Vergangenheit hat...
Was ich mir überlegen würde an Deiner Stelle ist, wie wichtig DIR diese Diagnosen sind (?). Es handelt sich ja um Probleme, die sicher ne ganze Menge Menschen kennen...aber muss es auch jeder wissen, der mit Dir Kontakt hat??? Ich denke (meine persönliche Meinung), "heil sein" heißt auch, seine Vergangenheit loszulassen. Für mich war das zumindest so. Ich hab auch eine traumatische Vergangenheit - aber die kennt heute kaum noch jemand aus meinem aktuellen Umfeld - warum auch?...ich brauche keine Diagnose, um mich zu "definieren". verstehst Du, was ich meine?
irgendwann sollten die "ollen Kamellen" in den Hintergrund treten dürfen - aber dazu muss man bereit sein sie loszulassen ---
LG Susanne
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