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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Dunkelfeldmikroskopie



Möthi
25.04.06, 11:43
Hallo Jungs und Mädels,

hat jemand von euch Erfahrungen zur Dunkelfeldmikroskopie nach Enderlein? Ich habe nur peripher einmal etwas darüber gelesen (in der Bierbach) und seitdem fasziniert mich das Thema. Ich habe allerdings noch keine Ahnung, was man dafür benötigt und wie man dabei vorgeht.

Könnt ihr was dazu sagen?

Have a nice day!
Der Möthi

mukkebine
25.04.06, 11:50
Bin von natur aus äusserst schreibfaul,
evtl hilft Dir das schon weiter:

http://www.cysticus.de/sanum.htm#Mikro

Weiß auch nicht so viel, fange demnächst erst an das zu lernen, find ich total spannend.

Kosten für Ausstattung . ab 3.500 € aufwärts.

Grüssle Sabine

rabenstein
25.04.06, 11:59
Hallo
Ich habe mal vor Jahren einige Versuche damit gemacht, allerdings im botanischen Bereich, bin aber schnell wieder davon abgekommen, weil das Ergebnis zwar optisch sehr beeindruckend sein kann, aber definitiv keine Verbesserung ersichtlich war. Zum gleichen Ergebnis sind damals die Kollegen der Mikrobiologie gekommen.
Wir verwenden seither nur das Phasenkontrastmikroskop teilweise auch ein Rastermikroskop.
Das bezieht sich aber nur auf mikrobiologische und botanische Untersuchungen, Erfahrungen mit Blut habe ich keine.
Ich benutze ein Auf- und Durchlichtmikroskop mit elektronischer Steuerung (Nikon, ca. 12.000€) inkl. Videosystem zur Aufzeichnung und bin sehr zufrieden damit.

Zur Dunkelfeldmikroskopie kann ich dir nur raten, dich auch bei einem renomierten Hersteller zu erkundigen, es gibt irrsinnige Unterschiede in der Qualität und im Preis. Gute Infoquellen sind die pharmazeutischen Institute der Universitäten.

Liebe Grüße

Inge

RalfMuc
07.05.06, 11:38
Hi ...
Also unter: http://www.blutbilder.de findest du einiges zu dem Thema, unter anderem auch was du genau dafür brauchst. Und da gibt es auch eine Beschreibung von einem Microskop was sehr gut und auch nicht sooo teuer ist.

Gruß von Ralf

rabenstein
07.05.06, 18:11
Super-Link

Danke Ralf!!!!

pernell
17.01.07, 17:43
Ich hab mal hier an meinem Wohnort(Mörfelden-Walldorf)bei einem Heilpraktiker Praktikum gemacht,der mit Dunkelfeldmikroskopie arbeitete.Er war schon über 80J.alt und hat immer noch praktiziert.Er meinte damals zu mir(vor ca.3Jahren),daß es kaum HP's gäbe ,die damit arbeiten würden.Und daher wäre die Nachfrage von seiten der Pat.groß(er hatte angeblich große Erfolge damit).
Gruß,Pernell.

pasteur
17.01.07, 23:58
Hallo, ich bin auch mal wieder da. :)

Ich hab hier mal zusammengefasst, wie ich die "Dunkelfeldmikroskopie nach Enderlein" das verstanden habe. (Ich stehe diesem Verfahren allerdings sehr kritisch gegenüber, möchte das aber nicht diskutieren.)

Die Enderleinsche Endobiontenhypothese und die Isopathie
(http://www.semmelweis.com/sanumpost/33/endobiose.pdf)

Nach Enderleins Hypothese enthalten alle menschlichen Zellen schon vor der Geburt bestimmte Proteinmoleküle als Vorstufen von Krankheitserregern, die er Protite nennt. Somit enthalten auch alle menschlichen Erythrozyten solche Protite.
Unter günstigen Bedingungen sollen sie symbiontisch als Endobionten in unseren Zellen 'leben', also nicht pathogen wein. Unter ungünstigen Bedingungen sollen sie sich zu pathogenen Gebilden zusammenschließen: zu Bakterien oder Pilzen.

Der Übergang von den Protiten zu Bakterien und Pilzen soll stufenweise erfolgen und reversibel sein. Eine dieser nicht pathogenen Zwischenstufen nennt man nach Enderlein Chondrite.

Bei günstigem Zellmilieu sollen die nicht pathogenen Stufen überwiegen. Je ungünstiger das Zellmilieu, desto größer soll der Anteil an pathogenen Stufen (Bakterien, Pilze) werden.

Beim Kontakt zwischen pathogenen Formen und deren nicht pathogenen Vorstufen sollen die pathogenen Formen zu nicht pathogenen Formen abgebaut werden.

Darauf gründet die Sanumtherapie (http://www.praxis-heiz.ch/3-Diagnostik/3.5-Isop.html) (Isopathie): Dabei werden Medikamente eingesetzt, die die Chondritenstadien bestimmter Pilze enthalten sollen, allerdings in sehr starker Verdünnung. (Ähnlich wie in der Homöopathie)

Zur Diagnostik (http://www.praxis-heiz.ch/3-Diagnostik/3.6-Dunkelfeld.html#Dunkelfeld) wird eine Probe nativen Blutes über mehrere Stunden im Dunkelfeldmikroskop betrachtet. Die Anhänger dieses Verfahrens behaupten, damit sogar Krebserkrankungen in ganz frühen Stadien erkennen zu können. Den Nachweis haben sie allerdings noch nicht (http://content.karger.com/ProdukteDB/produkte.asp?Aktion=ShowAbstract&ArtikelNr=85212&Ausgabe=230934&ProduktNr=224242) erbracht.

Gruß, pasteur

Möthi
16.04.07, 11:19
Vielen Dank für eure Beiträge. Zwischenzeitlich habe ich mich etwas mit dem Verfahren beschäftigt und finde die Idee kleiner bunter Kerlchen, die in unseren Zellen herumtoben und nur darauf warten, dass sie Böses anstellen dürfen, auch ziemlich überdreht. Nichtsdestotrotz scheint das Verfahren als solches gute Resultate zu erzielen, was die Geschichte dann doch wieder interessant macht.

Ich bin also hin- und hergerissen, ob ich mich ernsthaft mit dieser Thematik auseinander setzen sollte. Die Idee, Blut unter dem Mikroskop zu betrachten und damit auch Befunde (und auch Therapieansätze) nachvollziehbar machen zu können, ist schon recht faszinierend. Ich bin wirklich versucht, einmal ein Seminar zu diesem Thema zu besuchen, um mir ein Bild von der Arbeitsweise zu machen.

Have a nice day!
Der Möthi