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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Praktikum - Rechte und Pflichten?



sonic
28.10.09, 21:06
Ich mache gerade ein Praktikum bei einer TA-Praxis meines Vertrauens um ein wenig Praxis für mich und meine Ausbildung zur THP zu sammeln. :) Nu mach ich das ja auch schon ein paar Wochen und bin etwas hin und her gerissen mit dem Status Praktikant. :rolleyes:

Die Erwartungen meiner TÄ sind sehr hoch, genauso wie meine. Aber auf der anderen Seite bin ich ja nur "Praktikantin". Inwieweit sollte und darf ich mich integrieren und inwieweit muss ich Grenzen beachten? Es geht nicht um das Thema, was dürfte ich als THP bzw. was nicht. Einfach nur um den Stand als Praktikantin in einer TA-Praxis.

Habe ich die gleichen Rechte und Pflichten arbeitstechnisch gesehen, wie eine Angestellte (Auszubildene)? Bin ich "runter gestuft", muss weniger Vertrauen erwarten, darf weniger tun und werde weniger angelernt, weil ich Praktikantin bin?

Ich werde sobald meine TÄ aus dem Urlaub wieder da ist natürlich noch mal ein klärendes Gespräch führen, aber vielleicht habt ihr ja auch ein paar Erfahrungswerte für mich?

So wie ich meine TÄ einschätze, sollte ich wie eine Auszubildene agieren, aber ich werde in gewisserweise ... ausgebremst, durch die tatsächlichen TA-Helferinnen. :o Könnte ich sowas, natürlich auf eine nette Art und Weise ansprechen, wenn sie höhere Erwartungen hat?

Ich hoffe, ihr versteht, was ich meine... :o Oder erwarte ich zu viel von einem Praktikum?

Es handelt sich um ein Langzeitpraktikum und eigentlich war die Einweisung meiner TÄ, dass ich alles außer Telefon und Kasse machen darf. Klingt doch danach, als wenn ich alle Rechte und Pflichten hätte oder?

Spagyria
29.10.09, 13:07
Jedes Praktikum ist individuell, und abhaengig davon, was zu Anfang ausgehandelt wird, zwischen Arzt und Praktikant. Das hast Du ja gemacht, und bist Dir bewusst, worueber ihr gesprochen habt.

Es hoert sich so an, als wenn das Problem zwischen Dir und den Helferinnen liegt, wenn da Kompetenzgerangel entsteht kann man oft nicht viel machen. Sie sollten froh sein, dass jemand hilft, anstatt sich so anzustellen. Ich wuerde dort das Problem suchen, und natuerlich ansprechen. Wenn Du das Gefuehl hast denen past etwas nicht. Dass sie vorne rum freundlich sind heisst leider nicht viel, oft truegt das eigenen Bauchgefuehl nicht, und es ist etwas im Argen.

sonic
29.10.09, 14:20
Naja... das denke ich mir schon... :o Deswegen möchte ich ja, weil es auch zum Teil die "Schuld" der TÄ ist, dass diese noch einmal öffentlich bekannt gibt, was ich darf und was nicht. Sie hatte leider auch bis zu meinem ersten Tag niemandem gesagt, dass ich dort ein Praktikum mache... war wohl schon mehr im Urlaub. ;) Zumal, wenn ich es bei den Helferinnen anspreche, immer der Spruch kommt, dass wir das mit der Chefin klären, dass alles irgendwo immer über die Chefin laufen soll... :rolleyes:

Na, dann hoff ich mal, dass sich das da noch einpendelt... mit mir.

Spagyria
29.10.09, 17:24
Ich wuensche Dir viel Glueck, ich weiss wie anstrengend sowas ist....
Bei einem meiner Praktika hatte ich viel Glueck, da war nur eine Arzthelferin und ein Allgemeinarzt. Die hatten alle Haende voll zu tun, und waren gluecklich mich zu haben, das hat soviel Spass gemacht. Aber sie waren auch fair, und haben mich nicht nur stupide Hilfstaetigkeiten machen lassen, sondern mir immer was gezeigt wenn Zeit war.

Dann habe ich mal in einem Militaerhospital (nicht in D) in der Abteilung fuer Krankenakten als ehrenamtliche geholfen, sowas habe ich noch nie erlebt. Dort arbeiteten militarys und zivile, die militarys haben ja schon mal garnicht mit mir geredet, und bildeten sich sonstwas ein, die zivilen haben mich immer rumgeschubst, und es schien sie machten einen Wettbewerb, wer die bloedesten Aufgaben fuer mich findet. Die Kroenung war, als eines Tages eine fuer mich neue ehreamtliche auf der Matte stand, und mich wissen liess dass sie ganz besonders wichtig ist, weil sie ein Jahr vorher schonmal da war fuer ein paar Wochen. Die hatte Haare auf den Zaehnen und gab richtig Gas, das war mir dann zu bloed, und ich habe mich beim Red Cross als Volunteer abgemeldet.

Spaeter habe ich oft noch aehnliche Erfahrungen gemacht, wann immer man seine Zeit "spendet" um irgendwo auszuhelfen, warum auch immer, neigen die Leute dort dazu einen kleinen Machtrausch zu bekommen, anstatt froh ueber jeder Hilfe zu sein. Natuerlich nicht die, die was zu sagen haben, es sind immer die, mit denen man auf kollegenniveau zusammen trifft, ich weiss auch nicht ob die vielleicht Angst haben man nimmt ihnen was weg?

sonic
29.10.09, 19:46
Oh, genau das Gefühl hab ich nämlich auch gerade. Dass die das Gefühl haben, ich würde denen Konkurrenz machen, denen was weg nehmen... Hallo? Ich werde nicht bezahlt, bin nur nen halben Tag die Woche da und möchte einfach nur etwas mitnehmen, sprich lernen, aber eben auch meinen Teil dazu beitragen und nicht nur im Weg rum stehen.

Es sind nicht alle so, aber leider genau die, die etwas zu sagen haben, also etwas mehr. ;) Und genau die, von der ich das nicht erwartet hätte. :o Aber naja, vielleicht fehlt es auch wirklich nur an einer klaren Aussage von der Chefin an sich. *hoffnung nicht aufgeben mag* Kann mich ja in ein paar Wochen noch mal melden, ob sich was gebessert hat. ;)