Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Trinkmenge
Peppermint Betty
01.02.08, 11:03
Ist schon mal jemanden vom Ernhährungssektor aufgefallen, dass bei uns im Westen viel Trinken und möglichst roh und frisch verzehrt werden soll, während in den östlichen taostischen Lehren und im Ayurveda erhitztes und mitunter recht lange Gekochtes und Trinkmengen bis zu 0,6 Liter empfohlen werden?
:confused:
Nö, ist mir nicht aufgefallen.
Aber wenn sie speisen geniessen, die sehr lange gekocht werden, haben diese an für sich einen wesentlich höheren Wassergehalt, als "unsere" Gerichte die mit wenig Fett zubereitet werden. Vielleicht deshalb die niedrigere Trinkmenge.
Liebe Grüße
Sybille
Peppermint Betty
01.02.08, 15:45
Na aber durch Kochen wird doch nicht der Wassergehalt einer Speise erhöht ;).
Im "Taositischen Heilen" von Chee Soo beruft er sich auf Ch´ang Ming bzw. "Die Söhne des reflektierenden Lichtes", dort heißt es in den 5 Regeln zur gesunden Ernährung:
1) Essen Sie nur, wenn Sie hungrig sind und nicht aus Gewohnheit
2) Essen Sie nur natürliche Lebensmittel
3) Kauen Sie jeden Bissen wirklich gut durch
4) Überessen Sie sich niemals
5) Nehmen Sie nur so viel Flüssigkeit zu sich, wie absolut notwendig
Die ersten 4 sind selbstredend, im Durchschnitt nimmt der Chinese auch nur 2 Mahlzeiten am Tag zu sich und nicht wie hier im Westen empfohlen 3 bis 5.
Es geht darum, den Organismus nicht zu überlasten.
zu Punkt 5: so wird auch empfohlen, niemals zum Essen zu trinken (das erzähl mal nem deutschen Wirt!) um die Verdauungsenzyme nicht zu verdünnen. Dieser Punkt findet sich ja auch in den Empfehlungen zur Vollwerternährung wieder). Außerdem stelle eine zu hohe Flüssigkeitszufuhr eine übermäßige Belastung der Stoffwechselorgane, besonders der Nieren, dar.
:confused:
Mir zeigt das jedenfalls, dass man nicht einfach Dinge aus anderen Kulturen übernehmen kann. Z.b. das chinesisches oder japanisches Essen so viel besser sein soll als unseres. Oder das Ayurveda so toll sein soll, wobei wir Europäer ja "nur" den Stirnguss erfahren und nicht das erzwungene Erbrechen und andere doch recht rauhe Methoden.
Fällt noch jemandem was zum Trinken ein?
rabenstein
01.02.08, 15:51
Mir faellt da ganz spontan der Reis ein. Durch das Kochen nimmt der Wasseranteil ja ganz schoen zu. Das ist jetzt nur ein Gedanke.
Die oestlichen Ernaehrungs- und Heillehre bezieht sich, anders als die westliche, ja auch nicht auf Organe und Organsysteme sondern eher auf energetische Systeme. Das mag auch ein Grund fuer die Unterschiedliche Einstellung zur Ernaehrung, in diesem Fall der Trinkmenge sein.
Zum essen faellt mir noch ein, die Chinesen z.B. schuetten niemals das Kochwasser von Gemuese weg, wie wir das tun. das ist immer Bestandteil der Mahlzeit.
Liebe Gruesse
Inge
Mir faellt da ganz spontan der Reis ein. Durch das Kochen nimmt der Wasseranteil ja ganz schoen zu. Das ist jetzt nur ein Gedanke.
Die oestlichen Ernaehrungs- und Heillehre bezieht sich, anders als die westliche, ja auch nicht auf Organe und Organsysteme sondern eher auf energetische Systeme. Das mag auch ein Grund fuer die Unterschiedliche Einstellung zur Ernaehrung, in diesem Fall der Trinkmenge sein.
Zum essen faellt mir noch ein, die Chinesen z.B. schuetten niemals das Kochwasser von Gemuese weg, wie wir das tun. das ist immer Bestandteil der Mahlzeit.
Liebe Gruesse
Inge
Das meinte ich auch, Inge. Gemüsebrühe etc., ist Flüssigkeit, die zusätzlich aufgenommen wird. Das ist bei uns weniger.
Liebe grüße
Sybille
Peppermint Betty
01.02.08, 15:56
Ich komme vor allem deshalb auf diese Problematik, weil die TCM hier so hoch gelobt wird, aber eigentlich in einem ganz anderen Kulturkreis entwickelt wurde.
Und sowieso hab ich den Verdacht, dass hinter den westlichen Trinkempfehlungen eine lobbyisitsche Vereinigung von Prickel-Brause und Co steht ;)
Peppermint Betty
01.02.08, 15:59
Wo wir grade so nett schnacken, ich hab das Buch hier noch liegen. Da ist auch erwähnt, dass der Obstkonsum eher gering ist.
rabenstein
01.02.08, 16:02
Mit der TCM ist das so eine Sache.
Eine uralte und sehr erfolgreiche Methode, ohne Zweifel, aber, wie du ganz richtig sagst, in einem anderen Kulturkreis entwickelt.
Viele TCM rezepturen wurden dem europaeischem Geschmack angepasst, auf Kosten der Wirksamkeit. Europaeische Akupunktur darf auf keinen Fall weh tun, daher sticht man nicht mal so tief, dass die Leitungsbahn erreicht wird.
Man kann solche Therapien, wie auch Ayurveda nicht einfach so verwestlichen, das funktioniert nur sehr begrenzt
Liebe Gruesse
Inge
..................................
Peppermint Betty
01.02.08, 16:07
Das seh ich auch so. Aber wenn mal was schick ist und sich verkaufen läßt...
Daher finde ich, dass besonders die Ernährung eine ganz große Rolle in Heilung und Therpie spielt. Sie ist am einfachsten und billigsten und trotzdem sind die Pillen beliebter.
Zum essen faellt mir noch ein, die Chinesen z.B. schuetten niemals das Kochwasser von Gemuese weg, wie wir das tun. das ist immer Bestandteil der Mahlzeit.
Bei bestimmtem Gemuesesorten benutze ich es, um eine Sosse dafuer herzustellen (Mehlschwitze , Schluck Sahne dran und Gewuerze und frische Kraeuter)= dann zaehlt die ja als Getraenk. Yummy.
Zuviel trinken ist allerdings wirklich nicht gut, man muss auch da aufpassen. z.B. zuviel Wasser kann sogar zu einer Wasservergiftung im Akutfall fuehren, oder eben dauerhaft zu Elektrolytverschiebungen.
Also ich gehe da mal von mir aus - wenn ich zu wenig trinke (wobei ich denke, dass die "richtige" menge immer auch abhängig vom jeweiligen Körper ist) bekomme ich Kopfschmerzen... ist schon immer so gewesen.
Meine eine Tochter hat vor ein paar Jahren in dem sehr heißen Sommer an einem Tag mal fast 4,5 l Wasser getrunken... ich habe das nicht wirklich mitbekommen, erst als sie sich wieder einen riesen Becher voll machte, einen riesen Schluck nahm und meinte, das ist mein 9ter Becher für heute... die Becher fassen einen halben Liter... sie war 2 Tage lang regelrecht krank, hatte starke Schmerzen im Magen und Nierenbereich, Kopfschmerzen, der ganze Körper tat weh... seither achte ich drauf, dass eben nicht zu viel getrunken wird, aber auch nicht zu wenig... ist garnicht sooo einfach wie ich finde ;)
Somit ist man also immer auf der Gratwanderung zwischen Hyper- und Dehydration...
Zum Glueck ist es ja nicht so dramatisch, aber es ist wichtig fuer jeden das passende zu finden.
Barbara Temelie schreibt in ihrem Buch: Ernährung nach den fünf Elementen einiges dazu!
u.a.:
Der Kochvorgang bereitet die Nahrung so vor, daß sie vom Körper leicht verdaut werden kann. Der Qi-Aufwand für das Verdauen gekochter Speisen ist wesentlich geringer als bei Rohkost. Außerdem muß der Körper Roh gegessenes erst erwärmen, was wiederum Qi verbraucht.
...und
Wer sich von Fleisch, Wurst und Geräuchertem ernährt, wird unschwer auf drei Liter Flüssigkeit am Tag kommen, weil er großen Durst hat. Machen jedoch Gemüse, Salat un Obst den Großteil der Ernährung aus, können drei Tassen Kräutertee ausreichend sein.
Ich fange gerade erst an, ein paar Zusammenhänge zu begreifen. Nahrungs-Qi wird vom energetischen Organ Milz dem Körper zugeführt. Kaltes Essen und kühlende Nahrungsmittel greifen, in falschem Maß verzehrt, die Energie der Milz an. Das führt zu diversen Symptomen, vor allem aber zu Heißhunger nach Süßem. Das energetische Organ Milz versucht sich den Geschmack zu verschaffen, der es heilt. Wir greifen dann zur Schokolade, anstatt unsere Ernährung so umzustellen, daß sie heilend wirkt. (Hm, sollte ich wohl auch mal tun :) )
Gruß
Kay
Peppermint Betty
02.02.08, 18:48
Na ich glaube der Griff zur Schokolade hat noch andere Ursachen... ;)
Na ich glaube der Griff zur Schokolade hat noch andere Ursachen... ;)
Hast mich erwischt !!!
Peppermint Betty
06.02.08, 16:36
Ich hab jetzt übrigens das Buch "was den Einen nährt..." gelesen und bin enttäuscht.
So schön es sich zu Beginn liest, schlau wird man draus nicht und bekommt das von den Autorinnen auch noch mehrfach gesagt. Nur um dann auf die Auswertung und Bestimmung des eigenen Stoffwechseltyps gespannt zu sein und zu lesen, dass eine Auswertung nach Fragebogen 190 Euronen kosten soll. Was im übrigens natürlich nicht im Buch steht, sondern auf der Homepage. Und über die Hälfte des Buches sind Rezepte. Aber was soll ich mit denen, wenn es doch soooooo wichtig ist, die für mich richtigen zu verwenden.
Und die paar allgemeingültigen Ernährungsempfehlungen aus dem Buch finde ich überall...
Ich bin jedenfalls enttäuscht, hatte ich doch gehofft, endlich 5-Elemente-Ernährung und Stoffwechseltypen durch dieses Buch zu verstehen. Aber dieses Buch ist rein weg verwirrungstiftend, wohl mit der Absicht den teuren Test zu machen :rolleyes:
Ein Diät-Bauernfänger-Buch wie viele, finde ich jedenfalls
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...beim lesen dieses Threats hab ich festgestellt, das ich seit Jahren fast nach den Taoistischen Regeln esse und trinke.....Wenn ich Euch jetzt noch erzähle, wie viel ich am Tag trinke, dann schlagt Ihr auch die Hände über´n Kopf zusammen :D
Aber ich leb damit seit ich 10 Jahre alt bin, und anscheinend komm ich gut damit aus...
Peppermint Betty
07.02.08, 08:42
Ich will die Hände über dem Kopf zusammen schlagen, bitte!
Peppermint Betty
07.02.08, 08:45
@ Bettina: das Buch liest sich ja auch ganz wunderbar, aber für mich ist es doch sehr ein Zuarbeiten auf den zu kaufenden Test. Konntest du denn Konsequenzen und Erkenntnisse für dich persönlich daraus ziehen, außer dass jeder unterschiedlich ist?
öhm...mit ner 1,5 Liter Flasche Wasser komm ich gut 2 bis 3 Tage mit aus. Die paar Tassen Kaffee am Tag die ich trinke, rechne ich net dazu.
Nur wenn ich krank werde, dann "sauf ich wie ne Bergziege" und komm dann auf die "vorgeschriebene" Menge.
Peppermint Betty
07.02.08, 17:24
määäähhhääää!
Also ich habe mal bewußt Phasen mit wenig und viel Trinken ausprobiert und keine Änderung in der Befindlichkeit oder so feststellen können. Der Körper passt sich da wohl auch an, ist schließlich ein ökonomisches Meisterwerk.
Allerdings waren meine Nächte mit 2-3 Litern am Tag defintiv zu unruhig.
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Silke Uhlendahl
07.06.08, 10:20
Soweit ich es gelernt habe errechnet sich der normale Flüssigkeitsbedarf über das Gewicht 30 ml pro Kg Körpergewicht bzw 50 ml beim Fasten/Abnehmen
Desweiteren die "Kontrolle" über die Harnfarbe: klar & geruchlos
und natürlich über das Wohlbefinden.
Ich habe noch ein wenig dazu gesammelt:
http://www.inform24.de/wasser.html
http://www.gesundheitsgmbh.de/index.php?id=488
http://www.medizinverlage.de/files/musterseitenpdf/9783830421764_56_57.pdf
größere Mengen zB beim Fasten:
http://www.depay.de/index.php?id=177
Desweiteren die "Kontrolle" über die Harnfarbe: klar & geruchlos
und natürlich über das Wohlbefinden.
harnfarbe ist für mich das hauptindiz, auf das ich achte.
die menge nehm ich gar nicht so wahr - hauptsache, es stimmt das, was unten rauskommt.
stark konzentrierter urin reizt die harnwege stark...und mancher vermeintliche infekt (da dysurie) lässt sich durch mehr trinken beheben
susanne
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