Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Zur Zeckenvorbeugung C200 täglich?
Hallo,
ich suche Meinungen zur Aussage einer Tierheilpraktikerin, die die Tiere einer lieben Freundin folgendermaßen gegen Zecken behandelt:
"ledum c 200 täglich 5 globuli...im ersten jahr 8 wochen lang, im zweiten jahr 2 x pro woche."
Das irritiert mich massiv, ich finde die Gaben viel zu häufig - allerdings kenne ich mich mit Tierhomöopathie nicht aus.
Darf ich bitte ein paar Meinungen haben von den Experten? :)
Danke!
Viele Grüße
Catrin
Hallo Catrin,
acht Wochen lang täglich C200 ist Hammer und m.M. nach unverantwortlich!!!
Eine C200 in der Häufigkeit halte ich auch für sehr bedenklich.
Ich habe es bisher so gehalten,eine C30 einmal im Frühjahr bei den Tieren,die immer sehr empfänglich für Zecken waren.Bei einigen lies der Zeckenbefall sehr stark nach
Ich gebe es dann nochmal nach einem Zeckenbiss,aber mittlerweile auch nicht mehr bei allen.
Hatte die ganzen letzten Jahre keine Probleme.
Mit der C200 würde ich genauso verfahren.
lg
silver
Von einer C200 würde ich alle sechs Monate eine geben.
So ne hohe Potenz........acht Wochen :eek::eek:
Würd ich mir nicht trauen.
Bei so hohen Potenzen erstmal vorsichtig rangehen und beobachten, wie die Reaktion ist.........das dauert ja ne Weile, bis die ausgewirkt haben.
LG
Petra
Vielen Dank, Ihr Lieben - das bestätigt meine Meinung. Ich frage mich, wie diese Tierheilpraktikerin darauf kommt. :confused:
Ich werd meiner Freundin gleich schreiben.
Liebe Grüße
Catrin
...oooch da gibt es nicht nur unter den Tierhomöopathen die abenteuerlichsten Verschreibungen. Eine C 200 tgl. und dann bestimmt auch noch trocken wird mit grosser Wahrscheinlichkeit zu Prüfsymptomen führen.
Auch wenn ich kein Freund davon bin die Verordnungen anderer THPs zu kritisieren, da ich die Tiere ja nicht kenne, eine solche Verordnung ist def. nicht ok.
Im Übrigen ist es eine Unsitte und oft erfolglos, Ledum als Zeckenprophylaxe zu sehen. Die Hom. ist keine Prophylaxetherapie sondern eine Regulationstherapie, wenngleich es bei manchen Epidemien usw. durchaus auch schon erfolgreiche Prophylaxengaben gab/gibt, aber dann bestimmt nicht in dieser Dosierung.
LG Marion
Im Übrigen ist es eine Unsitte und oft erfolglos, Ledum als Zeckenprophylaxe zu sehen. Die Hom. ist keine Prophylaxetherapie sondern eine Regulationstherapie, wenngleich es bei manchen Epidemien usw. durchaus auch schon erfolgreiche Prophylaxengaben gab/gibt, aber dann bestimmt nicht in dieser Dosierung.
LG Marion
Das seh ich genau so. Ich hab auch schon gelesen, dass Kinder vorsorglich die Borreliennosode bekommen oder Ipec. oder nux zur "Abwehr" von Noro- oder Rotaviren.
Mir geht dann immer das Messer in der Tasche auf, das kannste mir glauben :mad:
Ich stimme den Vorrednern zu. Was mich interessieren würde, ist die Begründung und Wirkweise der Kollegin.
Das fände ich auch interessant zu wissen, denn das widerspricht doch allen Grundsätzen, die Hahnemann aufgestellt hat. Das scheint ja mehr eine Methode zu sein, um das Tier krank zu machen.
Hallo,
ich war gerade am Samstag auf einer Fortbildung u.a. zum Thema post-lyme-disease-syndrom. Der Referent (Prof. Dr. rer. nat. Oliver Ploss) empfahl zum Schluss auch die Kombination Borreliose C200 und/oder Ledum C30 1 x 1 Glob. pro Woche für die ganze Saison - für Menschen.
Kommt mir auch ein wenig eigenartig vor - soll aber angeblich funktionieren.
Auf der anderen Seite gibt man z.B. Katzen ja auch prophylaktisch bestimmte Homöopathikas, um Würmern vorzubeugen (passt auch nicht zur reinen Lehre).
Gruss Rudolf
Hallo,
ich war gerade am Samstag auf einer Fortbildung u.a. zum Thema post-lyme-disease-syndrom. Der Referent (Prof. Dr. rer. nat. Oliver Ploss) empfahl zum Schluss auch die Kombination Borreliose C200 und/oder Ledum C30 1 x 1 Glob. pro Woche für die ganze Saison - für Menschen.
Kommt mir auch ein wenig eigenartig vor - soll aber angeblich funktionieren.
Auf der anderen Seite gibt man z.B. Katzen ja auch prophylaktisch bestimmte Homöopathikas, um Würmern vorzubeugen (passt auch nicht zur reinen Lehre).
Gruss Rudolf
deshalb bekommen meine Katzen auch nix vorbeugend.:D
Auf der anderen Seite gibt man z.B. Katzen ja auch prophylaktisch bestimmte Homöopathikas, um Würmern vorzubeugen (passt auch nicht zur reinen Lehre).
Davon weiss ich nix...;). Das ist eigentlich so ziemlich egal ob Mensch oder Tier. Wie gesagt, es gibt Situtationen, z.B. bei Epidemien, wo die Homöopathie als Prophylaxe erfolgreich eingesetzt wurde, selbst Hahnemann hat das (ich glaube es war bei Diphterie) schon beschrieben, allerdings nicht in diesen Dosen und schon gar nicht in Kombination mehrerer Mittel. Dies sind aber absolute Ausnahmefälle.
Meine Hündin hat neulich wegen eines stark geschwollenen Zeckenbisses Ledum bekommen....naja, die Zecken fanden sie trotzdem lecker...soviel zur Prophylaxe...
Wenn ein erfahrener Therapeut das durchzieht, ok....könnte ich u.U. noch mit leben, denn der wird dann (hoffentlich) auch erkennen, wenn Reaktionen auftreten und entsprechend handeln. Ein Laie weiss,bzw. erkennt das nicht und genau da liegt das Problem. Evtl. verstärken sich Beschwerden und anstatt dann aufzuhören, wird das Mittel weitergegeben.....Die (falsche) Beurteilung und/oder Reaktion von Laien macht mir da ebenfalls Kopfzerbrechen...
LG Marion
Die (falsche) Beurteilung und/oder Reaktion von Laien macht mir da ebenfalls Kopfzerbrechen...
Tja, allzu viele Einzelhomöopathen saßen - glaube ich - nicht in der Fortbildung. Auf der anderen Seite: Ich habe meine erste Assistenzzeit in einer EAV-Praxis abgeleistet. Da war es üblich, dass die Patienten bis zu 20 Injeel-Ampullen (die wiederum teilweise aus Potenzakkorden bestanden) i.m. verabreicht bekamen. Die Kollegin war damit sehr erfolgreich...
Was dem einen sein Uhl ist dem anderen sein Nachtigall - oder so ähnlich ;)
Gruss Rudolf
(ich werde jedenfalls keine D200 als Prophylaxe einnehmen. Dann doch lieber Zekol einsprühen).
Kommt mir auch ein wenig eigenartig vor - soll aber angeblich funktionieren.
Hallo,
ich kann dies nicht bestätigen. Ich habe 3 Borreliosefälle in Behandlung, die alle überhaupt nicht auf die Borreliosenosode oder auf Ledum reagieren.
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass ich das Post-Lyme-Syndrom nur anhand einer sorgfältigen Anamnese und Auswahl des Mittels nach Ähnlichkeitsprinzip behandeln kann.
Die drei Hunde bekommen jeder ein anderes Mittel und auch die benötigten Potenzen musste ich individuell anpassen. Ein Fall läuft mit C-Potenz und die anderen beiden nehmen Q-Potenzen ihres Arzneimittels.
Es geht allen dreien wesentlich besser. Allopathische Medikamente werden seit Monaten nicht mehr benötigt.
LG Petra
Hellas
Ich bin auch kein Freund von Prophylaxe mit hom. Mitteln.
Aber hier, in meinem Wildwuchsgebiet:D, hatte ich jedes Jahr mindestens 15 eingebissene Zecken. Die Katzen und der Hund hatten täglich soviele.
Hab das mit dem Ledum C200 gemacht und seitdem ist Ruhe. Ich hatte keinen mehr und die Katze alle paar Wochen eine. Der Hundi gar keinen.
Das hat mich schon irgendwie überzeugt.
Es gab heuer so viele Zecken, daß es echt nicht mehr lustig war.
Werds auf jeden Fall nächstes Jahr wieder geben.
Grüßle
Petra
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