PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : ADHS und Osteopathie?



Yvonne Mayer-Hackmann
20.04.09, 19:27
Hallo!

Kann mir jemand sagen, ob Osteopathie bei ADHS und/oder bei Konzentrationsstörungen (Grundschulalter) helfen kann? Wenn nicht, welche Therapieformen (außer Cranio-Sacral, die haben wir durch und ich habe keinen nennenswerten Unterschied festgestellt) wären noch geeignet?

LG und vielen Dank im Voraus,
cartman

Lola
21.04.09, 07:26
Hallo zurück,

Wie oft wart ihr bei der Cranio? ich würde mich an einen erfahrenen Homöopathen wenden.

Liebe Grüße

frisbee
21.04.09, 07:42
Hallo,
ich habe auch so eine "Kanditatin"...;). Bei uns hat die Hom. immer wieder grosse Erfolge gebracht. Heute (mit 14) merkt man ihr das kaum noch an. Allerdings ist die Konzentrationsfähigkeit von Dingen, die sie nicht interessieren (wie z.B. Schule...:eek:) schon noch herabgesetzt. Auch das Thema Ordnung gehört nicht unbedingt zu ihrem täglichen Gebrauch, allerdings sind das Dinge, die einen "normaler" Teenager auch plagen.
Ergotherapie usw. hatte damals gar nichts gebracht und wir habe das über mehrere Monate fast wöchentlich durchgezogen. Die besten auch sicht- und spürbaren Ergebnisse hatten wir mit der Hom.. Sie bekommt und bekam natürlich nie Ritalin und Co.
LG Marion

Saraa
21.04.09, 18:06
Hallo!

Ich behandle immer wieder Kinder mit ADHS osteopathisch. Generell sollte eine Therapie für diese Kinder in einem sich ergänzenden Team erfolgen. Ich denke keine Therapie kann alleine die absolute Lösung sein, da das Problem ja ein recht vielschichtiges ist.
Beim meinem letzten Pat. (14 jähriger Junge) hat mir die Mutter letzte Woche freudig berichtet, dass sie nun konzentriert lesen könnten. Was vorher nicht ging.
Du solltest dich aber auf jeden Fall an einen Osteopathen wenden, der Fortbildungen im Bereich der Kinder und Jugendlichen-Behandlung gemacht hat. Kinder sind eben keine kleinen Erwachsenen.

Viel Efolg und Geduld wünscht

Saraa

vipi
21.04.09, 20:26
Ich arbeite mit einer Osteopathin zusammen.
Mein Part ist das Lehren von Selbsthypnosetechniken bei Eltern und Kindern und das Koordinieren der beiden Hirnhälften mit bestimmten Übungen.
Wir haben gute Erfolge.
Einige der Kinder werden noch zusätzlich hom. betreut und wenn ein Hom. das drauf hat, geht es den Kindern deutlich besser.

Yvonne Mayer-Hackmann
21.04.09, 22:55
Hallo zurück,

Wie oft wart ihr bei der Cranio? ich würde mich an einen erfahrenen Homöopathen wenden.

Liebe Grüße

Hmm.. Das waren etliche Monate, 1x pro Woche, teilweise auch 2x pro Woche..
LG

Yvonne Mayer-Hackmann
21.04.09, 22:57
@ all: vielen Dank für die Antworten! Beim Homöopathen waren wir auch schon (Konstitutionstherapie), mit keinem nennenswerten Erfolg (allerdings weiß ich auch nicht, wie schlimm das ohne geworden wäre :D )
LG und ich werde es mal bei einem auf Kinder eingestellten Osteopathen versuchen ;-)
cartman

Lola
22.04.09, 08:02
Hmm.. Das waren etliche Monate, 1x pro Woche, teilweise auch 2x pro Woche..
LG


Ok, dann war Cranio nicht der richtige Ansatz. Man sagt, das es bei ca. 60% der Kinder einen sehr großen Erfolg bringt.
Wünsch Dir weiterhin viel Erfolg :)

Snetti
22.04.09, 08:13
Nur so am Rande: Craniosakrale Therapie ist Teil der Osteopathie ;)

Leider hat nicht jeder, der sie anbietet, auch eine fundierte Ausbildung hinter sich. Ich würde in der Therapeutenliste des VOD nach Therapeuten in der Nähe suchen. http://www.osteopathie.de/service-therapeutenliste.html

Dort wird auch direkt darauf hingewiesen, wer Kinder behandelt........und alle haben eine 5-6 jährige Ausbildung absolviert!

Yvonne Mayer-Hackmann
22.04.09, 09:33
Nur so am Rande: Craniosakrale Therapie ist Teil der Osteopathie ;)

Leider hat nicht jeder, der sie anbietet, auch eine fundierte Ausbildung hinter sich. Ich würde in der Therapeutenliste des VOD nach Therapeuten in der Nähe suchen. http://www.osteopathie.de/service-therapeutenliste.html

Dort wird auch direkt darauf hingewiesen, wer Kinder behandelt........und alle haben eine 5-6 jährige Ausbildung absolviert!

Danke für den Link, ich werde dort gleich schauen.

LG

RWH
22.04.09, 19:11
Hallo,

bei ADHS gehe ich i.d.R. so vor:

1. WICHTIGSTE FRAGE: Ist es überhaupt AD(H)S? Meiner unmaßgeblichen Meinung nach ist das oft eine Modediagnose. Hätte es diese schon früher gegeben, dann hätte man Einstein & Co. auch ruhig gestellt. (Mich vermutlich auch...) Heute wird jedes unbequeme oder "auffällige" Kind in diese Schublade gesteckt, wenn es den Vorstellungen der Eltern, Lehrer etc. nicht entspricht.

2. Abklären, ob Magen-Darm-Störung vorliegt (Stichwort: kryptopyrrolurie -> Folge Mangel von B-Vitaminen, Zink...)

3. Nahrungsmittelunverträglichkeiten? Schwermetalle?

4. Psychosomatik: Hier kann man klassisch homöopathisch arbeiten (mache ich nicht) oder z.B. mit der PSE (psychosomatische Energetik). Damit habe ich gute Erfahrungen gemacht.

Gruss Rudolf