Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Zusammenarbeit Hypnotiseur und Heilpraktiker
Hallo zusammen.
Ich hoffe das es dieses Thema nicht bereits schon gab, ich habe es jedenfalls nicht gefunden.
Ich bin Hypnotiseur / Hypnosetherapeut und praktiziere seit ca. 1 Jahr in eigener Praxis. Immer mehr beschäftigt mich der Gedanke, eine Gemeinschaftspraxis mit einem Heilpraktier im Raum Idar-Oberstein, Meisenheim, Wolfstein oder Lauterecken anzustreben.
Ich würde mich über Pro und Contras freuen - jede Meinung ist mir wichtig. Meine persönliche Meinung ist, dass beide Geschäftspartner voneinander profitieren könnten, und sich auch einige Kosten ( Praxismiete, evtl. Assistentin, laufende Kosten wie Telefon ) teilen und somit enorme Vorteile erzielen können. Ist der Gedanke richtig, dass man sich mit dieser Gemeinschaft Klienten/ Patienten längerfristig und gegenseitig halten kann??
Ich freue mich schon auf viele Antworten und Tips.
Mike
Ich habe dieses Modell schon ein paar Jahre, allerdings nicht als Gemeinschaftspraxis, sondern der Hypnosetherapeut hat einen Raum in meiner Praxis und jeder hat seine Patienten. Und hin und wieder arbeiten wir zusammen. Der Hypnosetherapeut darf ja keine Krankheiten behandeln und auch keine Diagnosen stellen, wenn er nicht gleichzeitig HP ist. Insofern übernehme ich, wenn nötig, den medizinischen Part. Es kommt auch vor, dass ich Patienten dahin weiterempfehle oder der Hypnosetherapeut zu mir. Jedoch ist das nicht die Regel. Letztendlich kommt es auch darauf an, welche Therapieschwerpunkte der Heilpraktiker hat. Glaube jedoch nicht, dass der größte Teil der HP-Patienten zur Hypnose wollen oder die Hypnoseklienten zum HP. Und der Gedanke, dass man sich damit längerfristig und gegenseitig Patienten halten kann, ist so nicht richtig. Es kommt auf das Konzept an. Ich kann mir eher vorstellen, dass es Patienten in die Flucht treiben kann, wenn man versucht, sich die Patienten gegenseitig zuzuschieben.
Hallo Susanne, vielen Dank für die Antwort. Ich hatte es vielleicht etwas zu viel umschrieben. So wie Ihr Modell meinte ich es auch. Es soll keine Praxis sein, in der beide zusammen aggieren, sondern schon jeder seine eigenen Patienten/Klienten hat. Eine gemeinsame Telefonistin könnte Termine für beide entgegennehmen usw.
In die Flucht schlagen möchte ich natürlich keine Leute, das wäre nicht Sinn und Zweck. Mein Gedanke war der, dass vermutlich die Menschen die einen Heilpraktiker aufsuchen oder umgekeht, vom Anderen auch nicht abgeneigt sind.
Ich bin jedenfalls gedanklich schonmal ein Schritt weiter, da ich nun weiß dass ein ähnliches Modell bei Ihnen funktioniert. Was war der Grund für Ihre meinsame Praxis, bzw. Räumlichkeit? Funktioniert das mit einer Kostenteilung usw?
Lg Mike
Der Hypnosetherapeut ist sehr viel unterwegs und brauchte nur einen Raum für einige Stunden, weil sich eine eigene Praxis nicht gelohnt hätte. Die Praxis gehört mir und ich zahle alle Kosten. Auch die Sprechstundenhilfe ist für mich allein tätig. Vom Hypnosetherapeut bekomme ich einen monatlichen Betrag für die Nutzung meiner Räume. Jeder macht seine Termine für sich aus und falls in der Praxis jemand anruft, der den Hypnosetherapeut sprechen will, so geben wir seine Nummer weiter. Manchmal sprechen mich Patienten darauf an und dann stelle ich eine Verbindung her und umgekehrt ist es genauso. Halte ich eine Behandlung durch den Hypnosetherapeuten für angebracht und der Patient ist einverstanden, so spreche ich im Beisein des Patienten mit dem Hypnosetherapeuten die Problematik an und umgekehrt ist es genauso. Kommen die Patienten mit Problemen, wo ich weiß, der Hypno ist darin erfolgreicher als ich (z.B. Raucherentwöhnung) so fange ich gar nicht mit einer Behandlung an, wenn der Patient einverstanden ist.
Der Hyposetherapeut führt auch zuerst umfangreiche und unverbindliche Gespräche mit seinen Klienten und wenn er der Meinung ist, er darf oder kann das nicht behandeln, dann übernehme ich, wiederum, wenn der Patient einverstanden ist. Allerdings muss ich dir sagen, dass es sich dabei nur um einen kleinen Patientenanteil handelt. Es kommt wirklich darauf, wie die Tätigkeitsfelder des HP sind und eine rege Zusammenarbeit war für uns von Anfang an nicht die Priorität.
Unsere Gründe waren also andere wie deine, ich hatte einfach stundenweise einen Raum frei und für ihn hat sich eine eigene Praxis nicht gelohnt.
Wenn ich es also vorhätte, wie du es jetzt planst, würde ich gezielt nach einem HP suchen, zu dessen Therapieschwerpunkten die Hypnose eine gute Ergänzung ist.
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