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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Golden Retriever Hündin - starker Fellverlust



straessk
06.07.11, 22:39
Ich brauche dringend Hilfe. Unsere Retriever Hündin verliert seit ca. 8 Wochen so unglaublich viel Fell und es ist kein Ende in Sicht.
Dieses Jahr hat sie keine Impfungen bekommen. Der "Fellverlust" hat erst langsam begonnen und nach der Anwendung von Expot (war unvermeidbar, da nach jedem Spaziergang mehr als 10 Zecken vorhanden waren) ist es noch schlimmer geworden.
Ich - wir- würden uns sehr über eine Therapieempfehlung freuen.

Sie ist 7 Jahre alt, im Haus sehr ruhig, ausgeglichen, schmusig und draußen sehr agil.
Vielen Dank
Katharina Straesser

Valeriana
06.07.11, 23:39
Hallo Katharina,

eine genaue Therapie lässt sich leider nur bei einem THP oder Tierarzt durchführen.

Erstmal würde ich aus reiner vernunft das Expot weglassen. Der Wirkstoff ist Permethrin und das ist ein Nervengift
das keine 100% Wirkung gegen Schädlinge hat. Was man aber weiß ist das Haarausfall unter anderem auftretten kann.
Die anderen Mittel sind da auch nicht besser. Ich persönlich habe in der Familie bei insgesamt 4 Hunden nur Frontline
im Gebrauch gehabt. Alle 4 Hunde haben es nur 3-5 Monate bekommen. Danach waren alle 4 nicht mehr Gesund.
Geholfen hat es gleich 0.
Für mich ein Grund, gründlich zu überprüfen was ist drinnen und was für Wirkungen hat der Stoff.
Also Expot weglassen, THP oder Tierarzt aufsuchen und Therapie beginnen.

Kleiner Tipp:
Bei dem Wort Gift, sollte man immer eine Ausleitung in Betracht ziehen.

Ich hoffe dir damit etwas geholfen zu haben.

LG
Valeriana

RedBullGirl
08.07.11, 17:50
Hallo,


also wenn das problem nicht besser wird würde ich auch mal zum TA gehen. es kann ja verschiedes sein, kann u.a eine unverträglichkeit gegen Exspot sein, können u.a. würmer sein, kann schilddrüse sein, also wie du siehst gibt es echt viele möglichkeiten bis hin zur futtermittelunverträglichkeit.

Zu exspot muss ich sagen ist die verträglichkeit eigentlich erfahrungsgemäss hoch aber es kommt hin und wieder vor das es bei einigen tieren auf den leberstoffwechsel geht.

Bei frontline ist die verträglichkeit sehr gut. nur da ist es so das es bei einigen hunde nicht richtig greift erzählen einige leute.

Erfahrungsgemäss ist das Scalibor halsband ne gute sache. ist von der verträglichkeit her super hat ne repellenten wirkung gegen zecken und sandmücken somit auch super schutz im ausland und hält 6 monate. ausserdem kanns beim baden runtergenommen werden.

ich hoffe ich konnte dir ne zeckenalternative nennen und wegen dem haarverlust würde ich echt zum TA gehen weil wenn es ein lokaler fellverlust wäre würde man ja denken es kommt von Exspot aber ein generalisierter Haarausfall ist keine normale Reaktion auf Exspot.

liebe grüße und gute besserung

MaliLucy
08.07.11, 23:46
Hallo Katharina,

ich würde das auch weiter abklären lassen, zumindest mal ein Blutbild machen lassen. Das kannst Du auch durch eine THP machen lassen.

Die Rückstände von Expot & Co kann man ausleiten mit alternativmedizinischen Mitteln. Ggf. könnte man auch durch eine Bioresonanzanalyse abklären lassen, was die Fellnase vielleicht sonst noch so plagt.

Als THPA spreche ich mich gegen Chemie aus um Zecken abzuwehren - es seie denn man fährt ins Ausland und bekommt den Hund nicht anders unter. Alternative Mittel gibt es reichlich, seie es Tic Clips, Bernsteinketten, Bierhefe + Rosmarin, Heilsteine, homöopathische Mittel... Ich habe mit Bierhefe + Rosmarin (bei Rosmarin muss man nur kucken ob das aufs Tier passt, weil es auch phytotherapeutische Wirkungen hat) gute Erfahrungen gemacht, allerdings braucht das ne Weile bis es wirkt. A und O ist bei uns allerdings auch, dass ich die Hunde im Freilauf auf den Wegen behalte und während des Spaziergangs als auch danach gründlich nach Zecken suche.

Solange der Zeckenschutz so funktioniert, nehm ich keine Chemie und empfehle das auch nicht. Alle hier genannten Mittel enthalten Nervengifte und Nervengifte gehören nicht auf Hunde. Scalibor ist mir dabei besonders unsympathisch, weil man das Zeug automatisch auch ständig wieder an die Hände bekommt. Allerdings wüde ich ein solches Halsband benutzen, wenn sich nicht umgehen ließe dass meine Hunde mit ins südliche Ausland müssten oder in die Teile Deutschlands, in denen die Phlebotomen (Sandmücken) heut auch schon ihr Unwesen treiben. Dann ist das Halsband gegenüber der Vermeidung von Mittelmeerkrankheiten für mich das geringere Übel.

Kogla
09.07.11, 09:36
Ich würde mal den Tierarzt aufsuchen. Könnte was hormonelles sein. Hatten wir bei unserer Golden-Hündin auch, die hatte eine schlimme Gebärmutterentzündung.
Also bitte mal abklären lassen.

Mit den Zeckenmitteln sehe ich das etwas anders. Wir haben einen Hund wegen Borreliose verloren, bzw. diese war mit Schuld.
Seitdem bin ich was Zecken betrifft sehr empfindlich. Bei ihr hatte man die Zecken sogar noch relativ gut gesehen, da helles Fell. Jetzt haben wir einen schwarzen Hund und die Viecher nach dem Spaziergang zu sehen wenn sie noch krabbeln ist quasi unmöglich.
Da unser Hund aber viel durch Gestrüpp, Wiesen und Unterholz rennt holt der sich schnell Zecken.
Er bekommt in der Saison regelmäßig Advantix drauf. Damit hat er keine Zecken mehr. Die meisten alternativen Methoden (Bernstein, usw.) helfen meist nur bei den kleineren Hunden und selbst dort nicht so zuverlässig.

MaliLucy
09.07.11, 11:55
Ich würde mal den Tierarzt aufsuchen. Könnte was hormonelles sein. Hatten wir bei unserer Golden-Hündin auch, die hatte eine schlimme Gebärmutterentzündung.
Also bitte mal abklären lassen.


Naja, auch zur Abklärung von hormonellen Erkrankungen oder einem Verdacht auf Pyometra braucht man keinen TA. Blut-, Urin-, Kotuntersuchungen und auch klinische Untersuchungen kann ein kompetenter THP ohne Weiteres leisten. Zumal sich ein Pyometra-Verdacht vor allem auch aus der Anamnes ergibt, hier müsste man näher nachforschen, allein Haarausfall seit 8 Wochen ist da nicht besonders hinweisend. WENN tatsächlich ein Pyometra-Verdacht besteht, ist ein Gang zum TA allerdings unumgänglich zur weiteren Abklärung und OP.

Wegen der Zeckenmittel: Da muss jeder seinen eigenen Weg finden, aber ich kenne mehr als einen großen Hund, bei dem alternative Methoden sehr erfolgreich waren. Und ich werde auch meinen Kunden später sicher nicht in erster Linie den Griff zu chemischen Giften empfehlen.

RedBullGirl
09.07.11, 18:40
also mit den zecken ist ein extra thema denke ich es sieht jeder unterschiedlich, viele schwören auch auf knoblauch komplexe usw. klar haben die hunde weniger zecken damit usw. aber sie haben trotz allem noch welche. und die eine zecke macht den unterschied. wenn du mal bei deinem eigenen hund ne borreliose oder ähnliches hast dann wirst du vielleicht auch anderst denken..... und man findet nun mal nicht immer jede zecke und den hund nicht in der wiese sondern nur auf teer oder strasse laufen zu lassen sehe ich nicht als richtigen weg... vorallem nicht für das tier das sich einfach auspowern, laufen und schnüffeln will.

Das nervengift ist für zecken und nicht für den hund ein nervengift. Ich bin auch echt pflanzlich usw. super angehaucht und steh selbst überhaupt nicht auf chemie aber bei Zecken und wurmbefall muss man oft auf chemie zurückgreifen weil sonst nicht viel hilft....

aber wie gesagt es muss jeder für sich selbst wissen und ich will da keinem was aufschwatzen jeder hat seine erfahrungen damit und jedes Tier ist individuell

liebe grüße

MaliLucy
09.07.11, 19:59
@Redbullgir

Als ich noch Chemie benutzt habe, hatte ich trotzdem noch vereinzelt Zecken, auch das ist also keine sichere Lösung. Und ich hatte damals nicht weniger Zecken als heute. Das beste war, als die Zecken erst durch die Mittel gestorben sind, als sie schon gebissen hatten, das gab dann nette Entzündungen. Und dass die in den Zeckenmitteln enthaltenen Nervengifte den Hunden nicht schaden, ist denke ich mal nicht ernst gemeint von Dir, oder?

Übrigens: Ich kenne mehrere Borreliosehunde - und ausnahmslos alle haben sich die Erkrankung zugezogen, obwohl sie chemische Mitel gegen Zecken auf den Hunden hatten.

Dass ich die Hunden auf den Wegen behalte im Freilauf heißt ja nicht, dass sie nur auf Straße und Teer laufen. Es gibt auch Feld-, Wald- und Wiesenwege, abgeernetet Felder und natürlich auch - meist frisch gemähte - Wiesen. In den Wald, in hohe Wiesen und dergleichen lasse ich meine Mädels eh nicht, selbst zu Jahreszeiten in denen es zeckenmäßig möglich wäre. Ganz sicher powern sich meine Hunde mindestens zweimal täglich richtig aus (sind Sporthunde), aber wir meiden halt besonders zeckenträchtiges Gelände. Und auch wenn Du denkst, das ist Schmarrn, ich hab kein Problem mit Zecken...

RedBullGirl
10.07.11, 00:12
@ mali lucy

wie gesagt ist ja jedem selbst überlassen aber meine hündin ist jetzt 8 und haat jetzt ca. seit 4 jahren das scalibor band. zuvor hatte sie 10 zecken und seit dem scalibor keine einzigste mehr. ich habe aus der borreliose meiner hündin einfach gelernt und habe es zuvor auch mit verschiedenem ausprobiert.und die erfahrung aus der praxis zeigt einfach das mit scalibor die hunde keine zecken haben und wenn max. eine und beim scalibor hast du ihm vergleich zum frontline etc. den "heissen füsse" effekt sprich zecke wird erstens durch reppelenten wirkung von hund abgehalten und sollte dochdie zecke auf den hund gelangen durch fell laufen und auf der haut ankommen kriegt sie heisse füsse geht sofort vom hund runter und verendet dann am boden.

also von dem her finde ich es einfach gut und meine hündin hat regelmässig blutkontrollen etc. und ich habe keinerlei anzeichen dafür das das scalibor ihr schadet , auch vom allg. befinden nicht. also wie gesagt ist ein thema für sich und das soll jeder selbst entscheiden nur bei bestimmten sachen denke ich halt das man doch chemisch drangehen soll auch wenn ihc von der naturheilkunde total begeistert biin und selbst wie gesagt versuche die meisten dinge so in den griff zu kriegen aber manchmal hilft es einfach nichts.

Also allen noch ein schönes wochenende

und um nochmal zum eigentlichen thema zurückzukommen ich hoffe deinem goldi gehts bald besser und der Fachmann an den du dich wendest kann dir bald helfen und ich hoffe es ist nichts ernstes.

Liebe grüße

straessk
10.07.11, 10:40
Danke an alle für die Gedankenansätze und hilfreichen Ratschläge.

Vor 3 Jahren hatten wir eine ähnliche Situation und da ist seitens Tierarzt alles getestet worden, trotz horrend hoher Rechnung sind wir nicht weiter gekommen. Deshalb wollte ich nicht zum Tierarzt. Denn dieser weist mich jedesmal wieder darauf hin daß wir dringend impfen müssen. Dann wird es aber noch schlimmer.

Wegen Expot, Frontline usw. mache ich mir sehr viel Gedanken. Ich weiß ja wie schädlich es ist. In der Regel kommen wir mit Kokosöl ja auch hin. Aber es gibt jedes Jahr ca. 2 x einen Zeckenhöhepunkt und dann hilft kaum etwas anderes. Außer dass ich es eklig finde überall im Haus große Zecken zu finden, in die wir auch hin und wieder reintreteten, ist es so, daß viele Zeckenbisse sich entzünden und schließlich zu großen Wunden mutieren.
Nun bekommt sie seit Freitag diesen neuseeländischen Muschelkalk, Omega 3, Derivatio, Wurmkur, informiertes WAsser. Weiter wollte ich heute Aloevera bestellen.
Sie verliert immer noch Fell aber icht mehr büschelweise. Keine Ahnung ob schon irgendetwas geholfen hat oder ob es von allein aufhört.
Vielen Dank und viele Grüße
Katharina

RedBullGirl
10.07.11, 11:21
wenn du mit deinem Ta nicht zufrieden bist würde ich ihn wechseln oder zu nem THP gehen wenn du dich da wohler fühlst. Aber abklären würde ich es trotzdem.
Wenn es irgendwas organisches ist und du nicht nachkuckst ist sowas halt einfach nciht gut. es kann theroretisch ja auch "nur" ne futtermittelallergie sein.
Du musst es selbst entscheiden aber ich kann dir wie gesagt nur raten nachkucken zu lassen.

eine impfung ist nicht sehr angebracht bei haarausfall und ich kann mir nich vorstellen wenn du bei einem guten TA bist das er wenn du mit so nem problem kommst das er impfung rät.

also viel glück und gute besserung

Kogla
10.07.11, 11:52
[QUOTE=MaliLucy;282744Dass ich die Hunden auf den Wegen behalte im Freilauf heißt ja nicht, dass sie nur auf Straße und Teer laufen. Es gibt auch Feld-, Wald- und Wiesenwege, abgeernetet Felder und natürlich auch - meist frisch gemähte - Wiesen. In den Wald, in hohe Wiesen und dergleichen lasse ich meine Mädels eh nicht, selbst zu Jahreszeiten in denen es zeckenmäßig möglich wäre. Ganz sicher powern sich meine Hunde mindestens zweimal täglich richtig aus (sind Sporthunde), aber wir meiden halt besonders zeckenträchtiges Gelände. Und auch wenn Du denkst, das ist Schmarrn, ich hab kein Problem mit Zecken...[/QUOTE]

Können manche gewiss mit ihren Hunden vereinbaren, unser Hund wird aber trainingsbedingt (Retriever) sehr viel im Unterholz gearbeitet und da gibt es nunmal haufenweise Zecken. Selbst wenn man danach noch ein paar Dummys aus einem See holen lässt, die Mistviecher gehen davon nicht ab :-(
Und da ich wie gesagt einen Hund wegen Borreliose verloren habe und nur mit Chemiekeule Ruhe vor den Biestern habe, werde ich es in meinem Leben nicht mehr wagen da was anderes auszutesten. Unser Hund damals hatte die Borreliose übrigens da bekommen, als wir mal einen Sommer kein Zeckengift aufgetragen hatten aus anderen Gründen. Letzlich hat der Hund mit der Borreliose das größere Problem gehabt als mit der Chemiekeule.
Aber das muss (wie bei so vielen Dingen) jeder selbst entscheiden und austesten.