Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Zwei Ausbildungen zugleich?
Hallo ihr Lieben,
ich würde mich sehr freuen wenn jemand mir bzgl einer Entscheidung
einen Rat geben könnte.
Also, seit vielen Jahren empfinde ich eine sehr große Leidenschaft für die Homöopathie. Ich bin absolut überzeugt von ihr
und liebe es schon so lange, die Mittelbilder zu studieren.
Darum habe ich mich jetzt zu einer Ausbildung in der klassischen Homöopathie angemeldet und beginne im April nächsten Jahres.
Nun stelle ich fest das, wenns ein kleines bescheidenes Standbein werden soll,
ich um die Heilpraktiker Ausbildung nicht drumherum komme.
Hm, auch wenn meine Leidenschaft eher auf psychischer Ebene angesiedelt ist, ist das Spektrum und die Berufchancen wohl besser mit dem grossen HP.
Leider liegen meine Fähigkeiten eher weniger im anatomischen
daher habe ich leichte Ängste, weil ich ohne Vorkenntnisse bin
und ich beim lernen nicht weiß ob ich die Durchhaltekraft aufbringe, weil ich evtl dort nicht diese große Leidenschaft zum lernen aufbringe.
Mag mir jemand bestätigen das das Studium trotzdem Freude bereitet?
Es lerntechnisch möglich ist? Auch mit zwei Schulen und zwei Kids?
Es schaffen zu können weils der Grundstock ist?
Aus dem Bauch heraus interessiert mich der Hp für Psychologie viel mehr,
auch weil meine Freude an der Prozess orientierten Homöopathie groß ist,
besonders nach Rajan Sankaran.
Aber reicht es aus, homöopathisch arbeiten zu wollen mit dem kleinen HP?
Wird es angenommen, Homoöpathie nur fürs psychische?
Das ist es, wo mein Herz für jubelt aber ob es schlau ist??
Lieben Dank und ich freue mich auf eure Meinung/ Erfahrung.
Gruß Martina
Bettina Schmidt
16.12.09, 08:46
Liebe Martina,
als Heilpraktikerin für Psychotherapie wirst du nicht mit der Homöopathie arbeiten dürfen. Das ist nur mit dem "großen" HP möglich. Du musst aber keine Angst vor der Ausbildung haben. Wenn du mit Leidenschaft dein Ziel erreichen möchtest, wirst du es auch schaffen.
Mit dem "großen" HP darfst du dann auch psychotherapeutisch tätig sein - allerdings ist der Anteil "Psyche" in der HP-Ausbildung recht gering - du müsstest dich in dieser Beziehung noch weiter bilden.
Liebe Grüße
Bettina
Hallo,
ich kann Dir nur empfehlen, den "großen" HP zu machen. Du kannst nie wirklich voraussehen, was Dir in der Praxis dann begegnet. Gerade, wenn Du nicht (gesprächs)psychotherapeutisch, sondern homöopathisch arbeiten willst, wirst Du sonst schnell zur Grenzgängerin ("Frau Martina, können Sie mir nicht ein Mittel gegen meine Halsschmerzen aufschreiben - wo ich doch schon mal da bin..." VERBOTEN!)
Außerdem kann man Psyche und Körper nicht wirklich trennen - und das mit der Zusammenarbeit mit anderen Therapeuten ist auch immer so eine Sache, da jeder dazu neigt, SEIN Gebiet als das wichtigere anzusehen ("Es kann ja sein, dass die Kollegin Martina ihre Beschwerden vor allem im psychischen Bereich sieht, aber ich sage Ihnen, es ist Ihr gestörter KI-Fluss...")
Gruss Rudolf
Hallo Martina,
mir ging es ebenso wie dir!!
Ich hab erst die ausbildung in Homöopathie begonnen, mit dem ursprunglichen ziel es nur für meine Familie zu verwenden. Dann dachte ich mir aber, warum nicht mehr Menschen die Homöopathie ermöglichen und begann auch die Vorbereitung zum HP. Ebenfalls ohne jegliche Vorbildung. Und weisst Du was? Diese Thematik hat mich genauso gefesselt wie die Homöopathie!!!!
Also, ran!!:)
Liebe Grüße
Sybille
Maerchenhexe
16.12.09, 09:23
Ich bin auch der Meinung, dass Du "am Markt" bessre Chancen mit dem HP statt dem HPP hast.
Ich hatte ursprünglich nur vor im Bereich "Psychotherapie" zu arbeiten (damals gab es den HPP noch nicht). Den HP habe ich nur angefangen, um den "Schein" zu haben, also legal arbeiten zu können. Dann habe ich festgestellt, dass die Naturheilkunde ein faszinierendes Thema ist - und auch, dass man oft etwas "psychologisiert", das sich dann als eher körperliches Phänomen herausstellt. Heute bin ich froh, den HP gemacht zu haben, denn ich kann vielen Patienten so viel besser helfen (das ist jedenfalls MEIN Eindruck). Außerdem kann es nie schaden, wenn man sich besser mit den Menschen und seinem Innenleben auskennt. Auch die naturwissenschaflichen Grundlagen (Zellbiologie usw.) sind sehr interessant.
Hallo ihr Lieben,
Erstmal möchte ich mich ganz herzlich bedanken für euer feedback :-)
Das macht die Sache sehr viel klarer und zeigt mir, wie meine Gedanken doch
in die richtige Richtung gingen.
Und ich bin mir schon bewußt das Körper und Seele nicht zu trennen sind.
Mir wurd halt etwas mulmig bei so vielen neuen Fremdwörtern.
Aber Ok, eure Worte machen Mut und lassen mich die Freude spüren.
Eine kurze Frage hätte noch, ich hoffe das ist in Ordnung.
Ist es sinnvoll eins nach dem anderen zu machen?
Oder beides zugleich beginnen? Bin zur Zeit nur auch 400 Euro Basis tätig.
Im April beginne ich die Homöophatie und von den Heilpraktiker Schulen in meiner
Nähe weiß ich von einer Hp Ausbildung in Vollzeit über 2 Jahre.
Wobei ich auch liebäugele mit einer Fernausbildung bei Isolde Richter ( Empfehlung von Rosina Sonnenschmidt, welche ich sehr schätze),
da könnte ich einen Zeitraum von 3 Jahren wählen.
Vielen vielen Dank für eure Mühen, das hilft mir sehr viel durch den Start-Dschungel ;-)
Liebe Grüße Martina
Hallo Martina,
schön das die Antworten dir schon Licht ins Dunkle gebracht haben;)
Deine Frage nach Vollzeit- oder Fernschule kann man so pauschal nicht beantworten, aber wichtig ist auf jeden Fall, was für ein Lerntyp du bist und vor allem wie gut du dich alleine in den Hintern treten kannst...
Fernschule bedeutet eine sehr hohe Eigenleistung und man muß sich immer wieder selbst motivieren, auch bei Themen die einem so gar nicht liegen.
Vollzeitschule bedeutet auch, das man auftauchende Fragen schneller beantwortet bekommt, man bekommt Dinge erklärt usw. Man hat feste Unterrichtszeiten, bearbeitet die Themen im Frontalunterricht und bearbeitet alles zu hause nach...
Wie gesagt, es kommt darauf an, ob du gut alleine lernen kannst, oder ob du den Frontalunterricht brauchst.
Ich hoffe dir auch ein wenig weitergeholfen zu haben.
Viel Spaß bei deiner Entscheidungsfindung
LG
Sonja
Bettina Schmidt
16.12.09, 17:15
Liebe Martina,
so wie es sich anhört, bist du sehr begeistert von der Homöopathie. Wahrscheinlich möchtest du den Rat, den ich dir gebe, nicht unbedingt hören;)
Ich würde dir empfehlen, erst mal mit der Heilpraktikerausbildung zu beginnen und erst später mit der Homöopathie zu starten. Es kommen viele Schüler/innen zu uns, die fest vorhaben die Homöopathie zu erlernen. Meist aus dem Grund, dass die Homöopathie bei ihnen, ihrem Kind, Mann oder auch sonst jemandem sehr geholfen hat. Manche von ihnen haben im Laufe der Ausbildung aber dann eine andere Therapie kennengelernt, die ihnen noch besser gefallen/gelegen hat. Wenn du nun schon mit der Homöopathie beginnst, legst du dich schon früh fest, ohne zu wissen, was es sonst noch so gibt.
Liebe Grüße
Bettina
Hallo Martina,
alles wichtige haben ja schon die immer hilfsbereiten Foren-Teilnehmer gesagt.
Eines wollte ich aber doch noch dazu beitragen:
Es ist nicht in allen Bundesländern dem HPP verboten, auch mit Homöopathie, Bachblüten und Phytotherapeutika zu behandeln. Ich hatte mich da mal erkundigt, in einigen Bundesländern darfst Du diese Therapiemethoden anwenden, insofern sie sich auf psychische Leiden beziehen. Ist aber ja immer sehr grenzwertig.
Ich war damals ganz enttäuscht, weil es in NRW nicht erlaubt ist. Ich werde hier im Forum noch einmal suchen, in welchen BL das erlaubt ist, es gab hier schon Threads dazu. Ich weiss es leider nicht mehr auswendig.
Ansonsten viel Spaß und Erfolg bei Deinen Ausbildungen.
Grüße Sabine
Hallo,
ich bin auch berufsfremd - und da halte ich Fernunterricht erstmal für suboptimal. Ich hatte das auch zunächst im Kopf (weil ja so schön praktisch mit Familie und Job) - vergiss es! Du verschiebst das Lernen wg. dem Elternabend der Großen, dem Husten der Kleinen, machst noch ne Maschine Wäsche,......und ruckzuck ist die Woche um.
Wenn aber Schule ist - dann ist Schule! Da gehst Du hin!
Außerdem: ich hab manche Sachen bestimmt 10x gelesen - und nix verstanden! Einmal vom Dozenten erklärt - ach sooooooooo!!!! Bücher ersetzen das Gesrpäch eben nicht immer...
Und um mich meinen Vorrednern anzuschließen: mach erst den HP (und zwar den großen) und dann die Homöopathie Ausbildung. Andersrum ist es, als hättest Du zwar nen Ferrari in der Garage, aber den Führerschein noch nicht bestanden!
Und außerdem wirst Du total überrascht sein, was es noch für interessante naturheilkundliche Methoden gibt - und wer weiß, hinterher möchtest Du etwas ganz anderes machen? Das ging sehr vielen in unserer Klasse so....halt Dir diese Möglichkeit noch ein bißchen offen und schau, was sich ergibt!
Toi, toi, toi für den Start - dieses Suaheli aus medizinischem Vokabular erschließt sich schneller, als Du denkst!
Übrigens: ich hab ein Kind, geh 80% arbeiten, mach bei der DLRG mein Ehrenamt und krieg es trotzdem hin! Fehle allerdings auf den meisten Partys und bin abends die erste im Bett (das muss fairerweise gesagt werden!). Es gibt Freunde, die das nicht über mehrere Jahre mitmachen und verstehen (wollen) - aber so ist das nunmal.
Liebe Grüße
Petra
Hallo,
Mag noch mal Danke sagen für die wertvollen Hinweise :-)
Meinen Startschuss für die klass. Homöopathie habe ich fest zum April.
naürlich ist der grosse HP auch eine finanziell schwierige Frage, obwohl auf den Homepage der Schule (n) was von Förderung von der Arbeitsagentur steht.
hm....werde es mal auf mich zukommen lassen und dann schauen ob finanz. und lerntechnisch beides geht....
Vielen Dank
Silke Uhlendahl
30.01.10, 08:57
Liebe Martina,
ich habe als ich anfing den HP zu machen auch ganz fest aus der Überzeugung gehandelt klassische Homöopathin zu werden und habe auch 3 Jahre lang eine dementsprechende Ausbildung zusammen mit der Vorbereitung auf den HP gemacht.
Heute arbeite ich so, wie ich damals dachte, das geht ja gar nicht...mit einem relativ breiten Spektrum....auch ich habe während meiner
3 Jährigen Ausbildung noch viele andere tolle Therapieverfahren erlernt und mich auch danach noch fortgebildet und merke, dass etwas noch vertiefen und dazulernen nie aufhören wird....
Um die Erlaubniserteilung , sprich HP Überprüfung, kommst du tatsächlich "nicht herum", wenn du die Homöopathie außerhalb deiner eigenen Hausapotheke anwenden möchtest.
Und das wirst du ganz sicher irgendwann wollen :)
Zum Thema Fördermöglichkeiten durch die ARGE gibt es hier im Forum ja schon einige threads...es ist leider schwieriger, als oft suggeriert wird und an diverse Auflagen geknüpft.
Vielleicht wäre für dich auch ein begleitetes Selbststudium geeignet, aber natürlich immer nur vorausgesetzt, du kannst wirklich gut alleine lernen, sonst macht nur eine Volzeitschule Sinn und selbst da kommt man ums Lernen nicht herum....man hat nur wesentlich mehr Programatik und bekommt viele Dinge leichter "eingetrichtert"
Ich wünsche dir alles Gute und den Richtigen Weg
Hallo,
ohne (großen) HP geht es nicht. Kürzlich gab es wieder ein Urteil gegen eine HPP, weil sie Bachblüten verordnet hat. Das wird von Bundesland zu Bundesland sehr unterschiedlich gehandhabt - und sogar von Gericht zu Gericht. Mit dem großen HP hast Du ALLE Möglichkeiten - und soo viel mehr Aufwand ist das dann auch nicht mehr.
Ich wollte ursprünglich nur Psychotherapie anbieten und habe den HP nur als Legalisierungsmöglichkeit gesehen. Die Naturheilkunde hat mich erstmal kaum interessiert. Zum Glück gab es damals den HPP noch nicht, sonst hätte ich den wohl gemacht. Aber, während der Ausbildung und der Beschäftigung mit der Materie habe ich dann gemerkt, dass mir die körperlichen Therapien eigentlich viel mehr liegen, als die psychotherapeutischen. Heute mache ich zu 70% somatische und zu 30% psychosomatische Therapien - und klassische Psychotherapie nur in Form von Hypnose und NLP. Damit komme ich prima hin. Und in meiner Landpraxis ist das die ideale Kombination, denn die meisten kommen wegen körperlicher Symptome und würde einen Psychotherapeuten erst gar nicht freiwillig aufsuchen.
Im Laufe der Zeit sammelt man immer mehr Werkzeuge in seinen Werkzeugkasten. Es gibt für jeden Menschen die optimale Therapie und mein Standpunkt ist, dass es besser ist, die passende Therapie auszuwählen, als den jeweiligen Menschen an meine Therapie anzupassen.
Gruss Rudolf
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