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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Diagnosewege vor der Therapie



Silvana
21.12.07, 15:15
Hallo an Euch,

ich habe mir gerade mal Gedanken darüber gemacht, wie man eigentlich zu einer Diagnose kommen kann, abgesehen vom miteinander reden... da gibt es ja massig Möglichkeiten, Fragebögen, Bildanalyse usw usf...

Mich würde mal interessieren, was ihr so kennt und vor allem was ihr davon haltet und vll noch was ihr selber nutzt?!?

Liebe Grüße
Silvana

Hildegard
22.12.07, 00:08
Hallo Silvana:),

da du diese Frage unter Psychotherapie reingestellt hast meinst du jetzt die Diagnose psychiatrischer Erkrankungen, oder?

Also bei mir ist das so, wenn ein Klient kommt und ich im Erstgespräch merke, da ist eine Depression oder eine Angsterkrankung im Hintergrund, komme ich sehr schnell zu der Frage, ob sie sich in ärztlicher Behandlung befinden. Bis jetzt hat auch noch jeder bejaht und mir zumindest grob die Diagnose genannt, zumindestens die Medikamente konnten sie mir nennen und das hat auch schon einiges erleichert bei der Diagnoseverschlüsselung nach ICD10. Bei mir kommt es auch häufiger vor, dass Klienten auf Empfehlung von Ärzten kommen, dann bringen die die Diagnose manchmal auch in Form eines Attests (auf Privatrezept) mit, dass ist natürlich praktisch, ansonsten habe ich zusätzlich schon mal kleinere Tests durchgeführt um die Frage nach Konzentrationsstörungen oder einer Demenz zu klären. Aber ich habe auch mein Lehrbuch immer in der Praxis und schaue nach, wenn ich mir nicht sicher bin, ob die Kriterien für eine bestimmte Diagnose gegeben sind. Und wir Psychos können bei vielen Patienten ja auch so schön die tolle Umschreibung "psychovegetativer Dekompensation" (ICD!= ist mir grad entfallen:D) nehmen. Ansonsten wenn die Klienten z.B. von Schlafstörungen berichten, kommt das auch mit auf die Rechnung als Diagnose oder eben andere Beschwerden, ich orientiere mich da doch sehr an der Anamnese und am "miteinander reden", wie du so schön schreibst.:)

Liebe Grüße
Hildegard

OldPhysioGirl
22.12.07, 11:25
Ich hatte mir die Frage gestern auch durchgelese...
Der HP-Diagnoseweg ist ja schematisch schön in das IPPAF-Schema zu packen. Auch wenn ich es nicht immer wahrhaben will, im Prinzip mache ich es bei jedem Patienten so, nur das die Gewichtung der einzelnen Phasen unterschiedlich ist.

Um noch schnell ein Zitat aus Dr.House loszuwerden:
Diagnostik ist eher eine Kunst ...

Silvana
22.12.07, 11:28
Hallo Silvana:),

da du diese Frage unter Psychotherapie reingestellt hast meinst du jetzt die Diagnose psychiatrischer Erkrankungen, oder?

Jupp - deswegen hab ich das hier reingeschrieben :cool:

Also persönlich finde ich das Reden und beobachten dabei (Mimik, Gestik) wesentlich effektiver als Tests (und es gibt ja tatsächlich Unmengen - ich war mal auf der Seite des Hogrefe Verlages... :eek: da bekommt man ja "Angstzustände" und da gibt es dann auch nochmal 100 Tests für :D )

Ich bin erstmal beruhigt, dass es nicht Standard zu sein scheint, dass "wir" diese Tests nutzen... ich dachte immer, es hätte vll was mit dem Ansehen zu tun - also, dass es positiv wirkt, wenn man nen Stapel der Tests zur Hand hat...

<<< hat soeben ne MENGE Geld gespart ;)

Ich finde bei der Psychotherapie ist Reden GOLD

LG
Silvana

Silvana
22.12.07, 11:30
Ich hatte mir die Frage gestern auch durchgelese...
Der HP-Diagnoseweg ist ja schematisch schön in das IPPAF-Schema zu packen. Auch wenn ich es nicht immer wahrhaben will, im Prinzip mache ich es bei jedem Patienten so, nur das die Gewichtung der einzelnen Phasen unterschiedlich ist.

Um noch schnell ein Zitat aus Dr.House loszuwerden:
Diagnostik ist eher eine Kunst ...

Neee, neee wir sind hier ja im Psychotherapiebereich, da fang ich sicher nicht an, der Person mit nem Stethoskop oder BZ-Messgerät zu Leibe zu rücken ;)

... aber jepp - Dr. House hat absolut Recht, deswegen ist er ja auch mehr ein Künstler als ein Arzt und Künstler haben ganz oft ganz enorm einen an der Klatsche - so schliesst sich der kreis dann wieder*hehe*

Hildegard
22.12.07, 11:35
Ich finde bei der Psychotherapie ist Reden GOLD



:D:D:D *unterschreib*

Silvana, ich hab auch an anderer Stelle schon mal was zu Tests geschrieben, ich muss ehrlich sagen ich finde , die machen nicht unbedingt was her! Im Gegenteil was mich betrifft, so stören sie meine "Philosphie" des gemeinsamen Angehens von Problemen hin zu einer Lösung. Eine Testsituation ist immer so eine "Schulähnliche" Situation in der es das Gefälle: "Ich Prüfer-Du Prüfling!" gibt. Ich mache es höchst ungern und ja das Geld kannst du dir gestrost sparen Silvana.:)

Schönes Adventswochenende:)

Hildegard

OldPhysioGirl
22.12.07, 11:38
Neee, neee wir sind hier ja im Psychotherapiebereich, da fang ich sicher nicht an, der Person mit nem Stethoskop oder BZ-Messgerät zu Leibe zu rücken ;)

... aber jepp - Dr. House hat absolut Recht, deswegen ist er ja auch mehr ein Künstler als ein Arzt und Künstler haben ganz oft ganz enorm einen an der Klatsche - so schliesst sich der kreis dann wieder*hehe*

Es war so langweilig hier...und ich wollt doch auch mal wieder was schreiben.
Spielt ja grad keiner mit mir;)

Silvana
22.12.07, 15:55
*unterschreib*

Silvana, ich hab auch an anderer Stelle schon mal was zu Tests geschrieben, ich muss ehrlich sagen ich finde , die machen nicht unbedingt was her! Im Gegenteil was mich betrifft, so stören sie meine "Philosphie" des gemeinsamen Angehens von Problemen hin zu einer Lösung. Eine Testsituation ist immer so eine "Schulähnliche" Situation in der es das Gefälle: "Ich Prüfer-Du Prüfling!" gibt. Ich mache es höchst ungern und ja das Geld kannst du dir gestrost sparen Silvana.:)

Schönes Adventswochenende:)

Hildegard

Ja ich finde die test auch eher destruktiv... was ich allerdings sehr gerne mache sind gemalte Bilder zu analysieren ;) gerade bei Kindern finde ich das schon auch hilfreich... ;)