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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Angst und Blutgerinnung



gila
26.02.07, 14:19
Angst laesst das Blut gerinnen

Studie: Panikgefühle verändern Menge an Gerinnungsfaktoren im Blut


Ausgeprägte Angstzustände können die Neigung zur Blutgerinnung erhöhen und damit die Gefahr von Thrombosen steigern. Das fanden Roland Känel von der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich und seine Kollegen bei einer Studie mit knapp 700 Probanden heraus. Die psychische Belastung veränderte dabei die Menge bestimmter Gerinnungsfaktoren im Blut. Ihre Ergebnisse veröffentlichen die Forscher im Fachmagazin Psychotherapy and Psychosomatics

Die Wissenschaftler untersuchten in zwei deutschen Firmen 691 Mitarbeiter mit einem Durchschnittsalter von 40 Jahren. 83 Prozent der Probanden waren Männer. Auf einer Vier-Punkte-Skala sollten sie angeben, wie oft sie in der vorangegangenen Woche starke Angstgefühle oder Panikattacken hatten. Anschließend untersuchten die Forscher bei den Versuchspersonen den Gehalt verschiedener Gerinnungsfaktoren im Blut.

Bei Personen, die von häufigen bis sehr häufigen Panikgefühlen berichteten, war der Gehalt an Spaltprodukten des Proteins Fibrin erhöht und der Gehalt an Fibrinogen, dem Vorläufer des Fibrin, erniedrigt. Aus Fibrinogen entsteht während der Blutgerinnung Fibrin, das lange, sich vernetzende Ketten bildet und zur Verdickung des Blutes führt. Die Ergebnisse lassen auf einen erhöhten Fibrinumsatz bei Gefühlen von Panik schließen. Weitere Studien müssen nun zeigen, ob diese Vorstufe der Blutgerinnung zu einem erhöhten Herzinfarktrisiko bei panikartiger Angst führt.

Gila

Lisa
26.02.07, 15:54
Das ist ja interessant. Gila, du übernimmst doch jetzt sicherlich die Kleinigkeit und erklärst mal, was da pathopsysiologisch abgeht, gelle ;) :D

gila
26.02.07, 16:25
Das ist ja interessant. Gila, du übernimmst doch jetzt sicherlich die Kleinigkeit und erklärst mal, was da pathopsysiologisch abgeht, gelle ;)

Ach Lisa, ich dachte Du liebst solche Kleinigkeiten?? :confused:
Ich will mich nicht vordraengeln und ueberlasse Dir das gerne. :p

Gila ( reibmirdiefingernaegelblank):005:

gila
26.02.07, 16:45
Spass beiseite. Ich denke, dass Angst aehnliche Reaktionen wie Stress ausloest, denn es ist ja eine Stresssituation . Nicht umsonst gibt es das Sprichwort: " Die Angst, liess mir das Blut in den Adern gefrieren."

Ich denke, dass es was mit der staendigen Ausschuettung der Stresshormone zu tun hat.

Gila

rabenstein
26.02.07, 17:13
Sehr interessant
Aber wie das pathophysiologisch abläuft? Spontan habe ich da keine Idee
Sicher die Stresshormone (schnell nachlesen, was machen die alles :confused: ), ein ingesamt überforderter Organismus, der vor lauter Kompensationsmechanismen nicht mehr weiter weiß?

Grüßle

Inge

gila
26.02.07, 17:18
Sehr interessant
Aber wie das pathophysiologisch abläuft? Spontan habe ich da keine Idee
Sicher die Stresshormone (schnell nachlesen, was machen die alles :confused: ), ein ingesamt überforderter Organismus, der vor lauter Kompensationsmechanismen nicht mehr weiter weiß?

Grüßle

Inge

Ich habe auch nicht die geringste Ahnung Inge.
Ist nicht das Adrenalin an der Blutgerinnung beteiligt? Dann wuerde sich das vielleicht so erklaeren, denn unter Stress schuettet man das ja " Kannenweise " aus?

Gila

Lisa
26.02.07, 17:39
Irgendwo hab ich doch auch grad gelesen, dass bei Stress die Thrombos zunehmen. War das nicht sogar in Arpanas Skript? Ich muss noch mal buddeln :D

sus
06.03.07, 08:20
an den vermehrten Thrombos kann das wohl nicht liegen, die bräuchten doch viel zu lange und Panik ist doch ein akutes Geschehen.

gila
06.03.07, 08:23
an den vermehrten Thrombos kann das wohl nicht liegen, die bräuchten doch viel zu lange und Panik ist doch ein akutes Geschehen.

Ich bleibe bei dem Gedanken, dass es am Adrenalin liegen muss.

Gila :)

Lisa
06.03.07, 08:27
an den vermehrten Thrombos kann das wohl nicht liegen, die bräuchten doch viel zu lange und Panik ist doch ein akutes Geschehen.

Sus, ich verstehe es auch eher so, dass die Studie sich auf einen quasi Dauerzustand bezieht, wie z.B. bei Menschen, die ständig unter Panikattacken leiden oder sich in einem Dauer-Stress-Zustand befinden.

Bei kurzfristiger Angst oder kurzfristigem Stress, dem dann schnell ein Normalzustand eintritt, kann ich es mir auch nicht vorstellen.

sus
06.03.07, 20:47
Sus, ich verstehe es auch eher so, dass die Studie sich auf einen quasi Dauerzustand bezieht, wie z.B. bei Menschen, die ständig unter Panikattacken leiden oder sich in einem Dauer-Stress-Zustand befinden.

Bei kurzfristiger Angst oder kurzfristigem Stress, dem dann schnell ein Normalzustand eintritt, kann ich es mir auch nicht vorstellen.

sicher? das stand doch, dass die angeben mussten, wie oft in der letzten Woche , und dann kam die Blutkontrolle ? Es wurde doch - quasi - der Umsatz von Fibrinogen zu Abbauprodukten von Fibrin betrachtet. Das -- so würde ich denken -- ist ein eher kurzfristiges Geschehen.

Bei einem Dauerzustand könnte es doch eher sein, dass die Thrombos erhöht sind ( Stressreaktion )

Lisa
07.03.07, 07:34
Für mich sieht´s eher so aus, als hätten sie Patienten mit häufig auftretenden Panikattacken untersucht. Aber mag sein, dass ich das falsch verstanden hab.

Lisa
08.03.07, 15:54
Ich hab im Netz eine Doktorarbeit über dieses Thema gefunden. Für die, die es interessiert:

http://geb.uni-giessen.de/geb/volltexte/2005/2151/pdf/JoeckelAnnette-2005-01-11.pdf

Sehr lang (188 Seiten) aber auch sehr interessant.