Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Bietet ihr ein kostenloses Erstgespräch an?
Hallo,
mit einigen Kolleginnen habe ich mich zu dem Thema eben schon in einem andern Thread ausgetauscht, aber ich möchte die Frage aus (für mich) aktuellem Anlass :) gerne noch einmal gesondert stellen:
Als HPPs, bietet ihr ein kostenloses Erstgespräch an?
Was sind eure Beweggründe dies zu tun, bzw. nicht zu tun?
Mir ist klar, daß das ganz individuell ist, aber ich hätte gerne ein bischen Gedankenfutter, da ich bei dem Thema hin- und hergerissen bin.
Liebe Grüße,
Carolina
hallo semiramis,
also auf die idee bin ich noch nie gekommen, da fehlt mir jetzt auch die begründung dazu, warum sollte ein hpp ein kostenloses erstgespräch anbieten?
also den tread werde ich jetzt mal suchen gehen.
lg carolin
Maerchenhexe
14.03.09, 15:40
Den findet man leider unter Stichwortsuche nicht, aber ich hab das auch mal gelesen. Das ist individuell verschieden, einige nehmen wirklich nichts dafür. Ich betreibe keine Praxis, kann ich also nicht wirklich mitreden. Würde aber berechnen.
Ein Erstgespräch ist ja kein Therapiegespräch, eher eine Information des Patienten was generell möglich ist. (zum beispiel welche Therapieformen bietet der Therapeut an)
So sehe ich das.
Und dafür dann Geld verlangen...hmmmm.....
Susanne
Liebe Laxshmi und Märchenhexe,
der Thread ist der kleine "Barbezahlung" Thread von heute morgen, auch von mir gestartet. :)
Ich setze mich im Moment mit den Honorar-Formalien auseinander, daher ist da momentan mein Thema.
Bin halt hin und her gerissen. Einerseits finde ich ein kostenloses Gespräch wirklich sehr nobel, andererseits muß ich meine Miete zahlen...:(
In gewisser Weise gehört das Gespräch für mich schon zur Therapie, da ich ja meine Zeit, mein Wissen usw. einbringe.
Ich habe "drüben im anderen Thread" auch schon geantwortet :) ... hole mal meinen Eintrag rüber :p
Für mich gehört das kostenlose EG dazu.. die Klienten sind auch dankbar dafür und die Überwindung, zu ner Therapie zu gehen, wir dadurch kleiner (erstmal schauen, wer das da ist, wie ich zu dem passe, ob ich mir vorstellen kann, ihm zu vertrauen, ob ich mich in den Räumen wohlfühle, etc)... wenn ich Anfragen am Tele bekommen und vorschlage, sie können zum kostenlosen und unverbindlichen EG vorbeikommen, merke ich, dass das vielen die Entscheidung erleichtert... und beim EG sage ich dann, dass sie nichts sofort entscheiden müssen - sie können alles auf sich wirken lassen, in Ruhe drüber schlafen und dann enstcheiden und sich melden oder nicht... meist dauert das EG auch nicht solange (20 min)...
Ich für mich finde es wichtig und fahre bisher gut damit :)
In gewisser Weise gehört das Gespräch für mich schon zur Therapie, da ich ja meine Zeit, mein Wissen usw. einbringe.
Sieht der Patient/Kunde/Klient das genauso?
Oder rechnet Ihr das dann an auf die Folgehonorare?
So wie im Handwerk: da kostet der Kostenvoranschlag - das Erstgespräch - natürlich auch was, wird aber nicht fällig wenn sich der Kunde zum Auftrag entschließt.
Susanne
Ich denke, der Klient sieht es als das, was es ist (bei mir) - kostenloses Infogespräch: wie ich arbeite, ob wir thematisch zusammenpassen, menschlich zusammenpassen, Rahmenbedingungen (Schweigepflicht, Geld, Dauer der Stunde)....
Ebenso ist dieses Gespräch auch wichtig für mich... es kann ja auch mal sein, dass ich einen Klienten ablehnen muss / möchte :) Und so kann ich mir auch einen ersten Eindruck von der Thematik und vom gegenüber machen...
LG :)
ja jede/r hat wohl eine andere vorgehensweise, ich lasse mir im erstgespräch erst mal den grund des kommens nennen und dann mach ich eine anamnese. nur dann habe ich alle informationen, die ich brauche um den klienten raten zu können. es gibt ja durchaus geschichten, da bin ich nicht die richtige.
das ist dann allerdings schon therpeutisches arbeiten, selbst wenn die klienten dann nicht mehr kommen egal aus welchem grund auch immer, haben sie doch schon allein durch das sammeln der fakten, unter umständen die eine oder andere erkenntnis gewonnen.
die situation das mich jemand anruft und dann keinen termin ausmacht kenne ich auch nicht, also komme ich erst gar nicht auf die idee den anrufenden den weg zu mir zu "erleichtern"
ansonsten kann ich nur sagen ich bin voll-hpp, lebe also davon. das einzige was ich zu "verkaufen" habe ist zeit. ich habe ja weder geräte noch medikamente noch sonst irgendetwas was ich in rechnung stellen könnte, also kann ich es mir auch nicht leisten, meine arbeitszeit kostenlos zur verfügung zu stellen.
großzügig bin ich dem punkt der zeitermittlung also da kann schon ne vierte stunde weniger berechnet werden.
Ich bin auch in Vollzeit tätig und habe auch Kosten.... aber für mich ist das Konzept trotzdem so stimmig :)
aber pecora ich habe doch nicht gemeint das alles außer mein konzept unstimmig ist, aber soweit ich semiramis verstanden haben sucht zwecks meinungsbildung nach unterschiedlichen vorgehensweisen und den dazugehörigen begründungen
ja jede/r hat wohl eine andere vorgehensweise, ich lasse mir im erstgespräch erst mal den grund des kommens nennen und dann mach ich eine anamnese. nur dann habe ich alle informationen, die ich brauche um den klienten raten zu können. es gibt ja durchaus geschichten, da bin ich nicht die richtige.
Wäre für mich persönlich unvorstellbar nach einem Erstgespräch, wie du es beschreibst, zu sagen:
Also Frau XY, nachdem wir uns so lange und ausführlich unterhalten haben, muss ich leider sagen, ich bin nicht die richtige Therapeutin für Sie. Meine Behandlungsschwerpunkte ligeen in einem anderen Bereich. Aber ich kann Ihnen da einen Kollegen empfehlen.
Das macht jetzt 50€, bitte in bar.
Verstehst du, was ich meine?
Susanne
Laxshmi... wollt auch nicht sagen, dass dein Konzept unstimmig ist... wollt nur sagen, dass dein Vorgehen für mich unstimmig wäre... :)
Maerchenhexe
14.03.09, 16:25
@Semiramis: hast aber nicht mal im Hochsauerland gewohnt, oder?? Kannte dort auch eine Dame diesen Pseudonyms. :D
Nein, den meinte ich nicht, vor einer Weile wurde das hier schon einmal kontrovers diskutiert, leider finde ich es nicht mehr.
Für mich gehört das kostenlose EG dazu.. die Klienten sind auch dankbar dafür und die Überwindung, zu ner Therapie zu gehen, wir dadurch kleiner (erstmal schauen, wer das da ist, wie ich zu dem passe, ob ich mir vorstellen kann, ihm zu vertrauen, ob ich mich in den Räumen wohlfühle, etc)... wenn ich Anfragen am Tele bekommen und vorschlage, sie können zum kostenlosen und unverbindlichen EG vorbeikommen, merke ich, dass das vielen die Entscheidung erleichtert... und beim EG sage ich dann, dass sie nichts sofort entscheiden müssen - sie können alles auf sich wirken lassen, in Ruhe drüber schlafen und dann enstcheiden und sich melden oder nicht... meist dauert das EG auch nicht solange (20 min)...
Ich für mich finde es wichtig und fahre bisher gut damit :)
Das kann ich so auch nur unterschreiben, ich praktiziere das jetzt seit 2 Jahren so und habe immer in dankbare Gesichter gesehen, wenn ich darauf hingewiesen habe ;) schließlich laufe ich mit Schuhen, die ich kaufen will, auch mal ein paar mal im Laden auf und ab und entscheide dann, ob sie passen:D:D Allerdings achte ich auch darauf in der ersten Begegnung noch keine therapeutischen Interventionen zu beginnen, es geht ums kennen lernen, ums Anliegen vortragen und um das Aufzeigen der Möglichkeiten, die ich als potentielle Therapeutin bieten könnte.
Nun kommt es manchmal vor, dass sich jemand sofort entscheidet, mit mir arbeiten zu wollen, dann mache ich nach der Entscheidung ein Break und ab dann beginnt die erste (kostenpflichtige) Therapiestunde. Aus diesem Grund hat es sich bewährt für mich, für ein EG zwei Zeitstunden im Planer zu belegen, dann bleibt dem Klienten und mir diese Option offen.
Manchmal kommen auch ein Klient, der Monate vorher bei mir war oder jetzt letzte Woche eine Klientin, die vor einem Jahr zu einem kostenlosen EG da war und jetzt erst eine Therapie beginnt. Das alles sind für mich Zeichen, dass sich das kostenlose EG durchaus lohnt.
Viel Spaß bei der weiteren Planung deiner Praxistätigkeit:)
Wäre für mich persönlich unvorstellbar nach einem Erstgespräch, wie du es beschreibst, zu sagen:
Also Frau XY, nachdem wir uns so lange und ausführlich unterhalten haben, muss ich leider sagen, ich bin nicht die richtige Therapeutin für Sie. Meine Behandlungsschwerpunkte ligeen in einem anderen Bereich. Aber ich kann Ihnen da einen Kollegen empfehlen.
Das macht jetzt 50€, bitte in bar.
Verstehst du, was ich meine?
Susanne
ja der arzt bekommt doch auch honorar wenn er an den facharzt überweist, der psychotherapeut bekommt doch auch probatorische stunden bezahlt, ich hatte da wirklich noch nie irgendwelche schwierigkeiten, oder das irgendjemand sich da verwundert geäußert hat, manchmal ist es im psychodschungel schon eine echte hilfe wenn dir jemand sagt ich rate ihnen diese oder jene vorgehensweise, oder ich würde ihnen empfehlen einen facharzt aufzusuchen.
Das "Honorar" für eine Weiterüberweisung ist aber sehr gering gegenüber dem einer Behandlung.
:)
Susanne
Das "Honorar" für eine Weiterüberweisung ist aber sehr gering gegenüber dem einer Behandlung.
:)
Susanne
ja aber meine dauert auch länger
Märchenhexe-nein, d i e Semiramis bin ich wohl nicht.:) Ich habe schon fast überall in Deutschland geohnt, aber das Hochsauerland war bislang noch nicht dabei!
Danke euch allen für die lebhafte Diskussion-
Ich denke, für mich persönlich ist eswohl am stimmigsten, wenn ich das Erstgespräch zu einem niedrigeren Satz, aber nicht umsonst anbiete.
Ach ja, Susanne:
Vielleicht wäre ja in einer solche Situation eine Möglichkeit, das Gespräch dann kostenlos führen, wenn die Zusammenarbeit aufgrund von Bedenken des Therapeuten nicht zustande kommt. :confused:
Dann würde für den Klienten nicht so eine seltsame Situation entstehen, in der er für eine Absage zahlt...Das ist ja allles gar nicht so einfach!:)
Schön, dass du deine Lösung gefunden hast :)
Ja, ich versuche es erst einmal so. Alles andere sind dann Erfahrungswerte, denke ich.:)
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