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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : so hat es ja kommen müssen...



Petra Ochs
30.06.10, 19:03
Hallo,

da ich mir völlig unsicher bin, möchte ich mich nun an euch wenden und hätte gerne eure Meinung zu dem Fall gewusst. Dazu muss ich jetzt aber länger ausholen...

Ich selbst befasse mich nun schon seit Jahren mit der klassischen Homöopathie und hab auch eine Ausbildung bei einer Homöopathin gemacht. Da ich jedoch mit den Schlafstörungen meines Jüngsten homöopathisch keine langandauernden Erfolge verbuchen konnte, sah ich ein, dass ich für ne erfolgreiche Therapie als Mutter zu nah dran war. Aus diesem Grund entschloss ich mich, zu einem erfahrenen Therapeuten zu gehen und das habe ich letzte Woche auch gemacht.

Tja, und genau so hab ich es kommen sehen. Wenn man sich selbst gut auskennt, ist man (leider oder zum Glück?) keine gute Patientin und hinterfragt so manches. Aber jetzt verzettel ich mich, also zurück zum Thema:

Der Homöopath meinte, die Schlafstörungen wären ein Impfschaden und verschrieb mir morgen Thuja LM6 und abends Opium LM6. Thuja wohl wegen dem Impfthema und Opium für das schlechte Schlafen, das ständige Erwachen wäre angeblich absolut ähnlich dem Opiummittel. Neugierig wie ich war gekommen, hab ich in den Materia medicas nachgelesen, und festgestellt, dass das Mittel auf die Gesamtheit/Konstitution NULL passt. Dass es mal weniger-passende Mittel gibt, weiß ich ja, aber das Mittel hatte echt null Ähnlichkeit. Aber gut, der erfahrene Homöopath wird das wohl besser einschätzen können als ich, dachte ich.

Tja, und jetzt kommt der Punkt, an dem ich nicht weiter weiß. Nach ca. 4 Tagen Einnahme bekam mein Jüngster aus heiterem Himmel eine obstruktive Bronchitis mit heftigen Atmungsproblemen, wir sind nur knapp ums Krankenhaus rum gekommen.

Mein Bauchgefühl sagt mir, dass es sich um das/die falschen Mittel handelt und es dadurch evtl. zu einer Unterdrückung nach innen gekommen ist. Mein Sohn hatte als Baby sehr heftig Neurodermitis und somit eh ne Neigung zur Atopie. Bisher hab ich immer 10x nachgelesen/recherchiert, wenn ich ihm homöopathisch was gegeben hab, weil ich halt die Sorge um Unterdrückung nach innen hatte. Vielleicht bin ich deshalb so sensibel was das Thema angeht... :cool:

Da ich aber nicht in die Behandlung "reinpfuschen" wollte, hab ich heute den Homöopathen angerufen und ihn gefragt, wie ich seiner Meinung nach weiter vorgehen solle. Ob wir ihm nun in seinem schlechten Zustand ein neues Mittel geben, die Mittelgabe aussetzen oder einfach wie bisher weitermachen sollen. Er meinte sofort wie aus der Pistole geschossen: natürlich ganz normal weitergeben.
Ich bin mir da aber weniger sicher :confused: und hab kein gutes Gefühl dabei...

Wie seht ihr das?? Ich weiß, Ferndiagnosen sind natürlich nicht möglich, möchte ich auch gar nicht. Auch nicht den Homöopathen schlecht machen, bitte nicht falsch verstehen. Mich würde einfach nur eure Meinung dazu interessieren, da ich gerade gar nichts mehr weiß...

Vielen Dank schon mal im Voraus und Respekt, wenn ihr bis hierhin durchgehalten habt ;) War ja jetzt ein ganzer Roman...

LG von einer unsicheren Petra

kügelchen
30.06.10, 19:12
Hi Petra,
ich denke, du solltest sehr sorgfältig überlegen, zu wem du gehst, damit du dem Therapeuten dann auch vertrauen kannst.

Das

die Schlafstörungen wären ein Impfschaden und verschrieb mir morgen Thuja LM6 und abends Opium LM6
würde mich persönlich nicht überzeugen. Spontan sieht es für mich aus, als würde eher auf eine Hypothese hin verschrieben als auf die individuellen Symptome. Aber ohne den ganzen Fall zu kennen, bleibt auch das nur Spekulation.

LG
Riek

Petra Ochs
30.06.10, 19:31
Danke Riek für Deine Antwort! Du hast mit Deinen Worten genau das ausgedrückt, was ich mir auch schon gedacht hab...

ups, ich seh gerade, ich hab das ja im falschen Unterforum reingestellt. Ein Tier hab ich ja nicht als Sohn, auch wenn er manchmal bellt wie ein Hund.. Kann man die Beiträge irgendwie verschieben?

Ortrud
30.06.10, 20:26
Liebe Petra, ich kenne mich auch nicht so gut mit der klass. Homöopathie aus, habe aber eine Freundin, die gerade mitten in der Ausbildung bei Ravi Roy ist und sich seit vielen jahren damit beschäftigt. Also von ihr weiß ich, daß man dann sofort die Mittel absetzt und zunächst die Bronchitis behandelt.

Mein Enkel hat auch s´chwere Neurodermitis, ich habe auch gelesen und gelesen, da ich mir zu 100 % sicher war, daß er ein Calc.carbonicum-Kind ist, aber der Homöopath gab Lycopodium, ich fand auch keine Übereinstimmung, aber es ging letztendlich um die Miasmen und was ich nie gedacht hätte, die Neurodermitis wurde davon immer besser bis sie fast ganz verschwunden war.

Also ich wäre mit deinem Homöopathen so auch nicht zufrieden. Außerdem ist nicht immr Thuja wegen der Impfung sinnvoll. Wenn es wirklich ein Impfschaden ist, dann arbeiten die klass. Homöopathen ja eher mit den potenzierten Impfstoffen.

Ich wünsche Euch gute Besserung.

kügelchen
30.06.10, 21:04
Wenn es wirklich ein Impfschaden ist, dann arbeiten die klass. Homöopathen ja eher mit den potenzierten Impfstoffen.


Naja... sagen wir: *manche*. Und ob die dann noch "klassisch" arbeiten...?

laxshmi
30.06.10, 21:06
Ich selbst befasse mich nun schon seit Jahren mit der klassischen Homöopathie und hab auch eine Ausbildung bei einer Homöopathin gemacht.

genau aus diesem grund bitte ich darum mir das mittel nicht zu sagen:)

der weitere verlauf zeigt ja auch dass das kontraproduktiv war.

vielleicht könnte man auch in betracht ziehen, dass der therapeut ein guter ist, aber die ambivalente haltung der mutter, beim kind eins zu eins ankommt.

ansonsten gibt es meines wissen "die homöopathie" nicht. jeder therapeut verfolgt seine richtung, der eine nur hochpotenzen alle jubelhjahre mal, der nächst dosiert niedriger, der übernächste macht es aus dem bauch heraus und wieder ein anderer hält sich strengstens an die symptome.

der jeweilige erfolg gibt allen recht:)

vielleicht ist es dieses mal zu spät, aber das nächste mal, einfach dem therapeut vertrauen. es gibt gute homöopathen in großer zahl und vielleicht sind sie sogar so gut wie du:). sollte wirklich im verlauf der behandlung einiges ungereimtes zustande kommen, kann man immer noch wechseln.

Petra Ochs
30.06.10, 22:47
Laxshmi,
ich hatte mir auch schon überlegt gehabt, mir das Mittel nicht sagen zu lassen, aber bei LM-Potenzen ist dies nicht möglich, denn 1. muss man diese Art der Homöopathie selbst besorgen (keine Globuli) und 2. diese jeden Tag geben, das eine Mittel morgens das andere abends.
Der Gefahr bin ich mir durchaus bewusst, dass man unwillkürlich wertet und sich das Gefühl dann auf das Kind überträgt - ABER da ich das weiß bin ich bewusst offen an die Sache ran gegangen und hab mir gedacht, der Homöopath mag seine Gründe dafür gehabt haben, wieso er genau dieses Mittel verschreibt. Wie Du schon oben geschrieben hast, es gibt verschiedene Wege zu einem Mittel zu kommen und oftmals ist es aus dem Bauch heraus oder ein bestimmtes Merkmal, das dem Behandler als DAS BESONDERE aufgefallen ist. Insofern war ich nicht kontra dem Mittel eingestellt sondern vielmehr interessiert und in der Hoffnung, dass es nun den durchschlagenden Erfolg bringt, den ich schon lange verzweifelt suche.
Deswegen zieh ich mir den Schuh nicht an, dass es kontraproduktiv gewesen ist WEIL ich eine ambivalente Haltung gehabt haben sollte.

Und weil ich dem Homöopathen vertrauen wollte (ich tue es nicht, das hab ich während meines Postings eingesehen) bin ich mir ja jetzt so unsicher wegen des weiteren Vorgehen. Aber nicht, weil ich mit Opium oder Thuja an für sich hadere, sondern weil es in meinen Augen einfach nicht richtig sein kann, wenn der Patient nach Mittelgabe eine schwerwiegende obstruktive Bronchitis entwickelt - und man genau dieses Mittel dann weiter gibt.
Als akzeptable Mittelwirkung (ob Erstverschlimmerung oder Reinigung) sehe ich einen NORMALE Erkältung ohne Komplikationen (!), oder auch Verschlimmerungen der dagewesenen Symptome an. Aber etwas Neues, nicht dagewesenes und destruktives kann ich nicht in einen gesunden homöopathischen Heilverlauf stecken. Da ist in meinen Augen entweder das Mittel, die Potenz oder die Häufigkeit der Mittelgabe falsch.
Und da der Homöopath in keinster Weise versucht hat, das grundlegend Andere am Telefon zu hinterfragen sondern einfach auf eine weitere Mitteleinnahme gedrängt hat, das war im Endeffekt dann auch der Vertrauensverlust meinerseits. Ich habe das anders gelernt und halte andere Sichtweisen für wichtig. Damit heißt das aber keineswegs, dass der Homöopath schlecht sein muss (ist er sicherlich auch nicht), sondern vielmehr, dass die Chemie und die Therapieart zwischen uns nicht so harmoniert, dass ein blindes Vertrauen aufgebaut werden kann. Ich weiß, dass ich keine einfache Patientin bin, aber nicht, weil ich mich für besser als andere halte!

laxshmi
01.07.10, 00:14
hallo petra

bitte mein posting nicht falsch verstehen.

das waren allgemeine hinweise, ich wollte nur denkanstöße geben und keinesfalls behaupten, dass es in deinem falle zwingend so war.

gerade diese szene mit der


Neugierig wie ich war gekommen, hab ich in den Materia medicas nachgelesen, und festgestellt, dass das Mittel auf die Gesamtheit/Konstitution NULL passt. Dass es mal weniger-passende Mittel gibt, weiß ich ja, aber das Mittel hatte echt null Ähnlichkeit.

kenn ich zu gut:) und da ist es dann meistens auch schon passiert.

dieses ja der wird schon wissen was er tut hat dann meistens nicht mehr die "psychologische" kraft, wie das gefühl einer mutter, in anbetracht der tatsache, dass ihr kind falsch eingeschätzt wurde.

mir ist das selbst oft genug passiert, wenn mir ein homöopath ein mittel gegeben hat mit mehr oder weniger schattenseiten. da hab ich mich keinesfalls drin wiedergefunden:), meistens hats dann doch gepasst.

ansonsten wenn du dem therapeuten nicht vertraust, dann einfach sofort wechseln. da gibts eigentlich niks mehr zu überlegen.

Petra Ochs
01.07.10, 09:38
Guten Morgen,

irgendwie find ich es schade Laxshmi, dass Du so weit wegwohnst, zu Dir würd ich gern mal in Behandlung kommen. Bitte nicht falsch verstehen, aber Du hast auf mich ne Wirkung, die umwerfend ist. Durch Deine geraderaus offene, "knallharte", ehrliche Art kitzelst Du in mir sowohl den Kampfgeist, die Energiereserven und noch so manch anderes heraus und sorgst mal so "nebenbei" auch dafür, dass in mir auf einmal alles klar und geradlinig ist und ich genau weiß, was ich will. (nicht nur in diesem Thread). Auch wenn ich mich zugegebenermaßen zuerst einmal etwas angegriffen, oder besser gesagt herausgefordert fühlte.

Es gibt sehr sehr wenige Menschen, die so auf mich wirken. Daher bin ich mir sicher, dass in Dir auch in Natura eine tolle Therapeutin mit riesigem Potential steckt. Vorausgesetzt natürlich, die Patienten kommen mit einer direkten Art zurecht;)

Liebe Grüße, Petra

laxshmi
01.07.10, 10:07
Hallo Petra,

ich versteh nichts falsch und wenn dann hätte ich auch nehmerqualitäten,



irgendwie find ich es schade Laxshmi, dass Du so weit wegwohnst, zu Dir würd ich gern mal in Behandlung kommen

komm nur die entfernung ist kein problem, ich hab bundesweit klienten:)


Vorausgesetzt natürlich, die Patienten kommen mit einer direkten Art zurecht

mit klienten bin ich etwas "sanfter", als in einer privaten diskussion, aber ich gebe zu im laufe der jahre sind schon einige geflohen:), einige sind aber nach einer zeit der erholung auch wieder gekommen.

gute besserung für deinen sohn.

liebe grüße von carolin