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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Alternative Therapie



rabenstein
10.04.07, 17:38
Hier möchte ich eine lockere Reihe von alternativen Therapien anfangen, kurz erklären, wie sie durchgeführt werden und für welche Zwecke sie eingesetzt werden können.

Gibt es Einwände ???

Inge

rabenstein
10.04.07, 17:52
Eigenbluttherapie


Die Eigenbluttherapie ist eine unspezifische Reiz- und Umstimmungstherapie. Sie wird zur Aktivierung der körpereigenen Heilkräfte eingesetzt. Hierbei spritzt man eine unterschiedliche Menge Eigenblut (5 ml sind meist ausreichend, oft weniger), das man vorher aus der Vene entnommen hat, sub- oder intracutan, vorzugsweise in eine Speckfalte (falls vorhanden) am Bauch

Dieses zurückgespritzte Blut wirkt durch seinen Gehalt an Hormonen, Immunkörpern, Eiweißpartikeln, Salzen und Mineralien als Reizkörper. Das körpereigene Blut wird vom Organismus als Fremdkörper angesehen und so zum Informationsträger für das Immunsystem mit dem Effekt, dass die Abwehrsituation optimiert wird

Bei der Eigenbluttherapie kann man von einem körpereigenen „Immunstimulans" sprechen. Wirkungen der Eigenbluttherapie sind unter anderem:


Besserung des Allgemeinbefindens
Förderung der Genesung nach Krankheiten
Entzündungshemmende Wirkung
Schmerzlindernde Wirkung bei chronischen Schmerzzuständen
Besserung depressiver Zustände
Besserung des Schlafes
Regulierung des Hormonhaushaltes
Antiallergische Wirkung
Auslösung von Heilreaktionen, u. a. bei Rheuma, Allergien, Hauterkrankungen
Möglichkeit zur Reduzierung stark wirkender Arzneigaben

Zusätze von individuell angepassten naturheilkundlichen Medikamenten können den Erfolg der Behandlung noch optimieren.


Weiterführende Informationen findet ihr hier (http://www.phoenix-laboratorium.de/xthema02.htm#a03)

rabenstein
12.04.07, 18:40
Unter ausleitenden Verfahren versteht man Methoden zur Entgiftung und Entschlackung der Körpersäfte. Die ausleitenden Verfahren werden auch mit dem Begriff "Humoraltherapie" zusammengefasst. (lateinisch "humores" = Säfte).
Mit den Ausleitungsverfahren bahandelt man die Erkrankung zunächst nicht direkt an den Körperteilen und Organen, an welchen sie sich zeigen, vielmehr will man eine allgemeine Umstimmung erzielen und damit Stoffwechselvorgänge verstärken und die Entgiftung des Körpers aktivieren.

Diese Humoralpathologie geht zurück bis zu Hippokrates (460 - 377 vor Christus) als einem der ersten bedeutenden Vertreter. Seine Therapie basierte auf der Lehre von den vier Körpersäften (gelbe und schwarze Galle, Blut und Schleim). Bei Krankheit waren die den Säften zugeordneten 'Temperamente' gestört. Unter Berücksichtigung des damals schon lange bekannten Zusammenhanges zwischen Innerer Erkrankung und Körperoberfläche (Haut) kam er zu der Überzeugung, daß man einen erkrankten Körper reinigen und damit heilen könne, wenn man durch äußeren Eingriff schädliche Stoffe über die Haut nach 'draußen' ableiten könne. Alle Therapiemethoden, die dieses Ziel verfolgen, faßt man daher unter dem Begriff 'ausleitende Verfahren' zusammen.

Bis zum Mittelalter gab es viele humoraltherapeutische Ärzte, die uns ihr Wissen in zahlreichen Schriften übermittelt haben. Der bedeutendste von ihnen, Paracelsus von Hohenheim, gilt als der Begründer der modernen Humoraltherapie, weil spätere Humoralärzte sich nach seinen Erfahrungen richteten (humoral = die Flüssigkeiten betreffend). Die heute angewandten externen (technischen) Methoden gehen auf den Arzt Bernhard Aschner (1883 - 1960) zurück.

Die ausleitenden Verfahren:

Das Brechverfahren
scheint heute keine therapeutische Anwendung mehr zu finden. Das ist schade wenn man bedenkt, dass kranke Kinder oft mit Erbrechen und Durchfall reagieren. Der Körper entledigt sich auf diese Weise dessen, was ihn belastet. Zeigt uns so nicht die Natur den richtigen Weg? Ist das nicht ein Hinweis auf die eminente Bedeutung ausleitender Verfahren bei der Krankheitsbewältigung? Aber anstatt zu unterstützen stillen wir das Erbrechen und stoppen den Durchfall.

Das Purgieren
ist eine andere Bezeichnung für Abführen bzw. Ableiten über den Darm. Dabei werden Medikamente (z.B. spezielle Tees oder Salze) verabreicht, die die Tätigkeit des gesamten Verdauungstraktes anregen und eine schmerzlose Darmentleerung erzeugen. Das wirkt sich blutverdünnend, blutreinigend aus und umstimmend auf den ganzen Körper.


Ableitung über die Nieren
(auch diuretisches Heilverfahren) regt man mittels diuretisch wirkender Heilpflanzen die Nierenfunktion und damit die Urinproduktion an um wasserlösliche Stoffe aus dem Körper zu schwemmen. Das bewirkt z.B. bei Gicht, ödemen, offenen Beinen, Rheuma und Arthritis eine Umstimmung des Körpers und holt ihn aus seiner Reaktionsstarre.

Die Anregung der Hautatmung und Schweißabsonderung
(auch diaphoretisches Verfahren genannt) erfolgt zum einen über geeignete Heilpflanzen und zum anderen über Schwitzpackungen, Dampfbäder u.ä.

Der Aderlass
wurde leider in der Vergangenheit missbraucht und übertrieben. Dadurch ist er in Misskredit geraten. Dabei ist er ein großartiges Werkzeug in der Hand des Kundigen. Hufeland bezeichnete ihn sogar als das Kardinalmittel der Heilkunst. Denn der einfache Aderlass hilft gerade dort, wo man heute meint, schwere und schwerste Medikamente einsetzen zu müssen. Er ist eine der wirksamsten Waffen gegen Herz-Kreislauf-Krankheiten. Angina-pectoris-Beschwerden werden gelindert, die Gefahr von Herzinfarkt und Schlaganfällen wird gebannt, und das durch richtig angewandte Blutentziehung. Man entnimmt mit dem Blut auch feste Bestandteile. Der Körper aber hält das Volumen konstant indem er die fehlende Flüssigkeit ausgleicht. Das Blut wird dünnflüssiger und fließt besser.

Das Schröpfen
ist über 5000 Jahre alt. Eine spezielle Glocke (Schröpfkopf genannt) wird dabei auf die Haut gesetzt. In ihrem Inneren wird ein Unterdruck erzeugt und es kommt an dieser Stelle zu einem Bluterguss. Die Abwehrmechanismen des Körpers werden dadurch angeregt, eine Heilung setzt ein. Man setzt die Schröpfköpfe auf bestimmte Organreflexzonen und kann damit Stauungszustände und Organfunktionen nachhaltig beeinflussen.


Blutegeltherapie
Der Biß von Blutegeln beseitigt Stauungen rasch und überzeugend, das gleichzeitig abgesonderte Speichelsekret des Egels, das Hirudin, wirkt gerinnungs-und entzündungshemmend. Früher wateten die Menschen mit hochgekrempelten Hosenbeinen durch Tümpel um sich von den heilsamen kleinen Saugern beißen zu lassen.

Durch
Auflegen eines Cantharidenpflasters
wird auf der Haut eine mit Lymphe gefüllte Blase erzeugt (deshalb auch „weißer Aderlass“ genannt). Man erreicht damit eine lokale Entgiftung über die Lymphe z.B. bei Neuralgien, Rheuma, Arthritis sowie auch tiefergreifende Entgiftungen z.B. bei Bronchialasthma und Rippenfellentzündung.

Beim
Baunscheidtismus
erzeugt man einen künstlichen Hautausschlag. An der betroffenen Stelle wird die Durchblutung angeregt und der leichte Eingriff in das Lymphsystem bewirkt eine Entgiftung nach außen. Solch Hautreiz führt zu einer Verbesserung des Allgemeinbefindens, weshalb man diese Therapie auch „Lebenswecker“ nennt.

Quelle:
den Text habe ich mit kleinen Änderungen aus einem Artikel von Angela Käßner, Heilpraktikerin in Berlin
Sie hat das alleinige Copyright

rabenstein
11.05.07, 18:38
Sie ist eine der ältesten europäischen Meridiantherapien mit Wurzeln in der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) und der klassischen Akupunkturlehre. Sie wurde in den 50er und 60er Jahren in Deutschland von dem Masseur Willy Penzel entwickelt.
Seit 1971 wird die APM nach Penzel am einzigen deutschen Lehrinstitut für AKUPUNKT-MASSAGE nach Penzel in Heyen bei Bodenwerder im Weserbergland sowie in österreich und der Schweiz unterrichtet.

Die Traditionelle Chinesische Medizin ist immer auf die Wiederherstellung der Ordnung aller lebendigen Prozesse und Funktionsabläufe gerichtet.

Die Akupunkt-Massage nach Penzel arbeitet ebenso als Regulationstherapie, d. h. primär entlang der Meridiane, besonders denen, die einen Energiemangel aufweisen. Daneben ist in einer Behandlungsserie eine spezielle Narbenpflege und die ernergetische Wirbelsäulenbehandlung ein weiterer Bestandteil. Sie unterscheidet sich von der Akupunktur, die nach Rezepten nur die Reizpunkte nadelt, findet aber bei überwiegend gleicher Indikation Anwendung.

Krankheit ist eine Energieflußstörung!
Damit die Energie auch zirkulieren kann, benötigt sie ein Bahnensystem, die Meridiane (Längenlinien). Hier unterscheidet man YIN- und YANG-Meridiane. Die YIN-Meridiane beginnen am Fuß, ziehen über die Innenseite des Beines zur Brust, über die Vorderseite der Schulter, durch die Ellenbeuge zur Handinnenseite. An den Fingerkuppen übergeben die YIN-Meridiane ihre Energie an die YANG-Meridiane, die von den Fingerspitzen über den Ellenbogen, die Schulter von hinten zum Kopf, über den Rücken, die Beine von hinten auf der Außenseite bis zu den Zehen ziehen. Hier schließt sich der Kreislauf. Wir sprechen deshalb auch von einem Energiekreislauf.
Die gesamte Energiemenge, die dem Organismus zur Verfügung steht, ist eine relative Konstante, die sich beim Gesunden im Fließgleichgewicht befindet. Jede Störung in diesem fließenden System hat zur Folge, daß sich sowohl der YIN- als auch der YANG-Aspekt verändern muß. Wenn einerseits eine Energiefülle entsteht, muß zur gleichen Zeit an anderer Stelle ein Energiemangel auftreten.

Energetische Befundung
In der AKUPUNKT-MASSAGE nach Penzel kommen tonisierende Reize im energieleeren Bereich zur Anwendung, d. h. vor jeder Behandlung muß der energetische Tagesbefund erhoben werden, unabhängig von der ärztlich gestellten Diagnose.

Behandlungsaufbau
Im Zuge der Grundregulation werden alle Meridiane, die einen Energiemangel aufweisen, vom Anfangs- bis zum Endpunkt, sanft tonisiert. Wir sprechen hierbei von der Spannungs-Ausgleich-Massage ventral oder dorsal.
Der Körper wird durch den einseitigen Reiz im YIN- bzw. im YANG-Versorgungs-gebiet zu einer Energieverlagerung gezwungen.
Somit spricht man bei einer Behandlung den gesamten Organismus an und zwingt ihn so zu einer (Gegen)regulation seines gestörten Energiehaushaltes - die Energiefülle wird abgebaut, der Energiemangel ausgeglichen. Diese Regulation bedingt natürlich auch Reaktionen, die wir als Ebbe-Flut-Effekt beschreiben.
Mit der AKUPUNKT-MASSAGE nach Penzel wird somit bei jeder Behandlung nicht nur ein Krankheitssymptom therapiert, sondern der gesamte Organismus mit seiner Vielzahl an Störungen beeinflußt. Sie ist deshalb eine energetisch-ganzheitliche Behandlungsmethode.

Die Akupunkt-Massage findet Anwendung bei funktionelle Störungen des

Bewegungsapparates
Vegetativums
Verdauungssystems
Atmungssytems
Urogenitalsystems
Stoffwechsels
Hormonsystems
Kreislaufsystems


bei Schmerzzuständen


Kopfschmerzen
Migräne
Rückenschmerzen
Ischialgien
Gelenkschmerzen
Trigeminusneuralgien
Chronischen Schmerzen
Rheumatischen Schmerzen


Quelle: Auszug der Anwendungsliste des WHO für Akupuntkur