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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Naturmedizin kontra Schulmedizin???



rabenstein
29.03.06, 16:52
Nach einiger Überlegeung habe ich mich entschlossen, nicht zuletzt wegen dieser sehr freundschaftlichen Atmosphäre hier, eine sehr persönliche Geschichte zu erzählen, die beide Seiten zu Wort kommen lässt.

Meine dritte Schwangerschaft war kompliziert und kurz. In der 26. Woche musste ich ins KH, die Geburt wurde eingeleitet, dabei erfuhr ich ganz nebenbei, daß ich Drillinge erwartete (ich war bei allen Vorsorgen gewesen, habe auch einen zweiten Arzt konsultiert, weil es mir ewig schlecht ging).
3 Winzlinge kamen zur Welt, jede kaum 2 Pfund schwer.
Die Gerätemedizin hat sie am Leben erhalten, noch heute nach 21 Jahren, dank an alle, die dabei waren. Gesund konnte sie die Medizin aber nicht machen. Pneu, Hirnblutung, Hydrocephalus, Herzfehler, viele Operationen, bleibende Schäden.
Die Krampfanfälle, die alle 3 hatten, waren mit nichts in den Griff zu kriegen.
Ein Besuch beim HP in München hat und 3 Jahre Krampffreiheit eingebracht.
Den Hydrocephalus haben wir mit Operation bei einer der drei Kleinen und mit Reflexzonenmassage bei den beiden anderen in Schach gehalten.
Ich bin damals auf sehr viel Skepsis in der Klinik gestossen (lesenswert dazu: "Mein linker Fuß") was die Intelligenz und die Entwicklung der Kinder angeht.
Eine der Mädchen ist im Alter von 6 Jahren an den Folgen ihrer schweren Behinderung gestorben. Die anderen beiden sind schwer intelligenzgemindert.
Aber durch viel Liebe und wenig Krankenhausaufenthalte, durch sehr gezieltes Auswählen von Therapien, ohne darauf zu achten, ob alternativ oder konventionell, durch eine beispiellose Zusammenarbeit eines Neurchirurgen mit einem Heilpraktiker sind aus meinen Kindern liebenswerte Menschen geworden, die entgegen aller Prophezeiungen lesen, schreiben, rechnen und sogar Fahrrad fahren können.

Auch meine verstorbene Tochter ist nicht zur Nummer verkommen, auch für sie hat es immer Alternativen gegeben, die diese beiden, der naturwissenschaftlich orientierte Neurochirurg und der erfahrene, fast weise Heilpraktiker mal miteinander, mal ohne einander für sie gefunden haben.

Ich habe das (sehr in Kürze) hier erzählt, damit niemand von uns auf die Idee kommt, die Schulmedizin zu verdammen oder sich zu weit in esoterische Höhen aufschwingt.

Ein vertrauensvolles miteinander ist im Interesse der Patienten, nicht anderes

Euch allen liebe Grüße

Inge

Kim
29.03.06, 18:30
Liebe Nina Rabenstein.
Tief bewegt von so viel Vertrauen, dass du uns hier entgegenbringst fehlen einem wirklich die Worte...
Tapfere, tolle Frau und tapfere tolle Helfer und Helfershelfer.
Bin froh dass du solchen Menschen begegnet bist, die dir auf diesem Weg geholfen haben!

Ich komme aus dem schulmedizinischen Bereich und vertrete absolut die Stellung, das es einfach nicht die einzige und wahre Lösung gibt. Die Schulmedizin benötigen wir dringend und jeder der sie brauchte ist glücklich über diese Möglichkeit und den Fortschritt!

Gott sei Dank gibt es Ärzte denen hier wirklich das Wohl des Patienten am Herzen liegt und nicht das Vorrecht auf die alleinige Behandlung!

Auch die „Esoterik“ (was auch immer jeder damit meint) hat ihre Daseinsberechtigung und ich möchte niemandem absprechen sich dadurch besser zu fühlen – es gibt eben ´ne Menge zwischen Himmel und Erde...

Danke für deinen Beitrag, Kim:)

gila
29.03.06, 20:51
Liebe Inge!

Ich bedanke mich, fuer Deine Aufrichtigkeit.
Ich bedanke mich, dass Du eine Mauer durchbrochen hast.
Ich bedanke mich, das ich etwas lernen durfte.
Ich bedanke mich, bei Deinen Kindern, die bei Dir bleiben durften, weil sie wussten, dass nur Du, die richtige Mamma fuer sie sein solltest.
Ich bedanke mich, fuer Deinen Mut.
Ich bedanke mich, fuer Dein Beispiel.
Ich bedanke mich, fuer das Vertrauen, welches Du uns entgegenbringst.
Es ist in guten Haenden und in guten Herzen.

Es tut mir sehr leid, dass eine DeinerToechter gegangen ist, auch sie wird in guten Haenden sein, da bin ich mir ganz sicher.

Es ist gut zu wissen, dass Du damals auf Aerzte und Heilpraktiker gestossen bist, die euch weiterhelfen konnten und unterbewusst, bist Du nicht unbeteiligt daran. Schon einmal schrieb ich heute, das jeder mit jedem irgendwo verbunden ist und in der Verbindung liegt dass Bewusstsein und somit auch die Staerke.

Nun wuensche ich Dir weiterhin viel Kraft und Freude an neuen Aufgaben und vor allen Dingen an Deinen Kindern, in denen Du Dich immer wieder auf Neue, erkennen kannst. Du wirst eine gute Heilpraktikerin werden, weil das Leben, Dein grosser Freund und Berater ist und weil Deine Kinder, durch Dich, jeden Tag ein kleines Wunder werden lassen.

Liebe Gruesse und ich umarme Dich und Deine Familie

Gila

rabenstein
29.03.06, 22:38
Ich erinnere mich an einen jungen Arzt, der vor mir stand und sagte, er wisse nicht mehr weiter, sei angetreten, damals nach dem Studium, der große Gesundmacher zu sein, und nun diese Kinder, vor allem mein Engel, keine Möglichkeit der Hilfe, die ihm noch einfallen würde.
Und ich erinnere mich an einen Heilpraktiker, der niemals die Erfordernisse der Therapie in Zweifel gezogen hat, der immer seinen Rat, seine Unterstützung, sein Dazutun angeboten hat.
Und ich höre den jungen Arzt sagen, es sei doch völlig egal, ob es nun das eine oder das andere gewesen sei, das Hilfe gebracht hat.

Mit diesem Beitrag möchte ich ein kleine Brücke bauen, eine von vielen kleinen Brücken.
Diese unglaubliché Diskussion auf dem Medi-Forum zeigt ganz deutlich die Notwendigkeit dieser Brücken.

Liebe Grüße

Inge

PS: dieser junge Kerl von damals ist inzwische Professor für Neurochirurgie in München. Sein besonderes Fachgebiet sind Frühgeborene mir neurologischen Problemen. Er ist bis heute mein Freund geblieben.
Herr Rosenberg ist leider vor einigen Jahren gestorben.

Ich danke euch nochmal für diese freundliche Atmosphäre hier

gila
29.03.06, 23:15
Der junge Arzt, ein Exempel, wuerdig, sich Herr Doktor/Prof. zu nennen!

"Herr Rosenberg, welche Hand, sie nun auch immer leiten, vergessen Sie uns nicht! Investieren Sie weiterhin, mit Kraft und Ausdauer, in ihr verlaengertes Dasein, wo immer es auf fruchtbaren Boden schlaegt!"

An die gebauten Bruecken, sollte sich die Faehigkeit anknuepfen, die "Hoehenangst" zu verlieren. Viele Menschen, muss man bei der Erstbesteigung an die Hand nehmen, um ihnen beweisen zu koennen, dass das Fundament, solide gebaut wurde.

Schon Leonardo da Vinci, erfand in seinen Jahren der Genialitaet, eine Methode, um aus dem Nichts eine Bruecke zu bauen, die in sich eine sehr einfache Konstruktion darstellt ( wenn man sie heute betrachtet )

Beim naeheren Hinschauen, entdeckt man dann, dass es sich um eine Verkeilung, mehrerer Hoelzer handelt, die nur mit dem "Ineinader", ein wunderbares Bauwerk ergeben, welches ermoeglicht, kleine Baechlein und grosse Fluesse zu ueberqueren.

Auch ich , werde diesen Gedanken nicht aufgeben. Ein kleines Kontribut, ist wie ein neu geschnitztes Holz, welches es ermoeglicht, den ersten Fuss vor den anderen zu setzen.

Ich hoffe, dass wir alle zusammen eine grosse Strecke zuruecklegen koennen und schliesse mit " Jedes noch so weitgesteckte Ziel, beginnt immer vor unseren eigenen Fuessen."

Liebe Gruesse

Gila:)

Kim
30.03.06, 17:35
Ich erinnere mich an einen jungen Arzt, der vor mir stand und sagte, er wisse nicht mehr weiter, sei angetreten, damals nach dem Studium, der große Gesundmacher zu sein, und nun diese Kinder, vor allem mein Engel, keine Möglichkeit der Hilfe, die ihm noch einfallen würde.
Und ich erinnere mich an einen Heilpraktiker, der niemals die Erfordernisse der Therapie in Zweifel gezogen hat, der immer seinen Rat, seine Unterstützung, sein Dazutun angeboten hat.
Und ich höre den jungen Arzt sagen, es sei doch völlig egal, ob es nun das eine oder das andere gewesen sei, das Hilfe gebracht hat.


Liebe Grüße

Inge



Genau DAS ist es Inge, genau DAS ist es was ich mir für alle wünsche!
Menschen, die bereit sind ihren eigenen Horizont zu erweitern um aus ihrem Beruf eine Berufung zu machen und damit dem Patienten das Glück zu schenken in schweren Stunden genau den richtigen Menschen geschickt bekommen zu haben!
Kim

Murkel
03.04.06, 16:12
Hallo Inge,
mir fehlen wirklich die Worte. Daher sage ich nur, schön dass es Dir gelungen ist, ein so feiner Mensch zu werden! Danke für Dein Vertrauen, uns das alles mitzuteilen, das war sicher nicht einfach.

LG
Iris