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schmitz
16.06.09, 11:37
Mein Bauchgefühl hat mir gesagt, ich soll es mal mit Osteopathie versuchen.

Dabei hab ich keine Ahnung, was da eigentlich so läuft :D

Sind meine Probleme, muskuläre Dysbalance, ISG-Beschwerden, neurolg Probleme duch MS und damit verbundene Muskelbeeinträchtigungen etc damit überhaupt behandelbar?

Susanne

Saraa
16.06.09, 20:09
Hallo Susanne,

mit einer osteopathischen Behandlung versucht man, das Primärproblem einer Problematik zu finden und zu behandeln, bestenfalls zu beseitigen.
Das geht aber nur bei funktionellen Problemen, d.h. sobald eine strukturelle Schädigung vorliegt wird es schwierig, bzw. kann nur begleitend behandelt werden.
Das heißt man müßte natürlich einen Befund erheben und schauen, ob die Auswirkungen der MS sich beeinflussen lassen oder nicht.
Ich behandele einige MS-Pat. aber eben nur symptomatisch, da sich ja an der Sache an und für sich wenig ändern läßt.
Für weitere Infos frag einfach nochmal nach oder schau mal unter www.osteopathie.de.
Viele Grüße,

Saraa

Snetti
16.06.09, 22:30
Mein Bauchgefühl hat mir gesagt, ich soll es mal mit Osteopathie versuchen.

Dabei hab ich keine Ahnung, was da eigentlich so läuft :D

Sind meine Probleme, muskuläre Dysbalance, ISG-Beschwerden, neurolg Probleme duch MS und damit verbundene Muskelbeeinträchtigungen etc damit überhaupt behandelbar?

Susanne

Wenn dein Bauchgefühl es dir sagt..........:cool:
Ansonsten schließe ich mich Saraa an; muskuläre Dysbalance und ISG-Beschwerden sind sicherlich behandelbar; eine Schädigung der Nervenscheidewände wiederum nicht..........

RWH
17.06.09, 10:52
Hallo Susanne,

ergänzend würde ich bei MS abklären, ob "Darmmäßig" alles OK ist. Die übliche Substitutionstherapie (Phospholipide, Calzium-EAP usw.) kennst Du ja vermutlich. Bewährt hat sich auch Vitorgan (Injektionen) und Horvi (ebenfalls Injektionen).

Die Darmbeteiligung ist mir aufgefallen, als eine MS-Patientin auf bestimmte Injektionen nicht nur mit einer reversiblen Verschlechterung (Gehen) reagierte, sondern gleichzeitig mir Diarrhoe. Daraufhin ließ ich Stuhl und Urin beim Babende-Institut untersuchen und es zeigte sich eine massive Dysbalance sowohl im Dünndarm, als auch Dickdarm. Dadurch entsteht massiv Ammoniak - und das ist bekanntlich ein Zellgift.

Seither gehört mikrobiologische Darmuntersuchung bei mir bei MS zum Standartprogramm - einfach, um hier Belastungen auszuschließen. Hat sich bewährt. (Bei ISG-Problemen sollte man AUCH mal an den Darm denken).

Wenn man bedenkt, dass das Darmnervensystem immerhin 1/10 der Anzahl der Nerven unseres Gehirns aufweist, wird die Bedeutung auch für neurologische Prozesse deutlich. (Spekulativ kann man z.B. darüber nachdenken, ob die 80% unserer Immunzellen, die um den Darm herum agieren und dort "trainiert" werden, durch Störungen im Darm möglicherweise falsche MHC-Prägungen bekommen und deshalb die Myelinscheiden attakieren..? Immerhin hat unsere Zivilisation zu einer drastischen Veränderung der Ernährungs- und Lebensweise geführt)

Hier ein Ausschnitt eines Befundes bei einer MS-Patientin:

"bei Frau NN liegt eine kombinierte Dünndarm-/Dickdarmstörung mit "leaky gut"-Syndrom und Eiweißfäulnisdysbiose vor. Es ist zu einer massiven Verschiebung des anaeroben aber auch des aeroben Darmmikrobioms gekommen, so daß mit Funktionseinschränkungen wie Kolonisationsresistenz (hier Nachweis von Candida albicans), verminderte Bildung von Energiemetaboliten, Stoffwechsel regulierenden Propionat und immunregulierenden Butyrat zu rechnen ist. Aufgrund der hohen Coli-Keimzahlen kann ein vermehrtes Anfluten von Endotoxinen möglich sein. Bekannt ist, daß Endotoxine Krankheitsschübe z. B. bei
Leukämie oder Fibromyalgie auslösen können. Auslöser ist eine hohe Aktivität von lysogenen Coliphagen.

Therapeutisch raten wir zu einer osteopathischen Bauch- und Beckenbehandlung zur Lösung einer möglich blockierten Iliozökalklappe, Senkung des Stuhl-pHs, Stabilisierung der Schleimhäute mit Glutamin und Verdrängung fakultativ pathogener Keime mit Probiotika."

Dr. Werk von Babende empfiehlt häufig osteopathische Behandlungen des Bauchraumes, da hier häufig Störungen zu finden sind. Insbesondere blockierte Iliozökalklappenblockaden kommen öfter vor als man denkt.

Gruss Rudolf

schmitz
17.06.09, 18:28
hallo Rudolf,

ich hab ja auch noch meine Zöliakie - ist ja nicht wie bei armen Leuten :D

Aber da hast recht, Darm kann ich auch mal nachschauen lassen. An welches Labor schickst du sowas?

Momentan kommen meine ISG-Probleme (meiner laienhaften Meinung nach) eher von 5 Wochen einseitiger Belastung nach Knie-OP.
Die ganze linke Seite ist überlastet :eek:

Aber ich bin mal gespannt, was der gute Mann mir morgen so vorschlägt.

Susanne

RWH
17.06.09, 18:35
Hallo Susanne,

einschicken würde ich ans Babende Institut, Dr. med. Dipl. biol. Roland Werk. Das ist in Deutschland nach meinen Erfahrungen der kompetenteste Laborarzt für Darmdiagnostik. Seine Ansätze gehen weiter, als die der meisten Untersucher. (Es gibt ein paar Fachartikel im Downloadbereich - zum Einlesen...)

Ich kann aber Deine Verdachtsdiagnose mit der Knie-OP auch nachvollziehen. Wird sich beim Osteopathen - so er kompetent ist - ziemlich schnell verfizieren lassen oder er findet eine andere Ursache.

Drücke Dir die Daumen...

Gruss Rudolf

schmitz
18.06.09, 14:36
:mad:
ich hasse es, wenn Beiträge während des Tippens veschwinden!

Also... nochmal ganz kurz:

die osteopathische Probebehandlung war sehr gut, ich hab Neues erfahren und kann Altbekanntes besser einordnen.

Und wir werden an meinen Dysbalancen arbeiten....:rolleyes:

Susanne

RWH
18.06.09, 15:38
Hallo Susanne,

kennst Du im Zusammenhang mit MS die "Kluge-Therapie" n. Dr. Kluge? Wenn nicht, schau mal hier rein

http://http://www.kluge-therapie.de

Gruss Rudolf

schmitz
18.06.09, 16:08
Klingt interessant, muss ich mich mal reinlesen...

danke

Susanne