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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Homöopathie wirkt nicht besser als Placebo



Jochen
28.08.05, 12:18
In letzter Zeit tauchen ja vermehrt Studienergebnisse auf das Homöopathie keine bessere Wirkungen erzielt als z.B. Placebos. Nachzulesen ist das ganze z.B. hier:

http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,371586,00.html

oder hier

http://www.sueddeutsche.de/,tt5m3/wissen/artikel/450/59391/

Allerdings wird in diesen Studien nicht genau genannt wie verglichen wurde und wer die ganze Studie finanziert hat.

Hiermit möchte ich darüber mal eine Diskussion anregen. Wie denkt ihr darüber?

wegzeiger
11.11.05, 16:56
Nach längerer Beobachtung der Vorgänge, jedenfalls so, wie darüber berichtet wird, lässt sich nach meinem Dafürhalten folgendes sagen:

Grundsätzlich kann man so gut wie jede Untersuchung dieser Art von vorn herein so anlegen, dass sie das gwünschte Ergebnis zeitigt. Und natürlich kommt es immer sehr darauf an, wer eine solche Studie bezahlt. Denn wenn jemand das tut, steckt doch eine ganz bestimmte Absicht dahinter. Das gilt für Gutachten für die Gerichte ebenso, wie sogenannte Expertisen zu bestimmten Stoffen oder auch Gesetzen. Wie sonst wäre es möglich, dass ein Gericht zu diesem, das nächste aber zu einem dem diametral gegenüberstehenden Urteil kommt?

Es gibt Dinge, die man messen kann. Und es gibt Dinge, die man (noch) nicht messen kann. Wer glaubt, es sei ein Beweis für das Nichtvorhandensein einer Sache, weil sie mit den derzeitigen Messmethoden nicht nachweisbar ist, irrt - entweder aus Unkenntnis (verzeihlich) oder bewusst (fahrlässig und mehr). Man blicke nur mal 15 - 20 Jahre zurück - was war damals noch nicht mit irgendeiner Messmethode messbar - und vergleiche das mit heute. Na, und nun denken wir einfach einmal 100 oder auch 1000 Jahre weiter!

Für mich sind solche Untersuchungen, wie im Bericht angesprochen, fast wertlos, besonders dann, wenn berufsmässige Skeptiker dahinterstehen. Zwar braucht die Demokratie kritische Journalisten, nur sollten sie nicht die falschen Schlüsse ziehen, wenn sie von der Materie nichts verstehen. - Und was verstehen die schon von Wirkungen, die auf Glauben oder auf geringste Spuren zurückzuführen sind?

wegzeiger

Jochen
14.11.05, 13:10
Es gibt Dinge, die man messen kann. Und es gibt Dinge, die man (noch) nicht messen kann.

Genau da liegt das Problem. Die Wissenschaftler die solche Studien durchführen sind sehr engstirnig. Was nicht wissenschaftlich einwandfrei belegt werden kann, hat einfach keine Daseinsberechtigung.

RenateHansen
20.12.05, 16:24
Die Stiftung Warentest hat bereits mit Wirkung vom 28.11.2005 den Vertrieb der erst im September dieses Jahres im Rahmen einer Pressekonferenz vorgestellten 5. Auflage des im Bereich der Homöopathie umstrittenen Handbuchs „Die andere Medizin“ eingestellt. Die Stiftung Warentest erklärte sich gegenüber der Deutschen Homöopathie-Union DHU Arzneimittel & Co. KG, Karlsruhe zur Rücknahme der betroffenen Auflage des Handbuchs
bereit, soweit sich die gedruckte Auflage noch in ihrer Verfügungsgewalt befindet.

Princess
22.12.05, 23:06
Genau da liegt das Problem. Die Wissenschaftler die solche Studien durchführen sind sehr engstirnig. Was nicht wissenschaftlich einwandfrei belegt werden kann, hat einfach keine Daseinsberechtigung.

...nicht nur engstirnig, einfach ängstlich. Angst um den Verlust der Monopolstellung der Pharmaindustrie. Diese vielen Millionen ...und was wäre, wenn da so Kügelchen mehr Erfolg haben? Eine Katastrophe :eek:
:p :p :p

Michael
16.01.06, 10:15
Hallo Ihr alle,

ich greife die Diskussion hier einfach noch einmal auf. Meiner Meinung nach hat Wegzeiger in seinem Beitrag weiter oben recht: Man kann jede Studie zu jedemgewünschten Ergebnis bringen, es kommt eben auf die Methoden an mit denen man die Studie durchführt. Für die, die mit Homöopathie ihre Erfahrungen haben ist es sowieso egal ob das nun wissenschaftlich erwiesen ist oder nicht. Und für die absoluten Skeptiker ist Homöopathie (oder jede andere Behandlung der sie nicht vertrauen) eben ungeeignet.
Schade nur das alle die "dazwischen" liegen von solchen Artikeln verunsichert werden und vielleicht nie eine homöopathische Behandlung ausprobieren.

Gruß, Michael

Kim
16.01.06, 11:25
Ja ich sehe das genauso wie Wegzeiger und Michael! Die die noch schwanken werden durch solche "Berichterstattung" leider total verunsichert...
Aber genau das ist meiner Meinung nach auch das Ziel!

Nix für Ungut, Kim

wegzeiger
16.01.06, 12:08
Hallo Kim,

das stimmt natürlich, was du von dem zu erreichenden Ziel sagst. Deshalb können wir nur alle jene Foren und sonstigen Möglichkeiten, sich dazu zu äußern, wahrnehmen und dazu benutzen, dieses darzustellen und für ein anderes Bewusstsein in der Bevölkerung sorgen. Steter Tropfen höhlt den Stein - also lasse uns viele Tropfen machen!

Grüße aus Ostfriesland

Hermann
-wegzeiger-

Michael
16.01.06, 13:09
Ich wage ja auch zu behaupten das bei jemandem der Schulmedizin absolut ablehnt und als wirkungslos ansieht auch die klassische Kopfschmerztablette nicht wirkt. Ausserdem hört man ja mittlerweile wenigstens ab und zu die Äusserung das auch bei schulmedizinischen Medikamenten nicht genau gesagt werden kann wieviel von der Wirkung dem Plazebo-Effekt zuzuschreiben ist. Im Grunde ist es ja - Chemie oder Homöopathie - egal was wirkt, solange es überhaupt wirkt. Welche Nebenwrikungen man dabei in Kauf nimmt sei jedem selbst überlassen.

Kim
16.01.06, 14:08
Ich denke genauso engstirnig und falsch ist es natürlich jetzt nur den "Nicht-schulmedizinischen" Weg zu propagieren.
Im Grunde ist es ja - Chemie oder Homöopathie - egal [I]was wirkt, solange es überhaupt wirkt. Welche Nebenwrikungen man dabei in Kauf nimmt sei jedem selbst überlassen.

Das Problem ist nur, dass die Wenigsten sich mit diesen Nebenwirkungen überhaupt auseinandersetzen! Wann man fragt was nehmen Sie denn für Medi´s, dann sagen die: och sone blau gegen Blutdruck!:eek:
Die meisten Patienten gebe einfach ihre Eigenverantwortung und Selbstbestimmung in die Hände der Ärzte...:mad:
An Wegzeiger: Ick höhl hier schon...:D
Naja, aber ansonsten ist meine Priorität, was dem Patienten hilft, ist das Mittel der Wahl!:)

Eure Kim

Brabella
22.01.06, 12:48
T R O P F !

wegzeiger
22.01.06, 13:19
Ich denke genauso engstirnig und falsch ist es natürlich jetzt nur den "Nicht-schulmedizinischen" Weg zu propagieren.
Im Grunde ist es ja - Chemie oder Homöopathie - egal [I]was wirkt, solange es überhaupt wirkt. Welche Nebenwrikungen man dabei in Kauf nimmt sei jedem selbst überlassen.


An Wegzeiger: Ick höhl hier schon...:D
Naja, aber ansonsten ist meine Priorität, was dem Patienten hilft, ist das Mittel der Wahl!:)

Eure Kim

Hallo Kim, hallo alle übrigen Mitleser und -macher!

Bei mir liegt der Schwerpunkt ein wenig anders. Für mich sind die positiven Ausstrahlungen von Helfer / Helferin mindestens ebensoviel wert, als Medikamente - gleich, welcher Art sie sein mögen. Darum müsste viel mehr Wert auf eine gute Prävention gelegt werden. Denn wenn "der Fall" erst einmal da ist, ist das Problem entsprechend groß.

Wenn die Eltern einer sich entwickelnden Erkrankung des Kindes positiv entgegen treten, wirken sie mit ihren mentalen Kräften schon sehr intensiv. Wenn dieses dann mir homöopathischen Mitteln unterstützt wird, hilft das sehr viel; alleine schon deswegen, weil sie wissen, ihrem Kind nichts zu verabreichen, das schädliche Substanzen im Körper hinterlässt. Es entfällt also ein mögliches schlechtes Gewissen wegen der Belastung durch die Chemie.

Anders ist es bei Infektions-Krankheiten, die zumeist mit hohem Fieber einhergehen. Fieber an sich ist nicht verkehrt, es zeigt, dass der Körper sich gegen die Eindringlinge wehrt. Dann ist der akute Fall ja auch ad hoc da und muss intensiv abgewehrt werden. Aber schon die Nachsorge ist schon wieder auf einer anderen Basis möglich.

Deswegen bin ich nicht ganz glücklich mit der Aussage im Zitat oben. Es ist meines Erachtens gefährlich, beide Wege gleichwertig nebeneinder zu sehen. Es kommt immer darauf an, wie der Fall liegt. Homöopathie und naturbelassene Heilmittel haben bei mir einen viel höheren Stellenwert, als jene der Allgemeinmdiziner.

Warum ich das so sehe, könnte ich hier zwar erklären, aber das würde den Rahmen sprengen. In meiner Schrift "Die Wegbeschreibung" habe ich das sehr detailliert dargelegt. Aber die muss man anwenden, das ist eine Art Lernprogramm. Und dieses wendet sich explizit an Interessenten, die intensiv und langfristig an sich arbeiten wollen, um bestimmte Defizite zu eliminieren.

Beste Grüße aus Ostfriesland

Hermann
-wegzeiger-

Kim
22.01.06, 15:12
Hallo Wegzeiger!

Ich gebe dir schon recht was die Wirkung (vor allen Dingen die unerwünschten Wirkungen:eek: ) betrifft! Hier ziehe ich ganz klar die Natürlichkeit vor!
Aber:Es gibt Patienten, die haben Erkrankungen um auf diesem Weg etwas über sich und ihr Leben zu begreifen! Und das muss nicht immer eine Krankheit sein, die als schwer behandelbar oder heilbar gilt! und diese kann und muss nicht immer behandelt werden, da ist der begleitende Weg der Wichtige. Und vor allen Dingen gucke ich dann, ob ich das Gefühl habe, das dieser Mensch bei mir gelandet ist, weil ich ihm irgendwas anderes geben sollte: ein bestimmtes Buch, eine Adresse von jemandem oder ....

Ich habe in einer sogen. Krebsklinik gelernt und habe dort immer mehr begriffen, dass der Weg jedes Einzelnen nur der sein kann, hinter dem er auch steht!
Ich würde einem Patienten nicht von einer Chemo abraten - aber eben auch definitiv nicht dazu! Da habe ich lange für gebraucht, ich war nämlich totaler Schulmedizingegner...:rolleyes:

Alles Liebe, Kim:)

wegzeiger
22.01.06, 15:24
Hallo Kim,

so ähnlich habe ich mir deinen Werdegang vorgestellt. Aus einigen Worten war das herauszulesen. Man ist halt von den Dingen geprägt, die einen wesentlichen Teil des eigenen Lebens bestimmt haben. Das gilt z.B. auch für Mediziner, die sich schwer tun, sich von bestimmten Denk-Mechanismen zu lösen und somit stur auf der einmal festgefahrenen Spur verharren. Natürlich gilt das in gewisser Weise für jeden Menschen, solange er sich nicht daranbegibt, einige Weichen neu zu stellen. Aber dazu bedarf es einer neuen Sichtweise, die aufzeigt, wo die Weichen sich befinden und wie man sie verstellen kann. Das braucht nämlich nichts weiter als eine Beschreibung und Beharrungsvermögen.

Habe Dank für deine Reaktion - ich wünsche dir weiterhin einen guten Weg - und sehr viel Zufriedenheit!

Hermann
-wegzeiger-

Kim
22.01.06, 17:47
Im Grunde ist es ja - Chemie oder Homöopathie - egal was wirkt, solange es überhaupt wirkt. Welche Nebenwrikungen man dabei in Kauf nimmt sei jedem selbst überlassen.

Dir war doch klar, das dieses Zitat nicht von mir stammte, sondern weiter oben, ich glaube von Michael?
Abgesehen davon halte ich es immer für Wichtig den Weg jedes einzelnen als Seinen zu akzeptieren und für ihn, für in Ordnung zu befinden...
Niemand, der denkt dass er da "weiter" ist als alle anderen ist es nämlich! ;)
Gerade in diesem Bereich ist für mich ganz klar: Es kann und sollte sich nie jemand rausnehmen zu sagen: Nur so ist der Weg und alle anderen die ihn nicht so gehen, haben die Weichen falsch gestellt...
Auch dir alles Gute, Kim

Edi
10.04.06, 16:52
Hallo zusammen,

ich bin ziemlich neu hier und sehe, dass das Thema im Moment ruht. Vielleicht kann ich es ja nochmals beleben. Ich möchte kurz von meinen eigenen, vorläufigen Erkenntnissen dazu berichten:

EAV-, Bioresonanz-, Nogier-Puls-, kinesiologische Diagnostik etc. (angewandt als Nahrungsmittelergänzungs-, Medikamenten- oder eben auch als Homöopathika-Tests) haben ganz massive Probleme::(
* Es gibt meistens eine gewisse Erwartungshaltung des Probanden, die das Ergebnis beeinflussen kann.
* Auch der Tester ist nicht immer frei von derartigen Erwartungshaltungen.
* Sowohl Proband als auch Tester können mal einen "schlechten Tag" haben, an dem das Testergebnis deswegen unzuverlässig ist.
* Es bleibt unklar, was man aus dem Ergebnis eines Tests wirklich schließen kann. Was bedeutet der "starke Zeigerabfall" oder der "schwache Testmuskel" nun wirklich konkret? Deutet so etwas auf eine signifikante, chronische Kondition hin, ist so etwas "klinisch" relevant, oder ist es z.B. nur eine flüchtige Momentaufnahme, bedingt durch eine zu kurze Nachtruhe oder so etwas? U.a.m.

Es ist also kein Wunder, dass Wissenschaftler solchen "Kuhschwanzmethoden" skeptisch gegenüberstehen.

Ich habe deswegen, zu meiner eigenen Information, vor einiger Zeit einen kinesiologischen Doppelblindversuch gemacht. Eine Reihe von Nahrungsmittel- und Nahrungsmittelergänzungs-Proben, deren Wirkung auf den Probanden im Prinzip bekannt waren, darunter welche mit positiver, welche mit negativer und welche mit neutraler (also ohne) Wirkung, wurden in Glasröhrchen mit Papierhülle getan, sodass alle Proben nach außen hin gleich aussahen. Über mehrere Tage hinweg wurden diese Proben kinesiologisch durchgetestet, jeweils morgends und abends, wobei bei den Tests weder dem Probanden noch dem Tester der Inhalt der jeweiligen Röhrchen bekannt war. Nach jeder einzelnen Testreihe wurde nachgeschaut und dokumentiert.

Das Ergebnis war verblüffenderweise statistisch signifikant, mit ein paar Ausreißern. Es waren bei manchen Proben sogar deutliche Unterschiede zwischen den morgendlichen und den abendlichen Tests zu erkennen.

:) Mein vorläufiger Schluss war, dass es, wie von den "feinstofflichen" Heilkundlern seit Hahnemann behauptet, tatsächlich noch andere, subtilere Wirkungen auf den Menschen geben muss, als die bekannten chemischen oder physikalischen. Das ist die gute Nachricht.

:( Die schlechte Nachricht ist, dass noch niemand weiß, wie diese "feinstofflichen" Wirkungen wirklich funktionieren. Wenn jemand von "feinstofflichen Schwingungen" o.ä. spricht, so ist das nur ein nichtssagendes Wort, das die komplette Unkenntnis des Sprechers kaschieren soll. Es gibt zwar jede Menge mehr oder weniger abenteuerliche Spekulationen oder Hypothesen, aber eine wohlfundierte Theorie gibt es nicht.

N.B. ist natürlich in einer solchen Situation die (pseudo-positivistische) Haltung mancher Wissenschaftler, dass nur dasjenige existiert, wofür es auch ein wohlfundierte, bewiesene und durch Reduktion nachvollziehbare Theorie gibt, höchst unwissenschaftlich. Die korrekte Haltung ist in einem solchen Fall die des Agnostikers.

Bei meinem kinesiologischen Doppelblindversuch hatte ich keine Homöopathika verwendet. Ich vermute aber, dass die Testergebnisse ähnlich signifikant ausfallen müssten.

Wer von Euch hat auch schon solche oder ähnliche Doppelblindversuche durchgeführt? Wenn ja, mit welchen Resultaten?

Beste Grüße,

Edi

Kim
10.04.06, 17:16
:) Mein vorläufiger Schluss war, dass es, wie von den "feinstofflichen" Heilkundlern seit Hahnemann behauptet, tatsächlich noch andere, subtilere Wirkungen auf den Menschen geben muss, als die bekannten chemischen oder physikalischen. Das ist die gute Nachricht.

:( Die schlechte Nachricht ist, dass noch niemand weiß, wie diese "feinstofflichen" Wirkungen wirklich funktionieren. Wenn jemand von "feinstofflichen Schwingungen" o.ä. spricht, so ist das nur ein nichtssagendes Wort, das die komplette Unkenntnis des Sprechers kaschieren soll. Es gibt zwar jede Menge mehr oder weniger abenteuerliche Spekulationen oder Hypothesen, aber eine wohlfundierte Theorie gibt es nicht.

Beste Grüße,

Edi

Hallo Edi!
Ich arbeite seit ca. 6 Jahren kinesiologisch und begrüße immer wieder und gerne den Ansatz diese Wissenschaft wissenschaftlich begründen und erläutern zu wollen.

Ich bin allerdings ein wenig entrüstet, dass da so wenig Akzeptanz der "feinstofflichen Arbeit" entgegengebracht wird.
Gerade wir als angehende HP haben doch eigentlich den Vorteil nicht mehr denken zu müssen: nur was bewiesen ist, gibt es!
Ich jedenfalls habe aufgegeben das beweisen zu wollen, mir ist nur noch wichtig, dass es dem Menschen, der sich von mir behandeln lassen will gut geht.
Und ob es dann durch seinen Glauben, durch einen Placeboeffekt oder durch "es gibt noch so viel zwischen Himmel und Erde" wirkt, ist mir völlig schnuppe, ich bin dann einfach nur Dankbar und fertig.

Liebe Grüße Kim

rabenstein
10.04.06, 17:21
Hallo zusammen
Als Pharmazeut in der analytischen Forschung kann ich einige Erfahrungen aus diesem Gebiet beisteuern. Daß sich ab einer gewissen Potenz keine Wirkstoffmoleküle mehr nachweisen lassen, ist ja nicht die Frage, das wissen wir ja alle.
Die Frage ist vielmehr das Wirkprinzip der Homöopathica, die sind eben mit gängigen analytischen Methoden nicht nachweisbar. Auch Doppelblindstudien haben mE nur bedingt Aussagekraft.
Im Moment gibt es vorsichtige Ansätze, nicht den Stoffwechsel des Medikamentes nachzuvollziehen, sondern vielmehr auf die (messbaren) Veränderungen der lebenden Zelle, des lebenden Oranismus zu achten.
Viele Arzneimittelwirkungen , auch allopathischer Arzneimittel, sind auch heute noch lange nicht bis ins letzte erfaßbar. Wenn wir uns aber auf die Ebene der Quantenbiochemie begeben, finden wir kleinste Bausteine, die Informationen besitzen, die nicht ihre eigenen sind. Den wissenschaftlichen Beweis für derartige Theorien anzutreten fällt selbst mit den modernsten Meßgeräten noch schwer, ich bin mir aber ziemlich sicher, das ist nur eine Frage der Zeit.
Die Methoden, mit denen wir noch vor 10 jahren gearbeitet haben sind im Vergleich zu dem, was wir heute machen richtig grobschlächtig.
Diese Entwicklung wird weitergehen.
Es ist nicht unsere Aufgabe, einen absoluten Gegner der Homöopathie zu überzeugen.
Meiner Meinung nach dürfen wir aber nicht den gleichen Fehler, wie die Befürworter der reinen Allopathie machen und nur das eine als richtig ansehen.
Wichtig ist vor allem im ganzheitlichen Ansatz, daß der Patient mit dem Medikament, das ihm helfen soll, eine Art Symbiose eingehen kann, das Medikament muß zum Patienten passen und umgekehrt.
Ich persönlich halte es für sträflich leichtsinnig, z.B. einen Tumor mit "ein paar Kügelchen" heilen zu wollen, halte es aber für sehr sinnvoll, den Körper in seiner Bemühung die Krankheit zu erkennen und dagegen zu kämpfen in jede Richtung zu unterstützen.

Soviel mal von mir

Inge

gila
10.04.06, 17:28
Hallo zusammen
Als Pharmazeut in der analytischen Forschung kann ich einige Erfahrungen aus diesem Gebiet beisteuern. Daß sich ab einer gewissen Potenz keine Wirkstoffmoleküle mehr nachweisen lassen, ist ja nicht die Frage, das wissen wir ja alle.
Die Frage ist vielmehr das Wirkprinzip der Homöopathica, die sind eben mit gängigen analytischen Methoden nicht nachweisbar. Auch Doppelblindstudien haben mE nur bedingt Aussagekraft.
Im Moment gibt es vorsichtige Ansätze, nicht den Stoffwechsel des Medikamentes nachzuvollziehen, sondern vielmehr auf die (messbaren) Veränderungen der lebenden Zelle, des lebenden Oranismus zu achten.
Viele Arzneimittelwirkungen , auch allopathischer Arzneimittel, sind auch heute noch lange nicht bis ins letzte erfaßbar. Wenn wir uns aber auf die Ebene der Quantenbiochemie begeben, finden wir kleinste Bausteine, die Informationen besitzen, die nicht ihre eigenen sind. Den wissenschaftlichen Beweis für derartige Theorien anzutreten fällt selbst mit den modernsten Meßgeräten noch schwer, ich bin mir aber ziemlich sicher, das ist nur eine Frage der Zeit.
Die Methoden, mit denen wir noch vor 10 jahren gearbeitet haben sind im Vergleich zu dem, was wir heute machen richtig grobschlächtig.
Diese Entwicklung wird weitergehen.
Es ist nicht unsere Aufgabe, einen absoluten Gegner der Homöopathie zu überzeugen.
Meiner Meinung nach dürfen wir aber nicht den gleichen Fehler, wie die Befürworter der reinen Allopathie machen und nur das eine als richtig ansehen.
Wichtig ist vor allem im ganzheitlichen Ansatz, daß der Patient mit dem Medikament, das ihm helfen soll, eine Art Symbiose eingehen kann, das Medikament muß zum Patienten passen und umgekehrt.
Ich persönlich halte es für sträflich leichtsinnig, z.B. einen Tumor mit "ein paar Kügelchen" heilen zu wollen, halte es aber für sehr sinnvoll, den Körper in seiner Bemühung die Krankheit zu erkennen und dagegen zu kämpfen in jede Richtung zu unterstützen.

Soviel mal von mir

Inge


So, unterschrieben

Gila

wegzeiger
10.04.06, 18:17
In meinen Augen wäre folgendes möglich:

Die Wirkstoffe der Homöopathie wirken kaum direkt, sondern eher indirekt. Um direkt wirken zu können, sind sie zu schwach und lassen sich im Körper auch nicht nachweisen. Aber was könnte es dann sein, das da wirkt?

Bekanntlich steuert die Hirnanahangdrüse die Ausschüttung der Hormone und andere wichtige Stoffe. Dieses Organ ist sicherlich sehr viel feinfühliger, als sich mit Messmethoden nachweisen ließe. Somit kann es doch gut sein, dass die Wirkstoffe von dieser Drüse wahrgenommen und verwertet werden, was eine positive Wirkung auslöst?

Bezeichnenderweise werde ich in einem Newsforum oft angegriffen, mit der Begründung, Wirkungen ließen sich nicht messen - ja, selbst nicht einmal das Vorhandensein der Stoffe der Hom. Dann muss ich immer daran zurückdenken, was man vor hundert Jahren alles weder messen, noch sehen konnte. Mit den heutigen verbesserten Methoden ist das kein Problem mehr. Und so mag das immer weitergehen. Wer weiß, was man in 1000 Jahren mal messen können wird? Ich bin gespannt! :)

Hermann
-wegzeiger-

rabenstein
10.04.06, 18:40
Lieber Hermann

Thomas Edison soll mal (wörtlich) gesagt haben

Bevor er nicht die Glühbirne erfand um den Strom sichtbar zu machen, hätte kein Schwein geglaubt, dass es ihn gibt (den Strom)

In diesem Sinne

Schönen Abend und nicht missionieren, das bringt nichts

Liebe Grüße

Inge

gila
10.04.06, 21:28
Wenn man sich mit Medizin, Medikament, Medikation beschaeftigt, dann stehe ich auf der Seite der Wissenschaft, welche " Wissen schafft."

Was bedeutet Wissen?
Wissen bedeutet, nicht ignorieren, Kenntnis.

Im Laufe der Zeit, haben wir verschiedene Methoden entwickelt, die uns Wissen verschafft hat, doch leider wird " Wissen " zu haeufig mit " Kontrolle" verwechselt.
Wenn ich etwas weiss, dann kontrolliere ich, dann beherrsche ich etwas.
Damit kommen wir zum eigentlichen Punkt.

Das einzigste, was ich nicht kontrolliere, ist die Angst vor dem Tod. Er trifft jeden und das ist eine Tatsache.
Da es aber in der Natur des Menschen liegt, nicht sterben zu wollen, hat er sich zu eigen gemacht, Methoden entwickelt zu haben, die diese Urangst kontrollieren soll. Je mehr ich weiss, desto mehr kann ich kontrollieren und der Allmaechtigkeitssinn wird dadurch gestaerkt und schiebt den Tod umso weiter auf.

Methoden die aber nicht so offensichtlich, in diese unterbewussten Gedankenprozesse passen, sind weniger kontrollierbar und passen nicht in dieses Konzept.

Bevor gleich der Erste Einwand kommt, natuerlich ist es gut, dass wir ueber diese Methoden verfuegen. Aus diesem Grund, bin ich persoenlich, fuer eine integrative Medizin ( allopathisch und naturopathisch )

Doch keiner kann sich hinter einem Feigenblatt verstecken.
Man kann Medizin, nicht von philosophischen Gedanken trennen, denn dann muessten wir die ganze Menschheit in Frage stellen!

Wir sollten uns eingestehen, das es jeden angeht und als Freidenker agieren.
Frei von Vorurteilen, frei von Schemen und Schubladen und offen, fuer jede Moeglichkeit.

Wenn wir heute eine Zigarette rauchen und der Qualm verschwindet aus unserem Visier, wir aber dennoch wissen, dass er irgendwo im Universum ist, doch in der immensen Groesse nicht mehr aufspuerbar ist, waeren wir dann bereit, vor einem Richter zu schwoeren, dass wir die Zigarette nie geraucht haben, bloss weil man den Rauch nicht beweisen kann?



Wir gehen davon aus, das wir im hoechsten Fall, 20% unseres Gehirns benutzen koennen. Was ist mit den restlichen 80%?
Wurden sie uns helfen Dinge zu verstehen, zu erforschen, wenn sie uns zur Verfuegung stehen wuerden?


Gila

Edi
12.04.06, 12:54
Hallo Kim,



Ich arbeite seit ca. 6 Jahren kinesiologisch und begrüße immer wieder und gerne den Ansatz diese Wissenschaft wissenschaftlich begründen und erläutern zu wollen.


Mich wundert etwas, dass das Thema Kinesiologie bzw. andere subtile Diagnosemethoden noch kein eigenes Thema hier sind. Ich finde, dass es unabhängig von der Homöopathie diskutiert werden sollte. Es gibt sicher noch viele andere HPs oder HPAs, die solche Methoden verwenden bzw. erlernen.

Wo passt das Thema am besten hin?

Beste Grüße,

Edi

y.t.
28.06.06, 17:02
Hallo,

ich bin eher son einfacher Jung vom Land und habe mir eure Beiträge in Ruhe durchgelesen. Ich bin durch 'Schuessler-Salze' auf euch Aufmerksam geworden. Meine Mutter schwört auf diese Salze. Nun ist es sicherlich sinnvoll meine Mutter in jeder Form zu unterstützen wenn es ihr Hilft gesund zu bleiben. Jedoch nimmt sie (ich weiß es nicht genau - sie kann sich Zahlen besser merken als ich) die Nr. 1, 3, 7, 11 ab und zu die 8 aber von allem gar nicht mal wenig und das recht häufig. Sie hat sich das alles genau durchgelesen. Sie selbst hat eine Ausbildung als Alten und Krankenpflegerin betreut derzeit Suchtkranke.

Was mich nun stutzig macht ist folgendes:
Wie kann es zu einem Mangel an solchen Salzen kommen wenn sie sich doch abwechslungsreich Ernährt mit allem was das Leben zu bieten hat? Nein, ich wollte nun nicht den Eindruck erwecken meine Mutter sei übergewichtig. Ganz sicher nicht. Naja, vielleicht ein wenig, ich nehme sie zwar ab und an auf den Arm aber schätzen kann ich das nicht.

Also wenn ich das richtig verstanden habe werden Schuessler Salze genommen, gar nicht um einen Mangel auszugleichen sondern um den Körper anzuregen den Mangel selbst auszugleichen und entsprechende Stoffe den Zellen zuzuführen. Dabei sind diese Schuessler-Salze für sich genommen gar nichts Besonderes. Als Laie der ich bin würde ich vermuten das ich eben diese Stoffe in ähnlicher Konzentration zu mir nehme wenn ich die gut Bürgerliche Küche meiner Mutter genieße.

Das Problem ist ich habe zwar das Internet schon befragt so gut es nur ging, aber welche Suchbegriffe gibt man als Laie bei solche einem Thema ein, bei dem sich selbst Profis streiten.

Wie dem auch sei habe ich gelernt dass Schuessler Salze meiner Mutter nicht schaden. Höchstens ihrem Geldbeutel denn sie gibt derzeit ca. 60-120 Euro für ihre Salze aus. Im Monat ! (Zudem versucht sie jeden davon zu überzeugen auch diese Pillen zu schlucken) Ich werde auch um Gottes willen ihr diese Pillen nicht ausreden, denn wie oben jemand erwähnte, dieses Medikament passt zu ihr. Sie erzählt mir zwar häufiger das ihr diese Pillen helfen aber das sind oft solche Fälle wie bei Mobilat: Der Bluterguss ist nach 2 Wochen weg ohne Mobilat, mit dauert es 14 Tage. Des weiteren ist mir aufgefallen, meine Mutter trinkt nun regelmäßig Wasser. Ich vermute sie hat in ihrem ganzen Leben noch nicht so regelmäßig Wasser zu sich genommen. Hin und wieder sogar warmes. Allein der Flüssigkeitshaushalt dürfte sich seit dem dramatisch verbessert haben. Vorher trank sie Morgens 2 Tassen Kaffee, Mittags auf der Arbeit 1-2 Tassen Kaffee und Abends 1-2 Tassen Tee. Jetzt kommen zwischen Kaffee und Tee ca. 6 Glas Wasser. Sie sagt selber das sie sich wohler fühlt obwohl die Anzahl der Beschwerden von denen sie mir berichtet sich, subjektiv für mich, nicht geändert haben.

Ich möchte um Gottes willen die Wirksamkeit von Homöopathie nicht in Frage stellen, ich selbst bin gegen sehr viele Dinge allergisch und daher weiß ich um die Wirkung kleinster Dinge.

Meine Frage also:
Wie kommt es in heutiger Zeit überhaupt zu Mangelerscheinungen? Haben wir nicht eher zuviel von allem?
Sind die Inhaltsstoffe der Schuessler Salze nicht auch in unserer Nahrung?
Wenn nicht – wie konnte unsere Spezies so alt werden?

gila
28.06.06, 19:16
Lieber Y.T

Erst einmal sei betont, dass Du einer der wenigen Soehne bist, die sich so fuer die Gesundheit der Mutter interressieren.
Das finde ich wirklich schoen und vermittelt Deiner Mutter, bestimmt ein gutes Gefuehl.

Zu Deinen Fragen:

Wir denken alle, dass es in der heutigen Zeit, eigentlich nicht und nie zu Mangelerscheinungen kommen koennte/sollte, da wir ja nun wirklich im Ueberfluss und Ueberdruss, des Angebots leben.

Es geht in den meisten Faellen, auch gar nicht um Mangel, sondern um die
" Unfaehigkeit " des Koerpers, das Angebot zu verwerten.
Du denkst jetzt " das kann doch nicht sein, wenn ich jeden Tag, Calcium, Kalium, Magnesium und vieles mehr, durch Lebensmittel zu mir nehme, dann muss das doch im Koerper sein?"

Bestimmt kommt es in unseren Koerper ( ueber die Biologische Qualitaet laesst - und muesste man sich nun streiten ) doch ist damit nicht garantiert, dass es auch so verwertet wird, wie es richtig waere, um ein orginal und ganz persoenliches Gleichgewicht, aufrechtzuerhalten.

Schau mal, es wurde ausreichen, dass wir im Magen eine schleichende, meist unauffaellige Stoerung haben, die dann verhindert, das wir das wertvolle Vit. B 12 , im Darm aufnehmen koennen und damit verwerten, um unser Blut nicht als Waisenkind zu behandeln.

Ausserdem kommt dazu, dass alle Naehrstoffe untereinander, ein Zusammenspiel anstreben.
Stell Dir vor, wir haben wir eine grosse Kette mit vielen Kettenglieder.
Sie ist so ebenmaessig, doch stellt sich ein Kettenglied quer, dann sind auch alle anderen folglicherweise nicht mehr in ihrem Gleichgewicht.
So ist es auch in unserem Koerper!

Unsere genarationalen Vorgaenger, hatten ein anderes Leben.
Sie assen weniger Fleisch, arbeiteten sehr viel koerperlich und ernaehrten sich von dem, was auf dem Feld wuchs. ( nicht Erdbeeren am 15 Dezember )

Sie kannten keine Suedfruechte und ihren Vit C Haushalt, muessten sie mit viel Kohl auffuellen.
Sie waren im Einklang mit dem, was sie an Nahrung umgab, deswegen sagt man heute noch " wenn Du Dich schlecht fuehlst, dann schau nach, was in Deiner unmittelbarer Umgebung waechst " ( das sind meistens Zementbloecke und dann kann man eben z.B Schuessler Salze nehmen )

Abschliessend kann ich nur sagen, dass man moeglischst auf natuerliche Weise integrieren sollte was evtl fehlt oder ermoeglicht, dass man krank wird.
Aber man sollte nie etwas nehmen, wenn man es nicht braucht und das gilt auch fuer einen simplen Kamillentee.

Liebe Gruesse und vielen Dank, fuer Deinen interessanten Beitrag

Gila :)