Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Zertifizierung/Qualifizierung für klassische Homöopathen
Hallo klassische Homöopathen,
ich stehe gerade vor der Entscheidung, ob ich meine Ausbildung zur klass. Homöopathin bis zur SHZ-Zertifizierung weiterhin besuche oder ob ich mich in Richtung BKHD orientiere oder ob ich mal hier mal da ein Seminar besuche, ohne eine Zertifizierung oder Qualifizierung anzustreben.
Was habt Ihr gemacht? Ist eine Zertfizierung bei der SHZ oder eine Qualifizierung beim BKHD besser?
Könnt ihr mir ein paar Tipps geben?
Danke und Viele Grüße
Birgit
Hallo Birgit,
ich habe beide Zertifizierungen, und ich kann dir versichern, dass sie mir bisher nicht einen Patienten mehr gebracht haben.
Hallöle!
Ich hatte auch geplant, mich beim BKHD zertifizieren zu lassen, habe es aber erstmal wieder auf Eis gelegt. Viele Kollegen, die bereits zertifiziert sind, haben dadurch keine Vorteile, aber enorme Kosten (z.B. Supervision´, Fortbildungen etc.)
Finanziell ist das gerade auch nicht drin
Gruß
Melle
Die ganzen "anerkannten" Zertikate sind vor allem Geldmacherei der Verbände bzw. Anbieter. Kaum jemand fragt ernsthaft danach. Und bei dem unüberschaubaren Angebot an Therapien blickt auch kaum jemand durch, was da nun von wem und mit welcher Beweiskraft zertifziert wird. Ich habe im Laufe von 20 Jahren einen ganzen Ordner voller "Zertifikate" gesammelt - und noch nie hat mich einer danach gefragt. Ich bewahre sie nur auf, damit ich im Falle eines Rechtsstreites belegen kann, dass ich die Methode X gelernt habe...
Gruss Rudolf
Da magst du wohl Recht haben....ALlerdings kreist seit langem das Gerücht, die Privatversicherungen würden künftig (wann auch immer) Homöopathische Heilpraktikerleistungen nur noch dann zahlen, wenn diese HP`s im Rahmen von SHZ oder BKHD zertifiziert sind. Ob es tatsächlich nur ein Gerücht ist und wer es letzlich aus welchen Gründen in die Welt gesetzt hat, vermag ich nicht zu beurteilen. Es hat auf jeden Fall seinen Zweck erfüllt....
Außerdem "wachsen immer mehr HP`s aus dem Boden" trotz schwieriger gewordenen Bedingungen (Bauamt-auflagen etc) und so haben wahrscheinlich viele den WUnsch, sich ein wenig "abzugrenzen" von der "breiten Masse". Das gibt so manchem eine vermeintliche Sicherheit.
Ich hatte wie gesagt auch drüber nachgedacht, kann es mir aber schlicht und einfach finanziell überhaupt nicht leisten.
Liebe Grüße
Melle
Da magst du wohl Recht haben....ALlerdings kreist seit langem das Gerücht, die Privatversicherungen würden künftig (wann auch immer) Homöopathische Heilpraktikerleistungen nur noch dann zahlen, wenn diese HP`s im Rahmen von SHZ oder BKHD zertifiziert sind. Ob es tatsächlich nur ein Gerücht ist und wer es letzlich aus welchen Gründen in die Welt gesetzt hat, vermag ich nicht zu beurteilen. Es hat auf jeden Fall seinen Zweck erfüllt....
Das Gerücht kenne ich auch, ich vermute, es stammt aus dem Dunstkreis der Zertifizierungsstellen.
Eine solche Regelung ist nur dann handhabbar, wenn sie klar in den Versicherungsbedingungen geregelt ist. Aber da die Versicherung sowieso a) im Zweifelsfall gar nicht zahlen und b) gerade im Fall der Homöopathie nur einen lächerlichen Anteil, würde ich mir darüber keine grauen Haare wachsen lassen.
Die meisten Patienten, di zum Homöopathen gehen, gehen hin, weil sie zum Homöopathen wollen. Die wenigsten gehen allein deswegen hin, weil sie es bezahlt bekommen.
Und davon abgesehen ist die Homöopathie im Vergleich zu anderen Therapien verhältnismäßig günstig.
Solche Gerüchte gibt es immer wieder. Wer die aus welchem Grund in die Welt setzt???
Die Flut an Zertifikaten erreicht eigentlich genau das Gegenteil. Sie macht intransparent bzw. entwertet die Zertifikate. Wenn jeder solche Dinger an der Wand hängen hat, dann schaut keiner mehr drauf. Im Internet kann man sich bei einigen Anbieter toll aussehende Zertikate mit Phantasienamen wie "Energiecoach" oder "BachBlüten-Berater" kaufen...
Gruss Rudolf
Außerdem gibt es ja auch nicht DIE Homöopathie schlechthin....
Wenn ich als HP Anwaerterin bereits Seminare - Fernschule zur Klassischen Homöopathie besuche und auch bestehe, darf ich sie dann bereits nach bestandener HP Prüfung durch das Gesundheitsamt anwenden???? Oder benoetigt man die SHZ oder BKHD Zertifizierungen??
Klar darfst Du das. Die Zertifikate haben keinen rechtlich bindenden Charakter. Einfach nur buntes Papier...
(Homöopathie als geregelte Zusatzausbildung gibt es nur für Ärzte, die den Zusatz "Homöopathie" führen wollen. Die müssen eine bestimmtes Curiculum ableisten)
Gruss Rudolf
Wenn ich als HP Anwaerterin bereits Seminare - Fernschule zur Klassischen Homöopathie besuche und auch bestehe, darf ich sie dann bereits nach bestandener HP Prüfung durch das Gesundheitsamt anwenden???? Oder benoetigt man die SHZ oder BKHD Zertifizierungen??
Ich persönlich finde nicht unbedingt, das es bei Anwendung der klassischen Homöopathie um ein "darf ich oder darf ich nicht" geht, wenn das Wissen durch Seminare und Fernschule und /o.ä erlangt wurde.
Viel wichtiger ist doch deine Sorgfaltspflicht und der gesunde menschenverstand....Die Verantwortung, die wir für unsere Patienten tragen. Sprich: fühlst du dich denn nach ein paar Seminaren tatsächlich im Stande, klass. homöopathisch mit deinen Patienten zu arbeiten?!
Häufig sind es ja gerade die chronisch kranken Menschen, die ihr Leiden mit Hilfe der klass. Hom. zu beenden versuchen. Gerade da braucht es dann einen wirklich sicheren Umgang mit der Homöopathie.....und Erfahrung, die wir natürlich auch noch machen müssen....
Auch nach drei Jahren Ausbildung in klass. Hom, diversen Seminaren und Fachfortbildungen ist es manchmal wirklich seeeehr seeehr schwierig...
Eine Zertifizierung brauchst du aber natürlich nicht, um damit arbeiten zu können. Eine Fachausbildung ist aber wirklich ratsam!!!
So long
LG
Melle
Powered by vBulletin® Version 4.1.10 Copyright ©2012 Adduco Digital e.K. und vBulletin Solutions, Inc. Alle Rechte vorbehalten.