Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Punkte sammeln als Heilpraktiker
Hallo Leute,
ich habe mal eine Frage an Euch, wie Ihr die ganze Sache seht:
Der BDH möchte ja eine Qualifizierung der Heilpraktiker, so dass man vorweist, dass man sich weitergebildet hat, sei es nun durch Fachliteratur lesen, duch besuchte und anerkannte Seminare, dass man Kongresse besucht usw.
Der Verband der "freien Heilpaktiker" wehrt sich immens gegen solch eine Qualifizierung. Sie meinen, dass wir anhand unserer Ausbildung und mit bestandener Prüfung schon der Pflicht der Weiterbildung unterliegen und dieses nicht noch durch Punkte nachweisen müssen. Sie meinen, dass die Qualifizierung, so, wie der BDH es sich vorstellt, der "Untergang" des Heilpraktikerberufes ist.
Wenn man nun beide Ansichten der Verbände verfolgt, dann kann ich nur sagen, dass es fast wie im Kindergarten abgeht........ Der eine Verband zieht den anderen Verband durch den Kakao und beide greifen sich indirekt an. Sicherlich kämpfen da die freien Heilpraktiker noch etwas mehr gegen den BDH, als umgedreht.
Wie seht Ihr das? Ist eine Qualifizierung der Heilpraktiker sinnvoll um einen gewissen Grundstock an Bildung zu haben? Nimmt man damit die "schwarzen Schafe" vom Markt? Ist es der Untergang der Heilpraktiker, wenn sie nachweisen, dass sie sich weiterbilden?
Noch etwas: die freien Heilpraktiker sagen, dass man mit bestandener Prüfung schon eine Leistung an Wissen erbracht hat....... Ja, das stimmt, man hat sehr viel gelernt! Beim Gesundheitsamt wird dann ein kleiner Ausschnitt von dem Erlernten abgefragt, nämlich genau 45 Minuten! Wenn ich Glück habe, dann kann ich mein Erlerntes hier preisgeben und habe bestanden. Glück ist es somit auch, wenn Themen drankommen, die ich gut kann. Aber ich würde es mal so sagen: die Urkunde ist die Eintrittskarte in eine neue medizinische Welt, wo ich mich ständig weiterbilden muss, denn nur durch die Praxis kann ich Wissen erlangen, was sich dann auch festigt und mich Erfahrenener macht. Oder würde einer von Euch bestandenen Heilpraktikern sagen, dass er sich nach der Prüfung so wissend fühlt, dass er sofort an dem Menschen praktizieren kann???? Sicherlich mag es hier einige Genies geben, aber ich denke, dass die Erfahrung mit der Praxis kommt und mit dem ständigem Weiterbilden und dem Austauschen mit Kollegen.
Lieben Dank für Eure Antwort.
Gruß, Tati
Ich schreib dazu mal meine ganz persönliche Sicht, von der ich aber keinesfalls jemand anderen überzeugen möchte.
Da ich der Meinung bin, dass Weiterbildung in jeglichem Beruf von Nutzen - wenn nicht gar erforderlich - ist, hätte ich aus Heilpraktikersicht nichts gegen ein Punktesystem einzuwenden.
Wenn es dazu führt, dass Patienten sich bei Bedarf an einen Heilpraktikerverband wenden können, um sich dort über fachlich qualifizierte Heilpraktiker zu informieren, kann es aus Patientensicht auch nur von Vorteil sein.
:) Lisa
Gibt es diese Punkte nicht auch schon seit einiger Zeit bei den Physiotherapeuten?
Auch ich persoenlich, plaediere dafuer.
Weiterbildung ist Pflicht und ist ausserdem eine gute Moeglichkeit, in einem staedigen Austausch mit Kollegen und Kolleginnen zu bleiben.
Genauso wichtig, empfinde ich es fuer Patienten, die sich Klarheit und Transparenz verschaffen zu koennen.
Was ich allerdings dann auch beanstanden moechte, waere, dass ich natuerlich und selbstverstaendlich meinen Pflichten als HP nachkomme, dann aber nicht nur die Pflichten uebernehmen moechte ( indiskutable Grundlage ) sondern auch mehr Rechte eingeraeumt bekommen moechte.
Als Erste, dass HP die Moeglichkeit haben, mit der oft schamlos gefaellten Meinung ueber sie, aufzuraeumen.
Gila
Als Erste, dass HP die Moeglichkeit haben, mit der oft schamlos gefaellten Meinung ueber sie, aufzuraeumen.
Gila
Da ist aber ein Riesenberg an Müll abzutragen ;)
Da ist aber ein Riesenberg an Müll abzutragen ;)
Da hast du Recht Lisa.
Doch wenn wir uns dem Problem als Erste stellen, haetten wir eine Chance. :)
Gila
Da hast du Recht Lisa.
Doch wenn wir uns dem Problem als Erste stellen, haetten wir eine Chance. :)
Gila
Ja stimmt. Also, ich hätte nix dagegen, wenn man Qualifikation nachweisen kann und muss :)
Ich finde es schon interessant, dass sich bis jetzt nur positive Stimmen dazu gemeldet haben.
Zu Gillian: Ja, solch eine Zertifizierung gibt es auch schon bei Physiotherapeuten und bei Ärzten und Arzneimittelfirmen.
Warum ich das hier frage ist einfach der Grund, dass ich nicht so ganz verstehe, warum sich die "freien Heilpraktiker" so dagegen aussprechen. Ich habe gerade das aktuelle Blatt "Top-Heilpraktiker" durchgelesen und da kritisieren sie das Vorhaben wieder auf´s Schärfste. Und: Sie meinen, dass die Zeitschrift "Deutsche Heilpraktier Zeitschrift= DHZ" eigentlich ein sinnloses Herausbringen war, da wir schon genug Fachlektüre haben. Aber ganz ehrlich: die Zeitschrift ist Klasse! Sie ist sehr übersichtlich, die Themen sind alle sehr gut geschrieben und durch das farbliche Absetzen, weiß man, in welchem Fachbereich man ist. Dagegen finde ich die Zeitschrift der freien Heilpraktiker eher trocken und total unübersichtlich und was mich am meisten stört: man hat sich gerade in einen Artikel eingelesen, dann heißt es: Fortzsetzung im nächsten Heft...... was soll den das?
Na ja, ich will hier auch nicht in Diskussion stellen, welche Zeitschrift besser ist oder nicht, aber ich frage mich einfach, ob bei dem einen Verband evtl. ein wenig Neid dahintersteckt und sie deswegen alles mehr oder weniger schlecht machen, was die anderen Verbände nun hervorbringen, sei es das Zertifikat oder auch die DHZ.
Irgendwie finde ich es traurig, dass Verbände sich gegenseitig "bekämpfen" und dafür Energie und Geld ausgeben, anstatt miteinander zu arbeiten und uns dann auch gemeinsam in unserer Arbeit unterstützen.
Das gleiche gilt m. E. auch für den Bereich der Psychotherapie - auch da sind Qualifikationen und Fortbildungen wichtig und erforderlich. Wer seinen Job verantwortlich machen möchte, wird dem zwar sicher auch ohne Punkteskala Rechnung tragen können und es auch tun - aber für Klienten wäre es eine gute Möglichkeit, bei dem nicht gerade kleinen Angebot an Therapeuten eine Richtschnur zum *Selektieren nach Qualität* zu haben..
Hallo Tati!
Ich bin auch Abonnet der DHZ. Ich schließe mich Deiner Meinung an, dass sie eine sehr gut gegliederte Zeitschrift ist.
Auch die Inhalte sind gut recherchiert und eindrücklich beschrieben.
Ich habe auch über diese Auseinandersetzung der verschiedenen HP-Verbände gelesen und war entstzt, dass es jetzt auch unter den HPs zu heftigen Diskussionen kommt.
Wir haben nur der Einheit und Stärke dieser Verbände einiges zu verdanken. (Neuraltherapie) Nur wenn wir dort alle zusammenhalten haben wir eine Chance "gegen" die Ärzteschaft.
Zum Thema Qualifizierung kann ich nur sagen: Ich stimme dafür.
Natürlich wissen wir alle, dass wir zur Weiterbildung verpflichtet sind. (Ich kann, wenn ich in 3 Tagen dann HP bin doch praktisch eigentlich noch nix. Wo soll es denn bitte schön herkommen, wenn ich mich nicht weiterbilde?!)
Leider gibt es unter uns Menschen (egal welcher Berufsstand) immer schwarze Schafe, die meinen, schon alles zu beherrschen.
Ich denke, in der Medizin gibt es durch Forschung auch immer neue Erkenntnisse darüber, wie einzelne Mechanismen im Körper funktionieren. Da muss man doch auch "am Ball bleiben".
Außerdem ist eine gewisse Qualitätssicherung auch etwas, von dem der Patient profitieren kann. Er kann so bei der HP-Suche sicher sein, dass er nicht an einen "ungebildeten" Therapeuten gerät.
Bei der Ärzteschaft soll es doch auch so etwas in der Zukunft gebnen, oder?!
Finde, dass haben auch einige bitter nötig! (Der Arzt bei uns um die Ecke vor allem!)
Ich denke also abschließend, dass Therapeuten, egal welcher Gruppe, die verantwortungsbewusst sind, sich immer weiterbilden werden. Egal ob mit oder ohne Punktesystem.
Doch ich finde es gut, wenn die, die eigentlich keine Lust dazu haben, so auch dazu verpflichtet werden und auch kontrolliert werden!
Vor allen Dingen: WER bestimmt denn, WELCHE Fortbildungen Punkte "bringen"?? Es gibt schließlich genug Kollegen, die nicht rein körperlich arbeiten, was ist denn mit denen? Da sie keine oder wenig Punkte sammeln können, gelten sie als schlecht weitergebildet?
Fort- und Weiterbildung ist grundsätzlich wichtig und sollte schon Pflicht sein. ABER in welchem Fachgebiet ich mich fortbilde möchte ich selber entscheiden, und zwar ohne Bewertung!
Sarah!
Vor allen Dingen: WER bestimmt denn, WELCHE Fortbildungen Punkte "bringen"?? Es gibt schließlich genug Kollegen, die nicht rein körperlich arbeiten, was ist denn mit denen? Da sie keine oder wenig Punkte sammeln können, gelten sie als schlecht weitergebildet?
Fort- und Weiterbildung ist grundsätzlich wichtig und sollte schon Pflicht sein. ABER in welchem Fachgebiet ich mich fortbilde möchte ich selber entscheiden, und zwar ohne Bewertung!
Sarah!
Sarah, sollte sich diese Art der Weiterbildung durchsetzen, wuerde man bestimmt beruecksichtigen, dass das Wirkungsfeld eines HP, sehr verschieden und gross ist.
Ich denke, dass dann fuer jeden etwas dabei sein wird und dass das Angebot variiert, so dass sich jeder in seinem Gebiet weiterbilden kann und es sich auch eigenstaendig aussucht.
Gila :)
Hallo,
Fortbildung sollte schon Pflicht sein, aber ich hasse es, mir noch mehr Bedingungen etc. aufbrummen zu lassen. Jeder HP sollte für sich eigenverantwortlich entscheiden können, wann und wieviel Fortbildungen er macht. Wenn sich jemand z. B. auf eine bestimmte Therapie spezialisiert hat, dann muss er nicht x-mal dafür Fortbildungen machen.
Ich sträube mich dagegen. Vor allen Dingen, wer entscheidet denn dann, welche Fortbildung "würdig" ist um Punkte zu bekommen? Ja, die Ärzte müssen auch Fortbildungen machen... Da wird dann geguckt, na, welche Forbildung mache ich denn mal, damit ich Punkte bekomme?
Bei dem o.g. Verband kann man sogar online!! Punkte sammeln. Naja...
Wie gesagt, für mich ist es Pflicht, sich auch nach dem Bestehen der HP-Prüfung weiterzubilden, aber bitte ohne Druck von irgendwelchen Verbänden.
LG
Raissa
Hallo,
Fortbildung sollte schon Pflicht sein, aber ich hasse es, mir noch mehr Bedingungen etc. aufbrummen zu lassen. Jeder HP sollte für sich eigenverantwortlich entscheiden können, wann und wieviel Fortbildungen er macht. Wenn sich jemand z. B. auf eine bestimmte Therapie spezialisiert hat, dann muss er nicht x-mal dafür Fortbildungen machen.
Ich finde auch dann kann man sich doch noch fortbilden, es gibt nach einigen Jahren durchaus neue Erkenntnisse die ich so erlernen kann! Oder seh ich da etwas falsch?
Ich sträube mich dagegen. Vor allen Dingen, wer entscheidet denn dann, welche Fortbildung "würdig" ist um Punkte zu bekommen? Ja, die Ärzte müssen auch Fortbildungen machen... Da wird dann geguckt, na, welche Forbildung mache ich denn mal, damit ich Punkte bekomme?
Ich finde das Punktesystem nicht vekehrt, allerdings finde ich schon, dass jede Fortbildung Punkte geben soll! Sachen die wirklich notwendig sind sollten dann mehr Punkte bekommen als die die nicht so wichtig sind! D.h. wenn ich z. B. ein Seminar zum Herz-Kreislauf-System belege, sollte es wichtig sein, Akupunktur ist wiederum nur für die wichtig die sich auch darauf spezialisieren möchten und schon spezialisiert haben! Ich finde da sollten schon Unterschiede gemacht werden.
Bei dem o.g. Verband kann man sogar online!! Punkte sammeln. Naja...
Wie gesagt, für mich ist es Pflicht, sich auch nach dem Bestehen der HP-Prüfung weiterzubilden, aber bitte ohne Druck von irgendwelchen Verbänden.
LG
Raissa
So seh ich das im Grunde auch, jeder verantwortungsvolle HP sollte sich fortbilden, dennoch finde ich das Punktesystem nicht schlecht, wenn diese fair verteilt werden! Vielleicht gibt es ja auch eine Möglichkeit das man das Punktesystem einführt es aber dennoch keine Pflicht wird, jeder HP sollte sich fortbilden, tut es einer nicht, hat man über die "schwarzen Schafe" direkt ein Überblick, was gut für die Patienten wäre!
LG Manu
Wenn ich recht informiert bin, gibt es für die klass. Homöopathen schon so etwas wie Zertifizierung. Gegebenenfalls übernehmen halt irgendwelche Versicherungen nur Kosten bei Therapeuten, die Zertifiziert sind. Ob der Therapeut die Kosten reinholt, die er deswegen hat, weiß ich nicht.
Im Pflegebereich arbeitet man auch an einem Punktesystem für Weiterbildung. Das kann dann irgentwann zur Folge haben, dass du ohne entsprechende Punkte keine Chancen hast, einen neuen Arbeitsplatz zu finden. Irgentwelche Lohnerhöhungen gehen dann wohl auch an dir vorbei. Aber bezahlen mußt du die Registrierung selber.
Als Orientierungshilfe für Patienten wäre es vielleicht sinnvoll. Aber wenn man sich vor Augen führt, wie fachlich durchstruckturiert :D die Prüfungsorgie ist, und welches Therapiewissen man haben muß, um die Prüfung zu bestehen, da kann man sich vielleicht ausmalen, zu welchem Hickhack solch ein Punktesystem bei HP wohl führen wird.
Erstmal möchte ich sagen, dass die Punkteverteilung, also die Zertifizierung freiwillig ist. Keiner wird irgendwie gezwungen und noch ist es keine Pflicht! Aber ich denke, dass es vielleicht in einigen Jahren zur Pflicht werden wird, so, wie sich derzeit der Markt entwickelt. In der freien Wirtschaft muss sich doch heute jeder kleine Betrieb zertifizieren lassen, um auf dem Markt noch wettbewerbsfähig zu sein. Somit denke ich, dass dieses auch im medizinischen Bereich kommen wird, denn er Kampf ist doch schon jetzt ziemlich hart und wir noch härter werden.......
Also ich glaube schon, dass es in einigen Jahren eine Qualitätspflicht gibt.
Ich persönlich hätte es z.B. auch sehr gerne gesehen, wenn Heilpraktikerschulen eine Zertifizierung haben, damit ich von vornherein weiß, was und wie die ausbilden. Am Anfang versprechen sie alle viel, aber ich habe da auch schon einiges Negatives erlebt und mußte einfach feststellen, dass es überhaupt keine Richtlinien gibt! Somit kann jeder eine Schule aufmachen und irgendwie unterrichten! Und die Schüler zahlen dafür viel Geld, ohne zu wissen, ob es Qualität ist. Und wenn sie dann dahinter kommen, dass die Schule doch nicht so toll unterrichtet, dann hat man schon ziemlich viel Geld und Zeit in den Sand gesetzt. Ich habe derzeit eine Bekannte, der es so geht und jetzt mit der Schule aufgehört hat.
Und ich habe es selber bei der Homöopathie erlebt. Ein Jahr wurde unterrichtet, danach hatte ich die Nase gestrichen voll! Absolut keine Qualität. Somit habe ich auch viel Geld und Zeit investiert und habe mein Ziel nicht erreicht!
Ich stimme Euch zu, dass jeder Fortbildungskurs anerkannt werden sollte, den ich mit einer Bescheinigung / Zertifikat belege. Das ist richtig! Und ich habe den Verband auch daraufhin angeschrieben, wo sie Ihre Maßstäbe setzen, warum die einen Kurse / Seminare anerkannt werden, die anderen aber nicht und warum nicht auch externe Seminare anerkannt werden, wenn ich doch belegen kann, dass ich daran teilgenommen habe.
Mir würde es nämlich auch so gehen, dass, wenn ich an der Zertifizierung teilnehme, nicht soviel Punkte sammeln könnte, denn im Bereich der Homöopathie wird leider nicht soviel angeboten. Somit hätte ich schlechte Karten...... Die Antwort auf meine Frage ist jedoch noch offen, ich habe sie erst heute abgeschickt.
Was die online-Weiterbildung angeht: warum sollte man nicht auch diesen Bereich nutzen, wenn man anders keine Möglichkeit hat. Auch ich werde wahrscheinlich nächsten Monat einen Homöopathie-Online-Kurs mitmachen, da ich derzeit keine andere Möglichkeit sehe, eine Schule zu besuchen. Das Thema, was da angeboten wir, interessiert mich und der online-Kurs hat auch einen guten Ruf. Warum sollte das dann schlechter sein, als wenn ich einmal in der Woche zu einer Schule renne, wo der Dozent eher wie eine Schlaftablette auf mich wirkt? Da lerne ich dann wirklich nicht mehr viel..... Natürlich muss ich beim online-Kurs auch Selbstdiziplin haben, aber wird das nicht überall gefordert?
Somit muss doch ein Kurs oder ein Seminar für mich nicht wertvoller sein, nur weil ich dort präsent bin! Im Gegenteil: bei einem Online-Kurs kann ich mich direkt mit den Teilnehmern austauschen und bekomme auch Antworten..... ich arbeite also aktiv mit! Bei einem Seminarbesuch sitze ich vielleicht nur da und bekomme was vorgetragen, was nicht unbedingt heißt, dass es auch in mein Gehirn dringt und dass ich bei Seminarende auch unbedingt was gelernt habe. Somit möchte ich nur sagen: es kommt auf die Qualität an, sowohl bei einem direkten Seminar, als auch bei einem Online-Kurs. Ich halte es aber für falsch, etwas als "na ja....." zu bezeichnen, wenn man da selber noch keine Erfahrung gemacht hat! Alles hat seine Berechtigung, wenn es gut ist und uns weiterbringt.
Ich stimme Dir da voll und ganz zu, Tati!
Aber Du siehst, selbst hier unter uns, herrscht nicht Einigkeit.
Wie auch? Wir sind alles selbstdenke Individuen, die Ihre eigenen Denkergebnisse hervorbringen.
Und selbst hier bei uns habe die Wellen schon ein wenig höher geschlagen.
Es wird nie (egal wobei) eine Lösung geben, mit denen alle einverstanden sind.
So können wir nur abwarten oder uns aktiv beteiligen, so wie Du das schon mit Deinem Brief gemacht hast.
Teile uns doch mal die Antwort mit. (Wenn Du eine bekommst!)
.... ich sage Bescheid, wenn sich der Verband zu meinen Fragen äußert. Aber sie werden sich mit Sicherheit melden, denn das haben sie bisher immer getan.
Da ich eine kritische Kandidatin bin und alles irgendwie hinterfrage, löchere ich die auch mit meinen Fragen und auch Kritiken. Wahrscheinlich denken die auch: "Nicht schon wieder eine mail von der". Aber nur so kann man sich doch ein Bild von der ganzen Angelegenheit machen und auch mitreden.
Natürlich hast Du Recht, dass man nie eine Einheit hervorbringen wird, da die Meinungen zu unterschiedlich sind. Die einen sagen toll, die anderen finden es doof. Aber es ist ja auch gut so, dass es verschiedene Meinungen und Auffassungen gibt, denn so bleibt alles lebendig und man kann so wunderbar darüber diskutieren :-))).
Nochmals viel Glück!!!!! Sage Du auch mal Bescheid!
Gruß, Tati
Liebe Tati,
online-Kurse zu belegen meinte ich mit meinem "naja..." nicht. Zu online-Kursen kann ich auch nichts sagen, habe da keine Erfahrung, da wollte ich dir nicht auf die Füße treten.
Ich hatte in einer HP-Zeitung gelesen (frage mich nicht mehr, welche), dass man sich online registrieren muss, dann einen Artikel durchlesen kann, ein paar Fragen dazu beantwortet und schon hat man Punkte zusammen. Ich weiß echt nicht mehr, wo ich das gelesen habe, muss mal suchen... . Das ist auch schon mehrere Wochen her.
Ich sehe einfach, dass es immer mehr Reglementierungen gibt und ich glaube, dass es immer mehr werden. Diese Fortbildungspflicht wird natürlich auch ordentlich Geld in die Kassen der Veranstalter dieser Fortbildungen spülen...
ich sehe es bei uns in der Praxis. Vor zwei Jahren hatten wir schon ein Qualitätsmanagement eingeführt, wurden auch zertifiziert. Jetzt kamen wieder Änderungen und wir müssen den gleichen Mist noch mal machen. (ok.QM kann ich dann schon mal). Es wird immer mehr bürokratisiert.
Da ich "von Natur aus" gerne lerne und mich weiterbilde, ist es kein Problem Kurse zu belegen, aber OHNE Druck von außen.
@ Manu, HP, die vielleicht nicht gewillt sind, Fortbildungen zu machen, als "schwarze Schafe" zu bezeichnen, finde ich schon hammerhart! Aber die Diskussion ist wirklich interessant! So viele verschiedene Ansichten... Es gefällt mir, dass man dann in anderen Threads dann wieder einer Meinung ist!:)
Bin gespannt, welche Antwort Tati wohl bekommt.
LG
Raissa
Raissa, ich habe mich nicht auf die Füsse getreten gefühlt! Ich denke, jeder hat so seine Erfahrungen und Ansichten und das ist ja auch gut so. Derzeit kann ich ja auch noch nichts zu online-Kurse sagen und bin da ganz offen...... Nur würde ich es halt von vornherein nicht gut finden, wenn man sagt, dass dieses oder jenes Medium falsch ist. Wie ich das meine, habe ich ja oben schon erklärt, dass es also auf Qulität ankommt und es dabei eigentlich egal ist, ob es ein Kurs belegt wird, mit direktem Dozentenkontakt oder halt über diese Matschscheibe.
Ich persönlich bin auch nicht unbedingt die Frau, die sich gerne stundenlang vor diese Kiste hängt. Lieber nehme ich ein gutes Buch zur Hand, lese darin, markere es bunt an (daran erkennt man meine Bücher immer!!!!) oder besuche einen guten Kurs oder ein gutes Seminar.
Aber von meinen Arbeitszeiten her ist es manchmal schwer, hier was zu finden, da ich auch oft am Wochenende arbeite oder bis abends. Und ich habe keine festgelegten Arbeitszeiten, so dass es diese Woche so und nächste Woche so ist. Das erschwert dann die Suche nach einer guten Ausbildung.
Nun bin ich halt bei meiner Suche auf diese Online-Kurse gestoßen und würde es gerne mal ausprobieren. Wenn ich einen mitgemacht habe, dann werde ich Euch davon berichten...... quasi meine Erfahrung damit!!!!
Was Du gelesen hast, war wahrscheinlich die Punkteverteilung, wenn man die DHZ liest und dann einen Fragebogen ausfüllt, diesen einschickt und der dann bewertet wird und man dann, wenn die Fragen richtig waren, 2 Punkte bekommt!
Okay, ich sage hierzu mal meinen Standpunkt, denn die freien Heilpraktiker haben ja genau diese Sache mit bemängelt: Insgesamt muss ich über 3 Jahre 120 Punkte sammeln (für die Zertifizierung) und diese Zeitschrift würde pro Jahr 10 Punkte ausmachen, wenn ich den Fragebogen ausgefüllt habe, wobei die Fragen nicht so leicht gestellt sind. Natürlich kann ich bei den Fragen auch nachgegucken, so, wie ich es in jedem Fernstudium machen kann....... Aber erstens würde ich mich dabei selber hinters Licht führen, wenn ich auf eine Prüfung hinarbeiten würde und zweitens: wenn ich wirklich die Frage noch mal mit dem Text im Heft vergleiche, dann beschäftige ich mich doch damit...... vielleicht kommen mir durch die Fragestellung die aha-Erlebnisse, die ich mir dann aber auch meistens merke. Auf jeden Fall ging es mir ganz oft so, wenn ich was bearbeitet habe und von der Fragestellung noch nicht verstanden habe.... Ich bin zurück in den Text, habe es anhand der Frage bearbeitet und konnte es mir dann einfach besser merken..... Vielleicht bin ich der visiuelle Frage-Lerntyp :-)))).
So, nun zu den Verbänden..... Ich setze mich ja nicht nur mit dem BDH auseinander, sondern auch mit den freien Heilpraktikern. Der BDH hat mir schon eine sehr lange Antwortmail geschickt, von den freien Heilpraktikern bekomme ich einen Brief zugeschickt, was noch etwas dauern kann.
Alles jetzt wiederzugeben, was mir Herr Sümper geschrieben hat, wäre etwas zu lang, versuche aber mal das Wesentliche Euch vom BDH mitzuteilen:
Qualitätssicherung in der Heilpraktikerpraxis
Bereits seit 1999 geben wir ein "Praxishandbuch für Heilpraktiker"
heraus, in dem sämtliche gesetzlichen Vorschriften und behördlichen
Anweisungen, die unsere Praxistätigkeit betreffen erläutert und -anhand
von Checklisten o.ä.- praktikabel gemacht werden. Dieses Handbuch ist
für unsere Mitglieder kostenfrei und kann von Nichtmitglieder erworben
werden. Gerade in jüngster Zeit hat sich gezeigt, dass dieses Handbuch
vielen Kollegen geholfen hat, einer Praxisbegehung durch den Amtsarzt
gelassen gegenüber zu stehen, da bei Umsetzung des Praxishandbuches alle
relevanten Sachverhalte, die für eine gesetzeskonforme Praxisführung
notwendig sind, entsprechend befolgt werden.
Inzwischen ermöglichen wir unseren Mitgliedern eine äußerst
kostengünstige Zertifizierung Ihrer Praxis nach DIN ISO EN 2001, der
europäischen Norm für eine Zertifizierung im Gesundheitswesen. Dies
nicht etwa als Selbstzweck, sondern als vorausschauende Maßnahme
Qualitätssicherung der Ausbildung
Hier ist es gelungen, alle Verbände der DDH zu überzeugen, dass ein
einheitlicher Mindeststandard von Nöten ist, wenn man eine sach- und
fachgerechte Ausbildung dokumentieren möchte. Auf Antrag können sich
Ausbildungsanbieter durch die DDH-Zertifizieren lassen.
Qualitässicherung der Fortbildung
Im 4. Jahr gibt es das "Fortbildungszertifikat für Heilpraktiker".
Zunächst allein vom BDH herausgegeben, haben sich inzwischen der VDH und
der UDH/Baden-Württemberg an dieser Waulitätssicherungsmaßnahme beteiligt.
Unseres Wissens nach ist dies die z.Zt. einzige Möglichkeit für die
Kollegenschaft, ihre Fachfortbildungen sach- und fachgrecht zu
dokumentieren. Zwar gibt es eine ganze Reihe ähnlicher Systeme, z.T. mit
sehr hochtrabenden Namen, die aber die erforderlichen und üblichen Kriterien einer ordentliche Dokumentation, aus unserer Sicht, in keiner Weise erfüllen.
So ist er z.B. unabdingbar, *_vor_* einer Fortbildungsveranstaltung, die
zertifiziert werden soll, deren inhaltliche Ausrichtung zu kennen, um
beurteilen zu können, ob es sich nicht um eine Werbeveranstaltung, ein
Praxismanagementseminar, eine Ausbildung o.ä. handelt. Lediglich alle
Aktivitäten eines Kollegen/einer Kollegin zu archivieren macht aus
unserer Sicht keinerlei Sinn, weil hier keine Aussage über die Qualität
der FFB gemacht werden kann. Aus diesem Grunde erkennen wir auch nur
Fortbildungsveranstaltungen an, deren Inhalt uns vorher bekanntgegeben
und von uns anerkannt worden ist. Zur Überprüfung der inhaltlichen
Qualität stehen uns sowohl unsere Arbeitskreisleiter, als auch weitere
Kompetenzträger zur Verfügung. Erst durch diese Maßnahmen wissen wir
überhaupt "was" (qualitativ und quantitativ) wir dokumentieren. Ein
bloßes Archivieren reicht da leider nicht aus und macht auch keinen
Sinn. Immerhin werden so jährlich etwa 600 Fortbildungsveranstaltungen
anerkannt, etwa 30-40 Veranstaltungen müssen wir -aus unterschiedlichen
Gründen- die Anerkennung versagen.
Sollten Sie Veranstaltungen besuchen, deren Organisatoren sich noch
nicht am Fortbildungszertifikat für Heilpraktiker beteiligen, machen Sie
diese doch bitte darauf aufmerksam, dass es diese Möglichkeit (die für
den Veranstalter eine ganze Reihe weiterer Vorteile, wie kostenlose
Aufnahme in unseren Veranstaltungskalender usw. mit sich bringt) gibt.
Auf diesem Wege haben eine ganze Reihe Anbieter sich entschieden, im
Rahmen des Fortbildungszertifikates Ihre Fortbildungen anzubieten......."
Soviel zu der mail, die sehr freundlich und sehr nett war....... das Private habe ich jetzt mal rausgelassen!
Auch ich bin kein Mensch von Bürokratie! Ehrlich nicht. Ich finde es auch dumm, dass man sich in der heutigen Gesellschaft immer mehr beweisen muss, immer mehr vorzeigen muss, dass man ständig unter Druck gesetzt wird, um überhaupt überleben zu können.
Aber ich denke, die Zeit wird es irgendwann von uns verlangen, ob wir wollen oder nicht. Ich vergleiche es ein wenig mit dieser Kiste hier! Ich kann mich noch so gegen Computer und gegen das Internet sträuben. Das geht eine Zeit lang gut und ich komme noch damit zurecht, aber dann kommt der Tag, dass ich mich mit diesem Dingen hier auseinandersetzen muss, ob ich nun will oder nicht. Das fängt doch schon im Berufsleben an. Dabei ist es schon fast egal, welchen Beruf ich ergreife, ob ich auf dem Büro arbeite, im Verkauf, jemandem die Haare frisiere oder Kranke und Alte pflege..... diese Kiste gehört schon dazu, um den drumherumliegenden Verwaltungs- und Bürokram zu erledigen oder um Kunden abzukassieren und am Abend die Kassenberichte zu machen.
Das Internet selber möchte ich nicht mehr missen. Man bekommt soviele tolle Infos, die dann wiederum Geld und Zeit sparen, auch wenn ich einige Stunden hier verbringe (zum Glück nicht immer). Und man lernt viele nette Leute kennen und macht so wieder seine Erfahrungen!
Aber auch ganz klar: Nur Dokumente und Belege sagen nicht unbedingt was über das Können aus. Ich kann meine Praxis mit Zertifikaten tapezieren, was noch lange nicht heißt, dass ich gut bin. Klar, ich habe dran teilgenommen, aber habe ich es auch umgesetzt und verstanden? Außerdem fehlt bei allen Zertifikaten, ob ich überhaupt ein Gespür für die Patienten habe, ob ich mich in sie hineinversetzen kann, ob ich auf sie zugehen kann usw. Das ist doch meine Persönlichkeit, die mich ausmacht und dieses kann mir kein Zertifikat erstellen!
So, ich hoffe, ich habe jetzt nicht zuviel geschrieben. Es erstaunt mich schon, dass dieses Thema solch eine rege Beteiligung hat. Damit hätte ich am Anfang nicht gerechnet!
Ich grüße Euch ganz lieb!
Tati
Alfred Leschke
09.05.07, 17:38
Hallo Tati,
herzlichen Glückwunsch zu der Diskussion, die hier durch Deine Initiative geführt wird.
Ein paar Beiträge möchte ich von meiner Seite beisteuern:
Die Dokumentation des Erhaltens eines einmal gelernten Wissens auf dem aktuellen Stand ist in weiten Bereichen unseres Lebens mittlerweile eingeführt; auch z.B. als Übungsleiter im Sport (also in meiner Freizeit!) muss ich schon seit etlichen Jahr(zehnt)en in regelmäßigen, kurzen zeitlichen Abständen immer wieder nachweisen, dass ich mich fortgebildet habe, um meine Lizenz zu erhalten - das ist also nicht nur in beruflichen Bereichen gefordert.
In Zukunft werden vorallem die Krankenkassen darauf achten, ob sich Ärzte oder HP oder andere Berufe im Gesundheitswesen ihr Wissen erfolgreich aktuell halten und es wird vielleicht so weit kommen, dass jemand nicht mehr mit seiner Abrechnung akzeptiert wird, der seine Qualifizierungsbemühungen nicht dokumentieren kann.
Der BDH ist in meinen Augen einer der Berufsverbände, der mit dem Thema "Qualität" eher progressiv umgeht - und das ist auch gut so! Denn der Berufsverband soll denen, die er vertritt (und das sind nicht nur seine eigenen Mitglieder!), es ermöglichen, auch morgen noch als HP tätig zu sein. Und überall, wo man hinblickt, wird die Dokumentation von Qualifizierungsmaßnahmen mehr und mehr verlangt.
Die Systeme, mit denen man die Aktualität seines Wissens nachweisen kann, sind sicherlich vielfältig, manche besser und manche weniger geeignet. Hier heißt es, sich zu verständigen, sowohl innerhalb der Interessenvertreter als auch gegenüber z.B. der Politik. Und meistens ist dann die Vereinbarung auf dem kleinsten gemeinsamen Nenner; aber das ist in meinen Augen immer noch besser als keine Lösung.
Im übrigen bin ich gerade dabei, Angebote, die ich zusammen mit einer HPin durchführen will, durch den BDH zertifizieren zu lassen. Das wird zwar noch etwas dauern, aber ich bin mal gespannt, ob es klappt. Dann kann ich auch "Punkte geben". ;-))
Und eine letzte Anmerkung: Ein Sprichwort im Wettbewerb sagt: Der Wurm muss dem Fisch schmecken, nicht dem Angler! Auf unsere Diskussion bezogen will ich damit sagen: Der Patient/Kunde (und das sind, siehe oben, vielleicht auch die Krankenkassen) wird uns zeigen, ob er das Streben nach Qualität(sdokumentation) honoriert oder nicht.
Übrigens Tati: Das Lob über die DHZ habe ich an Mitarbeiter der DHZ weitergeleitet und mit großem Dank für das positive Feedback quittiert bekommen. Dieser Dank gilt natürlich Dir!
Viele Grüße
Alfred
Alfred Leschke
Und eine letzte Anmerkung: Ein Sprichwort im Wettbewerb sagt: Der Wurm muss dem Fisch schmecken, nicht dem Angler! Auf unsere Diskussion bezogen will ich damit sagen: Der Patient/Kunde (und das sind, siehe oben, vielleicht auch die Krankenkassen) wird uns zeigen, ob er das Streben nach Qualität(sdokumentation) honoriert oder nicht
Hallo Alfred
Natuerlich soll der " Wurm dem Fisch " schmecken, aber in erster Linie, sollte der Angler in der Lage sein, den " Richtigen Wurm " auswaehlen zu koennen.
Ich betrachte es als " Recht " eines Patienten, Qualitaet zu verlangen und auch zu bekommen.
Somit ist es meine " Pflicht, " es ihm nach bestem Wissen und Gewissen, garantieren zu koennen.
Ich denke, dass sich unsere Berufsgruppe entscheidend von anderen unterscheidet.
Es ist etwas anderes, wenn ein Top-Manager viele Vertraege im Monat abschliesst oder ob ich Menschen und ihren Gesundheits-, Kranheitszustand in den Haenden halte.
Es geht hier nicht um das Konsumsystem der freien Marktwirtschaft, sondern darum, dass ich nicht erwarten kann mich als angekommen anzusehen, weil ich vor beispielsweise vor 5 Jahren, mal Top fit in einer Methode war.
Ich persoenlich bin sehr dafuer, dass die Zertifizierung der Weiterbildung eingefuehrt wird, wehre mich aber energisch dagegen, mich als " Marktprodukt " klassifizieren zu lassen.
Wir muessen auch darueber nachdenken, dass Weiterbildung Geld kostet.
Das Weiterbildung, Zeit- sprich Arbeitspause, bedeutet.
Sollte daraus aber ein zu grosser Druck entstehen, veraendert sich dementsprechend die " Philosophie " des Heilpraktikers und das wuerde meiner
Ansicht nach dazu fuehren, dass es zu einem negativen Umdenken kommt.
Nicht mehr, " Wieviel Zeit habe ich fuer meinen Patienten, " sondern "
Wieviele Patienten muss ich haben, um die Planung- und Finanzierung der Weiterbildung, garantieren zu koennen?'
Nochmal, ich bin sehr dafuer und hoffe aber, dass die diversen Punkte bis ins Detail durchdacht werden.
Liebe Gruesse Gila
Nochmal, ich bin sehr dafuer und hoffe aber, dass die diversen Punkte bis ins Detail durchdacht werden.
Das befürchte ich wird aber nicht geschehen.
Hallo Alfred,
danke für das nette Lob und auch danke, dass Du das Lob an die DHZ weitergeleitet hast.
Wie ich schon erwähnt habe, ist es für mich die derzeit beste medizinische Zeitschrift, die ich kenne...... auch wenn manche Verbände das nicht anerkennen wollen und meinen, die DHZ sei überflüssig.
Alles andere zu dem Thema Zertifizierung habe ich ja schon geschrieben. Ich werde mich dafür entscheiden und vielleicht schafft man es ja, noch einige Interessenten mehr zu gewinnsen, die Seminare anbieten, dass sie sich zertifizieren lassen. Ich habe mit dem BDH telefoniert und die sagten mir, dass die Zertifizierung für die Anbieter kostenlos sei. Wahrscheinlich scheuen sich die Anbieter eher vor dem "Verwaltungskrieg". Ob ich meine Punktzahl in 3 Jahren erreiche, weiß ich nicht. Aber wenn nicht, dann habe ich halt Pech gehabt, aber ich habe es versucht...... und mir entsteht ja keine Schaden dadurch.
Wenn es irgendwann mal so kommt, wie wir annehmen, dass wir Zertifikate, Zertifikate und nochmals Zertifikate vorweisen müssen, dann habe ich eine Teilstrecke schon mal erreicht und muss nicht wieder von vorne anfangen.
Aber entscheiden muss das jeder selber. Und ich verstehe da auch beide Seiten. Ich selber bin da ja auch ein wenig gespalten, wie ich oben schon berichtet habe.
Liebe Grüße
Tati
Ja Jochen, so schätze ich es auch ein.
Tati, klasse Diskussion!
(Muss heute mit Chefe nach Hamburg bis morgen zwecks QM-Zertifizierung) :D
LG
Raissa
Vor allen Dingen: WER bestimmt denn, WELCHE Fortbildungen Punkte "bringen"?? Es gibt schließlich genug Kollegen, die nicht rein körperlich arbeiten, was ist denn mit denen? Da sie keine oder wenig Punkte sammeln können, gelten sie als schlecht weitergebildet?
Fort- und Weiterbildung ist grundsätzlich wichtig und sollte schon Pflicht sein. ABER in welchem Fachgebiet ich mich fortbilde möchte ich selber entscheiden, und zwar ohne Bewertung!
Sarah!
Hallo,
also ich denke auch wie Sarah, wer bestimmt denn für was Punkte vergeben wird.
Ich kann auch 100 Seminare besuchen u. daraus nichts umsetzen können.
Es ist ein zweischneidiges Schwert, Mundpropaganda der Patienten ist meist die beste Aussage für eine gute praktische Arbeit u. darauf kommt es m.M. nach an.
Wer soll denn meine Bildung u. Arbeit tatsächlich bewerten können?
Ich bin oft erstaunt, wenn ich bei Kollegen auf der HP dann sehr viele verschiedene Therapien lese, wieviele kann man wirklich gut beherrschen?
Gruß Jürgen
Alfred Leschke
11.05.07, 16:35
Hallo,
vielleicht kann ich noch einmal ein paar Informationen zur Diskussion beisteuern.
Vorab möchte ich jedoch betonen, dass ich die geäußerten Meinungen alle respektiere - jeder ist seines Glückes Schmid und jeder darf/kann/muss selbst entscheiden, wie er seine Heilpraktikertätigkeit zum Erfolg führt.
In der momentanen Diskussion in der Gesundheitspolitik sind gerade für die Gesamtheit der HP wichtige Entscheidungen zu treffen oder schon getroffen worden, die ohne das Zutun von Berufsverbänden nicht im Sinne der HP getroffen werden - ein bißchen Lobbyismus müssen die Verbände schon betreiben (dürfen).
Konkret:
Der Heilberufeausweis wird zukünftig eingeführt werden und ermöglicht dem Inhaber, an dem System der elektronischen Gesundheitskarte - die bereits gesetztlich festgeschrieben ist - teilzunehmen. Das Gesundheitsministerium NRW hat bereits ca. 50 (!) nichtärztliche Heilberufe aufgelistet, die einen Heilberufeausweis bekommen können: Darunter sind nichtärztliche Berufe (z.B. Logopäden, Ergotherapeuten, Hebammen u.a.), die sich am Ende der Ausbildungszeit einer staatlichen Abschlussprüfung unterziehen müssen (die von Gerichten mittlerweile nicht mehr gleichgesetzt wird mit einer Überprüfung für den Heilpraktiker, da diese Prüfung nur der Gefahrenabwehr Rechnung trägt und keine Prüfung im Sinne einer staatlich anerkannten Prüfung darstellt). Heilpraktiker sind in der Liste des Gesundheitsministeriums NRW bisher NICHT aufgeführt - was in der Konsequenz bedeuten würde, dass HP nicht an den auf den Karten gespeicherten Patienteninformationen (Arztberichte, Repzeptverordnungen u.a.) teilnehmen können. Nachdem das (Bundes-)Gesundheitsministerium die führenden HP-Verbände zu einer Information über den Heilberufeausweis eingeladen hatte und angeboten hatte, dass die HP-Verbände einen Vertreter in die Projektgruppe Heilberufeausweis entsenden können, ergab sich anscheinend folgendes Bild: Zwei große Verbände erschienen nicht, ein anwesender Verband lehnte es ab, an dem System des Heilberufeausweises teilzunehmen (wie gesagt: der Heilberufeausweis ist bereits gesetzlich verankert!). Ein weiterer Verband lehnte es ab, einen gemeinsamen Vertreter in die Projektgruppe zu entsenden. Das führte bei den Regierungsvertretern, die - wohlgemerkt - auf die HP zugingen, zu verständlicher Enttäuschung. Und es zeigt auch, dass manch ein HP-Berufsverband anscheinend nicht den Weitblick besitzt, sich in die öffentliche und für HP zukunftsweisende Diskussion für seine Klientel einzubringen - auch wenn man anderer Meinung sein kann. Denn Gesetze werden in unserem Gesundheitssystem gemacht - und nur wer dabei ist, kann mitgestalten.
Selbstverständlich sind Fortbildungen eine Abwägung zwischen sollen/wollen und müssen, und damit immer eine "Investition" in die eigene berufliche Zukunft. Wer dies verantwortungsbewußt macht, wird seine Patienten begeistern - und durch Mund-zu-Mund-Propaganda neue gewinnen. Dieser Neugewinn an Patienten muss die Investition aufwiegen, klar. Wer also ohne Schwerpunkt in alle Weiterbildungen hineinlaufen will, der hat auch keinen Schwerpunkt in seiner tätigen Praxis - und das spüren die Patienten! Das ist auch ein Natur-Wissen, das HP auszeichnet.
Die Frage, wer nun festlegt, welche Fortbildung wieviel Punkte erbringt, können die beteiligten HP-Verbände auch beantworten. Dabei gibt es in den meisten Fällen (insgesamt 6 Kategorien) Punkte je Fortbildungszeit (Stunde oder Tag). Es mag vielleicht bessere System geben. Dann möge der-/diejenige sich einbringen und zur Verbesserung beitragen; für konstruktive Kritik sind die beteiligten Berufsverbände offen.
Mir ist sehr bewußt, dass Fortbildung und Qualitätsdokumentation Zeit in Anspruch nehmen, die man auch mit Patienten verbringen kann. Ich sehe jedoch auch, dass Entwicklungen bereits eingeleitet sind, die HP nicht zurückdrehen werden, auch deshalb nicht, weil sie in den Augen der Politik eine Minderheit darstellen. Und HP werden in Zukunft vielleicht noch mehr benötigt als heute, auch, weil mittlerweile schon über einen drohenden Ärztemangel gesprochen wird, weshalb z.B. auch darüber nachgedacht wird, dass im chirurgischen Bereich einfache Tätigkeiten ausbildungsmäßig vermittelt werden könnten und dann von nichtärztlich Ausgebildeten durchgeführt werden könnten.
Und zum Schluß fällt mir noch ein Wort ein: "Lernen ist wie Rudern gegen den Strom, sobald man aufhört, treibt man zurück. (Lao-Tse)".
In diesem Sinne - viel Spaß auf dem Strom ;-))
Liebe Grüße
Alfred
Alfred Leschke
Alfred Leschke
11.05.07, 18:02
Ob ich meine Punktzahl in 3 Jahren erreiche, weiß ich nicht. Aber wenn nicht, dann habe ich halt Pech gehabt, aber ich habe es versucht...... und mir entsteht ja keine Schaden dadurch.
Hallo Tati,
ich habe mal die Kriterien des Fortbildungszertifikats zusammengetragen, um den Zeitaufwand zu schätzen.
Wenn ich richtig liege, kann die Mindestpunktzahl pro Jahr von 40 (120 Punkte in 3 Jahren werden erwartet) wie folgt erreicht werden:
Selbststudium (Selbstauskunft): max. 10 Punkte (ohne Einzelnachweis)
HP-Kongress z.B. Karlsruhe, 1,5 Tage (Samstag/Sonntag): 9 Punkte
HP-Kongress z.B. Dortmund, 1 Tag: 6 Punkte
(für Kongresse Grenze von max. 20 Punkte pro Jahr)
regelmäßige Teilnahme an DHZ-Überprüfung (6 Ausgaben pro Jahr): 6 Punkte
bleiben auf 40 Punkte: 9, Fortbildungen als Referat, Frontalvorträge oder mit vorgesehener Beteiligung des Teilnehmers in der Größenordnung von insg. 1,5 Tage
Das scheint mir nicht zuviel Aufwand in einem Jahr. Übrigens als Referent kann man auch Punkte erhalten, jedoch nur 1 je Vortrag oder Fachbeitrag, was ich zielführend halte.
Nun kann jeder selbst urteilen, ob dieser Aufwand für die Aktualität des eigenen Wissens zu hoch ist. Allerdings: Ich übernehme keine Gewähr für meinen Vorschlag ;-))
Schöne Grüße
Alfred
Alfred Leschke
Hallo Alfred,
nach deinen letzten Beiträgen bin ich doch etwas verwundert.
Weshalb haben denn die Verbände da nicht mitgearbeitet o. wenigstens zugehört?
Dass dann diese Verbände uns bewerten sollen, widerspricht sich etwas.
Für mich kommt das so rüber, an Verbandsmitglieder wird etwas herangetragen, aber die Verbände präsentieren es nicht dort wo es wirklich auch in der Öffentlichleit zeigen würde welche Arbeit geleistet wird u. in welcher Qualität.
So macht das für mich keinen Sinn. Ich habe diese Verbandsklüngelei einfach dick, wenn einer mit dem anderen nicht kann wird ein neuer Verband gegründet. Jeder will etwas anderes, es kommt kein Konsens zustande u. dort wo es zwingend ist, kommt gar keiner.:mad:
Was kommt als Ergebnis nun raus?
Weshalb u. für wen wird denn darüber nachgedacht?
Ich denke es ist wie im Leben, dass was letztendlich rüberkommt zählt u. da zählen die Orden wenig, wenn derjenige es praktisch nicht umsetzen kann.
Von diesen Ordenträgern kenne ich leider genug.
Ich denke da wie Jochen, das wird so nichts.
Jetzt wird nur angefangen innerhalb der HP's auch noch mit Bestimmungen zu hantieren, die keinem wirklich helfen werden.
Das es HP-Schulen freut wenn sie Punkte verteilen dürfen, ist mir schon klar.:D
Gruß Jürgen
Alfred Leschke
14.05.07, 15:00
Hallo Jürgen,
so tief stecke ich nicht in der Materie, dass ich beurteilen kann, weshalb ein Verband sich nicht für die Zukunft seiner Mitglieder einsetzt. Die Verbände, die das Fortbildungszertifikat anbieten, sind auch in die eingeladenen Gesprächskreise gegangen - und langsam merke ich, dass der BDH ein zukunftsorientierter Verband für seine Mitglieder ist. In der Zeitschrift, die Tati ansprach, die DHZ, kann man auch nachlesen, welche Verbände sich wie verhalten haben.
Ich stimme Dir zu, dass die Verbandslandschaft - wie vieles bei uns - sehr "individuell" geprägt ist. Letztlich sind es jedoch immer die Mitglieder in den Verbänden, die das Verhalten der Funktionäre sanktionieren, und wenn es nur durch die regelmäßige Zahlung des Mitgliedsbeitrags ist. Ein Wechsel der Mitgliedschaft ist durchaus auch eine Möglichkeit, zu zeigen, welche Verbandspolitik man selbst für richtig hält.
In den Fortbildungen freuen sich die Schulen, dass sie Angebote für die Weiterentwicklung der HP anbieten können - dass Punkte durch die Verbände zuerkannt werden, ist eine Verwaltungsangelegenheit, für die jeder Anbieter das Angebot vorher überprüfen lassen muss. Also in erster Linie Mehrarbeit, die den HP zugute kommt. Im übrigen gibt es mehr Angebote durch fachlich spezialiserte HP, die ihr Wissen an ihre Kollegen weitergeben. Das sieht man z.B. auch an den Weiterbildungsübersichten, die der BDH als Newsletter regelmäßig an seine Mitglieder sendet.
Viele Grüße
Alfred
Alfred Leschke
Hallo zusammen
ich habe den Thread mit Interesse und ein bischen Schmunzeln gelesen....
Als Kernaussage nehme ich heraus, wer viele Zettel in der Praxis hängen hat, der kann auch viel. Ist ja zertifiziert...
Und fleißig Punkte sammeln auf dem Kongress in Fachgesprächen mit Kollegen und Pharmavertretern, ist sicher ab und zu notwendig, um in seinem Bereich auf dem Aktuellen zu bleiben und mal zu sehen, was es neues gibt.
Was ist nun, wenn in meinem Bereich nichts Neues auf dem Kongress vorgestellt wird?? Und auch die Vorträge nur Therapieformen ansprechen, mit denen ich nicht arbeite?? Die Punkte bekomm ich dann auch, ich war ja auf dem Kongress...
Das hört sich für mich an, wenn ein HNO Arzt auf einen Vortrag für Proktologen geht um die Fortbildungspunkte zu bekommen....
Ich denke, da bleib ich lieber ein bischen querköpfig und behalte mir mein Gespür und meine Eigenständigkeit und lebe von der Mund zu Mund Propaganda meiner Patienten.
Und versuche so nebenbei, meinen Studenten dieses Fingerspitzengefühl beizubringen.
Schönen Abend
Peter ( der in keinem Verband ist )
:021:
Peter, mir aus der Seele gesprochen.
Gruß Jürgen ( der auch in keinem Verband ist ):D
rabenstein
16.05.07, 19:25
Der Kongresstourismus ist zu einer richtigen Welle geworden.
Richtig gute Kongresse, wie den an diesem WE stattfindenden TCM-Kongress (http://www.tcm-kongress.de/) in Rothenburg, kann sich ein normaler Mensch nicht leisten. Also springen da schon wieder nur die rum, die von irgendwelchen großen Firmen da´hingeschickt werden.
Wer also gut Geld hat, kann viele Punkte sammeln, wer ein armer HP mit wenigen Patienten ist, der bleibt außen vor
Ist das der Sinn dieses Punktsystems?
Inge, die auch in keinem Verband ist :)
Hi Inge,
der Aspekt kommt natürlich noch erschwerend dazu.
Aber ich hab mir jetzt mal eine neue Ausbildung gegönnt, hat einfach gepasst.
Grüßle
Hallo, also ich halte ehrlich gesagt nicht allzuviel von diesem Punktesystem, eigentlich überhaupt nichts. In meinen Augen ist das nur ein Vorwand von Verbänden, Pharmaindustrie etc. hier etwas zwangsweise zu verkaufen.
Ich habe noch nie erlebt, dass ein Patient erst einmal nach Zertifikate oder Punkte fragte - geschweige denn, wie ich es mit der Fachfortbildung halte. Ich denke, unsere Patienten kommen aufgrund einer persönlichen Weiterempfehlung. Die ist wertvoller als das ganze Punktesystem, welches im Kern eigentlich ja nur aussagt, dass jemand an irgendetwas teilnahm.
Wenn ich an die Fachfortbildungen der Jahre 1980 bis 1990 denke (Fellbach, Böblingen, Baden-Baden, München, Stuttgart, Düsseldorf), so habe ich hier in Erinnerung, dass man als Praktiker eine unmenge an praktisch umsetzbaren Wissen mitnahm. Ich hatte damals schon den Eindruck, dass viele Kollegen sehr gerne (und freiwillig) diese Fortbildungen besuchten. Wer z. B. noch einen Franz Viehhauser kannte, weiß was ich meine. Solchen Referenten verbot man fast das aufhören! Betrachte ich dagegen heute manche Veranstaltung - na, ich danke. Leider denke ich manchmal, schade für die Zeit. Und dafür sollen künftig Punkte vergeben werden? Ein verantwortungsbewusster Heilpraktiker hat seinen Patientenstamm. Er wird aus sich heraus bereits das Verlangen haben, sich gemäß den an ihn gestellten Ansprüchen weiterzubilden. Manchmal wird man aber auch feststellen, dass man auf seinem Gebiet ein fundiertes und umfassendes Wissen besitzt. Sicher, Medizin schreitet voran, manchmal mit riesen Schritten, manchmal nur in kleinen. Manche "Fortbildung" kann auch mal mit einem guten Fachbuch wertvoller sein - weil sie zum weiteren Nachdenken anregt - als ein Besuch einer Veranstaltung. Oft sind darüberhinaus Veranstaltungen wohl eher als Verkaufsveranstaltung zu betrachten.
Es wird mit dem Punktesystem wohl eher so sein, dass einige es hier gerne den Ärzten nachmachen möchten. Aber ein Angleichen zwischen Ärzten und Heilpraktikern wird nie möglich sein, da in der Sache der Natur zu große Unterschiede sind. Und das ist gut so!
Lg Hajo
Hallo Hajo und Peter,
schließe mich euch an. Kein Patient fragt nach Urkunden oder Punkten. sie erwarten endlich einen Menschen der zuhört und bei dem sie ernstgenommen werden mit ihren Krankheiten, Sorgen etc. Die Chemie zwischen Behandler und Patient ist das A und O. War der erste Patient zufrieden, kommt der nächste auf empfehlung usw. Ich persönlich investiere am meisten in gute Fachbücher. Da kann man letztendlich oft mehr Wissen rausziehen, als in einem kleinen Work-Shop oder ähnliches. Fürs Bücherlesen gibts halt keine Punkte.
Fortbildungen mache ich bei guten einrichtungen, aber die kosten dann auch einiges.
Gut finde ich Arbeitskreise zum intervisionären austausch. Aber auch dafür gibts keine Punkte.
Zweifel empfinde ich oft, wenn ich Kollegen-homepages oder Anzeigen lesen, in denen jemand an die 20 Therapien anbietet. Ob dieser diese 20 wirklich gut beherrscht?
Er wird wahrscheinlich viel mehr verdienen als ich, er kann ja pro Behandlung ein riesiges Leistungsspektrum anwenden. Mit meinen Kügelchen und Tröpfchen werde ich niemals reich werden, aber ich kann mit absoluter Überzeugung arbeiten und diese Sicherheit auf meine Patienten übertragen, so daß diese auch Vertrauen in meine Arbeit legen können.
Und hier für alle ein paar Punkte:
.................................................. ............................
Liebe Grüße
Sybille
Mit meinen Kügelchen und Tröpfchen werde ich niemals reich werden, aber ich kann mit absoluter Überzeugung arbeiten und diese Sicherheit auf meine Patienten übertragen, so daß diese auch Vertrauen in meine Arbeit legen können.
Und hier für alle ein paar Punkte:
.................................................. ............................
Liebe Grüße
Sybille[/QUOTE]
Liebe Sybille
diese Worte sollten sich viele einmal ganz groß an Ihren Badezimmerspiegel hängen. Vor allem die innere Befriedigung die man mit dieser Art von Tätigkeit erzielt ist nicht bezahlbar!
Lg Hajo
Danke Hajo!
So isses.
Liebe Grüße
Sybille
Hallo Sybille
wie recht Du hast, verantwortungsbewußte Kollegen/innen werden sich eher nicht so oft auf Kongressen und Meetings treffen. Da ist alles meist schön bunt, aber leider sehr wenig tatsächlich tiefgreifendes zu finden. Wie auch? Jeder will verkaufen und das in kurzer Zeit und möglichst viel.
Ich ziehe auch die Bücher vor, die bedrängen mich nicht und geben das gesammte Wissen freiwillig her.
Und wenn, dann ein ausgewähltes Seminar, wo ich auch das bekomme, was ich mir erwarte. Punkte sind das bestimmt nicht, wie ich schon geschrieben habe..........
Ich bewundere Menschen, die sehr viel können. Nur können sie das auch alles gut?? oder gar sehr gut???
Das ist mir immer ein bischen ungeheuer, wenn ich lese, was so manch ein Kollege alles beherrscht.
ich kann auch einiges, aber wie hat mal ein Lehrer von mir gesagt: Wenn Sie so weiter lernen, können Sie in 20 Jahren die erste Nadel stechen...
Weniger ist eben doch manchmal mehr
Und auch mit Kügelchen kannst Du gut leben, denn der Patient honoriert nicht die Menge der Kügelchen, sondern die Zeit und Aufmerksamkeit, die Du Ihm widmest. Und so manches Honorar kannst Du auch nicht mit Geld messen...
Schönen Abend & liebe Grüße
Peter
na, dann sind wir ja schon 3:)
liebe Grüße an Euch
Sybille
Na mindestens Vier. :)
Gruß Jürgen
Deshalb versuche ich jetzt einen Arbeitskreis zu initialisieren, ich denke der regelmäßige Erfahrungsaustausch unter Gleichgesinnten bringt mir mehr.
Willkommen im Club
Da:
Punkte auch für Dich:
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Hallo Club der Punktlosen :)
geselle mich auch dazu! Halte nichts vom "Pflichtpunkte-sammeln-müssen"! Genauso wenig wie von der Gesundheitskarte für HPs! Wir sind ein herrlich freier Beruf und so sollte es auch bleiben! Scheinbar ist dieser heimliche Wunsch doch so ein kleines bißchen wie ein Arzt zu sein weit verbreitet... Dabei sollten wir einfach nur stolz darauf sein, HPs zu sein (bzw. zu werden :)) Die Arztdinge (Punkte, Vorschriften, Budgets, Kassenauflagen, etc. pp ) den Ärzten und uns unsere Freiheit und damit wertvolle Möglichkeiten für die Patienten!
Wenn ich allerdings auch ein paar von deinen Punkten haben dürfte, liebe Sybille? :D
Liebe Grüße,
Elke
aber gerne doch:
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alle nur für Dich!! http://www.cosgan.de/images/more/bigs/a070.gif
Also ohne Fortbildung geht es gerade in diesem Beruf nicht!!!!!!. Ich denke, da sind wir alle einer Meinung.
Ich persönlich habe auch nichts gegen einen Fachfortbildungsnachweis. Das hätte man bei mir immer machen könne.
Allerdings sollten dann auch alle Seminare dazuzählen und nicht wie bis jetzt nur bestimmte Seminare zählen. Ich möchte selber bestimmen, in welchen Bereichen ich mich im Moment weiterbilden möchte. Und das kann ich nur, wenn in diesem Punktesystem weitgehenst alle Seminare anerkannt werden. Aber ich denke in der Zukunft werden ja immer mehr Seminare zugelassen.
Übrigens die DHZ finde ich auch super.
Liebe Grüße
Sibylle
Hallo Club der Punktlosen :)
... Dabei sollten wir einfach nur stolz darauf sein, HPs zu sein (bzw. zu werden :)) Die Arztdinge (Punkte, Vorschriften, Budgets, Kassenauflagen, etc. pp ) den Ärzten und uns unsere Freiheit und damit wertvolle Möglichkeiten für die Patienten
Liebe Grüße,
Elke
Liebe Elke, das hast Du sehr schön ausgedrückt. Ich erfahre immer wieder, wie schön es doch ist, dass ich die Zeit, die jeder Patient benötigt - und nicht, die Zeit, die ihn für ihn habe - individuell bestimmen kann. Auch das ist ein wunderbarer Werbepunkt. Punkte, dieser Art, sammel ich sehr gerne.
Trotzdem würde ich mich über ein paar Pünktchen von Sybille freuen und sie dankbar annehmen. Welches Formular muss ich da ausfüllen?? :rolleyes:
Liebe Grüße Hajo
Danke Hajo :)
Du hast recht, sich die Zeit nehmen zu können, die der Patient benötigt und nicht durch die Zeit zu hetzen, die einem gerade so zur Verfügung steht ist auch noch ein PlusPUNKT. Wow - soviele Punkte :D
(Und die Punkte von Sybille lassen bestimmt auch nicht mehr lange auf sich warten... :))
@ Sibylle
Da stimme ich dir voll und ganz zu: Weiterbildung ist ein MUß! Und da denke ich, sind wir uns auch alle einig :)
Liebe Grüße,
Elke
Liebe Elke, selbstverständlich ist es für einen verantwortungsvollen Heilpraktiker außer jeder Frage, auch für mich, dass eine Weiterbildung wichtig ist. Ich halte es so, dass ich mein Hauptaugenmerk meiner Weiterbildung auf meine Therapierichtung(en) richte und zusätzlich noch "über den Tellerrand" schaue. Das bringt viele Vorteile, denn wenn Patienten gezielt fragen, kann ich auch hier meistens befriedigende Antworten geben.
Liebe Grüße Hajo
Lieber Hajo,
ja, das ist auch richtig! Auf Fragen der Patienten antworten zu können, auch wenn sie eigentlich gerade gar nichts mit dem zu behandelnden Krankheitsbild (auf das man sich ja notfalls vorher noch vorbereitet hat) zu tun haben. Damals direkt nach der Prüfung hatte man soooviel Wissen parat. Nun, zwei Babys später :) und kurz vor Praxiswiedereröffnung bin ich fleißig am wieder auffrischen... !
Die nie endende Lernerei war bei mir übrigens auch noch ein Punkt, der mich an diesem Beruf gelockt hat :) Ich liebe es neue Bücher anzuschaffen (und zu lesen :D) und bin auch ein Fan der DHZ. (Wenn ich auch nicht in allem einer Meinung mit den Schreibern bin ;) ) Tja, und demnächst geht es dann auch wieder mit den nächsten ausgewählten Seminaren los - freu!
Liebe Grüße,
Elke
Hallo, Elke, hast Du denn mal alle Deine Bücher gezählt? Wenn ich meine zähle und auch die private Literatur hinzuzähle komme ich zur Zeit auf über 2.800 Bücher!!! Ist wirklich eine ganz tolle Beschäftigung. Möchte ich niemals missen. Ich lebe regelrecht in Bücherwänden!
Lg Hajo
2.800 WOW!!!
Also soweit bin ich noch lange nicht... Aber wir arbeiten daran :D
So eine Bibliothek wie du da vorzuweisen hast ist schon ein Traum!
Liebe Grüße,
Elke
(Gehe jetzt noch ein bißchen lesen :))
Nur Für Hajo:............................................. ...........................................
@ Hajo,
das mit dem Leben mit Bücherwänden kenn ich. Ich hab grad mal spasseshalber gezählt bei uns zuhause sind es aktuell 16 große Billy- Regale voll :D:D das dürfte eine Gesamtbücheranzahl in der von dir genannten Größenordnung sein. Zwei Regale alleine mit medizinischem und psychologischen Themen... es gibt schon kaum was interessanteres als Bücher...da kommt auch das Internet nicht mit.
und was die Fortbildungspunkte angeht, ich hab keinen blassen Schimmer wie das mit den HPP´s ist. Ich hab irgendwie noch nicht mitgekriegt dass dies jetzt Pflicht wäre, obwohl ich Fortbildungen supergerne mache. Aber die sind halt immer teuer und bei den HPP´s gibts keine Pharmafirmen die sponsern;)
Hallo!
Ich 'fühle mich genötigt', auch mal meine Meinung dazu zu schreiben:
* Ich befürworte das Fortbilden - ohne Frage! Ich bin selbst schon so neugierig und wissbegierig, dass mich meine Freunde eher damit aufziehen, was ich denn als nächstes noch studieren möchte...
So werde ich mit Sicherheit noch ein grosses Therapiefeld wie TCM, Ayurveda oder Osteopathie zu meinen Therapieformen Homöopathie, Phyto, Spagyrik, Kinesiologie und NLP hinzunehmen. Ob ich dafür Punkte bekomme, interessiert mich eher wenig...
* Ich lehne das Punktesystem ab! Es bringt Starre in den freien (und offenen) Beruf des Heilpraktikers. Und dem Patienten bringt es doch eh keinen Mehrwert. Der sucht sich seinen HP aus und belibt solange er zufrieden ist.
Klar gibt es wie überall sog. schwarze Schafe, doch mit einem Punktesystem mache ich sie nict zu 'weissen Schafen'. das ist doch eine Frage der inneren Haltung...
Und soweit ich weiss, hat eine ISO-Zertif. noch keinem Unternehmen einen echten Mehrwert gebracht. Es ist eher eine Marketingmassnahme...
Mal ketzerisch: Ich gewinne das Gefühl, als wenn einige wenige Angst vor der grossen Freiheit haben und sich nach Beschränkung sehnen...
Nebenbei: Ich habe übrigens auch die DHZ und finde sie toll. UND ich bin bei den freien Heilpraktikern und finde deren Zeitschrift auch Mist! dafür finde ich die Serviceleistungen sehr gut!
Gruss
Andreas
Hallo, also ich halte ehrlich gesagt nicht allzuviel von diesem Punktesystem, eigentlich überhaupt nichts. In meinen Augen ist das nur ein Vorwand von Verbänden, Pharmaindustrie etc. hier etwas zwangsweise zu verkaufen.
Ich habe noch nie erlebt, dass ein Patient erst einmal nach Zertifikate oder Punkte fragte - geschweige denn, wie ich es mit der Fachfortbildung halte. Ich denke, unsere Patienten kommen aufgrund einer persönlichen Weiterempfehlung. Die ist wertvoller als das ganze Punktesystem, welches im Kern eigentlich ja nur aussagt, dass jemand an irgendetwas teilnahm.
Wenn ich an die Fachfortbildungen der Jahre 1980 bis 1990 denke (Fellbach, Böblingen, Baden-Baden, München, Stuttgart, Düsseldorf), so habe ich hier in Erinnerung, dass man als Praktiker eine unmenge an praktisch umsetzbaren Wissen mitnahm. Ich hatte damals schon den Eindruck, dass viele Kollegen sehr gerne (und freiwillig) diese Fortbildungen besuchten. Wer z. B. noch einen Franz Viehhauser kannte, weiß was ich meine. Solchen Referenten verbot man fast das aufhören! Betrachte ich dagegen heute manche Veranstaltung - na, ich danke. Leider denke ich manchmal, schade für die Zeit. Und dafür sollen künftig Punkte vergeben werden? Ein verantwortungsbewusster Heilpraktiker hat seinen Patientenstamm. Er wird aus sich heraus bereits das Verlangen haben, sich gemäß den an ihn gestellten Ansprüchen weiterzubilden. Manchmal wird man aber auch feststellen, dass man auf seinem Gebiet ein fundiertes und umfassendes Wissen besitzt. Sicher, Medizin schreitet voran, manchmal mit riesen Schritten, manchmal nur in kleinen. Manche "Fortbildung" kann auch mal mit einem guten Fachbuch wertvoller sein - weil sie zum weiteren Nachdenken anregt - als ein Besuch einer Veranstaltung. Oft sind darüberhinaus Veranstaltungen wohl eher als Verkaufsveranstaltung zu betrachten.
Es wird mit dem Punktesystem wohl eher so sein, dass einige es hier gerne den Ärzten nachmachen möchten. Aber ein Angleichen zwischen Ärzten und Heilpraktikern wird nie möglich sein, da in der Sache der Natur zu große Unterschiede sind. Und das ist gut so!
Lg Hajo
Zuerst mal ein freundliches "Hallo" in die Runde.
Wie es ausschaut, ist dies mein erster Beitrag .... uuppppsssss ;o)))
Bin mich noch am einlesen, hab` diese Page erst gestern entdeckt.
Nichtsdestotrotz möchte ich mich outen, dass ich ein freier Geist bin und selbst entscheide, wie und wann ich mich fortbilde.
Dies sollte jedem selbst überlassen bleiben, ich mag keinerlei Reglementierungen diesbezüglich.
Mir schwant Fürchterliches, da sitzen in unseren Verbänden viel zu viele Kleingeistige, die an mangelndem Selbstwertgefühl leiden, eigentlich schon seit Geburt. Mit Müh` und Ach haben sie ihren HP-Schein geschafft, fanden keinerlei Erfüllung in ihrem verantwortungsvollem Beruf, weil sie sich ihm nicht wirklich gewachsen fühlten, sind dann von einem Fortbildungslehrgang zum anderen gehechelt, wollten ihr Ego puschen. Aber wie denn, wo nichts ist .... ???
Und solche Leute leiden fürchterlich, dass sie nur ein HP sind, eigentlich hätten sie tief drinnen die Fähigkeiten eines Arztes
in sich verankert, aber keiner nimmt es wahr, was so in ihnen schlummert...
Sind alles arme Wesen, unser Mitleid gehört ihnen, ihre Punktesammlung sei ihnen gegönnt, wenn es sie ein Stück weiter bringt auf ihrem Weg nach Anerkennung. Sie wollen sich selbst erhöhen, wobei sie sich selbst noch gar nicht erfahren haben.
Einen guten Heilkundigen machen ganz andere Dinge aus.
Mit sich selbst im reinen zu sein, bevor man diese verantwortungsvolle Tätigkeit ausübt.
Hineinwachsen in diese Aufgabe, die wohl eine der schwersten überhaupt ist.....
Vertrauen schaffen durch Offenheit und Hingabe und Demut und auch ein Stück Selbstbewusstsein schadet nicht.
Unsere Patienten sind mündige Bürger, kennen sich bereits mit ihren Krankheiten aus, sind hellwach und erkennen sofort welch Geisteskind ihnen gegenüber sitzt. ;o))
Wenn dann noch ein fundiertes Wissen einem selbst ein Stück Sicherheit gibt, steht einer Anamnese nichts mehr im Weg. ;o))
Wenn ich zurückschaue auf bisher 25 Jahre Praxis, waren meine Patienten meine Hauptfachfortbildung. Von ihnen kommen die Anregungen, kommt das sich selbst hinterfragen jederzeit - ohne sie wäre ich nichts…… *smiiiiile*
Na gut - ein paar gute Fachzeitschriften hab` ich schon abonniert - seit ewig.
Liebe Grüße
Jürgen (Shalom)
Hallo, Jürgen,
man liest, hier schrieb ein "Praktiker" und Du hast mir vieles vorweggenommen. :mad:
Fakt ist, und das haben meine Eltern auch schon immer gesagt, dass ein Heilpraktiker mit wirklich laufender Praxis keine Zeit für Verbandsgeschichten hat - denn seine wenige Freizeit muss er wirklich für sich selbst zur Regeneration verwenden.
Ich kann es auch aus praktischer Erfahrung heraus bestätigen, habe 3 Jahre in der VHS Vorträge gehalten - aber das ging nur, weil ich viel Vorbereitungszeit = Praxiszeit in der Aufbauphase hatte. Nebenher wäre es schlichtweg ein Ding der Unmöglichkeit!
Sehr gut fand ich auch Deine Äußerung, "in sich selbst ruhend", eine Eigenschaft, die heute leider den meisten Menschen fehlt. Und nicht nur diese - leider.
Liebe Grüße hajo
Hallo…. Hajo :o)),
hab` mich gefreut, von dir zu lesen.
Jaaa - Praktiker trifft es schon ziemlich genau.
Ist ein weiter Weg bis dahin, gepflastert mit langweiligen Fachfortbildungen ,*gääääääääääääääähn*, in den Anfangsjahren, mit einer Mitgliedschaft in der DH, wie sie wohl damals hieß . Irgendwann war ich es leid, dafür meine Zeit zu opfern….
Sehr selten traf ich dort Kollegen, die bereit gewesen waren, sich zu äußern über ihren Praxisalltag, was mir hilfreich gewesen wäre…
Letzen Endes war es eine Nullnummer, eher Frust als Lust. ;o))
Jede Menge Selbstdarsteller tummelten sich dort, noch nie einen Patienten berührt, wahrscheinlich noch nicht mal einen gesehen, aber schlaue Sprüche klopfen.
Na ja, waren halt meine Erfahrungen…. Andere mögen es anders sehen.
Dass man als HPA natürlich alles in sich aufsaugen will, was auf den Markt ist, kann ich voll nachvollziehen. Und dass es die beste Qualifizierung sein soll, ist auch verständlich, und dass man auf der Suche ist - ja sowieso. *smile*
Aber wenn man dann genug Selbstvertrauen und Wissen getankt hat, sollte man einfach beginnen, und sich nicht überladen mit noch mehr Theorie und medizinischen Fachausdrücken und Therapien und….. ;o))
Liebe Grüße retour
Jürgen (Shalom)
HP Rau von Nagell
09.07.07, 08:27
Hallo liebe Kollegenund -innen!
Ich persönlich halte von Punkten, Zertifikaten etc. gar nichts.
Was sagt das denn schon aus! über Qualität und Umfang der Weiterbildung?Das kann ja, wie bei den Ärzten oft Usus, auch ein drei Minunten Fragebogen im Internet gewesen sein.
Und eine Evidenzbasierte Medizin - daruf läuft es nämlich am Schluß dann hinaus - davor bewahre uns Gott.
Ich habe das Elend und Leid der Kassenmedizin in der Praxis meines mannes hautnah miterlebt - und ich kann Euch nur sagen: Das wäre der Untergang der wunderbaren Vielfalt und Individualität, von der wir HP`s leben.
Wir sind einer der wenigen Berufe, die noch wirklich frei sind -Ärzte sind das schon lange nicht mehr.
Deshalb sage ich: Fortbildung: Selbstverständlich, aber jeder bitte nach seiner Fasson!
Kerstin
Jau, mein Reden! Stimme da voll zu. Habe meine Meinung ja auch schon am Anfang kund getan und bin froh, dass so viele auch dagegen sind! Denn wenn man erst mal in den "Fängen" so eines Systems ist, dann kommt man da gaaanz schlecht wieder raus.
LG
Raissa
HP Rau von Nagell
09.07.07, 17:33
....die vergeblichen Versuche der Ärzteschaft aus der "Sklavenmühle" wieder aus zu steigen und auf wirtschaftliche Normalverhältnisse zurück zu gelangen sind bedauernswert und unwürdig.
Medizin wird sich niemals nach dem Schema F machen lassen; denn wie sage ich immer so schön: Der Wurm muß dem Fisch schmecken und nicht dem Angler!
LG
Kerstin
Silke Uhlendahl
26.09.08, 18:14
Da ich denke hier werden viele Aspekte besprochen, die im neuen Forum Berufspolitik passend sind hole ich das mal nach oben.
Ich denke Fortbildung ist wichtig aber Punkte und Zertifizierung so eine Sache, zum Beispiel wenn ich bei erner Erfahrenen Kollegin ganz intensiv etwas erlernen kann, dies aber nicht von irgendwem zertifiziert ist gibbet keinen Punkte jedoch habe ich evtl mehr Wissen erworben, als wenn ich an einer Grossveranstaltung teilnehme, da sitzen 100 Leute im Raum und nur für das dasitzen gibt es schon Punkte bei Bepunktung icl Evaluation noch mehr, weil ich da dann noch eine kleine "Prüfung" mache.
Aber wo ich wirklch etwas lerne ist schwer zu überprüfen/zertifizieren.
Auch die Homöopathie beginnt ja mit den Zertifizierungen, ist man somit ein besserer Homöopath(isch tätiger HP)???
Hallo,
so ein Punkteheftchen hab' ich auch. Bisher ist nur ein Eintrag verzeichnet, weil ich das immer vergesse zu den Veranstaltungen mitzubringen. Ist mir aber wurscht.
:D
grüße, Stefan
Hallo,
so ein Punkteheftchen hab' ich auch. Bisher ist nur ein Eintrag verzeichnet, weil ich das immer vergesse zu den Veranstaltungen mitzubringen. Ist mir aber wurscht.
:D
grüße, Stefan
Da kann ich nur Stefan zustimmen.
Ich hefte die ganzen Zertifikate und Teilnahmebescheinigungen ab, mann weis es nie wofür sie gut sind :D
Ich stimme Euch zu - allerdings sollten wir eines noch beleuchten: Die Weiterbildungen dürften ein erkleckliches Sümmchen kosten (neue Goldgruben für Schulen und Institute täten sich auf :)?). Was machen diejenigen HP und HPP - und es scheint, wenn ich so im Forum querlese, etliche davon zu geben - die ihren Beruf nur stundenweise, eventuell zusätzlich zum "Hauptjob" ausüben und kaum Geld oder gar kein Geld damit verdienen? Wie sollten die ihre Pflicht-Weiterbildung finanzieren?
Liebe Grüße
apolin
Hola.
1. Fortbildung ist Pflicht. Da es ein Pflicht ist, muß diese auch irgenwie nachgewiesen werden !
2. Wo ist das Problem, wenn sich ein Homöopath in einem Spagyrik Seminar fortbildet oder ein Chiropraktiker ein Biochemie Seminar besucht. Hat hier irgendeine Therapieform die Alleinseligmachung gepachtet ? Ich höre hier immer "ich will Therapiefreiheit" der HP "muss offen sein für seine Pat.". Wer stur in seinem "Fach" bleibt wir blind.
3. Es steht jedem frei, die Forbildungen die er selber hällt mit Punkten versehen zu lassen.
4. Der Pat. (auch der, der nicht nach Zertifikaten oder Punkten fragt) sollte davon ausgehen können, dass er einen kompetenten und "wissenden" Behandler vor sich hat.
5. Selbst die alten Kräuterweiber haben sich früher in Zirkeln getroffen um ihr (neue endecktes) Wissen mit anderen zu teilen.
Gruessle
Oliver
Hallo,
also ich denke auch wie Sarah, wer bestimmt denn für was Punkte vergeben wird.
Ich kann auch 100 Seminare besuchen u. daraus nichts umsetzen können.
Es ist ein zweischneidiges Schwert, Mundpropaganda der Patienten ist meist die beste Aussage für eine gute praktische Arbeit u. darauf kommt es m.M. nach an.
Wer soll denn meine Bildung u. Arbeit tatsächlich bewerten können?
Ich bin oft erstaunt, wenn ich bei Kollegen auf der HP dann sehr viele verschiedene Therapien lese, wieviele kann man wirklich gut beherrschen?
Gruß Jürgen
Amen.
Ich lasse mir Ärzte und Heilpraktiker nur von anderen empfehlen. Ich wüsste nicht, was "Punkte" überhaupt für eine Aussage haben sollen, ausser dass derjenige viel herumgesessen hat. :D
Das fällt in den generellen Trend der Zeit, alles künstlich aufzublähen.
Hola.
Das ist leider klein klein denken. Dieses Denken wollen einige Verbände unbedingt erhalten; bloss nix ändern.
Wir müssen uns aber dem Wettberweb stellen oder untergehen.
So einfach ist das.
Wenn wir nicht beweisen können, dass wir uns fortbilden, dann bilden wir uns nicht fort. Das ist sehr simpel.
Ähnlich ist es eben auch mit der Gesundheitskarte. Wir können hier jammern wie doof die ist und schlimm und und und. Wenn wir nichts machen, sind wir raus. Wie geschehen ! Viel Dank für den Verlust der Wahlfreiheit.
Haben wir keine Lobby (viele organisierte Mitglieder) gehen wir unter, siehe Neuraltherapie.
Weiteres wird folgen, denn die Ärzte sind im Gegensatz zu uns sehr gut organisiert und spielen ihren Einfluss ungehemmt aus, nur weil wir zu blöd sind uns zusammen zu raufen.
Der letzte macht dann bitte das Licht aus.
Gruessle
Oliver
Hola.
Wir müssen uns aber dem Wettberweb stellen oder untergehen.
So einfach ist das.
Wenn wir nicht beweisen können, dass wir uns fortbilden, dann bilden wir uns nicht fort. Das ist sehr simpel.
Das sehe ich nicht so, Oliver.
Frage: Welchem Wettbewerb müssen/wollen wir uns stellen - mit den Ärzten um Patienten konkurrieren?
Dafür bin ich nicht Heilpraktikerin geworden. Als ich diese Entscheidung traf, war ich Doktorandin und mit meiner Dissertation beschäftigt. Ich habe dann bewusst der Wissenschaft "den Rücken gekehrt". Unter anderem deswegen, weil Analysen, Definitionen, empirische Studien, abgeleitete Schlüsse, Statistiken, ... - all diese Objektivierungsversuche beim "Gegenstand Mensch" nur unzureichend greifen. Warum? Weil Wissenschaft beständig versucht, ein für allemal diese häßlich-unberechenbare Subjektivität aus dem System herauszurechenen. :rolleyes:
Dafür bin ich nicht Heilpraktikerin geworden. Mir geht es nicht um Symptome, Klassifizierungen und deren Quantifizierung, sondern um Menschen. Heilsein hat etwas zu tun mit Ganzsein, und dazu gehört auch, den jeweils subjektiven Blick auf die Welt und sich selbst wahrzunehmen, zuzulassen und auf dem persönlichen Weg der Heilwerdung zu nutzen. Das weiß und lebt auch eine gute Ärztin, aber Ganzheitlichkeit ist nun mal kein Begriff der Schulmedizin. Insofern stehen Heilpraktiker m.E. eben nicht im Wettbewerb mit Ärzten.
"Wenn wir nicht beweisen können, dass wir uns fortbilden, dann bilden wir uns nicht fort"???
Zu diesem merkwürdigen Satz fällt mir grad gar nichts mehr ein. War das nur polemisch gemeint? Ansonsten erklär doch mal, was du damit meinst.
Wenn Punkte für Fortbildungen vergeben werden, gibt es Subjekte (Menschen), die Kriterien bestimmen, nach denen das Verhalten anderer messbar und bezifferbar gemacht werden soll (und diese Menschen bestimmen, was "rein darf" und was "draußen bleiben muss"!). Ich halte das im Falle heilpraktischer Therapien für ein schwieriges Unterfangen, wofür in den vorangegangenen Beiträgen schon einige gute Argumente geäußert wurden.
Messbar machen ist einfach ein Objektivierungsversuch. Und mich beschleicht mittlerweile das Gefühl, dass in Heilpraktikerkreisen die ur-wissenschaftliche Angst vor dem Monster "subjektiv" :eek: ihr Unwesen treibt (Anwesende und Postende inbegriffen ;)), obwohl wir doch alle wissen, dass "objektiv" "relativ" ist und mit "wahr" nicht gleichzusetzen :D.
Hm, ehrlich gesagt fände ich es auch ganz toll, wenn eines Tages mit der Post ein Zertifikat ins Haus geflattert käme, dass ich in meiner Praxis aufhängen könnte. Es sollte in etwa folgende Begleitzeilen enthalten:
"Liebe Elektra,
deine Sichtweise auf die Welt inklusive deiner daraus abgeleiteten Verhaltensweisen und Therapiemethoden ist genau das Richtige und einzig Wahre. Hierfür 120 Punkt für die nächsten 3 Jahre und weiterhin viel Erfolg!
Mit freundlichen Grüßen
Dein lieber Gott"
Das Leben ist aber eben nicht so simpel. Sagt Elektra mit liebem Gruß.
Hallo,
@Elektra: erfrischend sarkastisch.
bei einem Punktesystem beschleicht mich der Verdacht, daß die Protagonisten dieses Punktesystems hier eine Methode einführen wollen durch eine Art Kundenbindung ihre Dienstleistung an den Mann / die Frau bringen zu wollen. Sicherlich ist es korrekt, daß die Pflicht zur Fortbildung in der Berufsordnung verankert ist. Doch wie will man überprüfen, ob der Fortgebildete tatsächlich neues Wissen aus dem Seminar nach Hause getragen hat oder ob er nicht viel eher Kreuzworträtsel gelöst oder den letzte Nacht verpassten Schlaf nachgeholt hat? Wenn das wirklich Sinn haben soll, dürfte es die Punkte nur nach einer schriftlichen Überprüfung in Form eines Testats geben; konsequent zu Ende gedacht.
grüße, Stefan
LIebe Elektra,
meine Hochachtung zu Deinem Beitrag! Du hast in so klugen Worten den Zertifizierungs- und Rankingwahn unserer Zeit hinterfragt.
Liebe Grüße
apolin
2. Wo ist das Problem, wenn sich ein Homöopath in einem Spagyrik Seminar fortbildet oder ein Chiropraktiker ein Biochemie Seminar besucht. Hat hier irgendeine Therapieform die Alleinseligmachung gepachtet ? Ich höre hier immer "ich will Therapiefreiheit" der HP "muss offen sein für seine Pat.". Wer stur in seinem "Fach" bleibt wir blind.
Hallo Oliver,
wo ist das Problem, wenn der Homöopath das NICHT macht, sich in anderen therapien weiterzubilden??????????
Es ist zu 99 % MEINE Therapie, meine Weiterbildung geschieht hauptsächlich in Anschaffung von Büchern und diese zu verarbeiten, weiterhin im austausch mit meinem Lehrer, ein 3-Stunden-Nachmittag mit ihm ist die geilste fortbildung, die ich bekommen kann. Dafür bekomme ich keine Punkte, aber ich brauche sie nicht, und ich glaube, daß ich meinen Patienten schon Kompetenz spiegele.
Liebe Grüße
Sybille
Liebe Electra.
Natürlich stehen wir in konkurrenz um Patienten und die Sache ist sehr einfach, wenn wir uns nicht bewegen tun es die anderen und dann sind wir raus. Ich bringe hier nochmal das Beispiel Gesundheitskarte. Und dann kannst du deine geliebten Beruf nicht mehr ausführen. Und dann ??
Wenn du nicht beweisen kannst, ob du dich fortgebildet hast, kannst du einen Überprüfung nicht stand halten. Ergo, im extrem Fall gibst du dein Heilpraktikererlaubnis zurück. Und dann ??
Was machen dann all deine Patienten ???
Und weißt du wie egal es dem Richter ist, wie du zur Wissenschaft stehst ??
Du machst sagen wir mal Akupunktur. Dein Patient sagt, mir ging es noch nie so schlecht, wie nach deiner Behandlung. Bla Bla Bla, Anzeige, Gerichtsverhandlung.
Frau Electra, wo haben sie den die Akupunktur gelernt ??
"Mhm, na bei einem Kollegen, der macht das super und hat auch ganz viel Erfahrung damit"
Richter: " Aha, gibt es dafür irgendeinen Beleg, Zertifikat oder ähnliches ?"
"Sie müssen verstehen, nichts gegen sie Frau Electra, aber das kann ja jeder behaupten und wo hat denn ihr Kollege das erlernt?"
Der Sachverständige betritt den Saal: Richter "Guten Tag Herr Professor. Dr. med. Paul-Schinkenstein.
Richter "Wie kann ich mir denn so eine Akupunktur vorstellen ?"
Sachverständiger" Nun, es werden Nadeln in bestimmte Regionen des Körpers gesteckt"
Richter "Aha, und ist das Gefährlich?"
Sachverständiger "Aber natürlich Herr Richter, sie müssen sehen, hier wir die Haut verletzt, also es können Keime eindringen, es können Nervenbahnen verletzt werden oder auch Blutgefäße"
"Also Akupunktur sollten nur Ärzte machen dürfen, denn NUR die haben das entsprechende medizinische Wissen und auch eine langjährige Ausbildung und außerdem müssen Ärzte sich weiterbilden, nicht nur so Herr Richter, sondern die müssen das Nachweisen, mit einem Punktesystem."
"Heilpraktiker haben das alles nicht und daher halte ich das mit der Akupunktur auch für gefährlich".
Richter: "Nun Frau Electra, da sie nicht glaubhaft machen können die invasive Therapiemethode Akupunktur erlernt zu haben, verstossen sie hiermit gegen die Sorgfaltspflicht."
"Es ergeht folgendes Urteil, der Angeklagten Frau Electra wir die Berufserlaubniss entzogen, des weiteren wird sie dazu verpflichtet dem Opfer einen monatlich Betrag von xxx zu zahlen."
Klopf klopf der Hammer fällt.
Was nun Electra, wo ist er hin unser Beruf, wo ist sie hin deine Freiheit ??
Schönen Abend noch vom punktesammelnden
Oliver
Guten Abend allerseits,
Silke hat schon die Sache auf den Kopf getroffen, Elektra hat es noch optimiert, DANKE.:021:
Sybille nicht zu übersehen.
Ola Oliver,
ich weiß nicht für wen du hier schreibst, ich finde es ganz ehrlich gesagt am Thema HEILPRAKTIKER vorbei, noch dazu inhaltlich sehr dünn.
Ich kann dir da nicht folgen.
Für mich ist das Zertifizierungsgetue nur Geldschneiderei, da wollen Verbandsmitglieder an anderen Verbandsmitgliedern gutes Geld verdienen.
Wer legt denn fest wer wen ausbilden darf?
Was sollte im Vordergrund stehen, fachliche Fähigkeiten?
Da könnte man noch stundenlang ins tausendste gehen, wie die Qualitätssicherung jetzt läuft, ist sie aus meiner Sicht nichts bis wenig wert.
LG Jürgen
Hola Sybille.
Ich habe dir auch keine Kompetenz abgesprochen, es geht hier einfach um die Außenwirkung. Wenn du keine anderen Fortbildungen besuchen möchtest steht dir das ja frei (noch).
Mir ist das an sich wurscht, ob sich jemand fortbildet oder nicht, es würde nur unserem Bild in der Öffendlichkeit gut tun, genau wie eine geregelte Ausbildung.
Gruessle
Oliver
Außenwirkung.
Ich kann dieses (Un)wort bald nicht mehr hören / sehen, sorry.
Denn meine persönliche Erfahrung in meinem Beruf ist die: Vor lauter Schielen auf "Außenwirkung" kümmert sich kaum jemand noch um die "Innenwirkung", sprich um das seriöse - leider so unspektakuläre - Erledigen unserer eigentlichen Aufgaben.
Klar, ist ein Zug der Zeit - die Frage ist nur, ob und inwieweit man auf diesen Zug aufspringen muss.
"Frage" meine ich hier nicht rhetorisch, es ist tatsächlich eine Frage, denn natürlich kann sich ein Berufsstand auch dem "Zeitgeist" und gewissen "Sachzwängen" (zwei weitere Unwörter) nicht völlig verschließen.
Gruß
apolin
Außenwirkung - dummes politisches Gerede
wrdammrich
28.09.08, 05:54
Irgendwie habt ihr wohl leider alle Recht. Und darin ist auch die Crux der ganzen Angelegenheit verborgen.
Natürlich werden wir um den Zertifizierungszwang auf Dauer nicht herumkommen. Nicht, weil er Sinn macht, sondern weil diejenigen, die im Endeffekt - bar jeglicher Sachkompetenz - allein auf Basis der ihnen verliehenen Entscheidungskompetenz nach Hinzuziehung eines (vermutlich ärztlichen) Gutachters die Entscheidung zu treffen haben, Juristen sind.
Juristen aber haben ein Prinzip, das hier bisher ganz ausser Acht blieb: Inhalte interessieren vor Gericht nicht sonderlich, die Erfüllung der Formalien hingegen ist dem Juristen ungeheuer wichtig. Und das betreiben sie - vermutlich ihres eigenen breitgestreuten Unwissens wegen - mit höchster deutscher Präzision. Da ist schnell ein Stück Papier mit einem Stempel mehr wert als viele Jahre Erfahrung.
Und da wir keiner Kammer unterliegen, die uns einen HP-Kollegen als Gutachter stellen müsste, kommt halt stattdessen ein Arzt für Naturheilkunde als Sachverständiger. Daß der seine Zusatzbezeichnung in 80 Stunden absolviert hat, von denen die Hälfte auf physikalische Therapieverfahren (Bäder, Massagen, Kneipp) entfällt, spielt dann ebenso wenig eine Rolle, wie die zu vermutenden Konkurrenzgefühle.
Medizin ist doch längst zu einer Handelsware verkommen, und in Wirklichkeit sind auch viele von uns schon ganz fleissig dabei, sich mit "Wellnessangeboten" und "Verkaufsecken in der Praxis" und Provisionen von Lieferanten an diesem widerliche Kommerz zu beteiligen, egal ob mit Orthomolekularpräparaten, Cellagon oder sonstwie...
Verpennt haben diese Änderungen die Verbände, die immer nur bestrebt waren, sich gegen jegliche Änderung zu stemmen. Dabei war das schon vor 20 Jahren abzusehen, in welche Richtung der Hase laufen wird.
Dabei ist das Punktesystem des BDH eigetlich nix Neues, früher gab es stattdessen eine Karte, auf der die Fortbildungen eingetragen und abgestempelt wurden. Nur, dass das jetzt in "Punkten" gerechnet wird, ist neu.
Vielleicht noch ein oft übersehenes Kriterium: die Berufshaftpflicht-Versicherung für Orthopäden ist 13mal so hoch wie die für chiropraktisch tätige Heilpraktiker. Und die Versicherungen berechnen die Beiträge nach statistisch aus den Schadenfällen ermittelten Risikoeinstufungen. Das macht doch nachdenklich, finde ich.
Wolf
Zarathustra
28.09.08, 11:27
Dabei ist das Punktesystem des BDH eigetlich nix Neues, früher gab es stattdessen eine Karte, auf der die Fortbildungen eingetragen und abgestempelt wurden. Nur, dass das jetzt in "Punkten" gerechnet wird, ist neu.
Wolf
Hallo Wolf,
hast ja Recht mit deinem posting, bis auf diese Kleinigkeit stimme ich dir völlig zu.
Das System des BDH ist aber schon etwas neues, weil hier vorher die Veranstaltungsthemen eingereicht werden und die nicht alles zertifizieren. Außerdem dokumentieren die die Veranstaltungen für die Kollegen. Find ich sehr gut, weil uns ja immer vorgeworfen wird, Heilpraktiker wären da sehr wenig transparent, hätten eine vernünftige Aus- und Weiterbildung und würden nix dokumentieren. Für mich ist das ein wichtiger Schritt auch für die "Außenwirkung", deren Bedeutung wohl einige hier nicht richtig verstehen.
Aus der DHZ weiß ich, dass einige 1000 Kollegen sich daran beiteiligen (ich übrigens auch) und auch dass damit kein Geld in die Verbandskasse fließt. Der BDH bietet das für alle Kollegen kostenlos an und investiert hier einiges für den Berufsstand. Die "Verdächtigungen" von Jügren z.b. ("Für mich ist das Zertifizierungsgetue nur Geldschneiderei, da wollen Verbandsmitglieder an anderen Verbandsmitgliedern gutes Geld verdienen.") sind dummes Zeug und zeigen eigentlich nur, dass man sich mit dem Thema wenig beschäftigt hat.
Grüße
Zara
Hallo :),
ich denke wir machen uns etwas vor wenn wir die Augen verschließen gegenüber unserer "Außenwirkung".
Einfaches Beispiel: ich hatte gestern Abend Gäste, die Dame eine Lehrerin erzählte, dasss sie Kniebeschwerden hätte und sich jetzt entschieden hätte, mal eine Blutegelbehandlung zu machen. Sie hatte damit begonnen und war mit ihrem Problem bei einem Allgemeinmediziner gewesen, der zusätzlich Arzt für Naturheilkunde ist. Auf meinen Frage, wieso sie damit nicht zu einer Heilpraktikerin gegangen ist, meinte sie , Ärzte wären ihr schon lieber, die hätten sicher mehr Erfahrung. Wieso kommt das , dass die meisten Menschen denken, dass dies so ist? Weil eine Arztpraxis voller ist , als die eines HP? Weil einige Menschen ihn immer moch für einen "Gott in Weiß" halten?Weil sie lange Ausbildungen hinter sich haben?
Mein Mann hat als zweifacher Facharzt insgesamt 12 Jahre! Ausbildung gemacht. Und auch jetzt ist ist die Kassenärztliche Vereinigung dahinter her, dass er und seine Kollegen nachweisen, dass er nicht noch auf dem Wissensstand ist von vor 20 Jahren steht. Hält er sich an die Vorgaben des Gesundheitsmodernisierungsgesetzes nicht und erbringt die Nachweise nicht, bekommt er zunächst 10% dann 25% seines Honorars, das ja bei Ärzten von der Kassenärztlichen Vereinigung gezahlt wird, nicht mehr ausgezahlt, danach verliert er seine Appobation.:eek: Das nenne ich nachdrückliche Sanktionen!
Ich bitte euch, wieso wehren sich hier so viele HP´s gegen eine Art offizieller "Verpflichtung" zur Fort- und Weiterbildung? Wir haben keine geregelte Ausbildung, wir haben lediglich eine "Überprüfung" beim Amtsarzt, wir haben aber auch eine "Lizenz" zum Heilen. Viele Menschen werden sich, ähnlich wie mein Gast gestern Abend, weiterhin für die naturheilkundliche Therapei bei einem ärztlichen Kollegen entscheiden, weil es nach außen hin seriöser klingt, das es in Realität so ist, dass viele Ärzte keine wirklich gute Ausbildung in Naturheilkundlicher Richtung haben, bleibt dahingestellt.
Fortbildungen haben für mich etwas mit Qualitätssicherung zu tun und da wir schon so wenig staatlich geregeltes in unserer Berufsgruppe haben, fände ich persönlich es nicht tragisch, wenn uns auferlegt würde, uns offiziell (mit Nachweis) weiterzubilden. Fortbildung aber nicht nur in Massenveranstaltungen die einen "Absitzcharakter" haben und nix wirklich bringen, sondern in interaktiven kleinen Veranstaltungen, die dann auch etwas kosten, weil sie es auch "wert" sind. Allein die Meldung in den Nachrichten und in der Presse "Heilpraktiker verpflichten sich zu medizinischer Fortbildung" wäre schon ein Zeichen, was nach außen hin signalisiert "Wir nehmen unseren Beruf und auch die Verpflichtung, Neuerungen in der Therapie hinzuzulernen, ernst!" Wir haben eh genug Probleme unseren festen Platz im Gesundheitssystem einzunehmen, ich finde wir können uns den Luxus nicht leisten, uns nur über das Eigenstudium und über befreundete HP´s weiterzubilden. Klingt vielleicht hart, ist aber meine Meinung.
Lieber Oliver,
ich kann deine Befürchtungen völlig nachvollziehen. Und tatsächlich ist das der Grund, warum ich in meiner Antwort auf dein Post meine rhethorischen Krallen gewetzt habe: Diese Fortbildungsnachweisverpflichtung macht mich wütend, weil sie mir Angst macht.
Weil du aber da bist, darf ich ungebremst die andere Seite vertreten, danke. Die Metaanalyse/Mediation/Moderation überlasse ich grad mal Wolf, der macht das so schön ;).
Wolf hat es schon gesagt: Juristen arbeiten mit Formalien, und daher interessiert natürlich Elektras Haltung zur Wissenschaft vor keinem deutschen Gericht. Den von dir dargelegten fiktiven Fall mag ich trotzdem gern kommentieren:
Witzigerweise habe ich fast das Gleiche erlebt, und zwar als Patientin bei meinem Hausarzt. Akupunktur wird ja bei bestimmten Indikationen als Therapie von den gesetzlichen Krankenkassen anerkannt. Mein HA hat zahlreiche Zertifikate an seinen Wänden hängen, die seine Ausbildung und Fortbildung belegen. Seine etwa 20-jährige Erfahrung ist in seinen zielsicheren geübten Handgriffen durchaus spürbar. Aber siehe da: Es ging mir (fast) noch nie so schlecht wie nach seinen Behandlungen. Meine Einschätzung: Der Arzt hat eine TCM-Methode als schulmedizinisches Instrument eingesetzt, also Formalia übernommen und den Inhalt ignoriert. Tja, vor Gericht könnte man ihm nichts anhaben (auf die Idee wäre ich auch nie gekommen ;)). Aber was sagt das wirklich aus?
Das Punktesystem soll doch im Idealfall unseren Patienten/Kunden/Klienten als Orientierung dienen, oder? Nehme ich jetzt mal wieder den DAP (dümmster anzunehmender Patient), stellt sich folgendes Problem: Während wir alle, die bereits auf Fortbildungen waren, wissen, dass man dabei wahlweise ganz viel lernen und behalten und integrieren oder wieder vergessen oder nichts damit anfangen oder kreuzworträtsellösenderweise seine Zeit absitzen kann etc., je nach eigener Disposition und der der Fortbildungsleitenden, weiß dies DAP eben nicht. M.E. ist DAP mit Punktesystem dann genauso schlau wie ohne - nur, dass er nun fatalerweise denkt, jemand anders (eine wie auch immer geartete Autorität) habe ihm die Entscheidungsverantwortung für seine eigene Gesundheit abgenommen.
Hat aber keiner.
Tut nie einer.
Wollen wir nur immer glauben.
Deshalb punktet Elektra erstmal nicht. Vielleicht nur, bis Oliver mich eines Besseren belehrt ;). Liebe Grüße!
Das was Hildegard geschrieben hat kann ich nur unterstreichen, solche Phänomene habe ich auch erlebt!!!
Ich gestehe, ich gehe regelmäßig zur Fortbildung, nicht weil ich nichts anderes zu tun hätte und mir das Reisen sehr viel Spaß macht.
Ich gehe liebend gerne zur Fortbildungen, wo ich bezahlen muss. In diesen Fortbildungen sind höchstens 25 Teilnehmer und es wird intensiv geschult. Wenn ich nach Hause komme kann ich am nächsten Tag sofort das Erlernte in die Tat umsetzten. Ich suche mir die Fortbildungen gut aus und melde mich gleich Anfang des Jahres an um einen Platz zu bekommen. Manchmal fahre ich auch über 400 km wenn es sein muss und bleibe auch 4 Tage dort, aber ich habe ein gutes Gefühl für etwas Geld ausgegeben zu haben was ich Anwenden kann.
Ich besuche wenn ich nichts besseres Vorhabe auch eine kostenlose Schulung, die darf aber nicht weiter als 100km entfernt sein.
Inzwischenzeit holen ich sogar die Schulungen zur uns nach BS/WF wenn ich davon total überzeugt bin. Es gibt tatsächlich Pharma Firmen die sich daruaf einlassen und auch etwas aussrplanmäßiges anbieten. Die Schulungen sind Kostenpflichtig, aber die Plätze sind schnellstens Ausgebucht!
Für Qualität musste man schon immer etwas mehr bezahlen!!!
Das ist meine persönliche Meinung, auch wenn ich jetzt und hier mit faulen Tomaten oder Eiern beworfen werden sollte!
ich finde wir können uns den Luxus nicht leisten, uns nur über das Eigenstudium und über befreundete HP´s weiterzubilden
Mein Beitrag bezog sich ausschließlich auf die Homöopathie! Hierüber fehlt dir das Wissen um meinen Beitrag verstehen zu können.;)
Liebe Grüße
Sybille
...ein CP-System à la Ärzteschaft wird auch in so einem Barbara-Salesch-artigem Gerichtsverfahren -wie Du es konstruierst, Oliver- kein Gewicht haben. Wenn der gerichtlich bestellte Gutachter befindet, daß die angewandte Methode nicht lege artis ausgeführt wurde, nutzen Dir auch keine Credit-Points. Wenn die geschilderte Methode nach den Regeln der Kunst angewandt wurde, wird das auch jeder Gutachter oder Richter anerkennen. Denn weder Gutachter noch Richter sind Sprachrohre der Montgomery-Lobby.
Im hier zitierten Fall der Akupunktur: Entweder der Akupunkteur hat seine Technik in Bezug auf Hygienemaßnahmen und Einstichtiefe richtig gemacht bzw. im Falle einer akkzidentellen Fehlpunktion die erforderlichen Maßnahmen angewandt und auch die Kontraindikationen beachtet (bestimmte Punkte in der Nähe des Auges, Pneumothoraxgefahr, Nähe von Blutgefäßen, Schwangerschaft ...und was es sonst noch zu beachten gibt) und dies auch dokumentiert (Beweislastumkehr). Oder aber er hat von vornherein diese Kautelen mißachtet. Wenn der Patient dann klagt, ist es unerheblich, ob der Beklagte ein Arzt oder ein Heilpraktiker ist. Wenn dann noch nachgewiesen werden kann, daß in hinreichendem Maße aufgeklärt worden ist, kann Dir nichtmals ein schlecht gesonnener Gutachter an das Bein pinkeln.
Stichhaltig für ein Punktesystem ist in meinen Augen allein das Argument der Außenwirkung; auch wenn ich selbst dieses als Patient nicht als Auschlag nehmen würde. Da würde ich andere Kriterien heranziehen. Aber ...Du hast Recht: der Trend geht dahin, daß "die Leute" auf eine Zertifizierung in dieser Richtung achten und Qualität daran festmachen (Din-ISO 9000, ff.). Aber die Heilpraktikererlaubnis kann einem aufgrund mangelnder Zertifizierungs-Punkte ja !den Göttern sei dank! noch nicht weggenommen werden.
grüße, Stefan
Aus der Sicht eines HPA's :
Viele Leute scheinen zu vergessen , das schon die "Erlaubniserteilung zur
Ausübung der Heilkunde" eine gewisse Zertifizierung darstellt , wenn auch kein
Leistungsnachweis im eigentlichen Sinne so doch zumindest eine Unbedenklichkeitsbescheinigung.
Warum sträuben sich genau diese Leute dagegen , ihr teuer erworbenes
Wissen mit Hilfe eines Punktesystems objektivieren zu lassen ?
Um nichts anderes geht es doch : Die Objektivierung von Wissen.
Das einzige was mich als HPA an diesem Zertifizierungssystem stört ist
das ich von der Teilnahme daran ausgeschlossen bin .
gruss
Havixberg
Ich will noch gerne zu meinem Post ergänzen, dass ich natürlich gute Fortbildungen wichtig finde (wobei, wie Sybille sagt, Bücherlesen auch Fortbildung sein kann, gerade in der Homöopathie), dass ich aber diese Gleichsetzung 'je mehr Fortbildungen je besserer Heilpraktiker' (da ja mehr Punkte) total schwachsinnig finde.
Ich frage mich, warum so manche/r sich gegen dieses Punktesystem wehrt. Viele medizinische Berufe erfordern regelmäßige Mindestfortbildungen, seien es Pflegepersonal, Ärzte, Rettungsdienstler, Arzthelferinnen, Physiotherapeuten, etc. Teils werden Punktenachweise gefordert, teils Stundennachweise.
Was ist daran so schlimm?
Und was ist so schlimm daran, wenn dieses auch für die Heilpraktiker gilt / gelten soll?
Nur weil man sich nicht in die klassische Form der schulmedizinischen Behandlungen pressen lassen möchte, muss man sich doch nicht gleich gegen qualifizierte Fortbildungsnachweise wehren - egal ob auf Punkte- oder Stundenbasis.
Einerseits wollt ihr Zertifikate für Aus- und Weiterbildungen in diversen Therapieformen, wehrt euch aber gleichzeitig gegen Zertifikate für regelmäßige (jährliche?) Fortbildungen. Das ist für mich ein Widerspruch.
Ich gebe allerdings denen recht, die sagen das die zertifizierten Fortbildungen
a) nicht alleine einigen Verbänden oder Anbietern vorbehalten sein dürfen
b) gewissen, definierten Standards entsprechen müssen
c) nicht zu einer zusätzlichen, unnötig teuren Einnahmequelle für die Verbände verkommen dürfen
Hier wäre evtl. ein Ansatz zur Kritik angebracht. Nicht aber an der grundsätzlichen Idee sich qualifiziert fortzubilden und dafür entsprechende Nachweise zu erhalten. Immerhin geht es doch in erster Linie um die Patienten. Und nur wer nicht den Patienten im Mittelpunkt seiner Arbeit sieht, und deshalb auf regelmäßige Aus-, Weiter- und Fortbildungen glaubt verzichten zu können/müssen hat bzw. hätte etwas zu befürchten. Für alle anderen, gewissenhaft arbeitenden HP stellen der Erwerb von Zertifikaten oder Teilnahmebescheinigungen doch kein Problem dar. Und sollten eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein.
Wie geagt, ich sehe keinen Grund eine regelmäßige Fortbildungspflicht mit entsprechenden Nachweisen anhand von Teilnahmebescheinigungen/Zertifikaten/Ausbildungsnachweisen zu verteufeln.
datkoelner
29.09.08, 00:04
...Viele medizinische Berufe erfordern regelmäßige Mindestfortbildungen, seien es Pflegepersonal, Ärzte, Rettungsdienstler, Arzthelferinnen, Physiotherapeuten, etc. Teils werden Punktenachweise gefordert, teils Stundennachweise...
In meiner ehrenamtlichen Arbeit (im hauptamtlichen Bereich natürlich auch) als Rettungssanitäter muss ich meine 30 Fortbildungsstunden im Jahr nachweisen, denn ohne Nachweis darf ich keinen Meter in meinem Tütaauto fahren!!!
Fortbildung ist Pflicht und ein Nachweis ist (finde ich) wirklich angebracht!
...Ich gebe allerdings denen recht, die sagen das die zertifizierten Fortbildungen
a) nicht alleine einigen Verbänden oder Anbietern vorbehalten sein dürfen
b) gewissen, definierten Standards entsprechen müssen
c) nicht zu einer zusätzlichen, unnötig teuren Einnahmequelle für die Verbände verkommen dürfen...
Das versteht sich von selbst. :D
Ich frage mich, warum so manche/r sich gegen dieses Punktesystem wehrt. Viele medizinische Berufe erfordern regelmäßige Mindestfortbildungen, seien es Pflegepersonal, Ärzte, Rettungsdienstler, Arzthelferinnen, Physiotherapeuten, etc. Teils werden Punktenachweise gefordert, teils Stundennachweise.
Was ist daran so schlimm?
Und was ist so schlimm daran, wenn dieses auch für die Heilpraktiker gilt / gelten soll?
Nur weil man sich nicht in die klassische Form der schulmedizinischen Behandlungen pressen lassen möchte, muss man sich doch nicht gleich gegen qualifizierte Fortbildungsnachweise wehren - egal ob auf Punkte- oder Stundenbasis.
Einerseits wollt ihr Zertifikate für Aus- und Weiterbildungen in diversen Therapieformen, wehrt euch aber gleichzeitig gegen Zertifikate für regelmäßige (jährliche?) Fortbildungen. Das ist für mich ein Widerspruch.
Ich gebe allerdings denen recht, die sagen das die zertifizierten Fortbildungen
a) nicht alleine einigen Verbänden oder Anbietern vorbehalten sein dürfen
b) gewissen, definierten Standards entsprechen müssen
c) nicht zu einer zusätzlichen, unnötig teuren Einnahmequelle für die Verbände verkommen dürfen
Hier wäre evtl. ein Ansatz zur Kritik angebracht. Nicht aber an der grundsätzlichen Idee sich qualifiziert fortzubilden und dafür entsprechende Nachweise zu erhalten. Immerhin geht es doch in erster Linie um die Patienten. Und nur wer nicht den Patienten im Mittelpunkt seiner Arbeit sieht, und deshalb auf regelmäßige Aus-, Weiter- und Fortbildungen glaubt verzichten zu können/müssen hat bzw. hätte etwas zu befürchten. Für alle anderen, gewissenhaft arbeitenden HP stellen der Erwerb von Zertifikaten oder Teilnahmebescheinigungen doch kein Problem dar. Und sollten eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein.
Wie geagt, ich sehe keinen Grund eine regelmäßige Fortbildungspflicht mit entsprechenden Nachweisen anhand von Teilnahmebescheinigungen/Zertifikaten/Ausbildungsnachweisen zu verteufeln.
Wenn du dir die Mühe machen würdest den Thread durchzulesen, dann hättest du dir viel Mühe erspart. ;)
LG Jürgen
Aus der Sicht eines HPA's :
Viele Leute scheinen zu vergessen , das schon die "Erlaubniserteilung zur
Ausübung der Heilkunde" eine gewisse Zertifizierung darstellt , wenn auch kein
Leistungsnachweis im eigentlichen Sinne so doch zumindest eine Unbedenklichkeitsbescheinigung.
Warum sträuben sich genau diese Leute dagegen , ihr teuer erworbenes
Wissen mit Hilfe eines Punktesystems objektivieren zu lassen ?
Um nichts anderes geht es doch : Die Objektivierung von Wissen.
Für die Überprüfung lernen wir grundlegendes schulmedizinisches Wissen und Gesetzeskunde, Harvixberg. Bei beiden Bereichen handelt es sich um relativ einfach "objektivierbares Wissen".
Im Bereich der alternativen Heilmethoden gerät man da aber schnell an Grenzen. Für das Fachgebiet Homöopathie weist bis jetzt keine Metastudie eine eindeutige Wirksamkeit nach. Akzeptiere ich vorbehaltlos die wissenschaftlichen Methoden (und die jeweilige Anwendung, aber das lassen wir hier mal :rolleyes:), müsste ich also konsequent gedacht Homöopathie als wirkungslose Therapie ansehen. Kein "objektivierbares Wissen", keine Punkte, keine Kekse...
... wäre zumindest potentiell möglich, wenn man das Punktesystem tatsächlich als Mittel der objektivierbaren Beurteilung versteht. Und in diesem Wind sträuben sich mir die Nackenhaare, weil ich denke, dass wir mit Objektivierungsbestrebungen in unserem Beruf HP per se vorichtig sein müssen...
Liebe Grüße
Elektra
Hallo Elektra ;
natürlich hast du Recht , nur geht es bei der Zertifizierung doch gar nicht
darum , den "wissenschaftlichen" Nachweis für die Erfahrungsheilkunde
zu erbringen (ausserdem : ist es nicht viel wissenschaftlicher , wenn man rein
auf empirischer Basis , also durch Beobachtung und Schlüsse-daraus-ziehen
zu einer Erkenntniss kommt ?) , sondern darum eine Bestätigung für kontinuierliche Fortbildung zu bekommen.
lieben Gruss
Havixberg
Vor allen Dingen: WER bestimmt denn, WELCHE Fortbildungen Punkte "bringen"?? Es gibt schließlich genug Kollegen, die nicht rein körperlich arbeiten, was ist denn mit denen? Da sie keine oder wenig Punkte sammeln können, gelten sie als schlecht weitergebildet?
Fort- und Weiterbildung ist grundsätzlich wichtig und sollte schon Pflicht sein. ABER in welchem Fachgebiet ich mich fortbilde möchte ich selber entscheiden, und zwar ohne Bewertung!
Sarah!
Genauso sehe ich es auch! Fortbildungen in rein schulmedizinischen Therapien sind "objektivierbar" aber was ist mit anderen Bereichen?
Hallo Kim , guckst du www.bdh-online.de :
Kindertherapie in der TCM
anerkannt im Rahmen des Fortbildungszertifikates für Heilpraktiker-
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Fr, Okt 10, 2008
09:30
PLZ 7 Fußreflexzonentherapie FFB 847
-anerkannt im Rahmen des Fortbildungszertifkates für Heilpraktiker- 08-072
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Fr, Okt 10, 2008
11:00
PLZ 4 Podo-Orthesiologie I + II
-anerkannt im Rahmen des Fortbildungszertifkates für Heilpraktiker-
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Fr, Okt 10, 2008
14:00
PLZ 0 Homöo-Isopathie
-anerkannt im Rahmen des Fachfortbildungszertifikates für Heilpraktiker-
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Fr, Okt 10, 2008
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PLZ 7 Dynamische Wirbelsäulentherapie nach Popp FFB 848
-anerkannt im Rahmen des Fortbildungszertifikates für Heilpraktiker- 08-019
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Fr, Okt 10, 2008
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PLZ 3 Spagyrik - Alchemistisches Wissen für das 21. Jahrhundert
-anerkannt im Rahmen des Fachfortbildungszertifikates für Heilpraktiker-
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Sa, Okt 11, 2008
09:00
PLZ 5 Kindertherapie in der TCM
anerkannt im Rahmen des Fortbildungszertifikates für Heilpraktiker-
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PLZ 9 Somato Emotionale Entspannung
-anerkannt im Rahmen des Fachfortbildungszertifikates für Heilpraktiker-
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Sa, Okt 11, 2008
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PLZ 4 Cranio Sacrale Therapie
-anerkannt im Rahmen des Fachfortbildungszertifikates für Heilpraktiker-
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Sa, Okt 11, 2008
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PLZ 9 ErnährungsSteuerungsProgramm ESP
-anerkannt im Rahmen des Fachfortbildungszertifikates für Heilpraktiker-
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Sa, Okt 11, 2008
09:00
PLZ 2 Gesund durch Entschlackung u.a. Säure-Basen-Haushalt
-anerkannt im Rahmen des Fachfortbildungszertifikates-
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Sa, Okt 11, 2008
09:30
PLZ 7 Homöopathie AK 800
-anerkannt im Rahmen des Fortbildungszertifkates für Heilpraktiker- 08-050
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Sa, Okt 11, 2008
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PLZ 6 Psychophysiognomik
-anerkannt im Rahmen des Fortbildungszertifikates
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Sa, Okt 11, 2008
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PLZ 8 Balancierte Ohrakupunktur
-anerkannt im Rahmen des Fachfortbildungszertitikates für Heilkpraktiker-
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Sa, Okt 11, 2008
15:00
PLZ 7 Homöopathische Arzneimittelbilder- Natirum muriaticum/Natrium Sulfuricum
-anerkannt im Rahmen des Fortbildungszertifikates für Heilpraktiker- 08-008
Fortbildungstermine insgesamt in der Datenbank: 2138
@ Jürgen:
Heisst das, dass man nicht seine Meinung sagen darf, nur weil andere inhaltlich vergleichbares bereits sagten?
guckst du www.bdh-online.de (http://www.bdh-online.de) :
Thai Körperarbeit - steht nix von Anerkennung
Ausleitung-Milieutherapie – Injektionstechniken - steht nix von Anerkennung
Therapie und Ernährung - steht nix von Anerkennung
Bachblüten - steht nix von Anerkennung
PMR-Progressive Muskerelaxation nach Jacobsen - steht nix von Anerkennung
Ganzheitliche Kopfschmerzbehandlung I - steht nix von Anerkennung
Das Rezept aus dem Auge - steht nix von Anerkennung
Aku-Medi-Taping - steht nix von Anerkennung
Irisdiagnose - steht nix von Anerkennung
Notfall-Intensivkurs - Praktische Anwendungen - steht nix von Anerkennung
Dorn-Breuß Aufbauseminar - steht nix von Anerkennung...
... an dieser Stelle höre ich mal auf, die Liste geht ja noch weiter.
Verstehen tu ich diese Auswahl trotzdem nicht. Vielleicht kann mich einer aufklären?
Liebe Grüße
Elektra
@ Jürgen:
Heisst das, dass man nicht seine Meinung sagen darf, nur weil andere inhaltlich vergleichbares bereits sagten?
Hallo Mercy,
du kannst seitenlang schreiben wenn du möchtest. :D
Du stellst am Anfang deiner Ausführungen 2 Fragen, diese sind von vielen Vorschreibern bereits ausführlich beantwortet worden.
Also hast du entweder nicht aufmerksam gelesen, oder....... ich weis auch nicht? :confused:
Darauf zielte meine Antwort ab. ;)
LG Jürgen
@meingeliebtes Harvixberg:
Diese Fachrichtungen praktiziere ich nicht. Das ist ja genau der Punkt... Ich glaube auch nicht dass bei einem Punktesystem die geistigen Heilwesen berücksichtigt werden ;)
Egal, ich werd meinen Weg schon machen :)
Ich möchte noch einmal grundsätzlich schreiben, das es einen Unterschied macht:
Das Punktesystem suggeriert, dass nur jemand mit vielen Punkten auch kompetent ist. Und hier liegt m. E. das Risiko.
Das würde bedeuten: viele Punkte = hohe Kompetenz
Und das möchte ich bestreiten.
Ich finde es richtig das wir uns fortbilden MÜSSEN, aber worin, das bestimme ich selbst!
@ Kim:
Das solltest Du nicht unbedingt so sehen. Auch wenn gerne suggeriert wird, dass nur wer viele Punkte hat auch viel Kompetenz hat.
Es zeigt nur objektiv, dass der Betreffende eine entsprechende Anzahl zertifizierter Fobis besucht hat. Dieses kann der "Alleine-Zuhause-Lerner" nun einmal nicht erbringen.
Deine fachliche Kompetenz erkennt vor allem eine Patienten-Klientel. Denn die stimmen über Deine gute oder schlechte Behandlung mit der Geldbörse, dem Mund und den Füßen ab.
Und natürlich soll jeder sebst bestimmen, worin er/sie sich fortbildet. An Fobi-Angeboten mangelt es ja auch nicht. OK, alleine die z.T. unverschämten Preise können jemanden von der Teilnahme abhalten.
...oder eben die fehlenden Punkte ;) Wobei wir uns dann im Kreis drehen würden.
Solange man nicht seitens irgendwelcher Verbände hingeht, und eine vergleichbare Preisstruktur für die Zertifizierung zur Punktevergabe anstrebt und auch durchsetzt, wie es die Kassenärztlichen Vereinigungen ( zwischen 80 - 120 Euro je Veranstaltung, auch bei exakt gleichen Inhalten) machen, sollte es für den Fobi-Anbieter kein Problem sein für die Fobi Punkte zu erhalten.
Solange man sich aber innerhalb der HP-Schaft und der Verbände gegenseitig nicht grün ist, wird es noch eine ganze Weile dauern, bis man die Notwendigkeit zertifizierter Fobis auch in der hintersten Ecke des Landes akzeptiert, und auch gegenseitig anerkennt.
@ Kim,
es bringt nichts. :rolleyes:
@ Mercy,
wenn du es so machen möchtest, gerne.
Was meinst du wohl wie lange deine angesprochenen Punkte noch auf sich warten lassen, wenn wir immer schön brav mitmachen?
Seminaristen nützt es natürlich etwas, Lobbyisten auch.
Wenn ich mir dein Profil ansehe...?
Wieviel Seminare gibst du im Jahr?
Ich denke hier haben viele ihre Meinung geäußert, daran solltest du jetzt auch erkennen, wie der allg. Meinungsstand dazu ist und dieses bitte auch akzeptieren.
LG Jürgen
Hola.
Nun ich denke der allgm. Meinungstand ist wohl 50/50.
Gruessle
Oliver
Ola Oliver,
zusammenfassend ist der Meinungsstand größtenteils für selbstbestimmte Weiterbildung, unabhängig von den gängigen Zertifizierungen, die oft einem anderen Zweck dienen. ;)
Dein Meinungsstand ist anders, ist auch ok.
Wer zertifiziert den Seminarleiter? Was macht den vom Verband bestimmten Seminarleiter kompetenter, als meinen Kollegen um die Ecke, der diese Therapie seit 20 Jahren erfolgreich praktiziert?
Viele der Seminarleiter können aus Zeitgründen nur noch selten praktisch arbeiten, ist dir dieses vielleicht auch schon mal aufgefallen?
Wir werden irgendwann, wenn wir nicht bald einschreiten, zu diesem Punktesystem gezwungen.
Wir haben das Thema nun schon mehrmals diskutiert, diejenigen die für selbstbestimmte Weiterbildung sind, sollten sich mal zusammenschließen u. über ein anderes Modell nachdenken.
LG Jürgen
Zarathustra
01.10.08, 11:19
Ola Oliver,
zusammenfassend ist der Meinungsstand größtenteils für selbstbestimmte Weiterbildung, unabhängig von den gängigen Zertifizierungen, die oft einem anderen Zweck dienen. ;)
Na ja, manchmal gibt es eben verschiedne Wahrnehmungen. Ich hätte auch gedacht es wäre 50:50. Dein Meinungsstand ist anders, aber auch das ist ok. ;)
Wir werden irgendwann, wenn wir nicht bald einschreiten, zu diesem Punktesystem gezwungen.
Das sehe ich völlig anders. Das Punktesystem ist doch absolut freiwillig. Wir werden nur dann zu einem "gezwungen" und zwar von außerhalb unseres Berufes, wenn wir nicht selbst eine Dokumentation vorweisen können. So ist das und nicht anders herum, auch wenn man es vielleicht gerne anders hätte...
LG
Z.
Das sind so die Dinge wo ich platzen könnte.
Wieso ist 2+2=4 könntest doch einfach sagen, dass es 5 ist Jürgen.
Wieso erlischt deine Garantie am Auto, wenn du nicht zu einer zertifizierten Werkstatt fährst, der um die Ecke ist doch viel besser, der macht alle Fahrzeuge, hat doch damit eine erweiterten Horizont ?
Wenn du das nächste mal in Urlaub fliegst, frag doch mal den Pilot, wieso er denn fliegt und nicht dein Kumpel der doch schon so viele Bücher über das Fliegen gelesen hat oder dein anderer Kumpel der doch Segelflieger ist.
Du könntest auch mal den Administrator des Großrechenzentrums fragen, wieso er des denn macht, Dein Onkel kennt sich doch auch super mit PC's aus und wenn man den was fragt über Computer weiß der immer genau bescheid, weil der doch ein Abo der Computer-Bild hat.
Was macht den Seminarleiter besser ????????????? Er hat zumindest einmal bewiesen, dass er es kann, nämlich bei seiner Zertifizierung.
Wieso nicht dein Kumpel um die Ecke ?? Weil er entweder nicht kompetent ist oder zu feige sich zertifizieren zu lassen oder weil er es einfach nicht kann!!
Etwas zu können heißt noch lange nicht, dass man es auch gut vermitteln kann.
Gruessle
Oliver
Wie wird der Seminarleiter zertifiziert und von wem?
Warst du schon einmal dabei?
In was soll der Seminarleiter besser sein? Als wer? Wer soll das beweisen?
Wie willst du deine Aussagen nachweisen?
Er kann bewiesen haben, dass er in der Lage ist.
Wer schätzt denn ein ob sein Wissen, auch in der Praxis standhält?
Wie viele von den Seminaristen, deren Namen andauern liest, die ständig in anderen Städten Seminare abhalten, arbeiten noch?
Alles andere lass ich mal außen vor...., denn es dreht sich hier um Heilkunde!
Lese dir bitte mal deinen Text durch, so einen Blödsinn hast du noch nie von dir gegeben.
Ich frage mich warum der HP um die Ecke, der nur den Menschen helfen möchte, dass seit 20 Jahren erfolgreich macht, in deinen Augen nur gut ist wenn er sich zertifizieren lässt.
Bei solchen unsachlichen Antworten könnte ich platzen, manche verstehen ihre Arbeit als HP weil sie Menschen helfen wollen.
Sie haben ihre Kompetenz durch Weiterbildung und praktische Arbeit erworben, ist das falsch?
Woher willst du einschätzen können das dieser Feige ist oder keine Ahnung hat?
Die letzte Aussage ist völlig richtig.
Das heißt aber nicht im Umkehrschluß, dass der HP um die Ecke, den ich durch seine Erfahrung und Kompetenz schätze, der auch gerne diese in seiner Praxis an Kollegen weitergibt, auch Lust haben muss ein Seminarleiter zu werden, noch dazu ein zertifizierter.
Mann, Mann Oliver komm mal etwas runter.
Es gibt genügend HP's die uns mit ihrem Wissen und ihrer Kompetenz an die Wand blasen, nur arbeiten wollen, obwohl sie rhetorisch absolut in der Lage sind zu referieren.
Wenn die nun auch noch in keinem Verband sind.....
Was mich jetzt noch interessieren würde, mit welchen Therapien arbeitest du denn?
In deinem Profil ist ja leider dazu Leere.
@ Z.,
ob und wann wir dazu gezwungen werden, ist bei den derzeitigen Bemühungen der Verbände nur noch eine Frage der Zeit.
Da geht es um Geld.
Und das du es auch gerne anders siehst sei dir doch belassen.
Dazu kommt noch, dass doch einige Therapieformen gar nicht zertifiziert werden, da frage ich mich mal warum?
LG Jürgen
wrdammrich
01.10.08, 18:58
Solange wir keine von den Verbänden UNABHÄNGIGE Zertifizierung der Referenten auf die Reihe bekommen, ist eh alles für die Katz. Vor Jahren wurden HPs als Gutachter für Uneinigkeiten mit PKVs per Dekret von den Verbänden festgesetzt. und wer fand sich da wieder ? - Überwiegend Verbandsfunktionäre, die sich ein weiteres Pöstchen sichern wollten, mit dem sich gut Geld verdienen ließ. Die Bezahlung der PKVs für derartige Gutachten ist nämlich exorbitant. Da ging mal wieder Filzokratie und Vetternwirtschaft vor Sachkompetenz.
Und das wäre bei Zertifizierung von Referenten wieder das gleiche.
Hinzu kommt, dass heutzutage Referenten i.d.R. nicht von den Verbänden, sondern von der Pharmaindustrie 'gesponsort' werden, und zwar kostenfrei für die Verbände, die für die Fortbildung der Mitglieder nämlich nicht in die eigene Tasche fliegen wollen.
Das einzige für mich vorstellbare Verfahren wäre eine Kommission, die (wegen der didaktischen Aufbereitung) aus Pädagogen und evtl. Psychologen, (wegen der fachlichen Inhalte) aus HPs und meinetwegen Ärzten für Naturheilverfahren (wegen der öffentlich-rechtlichen Seite) aus irgeneinem Verwaltungsbeamten bestehen müßte.
Dort wäre dann (ähnliche dem Procedere an den Unis) eine Probevorlesung zu halten, deren Beurteilung durch die Kommission entweder zur Erteilung einer Lehrerlaubnis führen würde, oder nicht.
Das den bisher wirkenden Verbänden zu überlassen, fördert lediglich weitere Verdienstmöglichkeiten für die Funktionärscliquen und dient in keiner Weise einer Qualitätsverbesserung. Das liefe eh wie bei den Gutachtern...
Wolf
Silke Uhlendahl
01.10.08, 19:06
Das klingt sehr plausibel finde ich Wolf.
Olli, du hast doch viel bei Robert Nonnen gelernt oder?
ist er zertifiziert? Wenn ja von wem?
Hast du deshalb dort weniger gelernt, weil er keine Punkte vergibt?
Ich denke bei erfahrenen Kollegen ist das doch auch der gute Name und viele begeisterte Teilnehmer oder sehe ich das falsch???
Ich bin nicht gegen Fortbildung- ganz im Gegenteil und ich denke man sollte sich imer mal wieder fortbilden und weiterentwickeln- tue ich das nicht, wird wohl die Praxis nicht so gut laufen oder?
Also es geht nur darum wer bestimmt was gute FOBI ist?
Wer zertifiziert wen und warum?
Endlich kommt von wrdammrich das Stichwort, auf das ich schon wartete: Ärzte (für Naturheilverfahren); denn ich frage mich: Warum seid Ihr so sicher, dass die vielleicht kommenden verpflichtenden Fortbildungen in Zukunft von HP oder HPP gehalten werden?
Ärzte machen die HP / HPP - Überprüfung (mit), es wäre doch nur logisch (zumindest aus Sicht der Ärzte, vermute ich), wenn sie auch die Fortbildungen für HP / HPP abhalten.
Diese Gedanken gehen mir durch den Kopf, inwieweit die Ärzteschaft da Einfluss nehmen wird.
Viele Grüße
apolin
Hallo apolin,
...die vielleicht kommenden verpflichtenden Fortbildungen in Zukunft...
Das ist aber ganz schön vorgegriffen. Finde ich sehr spekulativ. :D
Ärzte machen die HP / HPP - Überprüfung (mit), es wäre doch nur logisch (zumindest aus Sicht der Ärzte, vermute ich), wenn sie auch die Fortbildungen für HP / HPP abhalten.
Öhm, DAS ist bereits Gegenwart. In der HP-Fachschule, in der ich mich auf die Kenntnisüberprüfung vorbereitet habe, wurde der medizinische Unterricht in den Themen Anatomie/Physiologie von einem niedergelassenen Allgemeinmediziner abgehalten. Davon ab: er hat einen qualitativ sehr hochwertigen Unterricht geliefert. Allein das war für mich die Schulgebühr wert. Meine Ohrakupunktur-Ausbildung habe ich ebenfalls bei einer hochschulmedizinisch ausgebildeten Ärztin mit Kassenzulassung gemacht.
Diese Gedanken gehen mir durch den Kopf, inwieweit die Ärzteschaft da Einfluss nehmen wird.
Warum in diesen düsteren Farben? Letzten Endes muß man es so betrachten, daß beide, Heilpraktiker und Ärzte die gleichen Ziele verfolgen: Gesundheit erhalten, Krankheiten lindern bzw. helfen, sie ausheilen zu lassen. Deswegen können beide Berufsstände von einer derartigen Zusammenarbeit profitieren. Die Ärzte, die ich bis jetzt an der Basis kennen gelernt habe, agieren alles andere als von der hohen Kanzel herab. Das machen nur die, die sowieso im Leben keine Patienten mehr behandeln; geschweige denn überhaupt sehen.
grüße, Stefan
Hi,
mal kurz ein spontaner Gedanke... habe jetzt nicht den gesamten Thread gelesen.
[B]Wie schaut es denn mit dem TÜV oder einer ähnlichen Organisation aus?[B] Bezüglich Zertifizierungen und Ausbildungen aller Art haben diese doch mittlerweile exorbitante Erfahrungen gesammelt. Kann man denn da nicht ansetzen und sich mal schlaumachen?
Ich sage ja nicht, daß jetzt unbedingt der TÜV das machen soll, nur schmeckt mir das auf der Eingangsseite vorgestellte Punktesystem ganz und gar nicht - und Wolf muß ich i.Bezug auf die Unabhängigkeit und damit zusammenhängender Vertrauenswürdigkeit voll zustimmen.
Hoffe, jetzt nichts falsches gesagt zu haben, denn der Thread wächst schneller als man schauen kann. Komme mit dem Lernen überhaupt nicht mehr nach.
Lieben Gruß
Ralf
Nachtrag:
TÜV & Co. haben eine gewaltige Lobby hinter sich, und das nicht nur im Automobilbereich. Mittlerweile kommt man in zahlreichen Bereichen nicht mehr - oder ist extrem hilfreich - ohne entsprechendes TÜV-Zertifikat aus.
Ralf
Hola. @Jürgen.
Warum möchtest du mich nicht verstehen. Wir sind doch wie immer gar nicht so weit auseinander.
Meine Beispielen dienten der Verdeutlichung, dass es in so gut wie jedem anderen Beruf zertifizierungen/bescheinigungen what ever gibt, warum jemand ausbilden darf. Also ich denke wenn auch sonst nicht, kann man schon "messen" ob jemand Wissen gut vermitteln kann oder nicht. Was er für ein Skript hat usw.
Meine Haupttherapiemethode ist die Spenglersantherapie.
JA, die habe ich auch von jemandem gelernt, der nicht zertifiziert ist, hier hat man eben das Glück gehabt, dass Wissen und Wissenvermittlung seh gut. Ich bin mir aber fast sicher Er durchaus für eine geregelte Ausbildung (Wer wählt diese Themen dann eigendlich aus ?) und für eine nachzuprüfende Pflicht zur Weiterbildung ist.
Gruessle
Oliver
rabenstein
01.10.08, 21:24
Was glaubt ihr, wird bei einer Zertifizierung überprüft?
Die Qualität des Produktes? (in unserem Fall die sachliche und fachliche Richtigkeit)
Die Qualität des Vortrages und des Vortragenden?
Ich habe schon einige TÜV-Audits und Zertifizierungen mitgemacht
Das Produkt als solches interessiert da niemanden, soviel steht mal fest
Es geht schlicht und einfach nur um die Dokumentation der Produktion, um die Nachvollziehbarkeit jedes einzelnen Schrittes, um sie Sicherung der einmal gewählten Qualität.
Eine Zertifizierung, durch wen auch immer, macht kein Produkt qualitativ besser, sie sorgt nur für eine gleichbleibende Qualität, auf welchem Niveau, das ist dem Zertifizierenden sowas von egal.
Aoviel aud der Praxis der täglichen Qualitätssicherung und dem Alltag des Qualitätsmanagements.
Liebe Grüße
Inge
wrdammrich
02.10.08, 02:31
Kurz noch was zur Ärzteschaft.
Wir werden, wenn diese Zertifizierung staatlich anerkannt werden soll - und davon, dass das im dringenden Interesse des Berufsstandes ist, gehe ich einfach mal aus - um Zusammenarbeit/Kontrolle durch Ärzte nicht herumkommen. Zum einen ist der Zulassungsgrund ein schulmedizinischer. Das kann man von denen besser lernen.
Ich selbst habe etliche wesentliche meiner Therapieverfahren in Kursen bei oder in Zusammenarbeit mit Ärzten gelernt. Das war nicht das schlechteste, trotz der höheren Preise...
Zum anderen wäre mir eine rein aus HPs zusammengesetzte Zertifizierungskommission aus den Erfahrungen der letzten 30 Jahre Berufspolitik mehr als unheimlich. Da säßen eh wieder die, die sich schon überall mausig machen und ganz andere Dinge in ihren Köpfen haben. Da wird dann auf biegen und brechen zertifiziert, wen man gut kennt. Das hatten wir schon zu oft...
Und bitte ein Saal voller HPAs als Auditorium. Eben eine ganz normale Antrittsvorlesung. Ausschliesslich vor Kommissionsmitgliedern würde zu verändertem Vortragsverhalten führen und wäre wenig aussagekräftig.
Wichtig bei der ganzen Chose ist doch vor allem, dass die Initiative dazu von uns HPs und HPAs ausgehen muss, und zwar schnell. Denn dann können wir denen ein sinnvolles Konzept eher 'verkaufen'. Haben die sich erstmal was einfallen lassen, werden wir deren Kröte schlucken oder bestenfalls um einen halbwegs akzeptablen Konsens erst kämpfen müssen.
Der frühe Vogel fängt den Wurm!
Und jetzt geh ich schlafen!
Gute Nacht !
Wolf:020:
Wolf
Solange wir keine von den Verbänden UNABHÄNGIGE Zertifizierung der Referenten auf die Reihe bekommen, ist eh alles für die Katz. Vor Jahren wurden HPs als Gutachter für Uneinigkeiten mit PKVs per Dekret von den Verbänden festgesetzt. und wer fand sich da wieder ? - Überwiegend Verbandsfunktionäre, die sich ein weiteres Pöstchen sichern wollten, mit dem sich gut Geld verdienen ließ. Die Bezahlung der PKVs für derartige Gutachten ist nämlich exorbitant. Da ging mal wieder Filzokratie und Vetternwirtschaft vor Sachkompetenz.
Und das wäre bei Zertifizierung von Referenten wieder das gleiche.
Hinzu kommt, dass heutzutage Referenten i.d.R. nicht von den Verbänden, sondern von der Pharmaindustrie 'gesponsort' werden, und zwar kostenfrei für die Verbände, die für die Fortbildung der Mitglieder nämlich nicht in die eigene Tasche fliegen wollen.
Das einzige für mich vorstellbare Verfahren wäre eine Kommission, die (wegen der didaktischen Aufbereitung) aus Pädagogen und evtl. Psychologen, (wegen der fachlichen Inhalte) aus HPs und meinetwegen Ärzten für Naturheilverfahren (wegen der öffentlich-rechtlichen Seite) aus irgeneinem Verwaltungsbeamten bestehen müßte.
Dort wäre dann (ähnliche dem Procedere an den Unis) eine Probevorlesung zu halten, deren Beurteilung durch die Kommission entweder zur Erteilung einer Lehrerlaubnis führen würde, oder nicht.
Das den bisher wirkenden Verbänden zu überlassen, fördert lediglich weitere Verdienstmöglichkeiten für die Funktionärscliquen und dient in keiner Weise einer Qualitätsverbesserung. Das liefe eh wie bei den Gutachtern...
Wolf
Hallo Wolf,
das finde ich sehr gut zusammengefasst und trifft meine Vorstellunge wie es abläuft.
So darf es aber nicht weitergehen.
LG Jürgen
Hallo Oliver,
es ist ja nun offensichlich, dass du schon zweimal Glück :rolleyes: hattest.
Da verstehe ich deine Argumentationen überhaupt nicht, eigentlich gehört dir dafür von deinen Seminarleitern mal ordentlich der A... versohlt.
Tut mir leid mir fehlen jetzt echt die Worte, was ich mir hier für ein langen Anti-Psalm durchlesen muss, wo nur " das ist alles ...." drin steht und dann hast du selbst gute Erfahrungen gesammelt, bei " feigen, unzertifizierten HP's ".:confused:
Ich würde mich schämen an deiner Stelle.
Für den unsäglichen Schmutz der von dir verbreitet worden ist über HP's, wie z.B. Buchwald die hier anerkannt von anderen HP's sehr gute Seminare gibt, steht in erster Linie eine Entschuldigung an.
Vorher haben wir keinen Gesprächsbedarf mehr.
LG Jürgen
Jürgen für diese Zurechtweisungen und unpassenden Worte im öffentlichen Forum bekommst du von mir eine Verwarnung. Dass Oliver und du nie Freunde werdet, hat glaube ich jeder mitbekommen. Klärt eure persönlichen Streitigkeiten bitte per PN.
Hallo Hildegard,
da dir sicher aufgefallen ist, dass es eine Antwort auf die Diffamierung von Kollegen darstellt, verstehe ich deine Reaktion nicht.
Warum ist darauf von dir nicht eingegriffen worden?
Das ist schon Seiten zuvor passiert.
Das hätte ich erwartet.
Tut mir leid wenn die Ausdrucksweise nicht ganz passend war.
Ich muss das hinnehmen, mir aber überlegen, ob ich das hier noch brauche.
Schade, da es hier viele interessante Gespräche und Diskussionen gab, aber ich hab keine Lust auf solche Reden und schon gar nicht auf so etwas.
Wenn Kritik und eine gelbe Karte, dann gibt es zwei Seiten die daran beteiligt sind.
Wenn ich Kollegen verteidige, ehrlich und offenen Herzens muss dass angemahnt werden?:confused:
Hab ich irgendwo etwas Unwahres aus der Luft gegriffens gesagt?
Ich habe aber zugegebener Maßen, auf solche Verlautbarungen geantwortet, ja ich war emotional und empört und gerade als der Zusammenhang klar wurde, dass diese Kollegen zwar gut genug sind um Oliver weiterzubilden, aber ansonsten zu feige o.inkompetent sich zertifizieren zu lassen.
Findest du diese Aussagen im öffentlichen Forum i.O.?
LG Jürgen
Zarathustra
02.10.08, 09:42
Hallo zusammen,
wenn ich mir die Beiträge in diesem Thread anschaue, dann graust es mir...
Ich kann nicht verstehen, warum man einerseits das Punktesystem verdammt (klar hat das Schwächen, aber es ist die z.Z. einzige Möglichkeit zur Dokumentation), aber andererseits schon diskutiert, dass jetzt Ärzte notwendig sind zur Kontrolle.
Das darf doch nicht wahr sein! Wie wenig berufsständisches Selbstbewusstsein muss man eigentlich haben, um zu solchen Überlegungen zu kommen???
An alle, die das so sehen ein kleiner Tipp:
Dass Initiativen wie das Fortbildungszertifikat dazu dienen, gerade diese staatliche Gängelung (die ihr dann wieder bitterböse beklagen könnt) zu vermeiden,müsst Ihr nicht wahrnehmen.
Macht doch einfach gar nix, negiert alles, was aus den bösen Verbänden heraus entsteht und wartet darauf, dass die Politik (die Ärzte) das für uns regeln. Engagiert euch auf keinen Fall in den Verbänden um diese Dinge zu verbessern. Und macht euch vor allem keine Gedanken, dass eine Regelung "von oben" lange auf sich warten lässt. Ihr werdet eure Wünsche schneller erfüllt sein, als euch dann lieb sein wird. Allerdings könnt ihr dann stolz behaupten, dass die "Initiative dazu von uns HPs und HPAs" ausging".
Mir wird ernsthaft schlecht, deshalb werde ich diesen Thread zukünftig meiden wie die Pest.
Liebe Grüße
Zara
P.S.: Ach ja, macht Euch auch weiterhin so kollegial über die Kollegen her, die Eure hochqualifizierte Meinung nicht teilen. Das bekommt diesem Forum sehr gut.
Es geht hier wahrlich Politisch zu.
Ich habe lange überlegt ob ich überhaupt etwas schreibe. Schaut euch doch bitte mal die Statements durch, bei mir kommt hier ein Bundestagsflair sonders gleichen an.
Bei all den Zertifizierungsdebatten, Punktesystemen ect. meint ihr nicht dass die Basisarbeit an der Ausbildung zum HP beginnen sollte?
Anerkannte Berufsausbildung mit entsprechenden Vorgaben.
Feste Prüfungsrichtlinien. ect.
An der Wurzel ist der Ansatz!
Hier ist Energie notwendig nicht im Hick – Hack untereinander.
Nachdenkliche Grüße Manuela
Hola.
Warum müssen bei uns Themen immer eskalieren ?
Wenn Buchwald sich diffarmiert gesehen hätte, hätte ich eine PM von ihr bekommen.
Ich finde nur (Jürgen) du treibst es immer auf die Spitze; um so spitzer werden dann auch die Beiträge. Du hast zu meine Beispielen (auto, Pilot, usw.) nicht Stellung bezogen. Ich bin einer der letzten die irgend jemandem ans Bein pinkeln, auch dir nicht Jürgen. Leider hast du scheinbar immer das Gefühl, dass es so wäre
Ok, ich gebe zu, man hätte in der Aufzählung noch "will nicht" aufnehmen können. ABER außer dir, hat sich drüber keiner beschwert, somit gehe ich davon aus, dass die Anderen verstanden haben worum es mir geht. Ich möchte gerne unseren (auch deinen Jürgen) Berufstand erhalten, am besten mit den Befugnissen die er jetzt hat.
Gruessle
Oliver
Liebe Manuela.
Danke für diesen Beitrag und du hast natürlich recht !
Ich denke nur, bei diesem Thema bestehen die selben resentements wie bei der Weiterbildung.
Wer legt fest was gelehrt wird, wer legt fest, wer lehren darf usw. ?
Gruessle
Oliver
Hallo,
Dass Oliver und du nie Freunde werdet, hat glaube ich jeder mitbekommen.
hm, nö.
Ich finde gerade die Diskussion zwischen Oliver und Jürgen sehr fruchtbar in diesem Thread. Die anderen Beiträge sind zumeist einzelne Meinungsäußerungen. Aber grad' zwischen den beiden findet hier eine Diskussion statt; ein Disput. Von mir aus ruhig weiter so.
Daß ihr keine Freunde seid, oder werden könnt, sehe ich nicht so. Ich würde mal unterstellen, daß Ihr Euch in einer persönlichen Begegnung sogar ausnehmend gut verstehen würdet und Euch viel zu sagen hättet.
grüße,Stefan
Anerkannte Berufsausbildung mit entsprechenden Vorgaben.
Feste Prüfungsrichtlinien. ect.
An der Wurzel ist der Ansatz!
War ja auch schon mal meine Idee, dann wüsste ich besser, was ich genau lernen muss. Aber jemand aus dem Forum hat mir mal erklärt, dass es dann schnell sein könnte, dass es zu einer Hochschulausbildung o.ä. kommt. Oder einer Ausbildung, die nicht mehr berufsbegleitend zu machen ist.
Habe zumindest verstanden, dass das nicht ganz unproblematisch sein würde / könnte...
Bin aber politisch gar nicht fit:o Vielleicht kann die Bedenken wer anders besser beschreiben...
@Stefan,
dass sehe ich ähnlich, da man mündlich u. Aug in Aug sich zumeist besser verständlich machen kann und auch merkt wenn man zuweit geht. ;)
Wenn hier keine öffentliche Diskussion stattfinden soll, dann kann dieser Thread ja ins geschlossene Forum nur für HP's.
Das hier geht um HP's und den Berufsstand, nicht um Öffentlichkeitsarbeit für Dritte.
Um noch einmal klar zu stellen worum es mir geht:
- Weiterbildungsqualität ist nicht abhängig von zertifizierten Seminaristen, dass zeigt auch Olivers Beispiel sehr gut( ich denke du hast von den Kollegen eine gute Ausbildung bekommen, oder? )
- jeder darf sich auch weiterhin selbstständig seine Lehrmeister aussuchen
- diese Weiterbildungen werden anerkannt
Es gibt noch viele weitere gute Ansätze, die hier von Einzelnen genannt worden sind, die ich jetzt nicht wiederholen möchte.
Wie jeder seinen Weg geht ist seine Sache. Viele arbeiten vorher schon jahrelang bei oder mit HP's, bevor sie sich dann entscheiden/trauen/wollen, den letzten Schritt auch zugehen.
Vielleicht wäre es in diesem Sinne sinnvoller, die Prüfungsmöglichkeit anders zu gestalten.
Lieber Oliver,
ich weis nicht, ob Buchwald ( sie ist für mich nur ein Beispiel für einen unzertifizierten HP, der aus meiner Sicht sehr gute Arbeit leistet ), wenn sie dein Ausbilder gewesen wäre, es dann per PN gemacht hätte o. hier wo es passiert ist, öffentlich nachgefragt wie es zu verstehen ist.
Ich habe dir klar geantwortet, dass es um das Berufbild HP geht, nicht um ...Auto o. Pilot, diese Dinge sind nicht mit unserem Berufstand vergleichbar.
Leider sind nur 2 meiner Fragen beantwortet worden.
Ich finde nach wie vor, dass es sich nicht gehört, Kollegen die ihr Wissen und ihre Erfahrungen unzertifiziert weitergeben, als feige und inkompetent darzustellen.
Was mich aufregt, dass du scheinbar über Prozedere ( Zertifizierung von Seminaristen ) sprichst, obwohl du gar nicht weist wie es langläuftnnsonsten kläre mich auf.
Ich denke wie das läuft hat Wolf dargestellt, und das hat nicht unbedingt etwas mit Qualität zu tun.
Genauso die fiktiven Aussagen über deinen ehemaligen Seminarleiter, bleib doch bitte bei den Fakten, du weist nicht wie er denkt.
Im Post 106 habe ich dir einige Fragen gestellt, würdest du mir diese beantworten?
Silke hat dir in #108 auch einige Fragen gestellt, warum hast du diese nicht beantwortet?
Ich möchte hier ganz genau beim Thema Zertifizierung und Punkte sammeln bleiben, deshalb meine Fragen an dich.
Wenn du mir einige nicht beantworten kannst, was nicht schlimm ist, dann sei bitte ehrlich. Bitte nicht wieder ausweichen.
Ich möchte hier am Thema dranbleiben, wenn du dich aus dem Fenster lehnst, kann es Gegenwind geben, hier in Form von Fragen von mir.
Ich treib es nicht auf die Spitze, ich möchte wissen, ob dein Wissen über die angesprochenen Dinge ausreicht um sich hier soweit aus dem Fenster zu lehnen.
Das kann schon unangenehm sein, aber nur wenn du das Wissen nicht hast.;)
Wenn ich mich in dem einen Post vorher in meiner Ausdrucksweise vergriffen habe, verzeih mir bitte.
LG Jürgen
Lieber Jürgen.
Ich glaube wir sprechen hier grundsätzlich aneinander vorbei.
Mir geht es (wie dir ja auch) um den Berufsstand, also wie stellen wir uns nach außen dar bzw. wie sehen uns die Menschen. Wenn die Qualität der Seminare durch eine Zertifizierung besser wird, um so besser. Aber das ist nicht mein Hauptaugenmerk. Eine zertifizierte Weiterbildung sichert uns rechtlich besser ab und würde unsere Darstellung nach außen verbessern.
Zu Deinen Fragen:
Wie wird der Seminarleiter zertifiziert und von wem?
Kann ich dir nicht sagen, weil es ja hier um fiktive Dinge geht. Es geht ja erstmal grundsätzlich um Punkte ja/nein. Wenn das angenommen wird, kann man sich über das wie unterhalten.Ich denke der BDH, darauf spielst du wahrscheinlich an, hat dazu ein Gremium.
Warst du schon einmal dabei?
Bei einer Zertifizierung ? Nein, bin ja nicht im Gremium.
In was soll der Seminarleiter besser sein? Als wer? Wer soll das beweisen?
Er soll besser sein in seiner Vorbereitung und in dem wie er vermittelt und evtl. in seinem Skript. Was wiederum nicht heißt, dass nicht zertifizierte schlechter sind, aber sie haben sich dann eben nicht dieser Prüfung ausgesetzt, warum auch immer.
Wie willst du deine Aussagen nachweisen?
In dem er seine Wissen/Können vor einem Gremium vorführt. Wie gesagt, es geht hier nicht um wieviel weiß ich über Homöopathie, sondern wie gut ist mein Seminar.
Wer schätzt denn ein ob sein Wissen, auch in der Praxis standhält?
Kann man nicht, muss man aber auch nicht.
Wie viele von den Seminaristen, deren Namen andauern liest, die ständig in anderen Städten Seminare abhalten, arbeiten noch?
Keine Ahnung, interessiert mich aber auch nicht. Ich nehme hier einmal wieder den Richter, der keinen Mord begehen muss, um zu wissen was es ist oder wie man es machen kann.
Lese dir bitte mal deinen Text durch, so einen Blödsinn hast du noch nie von dir gegeben.
Hab ich gemacht, keinen Blödsinn gefunden.
---------------------------------- Silke --------
Olli, du hast doch viel bei Robert Nonnen gelernt oder?
ist er zertifiziert? Wenn ja von wem?
Hast du deshalb dort weniger gelernt, weil er keine Punkte vergibt?
Habe ich beantwortet. Hier genau stellt sich aber das Problem dar. Ich sage, seine Seminare sind gut, wie soll ich dir das beweisen Jürgen ? Du mußt es mir glauben und dann evtl. auf die Nasen fallen, weil ich andere Maßstäbe an Seminare anlege als du. Watt nu ?
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Die Ausgangsfrage ging ja darum, zertifizierung ja nein, wenn nein, wieso und wenn ja wie.
Also ist es erstmal unerheblich wie es im Moment der BDH macht, da könnte man sich dann was abschauen, wenn man wollte.
Du wehrst dich aber grundsätzlich dagegen und zwar egal wie. Das finde ich, aus den Gründen die ich schon mehrmals ausgeführt habe, kurzsichtig.
Gruessle
Oliver
Lieber Jürgen.
Ich glaube wir sprechen hier grundsätzlich aneinander vorbei.
Mir geht es (wie dir ja auch) um den Berufsstand, also wie stellen wir uns nach außen dar bzw. wie sehen uns die Menschen. Wenn die Qualität der Seminare durch eine Zertifizierung besser wird, um so besser. Aber das ist nicht mein Hauptaugenmerk. Eine zertifizierte Weiterbildung sichert uns rechtlich besser ab und würde unsere Darstellung nach außen verbessern.
Das eine zertifizierte Weiterbildung unter den jetzigen Gegebenheiten uns besser erscheinen lässt, ja, uns besser absichert?, Wem gegenüber hat das ein rechtliches Gewicht im Moment?
Zu Deinen Fragen:
Wie wird der Seminarleiter zertifiziert und von wem?
Kann ich dir nicht sagen, weil es ja hier um fiktive Dinge geht. Es geht ja erstmal grundsätzlich um Punkte ja/nein. Wenn das angenommen wird, kann man sich über das wie unterhalten.Ich denke der BDH, darauf spielst du wahrscheinlich an, hat dazu ein Gremium.
Warst du schon einmal dabei?
Bei einer Zertifizierung ? Nein, bin ja nicht im Gremium.
In was soll der Seminarleiter besser sein? Als wer? Wer soll das beweisen?
Er soll besser sein in seiner Vorbereitung und in dem wie er vermittelt und evtl. in seinem Skript. Was wiederum nicht heißt, dass nicht zertifizierte schlechter sind, aber sie haben sich dann eben nicht dieser Prüfung ausgesetzt, warum auch immer.
Soll, aber da du nicht weist wie die Zertifizierung abläuft, ist das nur fiktiv, also nicht relevant.
Das meinte ich, über Dinge sprechen die ich weis und nicht Mutmaßungen äußern, bringt uns nicht weiter.
Wie willst du deine Aussagen nachweisen?
In dem er seine Wissen/Können vor einem Gremium vorführt. Wie gesagt, es geht hier nicht um wieviel weiß ich über Homöopathie, sondern wie gut ist mein Seminar.
Wie gut man ein Seminar rüberbringt hängt sicher mit vielen Faktoren zusammen, eine Grundlage ist Wissen, ohne Wissen ....
Wer schätzt denn ein ob sein Wissen, auch in der Praxis standhält?
Ist schon sehr wichtig, da wir ja für die Praxis lernen.
Kann man nicht, muss man aber auch nicht.
Wie viele von den Seminaristen, deren Namen andauern liest, die ständig in anderen Städten Seminare abhalten, arbeiten noch?
Keine Ahnung, interessiert mich aber auch nicht. Ich nehme hier einmal wieder den Richter, der keinen Mord begehen muss, um zu wissen was es ist oder wie man es machen kann.
Es geht mir hier nicht um rein schulmed. Wissen, selbst das ist praxisnäher, erfahrungsreicher und plausibler von einem Praktiker.
Es geht um Heilkunde und heilkundliche Therapieverfahren, diese haben immer etwas mit Erfahrungen und prakt. Weiterentwicklung zu tun.
Lese dir bitte mal deinen Text durch, so einen Blödsinn hast du noch nie von dir gegeben.
Hab ich gemacht, keinen Blödsinn gefunden.
---------------------------------- Silke --------
Olli, du hast doch viel bei Robert Nonnen gelernt oder?
ist er zertifiziert? Wenn ja von wem?
Hast du deshalb dort weniger gelernt, weil er keine Punkte vergibt?
Habe ich beantwortet. Hier genau stellt sich aber das Problem dar. Ich sage, seine Seminare sind gut, wie soll ich dir das beweisen Jürgen ? Du mußt es mir glauben und dann evtl. auf die Nasen fallen, weil ich andere Maßstäbe an Seminare anlege als du. Watt nu ?
Hast du die Spenglersan-Ausbildung auch bei Herrn Nonnen gemacht, wenn ja, geht das ja aus deiner Antwort nicht hervor. :rolleyes:
----------------------------------------
Die Ausgangsfrage ging ja darum, zertifizierung ja nein, wenn nein, wieso und wenn ja wie.
Also ist es erstmal unerheblich wie es im Moment der BDH macht, da könnte man sich dann was abschauen, wenn man wollte.
Du wehrst dich aber grundsätzlich dagegen und zwar egal wie. Das finde ich, aus den Gründen die ich schon mehrmals ausgeführt habe, kurzsichtig.
Dazu habe ich geschrieben, dass mir die Vorschläge von Wolf durchaus gefallen, also eine deutlich andere Gremiumzusammensetzung als bisher.
Ich wehre mich gegen die gegenwärtige Art und Weise und erst recht, wenn die Verbände versuchen das gesetzlich durchzusetzen, das ist für mich nichts weiter als Kasse machen wollen.
Gruessle
Oliver
Ich denke, ich drücke mich so klar aus, dass man nicht an mir vorbei reden muss. ;)
Eine Frage noch ;):
Welche zertifizierten Seminare hast du bis jetzt besucht, die deine beruflichen Fähigkeiten erhöht haben?
Denn wenn ich es jetzt richtig verstanden habe, hast du dein berufliches Rüstzeug ja von Herrn Nonnen, einem unzertifizierten HP.
LG Jürgen :hutwink:
wrdammrich
02.10.08, 14:49
Nur mal so an jene, die das zu politisch fnden oder denen die Kritik an den Verbänden nicht recht schmecken will:
Zu jedem Beruf gehört in diesem Lande (leider) neuerdings auch Berufspolitik. Eingebrockt hat uns das im wesentlichen die EU. Auf das, was da läuft, nicht zu reagieren, ist sträflich.
Wenn laut Satzung Mitglieder in den Verbänden nur Pflichten haben, aber keine Rechte, wenn außer Stempel, Verbandszeitschrift und immer den gleichen Fortbildungen nix läuft, hilft auch keine Zertifizierung auf Verbandsebene.
Wenn in den Verbänden kontroverse Diskussionen nur auf Funktionärsebene geführt werden dürfen und unbequeme Mitglieder diskreditiert, gemobbt oder gar 'wegen verbandsschädigendem Verhalten' ausgeschlossen werden, nur weil sie nicht die Vorstandsmeinung teilen, dann ist Gegenwehr angesagt.
Und ist eine "parlamentarische Opposition" innerhalb der Verbände nicht möglich, dann findet sie eben "ausserparlamentarisch" dort statt, wo sich HPs treffen, die versuchen wollen, für die Zukunft des Berufsstandes und sein Weiterbestehen etwas zu tun.
Wer meinen Artikel zur Berufspolitik von 1962 gelesen hat, versteht auch, dass sich inzwischen eigentlich kaum etwas wirklich geändert hat. Wer ihn noch nicht hat, aber lesen will, soll mir ne PN mit seiner eMail-Adresse schicken.
Wolf
Hallo,
heute Nacht habe ich in einem Rutsch ein Buch gelesen. Es ist das Buch von Renate Hartwig "Der verkaufte PATIENT". Es geht in dem Buch um die derzeitige Situation des Gesundheitswesens im demokratischen Sozialstaat Deutschland (Art.20 GG) und was die Gesundheitskarte mit der Privatisierung zu tun hat. Frau Hartwig nennt in diesem Buch Namen und beleuchtet auch das von der Brüsseler EU-Verwaltung eingeführte Normensystem ISO 9000 (ff.).
Was hat das mit unserem Thema zu tun? Nun, die Zertifizierung im ärztlichen Bereich über das Credit-Point System hat ganz grob gesagt zur Zielsetzung die Institution des 'Hausarztes' als der Person, die das Vertrauen des Patienten genießt und der (allgemein verstanden) als sein Anwalt in Gesundheitsfragen fungiert zu kippen um an deren Stelle andere "Vertragspartner" der Kassen einzusetzen. Dieses System der Qualitätssicherung stammt nämlich weniger von den Ärzte-eigenen Verbänden, als daß es von den Kassen oktroyiert ist. Wer die geforderte QS nicht nachweist, fliegt aus der Kassenzulassung (oder die Kasse 'empfiehlt' dann den Patienten an ein zertifiziertes Mitglied; 1984 läßt grüßen). Stichworte MVZ, Care-Agents und fortschreitende Privatisierung der klinischen Versorgung der Bevölkerung durch die Firmen Sana, Helios, Fresenius und Rhön-Kliniken. Wenn das alles stimmt, was Frau Hartwig da recherchiert hat (und es deutet viel darauf hin) stecken wir ganz schön im Schlamassel; mehr als ich dachte.
...sollte man mal lesen.
Wer meinen Artikel zur Berufspolitik von 1962 gelesen hat, versteht auch, dass sich inzwischen eigentlich kaum etwas wirklich geändert hat. Wer ihn noch nicht hat, aber lesen will, soll mir ne PN mit seiner eMail-Adresse schicken.
Den Artikel auch. Ist zwar von '92 nicht '62 (so alt biste doch auch wieder nicht, Wolf!:D); könnte man aber unverändert neu auflegen.
grüße, Stefan
wrdammrich
06.10.08, 11:09
lag vermutlich nur am momentan gefühlten Alter (a la gefühlte Temperatur):D
Sarah Renner
06.10.08, 15:39
Hab mich jetzt Mal durch diesen Thread gewühlt und all die verschiedenen Meinungen und Streitigkeiten:mad: gelesen. Scheint ja doch ein sehr umstrittenes Thema zu sein. Da hier immer wieder die Frage auftauchte, was so eine Zertifizierung ist und wie sie vonstatten geht und auch was sie bringt, kann ich da vielleicht ein bißchen helfen. In meinem letzten Angestelltenjob habe ich an einer privaten FH gearbeitet, die genau dieses QM in der Lehre macht. Das sieht so aus:
Zunächst wird schulintern (das wäre für uns im HP-Bereich halt wer das Seminar ausrichtet) eine Dokumentation erstellt. Darin sind sowohl die fachlichen Sachen festgelegt (an irgendeiner Stelle hieß es, das wäre nicht nötig...naja:confused:), als auch andere Dinge, wie die Didaktik aussehen sollte, zeitlicher Umfang, verwendete Materialien.....Das Ganze wird dann sowohl schulintern als auch dann von außen geprüft. Bis hierhin ist das allerdings alles viel Arbeit und ob es wirklich etwas für die Lernenden bringt sehr fraglich, aber..
Jetzt kommt das entscheidente, wir Dozenten wurden auch von den Studis bewertet. Dieser Bogen beinhaltete eine spezielle Bewertung des Dozenten(wirkt der Dozent vorbereitet, Aussprache des Dozenten, Freundlichkeit, Motivation, kann gut erklären...), die Gestaltung des Unterrichtes (interessant, Beispiele aus der Praxis, Möglichkeiten zum Üben des Gelernten, Tempo des Kurses...) und die Inhalte des Unterrichtes (Logik, Organisation, Fachliches...).
Diese Bögen wurden von der Evaluation ausgewertet und mit uns dann besprochen. D.h. es erfolgte im Zweifelsfalle eine Kontrolle des Unterrichtes bei schlechten Noten; bei wiederholter schlechter Bewertung konnte dies auch negative Folgen haben.(Natürlich wurden auch kostenlose Fortbildungsmaßnahmen angeboten.)
An dieser FH findet definitiv ein besserer Unterricht statt wie an anderen. Die Noten liegen heute im Normalfall im 2er Bereich. In diesem Fall haben die Lernenden etwas davon, dass eine Zertifizierung stattfand. Allerdings glaube ich nicht, dass sich dieses System für "normale" Seminare umsetzen läßt. Wer kontrolliert und sorgt für die Umsetzung? Wer einen guten Unterricht machen will, holt sich das Feedback sowieso und versucht etwas zu ändern. Und wer nicht....In sofern ist für mich die Frage bringt eine Zertifizierung wirklich etwas?
Zur Punktevergabe allgemein. Das ist für mich ein ähnliches Thema. Wer sich fortbilden will, tut das sowieso - auch ohne Punkte. Die Frage ist, sitzt jemand in einer Fortbildung, weil er muss, nimmt er da was mit? Finde ich schwierig zu beurteilen, hoffe ja:D. Ich bin da sehr zwiegespalten.
Hallo Sarah,
lieb das du dir die Mühe gemacht hast.
Ich für meinen Teil kann sagen, dass ich den normalen Ablauf wie er an FH o.Ä. erstellt wird schon kenne.
Meine Frau schlägt sich auch ab und an mit solchen Dingen rum.
Schön finde ich, dass ihr bei euch wirklich ein optimales Mittel gefunden habt um den Unterricht nach vorne zu bringen, so muss das eingesetzt werden.
Dann kann man das auch Zertifizierung nennen.
Mit deinem zweiten Teil gehe ich voll mit, da denke ich genauso.
Danke dir.
LG Jürgen
Hallo Wolf,
habe deinen Artikel durch.
:mad:
Es ist einfach traurig, dass es immer noch so wahr ist.
Aber wenn man mal Hugo gelesen hat, denkt man das auch.
LG Jürgen
Sybille B.
06.10.08, 20:14
Hallo Leute,
Wie seht Ihr das? Ist eine Qualifizierung der Heilpraktiker sinnvoll um einen gewissen Grundstock an Bildung zu haben? Nimmt man damit die "schwarzen Schafe" vom Markt? Ist es der Untergang der Heilpraktiker, wenn sie nachweisen, dass sie sich weiterbilden?
Lieben Dank für Eure Antwort.
Gruß, Tati
Eine HP-Schule oder privates Lehrinstitut anderer Art kann Lehrgänge durchführen und den TN ein Zertifikat ausstellen. Dabei ist es völlig unwichtig, wer der Dozent ist. Eine Schule engagiert jemanden und die Schule stellt das Zertifikat aus. Das ist gang und gebe. (natürlich sind manche Schulen sehr bedacht, gute Dozenten einzuladen)
Sind HP`s auf einem Kongress zu Gast, erhalten sie eine Bescheinigung (zum Punkte sammeln), aber der Dozent, der den Vortrag hält, ist deshalb nicht zertifiziert, (oftmals nicht mal „qualifiziert“) Zertifikate stellt der Veranstalter aus.
Der Veranstalter bestimmt, wer welches Referat vorträgt in Theorie und Praxis. Er überprüft noch nicht einmal die Dozenten. Entweder man ist im Dozentenpool drin oder nicht. Man kann sich dort hinein bewerben, reinschleimen oder wird berufen. Letzteres ist bei mir der Fall gewesen (meine Kompetenz hatte sich auch in solchen Kreisen rumgesprochen), sprich ich wurde berufen, bzw. die Anfrage ging von den Kongressveranstaltern aus (HP- Verbände).
Wenn jemand per Fernlehrgang sein Studium absolviert (z.B. HP, HPP, Gesundheitsberater usw.) dann sind diese Lehrgänge von der ZFU zertifiziert und staatlich zugelassen. Es wird die „inhaltliche Qualität“ des Lehrgangs überprüft, damit der Endverbraucher das „Gefühl“ bekommt, „Ah, staatlich zugelassen, dann muss das ja was Gutes sein“.
Ich habe schon einige Lehrgänge von verschiedensten Anbietern in der Hand gehabt und bei einigen sträuben sich mir die Nackenhaare. Und wer schreibt diese Lehrgänge? Heilpraktiker, Psychologen, Pädagogen aber auch Branchenfremde, die als Autor zu bestimmten Themen einen Schreibauftrag bekommen. Und da gibt es eben „Gute“ und weniger „Gute“, dennoch bekommen die Lehrgänge gegen gutes Geld/Gebühr ihre Zulassung. Auch ich bin Mitverfasserin solcher Studienbriefe, habe aber auch Aufträge abgelehnt, weil mir der Anbieter und die Inhalte der Studienbriefe nicht gefiel.
Mein Wissen und meine Kompetenz habe ich nicht nur durch viele Jahre Berufpraxis als HP erworben, sondern weil ich auch im pädagogischen Bereich in Didaktik/Methodik ausgebildet bin.
Die Seminare, die ich in meiner Praxis anleite, die leite ich ebenso als freie Dozentin für diverse Anbieter an, die dann das berühmte „Zertifikat“ ausstellen. Die Unterrichtsgestaltung obliegt dennoch nur meiner Verantwortung. (Das gilt in der Regel für alle Dozenten)
Übrigens bin ich seit zwanzig Jahren mit Robert Nonnen befreundet. Wir betreiben noch heute telefonisch und per eMail fachlichen Austausch. Von ihm habe ich sehr viel gelernt, und das, obwohl auch er nicht zertifiziert ist. Jahrelang hat er für Einrichtungen als Dozent gearbeitet (auch Studienbriefe geschrieben), die dann natürlich neben den Teilnehmerbescheinigungen auch, je nach Seminar, ein Zertifikat ausstellten. Eine Teilnehmerbescheinigung von Robert ist mir 1000mal lieber als irgendein Zertifikat.
Wozu sollte ich mich für viel Geld „zertifizieren“ lassen, wenn ich doch schon mit Organisatoren zusammengearbeitet habe, die häufig nicht den kleinsten Schimmer haben, von dem was sie anbieten.
Mittlerweile bleibe ich mir selbst treu und unterrichte in meiner Praxis in überschaubaren Größen und nicht in überfüllten Kongresssälen. Anbieter suche ich mir selbst aus oder reagiere auf interessante (dabei ist jetzt nicht das Honorar gemeint) Angebote.
Von Oliver habe ich mich keineswegs in diesem Thread angegriffen gefühlt.
Oder, Oliver, hast Du an anderer Stelle über mich etwas geschrieben, was mir entgangen ist :confused:. In diesem Fall bitte ich um den Link, damit ich nachlesen kann.
Mein persönliches Anliegen ist es, an Kollegen Erfahrungen weiterzugeben und eine Fortbildung in Bereichen anzubieten, in denen ich „zu Hause“ bin. Das gilt auch hier für das Forum, indem es noch zu wenig langjährig erfahrene Kollegen gibt.
Was die schwarzen Schafe angeht, die findet man viel zu oft bei den sogenannten Anbietern, die ihre Zertifizierung regelrecht anbiedern, sie stellen keineswegs eine Garantie für gute Fortbildung dar.
Kollegiale Grüße,
Sybille
Silke Uhlendahl
06.10.08, 20:32
Hallo Sybille,
danke für dein wunderbares Statement. Besser kann man das gar nicht ausdrücken finde ich.
Ich schätze dich als Kollegin mit 20 Jahren Erfahrung sehr und ich bin stets dankbar für deine kompetente Hilfe bei verschiedenen Fällen.
Auch die Fortbildungen die ich bei dir gemacht habe waren richtig gut.
Das ist nun kein Geschleime, sondern das was ich empfinde dazu.
Was zählt ist doch das Wissen weitergeben um es zu erhalten und so weitergeben, dass die Lernenden es umsetzen können.
Was nützt der zertifizierte Kurs, wenn ich es in der Praxis nicht w i r k l i c h anwenden kann. Bei Dir hat man direkten Kontakt, man kann euch anrufen oder anmailen und bekommt Hilfe.
Wenn ich mir meine "Zettel von Fortbildungen mit Zertifikatspunkten" ansehe, halten sie diesen Fortbildungen d e f i n i t i v nicht stand.
An einem WE habe ich über Vorträge mal 15 Punkte gesammelt (ich habe es schriftlich) es waren alles Vorträge. Ob ich da was gelernt habe oder ob ich da geschlafen habe wer weiß dass denn??
Wenn ich das ein paar mal im Jahr so mache, habe ich viele Punkte aber was kann ich dann mehr als Therapeutin?
Ich bin definitiv für Fortbildung, für qualifizierte Fortbildung.
Über die Fähigkeiten des Seminarleiters entscheidet sicher auch sein Ruf.
Wie bekomt man den? Man hält das erste Seminar und die Teilnehmer sind zufrieden und empfehlen mich weiter, ebenso wie es die Patienten tun, die zufrieden die Praxis verlassen.
Ich muss mir meine Seminare eben sorgfältig auswählen.
Liebe Sybille,
das ist ja ein weiterer Bericht, der nur bestätigt das es um Weiterbildung im Sinne von Fähigkeiten, Wissen und vermitteln von Erfahrung geht.
So soll es sein, dass ist es worum es mir geht.
Deshalb hatte ich dich auch angeführt, ohne dich persönlich zu kennen.
Das was ich an Beiträgen von dir hier gelesen habe, hat mich überzeugt, manchmal auch neugierig gemacht.
Die Kollegen haben ja in ihren Berichten über Seminare bei dir, dieses bestätigt.
Ähnlich wie bei Herrn Nonnen.
Leider seid ihr beide quer durchs Ländle.
Oliver ist sicher ein netter Kerl, der gerne diskutiert.
Ich persönlich fand, dass einige Sätze gerade zu den HP's ohne Zertifikat unangebracht waren, schade vor allem, da er sein Handwerkszeug bei Herrn Nonnen erworben hat.
Was sagt uns das alles nun?
Was wollen wir tun?
Wenn die Verbandsfunktionäre durchsetzen das Sammeln der Punkte Pflicht wird, sieht es schlecht aus.
Oliver, wir heben uns mal die hitzigen Diskussionen für einen Abend bei ein o. zwei Schoppen Wein auf, ohne dein weißes Hemd, wenn da mal auf den Tisch gehauen wird ....:D :waah:
Ich denke uns muss es ja darum gehen, das es eine von uns gewollte und von uns zertifizierte Weiterbildung gibt, nur dann ist sie etwas wert, nur dann macht sie Sinn und nur dann kann sie tatsächlich zur " Außenwirkung " ( UNWORT ) beitragen.
LG Jürgen :hutwink:
Sarah Renner
07.10.08, 09:56
Was die schwarzen Schafe angeht, die findet man viel zu oft bei den sogenannten Anbietern, die ihre Zertifizierung regelrecht anbiedern, sie stellen keineswegs eine Garantie für gute Fortbildung dar.
Das ist genau der Punkt! Ohne objektive Kontrolle von Unabhängigen bringt das nicht viel.
Ich denke uns muss es ja darum gehen, das es eine von uns gewollte und von uns zertifizierte Weiterbildung gibt, nur dann ist sie etwas wert, nur dann macht sie Sinn und nur dann kann sie tatsächlich zur " Außenwirkung " ( UNWORT ) beitragen.
Wenn Du aber einerseits fragst, wer die Dozenten bis jetzt überprüft hat (z.B. anerkannte Fachgesellschaften, staatl./behördliche Stellen) bzw. deren fachliche Qualität in Frage gestellt wird und mit welcher Berechtigung sie Zertifikate verteilen, musst Du andererseits aber auch den Nachweis erbringen warum die in obigem Zitat genannte Form der "Zertifizierung" besser sein soll, und wer diese "uns" dazu befähigt etwas zu zertifizieren.
Und bevor Du es womöglich falsch auffasst. Ich meine es nicht persönlich. Es geht auch mir grundsätzlich nur um gute Aus-/Fortbildung die einen echten Nutzen für die Teilnehmer hat. Und das auch unabhängig von Punktesystemen. Diese sind - wenn richtig angewandt - nur eine Möglichkeit eines Wissensnachweises. So wie es z.B. ja auch beim KPf-Examen o.ä. ist. Wichtig ist, was ich im Kurs an Wissen mitnehme und später umsetze.
Sarah Renner
07.10.08, 17:23
Eine Idee wäre, dass in eine Zertifizierung die Beurteilung der Teilnehmer über den Dozenten einfließt und dieses dann natürlich auch nach der Zertifizierung in bestimmten Rhytmus entsprechend überprüft wird. Eine wiederholte Beurteilung der Teilnehmer unter einer bestimmten Note hätte dann die Aberkennung der Zertifizierung zur Folge. So wird auch ein gewisser Druck auf die Dozenten ausgeübt einen vernünftigen Unterricht zu halten.
Hallo Mercy,
ich denke dazu haben Sarah und Sybille genügend Ansätze geliefert, teilweise wie es in anderen Verbänden bzw. Schulen erfolgreich gehandhabt wird.
Vielleicht liest du dir das noch einmal in Ruhe durch.
Entscheidend ist, wie wir unseren Wunsch durchsetzen.
LG Jürgen
Ich habe mich jetzt auch durch den ganzen Thread gwurschtelt und habe jetzt soviel unterschiedliches gelesen (viel sachliches, viel emotionales), dass ich für eine endgültige Meinungsbildung wahrscheinlich noch ein paar Tage brauche. Den meisten Zündstoff bietet anscheinend die Punktevergabe an sich.
Zertifizierte-Institute versus Nicht Zertifizierte-Institute.
Meine Lösung wäre:
Es gibt eine bestimmte Anzahl an Punkten für zertifizierte Fortbildungen,
aber es gibt auch eine bestimmte Anzahl von Punkten für nichtzertifizierte Fortbildungen.
Wir haben die Pflicht zur Fortbildung, jedoch was wir lernen sollte uns überlassen sein, das wir uns weiterbilden sollte dennoch belohnt werden.(Im Sinne der Punktevergabe)
Ich persönlich habe auch immer wertvolle Erkenntnisse aus schlechten Seminaren mitgenommen. Eine Fortbildung kann gar nicht so schlecht sein, dass ich Ihr nicht noch etwas entnehmen kann. Zumindest die Erkenntnis wie man es nicht macht.
Versteht mich nicht falsch ich will nicht für schlechte Weiterbildungen Partei ergreifen, aber was schlecht ist und was gut ist unterliegt doch auch meistens einer individuellen Beurteilung.
Mit der Zertifizierung habe ich auch so meine Probleme. Ich halte selber Fortbildungskurse. Ich bin nicht zu feige, aber ich habe keine Lust und schon gar keine Zeit mich dieser Prozedur zu unterziehen. Ich überlasse die Beurteilung meinen Seminarteilnehmern, die ist für mich wesentlich wichtiger als eine Beurteilung von Hinz oder Kunz.
Besonders wichtig ist es für mich, meinen Teilnehmern nicht nur die Technik zu lehren, sondern die Liebe zu der Arbeit die Sie tun und zu den Menschen die zu Ihnen kommen. Das ist für mich das Wichtigste. Die Technik (der Hammer) entscheidet nicht allein übers Gelingen. Hämmern kann jeder. Wichtiger ist oftmals die liebevolle Annahme, die Empathie das gut aufgehoben sein.
Wer will mir das zertifizieren, daß ich einen großen Teil meiner Zeit dafür verwende, solche Fähigkeiten zu lehren, manchmal sogar auf Kosten der Technik. (Mein Gott da fall ich glaube ich durch bei der Zertifizierungskommision),Es ist nicht meßbar meines Erachtens.
Liebe Grüße
Carolin
Sarah Renner
08.10.08, 09:04
Hallo Carolin,
doch es ist bewertbar. Das kann ich als ehemalige Dozentin sicher sagen!!!
rabenstein
08.10.08, 09:21
Hallo Carolin,
doch es ist bewertbar. Das kann ich als ehemalige Dozentin sicher sagen!!!
Eine Zertifizierung sagt nichts über die Qualität eines Produktes aus, sie dokumentiert lediglich einen Weg, macht diesen nachvollziehbar und somit immer auf gleiche Weise wiederholbar
Das ist der Inhalt der Zertifizierung. Nicht die inhaltliche Qualität!
Grüße
Inge
Sarah Renner
08.10.08, 09:36
Eine Zertifizierung sagt nichts über die Qualität eines Produktes aus, sie dokumentiert lediglich einen Weg, macht diesen nachvollziehbar und somit immer auf gleiche Weise wiederholbar
Das ist der Inhalt der Zertifizierung. Nicht die inhaltliche Qualität!
Wenn die Zertifizierung, in der von mir beschriebenen Weise durchgeführt wird, schon, da dabei definitiv auch der Inhalt kontrolliert wird (war auf jeden Fall bei unserer FH so). Das ist natürlich aufwendiger, wie das was im Moment so gängige Praxis ist. Aber möglich ist es!
http://www.ardmediathek.de/ard/servlet/content/431826
Sarah Renner
08.10.08, 18:38
http://www.ardmediathek.de/ard/servlet/content/431826
Das Schlimme an dem Artikel ist, dass es tatsächlich solche HPs/THPs gibt!
http://www.ardmediathek.de/ard/servlet/content/431826
Es gibt überall schwarze Schafe.
Diese Berichte sind nachgestellt, inwiefern diese einen hohen Wahrheitsgehalt haben, kann keiner von uns einschätzen.
Oder kennt jemand diese Fälle persönlich?
Es weis auch keiner von uns ob diese Kollegen, so sie dann Fehler gemacht haben, vielleicht trotzdem bei zertifizierten Weiterbildungen war.
Fehler machen wir auch bei unserer Arbeit, oder?
Wichtig ist, dass sich jeder bewusst ist, worum es in unserem Beruf geht.
Das etwas sinnvoll zu verändern ist, haben wir besprochen, solche Beiträge sind Hexenjagd.
Noch dazu sind einige Fakten der Berufsordnung etc. auch noch falsch dargestellt, warum nur?
Ich finde weder diesen ARD-Beitrag konstruktiv, noch diesen hier einzustellen.
Das die Ärzteschaft schimpft, kennen wir und warum?
Gerade diejenigen die sich alles unterschreiben lassen um so wenig wie möglich zur Verantwortung gezogen zu werden, beklagen sich hier über Verantwortlichkeiten. :rolleyes:
Ich hatte mal mit einem Urologen mit 25jähriger Berufserfahrung zu tun, der meine beiden Leistenbrüche, so groß wie 2 Markstücke nicht diagnostizieren konnte, weder manuell noch bildgebend.
Hat aber von der Kasse sicher seine Leistung gut bezahlt bekommen.
Hier sind konstruktive Vorschläge gefragt, wie gute Qualifikation sicher dokumentiert/zertifiziert wird, bzw. wie wir die guten vorhandenen Vorschläge in die Verbände bringen und es dort durchsetzen.
LG Jürgen
Ich hatte gehofft, dass du mit diesem Beispiel die Wichtigkeit der Aussenwirkung erkennen würdest. War wohl nix.
Ich bin raus.
Gruessle
Oliver
Fernsehsendungen und Veröffentlichungen dieser Art wird es immer geben, da ändert auch eine Zertifizierung nichts.
Das war ja übelste Verbreitung von Klischees und Allgemeinplätzen. Es wurde ja dargestellt als würden alle Heilpraktiker ohne jede Einschränkung die Leute schädigen wo sie nur könnten. Übel!
Nichts gegen gut recherchierte Veröffentlichung über schwarze Schafe, Kunstfehler und dergleichen, da kann man was lernen, aber das neeeeee!
So eine Fernsehsendung hat nur einen Effekt: Die die schon immer unreflektiert gegen Heilpraktiker waren fühlen sich bestätigt, aber die sind sowieso nur schwer zu erreichen.
Die, die HPs schätzen, schütteln nur den Kopf.
Und alle anderen haben die Wahl! Bei diesen Pauschaläußerungen würde ich mich von meinem Naturll her genauer informieren und mich wahrscheinlich den Heilpraktikern zuwenden, andere lassen sich in unrationale
Ängste treiben und meiden die verbrecherischen HPs
Ein ganz normaler Vorgang, der täglich x-mal und in allen Bereichen des Lebens funktioniert, mit und ohne Zertifizierung
Liebe Grüße Carolin
Lieber Oliver,
hat die biherige Zertifizierung irgendetwas an solchen Veröffentlichungen verändert?
Hat sie etwas an der Diffamierung des Berufsbildes in diesem Beitrag verändert.
Heilpraktiker sind unfähig und machen krank, kommt da rüber.
Was meinst du denn kann die Medien ein für alle Male bewegen, dass so ein Unfug nicht wieder veröffentlicht wird.
Ich hätte an dieser Stelle von den Verbänden erwartet, dass hier ein Großbrand in Bewegung gesetzt wird, was ist außer Briefen passiert?
Sollen wir jetzt eine Kampagne in jeder Großstadt auf dem Marktplatz starten und mit unseren zertifizierten Qualiunterlagen wedeln.
Ich bitte dich Oliver, bleib doch konstruktiv und dabei und mache mal Vorschläge, wie du meinst, dass es weitergehen soll.
LG Jürgen
Hola.
Ich denke der Fernsehbeitrag war konstriktiv, denn er zeigt uns wo wir stehen.
Und das meiste was gesagt wurde war auch richtig.
Keine vorgeschriebene Ausbildung
Keine handhabe der Gesundheitsämter
Kein zentraler Ansprechpartner
Keine Schiedsstelle
Die Verbände haben keine Handhabe
Keine verbindliche Berufsordnung.
Wir haben solchen Fernsehsendungen NICHTS entgegen zu setzten und das liegt auch an uns !!!
Gruessle
Oliver
Lieber Oliver,
mit dem Angesprochenem, was wir alles nicht haben, hast du zum großen Teil recht.
Der TV-Beitrag ist aus meiner Sicht schlecht, da er auch Fakten absolut falsch darstellt, bewusst die HP's in ein falsches Licht setzen will.
Mir fällt da z.B. die Berufsordnung ein.
Solange da nicht sofort von den Verbänden reagiert wird, geht das immer so weiter, wenn wieder einmal der HP dran ist.
Das zeigen doch die ganzen Sendungen, die genau auf dumme Meinungsmache abzielen, bzw. Programm füllen sollen.
Zentraler Ansprechpartner sollte ja allerdings der Verband sein, dass es ... gibt?
Dazu müsste ein deutlich besseres Miteinander der Verbände herrschen, oder?
Was können wir dazu tun um es zu erreichen?
Was willst du denn diesen Fernsehsendungen entgegensetzen?
Wollen wir eine konstruktive Diskussion führen Oliver?
Dann würde ich dich bitten auf meine Fragestellungen einzugehen, sonst bleibt es eine Meinungsdarstellung und darauf werde ich ab jetzt nicht mehr eingehen, weil so etwas absolut unproduktiv ist.
So kann kein Konsens gefunden werden, wie sagtest du so schön, da reden wir aneinander vorbei.
LG Jürgen
Die Ausbildung muss festgeschriebene Inhalte haben.
Diese Inhalte werden von einer Kommission, die sich aus allen Verbänden zusammen setzt, ermittelt und jährlich den Gegebenheiten angepasst. (wenn wir also einen Verband bilden, sitzen wir da mit drin)
Zwischenprüfungen in grundlegenden Fächern sind abzunehmen.
Ein Teil der Prüfung muss aus dem naturheilkundlichen Fach kommen.
Die Berufsordnung muss bindend sein, damit gegen Fehlverhalten vorgegangen werden kann.
Dem Dachverband muss eine weitergehende Entscheidungsverfügung zugedacht werden.
Der Dachverband muss Lobbyisten in Berlin stellen.
Heilpraktiker müssen ein Recht auf einen Gutachter aus seinem Verband bekommen.
Die Heilpraktiker müssen stärker in der Arzneimittelkommission vertreten sein.
Eine Schiedsstelle muss geschaffen werden.
Eine Weiterbildung muss nachgewiesen werden, dazu müssen Weiterbildungen die viel "wert" (Punkte oder Plätzchen) sind, mit einer Abschlussüberprüfung enden.
Die Wertigkeiten legen oben genannte Kommission fest.
Bei der Zulassung (welche kostenlos ist) als anerkannte Weiterbildung, werden Kriterien wie Skript, Stoffvermittlung, Inhalt, Preis usw. ermittelt und bewertet.
Gruessle
Oliver
Sarah Renner
09.10.08, 13:31
Ja, viele gute Ideen.
Solange wir aber nicht einmal ein anerkannter Beruf sind, bleiben das nur Wunschträume. Wir haben nicht einmal den gleichen Status wie jemand, der eine Ausbildung gemacht hat. Wir sind bloß "keine Gefahr für die Volksgesundheit". Wir müßten sehr viel Lobby in der Politik bekommen, um das zu ändern. Und das ist, natürlich nur meine Meinung, das Grundproblem. Da nützt auch das Make-up mit Zertifizierungen, Punkte sammeln... nicht viel. Was nützt eine Ausbildungsordnung eines Verbandes, wenn der Status gleich bleibt? Oder denke ich da falsch? Lasse mich gern vom Gegenteil überzeugen.
Auch ich hab viele Jahre investiert.
Wollte es in der Ausbildungsvermerkung der RV einbringen
Ergebnis= 0
Bin weiterhin als ungelernt eingestuft.
Meine Erziehungszeiten wurden etwas berücktsichtigt.
Es bleibt dabei
UNGELERNT
Sarah Renner
09.10.08, 13:38
@ Hedwig,
das tut mir wirklich sehr sehr leid für Dich, bestätigt aber meine Meinung!
Hola.
Die Prüfung muss natürlich staatlich abgenommen werden.
Gruessle
Oliver
P.S. Ich bin mir nicht ganz sicher, aber es gibt bei der staatlichen Anerkennung das Problem, wenn es so wäre, müsste GKV uns auch bezahlen.
Gruessle
Oliver
Silke Uhlendahl
09.10.08, 13:47
Ich bin mir nicht ganz sicher, aber es gibt bei der staatlichen Anerkennung das Problem, wenn es so wäre, müsste GKV uns auch bezahlen.
Gruessle
Oliver
Und wenn wir mit GKV abrechen müssten hätten wir noch ganz andere Probleme an der Backe...Therapiefreiheit Adieu...
Die Verstaatlichung der HPs ist nicht unbedingt ein gutes Ziel....
Sarah Renner
09.10.08, 14:00
Und wenn wir mit GKV abrechen müssten hätten wir noch ganz andere Probleme an der Backe...Therapiefreiheit Adieu...
Warum? Du kannst doch trotzdem nicht anerkannte Therapien anbieten und privat zahlen lassen. Das machen doch auch Ärzte so:confused:
Bettina Schmidt
09.10.08, 18:57
Auch ich hab viele Jahre investiert.
Wollte es in der Ausbildungsvermerkung der RV einbringen
Ergebnis= 0
Bin weiterhin als ungelernt eingestuft.
Meine Erziehungszeiten wurden etwas berücktsichtigt.
Es bleibt dabei
UNGELERNT
Liebe Maria,
das kenne ich aber anders. Ich stelle immer mal wieder für ehemalige Schüler Bestätigungen aus, die sie dann bei der RV einreichen um diese Zeit als Ausbildungszeit anerkannt zu bekommen. - Oder habe ich deinen Beitrag falsch verstanden? Auch ich habe damals von der Schule eine Bestätigung bekommen, die die RV als Ausbildungszeit anerkennt.
LG
Bettina
Bettina Schmidt
09.10.08, 18:59
Und wenn wir mit GKV abrechen müssten hätten wir noch ganz andere Probleme an der Backe...Therapiefreiheit Adieu...
Die Verstaatlichung der HPs ist nicht unbedingt ein gutes Ziel....
Ganz meine Meinung... Ich möchte nicht diese GKV-Bürokratie haben. Dann würde auch uns die Zeit für unsere Patienten fehlen.
Bettina Schmidt
09.10.08, 19:01
Warum? Du kannst doch trotzdem nicht anerkannte Therapien anbieten und privat zahlen lassen. Das machen doch auch Ärzte so:confused:
Und jede Menge Ärzte geben ihre Kassenzulassung freiwillig wieder ab - ich denke, sie haben Gründe dafür.
Liebe Grüße
Bettina
Liebe Maria,
das kenne ich aber anders. Ich stelle immer mal wieder für ehemalige Schüler Bestätigungen aus, die sie dann bei der RV einreichen um diese Zeit als Ausbildungszeit anerkannt zu bekommen. - Oder habe ich deinen Beitrag falsch verstanden? Auch ich habe damals von der Schule eine Bestätigung bekommen, die die RV als Ausbildungszeit anerkennt.
LG
Bettina
Liebe Bettina
Das wusste ich nicht.
Gilt dies auch für HPP´ler?
Habe meine Unterlagen mit zum Versicherungsältesten mit genommen - alle -
Und er tat dies weg mit der Begründung ist ja nix staatlich zugelassenes dabei
Sind ja nur irgendwelche Zertifikate.
Keine annerkannte dabei
Den Versuch kannste dir sparen.
natürlich war ich geschockt
aber meine Klienten ist das egal
eine sagte mir " Maria wer hilft" (wörtlich sagte sie - wer heilt hat recht)
Nur für mich wäre sone "Anerkennung" schöner.
Klar bin ich jetzt aus der grauzone raus.
Und dennoch bleibt da son kleiner bitterer Nachgeschmack
LG Maria
Sarah Renner
10.10.08, 09:13
Und jede Menge Ärzte geben ihre Kassenzulassung freiwillig wieder ab - ich denke, sie haben Gründe dafür.
Aber das hat doch gar nichts mit einer echten Anerkennung unseres Berufes zu tun. Du musst ja nicht über Kasse abrechnen, wie Du ja zitierst, machen das selbst nicht alle Ärzte.:confused:
Ich verstehe nicht, was das mit einer Gleichstellung wenigstens mit einem Ausbildungsberuf hätte?
Mir wäre es schon lieber wenn ich als THP/HP einen offiziellen Status hätte und nicht immer damit rechnen müßte, dass man uns irgendwann vom Tisch kickt. Die EU lehnt uns ab, speziell da auch den Alleingang von Deutschland. Wenn wir Glück haben, bekommen wir dann einen Bestandschutz, wenn nicht...Wären wir ein echter Ausbildungsberuf, gäbe es diese Debatte überhaupt nicht, so dass ich nicht ganz verstehen kann, wieso das manche ablehnen.
Das Problem ist doch eher, dass ich denke, dass wir das nie durchkriegen werden und es manchmal hatl besser ist, nicht zu viel Aufmerksamkeit der Politiker auf solche Dinge zu lenken.
Ein ähnliches Problem gabe es im Pferdebereich, da haben sich neben den offiziellen Hufschmieden im Laufe der Jahre Hufpfleger, Huftechniker...gebildet. Mit Verband, Prüfung vor einem solchen usw. Da waren wirklich gute Leute dabei. Vor 2 Jahren wurden diese Berufe verboten ohne Bestandsschutz (entsprechende Klage läuft immer noch). Angeboten wurden diesen Leuten eine verkürzte Ausbildung zum Hufschmied zu machen. Für jemanden, der davon leben muss eine schwierige Geschichte. Wer zahlt die Rechnungen in der Zwischenzeit? Einen Bekannten von mir hat das fast die Exixtenz gekostet. Der macht heute in diesem Bereich nichts mehr, sondern ist zurück in seinen früheren Beruf (Schade!!!!!!!!!!!!!!!!)
Und ich habe schon Angst, dass es uns irgendwann genauso geht. Die verkürzte Ausbildung zum Arzt gibt es auch nicht :rolleyes:
Aber das sind persönliche Befürchtungen von mir und ich lasse mich gerne vom Gegenteil überzeugen.
Bettina Schmidt
10.10.08, 11:33
. Die verkürzte Ausbildung zum Arzt gibt es auch nicht :rolleyes:
Hm, schaun wir mal, wohin der Bologna Prozess mit den Studiengängen Bachelor und Master noch führen wird...
Liebe Grüße
Bettina
Die Ausbildung muss festgeschriebene Inhalte haben.
Diese Inhalte werden von einer Kommission, die sich aus allen Verbänden zusammen setzt, ermittelt und jährlich den Gegebenheiten angepasst. (wenn wir also einen Verband bilden, sitzen wir da mit drin)
Zwischenprüfungen in grundlegenden Fächern sind abzunehmen.
Ein Teil der Prüfung muss aus dem naturheilkundlichen Fach kommen.
Die Berufsordnung muss bindend sein, damit gegen Fehlverhalten vorgegangen werden kann.
Dem Dachverband muss eine weitergehende Entscheidungsverfügung zugedacht werden.
Der Dachverband muss Lobbyisten in Berlin stellen.
Heilpraktiker müssen ein Recht auf einen Gutachter aus seinem Verband bekommen.
Die Heilpraktiker müssen stärker in der Arzneimittelkommission vertreten sein.
Eine Schiedsstelle muss geschaffen werden.
Eine Weiterbildung muss nachgewiesen werden, dazu müssen Weiterbildungen die viel "wert" (Punkte oder Plätzchen) sind, mit einer Abschlussüberprüfung enden.
Die Wertigkeiten legen oben genannte Kommission fest.
Bei der Zulassung (welche kostenlos ist) als anerkannte Weiterbildung, werden Kriterien wie Skript, Stoffvermittlung, Inhalt, Preis usw. ermittelt und bewertet.
Gruessle
Oliver
Hi Oliver,
ich finde auch sehr gute Ideen.
Jetzt muss man überlegen wie man diese Ideen umsetzt.
Hierzu würde ich anregen, im geschlossenen Forum zu diskutieren.
Bzw. wenn es konkret wird, es unter Ausschluß der Öffentlichkeit.
Ich habe in einem anderen Sektor des Lebens erfahren müssen, dass Verbände wenn es ums Geld geht auf der Hut sind.
Diese haben Vertreter, die in Diskussionsforen mitlesen und dann Schritte einleiten, bevor man als Gemeinschaft gegen bestimmte Missstände vorgehen kann.
LG Jürgen
Bettina Schmidt
13.10.08, 10:02
Die Ausbildung muss festgeschriebene Inhalte haben.
Diese Inhalte werden von einer Kommission, die sich aus allen Verbänden zusammen setzt, ermittelt und jährlich den Gegebenheiten angepasst. (wenn wir also einen Verband bilden, sitzen wir da mit drin)
Zwischenprüfungen in grundlegenden Fächern sind abzunehmen.
Diese Ansätze finde ich gut aber was passiert dann mit den vielen HPA´s, die sich autodidaktisch auf die Prüfung vorbereiten; den Volkshochschulkursen "Heilpraktikerausbildung" und den Heilpraktikern, die in Eigenregie HPA´s ausbilden?
Liebe Grüße
Bettina
Hola.
Die müssen sich dann genauso an den Stoff helten und die Prüfungen ablegen. Sehe ich kein Problem.
Gruessle
Oliver
Bettina Schmidt
13.10.08, 15:58
Hola.
Die müssen sich dann genauso an den Stoff helten und die Prüfungen ablegen. Sehe ich kein Problem.
Gruessle
Oliver
Hallo Oliver,
vielleicht stehe ich auch auf dem Schlauch. Gut, dass sich die Ausbildenden (wer und was auch immer) alle an vorgegebene Inhalte halten -sollen -müssen-dürfen..., ist wohl das geringere Problem. Aber wie würdest du dir das mit den Menschen vorstellen, die keine Schule oder Ähnliches besuchen und sich völlig selbstständig vorbereiten? Wie sollen diese beweisen, dass sie die dann die "festgeschriebenen Ausbildungsinhalte" absolviert haben?
Nur vorbeugend: Meine Fragen sind keinerlei Provokation in irgendeine Richtung - auch ich bin auf der Suche nach der besten Lösung für die Anerkennung und Qualitätssicherung unseres Berufes. Aber ich würde zum jetzigen Zeitpunkt für keine der evtl. möglichen Richtungen meine Hand ins Feuer legen - dass diese oder jene Lösung dann genau den richtigen Weg wäre.
Liebe Grüße
Bettina
Sarah Renner
13.10.08, 16:46
Wenn wir aus der Sonderstellung raus wollen, müssen wir auch die Nachteile in Kauf nehmen, d.h. wie in jedem normalen Ausbildungsberuf Anwesenheitspflicht (gilt auch fürs Studium der Medizin und Tiermedizin). Ich glaube nicht, dass alles andere realistisch ist. Außerdem bin ich auch der Meinung, dass nicht nur die Prüfungen wichtig sind, sondern auch dass was zusätzlich vermittelt wird. Abgefragt kann man doch nur einen bruchteil dessen, was man wissen muss. Ich denke, dass wir nicht nur für eine Prüfung lernen, sondern vor allem für den Patienten. Im Moment ist bei den meisten immer so eine Fixiertheit auf die Überprüfung zu sehen, die resultiert natürlich aus dem System. Aber wir brauchen eigentlich das Wissen auch hinterher. Das kommt, glaube ich bei vielen zu kurz. Habe selbst ein Fernstudium zum THP und auch HP gemacht und weiß was ich hinterher noch tun musste, die Prüfung war da das kleinste Problem.
Ein Qualitätsnachweis ist absolut o.k. und wird sich in Zukunft auch nicht vermeiden lassen. Nicht o.k. wäre es wenn eine
Zertifizierung nach DIN o.ä. kommen würde (DIN EN ISO 9001....), die TÜVs dieser Welt lauern schon. Deshalb auf jeden Fall "was eigenes"
Und der Aufwand für die BDH-Bescheinigung ist doch recht gering. Kleiner Nebeneffekt: müsste man nicht mal wieder zur Weiterbildung??!!
Hallo,
also hier steht, das mit bestandener Prüfung der Nachweis erbracht ist. Komisch, eine Ausbildung zu HP dauert im Schnitt 2 Jahre und es besteht nicht mal die Pflicht ein Schule zu besuchen.
Da Frage ich mich doch warum ein Arzt oder Facharzt, der im Schnitt bis zum FA 12 Jahre braucht, eine Fortbildungspflicht hat.
ALSO ICH WÄRE FÜR EINE WEITERBILDUNGSPFLICHT!!!
Ed_Hardy1985
15.10.09, 15:52
@ gugu
Aber sowas von, ich wäre auch dafür...erstmal für die Zertifizierung und auch überhaupt für die grundlegende Änderung der " Ausbildungsordnung " es kann nicht sein das jeder dahergelaufene ( entschuldigung, das ich das so krasse sage ) meint er könne nach 2 Jahren Selbstudium, mal eben die Prüfung mrachen um dann an Menschen rumzudoktern...( unabhängig davon, ob er/sie die Prüfung bestanden hat...;) ) Das ganze System ist dermaßen veraltet und lächerlich, kein Wunder das der Beruf des Heilpraktikers von vielen belächelt wird...( es kommt immer genau dieses Argument mit der Ausbildung, ich will nicht sagen das ein Heilpraktiker nach einer einheitlichen Ausbildungsregelung unbedingt besser anerkannt wird, aber da könnt ihr mir erzählen was ihr wollt, wenn es so bleibt wie jetzt wird der Beruf ewig belächelt werden ;) ) es kann nicht sein, das ein Arzt 6 Jahre studiert, seinen Facharzt macht, ständigen Qualitätskontrollen unterliegt und ein Heilpraktiker machen kann was er will! ( selber erlebt, was manche HP´s raushauen is ne Frechheit, allein deswegen müsste da viel mehr getan werden..zur Sicherheit des Patienten...)
Das musste eben raus :o
Eine gewisse Pflicht fände ich nicht schlecht. Denn Ausbildung und Prüfung sagen nur aus, das ich wohl keine Gefahr darstelle, aber über meine Qualifikation und Kenntnisse der Naturheilkunde (Homöopathie, Akupunktur, Ausleitungsverfahren usw.)sagt es rein gar nichts aus.
Leute vergesst das mit der geregelten Ausbildung - oder vergesst den Beruf des HP.
JEDE Ausbildungsordnung würde auf heftigsten Protest andere Berufsgruppen stoßen. Warum sollen z.B. Ärzte mit Studium und Assistenzzeit eine 3-jährige HP-Ausbildung begrüßen - ohne massive Einschränkungen unserer Möglichkeiten? Oder PT oder..?
Wir haben einen Sonderstatus mit allen Vor- und Nachteilen. Wer sich das anders wünscht, sollte sich über die damit verbundenen Konsequenzen im Klaren sein.
Gruss Rudolf
@ gugu
Aber sowas von, ich wäre auch dafür...erstmal für die Zertifizierung und auch überhaupt für die grundlegende Änderung der " Ausbildungsordnung " es kann nicht sein das jeder dahergelaufene ( entschuldigung, das ich das so krasse sage ) meint er könne nach 2 Jahren Selbstudium, mal eben die Prüfung mrachen um dann an Menschen rumzudoktern...( unabhängig davon, ob er/sie die Prüfung bestanden hat...;) ) Das ganze System ist dermaßen veraltet und lächerlich, kein Wunder das der Beruf des Heilpraktikers von vielen belächelt wird...( es kommt immer genau dieses Argument mit der Ausbildung, ich will nicht sagen das ein Heilpraktiker nach einer einheitlichen Ausbildungsregelung unbedingt besser anerkannt wird, aber da könnt ihr mir erzählen was ihr wollt, wenn es so bleibt wie jetzt wird der Beruf ewig belächelt werden ;) ) es kann nicht sein, das ein Arzt 6 Jahre studiert, seinen Facharzt macht, ständigen Qualitätskontrollen unterliegt und ein Heilpraktiker machen kann was er will! ( selber erlebt, was manche HP´s raushauen is ne Frechheit, allein deswegen müsste da viel mehr getan werden..zur Sicherheit des Patienten...)
Das musste eben raus :o
Ich bin grad ein wenig erschrocken. Auch wenn du selbst erwähnst, dass es „krass“ betont ist.
Was ist verwerflich an einem Selbststudium zur Vorbereitung auf die amtsärztliche Überprüfung? Das sagt nur, dass man es sich überwiegend selbst angeeignet hat und noch lang nichts über den Menschen, seiner Hingabe, der Qualität, oder seinem Verantwortungsgefühl. Und auch ob jemand bevor er HP wurde Tankwart oder Bäcker, oder was weiß ich war, lässt noch keine endgültige Beurteilung zu, denke ich. Wichtig ist, was dabei noch alles getan wurde, um es zu einem verantwortungsvollen Abschluß werden zu lassen, und wie man damit dann weiter „umgeht“.
Ich habe auch viele erlebt, die die Ausbildung in einer Schule gemacht haben, sogar aus medizinischen Berufen kamen und dennoch während der Ausbildung und/oder danach absolut kein Verantwortungsgefühl für Möglichkeiten und Grenzen des HP Berufs hatten... :rolleyes:
Auch in den besten zertifizierten Kursen können zuweilen Menschen sitzen in deren Hand es zu einem Fiasko werden kann.
Ich war z.B. letztens auf einer Fachfortbildung für Ärzte, wo es „Punkte“ für die Zusatzbezeichnung als Homöopath gab. Einige waren nicht mal die komplette drei Tage anwesend, und einige noch so was von am Anfang, und erhielten die Punkte dennoch.
Es ist nicht alles so oder so, sondern so oder so;)
LG
trinity
Ed_Hardy1985
15.10.09, 23:49
Um gottes Willen trinity ich wollte dich damit nicht angreifen, es ging mir eher darum das eigentlich jeder wie er lustig ist, Heilpraktiker werden kann..wirklich jeder ( das hat auch herzlich wenig mit dem Selbststudium zu tun ;), wer das Geld für eine Schule nicht aufbringen kann, muss halt diesen Weg wählen, kenne ich selber ;) ) ich finde es einfach blöd, es gibt zuviele Schwarze Schafe unter den HP´s ( weitaus mehr als bei Ärzten ), es muss irgendwie möglich sein diesen das Handwerk zu legen ( ich hatte mehrer Fälle in der Verwandtschaft, wo einfach mal wild rumdiagnosdiziert wurde ein Heilversprechen abgegeben wurde, und Krankheiten festgestellt wurden die einfach wild aus der Luft gegriffen waren, Geld für diese Scharlartanerie wurde dann aber natürlich verlangt für nichts...schon allein bei der Amnanese, 2 Min das war´s da hat selbst mein Hausarzt mehr Zeit für mich :eek: ) man könnte doch irgendwas dagegen tun oder nicht? Wie gesagt schon allein die Zulassungsvorraussetzungen müssten hochgeschraubt werden, und vielleicht noch ne ernstzunehmende Prüfung, wenn ich daran denke das man einfach " keine Gefahr für die Volksgesundheit " darstellen soll, wird mir schlecht! :eek: Versteht mich bitte nicht falsch, ich will den Berufsstand nicht schmälern oder schlechtreden ( sonst würde ich selber diese Ausblidung nicht machen ^^ ) es stimmt auch was RWH gesagt hat wenn man die Ausbildung staatlich regeln würde, würden die Ärztekammern Amok laufen ( hatte ich vorhin garnicht drüber nachgedacht...) der Beruf des HP´s bewegt sich gesetzlich in einer Grauzone ( oder sehe ich das falsch?! ) wird dürfen echt schon viel machen dafür das wir " nur ne Prüfung beim GA ablegen müssen " .. sowas wie eine Qualitätssicherung wäre definitv hilfreich, damit nicht jeder der seine Prüfung (egal wie) bestanden hat, schalten und walten kann wie er will...es kann nicht sein, das Scharlartarne ( und das sind viele HPs wirklich )den ganzen Berufsstand in den Dreck ziehen....
Ich hoffe ihr versteht wie ich das meine....:rolleyes:
Denke, es geht nicht um die Regelung der Ausbildung. Finde es auch gut, das jeder HP werden kann, wenn er sich auf seinen Hosenboden setzt und ordentlich lernt. Die Durchfallquote ist auch ganz schön hoch, sooo einfach ist es nicht.
Habe aber Bedenken was danach kommt. Genaugenommen braucht man überhaupt keine Ausbildung in der Naturheilkunde. Das was in der Praxis kommt, kann alles und nichts sein, man kann seine Heilkunde sogar selbst erfinden, wenn man will. Ich geb mir Mühe jetzt schon gaaaanz viel für die Praxis zu lernen, brauche doch Handwerkszeug. Viele HPA, die ich kennengelernt hab machen da garnichts. Frag mich wie die eine Praxis führen wohlen. Kann doch nicht nach 2-3 Jahren Ausbildung dann erst anfangen, dann wär ich ja erst nach 5 oder 6 Jahren Praxistauglich????!!!!
Hallo,
der Beruf des HP hat ja kein festes Berufsbild, da uns alles erlaubt ist, was (uns) nicht verboten ist. Daher gibt es HPs, die - aus meiner Sicht - Wellness anbieten, was ja OK ist - und andere behandeln Krebspatienten, was auch OK ist, solange man weiß was man tut, und den Patienten Grenzen und Möglichkeiten realistisch offenlegt.
Es gibt schon heute klare Voraussetzungen, die durch BGH-Urteile gesetzt wurden, nämlich dass ein HP in den Bereichen, in denen er sich betätigt "arztähnliche" Kenntnisse aufweisen muss. Das ist zwar keine exakte Definition, aber es zeigt, worauf im Zweifel (wenn es Probleme gibt) geschaut wird.
Ich habe es hier schon mehrfach geschrieben: Die HP-Ausbildung, wie sie heute meist angeboten wird, ist nicht anderes als die Minimalvoraussetzung zum Bestehen der Zulassungsprüfung. So, wie ein Medizinstudium auch nur die Voraussetzung zum Erlernen des Arztberufes ist. Was man im Studium lernt ist hilfreich, um zu verstehen, was man dann in der Praxis macht. Aber es qualifiziert einen nicht zum Therapeuten. Dafür gibts dann die Assistenzarztzeit.
Und eine HP-Zulassung qualifiziert (ohne entsprechende Vorkenntnisse) auch nicht zum Therapeuten. Dazu gehört mehr Wissen (insbesondere in Diagnose und Therapie), aber vor allem Praxis. Und da hapert es bei den meisten HPs. Als ich meine Prüfung abgelegt habe, war es für 80% völlig normal, danach eine ca. 6-12 monatige Assistenzzeit abzuleisten. So habe ich es auch gemacht. Da habe ich dann erst gelernt, wie man mit Patienten umgeht und was einem so alles in Praxis begegnet, auf das einen keine Schule vorbereitet hat.
Ich rate niemand, ohne entsprechende Praxiserfahrung eine eigene Praxis aufzumachen. Ihr macht mit Sicherheit Fehler - und wenn es erst mal heißt: Der HP XY hat keine Ahnung, dann hängt Euch das jahrelang nach.
Zu den schwarzen Schafen kann ich nur sagen: Ich erlebe öfter Patienten, bei deren Anmese mir der Hut hochgeht, wegen idiotischer HPs und unfähiger Ärzte. Aber damit muss mal leben. Eine Ausbildung qualifiziert nicht zum Therapeuten - auch keine lange Ausbildung.
Schaut Euch die Uniabgänger (nicht nur in der Medizin) an. Das Studium-System selektiert "lernfähige" Studenten, also Menschen, die sich einen Haufen Theorie bis zur Prüfung merken können - und diskriminiert Menschen, denen das einfach zu blöd ist oder die nicht nur "wissen", sondern auch "verstehen" möchten.
Schwarze Schafe - so es welche sind - selektieren sich selbst nach und nach raus. Heute spricht sich sowas rum. Die Patienten von heute erstarren weder vor Ehrfurcht vor einem weißen Kittel (egal wer ihn trägt) und auch nicht vor obskuren Erklärungsmodellen. Meine Erfahrung ist: Wenn ein Patient nach dem 2 oder 3 Besuch keine Besserung erfährt, dann ist er wieder weg. Zumindest wenn er zum ersten Mal kommt, also noch keine guten Erfahrungen mit mir gemacht hat.
Gruss Rudolf
Silke Uhlendahl
16.10.09, 09:36
Viele HPA, die ich kennengelernt hab machen da garnichts. Frag mich wie die eine Praxis führen wohlen. Kann doch nicht nach 2-3 Jahren Ausbildung dann erst anfangen, dann wär ich ja erst nach 5 oder 6 Jahren Praxistauglich????!!!!
Man muss einfach unterscheiden zwischen der Überprüfung am Gesundheitsamt und der tatsächlichen Praxisreife.
Natürlich kann fast jeder sich zur Überprüfung anmelden (so er denn den Zulassungen genüge tut). Das die Prüfung dann bestanden wird ist die erste Hürde für viele. Es fallen immer wieder HPA durch die Prüfung(auch schon durch die Schriftliche), die Gründe hierfür sind vielschichtig, noch mehr fallen durch die Mündlichen, weil da meiner Meinung nach einfach noch mal anders "geprüft" bzw "überprüft" wird als bei einer MC-Fragen Klausur...
Rein juristisch gesehen erhält man mit Bestehen die
Erlaubniserteilung zur Ausübung der Heilkunde
Was, wenn man aber noch keinerlei Erfahrung mit der Heilkunde hat? Noch keine Therapieverfahren erlernt hat? Keine Ahnung von Praxisführung, Abrechnung und Co hat?
Ich denke, wer sich ohne Therapieausbildung niederlässt und in den Grenzen des HPG "rumdoktert" fällt der natürlichen Selektion zum Opfer, es stellen sich keine Therapieerfolge ein...es bleiben die Patienten aus..
ich glaube, dass ich für alle Kollegen sprechen kann, die länger praktizieren, dass man nach einigen Jahren zurückblickt und feststellt, dass man so manchem mit der Erfahrung der Jahre heute besser helfen könnte, als im ersten Praxisjahr, auch wenn man 3 Jahre Therapieausbildung hinter sich hat mit Überprüfungen usw...die wirkliche Routine kommt mit den Jahren...
Was heisst also "Praxistauglichkeit" genau?
Ich denke, es ist absolut sinnvoll und unabdingbar, dass man schon als HPA in Methoden reinschnuppert und das Grundrüstzeug der Naturheilverfahren erlernt und Therapieseminare belegt, damit man auch die Lerninhalte mit Leben füllt...die Muskeln mit Ursprung und Ansatz etc zu "lernen" fällt doch leichter, wenn man einen Praxisbezug hat und weiß wofür es gut ist sich auch ein bisschen in der Anatomie auszukennen...zu wissen, wie der Darm funktioniert und die Leber entgiftet schadet auch nicht beim Verstehen von Ausleitungstherpieverfahren.
ich finde es einfach blöd, es gibt zuviele Schwarze Schafe unter den HP´s ( weitaus mehr als bei Ärzten ), es muss irgendwie möglich sein diesen das Handwerk zu legen ( ich hatte mehrer Fälle in der Verwandtschaft, wo einfach mal wild rumdiagnosdiziert wurde ein Heilversprechen abgegeben wurde, und Krankheiten festgestellt wurden die einfach wild aus der Luft gegriffen waren, Geld für diese Scharlartanerie wurde dann aber natürlich verlangt für nichts...schon allein bei der Amnanese, 2 Min das war´s da hat selbst mein Hausarzt mehr Zeit für mich
Was du hier beschreibst, ist in der Tat grob fahrlässig und Heilversprechen schlichtweg verboten! Ich habe auch schon viele unschöne Erlebnisse berichtet bekommen von Patiententen sowohl von Ärzten, wie auch von HP Kollegen. Aber ich kenne ebenso die zufriedenen Patienten (auch zufrieden bei Ärzten und HPs).
Wir haben einen Sonderstatus mit allen Vor- und Nachteilen. Wer sich das anders wünscht, sollte sich über die damit verbundenen Konsequenzen im Klaren sein.
Das ist Fakt, unser Heilpraktiker dasein ist ein Sonderstatus und wird es vermutlich auch bleiben, oder als solcher Beruf untergehen...
Zum Thema der Überprüfung
und vielleicht noch ne ernstzunehmende Prüfung, wenn ich daran denke das man einfach " keine Gefahr für die Volksgesundheit " darstellen soll,
Wir machen ja genau keine Prüfung sondern eine Überprüfung. Der Vorteil klingt leicht, weil man ja nur keine Gefahr darstellen soll...ist in der Mündlichen schwierig, weil es keine Rahmenbedingungen gibt. Jeder, der schon mal andere geprüft hat weiß, man kann jeden durchfallen lassen - wenn man nur richtig fragt...die Überprüfung am Gesundheitsamt hat kein Curriculum oder eine Prüfungsordnung für die Heilpraktiker.
Ich habe vor einigen Jahren auch mal Ärzten die HP Prüfungen (MC Fragen und bei mir auch noch freie Fragen ist ja was her...) gezeigt....diese haben mir ehrlich geantwortet, dass sie es nicht mal so eben gemacht hätten, und die Prüfung nicht so ganz ohne Anspruch fanden.
Schaffbar ist die Prüfung natürlich schon mit dem richtigen Grundrüstzeug...
In diesem Sinne allen die vor der Mündlichen sind viel Erfolg...
und eigentlich driften wir off topic...weil es ja in diesem thread eigentlich mal um die Fortbildungspflicht bei den Kollegen ging...
Ich finde Fortbildung sollte sein, aber nicht festgeschrieben oder bepunktet...wohin das führt sieht man bei den Ärzten:
Die Jagd nach Punkten wird wichtiger als der Inhalt!
Ich habe es an anderer Stelle schon geschrieben, ich lerne bei einem alt eingesessenen Kollegen in einem kleinen Seminar mehr als in einen zertifizierten Kurs mit >20 TN....ich frage mich wer legt die Zertifizierungen fest, die HP -Verbände sind ja nicht mal einer Meinung....wie soll da sowas geregelt werden?
Wir haben kein Zentralorgan wie die Ärzte...
Fazit:
Fortbildung JA Punktesammeln weiß ich nicht....
Fortbildung JA Punktesammeln weiß ich nicht....
Ich denke derjenige der Punktesammeln möchte kann das beim nächsten Discounter um die Ecke mit seiner Payback-Karte machen. Alles andere könnte auf lange Sicht eventuell nicht zuträglich für unseren Beruf sein. ;)
Es gab ja schon Versuche, ein Fortbildungszertifikat für HPs - mit Punktesystem - einzuführen. Ich fand das auch erstmal gut, habe dann aber gemerkt, dass es in der Praxis dazu führt, dass ich für Fortbildungen, die ich wichtig fand, keine Punkte bekam und andere nur gemacht hätte, um Punkte zu sammeln. Und das kann es ja nun nicht sein!
Hier schlägt dann sofort wieder das VerbandsUNwesen zu, sprich die einzelnen Verbände wollen IHRE Kriterien durchsetzen - und gängeln sowohl die Anbieter von Fortbildungen, wie auch die Teilnehmer.
Solange es so viele unterschiedliche Verbände gibt, wird sich daran auch nichts ändern. So muss jede/r selbst dafür sorgen, in den angewendeten Methoden im Zweifel nachweisen zu können, dass er oder sie sich darin qualifiziert hat.
Noch etwas zur Praxisreife: Bevor ein Arzt sich niederlassen kann (oder zumindest bevor es Sinn macht) hat er nicht nur ein Medizinstudium hinter sich, sondern auch eine Zeit als Assistent. Wieso sollte es bei einem HP reichen, der ein Fernstudium gemacht hat, eine Überprüfung bestanden hat - und that´s all? Das sind dann genau die, die den Patienten das Blaue vom Himmel runterlügen, weil sie nicht den blassesten Schimmer haben, was der Patient eigentlich hat und womit ihm geholfen wäre oder ihm eben ein paar nette Wellness-Massagen verpassen (was mir dann ehrlich gesagt noch als das kleinere Übel erscheint...).
Auch wenn die Schulen - aus leicht nachvollziehbaren Gründen - gerne das Gegenteil verbreiten: Der HP ist ein anspruchsvoller Beruf.
Gruss Rudolf
Was mich als Patient halt ärgert, ist die Tatsache, das wenn ich einen HP "ausprobiere", ich schon mal viel Geld für das erste Gespräch los bin. Beim Arzt "nur" die Praxisgebühr. Es müßte für die Patienten eine Möglichkeit geben schon vorher rauszufinden, was ein HP kann. Aber da die meisten nicht mal eine Homepage haben oder im Telefonbuch oder auf dem Praxisschild steht, welche Therapien sie anbieten, tappt man da ziemlich im Dunkeln. Wie das geschehen kann , weiß ich allerdings auch nicht....:confused:
Stimmt, die Ärzte melden sich zu Fortbildungen an und nehmen hinterher ihre Bescheinigung mit. Ob sie tatsächlich an der Fortbildung teilnehmen oder in der Zwischenzeit einen Stadtbummel machen wird nur oberflächlich (wenn überhaupt) geprüft. Das kann nicht das Ziel der HP sein.
Also, die meisten Patienten kommen auf Empfehlung anderer oder - bei mir - auch über die Homepage.
Ehrlich: Ich würde nie einen HP (oder Arzt) ausprobieren, von dem ich vorher nicht etwas "gehört" habe...
Ob DIR ein bestimmter Therapeut helfen kann, wirst Du aber immer erst hinterher wissen. Letztlich muss auch der beste Therapeut Dich erstmal kennenlernen, untersuchen usw. - bevor er Dir überhaupt eine Therapie vorschlagen kann. Da lässt sich im Vorfeld nicht viel sicheres sagen.
Ich bin ehrlich gesagt froh, dass die Hürden zu mir als HP höher sind, als beim Arzt. So sitzen bei mir Menschen, die sich meist gut überlegt haben, warum sie kommen. Auf "Ausprobierer" kann ich gut verzichten...
Gruss Rudolf
Empfehlung ist gut und schön. War hier neu und kannte niemanden, der Erfahrungen mit HP hatte. Da braucht man schon Anhaltspunkte und wenn es nur eine ansprechende Homepage ist. "Ausprobieren" ist weder für den Patienten noch für den HP schön.
Ja, ist dann schwierig. Aber wie willst Du es anders machen. Dass der "Dr." keine Garantie für gute Diagnostik und Therapie ist, haben inzwischen ja auch schon viele gemerkt. Eine bestimmte Ausbildung hinter sich gebracht zu haben ist eben keine Garantie dafür, dass man auch ein guter Therapeut wird. Das gilt ja nicht nur im Gebiet der Medizin, wenn ich so an manchen Handwerker denke...
Klar, eine Garantie gibt es nicht. Aber ein paar Infos helfen schon eine Vorauswahl zu treffen. Wenn ich z. B. einen klassischen Homöopathen suche möchte ich nicht erst ewig rumtelefonieren, um die herauszufinden welche HPs davon keine Ahnung haben. Da wäre in Zeiten des www schon eine Homepage hilfreich. Da kann ich mir den Kopf heissreden.....und ich weiß, das nicht alle dieser Meinung sind.
Um gottes Willen trinity ich wollte dich damit nicht angreifen,
Nee, ist schon okay, Ich hab mich nicht angegriffen, nur deinen großen Ärger, gespürt;)
Ich denke auch: Fortbildungen sind sehr wichtig. Aber, wie gesagt, "nur" anhand der eingeholten "Punkte" entscheide ich nicht über die (gute, fundierte etc.) Arbeit eines HPs/Arztes. Ich denke nicht, dass es etwas bringt nach irgendwelchen weiteren Kriterien und eingeführten Pflichten zu schreien. Es bleibt letztendlich doch alles dann immer noch nur bei dem, der dann damit arbeitet.
Auch hier im Forum sehe ich immer wieder so gute HPs, deren Qualität mich begeistert und beeindruckt, so dass für mich zweitrangig wird ob sie sich dies auch "zertifiziert genug" angeeignet haben. Es sei denn, ich möchte Näheres wissen damit ich es gleich tun kann:D
Ja, traurig ist natürlich, dass es viele gibt, die es nicht so tun wie es wünschenswert wäre. Aber was soll ich mich damit aufhalten, darüber zu schimpfen? Lieber kümmere ich mich für mich selbst darum, nicht dazu zu gehören.
Vor allem damit nämlich kann man zu einer "anderen" Mehrheit beitragen:)
LG
trinity
Lieber kümmere ich mich für mich selbst darum, nicht dazu zu gehören.
Vor allem damit nämlich kann man zu einer "anderen" Mehrheit beitragen
Da kann ich Dir nur beipflichten. Selbst ein gutes Beispiel geben, dann selektieren sich die "Pfeifen" nach und nach selbst raus (es ist kein Zufall, dass über 60% der HPs nach einiger Zeit wieder aufhören.) Qualität spricht sich immer rum - auch wenn es dauert.
LG Rudolf
Silke Uhlendahl
29.09.10, 17:12
Der thread hier ist ja schon älter....
Ich habe mich inzwischen noch mal eingehender mit dem Fortbildungszertifikat beschäftigt.
Nach wie vor denke ich, dass man die Qualität einer Fortbildung am besten checkt, indem man von anderen gutes Feed back dazu bekommt und einem Seminare empfohlen werden.
ein Fortbildungszertifikat für HPs - mit Punktesystem - einzuführen. Ich fand das auch erstmal gut, habe dann aber gemerkt, dass es in der Praxis dazu führt, dass ich für Fortbildungen, die ich wichtig fand, keine Punkte bekam und andere nur gemacht hätte, um Punkte zu sammeln. Und das kann es ja nun nicht sei
Das kann und sollte nicht sein!
Vielleicht würde mehr Aufklärung helfen, dass alle Seminaranbieter die Chance haben einen Antrag auf Anerkennung einer Fortbildungsveranstaltung zu beantragen!
Ein Garant ist das nicht - ich habe schon gute und schlechte Seminarangebote gesehen (für meinen ganz persönlichen Gusto) die Fortbildungspunkte vergeben können.
Der Dreh- und Angelpunkt ist ein anderer:
Wenn HPs selber ein Fortbildungszertifikat entwickeln und durchführen, muss sich niemand ander mit den eventuellen Regeln dafür mehr beschäftigen!
Insofern sehe ich nun nach einigen Jahren es so, dass Punkte sammeln vielleicht besser ist als erst mal gedacht....solange es f r e i w i l l i g geschieht und nicht vorgeschrieben wird!
Punkte sammel kommt mir immer vor wie die Treuepunkte im Lebensmittelmarkt, ein überbleibsel der Lebensmittelkarten.
Die Idee ist gut, aber die Praxis ist ein "bürokratisches Monster". Insbesondere die so genannte Zertifizierung ist Unfug. Das ist reine Wichtigtuerei der Verbände. Ich suche meine Fortbildungen nicht danach, aus, ob irgendein Verband da seinen Servus drunter gesetzt hat - sondern ob ich sie sinnvoll finde.
Gruss Rudolf
Vielleicht sollte man ( HP, wie auch Ärzte (hier kostet ein Antrag auf eine Punkte-Zertifizierung zw. 100-120 Euro)) sich einfach mal die Vorgehensweise der Punktevergabe der Zahnärztekammern ansehen.
Dort gibt es eine Übersicht welche Fortbildung (Art, Dauer, Inhalte) mit wievielen Punkten bewertet wird.
Ein kostenpflichtiger Antrag seitens des Veranstalters der Fobi bei der ZÄK ist nicht erforderlich, sondern es reicht lediglich eine schriftliche Information an die ZÄK über die Veranstaltung (Datum, Inhalte, Dauer, Punkte lt. Liste) und die Angabe der Punkte mit dem Verweis auf o.g. Übersicht der ZÄK auf dem Teilnahmezertifikat.
Man muss das Ganze also garnicht so kompliziert machen.
Auch wenn viele Stimmen hier gegen ein Punktesystem sind, so muss man dennoch mal überlegen, welche anderen Möglichkeiten zum Nachweis einer qualifizierten Fortbildung vorhanden sind. Und ob sich diese dann tatsächlich anhand anderer objektiver Kriterien als eine Punktevergabe mit einander vergleichen lassen.
Unbenommen sollte es dennoch Jedem selbst überlassen bleiben, welche weiteren (unbepunkteten) Fortbildungen besucht werden.
Auch wenn ich schon der Meinung bin, dass HP eine Mindestanzahl von Punkten innerhalb eines definierten Zeitraums (z.B. 3 oder 5 Jahre) erwerben sollten.
Letztlich zählt aber vor Allem die Qualität der Aus- und Fortbildungen, und somit auch die Qualität des Behandlers.
Letztlich zählt aber vor Allem die Qualität der Aus- und Fortbildungen, und somit auch die Qualität des Behandlers.
Das ist richtig. Und genau da klemmt die jetztige Punktesystem. Ich habe viele Fortbildungen besucht, die aber nicht zertifiziert sind. D.h. ich müßte zusätzlich zu den - für mich relevanten - Fortbildungen auch noch Punktefortbildungen besuchen, um die nötigen Punkte zu bekommen. Das ist mir schlicht zu blöde.
Es ist Aufgabe der Verbände - wenn sie ein solches System etablieren wollen - sich darum zu kümmern die Fortbildungsangebote zu erfassen - und nicht die der Mitglieder.
Im Übrigen bezweifle ich, dass ein solches Fortbildungszertifikat nach außen eine besondere Wirkung hat. Dazu müsste man erstmal definieren, was wünschenswerte/notwendige Fortbildungen für HPs sind. Und ich weiß nicht, ob bespielsweise ein schamanistisches Schwitzhüttenseminar oder astrologische Massage - nach außen - unsere Qualifikation erhöht.
Gruss Rudolf
Zarathustra
04.10.10, 18:42
Vielleicht sollte man ( HP, wie auch Ärzte (hier kostet ein Antrag auf eine Punkte-Zertifizierung zw. 100-120 Euro)) sich einfach mal die Vorgehensweise der Punktevergabe der Zahnärztekammern ansehen.
Dort gibt es eine Übersicht welche Fortbildung (Art, Dauer, Inhalte) mit wievielen Punkten bewertet wird.
Ein kostenpflichtiger Antrag seitens des Veranstalters der Fobi bei der ZÄK ist nicht erforderlich, sondern es reicht lediglich eine schriftliche Information an die ZÄK über die Veranstaltung (Datum, Inhalte, Dauer, Punkte lt. Liste) und die Angabe der Punkte mit dem Verweis auf o.g. Übersicht der ZÄK auf dem Teilnahmezertifikat.
Man muss das Ganze also garnicht so kompliziert machen.
Auch wenn viele Stimmen hier gegen ein Punktesystem sind, so muss man dennoch mal überlegen, welche anderen Möglichkeiten zum Nachweis einer qualifizierten Fortbildung vorhanden sind. Und ob sich diese dann tatsächlich anhand anderer objektiver Kriterien als eine Punktevergabe mit einander vergleichen lassen.
Unbenommen sollte es dennoch Jedem selbst überlassen bleiben, welche weiteren (unbepunkteten) Fortbildungen besucht werden.
Auch wenn ich schon der Meinung bin, dass HP eine Mindestanzahl von Punkten innerhalb eines definierten Zeitraums (z.B. 3 oder 5 Jahre) erwerben sollten.
Letztlich zählt aber vor Allem die Qualität der Aus- und Fortbildungen, und somit auch die Qualität des Behandlers.
So isses.
Übrigens:
Soweit ich weiß, läuft das beim Fortbildungszertifikat für Heilpraktiker genauso.
Allerdings kostet's nix. Weder für Anbieter, noch für HP.
(Vielleicht sollten Geld dafür nehmen, vielleicht wird's dann "wertvoller" für manchen...;))
Ich jedenfalls find's gut und mach' da mit.
LG
Zara
Zarathustra
04.10.10, 18:52
Das ist richtig. Und genau da klemmt die jetztige Punktesystem. Ich habe viele Fortbildungen besucht, die aber nicht zertifiziert sind. D.h. ich müßte zusätzlich zu den - für mich relevanten - Fortbildungen auch noch Punktefortbildungen besuchen, um die nötigen Punkte zu bekommen. Das ist mir schlicht zu blöde.
Es ist Aufgabe der Verbände - wenn sie ein solches System etablieren wollen - sich darum zu kümmern die Fortbildungsangebote zu erfassen - und nicht die der Mitglieder.
Im Übrigen bezweifle ich, dass ein solches Fortbildungszertifikat nach außen eine besondere Wirkung hat. Dazu müsste man erstmal definieren, was wünschenswerte/notwendige Fortbildungen für HPs sind. Und ich weiß nicht, ob bespielsweise ein schamanistisches Schwitzhüttenseminar oder astrologische Massage - nach außen - unsere Qualifikation erhöht.
Gruss Rudolf
Ich glaube nicht, dass Verbände es schaffen können, alle gewünschten Fortbildungen zu zertifizieren. Das ist eine Wunschvorstellung, die sich nicht realisieren lässt. Reine Utopie, die nur durch ein Kammersystem, das wir nicht haben, Realität werden könnte.
Wenn Du eine nicht zertifizierte Veranstaltung besuchst, frag' doch mal den Veranstalter, warum er sich darum nicht kümmert. Wenn er nicht zu faul ist oder mal wieder ein persönliches (äh, "berufspolitisches") Problem mit Zertifizierungen hat, wird er's zukünftig doch tun, oder? Meine Erfahrungen gehen in diese Richtung.
Wenn's der Veranstalter nicht für nötig hält 60 Sekunden in die Zertifizierung zu investieren, investiere ich eben nicht in seine Angebote. Ganz einfach
Ich finde, dass man sich ruhig mal für die eigenen Belange einsetzen kann, statt ständig die Verbände zu schelten. Das ist mir zu billig.
LG
Zara
Silke Uhlendahl
04.10.10, 19:06
I
Wenn's der Veranstalter nicht für nötig hält 60 Sekunden in die Zertifizierung zu investieren, investiere ich eben nicht in seine Angebote. Ganz einfach
LG
Zara
Ich habe ein klitzekleines bisschen länger benötigt als 60 Sekunden...das gebe ich zu, aber ich habe inzwischen das erste Seminar im Rahmen des Fobizertifikates anerkannt und für weitere Anträge auf Anerkennung gestellt - dort steht die Antwort diesbezüglich noch aus...
Es ist jedenfalls nicht so aufwendig die Unterlagen zusammenzustellen und vorzulegen, als dass es einen Grund geben könnte einen Antrag nicht mal zu stellen...
Nichts desto Trotz kann es natürlich auch gute Fortbildungen geben, ohne Punkte dafür mitzunehmen. Alles was im Bereich Abrechnung und Praxisführung läuft fällt sowieso nicht darunter, das dient ja nur der eigenen besseren Praxisführung und ist eine Investition für die Wirtschaftlichkeit der Praxis.
Mein Fazit:
Würden mehr Anbieter den Antrag stellen, gäb es noch mehr "bepunktete" Fobis.
Vor längerem hatte ich einen intensiven Mailverkehr mit dem Vorsitzenden des BDH zu diesem Thema. U.a. fragte ich an, ob eine von mir besuchte "Ausbildung" (PSE) - für die es sogar Punkte der Ärztekammer gab - auch für das Zertifikat zählen würde.
Dies wurde verneint, da es sich dabei um eine Ausbildung handele - und nicht um eine Fortbildung (sic!). Aha.
Als ich dann erwähnte, dass ich erst kürzlich eine Ausbildung in Sachen Spenglersan gemacht hatte und auf der Teilnahmebestätigung prangte stolz der Stempel und die Unterschrift des BDH (mit Fortbildungspunkten für das Zertifikat) brach die Mail-Diskussion leider ab.
Es sind die Ungereimtheiten, die viele davon abhalten, sich für das Zertifikat zu engagieren. Man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, dass Verbandsfunktionäre hier ihre eigenen Kriterien setzen. Und warum soll man das Spiel mitmachen? Eines der Hauptprobleme der HPs SIND die Verbände (insbesondere deren Anzahl).
Wenn wir an wichtigen politischen Entscheidungsprozessen nicht beteiligt werden, weil sich die Verbände nicht einigen können, wer sie vertritt - und die politischen Gremien keine 20 (?) HP-Vertreter am Tisch haben wollen, dann ist das ein Armutszeugnis.
Zum Zertifikat wäre mein Vorschlag, dass hier vor allem Basisfortbildungen bepunktet werden, z.B. Notfallmedizin, Untersuchungsmethoden, Differentialdiagnostik. Ich bezweifle, dass ein Zertifikat, in dem es für alles mögliche Punkte gibt, wirklich dazu beiträgt die Kompentenz der HPs in der Öffentlichkeit (und gegenüber den Kritikern) zu belegen. Die werfen uns ja gerade unsere "esoterischen" Methoden vor. Und so ein Zertifikat wird schnell zu Lachnummer, wenn die Kritiker dann darauf hinweisen, dass es Fobi-Punkte für Reinkarnationsseminare und schamanistische Geisterreisen gibt, aber viele HPs beim Stichwort "Notfall" nur an Rescue-Tropfen denken und nicht wissen, wie man lege artis eine CPR durchführt.
Gruss Rudolf
Silke Uhlendahl
04.10.10, 19:35
viele HPs beim Stichwort "Notfall" nur an Rescue-Tropfen denken und nicht wissen, wie man lege artis eine CPR durchführt.
Gruss Rudolf
Da gebe ich dir Recht soetwas darf nicht sein!
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