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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Hausstaubmilben(Allergie)



Knöppi
08.01.07, 20:56
Falls da Thema hier blöd gepostet ist bitte verschieben!

Mich würden eure Gedanken/Meinungen dazu interessieren!
(Entstehung/Auswirkung/naturheilkundliche Sicht/Behandlungsmöglichkeiten etc, was euch so einfällt) :)

gila
09.01.07, 13:21
Hui Knoeppi, da hast Du aber einen grossen Fisch an Land gezogen!

Heute sind die Allergien auf Hausstaubmilben, fast schon an der Tagesordnung. Jetzt habe ich leider keine Zeit, werde aber nachher versuchen, auf das Thema einzugehen.

Gila :)

gila
09.01.07, 18:10
Ich glaube, dass wir erstmal das Wort oder besser gesagt die Antwort des Koerpers ( Allergie ) klaeren muessen.

Eine Allergie, ist ja die " Ueberreaktion " des Immunsystems auf eine bestimmte Substanz.
Daran kann man erkennen, dass das Prinzip des Immunsystems, als schuetzender/beschuetzender Faktor, mutierte und aus ihm auch ein " Selbstangreifer " werden kann.

Substanzen sind ja in den meisten Faellen nicht gefaehrlich und trotzdem reagiert das Immunsystem, sprich die IgE mit Ueberempfindlichkeit.

Warum macht es das?
Es gibt ja verschiedene Ueberlegungen. Zum Ersten denkt man, dass die Genetik eine Rolle spielt.
Dann kommt hinzu, dass unser Immunsystem nicht mehr die richtige " Erziehung " bekommt. ( Wir waschen uns zuviel und unsere Wohnungen sind zu rein )
Es gibt zu wenig Parasiten und Bakterien, mit denen wir in Kontakt geraten und das Immunsystem verlernt seine " Schule."

Umweltverschmutzung irritiert das Immunsystem.

Nun gut, viele Worte kurzer Sinn. Ich denke, dass jedes Mal wenn ein sonst so natuerlicher Kreislauf in Unordnung geraet ( eigentlich ist es eine Aberration ) dann antwortet " Unordnung " immer nur auf " Unordnung."

Also waere das oberste Prinzip einer Prophylaxe oder einer Therapie, die " Ordnung " wieder herzustellen.

Da in diesem Fall die Milben ( das heisst ihr Kot ) mit der Neurodermitis und Asthma und ausserdem mit der chronischen Rhinitis in Verbindung gebracht werden, ist das keine leichte Aufgabe.

Einen Desensibilisierungsprozess im Immunsystem vorzunehmen,( jetzt macht man das ja mit Immunosuppressiva ) ist keine einfache Sache und muss natuerlich von Mensch zu Mensch, von Fall zu Fall und von Anamnese zu Anamnese neu betrachtet werden.

Bis jetzt sehen wir ja meistens nur Causalbehandlungen. Cremes und Gels und Troepfchen und Medikamente.

Gila

rabenstein
09.01.07, 18:17
Nach meiner Erfahrung hat sich bei Allergien eine Eigenbluttherapie bewährt, allerdings hatte ich noch nie jemanden mit Milbenallergie. Der Pathomachanismus ist aber der gleiche, also folgere ich einfach, auch hier könnte Eigenblut behilflich sein.

Grüße

Inge

gila
09.01.07, 18:24
Nach meiner Erfahrung hat sich bei Allergien eine Eigenbluttherapie bewährt, allerdings hatte ich noch nie jemanden mit Milbenallergie. Der Pathomachanismus ist aber der gleiche, also folgere ich einfach, auch hier könnte Eigenblut behilflich sein.

Grüße

Inge

Das wuerde ich auch als grosse Chance sehen, denn somit sind wir wieder bei dem Prinzip: Gleiches mit Gleichem, um einen Reiz zu setzen.

Es hatte wenig Sinn, anfangs z.B ein Immunsystem zu stimulieren, welches eh schon ueberreagiert. Wir koennen es ja auch nicht einfach unterdruecken, also muessen wir andere Reize setzen.

In der Homoeopathie koennte ich eine Nosoden-Behandlung machen, aber das auch erst, wenn ich nach dem " Zwiebel-Prinzip " einige Schichten freilege. Ansonsten koennte zwar die Allergie sich verbessern, aber der Koerper holt es mir an einer anderen Stelle wieder raus.

Wenn es gewollt waere, ist das gut ( z.B Gelenkschmerzen als Hautausschlag ausleiten) aber ohne Uebersicht waere ist verwirrend.

Gila

Knöppi
09.01.07, 20:25
Was mich befremdet ist, dass es soooo viele Hausstaubmilbenallergiker gibt, schließlich gab es Staub schon immer und ich wette, die Milben wohnen und koten :D auch nicht erst seit gestern dort.
Für mich stellt sich die Frage, ob das ganze nicht vielleicht etwas überbewertet wird, wie so viele Dinge :confused:

gillian
09.01.07, 21:20
vielleicht kommt es darauf an, wie viel auf einen menschen"einwirkt", und irgendwo gibt der körper dann nach - meistens an seinem schwachpunkt.

angenommen der mensch hat stress, sorgen, leidet unter schlaflosigkeit, ist auf der arbeit chemischen substanzen ausgesetzt, verträgt unwissentlich ein paar nahrungsmittel nicht, hat von "haus aus" schon eine schwächere konstitution, hatte in der kindheit keine gelegenheit das immunsysthem mit "dreck" zu konfrontieren usw....

ich glaube nicht wirklich daran das es nur einen auslöser gibt.
sonst würde ja jeder auf hausstaub, schimmel oä. reagieren.

wenn der auslöser dann (weitgehend) entfehrnt wird, kommt doch oft nach einiger zeit das nächste.
dann sind es tierhaare, nüsse, kiwis, waschmittel oder etwas anderes.

vielleicht sehe ich das auch komplett falsch. ich habe mich damit noch nicht so sehr beschäftigt.
ist jetzt nur mal so theoretisch dahergeredet.