rabenstein
17.01.07, 16:36
Die Aromatherapie ist eine der ältesten Therapieformen, die wir kennen. Dokumentierte Behandlungen und Arzneizubereitungen reichen bis weit in die vorchristliche Zeit.
Schon im 5. Jahrhundert vor Chr. wurde von Herodot über ein Destillierverfahren berichtet, mit dem Terpentin gewonnen wurde. Pedanius, ein römischer Wissenschaftler, schrieb bereits damals Bücher, die sich ausschließlich mit den ätherischen Ölen der Römer und Griechen befassten.
Natürliche Wohlgerüche und Essenzen gehören zu den frühesten Handelsgütern der Welt. Bereits um 1240 v. Chr., als die Juden aus Ägypten auszogen, nahmen sie nicht nur die kostbaren Harze und Öle, sondern auch das Wissen um ihre Verwendung mit. Das Wissen gelangte zunächst in den gesamten arabischen Raum und wurde dort bald an extra dafür eingerichteten Schulen gelehrt. Durch Kaufleute wurden die Essenzen in den gesamten Mittelmeerraum exportiert. Besonders begehrt waren sie im Römischen Reich und in Griechenland. Dort wurden damals direkte Duftorgien abgehalten. Von Heilkundigen und Priestern wurden Düfte oft sehr verwendet, sei es zu Heilzwecken oder für kultische Handlungen. Schon bald waren Liturgie und Duft nicht mehr von einander zu trennen. Dieser Brauch wird ja auch heute noch, z. B. in unseren Kirchen, fortgesetzt.
Das erste Medikament, das in größeren Mengen hergestellt wurde, hieß "Megaleion". Es konnte sowohl als Mittel gegen Abszesse wie auch als Parfüm verwendet werden. Diese Mischung findet auch heute noch Anwendung.
Erst im 16. Jahrhundert konnte man die ätherischen Öle in größeren Mengen in Europa kaufen. Damals wurden sie in Apotheken hergestellt und als "chymische Öle" vertrieben. Das erste Buch, das sich genau mit den Gewinnungsverfahren beschäftigte gab es 1526.
Erst als die Chemie aufkam wurden die Essenzen verdrängt und dadurch ging auch der Glaube an eine Wechselbeziehung zwischen Geist und Materie verloren. 1860 wurden dann die ersten Essenzen künstlich hergestellt und 1907 gab es bereits eine Gesellschaft, die sich mit dem Analysieren der verschiedenen Bestandteile eines Öles auseinandersetze. Erstaunlicherweise wurde hiermit der Grundstein gelegt, um die Öle zu verdrängen und perfekt zu fälschen. Die natürlichen Heilmittel verloren ihre Glaubwürdigkeit und wurden von den chemischen abgelöst.
Die ätherischen Öle wurden fast nur noch für Parfüms verwendet. 1904 berichtete Hall darüber, dass der aus Eukalyptusblättern gewonnene Wirkstoff Eukalypthol bei weiten nicht so wirkungsvoll sei wie das reine ätherische Öl. Diese Erfahrung machte auch der französische Forscher Rene Gattefosse. Er begann 1928 die ätherischen Öle im Hinblick auf eine moderne Aromatherapie zu erforschen und verfasste das erste neuzeitliche Buch. Gattefosse entwickelte eine Heilmethode auf der Basis von natürlichen Pflanzendüften. In den 1950iger Jahren wurden dann die ersten Aroma-Krankenhäuser von Madame Maury gegründet. 1964 verfasste Jean Vainet ein Buch unter dem Titel "Aromatherapie" über die Behandlung von seelischen und körperlichen Störungen mit Essenzen.
Heute gibt es viele Heilpraktiker und Aromatherapeuten die mit den Ölen arbeiten. Aromatherapeuten gehen davon aus, dass jede Pflanze ein Energiepotential hat, das sie durch ihren typischen Duft auf den Menschen übertragen kann. Dadurch wird die Selbstheilungskraft des Körpers angeregt und das Gleichgewicht zwischen Körper und Seele wieder hergestellt.
Die schonende und auf die Persönlichkeit des einzelnen abgestimmte Anwendung von ätherischen Ölen, also die Aromatherapie, erscheint uns oft noch mystisch und geheimnisvoll. Aber das ist wohl nur so, weil uns das uralte Wissen über diese Dinge verloren gegangen ist. In der heutigen Zeit achten immer mehr Menschen darauf wieder mit der Natur im Einklang zu leben. Sie bewegen sich in der Natur wieder respektvoller, sie achten auf eine gesunde Ernährung und greifen auch auf alternative Heilmethoden zurück.
Schon im 5. Jahrhundert vor Chr. wurde von Herodot über ein Destillierverfahren berichtet, mit dem Terpentin gewonnen wurde. Pedanius, ein römischer Wissenschaftler, schrieb bereits damals Bücher, die sich ausschließlich mit den ätherischen Ölen der Römer und Griechen befassten.
Natürliche Wohlgerüche und Essenzen gehören zu den frühesten Handelsgütern der Welt. Bereits um 1240 v. Chr., als die Juden aus Ägypten auszogen, nahmen sie nicht nur die kostbaren Harze und Öle, sondern auch das Wissen um ihre Verwendung mit. Das Wissen gelangte zunächst in den gesamten arabischen Raum und wurde dort bald an extra dafür eingerichteten Schulen gelehrt. Durch Kaufleute wurden die Essenzen in den gesamten Mittelmeerraum exportiert. Besonders begehrt waren sie im Römischen Reich und in Griechenland. Dort wurden damals direkte Duftorgien abgehalten. Von Heilkundigen und Priestern wurden Düfte oft sehr verwendet, sei es zu Heilzwecken oder für kultische Handlungen. Schon bald waren Liturgie und Duft nicht mehr von einander zu trennen. Dieser Brauch wird ja auch heute noch, z. B. in unseren Kirchen, fortgesetzt.
Das erste Medikament, das in größeren Mengen hergestellt wurde, hieß "Megaleion". Es konnte sowohl als Mittel gegen Abszesse wie auch als Parfüm verwendet werden. Diese Mischung findet auch heute noch Anwendung.
Erst im 16. Jahrhundert konnte man die ätherischen Öle in größeren Mengen in Europa kaufen. Damals wurden sie in Apotheken hergestellt und als "chymische Öle" vertrieben. Das erste Buch, das sich genau mit den Gewinnungsverfahren beschäftigte gab es 1526.
Erst als die Chemie aufkam wurden die Essenzen verdrängt und dadurch ging auch der Glaube an eine Wechselbeziehung zwischen Geist und Materie verloren. 1860 wurden dann die ersten Essenzen künstlich hergestellt und 1907 gab es bereits eine Gesellschaft, die sich mit dem Analysieren der verschiedenen Bestandteile eines Öles auseinandersetze. Erstaunlicherweise wurde hiermit der Grundstein gelegt, um die Öle zu verdrängen und perfekt zu fälschen. Die natürlichen Heilmittel verloren ihre Glaubwürdigkeit und wurden von den chemischen abgelöst.
Die ätherischen Öle wurden fast nur noch für Parfüms verwendet. 1904 berichtete Hall darüber, dass der aus Eukalyptusblättern gewonnene Wirkstoff Eukalypthol bei weiten nicht so wirkungsvoll sei wie das reine ätherische Öl. Diese Erfahrung machte auch der französische Forscher Rene Gattefosse. Er begann 1928 die ätherischen Öle im Hinblick auf eine moderne Aromatherapie zu erforschen und verfasste das erste neuzeitliche Buch. Gattefosse entwickelte eine Heilmethode auf der Basis von natürlichen Pflanzendüften. In den 1950iger Jahren wurden dann die ersten Aroma-Krankenhäuser von Madame Maury gegründet. 1964 verfasste Jean Vainet ein Buch unter dem Titel "Aromatherapie" über die Behandlung von seelischen und körperlichen Störungen mit Essenzen.
Heute gibt es viele Heilpraktiker und Aromatherapeuten die mit den Ölen arbeiten. Aromatherapeuten gehen davon aus, dass jede Pflanze ein Energiepotential hat, das sie durch ihren typischen Duft auf den Menschen übertragen kann. Dadurch wird die Selbstheilungskraft des Körpers angeregt und das Gleichgewicht zwischen Körper und Seele wieder hergestellt.
Die schonende und auf die Persönlichkeit des einzelnen abgestimmte Anwendung von ätherischen Ölen, also die Aromatherapie, erscheint uns oft noch mystisch und geheimnisvoll. Aber das ist wohl nur so, weil uns das uralte Wissen über diese Dinge verloren gegangen ist. In der heutigen Zeit achten immer mehr Menschen darauf wieder mit der Natur im Einklang zu leben. Sie bewegen sich in der Natur wieder respektvoller, sie achten auf eine gesunde Ernährung und greifen auch auf alternative Heilmethoden zurück.