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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Welche Schule und habe ich auch Zukunft?



Second Life
07.01.10, 22:05
Hallo an alle,

ich habe mich heute hier angemeldet und möchte euch mit Fragen löchern die für mich Elementar und auch entscheident sein können/sind.

Natürlich schreibe ich hier, da ich mit dem Gedanken ernsthaft Spiele eine "Ausbildung" zum HPP zu machen.

Die Gründe warum,weswegen u.s.w sind jetzt auch egal und dürften bei vielen wohl gleich sein wie bei mir.

Was mich jetzt bewegt ist als erstes der richtige Weg zur Ausbildung.
Ich finde es schon jetzt extrem schwer den richtigen Anbieter zu finden bzw.habe Angst den falschen Anbieter auszuwählen....

Wie qualifiziert sind diese Anbieter wirklich und wie Praxisnah?

Das heißt mit wem habt ihr gute Erfahrungen hinsichtlich Qualität gemacht und fühltet euch gut aufgehoben?

Denn das ist meine große Sorge; das man eventuell nur Halbwissen oder Müll lernt, mit dem man nichts Anfangen kann bei der Prüfung, und später geht es ja um Menschen und nicht um eine Schale Reis die man Therapieren will....

Ob Fernstudium oder Vorort ist nicht so wichtig da ich genügend Zeit habe.

Ich übrigens komme aus dem Ruhrgebiet Ecke Dortmund Bochum.

Wer Erfahrungen aus dieser Ecke hat bzw. Ruhrgebiet,Sauerland darf auch gerne Schreiben;)

Desweiteren habe ich auch schon hier gelesen das viele(die Mehrheit?)den HPP nebenberuflich ausführen?Ihr könnt mich gerne korrigieren wenn das nicht stimmt!

Nur würde ich gerne später nach 3-5Jahren davon leben können, denn warum soll ich 2-4tsd Euro dafür ausgeben und später nichts davon haben?

Dafür wäre es mir doch zu Aufwendig. Auch wenn sehr viel Idealismus bei mir mitspielt.Aber nur von Luft und Liebe kann ich auch nicht leben.Leider:rolleyes:

Das heißt; gibt es außer der eigenen Praxis auch möglichkeiten tätig zuwerden im Angestelltenverhältniss oder ähnliches???Oder ist die eigene Praxis in der heutigen Zeit noch ein realistisches Ziel.....??

Die eigene Praxis wäre für mich natürlich schon das Ziel, nur wenn dieses nicht klappt sollten noch andere möglichkeiten vorhanden sein.

Freue mich auf eure Antworten

LG Christian

kapinnow
08.01.10, 06:50
Hallo Christian,

zu Ausbildungen in Deiner Region kann ich Dir leder wenig sagen. Wegen der Umsatz und Verdientsmöglichkeit und der Fragen nach Haupt- oder Nebenerwerb habe ich allerdings vor einiger Zeit mal eine Umsatzstatistik gefunden und gepostet (klick mal hier) (http://www.heilpraktiker-foren.de/forum/showpost.php?p=138438&postcount=45). Interessant dürfte auch die Suche nach dem Stichwort "Lebensunterhalt" sein. Dazu gab es schon sehr interessante Diskussionen (allgemein für HP und HPP sowie THP).

Mein persönliches Fazit ist: Ja, wenn Du Deinen Traum leben möchtest, kann es funktionieren. Und tatsächlich leben eben viele diesen nebenberuflich aus und sind damit gut unterwegs (mich eingeschlossen). Wir kennen auch einige erfolgreiche HPP, die in Vollzeit sehr gut verdienen, und das ist der Beweis dafür, dass es möglich ist.

Dabei scheinen Kontakte, ob über Praxisgemeinschaften, Kontakte zu Ärzten oder Krankenhäusern, anderen Institutionen oder Gemeinschaften, enorm wichtig zu sein. Einfach nur eine Anzeige in die Zeitung zu setzen, so nach dem Motto "Hurrah, endlich dürfen Sie bei mir auf die Warteliste." wird wohl kaum funktionieren. Andererseits scheint es vielerorts eine ganz deutliche Unterversorgung hinsichtlich Psychotherapie zu geben. Das sollte zuversichtlich stimmen, wenngleich die aktuelle Situation inkl. der Folgen - bei immer knapper kalkulierenden Krankenkassen - auch in der approbierten Kollegenschaft kontrovers diskutiert wird (gugg dazu mal hier (http://www.dgvt.de/aktuell.html?&tx_ttnews%5Byear%5D=2009&tx_ttnews%5Bmonth%5D=01&tx_ttnews%5Bday%5D=28&tx_ttnews%5Btt_news%5D=1946&tx_ttnews%5BbackPid%5D=17&cHash=fc6f94a409)).

Liebe Grüße
Kai

kunterbunt
08.01.10, 11:43
Hier noch ein Link aus dem Jahrbuch 2001. Es unterscheidet allerdings nicht zw. HPP und HP. In Summe aber sehr spannend finde ich

http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Content/Publikationen/Querschnittsveroeffentlichungen/WirtschaftStatistik/FinanzenSteuern/FreieBerufeDeutschland,property=file.pdf

Lg, Kunterbunt

RWH
08.01.10, 13:25
Ob Du eine Chance hast oder nicht hängt von vielen Faktoren ab, von denen nur ein Teil fachlich ist:

1. Welchen Hintergrund hast Du?

Die "Ausbildung" zum HP dient allein dem bestehen der Prüfung. Damit "kannst" Du aber noch nichts. Du musst Dir also danach oder ggf. parallel wirklich sinnvolle Methoden aneignen, die den Klienten auch wirklich was bringen. Sonst wirst Du nie ein Bein auf den Boden bringen...

2. Was für ein Typ bist Du?

Heute musst Du als HP(P) rege sein. Wenn Du nicht auf Leute (Ärzte, Apotheken usw.) zugehen kannst - und auch "Körbe" sammeln kannst, ohne gleich frustiert zu sein - dann lass es lieber. Zum normalen HP gehen die Leute eher als zum HPP, weil allein der Schritt zum "Psycho" für viele schon ein Hindernis ist (je nachdem wo Du dann arbeiten willst). Und dann noch selbst zahlen...

Du musst also ein Netzwerk schaffen, von Kontakten, die z.B. zu Dir schicken, WEIL Du GUT bist!

3. Welche Erwartungen hast Du?

HP(P)s, dsa zeigen Statistiken verdienen im Schnitt nicht wirklich gut. Der durchschnittliche Arzt hat ein Einkommen von rund 100.000 EUR und der durchschnittliche HP von rund 20.000 EUR. Einkommen heißt hier VOR Steuern und VOR allen privaten Kosten, wie private Krankenversicherung, private Altersvorsorge, Miete, Auto, Telefon usw. D.h., auch wenn Deine Praxis läuft, musst Du mit ca. 1.800 EUR im Monat leben können (und Vorsicht: es gibt dann keine Arbeitgeberanteile für KV und RV mehr. Da bist Du schnell - je nach Alter - allein bei der PKV bei 300 - 500 EUR im Monat)

Das heißt, Du musst sehr wirtschaftlich denken und arbeiten: keine unnötigen Anschaffungen, keine unnötigen Kosten, keine unnötigen Ausbildungen usw.

Lies Dir hier mal die diversen Freds zum Thema "Praxisgründung", Berufschancen, Einkommen durch. Du wirst merken, dass die HPs mit längerer Beruferfahrung sehr viel realistischer sind, als die "frisch verliebten"...

Gruss Rudolf

apolin
08.01.10, 14:48
Ja, diese 20 000 p.a. (von denen wohl gemerkt, wie Rudolf schon schrieb, noch sämtliche Steuern, Versicherungen etc. weggehen!)...

Das ist auch genau die Zahl, die ich von meinem Steuerberater, der einige HPs betreut, gehört habe. Und man muss bedenken: Das ist ja kein festes Einkommen! Zu HPPs hatte er keine Erfahrungen, aber es scheint in der Tat so zu sein, dass die Leute eher zum HP als zum HPP gehen.....

Also, ne halbwegs sichere Existenz ist so eine Praxis wohl eher nicht.

L G apolin

RWH
08.01.10, 15:41
Was ist heute schon eine halbwegs sichere Existenz? Ich denke, die Zeiten, wo man einen Beruf erlernt, damit gross wird und ihn dann bis zum Ruhestand betreibt sind für die meisten Menschen vorbei. Das gilt auch für uns HPs. Niemand weiß, welche Einflüsse und Veränderungen die Zukunft bringt.

kapinnow
08.01.10, 18:56
Hallo apolin,

es wundert mich nicht, wenn der Steuerberater da weniger Erfahrung hat, denn HPPs gibt es auch deutlich weniger. Wenn man allein mal die Prüfungszahlen nimm, könnte man schätzen, dass höchsten 20% der Heilpraktiker HPPs sind.

Zu HPPs hatte er keine Erfahrungen, aber es scheint in der Tat so zu sein, dass die Leute eher zum HP als zum HPP gehen.....

Also, ne halbwegs sichere Existenz ist so eine Praxis wohl eher nicht.


Wie ist denn Deine bisherige Erfahrung. Du stehst doch auch gerade "in den Startlöchern".

Liebe Grüße
Kai