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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Ausschließlich auf Homöopathie vertrauen...?



Tanita
03.02.07, 17:14
Hab mal ein Frage an diejenigen von euch, die sich mit Homöopathie beschäftigen und/oder die sich auch nach der Ausbildung darin spezialisieren wollen:

Wie bewertet ihr die Homöopathie als Behandlungsmögkeit im Hinblick auf alle medizinischen Behandlungsmethoden, vor allem Schulmedizin (aber nicht nur!;) )???
Die Frage zielt unter anderem darauf ab:
Könntet ihr euch vorstellen AUSSCHLIESSLICH auf Homöopathie zu vertrauen und keine anderen Behandlungsmethoden in Betracht zu ziehen (z.B. Impfungen wie Tetanus, Polio, Diphterie...)?

rabenstein
03.02.07, 17:23
Obwohl ich mich mit Homöopathie noch nicht so intensiv beschäftigt habe, kann ich dir ganz klar sagen:
Sich ausschließlich auf eines, egal, was es denn auch sei, zu verlassen, ist eine ganz schön gefährliche Angelegenheit.
Ob es nun Honöopathie ist oder irgend etwas anderes, einseitig ist niemals ideal.
Gerade bei solchen Fragen wie der Impfung oder Infektionsprophylaxe tut man gut daran, mehrere Möglichkeiten in Betracht zu ziehen.
So wirksam homöopathische Mittel sein mögen, eine Polioinfektion können sie meiner Meinung nach nicht verhindern

Grüßle

Inge

gila
03.02.07, 17:29
:) Das waere eine extremistische Behauptung, wenn man nur fuer eine Homoeopathische Behandlung plaediert.

Es waere eine Schande, denn das bedeutet, das man seinen Patienten aus dem Auge verloren hat und darauf reagiere ich persoenlich sehr empfindlich.

Mann kann niemals eine Methode ausschliessen, aber man darf auch niemals nur eine Methode, fuer "die Methode" halten.

Menschen sind lebendig Wesen, die eine Geschichte haben, in deren psychischen und biologischen " Stoffwechsel " jede Sekunde ein kleines Wunder geschieht. Nun, diese Wunder sind nicht auf statischen Pfeilern gebaut, sondern sie sind wechselhaft, wie auch jeder Homoeopath so flexibel in der Beobachtung seines Patienten sein muss.

Es gibt Geschehen und Lebensabschnitte, in denen die Homoeopathie sehr viel machen kann, dann wiederum Momente, wo es nicht nur sinnlos waere, sondern ein Zeitverlust, andere, geeignetere Methoden zu suchen.

Therapieansaetze haben was mit Realitaet, Kompetenz, Flexibilitaet und Ehrlichkeit zu tun. Wir duerfen nie vergessen: es sind Menschen die wir behandeln.

Warum Tanita, diese provokative Frage?

Liebe Gruesse Gila

Tanita
03.02.07, 17:38
@ Gila
Ich habe diese Frage gestellt, weil ich eine Person (nicht HP) kenne, die mir zwar sonst eigentlich sehr sympatisch ist, allerdings eben diese Auffassung vertritt.
Ich persönlich halte diese Einstellung für etwas engstirnig, wenn nicht gar gefährlich, wie Inge sagt. Allerdings hab ich betreffender Person das nicht klar gesagt, einfach aus dem Grund weil ich schon so oft gemerkt habe, dass es selten Erfolg hat Leute davon zu überzeugen, dass sie sich nicht zu sehr auf eine EINZIGE Möglichkeit versteifen sollten (gilt nämlich für die andere Richtung genauso - also NUR Schulmedizin).

Da solche Extreme ja irgendwo ihren Ursprung haben (Elternhaus natürlich auch - aber eben auch der behandelnde HP oder in der entgegengesetzten Richtung der Arzt), frage ich mich, was für ein HP so etwas propagiert und wie andere (angehende) Kollegen dazu stehen.

Lisa
03.02.07, 17:43
Homöopathie kann viel, aber nicht alles. Genauso wie die "Schulmedizin" nicht alles kann, aber auch nicht durch Homöopathie zu ersetzen ist.

Ich meine: beides hat seine Berechtigung, aber Homöopathen (oder besser Heilpraktiker allgemein) sollten auch ihre Grenzen kennen.

gila
03.02.07, 18:22
@ Gila
Ich habe diese Frage gestellt, weil ich eine Person (nicht HP) kenne, die mir zwar sonst eigentlich sehr sympatisch ist, allerdings eben diese Auffassung vertritt.
Ich persönlich halte diese Einstellung für etwas engstirnig, wenn nicht gar gefährlich, wie Inge sagt. Allerdings hab ich betreffender Person das nicht klar gesagt, einfach aus dem Grund weil ich schon so oft gemerkt habe, dass es selten Erfolg hat Leute davon zu überzeugen, dass sie sich nicht zu sehr auf eine EINZIGE Möglichkeit versteifen sollten (gilt nämlich für die andere Richtung genauso - also NUR Schulmedizin).

Da solche Extreme ja irgendwo ihren Ursprung haben (Elternhaus natürlich auch - aber eben auch der behandelnde HP oder in der entgegengesetzten Richtung der Arzt), frage ich mich, was für ein HP so etwas propagiert und wie andere (angehende) Kollegen dazu stehen.

Extremismus ist der kleine Bruder des Fanatismus.
Es hat keinen Sinn, sich mit einem Fanatiker zu unterhalten, da in dem Wort und Inhalt, schon alles gesagt ist.

Ich halte es fuer verantwortungslos, wenn ein HP oder Arzt eine Propagation der eigenen narzistischen Tendenzen, unter dem Deckmantel der Therapie zu Tage legt.

Da aber Behandlung keine Theorie ist, sondern auch an Patienten in die Praxis umgesetzt wird, plaediere ich nochmals darauf, dass wir als erste dafuer Sorgen muessen, dass wir Menschen zu bewussten Patienten erziehen.

Fanatiker koennen wir nicht ausschalten, aber wir koennen mithelfen, dass sie enttarnt werden.

Gila:)

Tanita
03.02.07, 19:09
Ich bin mir allerdings nicht mal so sicher, ob da unbedingt der Heilpraktiker derjenige ist, der diese Einstellung zu Tage brachte.
Manchmal ist es ja auch einfach so, dass man aufgrund der Fülle der Informationschriften (oder auch Propaganda) irregeführt wird.

Wenn ich jetzt z.B. mein Leben lang - naja 20 Jahre ist ja noch nicht sooo viel, aber's würde wahrscheinlich auch reichen :p - nur mit Homöopathie-Kritiken konfrontiert gewesen wäre, denke ich, dass ich wohl auch in derselben Art und Weise gegen die H. argumentieren würde
Oder lieg ich da total falsch?!?

Lisa
03.02.07, 19:39
Wenn ich jetzt z.B. mein Leben lang - naja 20 Jahre ist ja noch nicht sooo viel, aber's würde wahrscheinlich auch reichen :p - nur mit Homöopathie-Kritiken konfrontiert gewesen wäre, denke ich, dass ich wohl auch in derselben Art und Weise gegen die H. argumentieren würde
Oder lieg ich da total falsch?!?


Man sollte eben nicht "betriebsblind" werden ;)

Tanita
03.02.07, 19:42
Man sollte eben nicht "betriebsblind" werden ;)


Sorry, ich checks grad nicht.:o
Was ist "betriebsblind"???

Lisa
03.02.07, 19:51
Sorry, ich checks grad nicht.:o
Was ist "betriebsblind"???

Wenn man aus lauter Gewohnheit nur noch in eine Richtung blicken kann ;)

Spagyria
03.02.07, 20:51
oder auch
El cacao no es ningún cacao!

mike
03.02.07, 22:19
Wenn ein Esel promoviert, ist er ein promovierter Esel.

Wir (ich jedenfalls) sind undewußt geneigt, erworbene Scheine, Beglaubigungen, Zertifikate etc. mit Kompetenz gleichzusetzen.

Seiner eigenen Meinung trotzdem Raum und zu geben, vielleicht sogar den Vorrang vor der Meinung eines "Fachamnns", ist lebenslange Herausforderung.
Und zu wissen wo die Grenzen liegen.- meine und seine Kennt der vermeintliche Fachmann seine Grenzen?
Therapien sind auch Modeerscheinungen. Man versucht zu sortieren. Alles fließt. Wir suchen. Wollen nichts verkauft bekommen, geschweige denn aufgezwungen. Wer zwingen möchte, schließt sich aus - hat sein Defizit noch nicht erkannt. Wenn es verletzt, ist es keine Liebe.
Leben ist sortieren.
Liebe Grüße,
Mike

Tanita
04.02.07, 00:43
:) Ok, ok... ich habs inzwischen verstanden. hehe
War nur ne Zeit lang weg. Ich stand nur kurz auf dem Schlauch.:p

@Spagyra: Der Spruch ist gut. *merk*


Aber back to topic:

Mag zwar sein, dass man sich immer sein EIGENES Urteil erlauben sollte, aber als Kind macht man sowas noch nicht (gerade zum Thema Basisimpfungen) und mit 15, 16, 17 ist man vielleicht gerade dabei das zu lernen, alles in gewisser Weise kritisch zu betrachten und nicht mehr allem blind glauben zu schenken, nicht wahr?!?!

mike
04.02.07, 07:59
Stimmt!
Sorry für den Vortrag.
War so'ne Art Eigenausleitung:-)
Grüße,
Mike

gila
04.02.07, 08:54
Wenn ein Esel promoviert, ist er ein promovierter Esel.

Wir (ich jedenfalls) sind undewußt geneigt, erworbene Scheine, Beglaubigungen, Zertifikate etc. mit Kompetenz gleichzusetzen.

Seiner eigenen Meinung trotzdem Raum und zu geben, vielleicht sogar den Vorrang vor der Meinung eines "Fachamnns", ist lebenslange Herausforderung.
Und zu wissen wo die Grenzen liegen.- meine und seine Kennt der vermeintliche Fachmann seine Grenzen?
Therapien sind auch Modeerscheinungen. Man versucht zu sortieren. Alles fließt. Wir suchen. Wollen nichts verkauft bekommen, geschweige denn aufgezwungen. Wer zwingen möchte, schließt sich aus - hat sein Defizit noch nicht erkannt. Wenn es verletzt, ist es keine Liebe.
Leben ist sortieren.
Liebe Grüße,
Mike


Mike, es gefaellt mir, was Du geschrieben hast!

Liebe Gruesse Gila :)

Tanita
04.02.07, 11:24
Stimmt!
Sorry für den Vortrag.
War so'ne Art Eigenausleitung:-)
Grüße,
Mike


Das war ja auch nicht auf den "Vortrag" bezogen, der übrigens wie Gila sagt nicht schlecht ist. Ich hatte nur dieses "alle auf einmal"-Gefühl. :p

kügelchen
05.02.07, 22:17
Könntet ihr euch vorstellen AUSSCHLIESSLICH auf Homöopathie zu vertrauen und keine anderen Behandlungsmethoden in Betracht zu ziehen (z.B. Impfungen wie Tetanus, Polio, Diphterie...)?

Nachdem ich Tanita erst privat geantwortet hab, um hier keine Diskussion auszulösen (da hab ich weder Zeit noch Energie zu), kann ich den Mund nun doch nicht halten!
Tanita hat präzisiert, es geht ihr um die persönliche Entscheidung, die man sozusagen als Patient trifft. Und da lautet meine Antwort:

Ja natürlich!

Bei uns in der Familie ist die (klassische!) Homöopathie sozusagen die Primärmedizin, wir ziehen nichts anderes in Betracht, weil wir nichts anderes brauchen. Geimpft ist unsere Tochter nicht, mit bald vier Jahren wurde sie bisher ausschließlich homöopathisch behandelt, bis auf ein einziges Fieberzäpfchen- auch das war überflüssig.

Unser HP macht klassische Homöopathie und Dorn-Breuß, sonst nichts. Seine Praxis ist mehr als voll.

Für mich hat sich aus der Beschäftigung mit klassischer Homöopathie und vor allem aus der Erfahrung am eigenen Leib über Jahre als ganz natürliche Konsequenz ergeben: Homöopathie vermag zu heilen. Andere Methoden lindern Symptome, das machen wir in der Not, wenn unser HP drei Wochen in Urlaub ist z.B. ansonsten können wir gut darauf verzichten.

"Die Grenzen der Homöopathie sind die Grenzen des Behandlers", so sagt unser HP immer. Und der ist gut! ;)

Liebe Grüße
Riek

mukkebine
06.02.07, 00:16
Hallo Kügelchen,
Deine Ansicht in Ehren,aber ich hoffe für Dich und Dein Kind, dass Du Dich dabei nicht zu weit aus dem Fenster lehnst.
Ich selber mache eine Ausbildung in klassischer Homöopathie und bin davon absolut begeistert.
Die Homöopathie vermag sehr viel,aber nicht alles!!!!

Alles Gute
Sabine

labbi96
06.02.07, 07:18
Hallo Kügelchen,

ich bin voll und ganz für Homöopathie, aber auch ihr sind Grenzen gesetzt. Ich hoffe nur, dass deine Kinder sich z.B. nicht mit Masern anstecken und dann kKomplikationen kriegen. Sorry, aber da bin ich auf demfalschen Fuß erwischt worden. Als Kinderkrankenschwester habe ich schwerst behinderte Kinder gesehen, die bis zur Infektion mit Masern gesund waren. Wenn du das mit deinem Gewissen vereinbaren kannst.
Und wenn deine Kinder Röteln kriegen, dann sind vermutlich die schwangeren Frauen schuld wenn ihre Kinder behindert zur Welt kommen.

Also da stimme ich Sabine zu und hoffe nur für dich, dass du dich nicht zu weit aus dem Fenster lehnst.


Alles Gute, Heike

Knöppi
06.02.07, 07:40
Als Kinderkrankenschwester habe ich schwerst behinderte Kinder gesehen, die bis zur Infektion mit Masern gesund waren.

Alles Gute, Heike

Sorry Labbi, das ist bestimmt schrecklich, aber hast du auch die Kinder gesehen, die bis zu ihrer Masernimpfung gesund und danach schwerstbehindert waren.....(da gibts mehr als genug von);)

mukkebine
06.02.07, 08:00
Da könnte man sicher lange diskutieren.Ich möchte hier auch nichts zu Impfschäden sagen, ich bin selber nicht unbedingt ein Freund vom Impfen.Allerdings sind die Schäden beim Impfen berechenbarer als bei einer Infektion mit dem Wildvirus.

Aber sich hier hinzustellen und zu sagen,sicher geht es nur mit Homöopathie.sorry, da geht mir der Hut hoch.
Mindestens eins meiner Kinder wäre ohne Schulmedizin heute nicht mehr am Leben.
Und wenn ich solche Aussagen lese werde ich einfach stinkig.
Sabine

gila
06.02.07, 08:08
Liebes Kuegelchen


An dem letzten Satz Deines Beitrages ist was wahres dran. Er gilt fuer alle Menschen, die sich mit der Wiederherstellung der Gesundheit aber in erster Linie mit Menschen beschaeftigen.

Doch in diesem Satz, sehe ich auch eine " Falle."

Wenn ein Homoeopath, Arzt seine Grenzen kennt ( und danach muesste er unweigerlich nach Alternativen, fuer seinen Patienten suchen ) dann wird auch er gut einschaetzen koennen, wann der richtige Zeitpunkt gekommen ist und er einsieht, dass er sich vielleicht in einer Einbahnstrasse befindet.

Das hat gar nicht etwas mit Inkompetenz zutun zu haben, sondern damit, dass sein Patient sich ein einer Phase des Lebens befindet, in der der Koerper die Homoeopathie oder was immer auch, nicht als hilfreich verwerten kann.

Ich bin mir sicher, das ein qualifizierte Homoeopath, auf die Tatsache einer akuten Sepsis auch zu einer Antibiotka Infusion raten wuerde, um dann anschliessend, dass gestoerte Gleichgewicht durch die Sepsis und durch die Antibiotka wieder auszuleiten.

Grundsaetzlich finde ich, dass man es immer ersteinmal versuchen kann ( ich meine natuerlich Pathologien, die kontrollierbar sind ) doch die Wachsamkeit von allen Seiten, sollte immer sehr hoch sein.

Ich bin selbst der Homoeopathie sehr angetan und ich habe Homoeopathen bei ihrem Handwerk gesehen, die wirklich bewundernswerte Dinge gemeistert haben, doch eine und nur " Die " Methode als einzigsten Weg zu betrachten, wuerde ich nicht gut heissen.

Was die Impfungen der Kinder betrifft, kann ich Deine Meinung nicht teilen.
Natuerlich sollte nicht wahllos geimpft werden. Das heisst, man sollte schon auf den allgemeinen Gesunheitszustand des Kindes achten und dann evtl. eine Impfung zu spaeterem Zeitpunkt vornehmen, aber ganz ausschliessen ist eine grosse Verantwortung, den eigenen und den Kindern der anderen gegenueber, die Eltern haben, die ihr Kind genauso lieben wie Du auch.

Liebe Gruesse Gila :)

kügelchen
06.02.07, 10:26
Hallo ihr alle,
wenn Homöopathie die "Primärmedizin" ist, bleiben schulmedizinische Interventionen z.B. in Notfällen, bei Unfällen, OPs etc selbstverständlich unbenommen, das ist auch bei uns so.

In Sachen impfen, tja, das ist ein schwieriges, sehr emotionales und auch sehr angstbesetztes Thema. Wer sich mit (seriöser) Impfkritik ernsthaft auseinandersetzen möchte, kann sich entsprechende Literatur leicht beschaffen. Meine ganz persönliche Einstellung gründet auf einigen Erlebnissen. Eine Tante von mir hat schwerste Epilepsie. Ein Impfschaden, und zwar ein anerkannter. Meine beste Freundin aus der Schulzeit stammt aus einer Familie mit neun Kindern. Keins ist geimpft. Sie sind alle gesund groß geworden - wir Schulkamaraden auch.
Aber wie gesagt, hier muss jeder seinen Weg finden. *Leichtfertig* haben auch wir diese Entscheidung nicht getroffen.

Ach, und das vergaß ich zu erwähnen. Wir werden unsere Tochter so etwa mit 12 Jahren gegen Röteln impfen lassen. Falls sie bis dahin keinen Titer hat.

Liebe Grüße
Riek

Lisa
06.02.07, 10:31
Ich denke auch, jeder muss diese wahrlich nicht leichte Entscheidung für sich bzw. seine Kinder treffen.

Aber wie sieht es eigentlich mit der Impfung gegen Tetanus aus?

kügelchen
06.02.07, 11:17
Hi Lisa,
für Tetanus gibt es als Alternative zur prophylaktischen Aktivimpfung eine Passivimpfung! D.h. es können im Bedarfsfall Antikörper verabreicht werden. Tetanusbakterien vermehren sich ausschließlich anaerob. Tiefe, verschmutzte, luftabgeschlossene Wunden kommen dafür in Frage. Oberflächliche, gut belüftete Wunden oder Abschürfungen aber nicht.

LG
Riek

Lisa
06.02.07, 11:31
Das stimmt schon, aber zu meinem besseren Verständnis: Warum beschränkt man sich dann nicht generell (auch von Seiten der "Schulmedizin") auf eine im Bedarfsfall passive Impfung?

Peter28
06.02.07, 11:41
Hallo Freunde,

ich bin einer der sich nach der Heilpraktikerausbildung auf die Homöopathie spezialisieren möchte. Bin ich dann ein schlechter Heilpraktiker??? :confused:

Seid ca. 5 Jahren beschäftige ich mich mit der klassischen Homöopathie und habe schon vieles an mir selbst gelindert oder ich kann sagen sogar geheilt. Durch vieles lesen und auch diskutieren, bin ich der Meinung, die Homöopathie hat für jedes Leiden ein passendes Mittel. Von Schweren Krankheiten (Krebs, Aids, etc.) abgesehen.

Man muss aber bedenken: Die Homöopathie hat kein Kopfschmerzmittel für Kopfschmerz, Magenschmerzmittel für Magenschmerzen etc. Es kommt auf die kompetenz des Homöopathen an, der durch die Anamnese das passende Mittel findet. Sicherlich gehört dazu eine jahrelange Ausbildung.

Ich bin keiner der die Schulmedizin verabschäut oder ablehnt. Wir brauchen sie. Aber gerade bei chronischen LEiden kann man doch mal Homöopathische Heilung in Betracht ziehen. Was mich betrifft: Durch mein Asthma war ich lange Zeit auf Kortison und Slabuthamol angewiesen, bis vor ca. 2 Monate. Habe von einem Arzt f. Naturheilverfahren zwei Homöopathika verordnet bekommen und seid dem musste ich nur noch zweimal das Kortison einatmen. Finde ich toll.
Wieso ist es nicht akzeptabel wenn ein Heilpraktiker sich auf eine Therapierichtung beschrängt Phyto., TCM etc? Ich finde, es zeigt doch eine einzigartigkeit des Heilpraktiker aus.

Oder?

Gruß Peter

Lisa
06.02.07, 11:58
Wieso solltest du denn dann ein schlechter Heilpraktiker sein, wenn du dich auf ein Gebiet spezialisierst???????????

Wenn ich ehrlich bin, ich persönlich würde eher zu einem HP gehen, der auf einem Gebiet sein Handwerk versteht, als zu jemandem, der 10 verschiedene Therapien anbietet. Es sei denn, er ist schon uralt, damit er Zeit genug hatte, Spezialist auf allen Gebieten zu werden ;)

kügelchen
06.02.07, 12:00
bin ich der Meinung, die Homöopathie hat für jedes Leiden ein passendes Mittel. Von Schweren Krankheiten (Krebs, Aids, etc.) abgesehen.


Auch das nicht unbedingt. Es gibt zur Zeit einige "große" Homöopathen, die sich sehr intensiv mit der hom. Behandlung schwerer Pathologien beschäftigen und dabei sehr erfolgreich sind. Ende Februar gibt es z.B. in Homburg / Saar eine Veranstaltung mit Tjado Galic, Titel: "Schwere Pathologien in der Homöopathischen Praxis".

LG
Riek

Knöppi
06.02.07, 12:02
Hallo Freunde,

ich bin einer der sich nach der Heilpraktikerausbildung auf die Homöopathie spezialisieren möchte. Bin ich dann ein schlechter Heilpraktiker??? :confused:

Seid ca. 5 Jahren beschäftige ich mich mit der klassischen Homöopathie und habe schon vieles an mir selbst gelindert oder ich kann sagen sogar geheilt. Durch vieles lesen und auch diskutieren, bin ich der Meinung, die Homöopathie hat für jedes Leiden ein passendes Mittel. Von Schweren Krankheiten (Krebs, Aids, etc.) abgesehen.

Man muss aber bedenken: Die Homöopathie hat kein Kopfschmerzmittel für Kopfschmerz, Magenschmerzmittel für Magenschmerzen etc. Es kommt auf die kompetenz des Homöopathen an, der durch die Anamnese das passende Mittel findet. Sicherlich gehört dazu eine jahrelange Ausbildung.


Ich bin keiner der die Schulmedizin verabschäut oder ablehnt. Wir brauchen sie. Aber gerade bei chronischen LEiden kann man doch mal Homöopathische Heilung in Betracht ziehen. Was mich betrifft: Durch mein Asthma war ich lange Zeit auf Kortison und Slabuthamol angewiesen, bis vor ca. 2 Monate. Habe von einem Arzt f. Naturheilverfahren zwei Homöopathika verordnet bekommen und seid dem musste ich nur noch zweimal das Kortison einatmen. Finde ich toll.
Wieso ist es nicht akzeptabel wenn ein Heilpraktiker sich auf eine Therapierichtung beschrängt Phyto., TCM etc? Ich finde, es zeigt doch eine einzigartigkeit des Heilpraktiker aus.

Oder?

Gruß Peter

Lieber Peter,
ich finde du hast eine gesunde Einstellung.
Wenn du dich später "nur" mit Homöopathie beschäftigen möchtest, wirst du dies sicher gut und gründlich machen, was allemale besser ist,als wenn jemand neben der Homöopathie noch tausend andere Sachen anbietet.
Jeder kann Meister auf seinem (aber nicht auf tausenden) Gebieten werden.
In diesem Sinne -werde ein guter Homöopath-(die brauchen wir;) )

kügelchen
06.02.07, 12:03
Wieso solltest du denn dann ein schlechter Heilpraktiker sein, wenn du dich auf ein Gebiet spezialisierst???????????

Wenn ich ehrlich bin, ich persönlich würde eher zu einem HP gehen, der auf einem Gebiet sein Handwerk versteht, als zu jemandem, der 10 verschiedene Therapien anbietet. Es sei denn, er ist schon uralt, damit er Zeit genug hatte, Spezialist auf allen Gebieten zu werden ;)

Sehe ich genauso, deshalb war es mir wichtig, bei Tanitas ursprünglichem posting erstmal zu klären, was sie nun genau meint, die Entscheidung, welche Therapie man als HP praktizieren will oder die Enscheidung, "als Patient" ausschließlich auf Hom. zu vertrauen. Sind doch absolut zwei paar Schuhe, oder?

LG
Riek

gila
06.02.07, 12:11
Sehe ich genauso, deshalb war es mir wichtig, bei Tanitas ursprünglichem posting erstmal zu klären, was sie nun genau meint, die Entscheidung, welche Therapie man als HP praktizieren will oder die Enscheidung, "als Patient" ausschließlich auf Hom. zu vertrauen. Sind doch absolut zwei paar Schuhe, oder?

LG
Riek

Wobei sie beide eines Verbindet, abgesehen der Tatsache, dass ich dem Homoeopathen ein hoeheres Verantwortungsmass zuteile.

Als Patient sollte ich die Freiheit haben, meine eigene Vorstellung von Therapeutischen Massnahmen selbst auszusuchen.

Als ausgebildeter Homoeopath, Arzt, HP sollte ich die Grenzen meiner Praktiken gut kennen, in der Lage sein sie bei Patienten anzuerkennen ( Ausschoepfung ) und sie darauf aufmerksam machen.

Dann entscheidet der Patient, aber ich wuerde eine Weiterbehandlung bei einem Patienten ablehnen, auch wenn er ( ohne fachmaennische Ahnung, denn das ist nicht seine, sondern unsere/deren Pflicht ) auf eine Weiterbehandlung mit meiner Therapiemethode besteht.

.....und unser Patient wird immer nur dann Verantwortung fuer sich uebernehmen koennen, wenn er vernuenftig aufgeklaert wird. Dann ist er in der Situation der " Entscheidung."

Haelt man aber diese Informationen von ihm fern, dann muss er dem Behandler aus der " Hand fressen " und das ist nicht in Ordnung.

Gila


Nachtrag:

Genauso unberechtigt ist die Meinung Vieler, die sich nie mit Homoeopathie und Anderem auseinandergesetzt haben, diese Art der Heilung zu verurteilen.