rabenstein
18.05.06, 18:50
ALKALOIDE
sind stickstoffhaltige, komplex aufgebaute Substanzen, die teilweise eine ähnliche Struktur besitzen, wie wichtige Stoffe des menschlichen Nervensystems. Alkaloide gehören daher häufig zu den stark wirksamen, in hoher Dosis toxischen Stoffen. Sie können unter anderem krampflösend, aber auch krampfauslösend, schmerzstillend, schlaffördernd, halluzinogen oder blutdrucksenkend wirken.
Da Alkaloide in der Pflanze häufig durch weitere Reaktionen verändert werden, liegen sie meist als Gemische vieler Substanzen vor, wobei das mengenmäßig am häufigsten vertretene Alkaloid als Hauptalkaloid, die übrigen als Nebenalkaloide bezeichnet werden.
Alkaloide tragen häufig Trivialnamen, die aus ihrer botanischen Herkunft (z.B. Atropin aus Atropa belladonna), aus ihrer Wirkung (z.B. Emetin als brecherregendes Mittel = Emetikum) oder aus den Namen eines bedeutenden Chemikers abgeleitet werden.
Wegen der oft starken Wirkung der Alkaloide auf den tierischen Organismus und des oft bitteren Geschmacks wird vermutet, dass Alkaloide von der Pflanze zum Schutz vor Fraßschäden gebildet werden. Allerdings haben sich einige Tiere an die Giftigkeit angepasst, so vertragen z.B. Hasen, Rehe und Kaninchen den Verzehr von Blättern derTollkirsche, da sie über einen Entgiftungsmechanismus verfügen. Für Insekten (z.B. Schmetterlinge) sind diese Stoffe oft nicht giftig und können von diesen Tieren gespeichert werden und sich somit selbst vor dem Gefressenwerden schützen. Bei einigen Insekten dienen pflanzliche Alkaloide als Vorstufe zur Bildung von Pheromonen.
Alkaloiddrogen sind zB
Schlafmohn Papaver somniferum Papaverin
Schöllkraut Chelidonium majus Chelidonin
Tollkirsche Atropa belladonna Atropin
Erdrauch Fumaria officinalis Protopin
Boldo Peumus boldus Boldin
Eisenhut Aconitum napellus Aconitin
Schierling Conium maculatum Coniin
Pestwurz Petasites alba Pyrazolidine
Beinwell Symphytum officinale Pyrazolidine
Stechapfel Datura stramonium Hyoscyamin
Bilsenkraut Hyoscyamus niger Hyoscyamin
Meerträubel Ephedra sinica Ephedrin
sind stickstoffhaltige, komplex aufgebaute Substanzen, die teilweise eine ähnliche Struktur besitzen, wie wichtige Stoffe des menschlichen Nervensystems. Alkaloide gehören daher häufig zu den stark wirksamen, in hoher Dosis toxischen Stoffen. Sie können unter anderem krampflösend, aber auch krampfauslösend, schmerzstillend, schlaffördernd, halluzinogen oder blutdrucksenkend wirken.
Da Alkaloide in der Pflanze häufig durch weitere Reaktionen verändert werden, liegen sie meist als Gemische vieler Substanzen vor, wobei das mengenmäßig am häufigsten vertretene Alkaloid als Hauptalkaloid, die übrigen als Nebenalkaloide bezeichnet werden.
Alkaloide tragen häufig Trivialnamen, die aus ihrer botanischen Herkunft (z.B. Atropin aus Atropa belladonna), aus ihrer Wirkung (z.B. Emetin als brecherregendes Mittel = Emetikum) oder aus den Namen eines bedeutenden Chemikers abgeleitet werden.
Wegen der oft starken Wirkung der Alkaloide auf den tierischen Organismus und des oft bitteren Geschmacks wird vermutet, dass Alkaloide von der Pflanze zum Schutz vor Fraßschäden gebildet werden. Allerdings haben sich einige Tiere an die Giftigkeit angepasst, so vertragen z.B. Hasen, Rehe und Kaninchen den Verzehr von Blättern derTollkirsche, da sie über einen Entgiftungsmechanismus verfügen. Für Insekten (z.B. Schmetterlinge) sind diese Stoffe oft nicht giftig und können von diesen Tieren gespeichert werden und sich somit selbst vor dem Gefressenwerden schützen. Bei einigen Insekten dienen pflanzliche Alkaloide als Vorstufe zur Bildung von Pheromonen.
Alkaloiddrogen sind zB
Schlafmohn Papaver somniferum Papaverin
Schöllkraut Chelidonium majus Chelidonin
Tollkirsche Atropa belladonna Atropin
Erdrauch Fumaria officinalis Protopin
Boldo Peumus boldus Boldin
Eisenhut Aconitum napellus Aconitin
Schierling Conium maculatum Coniin
Pestwurz Petasites alba Pyrazolidine
Beinwell Symphytum officinale Pyrazolidine
Stechapfel Datura stramonium Hyoscyamin
Bilsenkraut Hyoscyamus niger Hyoscyamin
Meerträubel Ephedra sinica Ephedrin