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19Sunny88
20.03.09, 20:28
Hallo ihr Lieben !!

Ich hoffe, dass mein Thema hier richtig ist. Wenn nicht, dann entschuldigt bitte.

Ich möchte eine Ausbildung zum Tierheikpraktiker machen. Die Arbeit mit Tieren hat mich schon immer fasziniert und ich selber habe auch mehrere Haustiere.

Jetz habe ich entgültiog den Entschluss gefasst, Tierheilpraktiker zu werden und war schon auf der Suche nach einer ordentlichen Schule, da ich denke, dass eine gründliche Ausbildung wichtig ist. Habe bereits mehrere Angebote von den Schule erhalten und kann mich nicht so richtig entscheiden, welche ich denn nehmen soll und welche den ratsam wäre.

Momentan rückt das Institut für Tierheilkunde in meiner näheren Auswahl. Hat jemand damit Erfahrung gemacht und kann mir etwas über diese Schule erzählen?

Dann würde mich noch interessieren, ob es ein Mindesalter zur Praxiseröffnung gibt ?!

Ich bin wirklich sehr daran interessiert eine seriöse Praxis zu führen. Leider hab ich ein Buch gesehen, wo jemand vor Tierheilpraktikern warnt und alles als "Humbuck" und "Scharlatanerei" darstellt. Habt ihr schon negative Erfahrungen gemacht mit eurem Berufswunsch?

Tut mit leid, wenn das jetz so lang geworden ist. Aber ich hab wirklich noch eine Menge Fragen, da ich dieses medizinische Fachgebiet als sehr zukunftorientiert empfinde und ich mich mehr mit einem Tierheilpraktiker, als mit einem normales Tierarzt identifizieren kann ..

Danke schon mal ...

frisbee
21.03.09, 11:18
Hallo,
welche Schule Du auswählst hängt ja nicht zuletzt auch davon ab, welche Therapierichtung Du später ausüben möchtest, denn nicht jede Schule bietet alle Therapierichtungen an. Für Homöopathie solltest Du z.B. eine entsprechende Schule aussuchen. Die meisten Schulen bieten zwar Hom. an, aber oft wird sie nur sehr oberflächlich angerissen.
LG Marion

19Sunny88
21.03.09, 15:18
Danke für deine schnelle Antwort ...

Also ich wollte Bachblüten, Homäopathie, Akkupunktur und auch Massagen ect. anbieten.

Laut den Infomaterialien ist die Schule sehr daran interessiert, den Schüler nicht nur einen kleinen Einblick zu gewähren, sondern sie so fitt wie möglich in den einzelnen Gebieten zu machen.

Die drei ersten Behandlungen, die ich oben aufgeführt habe, werden auf jeden Fall durchgenommen. Massagen und Bewegungstraining wird in dem Physiotherapeutenkurs thematisiert. Aber ich habe bereits gesehen, dass es da auch Weiterbildungen für THP im Angebot gibt.

Dass ich nur mit einem Kurs von 2 Jahren nicht alle Methoden erlerne ist mir klar. Aber ich suche einfach eine Schule, der ich Vertrauen kann und die auch einiges an Kompetenzen zu bieten hat.

Ich hab das Institut und den BTB (oder wie war das noch gleich?!) verglichen und war vom zweiteren total enttäuscht. Mich hat zwar die Option zu einer Kombi-Ausbildung in THP und Verhaltentherapie gereizt, doch fand ich, dass die Unterlagen und auch die Website einen negativen Eindruck bei mir hinterlassen haben. In 30 Monaten kann man meiner Meinung nach nicht beide Gebiete so gut beherschen, wenn man nur 4 Pflichtpraktikumsseminare hat.

frisbee
21.03.09, 15:35
Hm...alleine die Homöopathie ist eine sehr umfangreiche Therapie, wenn man sie richtig erlernen möchte, ebenso die Akkupunktur. Beide Therapiearten benötigen i.d.R. mehrere Jahre (und zwar recht intensiv, nicht nur oberflächlich oder mal eben so nebenbei) bis man sie einigermassen beherrscht und mit ihnen therapieren kann. Von daher werden diese beiden Therapiearten mit Sicherheit nur oberflächlich angerissen.
LG Marion

19Sunny88
21.03.09, 17:02
Ah ok danke ... Weiterbildung ist für mich so wie so kein Problem. Damit habe ich fest gerechnet.

Aber was is nun mit der Schule?
Könnt ihr das Institut empfehlen oder raten ihr eher davon ab?

Wie is das mit der Praxiseröffnung bzw. mit der Zulassung zu Prüfung? Gibt es dort ein Mindesalter. Ich hab davon in der Institutsbroschüre nichts lesen können. Mindestaufnahmealter war bei denen 18 Jahre.

frisbee
21.03.09, 17:26
Dazu kann ich Dir nix sagen, ich kenne das Institut nicht. Bei uns war das Mindesalter 25, so wie bei den HumanHPs, was ich gut finde.
Sieh Dir das Ausbildungsprogramm an, nimm an einem Probeunterricht teil (eine gute Schule sollte das schon anbieten) und vor allem, sieh Dir den Vertrag an und ob Du bei unvorhergesehenen Zwischenfällen da wieder rauskommst.
LG Marion

19Sunny88
21.03.09, 17:28
Ja Probeunterricht bieten sie an. Aber ich dachte vl kennt das hier Jemand und kann mir etwas dazu sagen,

Warum sollte das gut sein?

Was kann ein 25jähriger, was ein 23jähriger nicht kann ???

frisbee
21.03.09, 17:32
Es geht da um Reife und Verantwortungsbewusstsein. Natürlich ist manchmal ein 23jähr. reifer als ein 25jähr., klar, aber irgendwo müssen die Grenzen ja gezogen werden.
LG Marion

19Sunny88
21.03.09, 17:36
Also ich kann ja nur von mir sprechen:

ich bin 20 Jahre alt - kann aber behaupten weit mehr Reife und Verantwortungsbewusstsein zu besitzen wie manch 25 jähriger.

Solche Eigenschaften an einer Altersgrenze festzulegen ist unfair. Lieber sollte man einen Eignungstest als Zugangsvorraussetzung haben. Da werden einige 20jährige deutlich besser abschneiden wie die älteren.

frisbee
21.03.09, 18:12
Das mag durchaus so sein, keine Frage, aber wie gesagt, der Gesetzgeber hat diese Grenze bei der HP-Überprüfung so gezogen. Letztendlich ist das ja auch so bei der Volljährigkeit...
Aber Deine Schule stellt diese Anforderung offensichtlich nicht, da es nicht drinsteht würde ich davon ausgehen.
LG Marion

19Sunny88
21.03.09, 18:13
Das irritiert mich jetz leicht ...

Also kann jede Schule das Mindesalter selbst festlegen oder wie?

und

Wie is das dann bei der Praxiseröffnung? Muss man da 25 sein ?

frisbee
21.03.09, 20:01
In Falle des THPs ja, beim HP nicht da es hier gesetzlich geregelt ist. Der THP unterliegt ja keinem Gesetz im eigentlichem Sinne, sodass das jede Schule selbst handhaben kann.
Für die Praxiseröffnung eines THPs muss man keine 25 Jahre alt sein.
LG Marion

19Sunny88
22.03.09, 12:30
Ah ok danke schön ...

Man liest immer überall etwas anderes. Da weiß man immer gar nicht, was jetz stimmt und was nicht.

Kannst du mir vl eine Schule empfehlen ??

19Sunny88
22.03.09, 19:11
Also ich wollte es eigentlich schon so haben, dass ich den Praxisunterricht in der Schule habe. Fernunterricht ist auch ok.

Ich muss ja nebenbei auch noch arbeiten gehen. Das Geld muss ja auch woher kommen ;-)

Also bei der IfT war das so, dass einmal im Monat das Wochenende Seminar ist und die da an jedemn Tag immer Praxis machen. Das hat mir ganz gut gefallen und war auch der Grund, warum ich diese Einrichtung in die engere Auswahlt genommen habe.

Ahnungsloser
22.03.09, 19:55
Hallo Sunny 88,

Du bist noch so jung, warum studierst du nicht Veterinärmedizin? Da kannst du dir sicher sein, eine sehr umfassende und gute Ausbildung zu bekommen, die dir keine THP-Schule auch nur annähernd bieten kann. Selbst wenn du (noch) kein Abitur haben solltest, wenn das wirklich dein Traum ist, wirst du das irgendwie schon meistern.

Nach meinem Realschulabschluss entschloss ich mich, in etwa deinem Alter auch etwas Medizinisches zu machen. Dafür musste ich einige steinige Umwege bis zum Abitur meistern, bevor ich mit damals 25 Jahren endlich zum Medizinstudium zugelassen werden konnte. Es war hart, nicht nur aus finanzieller Sicht, aber: Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg. Es ist also durchaus machbar und du hättest auf jeden Fall etwas Handfestes gelernt, denn um THP zu sein, brauchst du streng genommen keine Ausbildung. Man zahlt also viel Geld für einen Titel, der eigentlich garkeiner ist.

Grüße

suxsu
22.03.09, 21:04
mmh ja aber wie sind die wartezeiten auf so einen studienplatz?
ich komme aus dem saarland und ich glaube da wartet man jahre auch wenn du bereit bist in einem anderen B.land zu studieren?

Ahnungsloser
22.03.09, 21:19
Heutzutage sind doch die Voraussetzungen für eine notenungebundene Studienplatzvergabe besser als je zuvor. Soweit ich informiert bin, hat die ZVS mächtig an Einfluss verloren, wenn es um Studienzulassungen geht. Außerdem, selbst wenn es so wäre wie bei mir es damals war, dass nur der Notendurchschnitt bzw. die Wartezeit entscheidend wären, muss jedem ZVS-Bewerber nach SPÄTESTENS 16 Wartesemestern (also nach 8 Jahren) ein Studienplatz zugeteilt werden.
Der notwendige Notenschnitt für Humanmedizin war zu meiner damaligen Zeit schon ziemlich hoch, und mein Abi wahrlich nicht das Beste. Trotzdem hat es in weit weniger als 8 Jahren Wartezeit geklappt. Das man dann aber wenig Einfluss auf den Studienort hat, ist natürlich ein Haken an der Sache.

In meinen Augen gibt es in der Veterinärmedizin nur einen Ort, an dem man wirklich gut auf die medizinische Arbeit mit Tieren vorbereitet wird, und das ist die Uni. Alternativen dazu gibt es nicht.

Grüße

Melanie_M
22.03.09, 21:32
Naja, aber vielleicht möchte Sunny ja gar nicht Veterinärmedizinerin werden, sondern sich mit alternativen Therapien beschäftigen?
Das kann man ja auch gar nicht vergleichen.

Es muss sowieso beides geben.. und vieles mehr!

19Sunny88
22.03.09, 21:34
Hallo Ahnungsloser ...

Also ich habe nach meinem Realschulabschluss (Bayern 2004 - Schnitt 1,3) eine Ausbildung zur Krankenpflegerin gemacht. 2007 habe ich neben meinem Berufsabschluss an einem Abendkurs der Berufsoberschule teilgenommen und somit auch meine fachgebunde Hochschulreife erlangt. 2008, also letzes Jahr habe ich in einem Ganztagskurs dann die allgemeine Hochschulreife gemacht. Schnitt war hier 1,6. Ich habe also schon eine Hochschulreife, die meiner Meinung nach gar nicht so schlecht ausgefallen ist.

Ein Medizinstudium kommt für mich leider nicht in Frage, da ich schon in meiner Ausbildung die Erfahrung machen musste, mit einer überdimensionalen Menge an Blut nicht umgehen zu können. In einen Schlachthof kann ich auch nicht gehen. Ich war einmal bei der Schlachtung von einem Schwein dabei und diese Erfahrung möchte ich in meinem ganzen Leben nie wieder erleben müssen. Außerdem widerstreben mir manche Behandlungen der Schulmedizin. Patienten werden mit einer Vielzahl von starken Medikamenten vollgepumpt - das ist so, als wenn man mit einem Hammer nach einer Fliege schlägt.

Ich hoffe, dass ihr mich jetz ein bisschen besser verstehen könnt. Ich habe lange darüber nachgedacht, wie ich trotz der o.g. Schwächen doch noch eine Tätigkeit erlangen kann, bei der ich den Tieren helfen kann. Tierheilpraktiker erscheint mir hier als optimales Ziel für mich zu sein. Ich interessiere mich sehr für alternative Behandlungsmethoden und (muss auch keine OP durchführen). Kleine bis mittlere Wunden stören mich nicht. Aber eine OP liegt wirklich außerhalb von dem, was ich verkraften kann ...

Kogla
28.03.09, 15:30
Was kann ein 25jähriger, was ein 23jähriger nicht kann ???

Es geht nicht darum, dass ein 25jähriger mehr könnte als ein 23jähriger. Aber ich finde diese Regelung gut, denn überlege mal du machst eine Praxis auf. Zu wem würden Leute eher gehen? Zu dem 20 jährigen oder zu jemandem, der schon weitaus älter ist? Es ist einfach eine Frage der Kompetenz und leider, aber teilweise auch zurecht, vermittelt man diese Kompetenz noch nicht mit 23. Das ist einfach so. Ich lasse mich auch nicht von jemandem operieren, der aussieht als hätte er gerade das Studium abgeschlossen.

Deine Einstellung finde ich etwas problemtaisch, wenn du vorhast THP zu werden: Du kannst keine OP ertragen? Je nach dem auf welche Schule du gehst wirst du auch mal damit leben müssen, dass du an einem toten Pferdebein rumschnippelst. Kannst du sowas oder wird dir da schlecht?

Um ein erfolgreicher THP zu werden muss man mit dem Tierarzt arbeiten, in dem Sinne, dass der dir Kunden schickt. Wenn du allerdings so eine negative Einstellung gegenüber der Schulmedizin hast, kannst du damit nicht rechnen. Übrigends ist die Naturheilkunde nur eine Ergänzung zur Schulmedizin und leider sieht man das immer wieder, das Leute THP werden, weil sie die Schulmedizin verteufeln. Das sind allerdings die Leute, die sich mit dem was sie als THP verdienen, nicht über die Runden kommen und von vielen Leuten nicht für voll genommen werden.

Zu den Schulen: Achte auf einen hohen Praxisanteil und viel Unterrichtsstunden. Empfehlen kann man dazu die ATM.
Mache schon vorher (bevor du dich anmeldest) Praktika bei TA. Da merkst du ob du 1. damit klar kommst ständig kranke Tiere zu sehen und 2. ob du damit klarkommst wie schwierig viele Tierhalter sind. Außerdem sammelst du Erfahrung und lernst Krankheitsbilder besser kennen.

Ahnungsloser
28.03.09, 19:59
Es gibt gute und schlechte Schulen, das kann man nicht pauschalisieren.

Welche THP-Schule bietet denn eine fast sechsjährige Vollzeitausbildung an, und das auch noch für „so wenig“ Geld?

Die Verwendung der (gesetzlich nicht geschützten) Berufsbezeichnung…
Genau das meinte ich. Ich darf mich auch als Tierheilpraktiker bezeichnen, ohne das ich auch nur jemals etwas mit Veterinärmedizin am Hut hatte.

@Sunny88

Da bin ich mit Kogla einer Meinung. Bevor du viel Geld in eine THP-Ausbildung investierst, solltest du dir genau überlegen, ob dass wirklich die richtige Berufswahl ist. Es gibt noch viele andere Tätigkeitsfelder, bei denen auch die Arbeit mit Tieren im Mittelpunkt steht.

Grüße

Kogla
28.03.09, 20:00
Die Berufsbezeichnung

Die Verwendung der (gesetzlich nicht geschützten) Berufsbezeichnung Tierheilpraktiker durch Personen, die - ohne Arzt zu sein - bei der Behandlung von Tieren Naturheilverfahren anwenden und eine entsprechende Ausbildung abgeleistet haben, ist nicht als irreführend i. S. von § 3 UWG zu beanstanden. Eine etwaige Fehlvorstellung nicht zu vernachlässigender Teile des Verkehrs über das Erfordernis einer - nicht bestehenden - staatlichen Erlaubnispflicht ist im Rahmen der gebotenen Interessenabwägung als nicht schützenswert anzusehen.

(BGH, Urteil vom 22. 4. 1999 - I ZR 108/ 97)


Das heißt leider noch lange nicht, dass nicht einer kommt und sich als THP bezeichhnet, aber das ganze nur aus einem Buch gelernt hat oder ein Seminar besucht hat. Denn der Beruf an sich ist nicht staatlich geregelt. D.h. es gibt keine einheitliche Prüfung, keinen einheitlichen Lehrplan und somit auch keine Garantie für irgendwas.

19Sunny88
28.03.09, 20:28
Ich habe niergens geschrieben, dass ich die Schumedizin verteufle oder dass ich sie generell ablehne. Ich habe lediglich gesagt, dass mir EINIGE ANSICHTEN UND BEHANDLUNGSMETHODEN widerstreben. Ich hab lange genug im Krankenhaus gearbeitet um das behaupten zu können.

BLUT kann ich nicht sehen. Ein totes Bein blutet nicht mehr. Das stört mich nicht. Es geht auch nicht um bissl Blut, aber wenn man dann mal in einer Blutlache steht oder eine OP macht, in der es doch zu starken Blutungen kommt, wird mir schlecht. Aber das is ja nun mal kein Grund, warum ich kein THP werden kann. Notfall verarzte ich auch schwere Verletzungen, so wie ich es auf der Ambulanz auch gemacht habe. Aber ich muss mir ja nicht bewusst eine Praxis ans Bein binden, in der ich nun mal OP´s machen muss. Jeder TA macht so was nun mal ....




Zu der angeblichen Reife und dem besseren Wissen der Älteren:

Warum die Leute das machen is mir ein Rätzel. Es gibt genug Ärzte, die vor 25 Jahren mal was in ihrem Studium gelernt haben und mit den neuen Kenntnisen nicht mehr vertraut sind. Seminare müssen sie besuchen, aber ob die es dann machen is die andere Sache. Ich kann hier auch aus Erfahrung sprechen, wenn ich das behaupte. Es gibt genug junge Ärzte, die viel kompetenter sind als die "alten Hasen". Jeder is sicher schon mal bei einem Arzt gewesen und hat sich schlecht behandelt gefühlt bzw. der Arzt hat keine Krankheit gefunden. Wenn man dann aber mal n Beinbruch hatte und das vom ach so tollen Arzt nicht erkannt wurde und ein AIP´ler den chefarzt darauf hinweist, dann fängt man doch an zu Zweifeln, ob ein 50 Jähriger schlauer und kompetenter sein soll wie ein 25 Jähriger.

Ich kann dem nicht zu stimmen, dass 25jährige reifer sein sollen wie 20jährige. Das kommt auf die jeweilige Person an. Wenn ich einen guten Arzt suche, dann schaue ich auf das was er kann und ob er symptatisch is oder nicht und nicht darauf, wie alt der is.

Ich bin mir durchaus sicher, dass ich THP werden möchte. Ich hab mich lange damit beschäftigt und durchaus Pro und Contra durchdacht.

Kogla
28.03.09, 20:54
Dir wird schlecht wenn du viel Blut siehst, aber im Notfall hast du dann doch kein Problem mehr damit?!? Wie passt das jetzt zusammen?


Zu der angeblichen Reife und dem besseren Wissen der Älteren:

Warum die Leute das machen is mir ein Rätzel

Es geht nicht darum was DU machen würdest, sondern was die Mehrheit der Menschen machen würde. Und ich würde mein Tier auch nicht von einem TA oder THP behandeln lassen, der noch so jung aussieht, dass ich nicht von viel Erfahrung ausgehen kann.
Die Ausbildungsschulen machen das auch nicht um dich zu ärgern, sonder als Schutz, denn die möchten auch nicht, dass du die nächsten Jahre arbeitslos bist.

Wenn du die Chance hast Abitur zu machen, dann mache es. Als THP hast du kein festes Einkommen. Die meisten verdienen sehr sehr schlecht.
Du kannst ja was in die Richtung studieren. Entweder VetMed, aber auch Biologie bietet sich an.

19Sunny88
28.03.09, 22:21
Also entweder drücke ich mich nicht richtig aus oder ihr interpretiert gerne mal irgendwelche Sachverhalte zusammen.

Ich habe eine Ausbildung zur Krankenpflegerin gemacht. Da war ich auf der Intensiv-Station und habe Leute zusammen geflickt, die von einem Autounfall kamen. Ein Mann nach der Beipass-Op is die Wunde aufgerissen, weil er wieder belebt werden musste und ich hang mit meinem Arm in den seinem offenen Brustkorb drin.

Ich renne da nicht weg. Aber ich will es nicht darauf an legen OP´s machen zu müssen. Schlecht wir mir da sicher, aber ich mach es trotzdem. Was is da also so schlimm dran ?

Ich habe eine allgemeine Hochschulreife. Will aber kein Medizin studieren und wenns den THP nicht mehr gibt, dann gibts den nicht mehr. Das stürzt mich nicht in den finanziellen Worstcase. Ich bin gut abgesichert und müsste theoretisch nicht arbeiten gehen.

Will es aber machen, um eine Beschäftigung zu haben und eine Tätigkeit, bei der ich das Gefühl habe, geholfen zu haben.

Wenn ihr das so macht dann bitte. Ich kenn aber genug Leute, die nicht durch solch primitiven Blickwinkeln einen Arzt oder einen THP betrachten. Nebenbei erwähnt, hätte ich schon einige Leute, die mit ihren Tieren zu mir kommen würden, da sie mir vertrauen und meine Kompetenzen zu schätzen wissen würden.

Wenn alle THP so arme Würste sich und am Hungertuch nagen, dann versteh ich ja nicht, warum das alle machen wollen ?! Dann müssten ja alle ihre Praxis schließen. Aber wenn man Angst vor Konkurrenz hat, die jünger ist und vermeidlich auch besser, dann versteh ich eure Argumente durch aus

19Sunny88
28.03.09, 22:33
@ Kogla:

Ja mir wird schlecht. Is das ein Verbrechen? NEIN. Ich stell mich ja da nicht hin und übergeb mich da oder sonst was.

Aber es is eben ein Zustand, den ich nicht unbedingt haben muss. es gibt sicherlich bei dir auch Tätigkeiten, die du nicht leiden kannst, aber trotzdem machst.

Oder etwas nicht ?!

19Sunny88
28.03.09, 22:36
Naja, aber vielleicht möchte Sunny ja gar nicht Veterinärmedizinerin werden, sondern sich mit alternativen Therapien beschäftigen?
Das kann man ja auch gar nicht vergleichen.

Es muss sowieso beides geben.. und vieles mehr!

Hallo Melanie,

danke !!

Endlich mal Jemand, der mich verstanden hat.

Vom Notendurchschnitt her könnte ich es machen - will es aber nicht.

frisbee
29.03.09, 08:09
Einen Beruf sucht man sich i.d.R. aus und beschäftigt sich vorher damit. Man wägt normalerweise das Für und Wider ab und hat dann seine Gründe, weshalb man sich für das Eine oder Andere entscheidet.
Ich möchte keine Operationen machen, ich möchte keine Impfungen machen und möchte einige Dinge, die ein TA oder Arzt macht, nicht machen. Ich habe mich bewusst für diese Art der Medizin entschieden. Das hatte nichts damit zu tun ob ich hätte oder könnte oder sonst was, sondern ich wollte diesen anderen Weg gehen. Nicht mehr und nicht weniger. Und auch wenn ich aus vielen Jahren des Arzthelferinnendaseins viele Ärzte und ihre Behandlungsmethoden in Zweifel stelle, und dafür habe ich weiss Gott meine Gründe, so heisst das noch lange nicht, dass ich die Schulmedizin verteufele. Es gibt für alle Bereich Grenzen wo ein anderer Bereich eintritt, um Leben zu retten und nur weil ich eine alternative Behandlungsmethode gewählt habe,heisst das noch lange nicht, dass die Schulmedizin ablehne. Es darf mir aber noch immer gestattet sein, einige Schulmedizinischen Behandlungsmethoden kritisch in Frage zu stellen. Nicht mehr und nicht weniger. Wir sind mündige Menschen, die durchaus in der Lage sein sollten, Dinge zu hinterfragen und nicht immer alles als gegeben anzusehen, auch ohne gleich als "feindlich" eingestuft zu werden. Solange sich beide Berufssparten respektieren, ist das für mich ok.

Es ist auch nicht zwingend notwendig, mit einem TA zusammenzuarbeiten, das machen eh nur die wenigsten, weil sie uns meistens nicht ernst nehmen. Ich verlass mich lieber auf meine gute Arbeit und allein die bringt mir Patienten.

Ob man nun Blut sehen kann oder nicht....meine Güte, die meisten Menschen, die zum ersten Mal wirklich Blut gesehen haben, egal ob Unfall oder OP, kippen aus den Latschen, das ist zum grössten Teil auch Routinesache und ich kenne sogar Ärzte, die kein Blut sehen können. Sind das deshalb schlechtere Ärzte? Solange sie handeln, wenn es zu handeln gilt, habe ich damit kein Problem.

LG Marion

19Sunny88
29.03.09, 10:35
Hallo Frisbee ...

Danke für deinen Beitrag. Der hat mich jetz wieder motiviert. Ich dachte schon ich bin total ungeeignet für diesen Beruf.

Immerhin hast du verstanden, worum es mir gegangen ist. Nur weil wir andere Ansichten haben im Gegensatz zu Schulmedizin, sind wir doch keine schlechteren THP oder lehnen die Schulmedizin total ab. Sicher muss es hier einen Ausgleich geben. Einige Dinge, kann und sollte der TA behandeln aber andere Dinge sind bei einem THP einfach besser aufgehoben.

In wie weit ich mit einem TA zusammen arbeiten möchte, weiß ich noch nicht. Ich werde aber definitiv nicht die Arbeit der Schulmediziner in Frage stellen. Immerhin gehe ich ja auch schon jahrelang zu den Ärzten hier in der Umgebung und war mit einigen auch sehr zufrieden. Wobei ich sagen muss, dass so langsam auch schon welche auf die Homäopathie umsteigen und auch das Bewusstsein kommt, dass es nicht immer eine "Chemische Keule" sein muss. Die Patientern werden einfach auch immer aufgeklärter, was auch gut so ist.


Frisbee, ich hab auch in einem medizinischen Beruf gearbeitet und kann auch sagen, dass manche Behandlungsmethoden und Ansichten der Ärzte nicht mit meiner Moral übereinstimmen. Aber so etwas kann man auch nur beurteilen, wenn man schon einmal in dieser Richtung gearbeitet hat. Für den Patienten bleibt das alles verschlossen.

Ich hab mir das gut überlegt ob ich THP werden möchte. Das is ja nun nicht von Heute auf Morgen entstanden. Ich bin mir sicher, dass ich da meinem Weg gehen werden und sicher auch nicht weniger kompetent oder erfolgreich sein werden, wie andere.

Zum Blut:
Das denke ich auch so. Sicher bekommt man mit der Zeit eine gewisse Abhärtung. Ich kann sagen, dass mir schlecht wird, ich es aber im Notfall mache, weil es einfach meine Pflicht ist zu helfen und Leben zu retten. Aber wenn ich die Wahl habe und es nicht um Leben und Tod geht, dann darf gerne auch eine Kollegin in die OP und nicht ich. Wenn aber keine zur Vefügung steht, dann würde ich auch gehen - das is keine Frage.

Nur weiß ich eben von meiner Schwäche und gestehe mir die auch ein. THP operieren nicht, weil wir das ja auch gar nicht dürfen. Also bringe ich mich nicht bewusst in eine solche Situation. Notfallbehandlungen machen ich natürlich. Ich habe auch meinen eigenen Hund verarztet, als der mit etlichen iefen Bisswunden nach Hause kam, sonst hätte der gar nicht mehr bis zum TA überlebt.

Ahnungsloser
29.03.09, 16:31
Hallo Sunny88,

als Tierarzt stehen dir alle Therapiemöglichkeiten offen. Ob du also „Schulmedizin“, Pendeln oder einen Regentanz machst, ist ganz allein deine Sache. Meiner Meinung nach ist der Themenkomplex der Medizin viel zu umfangreich um ihn in einer THP-Schule oder sogar im Selbststudium „mal eben so neben der Arbeit“ lernen zu können. Auch wenn du ein Naturtalent im Behandeln von Tieren wärst, ohne die entsprechenden Grundlagen fehlen einfach die Grundvoraussetzungen um ein solchen Beruf kompetent ausüben zu können. Allein das Uni-Studium ist so umfangreich, dass du in der Ausbildungszeit gar keine Chance haben wirst, alle späteren, möglichen beruflichen Felder wirklich intensiv kennen zu lernen. Diesen Nachteil kann man durchaus auch als Vorteil nutzen, indem man bewusst, die Dinge, die einem weniger liegen, vermehrt außen vor lässt.

Du hast geschrieben, dass du dein Abitur gemacht hast. Dann nutze das doch auch, bevor du dir irgendwann in ein paar Jahren wegen einer möglicherweise vergebenen Chance in den A**** beißt.

Grüße

19Sunny88
29.03.09, 19:36
Hallo Ahnungsloser,

ich verstehe deine Argumente durchaus und kann sie auch nachvollziehen.

Ich möchte mich ja auch auf gewisse Tiere beschränken und dort jeweils so viel lernen wie möglich. Sicher werde ich mich auch immer weiterbilden und an so vielen Seminaren teil nehmen, wie ich kann.

Im Vergleich zu einem Studium, die ja 9 Semester lernen, stimme ich dir zu, dass die Ausbildung viel intensiver und fundierter ist, als ein 2 Jahre Fernstudium zum THP.

Doch denke ich, dass auch ein THP mit viel Engagement und Begeisterung für seinen Beruf genauso viel lernen kann und über das Fachwissen verfügen kann wie ein TA. Jedenfalls is es für mich klar, dass ich der fachlichen Kompetenz - auf meinem Gebiet - gegenüber den TA in nichts nachstehen will und mich evtl. auch in meinen Schwerpunkten besser auskennen möchte und auch muss um langfristig erfolgreich zu sein.

Die Qualität meiner Arbeit muss stimmen, sonst verliert man ja auch seine Patienten.

19Sunny88
30.03.09, 08:22
Zu den Hausfrauen kann ich nur anmerken:
Was hilft mir eine moderne Praxis mit allem drum und dran, wenn meine Patienten doch feststellen, dass ich von Tuten und Blasen keinen Ahnung habe? Da hab ich dann teuer Geld investiert in eien Ausstattung, die mir nichts bringt, da ich außer der Technik keine Kompetenz und Ahung vor zu weisen habe.

Bevor sie den THP verbieten, verbieten sie eher den HP. Leider is es ja nun mal allgemein bekannt, dass dem Staat das Wohle der Tiere am A..... vorbeigeht. Besonders auffällig ist das dann, wenn Tierschützer shcon zum 100x einen Mastbetrieb anklagen und die Regierung nichts macht. Kam erst vor einiger Zeit ein schöner Beitrag bei Stern TV über einen Kanninchenmastbetrieb in Deutschland. Katasthrophale Zustände dort und die Tiere in einem erbärmlichen Zustand.

Ich verstehe deine Argumentation durch aus. Aber da kann ich auch eine Rückfrage stellen: Was macht ihr denn wenn es so weit kommen sollte und der THP verboten wird? Ich kann auch in 5 Jahren noch VetMed studieren, wenn es denn erforderlich sein sollte bzw. ich mich evtl auch nach 3 Jahren entschließe das Studium doch zu machen.

Sicher kann sich da noch einiges ändern. Momentan bin ich aber davon überzeugt, dass der THP der richtige Weg sein wird, da ich auch in diese Richtung arbeiten möchte. VetMed kann ich auch noch parallel zu meiner Arbeit als THP dann ranhängen.

Weiterbildungsseminare will ich so viele besuchen, wie ich kann. Es is für mich wirklich wichtig, dass ich viel Wissen habe. Einfach nur aus Laune heraus würde ich auch an kein Tier rangehen um daran rumzupraktizieren. Da hab ich ja Sorge, mehr kaputt zu machen als alles andere. Bitte versteht mich nicht falsch. Ich will ja nicht eine Praxis eröffnen, wo ich dann Scharlatanerei betreibe - sondern mit viel Kompetenz und guter Arbeit die Patienten von mich überzeugen, damit ich langfristig auch eine gute Chance habe am Markt erfolgreich zu sein ...

Leider gibt es ja genug "schwarze Schafe" in der Branche (sicher auch in anderen) aber da will ich mich weit distanzieren.

Melanie_M
30.03.09, 09:22
Angenommen Du bekommst einen Anruf, dass eine Katze verletzt ist. Du kommst zum Tierhalter. Die Katze ist vor dessen Haus angefahren worden und liegt in einer Blutlache. Die Leute haben die Katze lediglich zugedeckt und nicht angefasst, aus Angst, dass sie noch mehr verletzen. Möchtest Du dann wegrennen ?

Hi Nicky,
wenn mich jemand anruft und mir sagt, dass eine Katze angefahren wurde, werde ich nicht dort hin fahren (es sei denn es ist ausdrücklich erwünscht ZUSÄTZLICH zum Tierarzt) , sonder dem Tierhalter sagen, er soll sofort zum Tierarzt bzw. in die Tierklinik fahren.


Ob man nun Blut sehen kann oder nicht....meine Güte, die meisten Menschen, die zum ersten Mal wirklich Blut gesehen haben, egal ob Unfall oder OP, kippen aus den Latschen, das ist zum grössten Teil auch Routinesache und ich kenne sogar Ärzte, die kein Blut sehen können. Sind das deshalb schlechtere Ärzte? Solange sie handeln, wenn es zu handeln gilt, habe ich damit kein Problem.

Das sehe ich auch so wie Marion. Und im Notfall handelt man meist sowieso anderst als geplant....
Ich bin auch jemand, der mit viel Blut nicht gut kann.. als ich vor einiger Zeit einen Jungen im Reitunterricht hatte, der einen leichten Tritt an den Kopf (Mit Hufeisen an die Stirn) bekam -- da handelt man ganz automatisiert und geht mit den Unmengen, die aus dem Kopf quillen ganz anders um, als wenn man da vom Sofa aus drüber nachdenkt.


Sonnige Grüße
Melanie

19Sunny88
30.03.09, 10:47
Hallo Melanie ...

Ich glaube auch, dass eine angefahren Katze, die sicherlichim Sterben liegt so schnell wie möglich von einem TA behandelt werden soll, dieser kann, wenn nötig auch eine OP machen. Das darf ich als THP gar nicht und mir sind ja auch die Mittel und Wege begrenzt ...

Ahnungsloser
30.03.09, 22:24
Hallo


Was hilft mir eine moderne Praxis mit allem drum und dran, wenn meine Patienten doch feststellen, dass ich von Tuten und Blasen keinen Ahnung habe?
Wenn du dich vor deinen Patienten gut verkaufen kannst, brauchst du ja auch von „Tuten und Blasen“ keine Ahnung haben. Nicht der bessere Therapeut, sondern der mit der größten „Marketingkompetenz“ hält sich über Wasser. Du arbeitest ja überwiegend mit Laien, und wenn du vermitteln kannst, dass z.B. tägliches Fellzupfen am Kopf mit einer (natürlich teureren) Spezialpinzette die oberflächliche Durchblutung und damit auch das Immunsystem der Haut des Tieres fördert, wirst du auch schon dein Geld damit umsetzen. Der Placebo-Effekt sorgt dann schon v.a. auch beim Halter in vielen Fällen für den Rest, der dann seinen Hund schon wesentlich gesünder und „Vitaler“ wahrnimmt. So viel auch zum Thema:“ Wer heilt hat Recht“. Darum lautet mein Spruch:“ Wer heilt hat Recht, und kann das auch beweisen“.

Es is für mich wirklich wichtig, dass ich viel Wissen habe.
Das das Streben nach Wissen und Fachkompetenz leider noch lange kein Garant für eine gut laufende Praxis ist, habe ich ja bereits geschrieben. Die Mischung aus richtigem Auftreten UND DANN ERST aus Fachwissen führt zum Erfolg.

VetMed kann ich auch noch parallel zu meiner Arbeit als THP dann ranhängen.

Hast du dich schon mal mit Vet.studenten unterhalten? Theoretisch mag das gehen, aber eine praktische Umsetzung halte ich aufgrund der intensiven Ausbildung für nicht möglich.

Grüße

19Sunny88
30.03.09, 22:59
Das beste Marketingkonzep auch auch nur LANGFRISTIG Erfolg, wenn ich auch Qualität verkaufe. Ein gutes Marketingkonzepte habe ich schon und das fundiert mit einer einmaligen Geschäftsidee wird sicherlich auf die Dauer erfolgreich sein, wenn auch etwas dahinter steht. Mein Mann ist PR-Manager, der mich da zu 100 Prozent unterstützt und hinter mir steht.

Beschreibe doch mal "richtiges Auftreten" genauer !!! Wi ch wo auftrete, kannst du gar nicht beurteien, da du mich persönlich nicht kennst. Ich habe schonvon mehreren Personen unabhängig gesagt bekommen, dass si mich durch aus schätze und auch die Arbeit, die ich vollbringe und das waren keine Freunde von mir. Auf der Intensiv-Station haben mich viele für den Arzt gehalten anstatt für eine Schwester. Da hat sich von nie jemand beklagt, dass ich zu jung wäre und sie daher kein Vertrauen zu mir hätten. Ganz im Gegenteil.

Ich habe einen VetMed-Studenten in meinem engeren Freundeskreis. Dieser hat mit mir die allgemeine Hochschulreife erlagt, war also in meiner Klasse und hat sogar einen Notenschnitt schlechter abgeschlossen wie ich. Auch er arbeitet nebenbei auf 400 EUR-Basis, da ein Studium teuer ist und nicht jeder mit dem goldenen Löffen im Mund geboren wurde. Auch hier besteht das Studium ja nicht aus Lesungen, die den ganzen Tag abgehalten werden. Auch Praktikers sind jeweils in Blöcke gegliedert. Mein Bekannter kommt damit super zurecht und ich kann nicht sagen, dass er schlchter da steht wie andere.

Aber ich merke schon, dass hat hier wenig Erfolg. Warum ihr alle so hartnäckig versucht allen diesen Beruf auszureden ist mir wirlich ein Rätzel. Bei meiner Anmeldung hae ich eigentlich darauf gehofft auch Menschen zu treffen, die meine Ansichten teilen, leide muss ich feststellen, dass die meisten eine sehr ablehnende Haltung dagegen haben. Sehr schade, wenn man bedenkt, dass ihr doch alle als THP praktiziert bzw. daran interessiert seit.

Melanie_M
31.03.09, 09:04
Liebste Sunny,


Aber ich merke schon, dass hat hier wenig Erfolg. Warum ihr alle so hartnäckig versucht allen diesen Beruf auszureden ist mir wirlich ein Rätzel. Bei meiner Anmeldung hae ich eigentlich darauf gehofft auch Menschen zu treffen, die meine Ansichten teilen, leide muss ich feststellen, dass die meisten eine sehr ablehnende Haltung dagegen haben. Sehr schade, wenn man bedenkt, dass ihr doch alle als THP praktiziert bzw. daran interessiert seit.


Vielleicht denken ja mehr als du denkst so, und mögen zu diesen ewigen Grundsatzdiskussionen einfach auch nichts mehr sagen. Es sind ja auch immer die selben Argumente. Letztendlich ist es deine Entscheidung und die triffst doch du, also lass dich nicht demotivieren. Ich persönlich finde, dass gerade die Arbeit mit alternativen Heilmethoden - sei es am Tier oder am Menschen - mit Herz gemacht werden muss, um zu helfen!! Und genau das sollte auch entscheiden - DEIN Herz!!
Warum sollte man immer so gegen seine Intuition arbeiten? Wenn du kein gutes Gefühl dabei hast, hat das wahrscheinlich einen Grund.


Bei meiner Anmeldung hae ich eigentlich darauf gehofft auch Menschen zu treffen, die meine Ansichten teilen, leide muss ich feststellen, dass die meisten eine sehr ablehnende Haltung dagegen haben. Sehr schade, wenn man bedenkt, dass ihr doch alle als THP praktiziert bzw. daran interessiert seit.

Hallo !! Hier bin ich doch!! *Wink* :juchu:
Und bin auch ganz sicher nicht die Einzige.

Also Kopf hoch.. es gibt immer zwei Seiten und es ist sicher richtig, sich erstmal mit dem Thema grundsätzlich zu beschäftigen und sich auch die Gegenargumente anzuhören und zu überdenken!

Noch mal zu Nicky,

Das war auch nur ein BEISPIEL. Vielleicht blöd gewählt, aber Du kannst mitunter schon mit "viel" Blut in Berührung kommen.
30.03.09 22:59

Schon klar, wollte das nur noch mal geschrieben haben - denn auch solche Patientenhalter gibt es... da wird erst mal der THP angerufen... :010:

Liebe Grüße
Melanie

19Sunny88
31.03.09, 09:15
Hallo Melanie,

bitte fühle dich nicht dadurch angesprochen. Du hast auch objektiv meine Fragen beantwortet und nicht versucht mir alles madig zu machen. Dieser Satz galt schon bestimmten Leuten und die jenigen wissen sicherlich dass die angespochen wurden.

Ich fand es nur sehr ärgerlich, dass ich Tread eröffnet habe, in dem ich zur Meinung einer gewissen Schule gefragt habe bzw. die Bitte hatte mir eine gute zu empfehlen, und dann wurde total vom Thema abgelenkt und ich musste mich regelrecht rechtfertigen, warum ich THP werden will und nicht VetMed.



Hallo Frisbee,

danke für deine Benachrichtigung. Ich wollte dir antworten. leider weiß ich nicht wie das hier geht *schäm* Ja mir is das auch schon aufgefallen, ´doch wurde das auf so eine agressive Art und Weise versucht und auf meine Argumente wurde gar nicht eingegangen und nur wieder eine Gegenfrage gestellt, dass ich der Ansicht bin, dass ich es in diesem Fall gut sein lasse und auf diese "Argumente" und Vorurteile nicht mehr eingehen werde.



Hallo Nicky,

Ja zur Hilfe bin ich sicherlich auch bereit. Aber in diesem speziellen Fall würde ich auch einen TA vorziehen. Sicherlich würde ich meine Hilfe nicht verweigern und der Katze versuchen zu helfen. Ich kann auch nur noch mal betonen, dass mir zwar schlecht wird, ich aber diese für mich unangenehmen Arbeiten im Notfall nicht ablehne, sondern genauso gewissenhaft durchführe, wie andere auch.

Den HP verbietet man, wenn denn überhaupt, als erstes. Wie schon in einem vorherigen Beitrag beschrieben, is das Wohle der Tiere nicht unbedingt ein Kernpunkt in der Politik. Aber man kann ja dann auch auf Physiotherapie umsteigen und das machen. Physiotherapeuten gibts ja nun für Human auch und das sind auch keine studierten Ärzte. Es wird immer Mittel und Wege geben, wie man doch eine für sich indeale Lösung finden kann. So sehe ich das für mich auch. Ich kann auch in 5 Jahren noch studieren, wenn ich das für notwenig halte. Aber ich hab mir das ja nun auch einige Zeit überlegt und möchte eben eine Ausbildung zum THP machen. Wenns den nicht mehr gibt, dann werd ich weitersehen. Physiotherapeut erscheint mir eine gute Alternative zu sein (zu mal ich ja den Physiotherapeuten eh ran hängen wollte) Mein Geschäftskonzeot sieht neben dem THP aber noch andere Dienstleistungen vor und die werden definitv nicht verboten werden. Daher habe ich auch dann noch ein Standbein und kann in dieser Richtung arbeiten.

Mein Mann verdient eigentlich genug Geld. Also wenn es auch zu dem schlimmsten Fall kommen sollte, dann hab ich mich nicht ruiniert. Er untersütz mich da wo es geht und steht voll hinter mir. Auch er denkt, dass ich zum THP geeignet bin.



Hallo Ahnungloser,

bitte schreib mir nicht mehr. Du gehst weder auf meine Argumente ein, noch kannst du meine entkräften. Das einzigste was du vorzuweisen hast, sind die gleichen Schwerpunkte, die du nur jedes Mal anders formulierst. Warum du aber hier in diesem Forum bist wundert mich sehr, wenn du doch alle HP und THP so strinkt ablehnst ?!

Ich habe lange genug in einem "schulmedizinischen" Bereich gearbeitet um sagen zu können, dass dort auch mehr kaputt gemacht wird als geheilt wird. Wenn Patienten dann ins blaue rein auf irgendwelche Krankheiten mit starken Medis behandelt werden. obwohl der Arzt nicht mal weiß, welche Krankheit vorliegt, dann rollen sich mir die Nägel hoch. So was passiert auch nciht selten sonder oft genug, da kein Arzt sich eingestehen will, dass er keine Ahnung hat was demjengen Patienten fehlt.

Sicher tun sie auch ihr gutes. Das streite ich nicht ab. Aber MANCHE DINGE sind eben für mich nicht akzeptabel.

Kogla
31.03.09, 11:09
Warum ihr alle so hartnäckig versucht allen diesen Beruf auszureden ist mir wirlich ein Rätzel

Kann ich dir erklären:

1.es gibt Massen an THP. Wenn man sich mal durch diverse Verbandshomepages durchwühlt findet man alle paar Kilometer einen, aber ein THP sollte ja ein weites Gebiet abdecken können, also ist der Markt sowieso überflutet, was zur Folge hat, das man kaum Chancen hat, von dem Beruf zu leben. Das spricht gegen den Berufswunsch, vor allem, wenn man die Chance hätte erst was zu studieren.

2.ich kenne leider mehr inkompetente als kompetente THPs. Dadurch haben die TA auch eine gewisse Abneigung gegen THPs. Zu Recht! Denn kann man ihnen das verübeln? Jeder THP, der sich nicht richtig den A**** aufreißt und sich Fachwissen aneignet, der schadet den THPs, die tatsächlich gut sind. Denn die werden auch in die Schublade "Nix-Wisser" gesteckt.

3.mich stört an dem Beruf (obwohl ich ihn liebe) gewaltig, dass jeder "Depp" ihn erlernen kann. Man braucht NULL Vorbildung, wirklich Null. Das merkt man an allen Ecken und Kanten. Deshalb wünsche ich mir, dass eines Tages nur noch Leute mit Vorkenntnissen den THP machen dürfen (da könnte man z.B. sagen, alle VetMed, alle Chiropraktier (die auch Vetmeds sind) und alle Osteotherapeuten (die vorher auch Vetmed oder Humanphysio waren) dürfen den Beruf erlernen). Damit würde man die Qualität des Berufes steigern. Das wäre natürlich schade für die, die ohne Vorbildung eigentlich gut wären in dem Beruf, aber denen dürfte ein VetMed studium dann ja auch nicht zu schwer sein?!

4.Man gibt einen haufen Kohle für die Ausbildung aus, und die meisten hören ein Jahr nach der Ausbildung auf mit dem Beruf, weil sie merken, wie hart es ist, sich Kundschaft zu erarbeiten. Das heißt man setzt eventuell einen Haufen Schotter in den Sand. Du brauchst Kunden, die dich weiterempfehlen und die sozusagen Stammkunden bleiben. Dein Name muss sich rumsprechen und auch die Tierärzte müssen was von dir halten, damit sie die Patienten zu dir schicken.

5.Man verdient schlecht, man muss zu teilweise doofen Arbeitszeiten arbeiten (Abends oder am Wochenende, da die meisten Tierhalter berufstätig sind) und man muss einiges einstecken können.


Aber wenn du dich trotz dieser Punkte noch ermutigt fühlst kannst du es ja versuchen.
Was vielleicht wichtig wäre (wenn du schon die Einstellung hast, so viel wie möglich zu lernen und Fachwissen zu haben):
-Bist du an Anatomie interessiert? Kannst du gut auswendig lernen?
-Wie kommst du mit viel Lernen klar?
-Hast du Interesse an Biologie und Chemie in der Schule gehabt?
-Hast du mal geprüft, ob du eine Allergie gegen bestimmte Tiere hast, die du eigentlich behandeln willst?

19Sunny88
31.03.09, 11:39
Ahh wobei wir wieder bei dem Punkt wären, Angst vor Konkurrenz zu haben. Bei mir in der Umgebung gibts es keinen THP. Ein großer Markt steigert die Qualität der Arbeit. Ich als Patient möchte die Wahl habe zu welchem ich gehe und nicht auf den erst besten angewiesen sein müssen. Ich glaub wir haben hier gundlegend andere Vorstellungen davon, wie du arbeitest und ich gerne arbeiten möchte. TA gibts auch wie Sand am Meer ...

Man kann es immer so sehen, wie man will. Ich persönlich nutze inkompetente Partner als Vorteil für mich. Wenn andere schlecht sind is es nicht schwer besser zu sein. Aber einen guten THP zu topen soll doch das Ziel sein, wie jeder einzelne arbeiten sollte.

Vorbildung muss ja nun auch nicht unbedingt heißen, dass die es dann auch können müssen. Wenn ich mir manche Tierarzthelferin anschaue, da kann ich als Laie sogar behaupten mehr Ahnung von einem Hund zu haben, wie die. Anstatt den beruf für alle zu verschließen, sollte lieber eine einheitlich Abschlussprüfung her und den Niveaustand sollte gehoben werden. Dann ordentliche Weiterbildungen, die auch einheitlich sein sollten. Das wäre ein Schritt in die richtige Richtung und nicht der Verschluss des Berufes für Leute, die der Meinung sind besse zu sein wie andere. Ich kann dir heute schon bestätigen, dass ich einen von denen toppen könnte.

Die meisten hören auf ?! Pech für die. Da hat man eben nicht genug Ergeiz und Engagement oder ein richiges Konzept um seinen "Traumberuf" umzusetzen.

Also doofe Arbeitszeiten kenne ich genug. Wochenede und Feiertage und dann auch Nachtschicht. Ich lebe auch noch. Wer wert darauf legt das Wochenende zu Hause zu sein und immer um 16 Uhr Feierabend zu habe, der tut mit so wie so leid. Wenn ich selbsständig arbeite und mir das so aussuche, dann liebe ich meinen Beruf und da stör ich mich nicht an den Arbeitszeiten. Entweder mir macht es Spaß - dann auch am Wochenende oder eben nicht - dann is es besser wenn man aufhört.

Ich hab ein Staatsexmen als Krankenpfleger gemacht. Ich weiß ja nicht, ob du den Umfang dieser Ausbildung kennst, aber Anatomie usw. gehören ebenfalls dazu. Ich kann gut leicht und schnell lernen, habe keine Probleme damit Theore in Praxis umzusetzen und bin sehr engagiert, wenn ich mir was in den Kopf gesetz habe.

Allergien habe ich natürlich keine. Sicher habe ich mich testen lassen, ob eine Allergie vorhanden ist. Das is ja nun mal echt eines der ersten Dinge, die eine verantwortungsvolle Person tun würde ...

frisbee
31.03.09, 15:21
Sagt mal, was wird das hier eigentlich???
Ich kann ehrlich gesagt nur den Kopf schütteln über so viel Wut und offensichtlich auch Hass.

In jedem Beruf gibt es schwarze Schafe und wenn ein THP nicht gut ist, dann wird sich das von alleine über kurz oder lang regulieren, der/die bekommt dann nämlich keine Patienten mehr. Punkt.
Es gibt soo viele verschiedene alternative Behandlungsmethoden und selbst wenn zehn THPs auf einem "Haufen" sind, dann kann doch jeder von ihnen etwas anderes. Punkt.
Gemessen an Ärzte/Tierärzte usw. ist die Anzahl der THPs nun wirklich mehr als gering, von daher kann ich diese Argumentation nicht verstehen. Dann dürften die vielen TÄ (die übrigens immer noch in der Überzahl sind) nicht überleben. Punkt.
Wenn jemand eine Ausbildung beginnt und dann hinschmeisst, dann ist das seine eigene Angelegenheit, das hat ja dann wohl eher weniger mit dem Berufsbild zu tun. Punkt.
Wer sich für diesen Beruf entschieden hat, der weiss, worauf er sich einlässt. Zumindest gehe ich davon aus, denn wenn nicht, dann hat er ein Problem, aber auch dies hat nichts mit dem Berufsbild zu tun. JEDER, der sich selbständig macht, sollte sich vorher im Klaren darüber sein, auf was er sich da einlässt. Er sollte ein Konzept haben und sehen, wie die Chancen stehen und selbst dann gibt es dafür keine Garantie. Und auch dies hat nichts mit dem Berufsbild an sich zu tun. Punkt.

Kogla, wenn Du der Meinung bist (und die hast Du jetzt schon mehrfach mehr als deutlich zum Ausdruck gebracht), dass die meisten Kolleginnen nichts können und dass man diesen Beruf besser nicht erlernen sollte, dann würde ich den Vorschlag machen nicht darüber zu urteilen, sondern versuchen diesen Kolleginnen etwas beizubringen und ihnen zu helfen, es sei denn Du hast Angst vor Konkurrenz und das wäre sehr schade. Eine Kollegin sagt mal so schön treffen, es ist für jeden genug da....

Ähm...ja und nur mal so am Rande: ich habe mich nicht gegen irgendwelche Allergien testen lassen. Da ich in meinem ganzen Leben (und wenn ich den Berufswunsch eines THPs habe, dann gehe ich davon aus, dass derjenige bereits im Vorfeld viel mit Tieren zu tun hatte, sonst hätte er i.d.R. diesen Wunsch nicht) viel mit Tieren Kontakt hatte, wäre mit Sicherheit schon mal die eine oder andere Allergie aufgefallen...

LG Marion

Kogla
31.03.09, 17:59
@sunny: Keine Sorge, du machst mir gewiss keine Konkurenz, du wohnst nämlich sehr weit weg von mir:)
Ich wollte auch nur sagen, was die Nachteile und Schwierigkeiten sind bei einem solchen Beruf. Wenn das alles für dich kein Problem ist, dann ist ja gut.
Ich habe auch nichts von Tierarzthelfern gesagt. Und Nichtskönner findet man überall. Auch manche TA sind Flaschen. Aber das war mir klar, dass jetzt dagegen gewettert wird, dass ich der Meinung bin, nur mit entsprechender Vorbildung sollte der Beruf erlaubt sein. Naja, ist ja auch "nur" ein Tier an dem man rumbehandelt:o
Aber es ist auch typisch, dass dann so Argumente kommen "die anderen, die sich als was besseres fühlen". Ist Wissen/Können etwas schlimmes?


@frisbee: Nein, ich habe wie gesagt keine Angst vor Konkurenz, ich habe nur Angst vor Leuten, die an Tieren rumtherapieren, ohne viel Plan zu haben. Man lernt nun mal nicht in ein paar Wochenendseminaren und ein paar Fortbildungen alles, was in manchen Fällen nötig wäre.
Ich kenne 3 THPs, die wirklich gut sind. 2 davon TA mit Spezialisierung und eine THP mit Medi-Vorkenntnis. Ich kenne aber auch 5 THPs, die aus heiterem Himmel und Hausfrauenlangeweile THP geworden sind und nun an Pferden/oder anderen Tieren rumdoktorn. Da wird dann dem Cushing Pferd eine Bachblütentherapie vorgeschlagen statt Pergolid zu geben und der Ekzemer wird mit Lavendelöl eingeschmiert. Da bekomme ich Anfälle, nicht nur weil es für den Tierhalter rausgeschmissenes Geld ist, sondern auch, weil es letztendlich den Tieren schadet. (Das Cushingpferd, das gleich 3 verschiedene THPs durchlaufen musste, bekam dann Hufrehe, weil keiner der 3 die Symptome erkannt hat).

Ich habe mich auch nie gegen eine Allergie testen lassen, allerdings bin ich auch mit Hunden, Katzen, Meerschweinchen und Pferden groß geworden und weiß gegen welche ich allergisch bin und gegen welche nicht;)
Nur wenn man vorher nur selten Kontakt zu z.B. einem Hund hat, sollte man es vielleicht doch lieber testen lassen!

Sunny: Wenn du tatsächlich THP werden willst, dann wünsche ich dir viel Glück und Erfolg und Durchhaltevermögen und ich wünsche mir auch, dass du Wort hälst und dich regelmäßig fortbildest. Den Tieren zuliebe.

19Sunny88
31.03.09, 19:47
Hass verspüre ich nicht aber so langsam kommt mir echt die Wut, dass ich mich 1000 Mal wiederholen muss und dann immer wieder dagegen geredet wird.

Ich habe nie mals gesagt, dass es "nur" ein Tier ist. Für mich sind sie viel wert, sonst würde ich das ja nicht machen. Aber damit unterstellst du ja nicht nur mir, sondern auch allen anderen THP´s, dass sie an nem Tier umherdoktorn und außer dei 3 Leute die du kennst keiner gut is. Aber du kennst nicht alle und kannst daher gar nicht beurteilen wie es für alle ist.

Tierärzte gibt es bei uns viele. Auf 20 km Umkreis haben wir 5 Stück, wobei sich alles auf Dörfer erstreckt. THPßs hingehen gibt es bei uns gar keinen. Daher kann ich von meiner Region sprechen, dass es durchaus mehr TA gibt als THP.

Versprechen muss ich nur mir was und das reicht mir aus. Für mich is das auch jetz beendet. Ich hab echt keine Lust mich hier ständig rechtfertigen zu müssen und mir Unterstellungen anhören zu müssen. Ich kann nur zum 100x wiederholen, das ich mich so wie so fortbilden werde, wie es jeder verantwortungsvolle THP tun würde und sollte.

Das Berufsbild habe ich auch nie in Frage gestellt. Ich sehe den THP weiterhin als gute Ergänzung zu einem TA an und so wird es auch bleiben. Nur bin ich leicht geschockt, welche Unstimmigkeiten und Anschuldigungen unter den Kollegen herschen. Sehr traurig

19Sunny88
31.03.09, 19:50
Ach und n Allergietest musste ich eh wegen der Arbeit machen und auch weil ich Heuschnupfen habe. Da war das für mich ein Abwasch gleich einige Tiere mittesten zu lassen.

Dass ich gegen Katzen, Hunde und Kanninchen/Meerschweinchen/Hamster nicht allergisch bin kann ich aus Erfahrung sagen.

Pferde hab ich selten Umgang, daher konnte das nur ein Test abklären.

Kogla
31.03.09, 20:09
Ich habe nie mals gesagt, dass es "nur" ein Tier ist. Für mich sind sie viel wert, sonst würde ich das ja nicht machen. Aber damit unterstellst du ja nicht nur mir, sondern auch allen anderen THP´s, dass sie an nem Tier umherdoktorn und außer dei 3 Leute die du kennst keiner gut is. Aber du kennst nicht alle und kannst daher gar nicht beurteilen wie es für alle ist.



Du bekommst auch alles in den falschen Hut, oder?
Du hattest gefragt, warum hier manche etwas "empfindlich" auf den Beruf reagieren und ich hatte die Gründe dafür genannt, die ICH habe (d.h. jm. anderes kann ganz andere Ansichten haben). Dass du das jetzt alles dauernd auf dich beziehst, ist dein Problem. Von mir beabsichtigt ist das nicht, denn ich kenne dich ja noch nicht mal persönlich!
Ich habe auch nie gesagt, dass alle THPs schlecht sind. Klar kenne ich die meisten nicht, aber ich kann das sagen, was ich mitbekomme, und das ist halt sehr oft etwas Negatives. Leider sind nun mal die Mehrzahl der THPs Halbwissende, aber du (oder andere) müssen ja nicht automatisch dazu gehören! Ich wünsche mir nichts mehr, als das die Gesamtqualiät im Bereich THP steigert. Wie das erreicht wird, ist anderen überlassen. Nur so wie es im Moment ist (das jeder an jeder x-beliebigen Schule innerhalb von ein paar WE-Seminaren lernen kann) ist es leider kein guter Schein, der auf die THPs fällt. Das macht es natürlich den guten THPs umso schwerer, deshalb verstehe ich auch nicht, warum sich dagegen so gewehrt wird oder soll ich jetzt mit dem Spruch kommen "Getroffene Hunde bellen"? Wohl eher nicht, denn ich hoffe ja jetzt einfach mal, dass hier ein Missverständnis vorlag;)

19Sunny88
31.03.09, 21:35
Der Spruch würde bei mir ja auch schlecht zutreffen, da ich ja (noch) nicht als THP praktiziere.

Na, du hast aber auch schon recht allgemein geschrieben und wenn solche Behauptungen kommen, dann beziehe ich das auch auf mich, da es ja immerhin eine Diskussion war, die wir beide geführt haben.

Ich denke auch, dass es ein Missverständnis war und sich jeder von uns in die Sache rein gesteigert hat.

Ich werd jetz mal meine Aubildung machen und in einem halben Jahr können wir ja weiter reden, wenn ich einen Einblick in die Ausbildung habe

Melanie_M
31.03.09, 21:48
@frisbee: Nein, ich habe wie gesagt keine Angst vor Konkurenz, ich habe nur Angst vor Leuten, die an Tieren rumtherapieren, ohne viel Plan zu haben. Man lernt nun mal nicht in ein paar Wochenendseminaren und ein paar Fortbildungen alles, was in manchen Fällen nötig wäre.
Ich kenne 3 THPs, die wirklich gut sind. 2 davon TA mit Spezialisierung und eine THP mit Medi-Vorkenntnis. Ich kenne aber auch 5 THPs, die aus heiterem Himmel und Hausfrauenlangeweile THP geworden sind und nun an Pferden/oder anderen Tieren rumdoktorn. Da wird dann dem Cushing Pferd eine Bachblütentherapie vorgeschlagen statt Pergolid zu geben und der Ekzemer wird mit Lavendelöl eingeschmiert. Da bekomme ich Anfälle, nicht nur weil es für den Tierhalter rausgeschmissenes Geld ist, sondern auch, weil es letztendlich den Tieren schadet. (Das Cushingpferd, das gleich 3 verschiedene THPs durchlaufen musste, bekam dann Hufrehe, weil keiner der 3 die Symptome erkannt hat).

Kogla,
ich stimme mit dir überein, dass es eine Überprüfung der Tierheilpraktiker geben sollte - vergleichbar mit der Heilpraktiker-Prüfung.

Aber deine Aussagen zu den Therapieformen finde ich einfach nicht richtig.
Ich kenne Leute, die bieten nun mal Bachblüten-Therapie oder nur Tierkommunikation an. Dann kommt ein Patientenhalter und spricht über die Leiden und der Behandler versucht nach bestem Wissen zu behandelnt.
Warum muss denn jeder alle Therapieformen können bzw. anwenden?

Liebe Grüße
Melanie

19Sunny88
31.03.09, 22:12
Hallo Melanie ...

sehe ich auch so. Lieber kann man weniger aber dafür intensiver.

Das Spektrum kann man ja im Laufe der Zeit auch erweitern.

Kogla
31.03.09, 22:38
Warum muss denn jeder alle Therapieformen können bzw. anwenden?


Hallo Melanie,

ich gebe dir völlig recht mit dem was du sagst. In der Tat ist es oft besser, wenn man sich auf ein paar wenige Therapien spezialisiert und da dann eben besonders gut ist;) nur muss man dann auch erkennen, wenn man damit an die Grenze stößt, dies zugeben und an einen anderen überweisen. Und in dem Cushingfall war das leider nicht der Fall. Dem Pferd ging es richtig mies, aber keiner der THPs hatte die Symptome richtig gedeutet, nur eine hatte in Richtung Stoffwechselstörung getippt. Da muss man dann aber auch nicht unbedingt mit einer Therapie behandeln, deren Wirkung bis jetzt nicht wirklich bewiesen ist. Das Ende vom Lied (bzw. das Fehlen einer richtigen Therapie) war leider ein heftiger Reheschub.
Deshalb muss man sich bei so Fällen auch trauen, zu sagen "nein, ich komme nicht weiter, da muss ein anderer Experte dran".

Sunny: Ich wünsche dir viel Spaß und Erfolg, berichte doch dann mal, wie dir die Ausbildung gefällt;)

19Sunny88
31.03.09, 23:27
Danke Kogla ...

also ich denke auch, dass es wichtig is, sich seine Schwächen einzugestehen und wenn ich nicht mehr weiter weiß, dann muss ich es zu geben. Oh nee so will ich net arbeiten später. Das arme Pferd

Ich werd euch mal in Kenntnis setzen :)

frisbee
01.04.09, 07:24
Naja, die Wirkung der Hom. ist auch nicht "bewiesen"....(obwohl ich BB jetzt auch nicht unbedingt bei schweren körperlichen Erkrankungen ausschliesslich einsetzen würde).
Aber sonst gebe ich euch recht, allerdings gilt das auch für Tierärzte, bei denen ich auch so manches Mal den Kopf geschüttelt habe. Das ist ja auch die Kunst eines jeden Berufes: die Kompetenz zu erkennen, wann ich nicht mehr weiterkomme und die Souveränität entweder andere zu Rate zu ziehen oder zu überweisen.
LG Marion

Kogla
01.04.09, 09:34
Naja, die Wirkung der Hom. ist auch nicht "bewiesen

Na aber schon mehr als Bachblüten. Man hat sowohl Bachblüten als auch Hom. versucht nachzuweisen. Bei Hom. konnte man zwar kein klipp und klares "ja-es wirkt" geben, aber die Tendenz in den Studien zeigt in diese Richtung. Bei Bachblüten konnte man keinen wirklichen Effekt aufzeigen. Wohl ab und an, allerdings wurde das dann mehr als Placebo gewertet.

19Sunny88
01.04.09, 11:44
@ Frisbee:

Ob nun deim Tierarzt oder beim Humanarzt - die nehmen sich beide nicht viel, was das angeht, sich zu seinen Schwächen zu bekennen. Das schlimmste is aber, dass dann vesucht wird mit starken Medikamenten auf eine Krankheit hin ins blaue zu bahandeln. Wie oft war man als Patient schon unzufrieden mit seinem Arzt ?!

Melanie_M
03.04.09, 09:07
Aber sonst gebe ich euch recht, allerdings gilt das auch für Tierärzte, bei denen ich auch so manches Mal den Kopf geschüttelt habe. Das ist ja auch die Kunst eines jeden Berufes: die Kompetenz zu erkennen, wann ich nicht mehr weiterkomme und die Souveränität entweder andere zu Rate zu ziehen oder zu überweisen.

Ja, da gebe ich euch allen natürlich Recht..

Mal eben Offtopic so ein "witziger" Fall:

Eine Patientenhalterin rief mich an, ihre Katze (14 Jahre) hat Anfälle, die an Epilepsie erinnern, außerdem kommt ihre Katze raum noch rein... Ich hatte ihr geraten, erst zum TA zu gehen, sie komplett durchchecken zu lassen, großes Blutbild usw.
Sie geht also zum TA, TA hat sich als in der Karteil notiert, dass die Katze apathisch wirkt (das war wahrscheinlich auch so), großes Blutbild i.O. , Nierenwerte grenzwertig aber sollten nichts mit den Symptomen zu tun haben, Verdacht auf Tumor im Kopf.

Total verzweifelt kommt sie zu mir, denkt schon darüber nacht, sie einschläfern zu lassen, weil sie nicht möchte, dass die Katze leidet.
Ich untersuche die Katze - - Flöhe!:eek::D
Nachdem die Flöhe dann weg waren ging es der Katze super und die "eigenartigen" Symptome verschwanden! :D

So!

Es gibt in allen Bereichen gute und schlechte Behandler, aufmerksame und nicht so aufmerksame, welche die immer auf dem neuesten Stand sind.. und welche die seit 10 Jahren keine Fachliteratur mehr in der Hand hatten.

Sunny,
egal was du machst, du wirst es bestimmt ordentlich machen!!:)

Lg
Melanie

19Sunny88
03.04.09, 10:03
OMG :eek:

Da läufts mir gleich kalt den Rücken runter wenn ich so was lese. Stell dir mal vor, sie hätte die Katze wirklich einschläfern lassen und das wegen Flöhe. Nicht auszudenken ....

Danke Melanie ... :)

Sebat
05.04.09, 14:53
Naja ... wie man sieht gibt es überall irgendwelche Stümper. Egal ob jetzt THP oder TA, HP oder Arzt.

Es kommt immer wieder darauf an was derjenige mit seinem erlernten Studium macht. Es kommt auch darauf an, ob man THP studiert um wirklich den Tieren zu helfen, oder um sich die Langeweile zu vertreiben (berühmtes Beispiel frustrierte Hausfrauen). Es gibt Leute, die haben wirklich einen Hang dazu das Spektrum des THP zu lernen und auch dementsprechend anzuwenden.

/offtopic an:
Und diese blöde Diskussion warum man denn nicht VetArzt lernt find ich absolut unpassend. Lieber Ahnungsloser ich möchte Dich hiermit bitten dass Du Deine Argumente weiterhin im HP Bereich von Dir lässt, und nicht noch anfängst hier im THP Bereich Deinen Senf dazugibst. Weil irgendwann kann auch ich Deine nervtötende Argumentation nicht mehr lesen. Zumal diese Argumentation den Anschein erweckt nur Unfrieden zu stiften, da ahnungsloserweise man sich ja nicht in der Lage sieht auch nur auf irgendwelche Fragen definitiv zu antworten, sondern stattdessen weiterhin mit irgendwelchen Statistiken um sich schmeisst. Der Tierbereich ist eine ganz andere Baustelle, die nicht in irgendwelche Statistiken und Zahlen passt.

Wie heisst es doch so schön von Herrn Nuhr: Wenn man von einer Sache keine Ahnung hat, dann einfach mal die Fr...e halten!

Recht herzlichen Dank!
/offtopic aus

Ich denke mal, jeder welcher den Beruf THP ernst nimmt, wird diesen Beruf auch dementsprechend verantwortungsbewusst ausführen.
Auch wird diese Person dann auch den Hintern in der Hose haben und auch mal zugeben das man bei dem erkrankten Tier einfach nicht mehr weiter weiss und dann eben die Behandlung an einem Kollegen oder TA weitergibt.

In diesem Sinne, denke ich das Sunny ihren Weg schon machen wird und auch auf Grund ihrer Vorbildung ihrer Verantwortung bewusst ist.

Liebe Grüße

Sebat

Natalie
05.04.09, 17:23
Liebe Sunny - um auch noch meinen Senf dazuzugeben ;)...Ich persönlich finde es optimal, wenn man zuvor in der Veterinärmedizin praktiziert hat...aber das ist hier ja nicht das Thema, sondern das Du nach einer THP Schule fragtest. In Augsburg hat dieses Jahr eine neue aufgemacht! Näheres gerne über PN.
LG

19Sunny88
05.04.09, 20:21
Hallo Sebat,
Hallo Nathalie,

danke für eure Beiträge und die Zustimmung. Ich habe mich jetz für das Institut für Tierheilkunde entschieden, der Probetag war wirklich super und ich habe dort ein sehr gutes Gefühl.

Leider ist der Julikurs schon voll -.- daher werde ich erst nächstes Jahr im Sommer mit meinem THP starten. Hab also noch Zeit mich mit der Materie vertraut zu machen und mich gut zu belesen. Außerdem habe ich jetz die Chance den Hundetrainer zu machen, den ich eigentlich im Nachhinein absolvieren wollte, aber auf Grund der gegebenen Umstände nun doch anfange.

Hundetrainer wollte ich hauptsächlich wegen meinem Chihuahua machen, der is ein echter Problemfall und ich möchte ihm einfach helfen.

Also schönen Sonntag noch

Sebat
05.04.09, 21:01
Na siehste...dann hat es ja was Gutes, wenn der Julikurs schon voll ist. Ausserdem ist es nicht schlecht sich im Vorfeld schon mal etwas einzulesen. Dann ist nicht gleich alles sofort als Bömische Dörfer geschrieben. Die Wahl einer Schule kannst eh nur Du entscheiden, da jeder für sich wissen muss, welche Schule für ihn das richtige ist. In diesem Fall kann man im Gegensatz zu den Pflichtschuljahren als Kind selbst entscheiden wo man denn lernen möchte :D

19Sunny88
05.04.09, 21:03
Ja war schon enttäuscht am Anfang aber so mach ich eben den Hundetrainer zu erst. Das is nicht so schlimm und mein Chihuahua gehts dann auch bissl besser (hoff ich zumindest)

Sebat
05.04.09, 21:51
Wer weiss wozu das Gut ist, dass Du erst später anfangen kannst. Wird schon seinen Sinn und Zweck haben. Warscheinlich ist es wichtiger Deinem Hund erstmal zu helfen ;)

19Sunny88
05.04.09, 23:24
Ja ich wollte ihm auch mit dem THP helfen, aber scheinbar soll es wohl der Trainer sein ^^

Naja ich lass mich jedenfalls nicht davon abbringen das Studium zum THP zu machen. Da hab ich eben ein Jahr Ehrenrunde und mach mich vorher schon mal schlau *hehe*

Trotzdem danke

Sebat
06.04.09, 16:43
richtig so. Kannst ja schon mal die Bibliothek plündern ;)

19Sunny88
06.04.09, 17:26
richtig so. Kannst ja schon mal die Bibliothek plündern ;)

Kannst du mir Bücher empfehlen, die gut sind ???

Sebat
06.04.09, 18:54
Als absolute Grundlage das "Lehrbuch für Tierheilpraktiker" von Sylvia Dauborn. Steht zwar viel drin, ist aber für meinen Geschmack nur als "Einleitung" zum Studium zu sehen. Und dann alles mögliche was Dich interessiert...Bachblüten, Schüssler Salze....je nachdem für welches Tier Du dich entscheidest. Musst mal hier im Forum gucken, irgendwo hat Nicky eine Liste mit Büchern gemacht, die lesenswert sind....

Kogla
06.04.09, 19:53
Für Anatomie:
"Atlas der angewandten Anatomie der Haustiere" von Geyer/Salomon
"Uni-Taschenbuch Band 13-Anatomie und Physiologie der Haustiere" von Löffler und Gäbel

Falls du später mal was homöopathisches machen willst:
"Materia Medica für Veterinärmediziner" von Steingasser

Falls du viel mit Pferden machen willst:
"Praxisorientierte Anatomie des Pferdes" von Wissdorf


Irgendwo gibt es auch ein Thema, wo Bücher für THPs empfohlen werden. Ich glaube im "THP-Anwärter"-Forum:)

19Sunny88
07.04.09, 12:00
Danke ihr Beiden ...

Werd ich gleich mal schauen

:)

Dewin
23.04.09, 13:11
Hallo Sunny,

ich habe vor Jahren mein Akupunktur-Studium bei dem Institut gemacht, wo Du jetzt hin willst. Ich persönlich würde es nicht nochmal da machen. Die Praxis kam dort echt zu kurz (sind kaum ans Tier ran gekommen und durften exakt 2 Nadeln setzen während der ganzen Studienzeit. Die Praktische Prüfung fand auf dem Papier statt und nicht am Tier....)
und in dem THP-Studium dort scheinend die wichtigen tiermedizinischen Grundlagen fast komplett zu fehlen.....
Die anderen Themen werden nur grob angerissen. Danach kannst Du sicherlich nicht ordentlich arbeiten.
Vergleiche doch mal die Studieninhalte. Ich finde da nichts mit tiermedizinischen Grundlagen.......
Sollte also gut überlegt sein......

Dewin
24.07.09, 12:03
Es gab bereits Beiträge zu dieser Frage.
Ich habe mit dem IfT keine so guten Erfahrungen gemacht. (Habe dort einen Studiengang mal gemacht...) Wie bereits in anderen Threads geschrieben, kann ich das Tier-Therapie-Zentrum empfehlen. Dort habe ich zuletzt meine Ausbildung gemacht und war sehr zufrieden.
Generell solltest Du auch nur für die 3 Behandlungsmethoden Akupunktur, Bachblütenund Homöopathie mindestens 3 1/2 Jahre rechnen. Bei nur 2 Jahren ist es definitiv so, dass da entweder an den Grundlagen der Tiermedizin gespart wird oder auch die Therapieverfahren alle nur mal kurz und knapp angerissen werden. Ich habe alleine für den THP mit Akupunktur, Bachblüten, Grundlagen und Homöopathie schon 3 1/2 Jahre Ausbildung gehabt. Ist in 2 Jahren nicht zu schaffen! Und womöglich noch bei 2 Tagen Unterricht pro Monat?? Geht sicher nicht...

Dewin
24.07.09, 13:46
Nicky, war nicht an Dich gerichtet :-)
Eher an jeden, der denkt, er kann es in 2 Jahren lernen....

Dewin
24.07.09, 15:29
Ja, das stimmt. Genau das wolllte ich damit sagen. Aber wenn man mal so schaut, so gibt es tausende THP, die eine 2-jährige Ausbildung gemacht haben und damit arbeiten. :(

Noch besser sind ja die, die es im reinen Fernstudium machen :eek:
Wie war das doch gleich: "Vorsicht, Tierheilpraktiker"... Ein nettes Buch. :)

Kogla
25.07.09, 23:38
Geht, wenn man wirklich nebenbei Praktika macht ! Wo ist dann das Problem, sehe ich keines.

Selbst wenn man nebenbei Praktika macht. Sagen wir mal bei einem TA, da die meisten THPs nicht so beschaeftigt sind, dass man bei ihnen eines machen kann: Lernst du somit tatsaechlich das, was du als spaeterer THP brauchst? Lernst du bei einem TA am Tier die Nadeln zu setzten, eine phtotherapeutische Behandlung anzuwenden und aus THP-Sicht zu arbeiten?
Und wenn man das Glueck hat bei einem THP einen Praktikumsplatz zu bekommen: Was machst du, wenn der die ganze Zeit Husten und Hautpilz Patienten hat, aber du keinen Schimmer von Lahmheitsuntersuchungen bekomst? Das laesst sich ewig so fortsetzten. Verstehe mich bitte nicht falsch: Ich halte viel von Praktika beim TA, wo man bestimmte Krankheiten life kennenlernt, aber zusaetzlich zu spezifischen Praktika!

So, das war jetzt das Ding mit den Praktika. Naechster Punkt: Was passiert, wenn ein Schueler die ganze Anatomie und Krankheitslehre im Heimstudium lernt. Er wird zunaechst ganz gut zurechtkommen. Meist sogar denken er haette alles verstanden. Aber was fehlt ist der Ansprechpartner und was vor allem haeufig passiert. Man liest etwas und denkt man hat es verstanden. Dann geht man in den Frontalunterricht und der Dozent spricht das Thema an und man merkt, dass man das Geschriebene etwas anders verstanden hat, als es nun eigentlich gemeint war. Ausserdem kommt im Frontalunterricht viel mehr rueber, wenn der Dozent Beispiele nennt oder Symptome bei Krankheiten ergaenzt usw. Frontalunterricht beugt eingeschleichende Fehler die der Schueler macht besser vor, als Heimstudium.

Sorry, aber dafuer wuerde ich keinen Penni ausgeben. Da kann ich mir auch einen Stapel Buecher kaufen, selbst lernen und ein paar Praktika machen und mich THP nennen.

Eine gute Ausbildung ist teuer, denn sie sollte schliesslich den Frontalunterricht enthalten (und da nicht nur 400 Stunden, sondern wenigstens 1000 pro Tierart) plus Praktika, die beaufsichtigt werden plus Skripte, die Informationen von mehreren Quellen vereinen und somit entsprechend umfangreich sind.

Dann muss man noch aufpassen, was eigentlich gelehrt wird. Wenn nicht nur die Naturheilverfahren gelehrt werden (wo vorher natuerlich eine ausfuerliche Einfuehrung in die Krankheitslehre und Anatomie stattfinden sollte), sondern gleich noch Physiotherapie, Osteotherapie etc., dann sollte man hellhoerig werden, weil das muesste an sich nochmal ein Studium pro Therapieart von mind. 2 Jahren Vollzeitunterricht sein.
Das ist leider was, was ich immer wieder beobachte: THP und dann eine Zusatzausbildung zur Physiotherapie (oder noch besser gleich zur Osteotherapie). Da wird dann je nach Schule 1-3 Jahre einmal im Monat ein Wochenende gelehrt, in welche Richtung man welches Bein zieht.
Bei THPs sind zum Glueck (hoffentlich) ausreichend Anatomiekenntnisse vorhanden, aber das was Physiotherapie oder Osteotherapie ausmacht, lernen die trotzdem nicht. Denn das geht mit so wenig Unterricht nicht. Oder ist ein Tier anders als der Mensch, wo man mind. 3 Jahre Vollzeitausbildung braucht und danach zahlreiche teure Fortbildungen macht um gut zu sein, bzw. fuer Osteotherapie nochmal 5 Jahre Berufsbegleitend dranhaengt. Wenn ich sowas zu jemandem sage, kommen immer so Sachen wie "die Ausbildung war aber gruendlich", "die Ausbildung war anstrengend". Witzig, aber auch traurig, wenn man an das Tier denkt.
Ich hatte neulich einer Tierphysiotante ueber die Schulter geschaut. Sie konnte mir noch nicht mal auf meine Fragen antworten, obwohl sie ja 3 Jahre lang hart gelernt hat. (ich konnte mich noch nicht mal in Fachsprache mit ihr unterhalten, zwar Anatomie, aber nichts Physiospezifisches).

Damit meine ich nicht, dass man als THP nie Tier-Physio werden darf, aber vielleicht mal ueberlegen, ob man dann nicht vorher das ganze als 3-jaehrige Ausbildung am Menschen machen sollte.