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ein paar Tipps für Gleichgesinnte...
also ich bin seit einiger Zeit dabei, die richtige Schule zu finden und war felsenfest der Überzeugung, dass ich ein Fernstudium absolvieren möchte und dies bei Paracelsus. Allerdings hat mich eine anschließende Recherche im Internet sowie das Studieren von zugesendeten Broschüren wieder vollends durcheinander gebracht... Nach vielen schlaflosen Nächten bekam ich von einem Marketingfachmann den Tipp, mit dem "Endverbraucher" also mit bereits eingeschriebenen Schülern/Studenten zu disskutieren... und siehe da, ich werde kein Fernstudium machen und höchstwahrscheinlich auch nicht bei Paracelsus. Aus einem ganz einfachen Grund - die Kündigungsmöglichkeiten sind unter aller Kanone - man kann sich gerne juristisch beraten lassen... demnach ist eine außerordentliche Kündigung nach § 626 BGB so gut wie unmöglich, höchstens wenn man schwerstkrank auf Dauer ist - also mit Kopf unter dem Arm herumlaufen muß, besser gesagt im Rollstuhl fahren muß... Insbesondere bei der berufsbegelietenden Studienform gibt es die ersten 14 Monate kein entrinnen - da gewinnt man eher im Lotto. Was unsereins als wichtigen Grund versteht (Geldmangel, Krankheit, berufsbedingter Umzug), ist ein unbestimmter Rechtsbegriff und wird beim Gericht sehr sehr hart ausgelegt... zu gunsten der Schule....also immer auf die Kündigungsfristen achten, 3 monatlich ist bei seriösen Schulen der Regelfall - man kann ja nie wissen, ob man durchhält. Zudem wird das Fernstudium von vielen Gleichgesinnten als chaotisch bezeichnet, weil es keine echte Betreuung, weder telefonisch, noch per E-Mail oder postalisch gibt. Dies habe ich übrigens auch von ALH-Studenten gehört, hier achtet man eher auf die Kohle als das jemand ansprechbar ist... Zudem gibt es viele Schulen, die am Existenzminimum kratzen und kurz vor der Insolvenz stehen... Das ist übrigen bei Thalamus auch passiert - hier führen eigene Mitarbeiter die Schulen in Deutschland teilweise weiter... Das wärs fürs erste, ich bekomme noch weitere Tipps...
Servus sehumuc
Setz dich doch mal mit der Märkischen Heilpraktikerschule in Iserlohn in Verbindung. Die sind zwar als Personen ziemlich chaotisch, aber ständig für ihre Schüler da (sogar für die Fernschüler) und die Kündigungsfristen sind auch ok.
Hubi
Hallo Hubi,
deine Entscheidung, KEIN Fernstudium zu absolvieren, ist absolut richtig. So etwas macht überhaupt keinen Sinn und steht in keinem anständigen Preis-Leistungs-Verhältnis. Leider bin ich auf diesem Gebiet ein gebranntes Kind, denn ich habe selbst ein Fernstudium belegt. Ich habe damals die ALH gewählt, und das einzig Positive sind die sog. "Praxistage" bei einer Heilpraktikerin in Köln.
Trotz allem wäre es damals sinnvoller gewesen, mir einfach die "Bierbach" zu kaufen und sie zu lesen. Die Unterlagen der ALH sind nicht besonders gut, tlw. sogar fehlerhaft und werden nicht korrigiert (trotz entsprechendem Gespräch mit der ALH, in dem mir dies zugesichert wurde).
Also: entweder selber lernen (kostet aber einiges an Selbstdisziplin), oder ein Präsenzstudium. Auf jeden Fall drücke ich dir die Daumen!
Have a nice day!
Jürgen
rabenstein
20.05.06, 09:23
Dazu muss ich sagen, was du in der Schule, egal welcher, beigebracht kriegst, ist nur ein Anstoss. Lernen musst du selber.
Die Erfahrung habe ich immer wieder gemacht. Viele betrachten eine Ausbildung als passiven Prozess und wenns nicht klappt, ist die Schule/der Dozent schuld. Lernen ist aber ein aktiver Prozess und die Prüfungsanforderungen kann man sehr genau herausfinden.
Für mich war es einfach wichtig, zunächst die Prüfung zu bestehen und mich nicht mit anderem zu belasten. Ein guter HP kann ich jetzt erst werden.
Grüße
Inge
Was bedeutet denn --- deleted --- in meinem Beitrag? Hab ich da etwas unanständiges geschrieben???
peter.kasten
14.08.06, 10:10
Hallo Sehumuc,
ich glaube, Du sprichst hier ein generelles Poblem an.
Jeder sollte für sich zuerst einmal überprüfen, was er/sie für ein "Lerntyp" ist.
Das erste Ziel der Ausbildung ist die Amtsarztüberprüfung. Hier werden Anatomie, Physiologie, Pathologie und Laborparameter verlangt. Das kann man alles bei genügender Selbstdisziplin autodidaktisch lernen. Vieles kann man sich kostenlos aus dem Netz ziehen, z.B. www.medizinstudent.de.
Das nächste Problem bei der Überprüfung sind Kenntnisse der klinischen Untersuchung und die Fallbeispiele. Hier endet m.E. auch das Selbststudium. Aus meiner Erfahrung heraus scheiterten die meisten SchülerInnen daran, dass sie nicht reden konnten. Sie waren ganz einfach blockiert aufgrund der "Übermacht" der Prüfer, verbunden mit dem subjektiven Gefühl des "Sadismus" dieser Prüfer.
Das kann niemand im Fernstudium oder Selbststudium lernen. Abgesehen von Fällen, die ich auch kenne, wo Schüler in der Überprüfung regelrecht gequält wurden bis sie aufgaben, spiegelt es allerdings auch die Praxis ein wenig wieder. Patienten, die wesentlich besser "ausgebildet" sind als der frische HP.
Zusammengefasst: Überlege, wie reagiere ich (erziehungsbedingt?) auf autoritatives Verhalten? Wenn ich dort schon Probleme habe und nicht gut reden kann, bleibt nichts anderes übrig, als Prüfungsvorbereitung "live" in einer Gruppe.
Belaste Dich nicht mit irgendwelchen Therapiemethoden während der Ausbildung. Sie erfordern meistens ein jahrelanges Studium. Schulen, die mit dutzenden Therapiemethoden schon in der HP-Ausbildung werben, sind in meinen Augen mehr als dubios. Die Schüler sind total überfordert, schwanken zwischen westlicher Medizin und östlichem Denken und - werfen alles hin.
Einen lieben Gruss
Peter
Dem o.g. kann ich mich insofern nur anschliessen! Was das Lernen betrifft, heißt es ackern, ackern, ackern! Und ich finde das richtig! Mich stört ungemein, dass viele Schulen ihre Kurse mit der Werbung für Kurzzeit-Ausbildungen vollkriegen wollen. Steckt man erstmal drin, dann weiß erst, was HP werden eigentlich bedeutet.
Ich für meinen Teil habe endlich eine echt gute Schule in Coburg gefunden. Die dortige Leiterin kümmert sich um ihre Schüler/innen mit ganzem Herzen und Engagement. Da das eine eher kleine Schule ist, gibts da leider auch keine Kündigung. Aber die Schulleitung begründet das damit, dass sie nur eine begrenzte Anzahl von Schülern aufnimmt (also keine vollen Klassen, keine Riesenwerbung) und dass sie nur ernsthafte Bewerber haben möchte.
Ich finde das ganz richtig und habe mir vorher viele Gedanken gemacht und mich lange, lange, lange informiert. Leider erst nachdem ich blöderweise auch bei Paracelsus hängengeblieben bin, habe aber sofort Fersengeld gegeben, als ich merkte, dass es dort nur ums Kohleabzocken ging.
An der Schule in Coburg habe ich die Möglichkeit gehabt, in drei verschiedenen Kursen Probeunterrichte mitzumachen und war von der menschlichen Art und der didaktischen Kompetenz des Unterrichts gleich hin und weg. Vielleicht auch, weil ich den Vergleich sozusagen "hautnah" hatte.
Ausserdem gehört dort zu einem Prüfungsvorbereitungskurs das ganze Programm, also auch gute Skripe, Untersuchungskurs, Notfall- und andere Extra-Seminare für die Vorbereitung. Geplant und bezahlt wird ein Kurs immer auf 2 Jahre. Einige Kurse laufen aber auch schon länger und kosten dann nix mehr extra.
D.h., dass man da auch nicht durch die ganze Sache durchgehetzt wird, weil ja schon wieder der nächste Kurs angeheuert wurde.
Ach ja, ich bin da 1x in der Woche, manchmal auch 2x. Wenn's nach mir ginge, dann würde ich am liebsten jeden Tag hingehen. Natürlich ist die Lernarbeit umfangreich und stresst, aber ich wollte das ja machen und so ziehe ichs auch durch.
Wer allgemein mal ein paar Kriterien zur richtige Schulwahl lesen möchte, der kann sich da auf die Homepage klicken und dort unter EIN OFFENES WORT: www.hpschule-coburg.de
Ich bin froh, dort gelandet zu sein, weil ich vorher nur plumper Abzockerei begegnet bin und schon kurz davor war, meinen Traum vom HP zu beerdigen.
LG aesculus
Hi,
einige Monate sind nun vergangen und ich besuche eine alteingesessene und vielfach anerkannte Schule in München. Hier gibt es moderate Preise und eine Kündigungsfrist von nur 3 Monaten. Weiter bin ich sehr zufrieden mit dem Untericht, den zwei verschiedene Dozenten - jeder ein absolutes Genie für sich - versetzt um ca. 6 Wochen anbieten. Man kann für den gleichen Preis beide Unterrichte anhören. Der Eine ist 30 Jahre dabei und war lange Jahre Praktiker und Beisitzer in der Prüfung und jhat Zugang zur Anatomie einer renomierten Uni. Der Andere ist ein Akten(Bücher)fresser, der mehrere tausend Vorschriften, Lerntipps, Prüfungsfragen u.a. bis auf das letzte Komma auswenig beherrscht und auch als Praktiker über viele Fälle - visuell mit Film- u. Fotodoku untermalt - im Unterricht diskutiert. Das kann mir kein Fernstudium und auch kein Selbststudium (mit Bierbach u.ä.) bieten. Ob es für die Prüfung nötig ist - keine Ahnung ?!?! Aber auf jeden Fall für die spätere Praxis. Ich kann mir eigentlich nicht vorstellen, auf die Menschheit ohne diese Erfahrungen losgelassen zu werden. Übrigens wird die Fachausbildung erst nach der Prüfung im 3. Jahr durchgeführt... ohne Stress.
Servus sehumuc
Na dass hört sich doch sehr vielversprechend an!
Einige ergänzende Sätze sollte ich vielleicht noch zur eigentlichen Fachausbildung (Therapieausbildung) loslassen. Ich war anfangs auch stark geblendet von dem Angebot der einen oder anderen Schule, die kostengünstig - oft zum Spezialpreis - innerhalb von 12 Monaten durch 20 verschiedene Bereiche führen soll. Von Akkupunktur über Bachblüten bis zu Massagetechniken... wo kann man in so kurzer Zeit soviel mitnehmen und in der eigen Praxis später anpreisen ???? Gottseidank hörte ich noch frühzeitig von Betroffenen, dass die Wochenendkurse (meistens samstags u. sonntags vormittags) wenn sie nicht gerade ausfallen oder verschoben werden im Schweinsgallop durchgepeitscht werden, an praktischen Übungen und Ausprobieren gar nicht zu denken ist - i . d. R. werden nur Videos gezeigt - und man mehr als meilenweit davon entfernt ist, die Techniken in einem späteren Verlauf an Patienten auszuführen... Nach Protest einiger Schüler wurde immer wieder erklärt, dass es sich nicht um eine Ausbildung handelt, sondern schlichtweg um einen Überblick, um sich entsprechend geignete Techniken auszusuchen zu können und dieses dann in teuren Ergänzungsausbildungsgängen, Seminaren, Symposien und Workshops zu lernen. Zertifikate gibt es natürlich auch erst dann, wenn das zusätzliche Geld fließt. Natürlich ist mir das heute klar wie Kloßbrühe... wenn man bedenkt, dass eine gute Akkupunkturausbildung an unserer Schule schon 2 Jahre dauert. Aber als Anfänger wird man gerne überfahren und ausgenutzt. In den Hochglanzbroschüren steht nämlich nicht explizit etwas von Orientierung und anschließender Abzocke - zumindest nicht die genaue Zeitdauer und anfallenden Kosten bzw. den zusätzlichen Ausbildungsbedarf... ich höre einige der Unbelehrbaren schon sagen, es steht schon in der Broschüre, was kostenpflichtig ist und was nicht... korrekt, aber es wird der Eindruck erweckt, man behersche die gesamte Technik, zumindest in ihren Grundfunktionen.
Servus, bis demnächst!
Hallo Sehumuc,
wie es sich anhört hast Du nun eine gute Schule gefunden, wo Du Dich entspannen und endlich mit dem Lernen beginnen kannst. Ich denke oft steht es im Weg, wenn man sich nicht hundertprozentig wohl fühlt, kann man sich auch nicht auf die Sache einlassen. Da ma ja auch viel Geld bezahlt fragt man sich gerade am Anfang bin ich richtig hier, bekomme ich auch etwas für mein Geld, sind die Leute glaubwürdig, die da vorne unterrichten. Es ist wohl nicht immer nur die Schule, sondern auch die Chemie muss stimmen, so dass es die richtige Schule für den jeweiligen Schüler sein muss. Wenn das nicht passt kann man noch so viel Disziplin aufbringen, und es artet höchstens in Selbstquälerei aus, wird aber nicht den gewünschten Erfolg bringen.
Leider ist ein grosses Problem, für jeden das richtige zu finden, ein Patentrezept gibt es noch nicht, und auf einem Markt wo viel Werbung gemacht wird, und sich jede Schule als die beste anpreist ist es schwer.
Auf jeden Fall liegt es nicht immer an mangelnder Diszipilin, ich denke schon, wenn man ich sage nicht falschen, sondern suboptimalen Schule gelandet ist bremst dass stark aus. Und zusammenreissen bringt es dann vielleicht auch nicht, denn man kann sich ja nicht 3 Jahre zu irgendwas zwingen...
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