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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : "Mein Stinker gehört mir!"



Rebecca
13.02.08, 22:18
Hallo zusammen!

Ich hab da mal eine Frage und dachte, ich reiche sie doch direkt mal an die Spezialisten weiter - ihr versteht da sicher mehr von, als ich.

Also Folgendes: Ich habe eine gute Freundin, die wiederum hat 2 Kinder, Junge, fast 3 Jahre / Mädchen, fast 7.

Um was es geht: Die Tochter scheint schon jahrelang ihren Stuhlgang zurückzuhalten, Urin muss sie dafür wohl sehr spontan lassen (hat auch hier bei uns z.B. schon in die Hose gemacht und war bis zur späteren Kindergartenzeit eigentlich ständig nass) hat schon einige Untersuchungen, zuletzt auch eine Blasenspiegelung über sich ergehen lassen und nun einen sogenannten "Enofant" verschrieben bekommen.

Ein Gerät, welches mir Sensoren an ihrem Po (bzw. Beckenboden) angebracht wird und sie muss gezielt anspannen und wieder locker lassen, dann hebt der Elefant auf dem Bildschirm den Rüssel. Punkte gibts`s fürs ordnungsgemäße Entspannen, wenn ich das richtig verstanden habe. (Böse Zungen sagen, das sei ein Computerspiel im wahrsten Sinne des Wortes für den A.... aber was die Muskulatur angeht finde ich das ja definitiv ne tolle Sache, scheinbar kann man die Kinder so eher motivieren?)

Wie auch immer - jetzt hat mir besagte Freundin gestern erzählt, dass ihr kleiner Sohn wenn er auf Toilette geht und mal was Großes gemacht hat, das nicht hergeben will, sondern am Liebsten aus dem Klo rausholen würde. Er mache ein mords Theater, wenn es dann weggespült würde, sei schließlich "sein Stinker".

Die Verbindung zu seiner Schwester schien mir da doch recht präsent und auch der Mutter der beiden fiel das dann während unseres Gesprächs auf.

Ich hab mal gehört (und wurde gestern explizit danach gefragt), dass es auf psychischer Ebene irgendwas Bestimmtes zu bedeuten haben könnte, wenn ein Kind seine Ausscheidungen "für sich behalten will".

Habt ihr da evtl. irgendwelche Infos für mich, gern auch "nur" ein Link, über den ich mich genauer informieren könnte?
Mir ist schon klar, dass man ein Kind nicht nur nach seinem "Toilettenverhalten" beurteilen kann, aber evtl. gibts da ja irgendwelche wissenschaftlich fundierten Untersuchungen drüber?

Würde mich sehr interessieren und falls da wer was für mich hat schon jetzt mal
VIELEN LIEBEN DANK!

Liebe Abendgrüße,
Rebecca

Corinna
13.02.08, 22:28
Ich kenne ähnliche Fälle. Aber ich glaube, dass es kein "Patentrezept" gibt und auch keinen allgemein gültigen Grund dafür. Die Ursache ist immer individuell. Man kann aber wohl davon ausgehen, dass es etwas mit "Nicht loslassen wollen/können" zu tun hat.
Der Enkel meiner Freundin (er war damals ca. 2 JAhre alt) hat Zeter und Mordio geschrien, jedesmal, wenn es soweit war und er aufs Töpfchen oder die Toilette sollte. Er hat sich´s verzwickt bis zum Gehtnichtmehr, hat es einfach nicht rausgelassen. Hat geschrien, wenn seine Mutter ihn zwingen wollte. Und wenn es sich nicht mehr halten ließ, hat er ebenfalls geschrien wie verrückt. Aber nicht vor Schmerz (obwohl, geschmerzt hat es bestimmt auch).

Tja, ich weiß nur, dass sie damals zu einer Geistheilerin gegangen sind, die den Grund "wusste", sie hat ihn behandelt und seitdem ist es okay.

Mit Sicherheit kann aber auch die Homöopathie hier sehr weiterhelfen, auch eine Familienaufstellung könnte ich mir hilfreich vorstellen. Natürlich müsste der Kleine bzw. die beiden da nicht selbst dabei sein.

Hildegard
14.02.08, 00:43
Hallo:)
Vielleicht ist es gut, offensiv mit der Thematik umzugehen und dem Kind ein Buch zu besorgen, in dem es ausführlich sich über die Thematik informieren kann: Link zum Buch (http://www.amazon.de/Das-Buch-vom-M%C3%BCssen-Machen/dp/3794151232/ref=sr_1_4/302-7514917-5805646?ie=UTF8&s=books&qid=1193171573&sr=8-4)

Ansonsten wenn jemand etwas festhält und nicht loslässt. hat er meist auch ein starkes Kontrollbedürfnis und das ist oft gekoppelt mit Ängsten. Da würde ich mal nachhaken ob das Kind Ängste hat...
Liebe Grüße Hildegard

Ivonne
14.02.08, 08:54
Ich hab eine vierjährige Tochter sie ist schon lange trocken mit dem Pipi aber groß will sie noch immer in der Windel machen.Sie hat aber schon einige Male auf der Toilette groß gemacht ich war deshalb bei verschiedenen Ärzten sie meinten es sei psychisch bedingt.Wenn ich Ihr die Windel verweigert habe dann hat sie immer eingehalten so meist zwei Wochen lang.Ich weiß auch nicht was ich machen soll ich gebe Ihr dann die Windel eher sie gar nicht macht.

Su71
14.02.08, 11:40
Hallo,
bei dem 7 jährigen Mädel würde ich sagen, sollte man "nachhaken". Wenn körperliche Störungen ausgeschlossen sind, ist das ein Fall für eine Therapie.
Wo die Gründe liegen, ist pauschal nicht zu sagen - es könnte sowohl eine Sensorische Integrationsstörung sein (die dann eine Ergotherapeutin behandeln könnte) - es kann aber auch um komplizierte Prozesse gehen, die von einem erfahrenen Therapeuten begleitet werden müssen. (ich hab solche Fälle in der Kinder- und Jugendpsychiatrie gesehen, wo dann Familientherapeutisch und Verhaltenstherapeutisch gearbeitet wurde).

Bei dem kleinen würde ich erst mal noch kein pathologisches Verhalten sehen. Das müsste man im kompletten Familienkontext sehen.
Die anale Phase ist die Phase der Autonomie. Die Kindern lernen zwischen 2-3 Jahren festzuhalten und loszulassen. Und es kann durchaus sein, dass ein Kind die eigenen Ausscheidungen nicht hergeben will - und ist in dieser Phase auch normal. Es kostet viel Überwindung das "loslassen" zu lernen. Und die Mutter sollte das Kind darin unterstützen.

Was natürlich sein könnte, ist dass es zu einem Fehlverhalten kam, weil er das am Beispiel der Schwester "gelernt" hat. Dieses Thema ist ja in der Familie - und der kleine bekommt das auch mit.

Wenn das loslassen schwer fällt, stecken oft Ängste dahinter - wie Hildegard schon sagte. Und da würde ich auch ansetzen. (aber wie gesat erst mal bei der Großen) - mit dem Kleinen würde ich das Thema "Abschied" in den Alltag einbinden. Mit Büchern, Erzählungen...ect.

LG
Susanne

P.S. -diese Phase, wo die Kinder loslassen lernen sollen, ist der Vater auch sehr wichtig!!! Er kann dem Kind nämlich die Angst zwischen Autonomiebedürfniss und dem Wunsch der Wiederannäherung mit der Mutter - enorm erleichtern! Kinder trennen sich vom Vater oft viel einfacher - und erleben damit automatisch Autonomie.
Und das ist vielleicht auch für Dich ein Weg, Ivonne - dass der Vater da stärker eingebunden wird in die Sauberkeitserziehung!

Petra R.
14.02.08, 12:25
Ich hab eine vierjährige Tochter sie ist schon lange trocken mit dem Pipi aber groß will sie noch immer in der Windel machen.Sie hat aber schon einige Male auf der Toilette groß gemacht ich war deshalb bei verschiedenen Ärzten sie meinten es sei psychisch bedingt.Wenn ich Ihr die Windel verweigert habe dann hat sie immer eingehalten so meist zwei Wochen lang.Ich weiß auch nicht was ich machen soll ich gebe Ihr dann die Windel eher sie gar nicht macht.

Hallo Ivonne

Das kenne ich auch nur zu gut.Meine Kleine hat das bis fast 6 Jahre gemacht.Wir sind auch gerannt von Pontius bis Pilatus.Auch lagen keine körperlichen Ursachen zugrunde.
Zum Schluss sind wir bei einer Kinderpsychologin gelandet.In nur einem Gespräch,in Anwesenheit unsere Kleinen,haben wir das ganze Thema besprochen.Wir sollten sie darauf vorbereiten,dass es ab einem bestimmten Termin keine Windeln mehr gibt.Und dann sollten wir konsequent sein und sie notfalls ins Krankenhaus oder zum Arzt bringen,der ihr dann ein Klistier verpassen sollte.
Der Termin war angesetzt ab dem ersten Tag wieder zu Hause,nach unserem Sommerurlaub,4 Wochen nach dem Psychologentermin
Rückfahrt war sie sehr still und wusste was sie zu Hause erwartet.Und siehe da,am zweiten Tag ist sie zum Klo und hat danach nie wieder eine Windel verlangt.Es war ihr sehr sehr unangenehm,dass wir in ihrem Beisein mit einem fremden Menschen,über sie gesprochen haben.

Spagyria
14.02.08, 15:27
Die Diskussionen hatten wir auch. Mein Sohn war mit 2 Jahren trocken, und wollte trotzdem statt der Unterhose lieber eine Windel tragen. Allein das war schon so, weil er es schliesslich gewoehnt war. Er hat ganz schoen aufhebens um die ganze Sache gemacht, und immer sicher gestellt, dass ich seine emotionalen Misstaende auch registriere. Loslassen und es in die Toilette fallen lassen war auch nicht so einfach. Auf den Punkt gebracht, es hat ganz schoen genervt, aber war halt so.
Ich habr bei vielen Freunden mitbekommen, dass es genauso war, und die Kleinen versuchen ja alles, um ihren Weg durchzusetzen. Bei einer Familie endete es darain, dass die Windel in einer Zimmerecke ausgebreitet wurde, und das 7 jaehrige Kind darauf dann aa machte. Die Mutter war ganz gelassen und meinte irgendwann wird sie es schon lassen. Es ist nicht leicht, aber sie werden ja auch gross, und jeder muss seinen Weg (auch den zur Toilette) finden.

britta
14.02.08, 15:57
Das kann auch bedeuten das es sich hier um einen Machtkampf handelt, das einzige was man einem Kind nicht gegen seinen Willen wegnehmen kann sind die Ausscheidungen und je krampfhafter die Kinder es für sich behalten desto mehr Unfälle passieren natürlich auch weil die Kinder das dann unwillkürlich abgeben. Zu wenig persönlicher Freiraum, zu viel elterlicher Ehrgeiz, viel zu strenge Regeln und überzogenes, rigides Einhalten, schwere Familienprobleme (Gewalt, Abhängigkeiten, psychische Probleme) etc. können so ein Verhalten hervorrufen und eigentlich muss man bei sowas das ganze System mitbehandeln - vor allem wenn ein 2tes Kind dieselben Verhaltensweisen entwickelt. Da müssen in jedem Falle Fachleute ran, Kinderpsychologe oder ähnliches.

Rebecca
14.02.08, 16:04
Hi zusammen!

Ich danke euch schon mal für eure Postings, das klingt alles wirklich sehr interessant!
Werde mich morgen eingehender damit auseinandersetzen, hab heute leider kaum Zeit - aber registriert hab ich das hier, und freu mich drüber! :)

Liebe Grüße,
Rebecca

Spagyria
14.02.08, 22:38
Das kann auch bedeuten das es sich hier um einen Machtkampf handelt, das einzige was man einem Kind nicht gegen seinen Willen wegnehmen kann sind die Ausscheidungen und je krampfhafter die Kinder es für sich behalten desto mehr Unfälle passieren natürlich auch weil die Kinder das dann unwillkürlich abgeben. Zu wenig persönlicher Freiraum, zu viel elterlicher Ehrgeiz, viel zu strenge Regeln und überzogenes, rigides Einhalten, schwere Familienprobleme (Gewalt, Abhängigkeiten, psychische Probleme) etc. können so ein Verhalten hervorrufen und eigentlich muss man bei sowas das ganze System mitbehandeln - vor allem wenn ein 2tes Kind dieselben Verhaltensweisen entwickelt. Da müssen in jedem Falle Fachleute ran, Kinderpsychologe oder ähnliches.

Die Ansaetze dafuer sind aber dennoch im normalen Rahmen denke ich. Erziehung ist ja sowieso ein Machtkampf, zumindest teilweise. Ich denke Deine Aussage war jetzt auf den obigen Fall speziell bezogen, da wuerde ich dann auch den Fachmann zu Rate ziehen. In Ansaetzen habe ich das oft schon mitbekommen, und ich denke leichte Faelle sind normal, und auch ohne fremde Hilfe zu schaffen.

britta
15.02.08, 09:30
ja , ich habe mich auf das erste Posting bezogen. Bei dem kleinen würde ich es auch nur im Zusammenhang mit der Schwester als bedenklich bewerten, das zeigt schon das es da um einen Konflikt geht der irgendwie nicht richtig angegangen wird. Die Grenzen sind ja bei sowas auch immer fließend, mit 7 Jahren sollte das aber auf jedenfalls geklärt werden und da nichts organisches vorzuliegen scheint muss man eben mal in die andere Richtung suchen. Wäre mal spannend was dabei rauskommt. lg britta

britta
15.02.08, 09:36
@Ivonne, hast du es mal mit Stickern probiert? Meine Tochter war nämlich allen ernstes zu faul die Windel abzugeben. Erst als ich tolle Sticker besorgt habe (wenn sie morgens ohne Windel angezogen werden konnte) ging es voran - ich habe aber niemals geschimpft wenns doch mal daneben ging. nach 5 Tagen meinte sie sie wolle nun alle Sticker haben und das Thema Windel wäre durch für sie. So haben wirs gemacht und es gab keine Probleme mehr. Zu sehr problematisieren verstärkt das manchmal noch und auch wenns "Psychisch" begründet ist sollte man immer daran denken das dieser Begriff enorm belastet ist und schnell in zusammenhang mit "psychisch Krank" aufgefasst wird. Das sind aber 2 Paar Schuhe :-)

caterine
15.02.08, 13:17
Das kann auch bedeuten das es sich hier um einen Machtkampf handelt, das einzige was man einem Kind nicht gegen seinen Willen wegnehmen kann sind die Ausscheidungen und je krampfhafter die Kinder es für sich behalten desto mehr Unfälle passieren natürlich auch weil die Kinder das dann unwillkürlich abgeben. Zu wenig persönlicher Freiraum, zu viel elterlicher Ehrgeiz, viel zu strenge Regeln und überzogenes, rigides Einhalten, schwere Familienprobleme (Gewalt, Abhängigkeiten, psychische Probleme) etc. können so ein Verhalten hervorrufen und eigentlich muss man bei sowas das ganze System mitbehandeln - vor allem wenn ein 2tes Kind dieselben Verhaltensweisen entwickelt. Da müssen in jedem Falle Fachleute ran, Kinderpsychologe oder ähnliches.

Ich finde das völlig normal. Meine Tochter ist 2,5 Jahre alt und zeigt ähnliche Verhaltensweisen. Sie ist trocken, braucht aber zum ****** noch eine Windel, zieht sich eine lange Zeit (bis zu einer Stunde) ins Klo zurück (steht hinter der Tür) und schreit panisch, wenn jemand hineinkommen will. Dann brauchen wir meist noch 30 minuten, um sie zu überreden, ihre vollge*****e Windel abmachen zu lassen.

Ich schreibe in einigen "Mütterforen" und ich kann Dir versichern, dass gerade die Verhaltensweise des Jungen für sein Alter völlig normal ist.

Die Sache mit dem größeren Mädchen scheint tatsächlich mal eine Abklärung bei einem Kinderpsychologen wert, wenn alles andere ausgeschlossen wurde. Ich würde aber trotzdem gelassen bleiben. Jegliche Problematisierung ist kontraproduktiv.

Einen Zusammenhang der beiden "Fälle" sehe ich nicht.

LG Catrin
edit: Hab grad gelesen, Du beziehst Dich auf das Mädchen. Trotzdem würd ichs nicht so hoch hängen.

caterine
15.02.08, 13:20
@Ivonne, hast du es mal mit Stickern probiert? Meine Tochter war nämlich allen ernstes zu faul die Windel abzugeben. Erst als ich tolle Sticker besorgt habe (wenn sie morgens ohne Windel angezogen werden konnte) ging es voran - ich habe aber niemals geschimpft wenns doch mal daneben ging. nach 5 Tagen meinte sie sie wolle nun alle Sticker haben und das Thema Windel wäre durch für sie. So haben wirs gemacht und es gab keine Probleme mehr.

Jo, so ähnlich sind wir auch verfahren. Allerdings gabs zur Belohnung mal eine Weile Gummibärchen :) Ob das pädagogisch das nonplusultra ist, weiss ich nicht, aber das Schlimmste wäre gewesen, sie isst bis zur Rente jedesmal beim Pullern ein Gummibärchen ;)

War dann aber nicht so, jetzt verlangt sie nur ab und an mal eines. Ist halt auch nicht so einfach - der Schritt von der Windel auf die Toilette.

LG Catrin

Ivonne
15.02.08, 20:33
Danke schön ich werd es mal so probieren ich hoffe es klappt dann auch so gut wie bei Deiner Tochter nach dem Urlaub noch mal vielen Dank Lacharila

Ivonne
15.02.08, 20:40
Danke Dir auch Britta mal sehen werd die beiden Dinge mal versuchen sie hat sich heut im Kindergarten schon wieder eingeschissen echt blöd.Da sie ja im Kindergaren keine Windel hat und nicht so lange einhalten kann dann macht sie in die Hose.Und jetzt bin ich nur am Waschen schon das zweite mal passiert hintereinander.Ich probiere es einfach mal und hoffentlich klappt es sonst weiß ich nicht mehr weiter.Danke schön

Rebecca
15.02.08, 21:13
Hhmm - da gibt es ja recht unterschiedliche Meinungen zu ...

Interessant, wie weit verbreitet so ein Verhalten (oder zumindest ähnlich) zu sein scheint, ehrlich gesagt bin ich doch schon recht froh, dass meine Kinder da zum Glück keine Probleme mit hatten.

Wie auch immer, ich werde dieses Thema sicher nicht unnötig aufbauschen und spreche das der Mutter gegenüber auch sowieso nicht an, aber wenn sie halt wieder mal von sich aus drauf zu sprechen kommen sollte, dann werd ich mal sehen, was mir dazu einfällt.

Der kleine Bruder ist für mich sowieso kein "Problem" (doofes Wort in Bezug auf Kinder, ich hoffe, ihr wisst, was ich meine), über die große Schwester mache ich mir ab und an aber schon so meine Gedanken (andere Dinge, nicht dieses Thema hier) aber wie gesagt - aufbauschen und irgendwelche schlafenden Hunde wecken werde ich ganz sicher nicht.

Bin nur mal gespannt, wie sich das weiterentwickelt.

Liebe Grüße,
Rebecca

caterine
15.02.08, 21:34
Danke Dir auch Britta mal sehen werd die beiden Dinge mal versuchen sie hat sich heut im Kindergarten schon wieder eingeschissen echt blöd.Da sie ja im Kindergaren keine Windel hat und nicht so lange einhalten kann dann macht sie in die Hose.Und jetzt bin ich nur am Waschen schon das zweite mal passiert hintereinander.Ich probiere es einfach mal und hoffentlich klappt es sonst weiß ich nicht mehr weiter.Danke schön

Wird sie vielleicht zu selten gefragt? Und wenn sie gefragt wird, was sagt sie dann? Verlangt sie denn eine Windel zum ******?

Es muss sehr schmachvoll sein, als 4jähriges Kind im Kiga in die Hosen zu machen. Sie tut mir sehr leid :(

LG Catrin

Spagyria
15.02.08, 21:49
Es muss sehr schmachvoll sein, als 4jähriges Kind im Kiga in die Hosen zu machen. Sie tut mir sehr leid :( LG Catrin

Naja, kommt das im Kindergarten vor finde ich es nun nicht gerade schmachvoll. Wo, wenn nicht im Kindergarten sollte fuer solche Maleurchen Verstaendnis da sein ??? Sicher ist es nicht angenehm fuer das Maedchen, aber Mitleid muss man deshalb nicht mit ihr haben, das ist doch in dem Alter nun wirklich kein big deal.

Solche Sachen kommen im Kindergarten vor, genauso wie sich beim Lachen verschlucken und die Milch durch die Nase laufen, jemand wird es schlecht und er muss brechen usw. Alles nicht erstrebenswert, aber niemand kommt auf die Welt und hat saemtliche Koerperausscheidungen unter Kontrolle, das muss gelernt werden, wie alles im Leben. Einer lernt schneller, einer langsamer, und auch wenn man es eigentlich schon kann, passiert eben hin und wieder mal ein Unfall. (wie gesagt waehrend der KIGA Zeit finde ich das wirklich nicht bedenklich)

Aber mal was anderes, muss es k***en und gesch***en heissen? Ist schon hartes Vokabular irgendwie.

Rebecca
15.02.08, 22:38
Aber mal was anderes, muss es k***en und gesch***en heissen? Ist schon hartes Vokabular irgendwie.
Und ich dachte schon, ich wär irendwie zu "konserativ" oder wie auch immer man das nennen könnte. Das Lesen hinterlässt da irgendwie ein dumpfes Gefühl in der Magengegend ...

Oh da fällt mir eine lustige Ausdrucksweise meiner Freundin ein, allerdings gehts da um nen Graupapageien ... hihihi. Der steigt jeden Morgen auf seinen Käfig und macht erst mal "Plups" - find ich zum Schießen, aber na ja, ist ja auch ein Papagei. ;)

Also was die "Schmach" angeht, da kann ich doch was von meiner jüngeren Tochter berichten, was mich damals sehr nachdenklich gemacht hat.
Manchmal, wenn sie auf Toilette war, ist beim Hochziehen des Unterhöschens auch schon mal ein Tropfen drin gewesen, hat sich eben nicht richtig abgeputzt - nix Tragisches sollte man meinen: Nicht so meine Tochter ...

Sie hat so oft mitgekriegt, wie das Mädchen, um das es im ersten Posting ging, in die Hose gemacht hat (und wie sie ab einem gewissen Alter von den Erzieherinnen da nicht gerade freundlich drauf hingewisen wurde), dass sie sich für dieses Tröpfchen FÜRCHTERLICH geschämt hat und sich so verhalten hat, als wäre sie pitschepatsche nass!

Haben die Kinder im Stuhlkreis gesessen und sie sollte bei einem Spiel zu einem Kind gehen, ist sie außen um den Kreis herum oder oft auch rückwärts gegangen, damit keiner ihr vermeimtlich nasses Hinterteil sieht.

Sie hat auf Nachfrage der Erzieherin, was denn sei, dann auch gesagt: "Ich hab in die Hose gemacht" und es hat eine Weile gedauert, bis ich gemerkt habe, dass die Hosen, sie angeblich vor ner Stunde noch tropfnass war, daheim aber weder nach Pipi gerochen hat, geschweige denn auch nur feucht war.

Von daher denke ich, dass es für ein Kind scheinbar doch recht schlimm sein kann, im Kiga auf diese Art aufzufallen - selbst wenn es nicht mal so ist ... Schon verrückt. Aber wer schaut schon so richtig in einen kleinen Kinderkopf?!

Die Hose mit was "Großem" voll zu haben wäre für meine Tochter vermutlich die Hölle gewesen, so wie ich sie einschätze ...

caterine
15.02.08, 22:48
Ich habe mich immer sehr geschämt, wenn ich eingemacht habe. Und nicht jede Erzieherin putzt da liebevoll das Popolein ab, wenn das Kind einge***** hat. Schön wärs...

LG Catrin

caterine
15.02.08, 23:30
Aber mal was anderes, muss es k***en und gesch***en heissen? Ist schon hartes Vokabular irgendwie.

Für uns ist ****** ein völlig normales Wort. Ich finde alle anderen Umschreibungen wie "in die Hose machen" oder "großes Geschäft" verklemmt.

Ich bin aus Berlin, da sagt man u.U. eher, was man denkt ;) Aber Scheissen oder geschissen sage ich auch nicht, das empfinde ich eher als Schimpfworte.

Du solltest also nicht brüskiert sein, das ist vermutlich ein regionaler Unterschied.

LG Catrin

Rebecca
15.02.08, 23:37
Daran wirds vermutlich liegen, aber dann bleib ich für meinen Teil lieber trotzdem schöööön bayerisch verklemmt. :D

Spagyria
15.02.08, 23:46
ALSOOOO...
ich komme auch aus Berlin. Und mit Sicherheit sage ich was ich denke.
K***en ist fuer mich kein voellig normales Wort. Nur weil man aus Berlin kommt bepflichtigt man sich ja nicht automatisch dem Gossenjargon, was soll das denn heissen.
Liv, da solidarisiere ich mich dann bitte auch mit den Bayern, und finde das noch nicht mal verklemmt.
Brueskiert bin ich trotzdem nicht, aber mit verlaub, ich durfte doch wohl mal auf einen etwas gepflegteren Umgangssprachton hinweisen. Zumal man als HP ja auch nicht seine Patientin fragt "...und, die werte Tochter mal wieder einje*****? Ick komme aus Berlin, da fracht man dit so."
Also Catrin, nuescht fuer unjut.

caterine
16.02.08, 00:14
Wie gesagt: Das Wort gehört zu meinem Wortschatz und dem meiner Umgebung. Jetzt Rückschlüsse auf meinen Umgangston oder meine Sozialisation zu ziehen, wäre tatsächlich unglaublich spießig :)

Ich hasse übrigens den Berliner Dialekt. Der ist schrecklich dumm.

Nix für ungut.

Catrin

Spagyria
16.02.08, 00:26
Das war nicht persoenlich auf Dich zugeschnitten, sondern auf die Aussage in Berlin sagt man das eben so, man sagt ja auch was man denkt.
Wenn es zu Deinem Wortschatz gehoert, ist es eben so, genauso wie manche Leute berlinern, und deshalb sind sie nicht dumm. Und wenn jemand sagt in die Hose machen statt ****** ist er auch nicht automatisch verklemmt.
Ich wollte darauf hinaus, dass im Zusammenhang von Kindern und Schwierigkeiten ihrer Entwicklungsphasen das Wort nicht ganz angebracht ist. Jedenfalls meiner Meinung nach. Stoert es sonst niemanden koennen wir auch gerne beim ****** bleiben.

Irmela
16.02.08, 00:37
ich lese hier "bloß" mit, aber mir wäre Spagyrias Anliegen gerade so eins...
aus allen genannten und weiteren Gründen :)

jemanden dort abholen, wo er steht, mag in der Therapie, auch sprachlich, durchaus gewinnbringend und zielführend sein, aber hier bin ich für das neutrale Mittelmaß - es muss ja nicht vom Urinieren und Einkoten die Rede sein - aber das andere Ende auch nicht, oder?

Sybille
16.02.08, 01:21
Zumal man als HP ja auch nicht seine Patientin fragt "...und, die werte Tochter mal wieder einje*****? Ick komme aus Berlin, da fracht man dit so."

.....ich denke auch, egal wie man sich privat ausdrückt, sollten wir unsere Patienten nicht unbedingt mit solchen Worten behelligen und auch die Gäste des forums nicht!

Bitte um Beachtung!

Liebe Grüße
und gute Nacht
Sybille

Spagyria
16.02.08, 02:20
Also so aus dem Zusammenhang gerissen hat mein Zitat eine komplett andere Bedeutung bekommen.
Ich habe gegen diese Ausdruecke widersprochen und wurde als brueskiert und regional anderen Ursprungs bezeichnet. Deshalb habe ich es mal in Relation gesetzt um deutlich zu machen dass es so einfach nicht geht. (heisst eben genau nicht dass ich privat so rede)

Hildegard
16.02.08, 11:41
@ Spagyria

Ich she das so, dass Sybille nicht dich kritisiert, weil du diesen Satz aus einem Posting von dir zitiert hat, das wäre ja auch widersinnig, da du ja als erste (noch vor uns Moderatoren) netterweise höflich darauf hingewiesen hast, dass die Wortwahl in diesem Thread zu überdenken ist. Viele folgende Poster haben das auch als ihr Anliegen ausgedrückt.

Vielmehr hat Sybille jetzt alle User dieses Threads darauf hingewiesen, dass alle auf die Wortwahl achten sollten.

@ all
Ich hoffe jetzt auch, dass die inhaltliche Diskussion , die nicht uninteressant ist, weil das Einkoten ja ein recht verbreitetes Problem zu sein scheint, jetzt weitergehen kann, ohne Diskussionen über Fäkalsprache...

Liebe Grüße

Hildegard

Sybille
16.02.08, 12:55
Danke Hilde! tut mir leid, Spagyria, daß du mich mißverstanden hast.

Liebe Grüße
Sybille

caterine
16.02.08, 17:03
Hallo in die Runde,

ich finde es unsinnig, jetzt das das K-Wort auf den Index zu setzen.

Ich komme ursprünglich aus Sachsen und dort ist das Wort absolut gebräuchlich, zumindestens im "Kleinkindbereich". Zu meiner Verteidigung möchte ich noch hinzusetzen, dass sich beispielsweise im Ostfriesischen keiner über das Wort "schietern" und in der Schweiz keiner über das Wort "gaggen" aufregt. Es gehört dort zum normalen Wortschatz.

Ich habe das Wort in einem absolut seriösen Kontext benutzt und empfinde die Maßregelung als ungerecht und ärgerlich, wenn nicht gar diskriminierend.

Aber ok, es ist Eurer Hausrecht.

Ich habe in meinem Heimatforum eine sehr interessante und sachliche Diskussion zu diesem Wort losgetreten und habe fast ausnahmslos positive Rückmeldungen bekommen. Das rückt meine Welt wieder etwas gerade.


Catrin

Hildegard
16.02.08, 17:43
Hallo Catrin,

die "Maßnahme", die du als "ungerecht und ärgerlich, wenn nicht gar diskriminierend" empfindest, ist nicht gegen dich persönlich gerichtet, sondern wir haben von Team-Seite aus, der Diskussion um die Wortwahl nicht den Stellenwert eingeräumt, den der eigendliche Inhalt des ursprünglichen Themas in unseren Augen hat. Diese Diskussion darum möchten wir als Team durchaus nicht reglementieren. Die Erfahrung von anderen Threads zeigt, dass wenn eine Duskussion einmal das Ursprungsthema verlässt und sich einzelne User angegriffen fühlen durch bestimmte Worte, findet der Thread und die Diskussionen ums eigentliche Thema nicht mehr statt. Das fänden wir halt schade. Deshalb die "Maßnahme".

Vielleicht kannst du das ein wenig verstehen und beziehst das jetzt weniger auf dich...

Liebe Grüße und in der Hoffnung wir finden jetzt zum eigentlichen Thema zurück;)

Hildegard

britta
16.02.08, 19:37
Als ich im Kiga gearbeitet habe hatte ich dort auch Kinder denen versehentlich mal "ein Häuflein entwich" :D und da war es bei jedem Kind so das die sich unheimlich geschämt haben und sich dann noch mehr verkrampften damit das ja nicht wieder passierte. Am besten waren dann auch noch die Eltern die teilweise die Kinder richtig fertig gemacht haben. Das schlimmste war mal eine Mutter die ihrem Kind die geliehenen kiga - Klamotten auszog und meinte das Kind müsse dann eben nackt nach Hause gehen damit es auch jeder sehen kann. Die Agressivität kennt manchmal wirklich keine Grenzen. Auch Kolleginnen die die Kinder zum toi-putzen verdonnerten hatte ich - das fand ich immer mehr wie kontraproduktiv und beschämend. Allerdings war es auch ein Phenomen das die Kinder dieses teilweise auch schnell ablegten wenn man mit den Eltern gesprochen hatte und es schaffte ihnen zu vermitteln das das Kind das nicht aus böser Absicht macht. Manche Eltern fühlten sich so angegriffen und bloss gestellt wenn das Kind in die Bux bemacht hatte das sie die Kinder unheimlich unter druck gesetzt hatten und aus einer einmaligen Sache ein richtiges Problem wurde.

Spagyria
17.02.08, 00:02
@ Sibylle-never mind....:)

Also zurueck zum Thema.
Dass die Eltern und Erzieher viel kaputt machen koennen, bei dieser Problematik liegt auf der Hand. Vielleicht ist generell die Betrachtungsweise der Dinge entscheidend.
Per Definition ist Enkopresis oder Stuhlinkontinenz die Entleerung von Stuhl in die Unterwäsche bei Kindern nach dem vollendeten dritten Lebensjahr – somit nach dem Erlernen der Stuhlkontrolle, die normalerweise im 2.–3. Lebensjahr abgeschlossen ist.
Es wird in die retentive Enkopresis (koerperliche bzw. obstipatische Ursachen) und nicht retentive Enkopresis (psychische Ursachen) unterschieden. Die Verteilung ist ca. 80% zu 20 %, das bedeutet, die Kleinen haben doch oefter koerperliche Ursachen als psychische dafuer. Unter diesen Umstaenden finde ich dann ein unsensibles Verhalten der Umwelt erst recht gerfaehrlich, und es kann ganz schnell aus einer koerperlichen Ursache eine psychische werden.

Ivonne
17.02.08, 10:04
Hallo caterine,sie kommt von sich zu mir und sagt ich muß eine Windel haben und dann sag ich meist geh doch mal zur Toilette das ist viel besser dann klebt das nicht immer so an Deinem Po fest.Und Ihr ist es schon peinlich im Kindergarten,aber sie machen es dann weg.Und ich hab die Wäsche zum Waschen dann hier.Es ist für mich auch unangenehm schmeiß ständig Ihre Schlüpfer weg ich wasch die nicht mehr geht ja e nicht raus und der ist so voll das die den nicht da wegschmeißen versteh ich auch nicht.Hab genug davon im Schrank liegen.Vorallem ich hab ja nicht immer eine Windel mit wenn ich unterwegs bin bei Freunden oder so.Dann macht sie solang Theater bis ich mit Ihr nach Hause fahren muß.Obwohl sie schon ein paar mal auf der Toilette das Geschäftchen erledigt gemacht hat.Ich versteh es nicht sie will mich vielleicht auch damit ärgern oder unter Druck setzen.Geh ja schon mit Ihr zur Sozialpädogogin, da sie sehr anhänglich ist.Sie sucht nämlich für sich einen Vater und ist sehr zutraulich zu fremden Männern.Aber das geht inzwischen besser.Nur mit dem anderen furchtbar ich habe bald wieder ein Termin.Bin mal gespannt schönen Sonntag noch muß gleich zur Arbeit hab heut Spätdienst

Kim
20.04.11, 10:44
Das Thema ist ja nun schon ein wenig älter, ich habe bisher 2 Kinder diesbezüglich behandelt. Sowohl an die Trinkmenge sollte gedacht werden. Ich gebe immer den Tip nach einem kleinen Glas Wasser darf das Kind ein Glas von dem was es gerne trinkt (Apfelschorle oder verdünnte Limo), somit erhöhen wir die Trinkmenge wenigstens. Viel bringt auch dem Kind zu erklären was das ausmacht (der Stuhl wird durch mehr trinken weicher, tut nicht mehr weh, wenn er rauskommt etc.) und außerdem ist das "zurückhalten" des Stuhls zu besprechen. Auch dies erhärtet den Stuhl, so dass er weh tut wenn er dann den Körper verlässt. Zu guter Letzt habe ich auch psychokinesiologisch daran gearbeitet um alte Blockaden diesbezüglich zu lösen (wenn es denn welche gibt). Vielleicht helfen diese Tips auch ein wenig.