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RenateHansen
23.12.05, 23:16
Ayurveda ist eine 3-4000 Jahre alte Kunst aus Indien, gesund zu leben und sanft zu heilen, was schon in dfer Sanskitsprache des Namens selbst zum Ausdruck kommt: „Ayus“= Leben, „“Veda“= Wissen, d.h. Ayurveda = Wissen vom Leben.

Die einfache, aber gleichzeitig komplexe These von Ayurveda beruht auf der Tatsache, dass alles in der Natur, der Mensch eingeschlossen, aus den gleichen Bausteinen, den Protoelementen, besteht. Ein zuviel oder Zuwenig einer oder mehrerer dieser Substanzen zerstört das Gleichgewicht unseres Organismus und führt allmählich zu Krankheit oder Zerfall. Die wichtigste Regel bei einem Ungleichgewicht ist, dass, wenn man den geschwächten Elementen Stoffe mit antagonistischen Eigenschaften hinzufügt, diese ausgeglichen werden. Damit wird die Homoöstase, also das Gleichgewicht der physiologischen Körperfunktionen – gleichbedeutend mit Gesundheit – wiederhergestellt. In der täglichen Praxis ist es sehr leicht, anhand dieser Regel den eigenen Gesundheitszustand zu erhalten, während bei krankhaften Zuständen sehr großes Geschick vonseiten des Arztes/Heilpraktikers gefordert ist, um die exakten, zugrunde liegenden Faktoren ausfindig zu machen und eine Therapie anzuwenden, die arm an Nebenwirkungen ist. Dies ist übrigens auch der Grund dafür, weshalb Patienten mit der gleichen Krankheit völlig verschieden behandelt werden.

Gegenüber der modernen Medizin, die primär eine Heilkunde ist, hat Ayurveda eine dreigestaltige Funktion:


Präventiv als Gesundheitskonzept und persönlicher Hygiene für jedermann
Psychologisch als Lebensphilosophie, welche die wichtigen Aspekte der menschlichen Existenz regelt
Kurativ als Medizinwissenschaft mit einem gnazheitlichen Konzept für Gesundheit, Krankheit und umfangreiche Heilmethoden.

Eine Grundlage bei Aurveda sind die Bioenergien (ayurv.: Doshas) V=Vata, P=Pitta, K=Kapha. Jeder Mensch kommt mit einer Konstitution (ayurv.: Prakkriti) auf die Welt, d.h. entweder reine V, P, K, meist jedoch eine Zweier- oder sogar Dreie-.Kombination von V, P, K. Im Laufe seines Lebens kann sich diese angeborene Konstitution ändern, zu einen, altersbedingt in Entwicklungsstufen von jeweils 7 Jahren, oder durch seine Lebensweise (Ernährung, Arbeitsstress, Geisteshaltung, Ängste etc). Eine stärke Abweichung seiner Ist-Konstitution von seiner angeborenen Konstitution wirkt sich in den oben beschrieben Ungleichgewichten aus und somit in eine mehr oder weniger großen Diskrepanz zur gesunden Disposition.

Ein wichtiges Prinzip im Ayurveda ist somit zwangsläufig eine „Mitarbeit“ des Patienten, sei es durch eine gesunde Lebensweise zur Erhaltung seiner Gesundheit, sei es durch Änderung seiner Lebensweise in einer Umstimmung mit Zielrichtung Gleichgewicht = Wiederherstellung der Gesundheit.

Dem Therapeuten stehen verschiedene Möglichkeiten zur Wahl. Eine ausführliche Anamnese (Ziel: Klarheit über angeborene Konstitution) und Ist-Konstitution), einer Zungen- und Pulsdiagnose dienen als Basis für Empfehlungen bzw. die ayurvedische Behandlung.
Ein zentrale Aspekt im Ayurveda ist die Verdauungskraft, da davon ausgegangen wird, dass ein zu schwaches Verdauungsfeuer (Ayurv.: Agni) zu einer Verschlackung des Körpers mit Schlacken ( ayurv.: Ama) führt. Ziel der Behandlung ist dann, durch geeignete Maßnahmen diese Schlacken zu lösen und aus dem Körper auszuscheiden. Als Ideale Methode bietet sich hierzu die sogenannte PancaKarma-Kur an, die in 6 Schritten dieses Ziel der Entschlackung anvisiert.
Diese 6 Schritte umfassen:

Reduzierende Therapien
Nährende Therapien
Austrocknende Therapien
Öl-Therapien
Schweißtreibende Therapien
Adstringierende Therapien

Diese 6 Therapien entsprechen der gesamten Therapeutik der Inneren Medizin (ayurv.: Kayacikitsa.) Das einmalige Konzept der Pancakarma-Kur ist, dass weder gegen die Symptome der Krankheit noch gegen die Krankheit selbst therapiert wird. Pancakarma packt das Übel bei der Wurzel an, nämlich den krankheitsverursachenden Faktoren.

Als Medizin kommen im Aurveda vor allem Medikamente bzw. Nahrungsergänzungsmittel aus Pflanzen zum Einsatz. Von großer Bedeutung sind auch die beim Kochen eingesetzten Gewürze, die je nach Konstitution bzw. dem Therapieziel ausgewählt werden. Dasgleiche gilt auch für die Nahrungsmittel selbst. Zu jeder ayurvedischen Beratung/Behandlung gehört somit als wesentlichen Bestandteil eine ausführliche Tabelle mit Lebensmitteln, die zubevorzugen sind und solchen die zu meiden sind gem. dem bekannten Slogan: „Lass Deine Nahrung deine Medizin sein, lass Deine Medizin deine Nahrung sein.“ Hierbei geht Ayurveda auch davon aus, dass Nahrungsmittel eine Auswirkung auf den seelisch/geistigen Aspekt haben. Ebenso wichtig ist im Ayurveda das Trinken von Wasser, mit dem täglich die Ausscheidung von Schlackenstoffen unterstützt wird.

Union Deutscher Heilpraktiker