Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Homöopathie gefährlich
Seite ich meine Hp-Aubsildung endlich habe beschäftige ich mich wie viele andere auch mit der Homöopathie.
Heute habe ich in einem Script folgendes gelesen:
"Die Homöopathie ist keineswegs so gefahrlos, wie oft behauptet wird:
Gerade bei älteren und unheilbaren Patienten, bei denen die Lebenskraft erschöpft ist, können
Hochpotenzen tödlich wirken. Man gibt diesen Individuen damit einen sehr starken Reiz, den sie
gezwungen sind zu beantworten. Wenn die Lebenskraft dazu nicht in der Lage ist, kommt es zu einer
Verschlimmerung und schließlich zum Zusammenbruch."
Das hat mich einigermaßen schockiert.
Mir war schon bewusst, dass man nicht mit Hochpotenzen herumspielt aber solche Auswirkungen ??
Das hat dann für mich auch nichts mehr mit sanfter Heilmethode zu tun :-(
Was meinen denn die erfahrenen Homöopathen zu dem Auszug aus dem Script ??
Hallo,
das ist schon richtig, aber nicht ganz so dramatisch, wie du es vielleicht verstanden hast.
Das Wirkprinzip der Homöopathie beruht darauf, dass der Reiz, den ein Arzneimittel setzt, von der Lebenskraft beantwortet wird. Wenn nun die Lebenskraft vollkommen erschöpft ist, kann sie nur noch auf sehr schwache Reize reagieren. Hoch potenzierte Mittel können eine zu starke Reaktion verursachen, und diese Reaktion kann die Lebenskraft überfordern.
Das heißt aber jetzt nicht, dass du jemandem ein Mittel gibst und der fällt dann tot um. Wir reden hier von Menschen mit extrem geschwächter Lebenskraft. Das kann zum Beispiel ein 94jähriger Patient mit dieversen Alterskrankheiten sein, der aufs Sterben wartet. Oder ein Krebspatient mit multiplen Metastasen. Der Organismus und damit die Lebenskraft dieser Menschen ist bereits so geschwächt, dass ein zu starker Reiz zu einer akuten Verschlimmerung und unter Umständen auch zum Tod führen kann. Deshalb sollte man hier nur mit tieferen Potenzen arbeiten.
Übrigens werden homöopathische Mittel mitunter bei solchen Patienten auch zur sanften Sterbehilfe eingesetzt. Es gibt auch Fälle, wo präfinale Patienten, die schon einige Zeit bewusstlos waren, nach der Mittelgabe noch einmal erwacht sind, um sich zu verabschieden, und dann friedlich eingeschlafen sind.
LG Helmut
Ich traue mich nicht so recht zu antworten, weil die erfahrenen Kollegen angesprochen worden sind.
Ich vermute aber, diese würden sagen, dass dann, wenn die Lebenskraft erschöpft ist, die Grenzen der Homöopathie erreicht sind und die Homöopathie nichts mehr machen kann (wahrscheinlich auch andere Methoden nicht). Das ist mitunter keine Frage des Alters. Z.B. ist meine Mutter (68 Jahre alt) krebskrank und bekommt ihr Mittel z. Zt. in der Potenz XM, und es geht ihr gut dabei. Die Behandlerin hat mit der Potenz M angefangen.
Außerdem würden die erfahrenen Kollegen vielleicht sagen, dass Hochpotenzen sowieso nicht in die Hände von Selbstbehandlern gehören. Abgesehen von der Frage der Lebenskraft kann man generell sagen, dass die Potenz umso höher sein darf, je sicherer man sich bei der Mittelverschreibung ist. Jemand, der Krankheit a mit Mittel b behandelt, sollte sicherlich nicht so hohe Potenzen auswählen.
Aber vielleicht äußern sich ja noch ein paar erfahrene Kollegen. ;)
Abgesehen von der Frage der Lebenskraft kann man generell sagen, dass die Potenz umso höher sein darf, je sicherer man sich bei der Mittelverschreibung ist.
Liebe Andrea, das kann man leider nicht so generell sagen. In dem beschriebenen Fall z. B. sind Hochpotenzen nicht geeignet, auch wenn sie nicht passen. Und man kann "krebskrank" nicht unbedingt mit "erschöpfter Lebenskraft" gleichsetzen, das sind schon komplexere Hintergründe, die da eine Rolle spielen.
Wenn deine Mutter Hochpotenzen gut verträgt, dann ist das ein Zeichen für eine vorhandene Reaktionsfähigkeit. Und das ist immerhin ein gutes Zeichen.
LG Helmut
Upps, jetzt habe ich auf den Danke-Knopf statt auf den Antwortknopf gedrückt. Macht nichts, ein Dankeschön freut dich sicherlich auch. :)
Unsere Posts haben sich zeitlich überschnitten, meine Antwort war nicht auf dein Post, sondern auf Linchens.
Inwiefern habe ich etwas anderes gesagt als du? Ich meinte, genau das gleiche gesagt zu haben. Und was meinst du mit beschriebenem Fall? Den meiner Mutter? Ich habe doch nicht gesagt, dass bei ihr die Lebenskraft erschöpft war. Also, ihre Lebenskraft schien trotz Metastasen gut. Ich habe das doch gar nicht gleichgesetzt. :confused:
Hallo Andrea,
mit beschriebenem Fall meinte ich den Fall der erschöpften Lebenskraft. Ich bezog mich ja allein auf deine Aussage, dass man generell bei einem gut passenden Mittel hohe Potenzen nehmen kann, denn das sehe ich überhaupt nicht so.
Abgesehen davon stimme ich dir ja zu.
LG Helmut
Hallo Andrea,
mit beschriebenem Fall meinte ich den Fall der erschöpften Lebenskraft. Ich bezog mich ja allein auf deine Aussage, dass man generell bei einem gut passenden Mittel hohe Potenzen nehmen kann, denn das sehe ich überhaupt nicht so.
Abgesehen davon stimme ich dir ja zu.
LG Helmut
Nein, das meinte ich nicht und habe ich auch nicht geschrieben. Ich hatte ja vorher geschrieben, dass der Aspekt der Lebenskraft zu berücksichtigen ist.
Das mit den hohen Potenzen bezog sich auf die Sache mit dem Alter, da Linchen geschrieben hatte 'bei älteren Patienten'. Mir ging es darum, dass 'älterer Patient' nicht gleichzeitig heißt, dass der Patient eine verringerte Lebenskraft hat.
Danke erstmal für eure Antworten ;)
Dann würde das aber auch Patienten mit schwerer Autoimmunerkrankung betreffen oder ?
Also diese sollten dann auch nicht unbedingt mit hochpotenzierten Mitteln behandelt werden ??
Und wie sieht es dann mit den Q/LM Potenzen aus ?
Deren Wirkung wird als sanft beschrieben aber werden die nicht auch zu den Hochpotenzen gezählt ??
Hi Linchen,
in der Homöopathie gibt es nur individuelle Entscheidungen, auch was die Potenz, die Einnahmeart und die Einnahmehäufigkeit angeht. Schwere Pathologien gehören natürlich immer in die Hände eines erfahrenen Therapeuten. LM-Potenzen sind Hochpotenzen, werden aber verdünnt eingenommen, oft über mehrere Wassergläser, und im Gegensatz zu anderen Hochpotenzen regelmäßig. Daher ist ihre Wirkung besonders gut dosierbar.
Was dich an der Aussage im Skript so erschreckt, verstehe ich allerdings nicht so ganz. Recht bedacht, steckt diese Kraft doch in beinahe jeder Heilmethode!
LG
Riek
Gut gesprochen, Kügelchen! Eine Kraft, die Großes vollbringen kann, kann dies nicht nur in eine Richtung. Sie so zu kontrollieren, dass man damit richtig umzugehen weiß, ist die wahre Kunst.
Wenn du ein Elektrogerät an die Steckdose anschließt, wird dir kaum etwas passieren, und dein Gerät läuft. Wehe aber, wenn du mit einem Nagel in die Steckdose gehst. Ähnlich ist es auch mit der Homöopathie.
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