Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Familienaufstellung
Hallo ihr !!!
Ich würde ja mal gerne sowas machen ?
Löst sich da tatsächlich was bzw ändern sich dadurch Beziehungen im Umfeld ?
Hat jemand schonmal so eine Familienaufstellung mitgemacht ?
Wie waren eure Erfahrungen ?
Ne Arbeitskollegin meinte zu mir : Das wäre doch was für dich, du könntest ja mal deine Allergie als Thema aufstellen lassen " :confused: ....hmmm, ich dachte solche Familienaufstellungen haben das Ziel, Konflikte mit Personen innerhalb der Familie Probleme zu lösen ?
Bin gespannt auf eure Antworten.
Lg N. :)
Huhu Nicole!
Ich hab mal so ne Familienaufstellung machen lassen. Hab mir viel von versprochen, hat aber nich wirklich was gebracht. Muß aber nich heißen, daß das bei anderen auch so is.
Kann man mit anderen Personen machen, die dann deine jeweiligen Verwandten od. Bekannten oder so verkörpern. Oder manche nehmen stattdessen auch z.B. Stühle, da steht jeder für eine Person.
Kommen aber ganz komische Gefühle bei hoch. Kommts, wenn du das mit anderen Personen machst, die dir fremd sind, bei denen zu den verschiedensten Gefühlen.
LG Manuela :)
.... und deine Allergie kriegste, denk ich persönlich, mit MET oder wie du machen willst, MFT, auch ganz gut in den Griff!
Is nur meine Meinung! :)
Hallo Nicole,
ich hab noch keine Fam.Aufstellung mitgemacht, weil ich mich bisher dazu nicht entschließen konnte. Deshalb, weil mir diese rHellinger so suspekt ist. Aber gerade heute habe ich mit meiner HP gesprochen und sie hat mir mal wieder empfohlen, das doch mal zu machen. Auch sie hält nicht viel von Hellinger, aber sein Ansatz der Familienaufstellung ist schon gut (das meine ich auch), ansonsten jedoch geht sie ganz nach ihrem Gefühl und sie hat seit vielen Jahren tolle Erfolge damit erzielt (das weiß ich auch von etlichen Erzählungen über sie). Ich denke, ich werde es wagen, aber erst, wenn ich meine mdl. Prüfung hinter mir habe, vorher mag ich mich nicht mit zusätzlichem anderen belasten.
Ich denke, es ist einfach wichtig, eine Fam.Aufstellung bei jemandem zu machen, der wirklich gut ausgebildet ist und Erfahrung hat und der einen da vollkommen durchführen kann. Es gibt so viele, die das ganze nur "so halb" können und ich halte es für gefährlich, wenn jemand es nicht richtig macht. Daher ist absolutes Vertrauen in den Therapeuten das Allerwichtigste.
Wenn das alles passt, glaube ich schon, dass das unheimlich viel bringen kann, auch und vor allem, was Verstrickungen nicht nur innerhalb der Familie, sondern auch in der weiteren Umgebung betrifft, weil man selbst ja von einer schweren Last befreit werden kann, die alles um dich herum mit beeinflusst.
Aber geh bitte ausschließlich nach deinem Gefühl! Ansonsten wird sich die für dich richtige Therapie schon finden!
Achja, was die Allergie betrifft: Auch solche Dinge können sich durch das Auflösen von Verstrickungen /Blockaden verabschieden; und das weiß ich aus Erfahrung (nur eben bisher nicht mit Fam.Aufstellung...)!
Alles Gute!
Hi,
ich habe mal eine Systemaufstellung mitgemacht. In meinem Anerkennungsjahr als Diplom-Sozialpädagogin habe im einem psychologischen Institut gearbeitet und die Fachhochschule hat uns über das komplette Anerkennungsjahr hindurch eine Supervision geboten. Die Supervisorin hat in einigen Sitzungen uns nach dem gleichen Prinzip wie bei den Familienaufstellungen, unsere Arbeitskonstellation in den jeweiligen Praktikumsstellen nachstellen lassen. Das war aussserordentlich interessant und auch bereichernd, aber ich würde nicht unbedingt eine "intimere" Familienaufstellung machen lassen. Ich weiß von Fällen, wo es zu Zusammenbrüchen oder Flashbacks von Betroffenen gekommen ist und der "Aufsteller" hoffnungslos überfordert war in der Situation. Zum einen, weil dann in jedem Fall einzeln weiter gearbeitet werden sollte und eben eine komplette Gruppe beim "Workshop" daneben stand (und auch versorgt werden wollte) und zum anderen muss man psychologisch gut gebildet und auch praktisch erfahren sein, um in solchen Situationen keinen "Schaden" anzurichten finde ich. Das wird sicher nicht in jedem Workshop passieren, aber man sollte demjenigen, der die Veranstaltung leitet schon gut vertrauen können und an seiner Kompetenz keine Zweifel haben, da pflichte ich Inna bei.
Hallo Leute,
ich denke es ist wie bei allen anderen Therapien, wenn diese Therapie beim Patienten angezeigt ist u. der richtige Therapeut sie durchführt, bringt es denjenigen auch weiter.
Den richtigen Therapeuten findet man wie immer über Mundpropaganda.
Ich habe es schon oft gemacht u. fand es hilfreich u. auch immer wieder sehr spannend.
Gruß Jürgen
von Familienstellen habe ich auch schon gehört, aber es ist mir sehr suspekt. Mag mal jemand erklären, wie das abläuft und vor allen Dingen wie und was für Probleme da auftauchen können, die sogar für Therapeuten schwer zu kontrollieren sind. Ich kann mir da gar nichts drunter vorstellen...
Anita
Hallo Piani. Familienstellen oder deren Ableger sind klasse, und wie Jürgen schon sagt: Bei dem richtigen Thema den richtigen Therapeuten das bewirkt immer was.
Ich selbst habe schon oft mitgemacht, bin nämlich jemand, der zwar sehr bodenständig denkt, aber nicht über etwas urteilt, was ich nicht selbst erlebt habe. Also habe ich das mal mitgemacht.
Das wäre also mein Tip an dich: such dir doch mal jemanden bei dem das gemacht wird. Man kann zu solchen Abenden auch gehen ohne selbst etwas aufzustellen. dann stellt man sich nur als Akteur zur Verfügung.
Mal was anderes: Magst du dich mal unter der "Neuvorstellungen"-Ecke vorstellen? Man weiss so gar nichts von dir und dem was du wirklich machst?
Ich kram jetzt diesen Thread noch mal hoch, denn ich hab am letzten WoE mehrere Familienaufstellungen mitgemacht (hab nicht selbst aufstellen lassen, sondern mich "zur Verfügung" gestellt), und ich muss sagen, es ist schon erstaunlich, wie sehr sich Gefühle und Wünsche und Abneigungen etc. auf die jeweilige Person, die für eine "echte" Person steht, überträgt! Ich habe sogar u.a. für eine Wohnung und für ein homöopathisches Mittel gestanden, selbst das hat sagenhaft funktioniert.
Es wurden einige Verwicklungen klar und Personen innerhalb der Familie, bei denen Blockaden bestehen/bestanden, und man bekommt Wege aufgezeigt und Lösungsmöglichkeiten.
Die Energie, die hier in so einer Gruppe entsteht, soll sich ja auch auf die "realen" Menschen bzw. Familienangehörigen übertragen und so soll sich dann insgesamt etwas lösen und ändern können. Dazu würde ich die Menschen, mit denen ich das WoE verbracht habe, natürlich gerne in zwei oder drei Monaten wieder treffen und hören, was sie zu erzählen haben. Mal sehen, vielleicht höre ich das eine oder andere. Interessant wäre es allemal.
Ja, ansonsten war es sehr anstrengend und ein Wechselbad der Gefühle, aber auch sehr schön.
Inna, das kann ich mir vorstellen. Wenn du für eine andere Personen stehst, ist das sicherlich schon wieder ganz was anderes.
War bestimmt eine interessante Erfahrung. Bin dann schon auf die Ergebnisse gespannt. Hoffe, du berichtest dann.
LG Manuela
Wenn ich was erfahre, werde ich gerne berichten:)
Die meisten wohnen nur etwas weiter weg, kann nur hoffen, dass ich sie bei der "Veranstalterin" nochmal wiedertreffe....
Werde in der nächsten Zeit auch einer Aufstellung beiwohnen, allerdings nur als jemand der sich stellen lässt , eine Klientin möchte zu einem sehr persönlichen Thema eine Aufstellung und da ich das noch nie gemacht hab, hab ich das Ganze an eine befreundete Psychologin weitergegeben. Werde es als Erfahrungswert "mitnehmen" und bin schon sehr gespannt. Ich werde dann berichten, wie ich es empfunden habe, ohne hier im offenen Forum (wegen Schweigepflicht) zuviel Inhaltliches preiszugeben. Melde mich hier dann noch mal.
LG
Hildegard
Als ich bie MFT 1 war, da haben wir auch mal Familienaufstellen mit dazugenommen. um die Themen besser zu durchleuchten.
Ich stand auch einmal für ne Person.
Und es war so, daß ich auf einmal den Drang hatte mich von der Person, die mir gegenüber stand ( die ja auch für jemand anders stand) abzuwenden.
Ich wollte nicht, aber es ging nicht anders.
Der Raum war nicht groß genug mich zu entfernen und auch noch den Rücken zu kehren.
War irgendwie schon irre, was ne Energie da war. Das ist dann auf einmal einfach da. Hätte ich mir nie so vorgestellt.
Machte Interesse nach " mehr" ....
Gruß Nicole :)
Ich hatte in diesem Jahr auch das erste Mal Kontakt zu Familienaufstellungen und habe an zwei Veranstaltungen teilgenommen. Immer als Gast der aufgestellt wurde.
Anfangs war ich sehr sehr skeptisch und konnte mir das gar nicht vorstellen und dachte auch die Leute spielen irgendwie. Als ich dann da stand war es aber ganz anders. Man empfindet plötzlich ganz anders und ist förmlich gezwungen irgendwie zu fühlen und zu reagieren.
Ich denke aber man sollte selbst den Mut aufbringen und teilnehmen, das sind Erfahrungswerte die man nicht übermitteln kann. Durch Erzählungen wird das alles immer sehr seltsam anmuten.
Wenn du für jemand anderen stehst, empfindest du auch für ihn. Kann man sich schlecht vorstellen, ist allerdings in der Tat so. Kann auch ganz heftige Reaktionen dabei geben. Je nachdem.
Wenn du für jemand anderen stehst, empfindest du auch für ihn. Kann man sich schlecht vorstellen, ist allerdings in der Tat so. Kann auch ganz heftige Reaktionen dabei geben. Je nachdem.
Na, das kannst du aber laut sagen! Da flossen Tränen, da gab es Wutausbrüche, und man lag sich in den Armen oder wandte sich voneinander ab. Sogar der Wortschatz einer vertretenen Frau wurde übernommen, obwohl man sie nicht kannte und NICHTS von ihr wusste!
Sag ich ja. ;)Du reflektierst in dem Moment den ganzen anderen Menschen, mit allen Emotionen.
Wer das noch nicht erlebt hat, kann das wahrscheinlich gar nicht nachvollziehen.
Du reflektierst in dem Moment den ganzen anderen Menschen, mit allen Emotionen.
Um nun aber niemanden zu verschrecken: Ich empfand die "fremden" Emotionen nie als unangenehm oder bedrohlich. Mir war in jedem Moment klar, dass das nicht ICH bin, und ich hab sie auch nicht so empfunden, dass sie irgendwie geschmerzt hätten oder so. Sie waren da, ja, und ich konnte bzw. MUSSTE sie ausdrücken, aber ohne dass sie "MEINE" waren. Ist schwer zu erklären......hat was mit dem energetischen Feld zu tun, das da entsteht. Sunny hat Recht, muss man selbst erlebt haben;)
Nee, bloß nicht falsch verstehen. Kommen ja auch positive Emotionen hoch.
Also ich selbst hab noch keine Familienaufstellung gemacht, aber mein Mann. Er ist eigentlich immer so ein nüchterner Typ, der nicht an Humbug glaubt:cool:.
Seit dieser Aufstellung jedenfalls hat er seine Position in seiner Familie erkannt und kann viel besser mit seinen Gefühlen umgehen. Für ihn war es sehr hilfreich, besonders, weil er endlich mal seine eigene Position erkannt hat. Er kann es nur weiterempfehlen, man muss aber psychisch schon stabil sein. Außerdem kommt es auch noch drauf an, wer die Sitzung leitet. Wenn diese Person die Leute in einer schwierigen Situation nicht richtig auffängt, kann das auch ganz schön in die Hose gehn:(!
LG Ingrid
Also ich selbst hab noch keine Familienaufstellung gemacht, aber mein Mann. Er ist eigentlich immer so ein nüchterner Typ, der nicht an Humbug glaubt:cool:.
Seit dieser Aufstellung jedenfalls hat er seine Position in seiner Familie erkannt und kann viel besser mit seinen Gefühlen umgehen. Für ihn war es sehr hilfreich, besonders, weil er endlich mal seine eigene Position erkannt hat. Er kann es nur weiterempfehlen, man muss aber psychisch schon stabil sein. Außerdem kommt es auch noch drauf an, wer die Sitzung leitet. Wenn diese Person die Leute in einer schwierigen Situation nicht richtig auffängt, kann das auch ganz schön in die Hose gehn:(!
LG Ingrid
Ja richtig! Deshalb hab ich dazu bis jetzt immer Distanz gehalten; weil inzwischen so viele "Selbsternannte" diese Familienaufstellungen anbieten, ohne es richtig gelernt zu haben und dann in starren oder heftigen Situationen hilflos dastehen!
Ähm, ich hab nun nicht alles durchgelesen (bin im Moment leider etwas lesefaul) - ich stehe Familienaufstellung wirklich skeptisch gegenüber - nichtmal zwingend wegen der Ausübung ansich, sondern wegen dem, was Inna gerade schrieb... zuviele meinen ein Buch lesen reiche um sich dann als Fachmann/-frau zu bezeichnen... das Wichtigste (die Nachsorge) wird garnicht bedacht und das kann wiederum fatale Folgen haben...
Ähm, ich hab nun nicht alles durchgelesen (bin im Moment leider etwas lesefaul) - ich stehe Familienaufstellung wirklich skeptisch gegenüber - nichtmal zwingend wegen der Ausübung ansich, sondern wegen dem, was Inna gerade schrieb... zuviele meinen ein Buch lesen reiche um sich dann als Fachmann/-frau zu bezeichnen... das Wichtigste (die Nachsorge) wird garnicht bedacht und das kann wiederum fatale Folgen haben...
.....und darum ist es m.E. enorm wichtig, sich einen wirklich guten Therapeuten zu suchen, der Erfahrung hat und der einen da vollkommen durchleitet und auch noch hinterher für einen da ist!!! Ich denke, wenn es an der Zeit ist für einen, so etwas zu machen, wird sich der richtige Therapeut finden (Mund-zu-Mund-Propaganda oder "Zufall") - hier möchte ich einen kleinen Verweis geben auf den Thread "The Secret".......:)
Schön, daß du Zufall in Gänsefüßchen geschrieben hast. Die gibst ja bekannntlich nicht.;)
Wir sind heut wieder weise.:rolleyes:
Schön, daß du Zufall in Gänsefüßchen geschrieben hast. Die gibst ja bekannntlich nicht.;)
Wir sind heut wieder weise.:rolleyes:
Doch - das ist das, was dir zufällt..............:) aber nicht "zufällig":D
:rolleyes: so gesehen...............;)
Ich denke auch die Fähigkeiten der Leitung einer Aufstellung sind sehr wichtig, vor allem auch das Auffangen desjenigen der aufstellt und die Nachsorge.
Man sollte aber auch nicht ausser Acht lassen schon vorab mit einem Therapeuten zu arbeiten und somit zu genaueren Fragestellungen zu kommen. Habe erlebt wie Leute die Vorarbeit geleistet haben sehr schnell Klärung im Rahmen einer Aufstellung bekamen und wie Leute ohne diese Vorarbeit ziemlich blind durch die Familiensituation in dem Bild herumstocherten. Das ist zäh und bringt nur mit Einschränkungen das was man sich davon erwartet.
Wem man sich letztendlich anvertraut hängt wohl auch davon ab wie sehr man sich selbst vorher informiert. ;) Unseriöse Anbieter können nur existieren weil sich die Interessenten nicht näher mit dem Anbieter und dessen Werdegang auseinandersetzen.
Das Problem ist - das man dem Therapeuten die Unseriösität nicht zwnigend ansieht ;)
Man kann ja auch erstmal einfach nur als Stellvertreter fungieren, dann siehste ja, ob er/sie was taugt und kannst den nächsten Termin dann als Aufsteller buchen...
@ Silvana: Dieses Problem kann dir überall begegnen!;)
Ja ich denke auch man kann nachfragen, wie derjenige selbst dazu kam, wie lange er das macht wie oft und wo er das gelernt hat. Jemand der verantwortungsvoll mit dem Thema umgeht wird einem sicher gerne die Fragen beantworten ;) So bleibt die Meinungsbildung nicht auf den Anblick desjenigen beschränkt *g*
@ Silvana: Dieses Problem kann dir überall begegnen!;)
Das ist ganz klar...
Das kann dir aber bei allem passieren, ob es in einer Praxis ist oder wie hier diskutiert wir bei der Familienaufstellung. Wenn du die Leute nicht persönlich kennst ........ Dann kommt es ja auch noch viel drauf an, ob dir derjenige sympathisch ist. Für mich spielt das jedenfalls eine riesige Rolle!
LG Ingrid
Das ist ganz klar...
Weiß ich doch. ;)...............................
Ich denke mal das,dass mit dem "Aufstellen" viele interessiert :) Ich habe diesen Link gefunden wo man sich ( wenn man sich damit noch nicht beschäftigt hat ) ein Bild machen kann :)
http://www.youtube.com/watch?v=9xwTGAHeZx8
Lg
Andy
tophinavani
24.07.08, 08:20
Hi,
ich persönlich hätte ja einiges zu klären und mir dazu schon lange vorgenommen, mal eine Aufstellung zu machen, hab aber nicht wirklich den Mut gefunden, Dinge zu verändern.
Nun aber erkannt, dass es sein muss und ich wohl bereit dazu bin.
Da aber vorrangig mein Sohn ein Problem hat (seine Migräne), wollte ich erst daran arbeiten.
Daher hab ich mit einer Freundin (sie hat da einige Erfahrung) meinen Sohn eine Aufstellung auf dem Familienbrett machen lassen.
Das löst diese Emotionen nicht aus, somit fällt das Risiko weg, als unausgebildeter mit der Situation nicht zurecht zu kommen.
Es ist eher eine Möglichkeit einen Überblick zu erhalten.
Und wir haben zutage gefördert, dass die Migräne was mit meinem Opa (der im Krieg einen Kopfschuss erlitten hat), der "nur" der Stiefvater meines Vaters ist, zu tun hat.
Mein Sohn hat mich zw. sich und die Migräne gestellt, als SOLL-Situation... also liegt es wohl an mir, dies aufzulösen.
Dabei steh ich aber nun an dem Punkt wo ich mich frage WIE ??
Daher mach ich nun im Oktober eine Aufstellung, um Klarheit zu bekommen.
Gruss Silke.
Hi,
ich persönlich hätte ja einiges zu klären und mir dazu schon lange vorgenommen, mal eine Aufstellung zu machen, hab aber nicht wirklich den Mut gefunden, Dinge zu verändern.
Nun aber erkannt, dass es sein muss und ich wohl bereit dazu bin.
Da aber vorrangig mein Sohn ein Problem hat (seine Migräne), wollte ich erst daran arbeiten.
Daher hab ich mit einer Freundin (sie hat da einige Erfahrung) meinen Sohn eine Aufstellung auf dem Familienbrett machen lassen.
Das löst diese Emotionen nicht aus, somit fällt das Risiko weg, als unausgebildeter mit der Situation nicht zurecht zu kommen.
Es ist eher eine Möglichkeit einen Überblick zu erhalten.
Und wir haben zutage gefördert, dass die Migräne was mit meinem Opa (der im Krieg einen Kopfschuss erlitten hat), der "nur" der Stiefvater meines Vaters ist, zu tun hat.
Mein Sohn hat mich zw. sich und die Migräne gestellt, als SOLL-Situation... also liegt es wohl an mir, dies aufzulösen.
Dabei steh ich aber nun an dem Punkt wo ich mich frage WIE ??
Daher mach ich nun im Oktober eine Aufstellung, um Klarheit zu bekommen.
Gruss Silke.
Danke fuer deine offene Antwort :).
Ich finde es einfach der Wahnsinn, was da so geht ....
Wenn die Zeit reif dafuer geworden ist hinter die Kulissen zu schauen, dann erkennt man dies auch.
Ich bin sicher es ist der Schritt in die richtige Richtung :) fuer euch.
Und ihr habt doch schon was aufdecken können, ist doch toll.
Aber ihr habt auch gewußt : hier ist Schluß, da muß ein erfahrener Therapeut her.
Ich wünsche dir viel Erfolg bei der Fam. Aufstellung im Oktober.
LG Nicole
tophinavani
24.07.08, 11:57
Hi,
ja, ich will mich da auf jeden Fall in erfahrene Hände begeben, weil ich ja weiss, was in meiner Familie so alles war und was in meiner Kindheit war und ich denke, das wird nicht leicht. Da möchte ich mich in guten Händen wissen ;-)
Hab aber heute noch was ausprobiert... denn anscheind ist mein richtiger Großvater aus dem Familienverband entfernt und macht sich nun bemerkbar ...
Hab mich auf einen Zettel mit seinem Namen gestellt und ganz was komisches erlebt... ich fiel nach vorne auf die Knie... hab es mehrmals gemacht und immer passiert dasselbe.
Mir kommt der Satz: Es tut mir leid in den Sinn.
Wenn ich auf einem Zettel mit dem Namen meines Vaters stehe (der keinen Kontakt zu seinem echten Vater hatte) dann schwanke ich darauf rum wie ein Kuhschwanz :-)
Es ist echt faszinierend... und man zweifelt zw.durch echt an seinem Verstand... weil man eigentlich meint, sowas ist nicht möglich... und wenn andere es erzählen, denkt man zwar, WOW, aber so 100%ig glaubt man es dann vielleicht nicht, bis man es selber erlebt...
Das wird definitiv ein Bereich werden, in dem ich mich ausbilden lassen werde....:-)
Aber nun freu ich mich erstmal auf meine Aufstellung und hoffentlich eine gute Lösung.
Gruss Silke.
Die Supervisorin hat in einigen Sitzungen uns nach dem gleichen Prinzip wie bei den Familienaufstellungen, unsere Arbeitskonstellation in den jeweiligen Praktikumsstellen nachstellen lassen. Das war aussserordentlich interessant und auch bereichernd, aber ich würde nicht unbedingt eine "intimere" Familienaufstellung machen lassen. Ich weiß von Fällen, wo es zu Zusammenbrüchen oder Flashbacks von Betroffenen gekommen ist und der "Aufsteller" hoffnungslos überfordert war in der Situation. Zum einen, weil dann in jedem Fall einzeln weiter gearbeitet werden sollte und eben eine komplette Gruppe beim "Workshop" daneben stand (und auch versorgt werden wollte) und zum anderen muss man psychologisch gut gebildet und auch praktisch erfahren sein, um in solchen Situationen keinen "Schaden" anzurichten finde ich.
:)
Ich finde es wunderbar, diese Zeilen hier zu lesen.
Die Möglichkeit, Aufstellungen zu machen, kommt aus Zeiten vor Hellinger, der für mich absolut indiskutabel ist. Und das ist noch sehr harmlos ausgedrückt.
Er nutzt diese Plattform für seine "Spielchen", um sein Image zu boosten. Die Menschen werden dort nicht aufgefangen, das ist auch überhaupt nicht seine Absicht.
Aber ein wenig konstruktiver:
Die Methode ist älter als er und wer bei Virginia Satir nachlesen möchte, ihm sei sie als Autorin von mir empfohlen!
Wenn man diese Möglichkeit, an Dinge ranzukommen in einem therapeutischen Prozess anwendet, ist es sicher noch einmal ein ganz anderer Ansatz.
Man kann jedoch de facto nicht davon ausgehen, auf solchen Bühnenveranstaltungen, die einen Tag oder ein Wochenende gehen, nicht davon ausgehen, grundsätzliche Dinge zu lösen. Die benötigen dann immer einen Raum, in dem der Schutz gewährleistet ist, den ein jeder braucht. Und: da sind es dann nur wenige Menschen, zu denen man auch Vertrauen braucht. Sprich: es wäre in einer Therapiegruppe mit einem sehr guten Therapeuten, also einem, der seine eigene Geschichte so ernst nimmt, dass er weiter an sich arbeitet, eventuell eine Möglichkeit.
Von Gruppen, die in Blättchen der esoterischen Richtung angeboten werden, rate ich persönlich ab. Die Flash-backs sind nicht zu unterschätzen und das, was es dann braucht ist einfach eine Begleitung, die nur in einem guten therapeutischen Umfeld zu gewährleisten ist.
Herzlich
Uta
Hallo zusammen,
hatte den Thread gar nicht gesehen - schön, dass er nun wieder auftaucht.
Vor einigen Jahren habe ich eine ca. 2-jährige Fortbildung zu Systemaufstellungen bei den Hellinger-Schülern Hans-Peter Milling und Edeltraud Luithardt in Ludwigsburg absolviert. Bert Hellinger bleibt sicher umstritten. Seine Entwicklung haben wir anhand von Videos verfolgt und diskutiert. Er hat mehrere Methoden entwickelt und ordentlich verbreitet. Inzwischen haben viele Therapueten seine Ideen weiterentwickelt und sich gerade in den letzten Jahren weitgehend emanzipiert.
Heute gibt es mit der Deutschen Gesellschaft für Systemaufstellungen eine Organisation, in der Bert Hellinger keine tragende Rolle mehr spielt (er geht andere Wege). Insofern antworte ich auch gern auf die Frage, ob ich nach Hellinger arbeite, gern mit der Gegenfrage: "welcher Hellinger ist denn gemeint, der frühe, der mittlere oder der späte". Anfangs hat er sehr dirigistisch gearbeitet nach der "Ordnung der Liebe", dann stand mehr die "Realität der lösenden Sätze" im Vordergrund, und heute arbeitet er nur "in der Energie". Bert Hellinger bleibt, so betrachtet, dennoch der geistige Vater einer Bewegung und verdient für diese Leistung Respekt und Anerkennung, ob man nun seinen damailgen oder heutigen Stil mag oder nicht.
Übrigens scheinen auch die großen Aufstelungen im Saal keineswegs kraftlos (gewesen) zu sein. Das gilt anscheinend auch für Brettaufstellungen. Gerade vor ein paar Tagen hörte ich wieder einmal von einer solchen Arbeit, bei der es heftig zu Werke ging. Ich denke, es hängt dabei sehr von dem Einfühlungsvermögen - der Offenheit - des Stars ab. Schließlich konnten wir uns als Kinder doch auch so gut in Puppen oder andere Spielfiguren reinversetzen...
Virginia Satir Familienskultpur funktionert völlig anders und kann uns auch mit ihren vielen anderen anschaulichen Methoden sehr bereichern. Insofern halte ich einen Glaubenskrieg Satir vs. Hellinger für groben Unfug. Und außerdem gibt es ja noch so vele andere wirksame Therapieverfahren... Welche Vorgehensweise die jeweils passende ist, hängt einfach vom Fall und den beteiligten Personen ab.
Inzwischen gibt es auch Aufstellungsmethoden, die für die Klienten sehr stark schützend wirken, wie z.B. stumme Aufstellungen, bei denen die Protagonisten ihre Rollen nicht kennen und das Anliegen des Stars nur noch dem Aufstellungsbegleiter bekannt ist. Auch gibt es viele Möglichkeiten, zu zweit zu arbeiten, z.B. mit Scheiben oder mit dem Integrationskreis.
Das mit der Vor- und Nachbesprechung kann ich ebenfalls nur unterstreichen. Im Grunde ist es einfach so, dass hier ohnehin bei manchen ein gewisses Mißverständnis besteht. Eine Aufstellung ist einfach ein mögliches Element einer Therapie bzw. Beratung, die sich vielleicht über ein Vierteljahr erstreckt. Manchmal klärt sich schon viel durch das Erstellen eines Genogramms. Eine vernünftige, an die Bedürfnisse und Anliegen des Klienten angepasste Therapie benutzt diejenigen Verfahren, die vermeintlich den größten Nutzen haben. Es gibt eine Menge Situationen, bei denen schlichtweg etwas anderes angemessener ist wie z.B. ein lösungsorientiertes Gespräch.
Liebe Grüße
Kai
Ich habe hier im Forum schon mal meine Meinung zu Hellinger abgegeben und davon weiche ich nicht ab. Ich denke jedoch, dass es Menschen gibt die andere Ansätze finden und ihre Klienten anders betreuen. Ich habe mit Menschen gesprochen die Familienaufstellungen gemacht haben und die dadurch ein Problem erkannt haben an dem sie arbeiten können. Wie sie das machen, ist wieder Ihre Entscheidung.
Ich respektiere diese Form der Arbeit, aber wenn eine Freundin mich fragt rate ich ihr ab.
Jeder kann immer nur von seinem eigenen Gefühl oder seinen Erfahrungen sprechen.
Hallo Nadine,
was hast Du denn für Erfahrungen mit Familienaufstellungen gemacht? Warst Du mal bei Hellinger?
Liebe Grüße
Kai
Hallo Nadine,
das ist schade, dass Du offensichtlich negative Erfahrungen damit gemacht hast. Wie in jedem anderen Beruf/Bereich auch, gibt es leider auch bei der familiensystemischen Arbeit Therapeuten, die nicht sehr sorgfältig arbeiten. Da es sich hier um eine sehr sensible Therapie handelt, würde ich auch nur zu jemanden gehen, von dem ich weiss, dass der/die Erfahrung damit hat und behutsam damit umgeht.
Es gibt aber auch Menschen, die noch nicht bereit dafür sind, hinzusehen, weil sie Angst davor haben, was sie sehen und dann damit nicht umgehen können. Das muss man natürlich respektieren, obwohl ein guter Therapeut auch dies abfangen und begleiten kann. Manchmal reicht es sogar schon, dass Menschen anhand der Konstellation erkennen, womit bestimmte Dinge in ihrem Leben etwas zu tun haben. Alleine diese Erkenntnis kann schon viel bewirken, wenn man bereit dazu ist.
LG Marion
Hallo Nadine,
was hast Du denn für Erfahrungen mit Familienaufstellungen gemacht? Warst Du mal bei Hellinger?
Liebe Grüße
Kai
Hallo Kai,
nein, ich war persönlich nicht bei Hellinger. Wo ich froh für bin. Ich habe mich zu einem gewissen Zeitpunkt mit verschiedenen Arten der Therapien auseinandersetzten müssen um für mich das geeignete zu finden. Unter anderem habe ich mich mit Hellinger bzw. dem Familienaufstellen auseinandergesetzt.
Ich habe mich wie gesagt mit Menschen unterhalten die da waren, ich habe Berichte gelesen, im Internet gesucht etc.
Klar gab es auch positive Aussagen, aber meine persönlichen Kontakte die ich hatte haben mich dann überzeugt, dass ich das nicht machen wollte.
Ich beziehe mich mit meiner Abneigung in erster Linie auf die PERSON Hellinger, das möchte ich nochmal deutlich sagen.
Ich denke ,wenn das jemand liebevoll begleitet, dann kann das eine Unterstützung sein. Ich habe eben etwas anderes für mich gefunden.
Gruß Nadine
TaffetaDarling
26.07.08, 10:34
Ich habe eine Aufstellung für mich, also zu zweit mit dem Therapeuten, und einen Aufstellungsabend in der Gruppe mit dem selben Therapeuten erlebt. Und fand das durchweg absolut positiv. Dieser Therapeut, mein Heilpraktiker, arbeitet im Grunde nach Hellinger. Nur dass er einen anschließend nicht derart "absägt". Zwar ist auch sein Grundsatz, "die Seele findet ihren Weg". Er steht aber immer für Nachgespräche zur Verfügung, fragt durchaus auch selbst nach, wie sich die Dinge so entwickelt haben, und treibt die Leute nicht bis zum Äußersten. Von Hellinger hab ich bisher nur die "Ordnungen der Liebe" gelesen und hatte da genau die selben Kritikpunkte wie ihr hier. Hätte ich das Buch zuerst gelesen, ich weiß nicht, ob ich zum Aufstellen gegangen wäre.
Mich beschäftigt diese Diskussion gerade sehr und das habe ich mal zum Anlass genommen Hellinger nochmal zu googeln. Mittlerweile gibt es sogar ein Buch von einer Frau die einige Zeit mit Hellinger verbracht hat. Sie ist schwer traumatisiert aus dieser "Sekte" herrausgekommen. Sie spricht von Gehirnwäsche, Manipulationen und Demütigungen.Und immer wieder wird betont, dass der Täter nichts dafür kann, wenn er sein Kind vergewaltigt.Das Kind ist daran Schuld, hat es so gewollt und soll doch bitte noch dankbar dafür sein.
Es macht mich einfach nur wütend und hilflos wenn ich sowas lese..
Ich beziehe mich mit meiner Abneigung in erster Linie auf die PERSON Hellinger,
Das kann ich durchaus nachvollziehen und ich kenne einige Therapeuten, die sich von ihm distanzieren. Es geht in der Aufstellung nicht um Bewertung oder Verurteilung, wie ich es schon von Aufstellung bei Hellinger gehört habe. Rüdiger Dahlke erzählte mal von einer Pat., die völlig fertig zu ihm kam, sie solle ihr Kind dem alkohol- und drogensüchtigem Vater in der USA übergeben, so jedenfalls meinte die Therapeutin bei einer Familienaufstellung. Auf Nachfrage meinte diese Therapeutin, dass hätte Hellinger doch genauso bei einer ähnlichen Aufstellung gesagt...Furchtbar. Es steht uns nicht nicht zu zu bewerten, zu verurteilen und den Leuten zu sagen, was sie zu tun und zu lassen haben. Diese Entscheidung obligt ganz alleine dem Patienten. Wir können nur begleiten und für sie da sein, ihnen zuhören.
@Nadine
Was die Täter/Opferrolle angeht: stell Dir vor, Du fährst mit Deinem Auto und plötzlich schnellt ein Kind aus der Seitengasse und Du hast keinerlei Möglichkeiten auszuweichen, Du hast alles richtig gemacht, das Kind stirbt. In diesem Fall bist Du sowohl Täter, als auch Opfer. Du hast die Tat begangen, aber Du bist auch Opfer, denn Dein Leben wird niemehr so sein, wie vorher, denn auch für Dich ist das ein grosses Trauma. Das Kind ist ebenfalls Täter und Opfer. Opfter, weil es verletzt wurde und gestorben ist, und auch Täter, weil es Dir dieses Trauma zugefügt hat. Keiner von euch beiden wollte dies.
Aus der Sicht der Mutter des Kindes mag das vielleicht ganz und gar nicht so sein und sie wird Dich als Täter verurteilen.
Ich lebe nach dem Motto: nichts geschieht ohne Grund. Ich habe in meinem Leben schon so manch schlimme Dinge erlebt und nach jedem Ereignis musste ich Entscheidungen treffen, welchen Weg ich weiter gehe und sie haben mich letztendlich dahin gebracht, wo ich heute bin.
LG Marion
Hallo Marion, ich habe komischerweise gar keine Meldung bekommen, dass du geantwortet hast deshalb schreibe ich jetzt erst.
Mir ist klar, dass wir Menschen, aufgrund der Polarität in der wir leben, immer zwischen Opfer und Täter hin und her ditschen.
Das hat ja etwas mit der Introjektion bzw Indentifikation zu tun.
Also, das heißt wird zB. ein Kind Opfer hat es nur zwei Möglichkeiten. Entweder es sagt sich besser schlagen als geschlagen werden, identifiziert es sich mit dem Täter und wird zum Täter aus dem Opfer heraus. Oder es denkt sich: Nein ich tue das niemals jemanden an, bleibt es im Opfer. Allerdings kann es in einer Regression Introjekte (Tätersätze) rausschleudern und ist dann in dem Moment auch Täter.
Die Polarität können wir nicht aufheben aber ich denke mit immer mehr Bewusstsein über seine eigenen Introjekte kann man immer mehr daran arbeiten sie nicht zu benutzen, das heißt dann anders zu reagieren.
Und zusätzlich kann man noch an den Themen arbeiten die für die Regression verantwortlich sind, so dass man beim nächsten mal schon weniger oder gar nicht mehr regrediert.
Von Hellinger hab ich, ehrlich gesagt, keine Ahnung. Allerdings hab ich eine Familienaufstellung machen lassen und selbst auch an einigen mitgemacht. Wir waren in einem geschützten Rahmen, wurden therapeutisch begleitet und somit optimal betreut. Und ich bin nach wie vor beeindruckt, wie sehr man sich in fremde Menschen hineinversetzten kann und wie es hilft, Beziehungen und Zusammenhänge innerhalb einer Familie mal von außen zu betrachten. Wenn die eigene Familie so aufgestellt vor einem steht, merkt man manchmal erst, wer welche Rolle übernimmt und manchmal auch, woher manche Probleme kommen. Man stellt vielleicht seinen Vater, zu dem man keine besondere Beziehung hat, abseits und merkt erst in der Aufstellung, wenn er dann näher bei einem steht, wie gut es tun kann, eine Beziehung zu seinem Vater zu haben, die man vorher zumindest bewusst nicht vermisst hat (unbewusst aber eben schon). Ich hoff, ihr versteht, was ich mein (mir kommts schon wieder sehr chaotisch vor).
Im Zweifel könnt ihr gern nachfragen ;-)
Liebe Grüße
Irena
Ich habe während meiner HP Ausbildung ein einziges Mal an einer Familienaufstellung teilgenommen, weil ich mir ein Bild von dieser Therapie machen wollte.
Habe von Hellinger bis dato selbst keine Ahnung gehabt.Habe mich selbst aufstellen lassen, bzw. meine Familie. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte ich zu einer meiner Schwestern immer ein gespanntes Verhältnis und wußte eigentlich nicht, woher das rührte.
Bei dieser Aufstellung gingen mir tausend Lichter auf und heute habe ich ein völlig normales Verhältnis zu eben dieser Schwester. Ich habe während dieser Aufstellung erfahren, welchen Stellenwert diese Schwester in unserer Familie einnahm und warum ich Probleme mit ihr hatte, ohne das ich mir dessen bewußt war. Ich bin dankbar für diese Erfahrung, würde aber raten zu einem sehr einfühlsamen Therapeuten zu gehen.
LG Regina
Maerchenhexe
13.04.09, 09:36
Ich habe nichts gegen Familienaufstellungen, die sowohl vorher als auch nachher fachmännisch begleitet und aufgearbeitet werden. Wohl aber habe ich sehr viel gegen die Schuld-und Sühnemethoden des Bert Hellinger. Hier ein Auszug (aus eigener AA, Kopie und Verbreitung sind hiermit untersagt):
Bei Krebs und anderen lebensbedrohlichen Krankheiten fühle sich der Betreffende oft für jene Mitglieder verantwortlich, die Schlimmes erlebt haben; Brustkrebs gar resultiere aus einem Unrecht, dass eine Frau einem Mann angedeihen ließ (z. B. brachte eine an Brustkrebs erkrankte Frau kein Mitgefühl für die Männer auf).
Das ist nur ein Beispiel aus einer breiten Palette der Schuld-und Sühne-Doktrin nach dem Verständnis Hellingers, beispielsweise zu Inzest; er lässt die missbrauchte Tochter sich beim Vater entschuldigen mit der Aussage, sie habe es gerne für ihn getan.
Adoption ist Unrecht und kann mit dem Tod des Kindes (oder stellvertretend natürlich eines anderen Kindes) "bestraft" werden.
Das sind Theorien, denen ich nicht zustimmen oder folgen kann und Hellinger hatte seine Massenaufstellungen als Bildungsveranstaltungen angemeldet- daher konnte er auch nicht belangt werden als sich eine Teilnehmerin nach der Aufstellung das Leben nahm. Ob seine "symbolischen" Worte: "Du stribst" - wenn jemand nicht macht, was er meint dass jene/r das zu machen hat und dies den/diejenige sagen lässt- den Ausschlag gaben könnte nur die suizidierte Frau beantworten. Vielleicht im Rahmen einer Eigenaufstellung des Bert Hellinger?
Ja, der Hellinger ist schon sehr speziell.....Und die von Dir gemachten Bsp. der Grund dafür, weshalb sich immer mehr Familiensteller von ihm distanzieren, denn das, was er macht, hat damit nichts mehr zu tun und ist in einigen Fällen in meinen Augen schon als gefährlich und grobfahrlässig einzustufen.Aber es ist wie mit Allem, schwarze Schafe gibt es überall...
LG Marion
Auch das Aufstellen ist nur eine Methode; es ist ein Handwerkszeug - das sowohl gebraucht als auch mißbraucht werden kann; wir als Therapeuten tragen Verantwortung für unsere Klienten unser Handwerkzeug passend auf ihn zu wählen und zu wissen, welchen Hebel wir ansetzen.
Die Aufstellung erlaubt dem Klienten einen anderen Blickwinkel auf sein Problem und bietet einen *möglichen* Lösungsansatz, wobei - zumindest habe ich es so gelernt - keine Wertung und Interpretation vorgenommen wird: das Lösungsbild wirkt für sich.
Liebe Grüsse,
Claudi
Genau das ist es Claudia, keine Bewertung und vor allem keine Lösung anbieten oder vorgeben, der Pat./Klient kommt i.d.R. auch von selber auf die Lösung, man kann höchstens z.B. mehrere Lösungswege, bzw. Ansätze vorschlage, wählen muss der Pat. selbst aus sich heraus. Das ist aber i.d.R. auch kein Problem.
LG Marion
Maerchenhexe
13.04.09, 13:25
Amen. :D
17,18,19,20
Ähm....was bedeuten die Zahlen? (Oh es sind ja wieder Smilies da, prima...also dann...) :confused:
LG Marion
Maerchenhexe
13.04.09, 13:39
Wenn der Kommentar zu kurz ist macht das Programm darauf aufmerksam, dass mindestens 20 Zeichen zu schreiben seien und wenn ich denke, es ist soweit, zähl ich einfach öffentlich "runter" :D
@Märchenhexe
Kommen in Deinen Beratungen auch Aufstellungen zum Einsatz?
Liebe Grüsse,
Claudi
Maerchenhexe
13.04.09, 16:46
Warum fragst Du? Und wie kommst Du darauf, dass ich "berate"?? :confused:
Wenn der Kommentar zu kurz ist macht das Programm darauf aufmerksam, dass mindestens 20 Zeichen zu schreiben seien und wenn ich denke, es ist soweit, zähl ich einfach öffentlich "runter" :D
Ach soooooo, ja dann....dachte schon ich stehe auf dem Schlauch...;)
LG Marion
Warum fragst Du?
Weil es mich interessiert ;)
Und wie kommst Du darauf, dass ich "berate"?? :confused:
Sorry, ich berate und coache noch immer - und auch mein Titel hat nichts daran geändert, daß ich meinen Gegenüber als Klienten bezeichne (Patient hat für mich eine negative Konnotation von "ich gebe meinen Verstand an der Garderobe ab und ergebe mich in mein Schicksal).
... formuliere die Frage um in "Sind Familienaufstellungen Teil Deine Therapiekonzeptes" :D
Liebe Grüsse,
Claudi
Maerchenhexe
14.04.09, 12:58
Also erstmal: nein, ich arbeite nicht als psychologische Beraterin und nein, ich berate auch nicht, da das kurzfristige Interventionen sind.
Längere Prozesse sind nun einmal Therapie, das ist "titelunabhängig".
Ich arbeite mit Hypnose und nicht mit Familienaufstellungen, habe aber keine Bedenken sie gelegentlich anzuwenden, jedoch gestalttherapeutisch geprägt und nicht mit "echten Menschen". Dazu sind mir gruppendynamische Prozesse einfach zu suspekt und lenken von der ursprünglichen Person, um die es geht, ab.
Im schriftlichen Bereich rede ich vom Patient.
Ansonsten rede ich die Leute mit Namen an. :D
Ich hoffe, dass das Deine Fragen beantwortet. :)
Ansonsten rede ich die Leute mit Namen an. :D
Datt is immer von Vorteil :D
Ich hoffe, dass das Deine Fragen beantwortet. :)
Yep, danke :)
Liebe Grüsse,
Claudi
Hallo zusammen,
der thread ist ja schon ziemlich alt aber "zufällig" bin ich drauf gestoßen. Genauso "zufällig" wie mir in der letzten Zeit immer mal wieder das Thema Familienaufstellung über den Weg läuft.
Vielleicht hat's ja mit der Situation unserer Familie zu tun (meine Mutter hat Alzheimer und seit kurzem pflege ich sie, da mein Vater das nicht kann - oder will ... genau wie meine Geschwister).
Ich würde gerne mal an einer Aufstellung teilnehmen; erstmal nur als Vertreter oder wie immer das heißt - Ihr wißt schon.
Kann mir jemand bitte erklären, wie ich als Vertreter an eine Gruppe komme und möglichst auch vertrauenswürdige, gute Therapeuten hier in der Nähe (Großraum Düsseldorf - Wuppertal)? Gerne auch per PN.
Mal gucken, was "zufällig" weiter passiert.
LG
Rosi
Niemand da, der etwas dazu sagen kann?
Na gut: ich habe mich mittlerweile bei einer Remscheider Gruppe "Reise ins Sein" als Stellvertreterin registrieren lassen. Eine Session kostet bei denen 20 Euro. Die nächste ist Ende Februar und da bin ich dabei. Bin schon ziemlich gespannt.
Kennt die jemand?
LG
Mieze
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