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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Arbeiten mit Kindern??



starrynight
04.02.09, 23:25
Hallo.

Ich bin seit kurzem HPP und würde gern wissen, ob wir generell mit Kindern arbeiten dürfen.
Es gibt sehr unterschiedliche Meinungen, ob wir hier therapeutisch tätig sein dürfen.

Weiß jemand Rat??

Gruß,
Verena

Hildegard
04.02.09, 23:31
Hallo Verena,
selbstverständlich darfst du als HPP mit Kindern arbeiten. Im Moment arbeite ich zu etwa 50% mit Kindern, obwohl das gar nicht meiner ursprünglichen Praxisidee entsprach, aber die Nachfrage ist sehr hoch, weil es auch wenige Psychologen und HPP´s gibt, die mit Kindern arbeiten. Es ist eine sehr befriedigende Arbeit und da ich die Eltern in die Arbeit einbinde, kommt auch die Arbeit mit Erwachsenen nicht zu kurz.
Möchtest du auch in dem Bereich arbeiten?
Ganz liebe Grüße
Hildegard

Sue Riahi
05.02.09, 06:32
Ich glaube off-topic:

Ich habe mir auch schon Gedanken darüber gemacht, mit Kindern zu arbeiten, habe das aber irgendwann verworfen, da ich keine eigenen Kinder habe.

Wie wichtig findet Ihr es, dass man eigene hat, um therapeutisch mit anderen Kindern arbeiten zu können?

Oder ist mein Gedankengang völlig unlogisch?

schmitz
05.02.09, 07:07
Ich kanns anur aus meiner "klinischen" Sicht sehen....

Hab einen kinderlosen Chef, der hat einfach kein Gespür für die Belange von Kinder und Eltern.

Wenn meine Docs in der Klinik Eltern werden, dann erleben wir eigentlich immer eine Änderung ihrer Arbeitsweise. Auf einmal haben sie mehr Zeit für Kind und Eltern, nehmen die kleinen Wehwehchen viel ernster als vorher.
Nicht falsch verstehen, die waren auch vorher gut in ihrem Job! Aber danach sind sie anders.
Und Eltern können sehr gut spüren ob ihr gegenüber Theoretiker oder Praktiker ist :-)

Beispiel von mir:
ich mache seit gut 17 Jahren Diabetesschulungen.
War prima in der Theorie.
Seit 2003 hat mein Sohn selbst Typ 1. Nun erlebe ich die Praxis.
Meine Patienten/eltern haben mir bestätigt, dass sich dadurch meine Schulungen massiv verändert haben.
Einfach, weil ich jetzt auch die Praxis lebe.

Ich würde nie soweit gehen zu sagen, dass man kinderlos keine Kinder therapiern sollte.

Aber geteilte Erfahrungen erleichtern die Arbeit oft ungemein.

Susanne

Sue Riahi
05.02.09, 07:21
Das habe ich mir auch so überlegt.....danke für Deine Einschätzung, Namensvetterin :)

Manja
05.02.09, 11:43
Ich glaube off-topic:

Ich habe mir auch schon Gedanken darüber gemacht, mit Kindern zu arbeiten, habe das aber irgendwann verworfen, da ich keine eigenen Kinder habe.

Wie wichtig findet Ihr es, dass man eigene hat, um therapeutisch mit anderen Kindern arbeiten zu können?

Oder ist mein Gedankengang völlig unlogisch?

Ich finde deine Frage gut.

Mir selbst geht es so, dass ich eher der "Praktiker" bin, Dinge gut und schneller umsetzen kann wenn ich sie praktisch gelernt habe.(Dass Theorie dazu gehört ist keine Frage). Ebenso läuft es mit den Kindern, durch meine eigenen weiss ich einfach manchmal was grad läuft bei der "Bande" im Kurs und kann sie händeln. Fazit: mir hilft meine Erfahrung mit den eigenen Kinder.

Dennoch: warum solltest du nicht trotzdem mit Kindern arbeiten können? Wenn du Einfühlungsvermögen hast + Wissen kann es prima klappen.
Es gibt Menschen, die können es einfach, probier´es aus!

Es gibt so viele Beispiele, in denen wir Dinge anwenden, tun, und hineinversetzen ohne alles selbst zu kennen. Ein Beispiel: ich habe mit einer Klientin ihre Wünsche erarbeitet und es kam u.a. zum Vorschein,dass sie früher gemalt hat. Daraufhin habe ich mit ihr an der Stelle weitergemacht, was es für sie bedeutet usw. Am Ende glaubt sie ich würde auch malen :) und ich hab ihr gestanden,dass ich davon keinen blassen Schimmer hab:D

Weisst,was ich meine?

Nur Mut!

Pecora
05.02.09, 11:53
Hallo :)

ich sehe das auch wie meine Vorrednerinnen :) ich habe auch keine Kinder und maße mir trotzdem an zu sagen, dass ich gut mit Kiddies kann :p...
Das wichtigste für mich ist: Respekt und Augenhöhe... ich behandle einen anderen Menschen nur so, wie ich selbst auch möchte, wie andere mit mir umgehen... das gilt auch für Kinder... Einfühlungsvermögen, Respekt, Achtung, Wertschätzung und ne Portion Intuition.... das sind Dinge, die wir eh nicht lernen können...

Just try it!!!! :p

:)

laxshmi
05.02.09, 12:31
ich kann leider nicht so gut mit kindern. bei kindern gelingt es mir nicht mich abzugrenzen. leide zu sehr mit. vor allem wenn ich die eltern nicht zum mitmachen motivieren kann.

ConnyHannover
05.02.09, 13:43
Hallo Ihr Lieben,

Verena und ich hatten gestern abend darüber gesprochen.
Ich bin ebenfalls HPP und gerade in der Praxisgründungsphase.

Vor einigen Wochen hatte mich eine Bekannte angesprochen, ob sie ihr Kind bei mir anmelden könne.
Daher die Frage, ob wir - ohne pädagogische Aus- bzw. sonstige Weiterbildung - einfach mit unserer Methode mit Kindern arbeiten dürfen.
(z. B. Thema Sorgfaltspflicht.. Was passiert, wenn was passiert..)

Danke für Eure Antworten und viele Grüsse :)

Conny

Pecora
05.02.09, 13:51
dürfen dürfen wir schon... aber vielleicht sollte jeder zumindest in einem Bereich eine Fortbildung gemacht haben, in der auf Besonderheiten bei Kindern eingegangen wird...

Ich habe zB den Entspannungstrainer für Kinde rgmacht... ich will nicht sagen, dass es damit getan ist, aber ich wurde auf alle Fälle sehr sensibilisiert für die Besonderheiten der Arbeit mit Kinder...

Seit dem hadere ich nämlich, ob ich Gruppenarbeit mit Kindern mache - voher war ich überzeugt davon ;)

Ich bin noch am "in mich hinein horchen" :)

Aber arbeiten möcte ich auch gern mal mit Kindern... bevorzugt in der Entspannung :)

Maerchenhexe
06.02.09, 09:46
Nicht umsonst, finde ich, gibt es spezielle Kinder-und Jugendpsychologen. Ohne weitere Schulung würde ich persönlich mir das nicht zutrauen, aber die Frage stellte sich für mich nie- schon in der Prüfung sagte ich, dass ich nicht mit Kindern arbeiten werde weiiiil: bei Störungen stecken zu einem übermäßigen Anteil die Eltern dahinter und uneinsichtige Eltern würde ich massakrieren. Keine gute Grundlage. :D
Wie wichtig Aussagen Kindern gegenüber sind und wie die sich bei denen einbrennen habe ich vorgestern mal wieder gezeigt bekommen: beim Kaffee trinken mit Nachbars war der erwachsene Sohn der Überzeugung, der 36. Geburtstag sei ein ganz besonderer. Guckten wir uns alle fragend an- es kam heraus, dass ihm das sein Onkel mal gesagt hatte. Glaubte er noch immer dran. Schon in der Hypnose muss man mit jeder Formulierung vorsichtig sein- im verbalen Umgang mit Kinder noch mehr.
Ich finde es okay, mit Kindern zu arbeiten, auch wenn man keine hat, aber wie bei allen Dingen hat man natürlich mit eigenen ganz andere Erfahrungen. Ohne Kinder geht man eventuell auf das Kind selbst unbelasteter zu. Und darauf kommt es ja an: auf's Kind. Nicht auf die Eltern.

Manja
06.02.09, 09:53
Nun Märchenhexe, du greifst auf was hier bereits anklang und was jeder verantwortlich arbeitende Therapeut tut: nicht auf "Teufel-komm-raus" therapieren.

Ergänzend bin ich der Meinung es wichtig zu unterscheiden was wir vorhaben mit den Kindern zu tun. Beispielsweise halte ich es für den Bereich "Entspannung mit Kindern" nicht für notwendig Kinderpsychologe zu sein.
Im Bereich der Einzeltherapie ist natürlich ein ganz anderes Wissen Voraussetzung und das bieten verschiedene therapeutische Ausbildung durchaus auch für die Arbeit mit Kinder.:)

Maerchenhexe
06.02.09, 10:28
Kann ich nicht mitreden. Entspannung mit Kindern ist als praktizierende Oma für mich, wenn der Knabe schläft! :D :D :D

Manja
06.02.09, 10:31
Kann ich nicht mitreden. Entspannung mit Kindern ist als praktizierende Oma für mich, wenn der Knabe schläft! :D :D :D

"offtopic"
hahaha...wie köstlich........wie recht du hast.........ein wichtiger Aspekt auch für junge Eltern..........Ich für meinen Teil staune immer wieder wieviel Energie die Zwerge haben, während ich schon längst Entspannung benötige:D

Maerchenhexe
06.02.09, 20:21
Hypnoseresistent isser auch noch! Allerdings nicht wenn der KIKA läuft. Da kann man diese erhöhte Konzentration kaum fassen!

schmitz
06.02.09, 20:39
Ich arbeite ja "hauptamtlich" immer noch als Kinderkrankenschwester,

Oft höre ich dann "ach - was für ein schöner Beruf!" ;)

Standardantwort:
Im Prinzip ja... wenn die Eltern nicht wären... :D

Mit Kindern lässt sich prima arbeiten - aber die heute häufig überbehütenden Eltern machen es zimelich schwierig.

Da erkläre ich dem Kind eine (schmerzlose) Untersuchung kindgerecht - dauernd wird mir reingeredet... "Hast du Angst?"... Du hast bestimmt Angst, oder?"

Die reden so lange bis das Kind hysterisch heult.

Auch ganz nett, die Eltern die ihrem Kind jeden Wunsch erfüllen wollen... niemals seinen Willen "brechen" wollen.
Das geht soweit, dass sie ihr Kind halt nicht daran hindern sich zum beispiel die EKG-Elektroden runterzureißen...

Ich frag dann immer lieb und nett ob sie ihr Kind bei Rot über die Straße rennen lassen... oder ihm einen kleinen "Jägermeister" geben weil das Fläschchen doch so goldig ist...
Entrüstete Antwort: "Natürlich nicht!"
Tja.... da ist es dann kein Problem den Willen des Kindes zu "brechen"....

Da gibt es Eltern, die können ihrem Kleinkind kein Fieber messen... weil das Kind das nicht will.
Die unfähig sind ihrem Kind ein Medikament zu geben - dafür kommt man dann mittags in die Notaufnahme....

Auch beliebt... wir drohen mit Arzt/Schwester
"Gleich kommt die Schwestert/Arzt und gibt dir ne Spritze wenn du jetzt nicht lieb bist!"
Uiii.... da werd ich dann schon mal etwas direkter!

Sorry.....
musste mal raus

Susanne

Maerchenhexe
06.02.09, 20:51
Erschreckend!
Siehste- und deshalb möchte ich gar nicht mit Kindern arbeiten. Wie sieht denn das aus wenn ich den Eltern vor den Augen der Kinder klarmache, dass sie Die Ursache allen Übels sind?? :D Krieg ich Baseballschlägergelüste....grrrrrr....(nein, ich drohe nur wie der Brand bei der Handball-WM).
Kinder nehmen ja alles wörtlich. Neulich, als Enkel pupste fragte Opa, ob er "AA" muss- da sagte er:"Ich war das nicht, das war der Trompetenkäfer!". Daraufhin habe ich seiner Mutter mal gesagt, es könnte ihn eines Tages doch etwas verstören, dass aus seinem Po Käfer mit Knall entweichen. :D

Hildegard
06.02.09, 21:13
Hallo:)
mein persönliches "Highlight" war eine Mutter eines fast 14 jährigen, den sie zur ersten Stunde zum Kurs "Selbstsicherheitstraining für Jugendliche" ablieferte und vor der versammelten Mannschaft von Kursneulingen und mir laut und deutlich zu ihm sagte: "Geh zur Toilette, du musst doch noch mal, das hast du jedenfalls eben im Auto behauptet!"
Ich dachte mir in dem Moment schon, dass der Kurs auch ein Einzelgespräch mit der Mutter erfordern wird;)

Ich arbeite mit Kindern in den Bereichen Entspannungstraining, Selbsticherheitstraining und Konzentrationstraining. Das sind Bereiche, wo man nicht unbedingt Kinderpsychologe sein muss. Gleichwohl passiert es, dass ich auch einige Gesprächs/spieltherapeutische Elemente in den Stunden anbringe, da Kinder, wenn der Rapport stimmt, nicht danach fragen, ob man eine entsprechende Aus- und Weiterbildung hat, sie vertrauen sich dir einfach an, fangen an zu weinen und berichten was sie jahrelang schon bedrückt. Dann muss ich auch als HPP in der Lage sein, diese Situation zu meistern. In Fällen, wo klar wird, es besteht ein größeres seelisches Problem, bei dem das Kind längerfristig professionell begleitet werden muss, gebe ich selbstverständlich den Eltern die Adresse des Kinderpsychologen im Nachbarort, bei dem das Kind dann auch auf Chipkarte langerfristig behandelt werden kann. Aber bis dass dort ein Behandlungsplatz frei wird, vergehen immer Wochen, manchmal Monate...
Ich denke übrigens nicht, dass man unbedingt selber die Erfahrung "Mutter" zu sein braucht, um mit Kindern zu arbeiten. Entscheidend ist die Bereitschaft das Kind mit all seinen Bedürfnissen wahrnehmen zu können und dem Kind liebevoll gegenübertreten zu können. Professionalität ist Kindern schnurzpiepegal, wenn sie sich angenommen fühlen, dann sind sie echt und offen und sehr motivierbar, etwas neues zu erlernen, was für sie vieleicht hilfreich ist. Allein die strahlenden Augen eines Kindes sind manchmal das tollste was ich am Praxistag erlebe.:)

schmitz
07.02.09, 08:18
Ich sag immer, das Kind ist das "Produkt" seiner Erziehung.

Als Junior massive Probleme geboten hat bin ICH zur Beratung - und hab da nicht mein Kind hingeschleppt. Und es hat wirklich geholfen :D

Was ich immer wieder erlebe.... da sitzen die Kinder dabei (schon recht große) und die Eltern breiten groß und lange aus woran es ihrer Ansicht nach hapert. Die Kids werden immer kleiner, schämen sich zu Tode - die Eltern merken das noch nicht mal.
Immer wieder biete ich an doch erst mal alleine mit dem Doc zu sprechen - nö, warum denn?

Mit Kindern in der Adipositassprechstunde spreche ich immer alleine - gefällt den Eltern oft gar nicht. Den Kindern schon :cool:

Oder die Diabetesberatung, wenn es um das Thema Alkohol geht - gefällt den Eltern auch nicht. Ihr Kind trinkt doch nichts!
Wie soll denn der Jugendliche dann seine Fragen loswerden?

Susanne

PS: Mir fällt grade auf wie veil ich doch eigentlich mit Kindern arbeite - auch auf nicht medizinischer Ebene. War mir noch gar nicht so bewusst.......

Hildegard
07.02.09, 11:25
Was ich immer wieder erlebe.... da sitzen die Kinder dabei (schon recht große) und die Eltern breiten groß und lange aus woran es ihrer Ansicht nach hapert. Die Kids werden immer kleiner, schämen sich zu Tode - die Eltern merken das noch nicht mal.


Genau diese Erfahrung habe ich in meiner Praxis auch sehr häufig gemacht, deshalb sage ich den Eltern schon am Telefon vor der ersten Terminvereinbarung:

Erstgespräch ohne Kind, da kommen die Eltern zu Wort
zweiter Termin nur mit dem Kind, ohne dass über das Kind und die Stunde in Anwesenheit des Kindes gesprochen wird
Angebot meinerseits, das was das Kind erlaubt (ich hole mir immer eine mündliche Schweigepflichtsentbindung) anschließend per Telefonat den Eltern rückzumelden, vor allem wenn es darum geht, dass die Eltern etwas verändern müssen im Umgang mit dem Kind

Mit dieser Strategie bin ich ganz gut gefahren, in jedem Fall fühlen sich so die Kinder und auch die Eltern ernst genommen. Natürlich schützt das nicht vor Hartnäckigen, die beim abholen der Kiddies dann gut gelaunt fragen: "Na war er auch lieb und hat schön mitgemacht?":rolleyes:

@ Susanne:D:D hab ich auch schon bemerkt, dass du auch auf nicht-medizinischer Ebene arbeitest ;) Die Kinder freuen sich auf dich zu treffen, da bin ich mir sicher!

Maerchenhexe
07.02.09, 12:37
Ich denke übrigens nicht, dass man unbedingt selber die Erfahrung "Mutter" zu sein braucht, um mit Kindern zu arbeiten. Entscheidend ist die Bereitschaft das Kind mit all seinen Bedürfnissen wahrnehmen zu können und dem Kind liebevoll gegenübertreten zu können.
Genau genau genau!
Sozusagen auch ein Anwalt des Kindes sein.
Mir fehlt auch nicht die Geduld mit dem Kind, sondern mit den Eltern.
Ich musste hier in dieser Gegend feststellen, dass kaum Hilfe für Eltern existiert. Es gibt die "Lebenshilfe", einen Frühförderverein. Im Bekanntenkreis hat ein Ehepaar hier ein ADHS-Kind. Die Diagnose wurde jedoch erst gestellt, nachdem er die erste Klasse nochmals machen muss (jetzt mit Ritalin). Jahre vergingen! Zur Diagnosefindung mussten sie in eine andere Stadt. Das Jugendamt schaltete die Mutter nicht ein, aus Angst (wer weiß was die von einem denken oder mit einem machen). Eine VT ist "anvisiert". Ich finde diese Bürokratie untragbar. Es gibt ja schon Modelle, bei denen mittels VT versucht wird, weitgehend auf Medikamente zu verzichten, bis das aber mal hier ankommt, wenn überhaupt, sind die Kinder schon im Berufsleben schätze ich.
Gerade in diesem mir bekannten Fall würde ich ganz dringend eine VT, vor allem für die überforderten Eltern plädieren, da greift wiederum die negative Einstellung "ich bin doch nicht blöd/irre. Das Kind ist falsch, ICH bin richtig." Was nach meiner Beobachtung allerdings nicht der Fall ist. Traurig!

Pecora
07.02.09, 13:55
Zitat meines Lieblingspädagogen (Summerhillpädagogik)

Es gibt kein problematisches Kind, es gibt nur problematische Eltern.
A. S. Neill

Bin Verfechter der oft so missverstandenen freien - antiautoritären - Erziehung. Die sagt genau das aus! :(

Augenhöe, Respeckt, Achtung - auch und gerade (!) gegenüber dem Kind. Kinder wird sooft und soviel abgesprochen. Ich hasse es - was ihr hier auch schon berichtet habt - wenn zB vor Kindern in der 3. Form über sie geredet wird... :(

schmitz
07.02.09, 14:20
Schon lustig.

Mit Junior habe ich immer sehr viel geredet... Probleme wurden unter 4 Augen erörtert, niemals vor anderen. Ich fand mich eigentlich ziemlich "antiautoritär", sehr zum Leidwesen des Kindsvaters, der schon eher mal eine "Tracht Prügel" in Betracht gezogen hätte... (also ich weiß schon warum ich geschieden bin :D )

Irgendwann.... Junior war gerade so aus der heißen Phase der Pubertät draußen... gab es bei uns in der Stadt eine Diskussion zum Thema Erziehung.
Und was sagt Junior im Laufe der sich daraus entwickelnden Unterhaltung?

Ich hätte ihn autoritär erzogen und das wäre auch gut so!

Da hab ich mal überlegen müssen, wo ich denn autoritär gewesen bin.:confused:

Er meinte dann, er hätte jederzeit gewusst wo seine Grenzen sind. :D

Kinder brauchen einfach klare Grenzen, Absprachen.
Nur dann erleben sie Verlässlichkeit und können vertrauen.

Meiner Meinung nach besteht der größte Anteil an Erziehung aus liebevoller Konsequenz.

Susanne

schmitz
07.02.09, 14:27
Augenhöe, Respeckt, Achtung - auch und gerade (!) gegenüber dem Kind. Kinder wird sooft und soviel abgesprochen. Ich hasse es - was ihr hier auch schon berichtet habt - wenn zB vor Kindern in der 3. Form über sie geredet wird... :(

Ist gar nicht so einfach mit den lieben Eltern....

Ich mache ja in der Klinik viel Funktiosdiagnostik. Sobald die Kindern nur annähernd verstehen was ich will, erkläre ich es ihnen kindgerecht. (Die Eltern wissen es ja schon vom Telefonat bei der Terminvergabe her).
Das heißt, ich bin buchstäblich auf Augenhöhe mit dem Kind, spreche es direkt an und rede mit ihm.
Das vertragen manche Eltern seltsamerweise gar nicht... :confused: die werden dann ganz hibbelig und reden mir dauernd rein.

Umgekehrt, wenn ich mit den Eltern spreche, gibt es Kindern, die das auch nicht dulden.
Da sag ich dann auch schon mal, lieb und nett, zum Kind: Du hör mal, ich unterhalte mich jetzt mal kurz mit deinen Eltern. Lass sie bitte mal zuhören.

Seltsamerweise haben da dann viele Eltern auch wieder Problem....

Und wenn so ein forderndes, etwas distanzloses Kind ein Geschenk von mir fordert (Motto: Ich bekomm aber immer und überall was geschenkt!) und dann selbstverständlich von mir ein NEIN kommt.... hab ich auch eingeschnappte Eltern :)

Also.... mit Kindern gerne! Mit Eltern.......................


Susanne

Pecora
07.02.09, 14:45
Hallo Susanne,

liebevolle, respektvolle Grenzsetzung und Konsequenz... genau... die Crux ist ja, dass viele antiautoritär mit Zügllosigkeit verwechseln... schade... vielleicht sollte es liebr "angstfreie" Erziehung heissen... ;)... Respekt und Angst verwechseln nämlich auch viele... "Mein Kind hat Respekt" ... neee, es hat Angst! Das ist ein meilenweiter Unterschied :)

britta
09.02.09, 19:18
Ich stelle in meiner Arbeit immer wieder fest das viele Eltern nicht gelernt haben von ihrem Kind etwas zu fordern bzw. die wissen nicht was denn angemessen ist zu fordern.

schmitz
09.02.09, 19:33
Kinder werden sehr oft unterschätzt...klein und hilflos gehalten.

Habe heute tatsächlich eine Mutter "gehabt", die ganz empört war weil die KK eine Mutter-Kind-Kur für sie und ihre beiden Kinder abgelehnt hat.

Sohn und Tochter, beide soweit gesund (also keine Behinderung irgendwelcher Art) sind 13 und 15 Jahre alt!!!!!

Susanne

Maerchenhexe
09.02.09, 20:02
Kann man ja schon froh sein, wenn sie sie nicht mehr stillt! :rolleyes:

P.G.B.
10.02.09, 06:10
liebevolle, respektvolle Grenzsetzung und Konsequenz... genau... die Crux ist ja, dass viele antiautoritär mit Zügllosigkeit verwechseln.

Man geht heute von 3 sog. Erziehungsstilen aus:
autöritär
laissez faire oder antiautoritär
demokratisch

zum demokratischen Erziehungsstil gehört:
Respekt
liebevolle Grenzsetzung (im Gegensatz zu antiautoritär, wo es an der Grenzsetzung hapert und dem autoritären, wo es nur enge Grenzen gibt)
innerhalb dieser Grenzen Wahlmöglichkeiten
sinnvolle Disziplin
lernen aus Konsequenzen, anstatt Strafe...

Als Eltertrainerin vermittle ich diese Methode (STEP) und treffe auf dankbare Eltern, die heute teilweise die Orientierung verloren haben.

@starrynight
Ich arbeite heute "indirekt" mit Kindern, indem ich "direkt mit Eltern arbeite. Oftmals wissen diese gar nicht mehr, woran sie sich orientieren sollen...
So ist es schon häufig gelungen, dass den Familien geholfen werden konnte, ohne dass ein Kind meine Praxis von innen sehen mußte.
Wer verhaltenstherapeutisch arbeiten möchte, dem empfehle ich Therapiemanuale von Franz Petermann. Er hat einiges herausgebracht zu unterschiedlichen Schwerpunkten (Aggression, Selbstunsichere Kinder, Training für Schulanfänger, u.s.w.).
Ulrike Petermann hat ein kleines Büchlein verfasst zur Anleitung für Eltern und Kinder im Bereich Autogenes Training.


LG
Petra

laxshmi
11.02.09, 14:03
alle antworten hier bringen die gefühle wieder in mir hoch, die entstanden sind als ich mit kindern zu tun hatte: teils schrecklich aber teils auch sehr schön.
Ich habe auch die Erfahrung gemacht, das viel erreicht werden kann, wenn die Eltern mitmachen. Ich habe auch keine Kinder, ich denke aber gerade meine Distanz hilft manchmal.

Bei Müttern geht manchmal die Gegenübertragung los, das kann helfen kann manchmal auch blockieren.

Ich gehöre nicht zu denen, die sagen Eltern seien schuld an den "Strörungen"ihrer Kinder, aber sie haben die Verantwortung dafür, dass das Kind heilt.

Die allerbesten Erfahrungen habe ich auch gemacht, wenn ich das Kind nie gesehen habe. Wenn jemand bei mir anruft und sagt: "Mein Kind hat ein Problem", bestelle ich ohne Kind ein. 1. Um zu vermeiden, dass peinliche Geschichten vor dem Kind ausgebreitet werden. ". 2. um den Kind zu ersparen, das es als problematisch empfunden wird und 3. lassen sich die meisten Probleme durch das Ändern von Verhaltens- beziehungsw. Sichtweisen der Eltern lösen.

Da lösen sich dann Schulprobleme, Bettnässen, ewiger Geschwisterstreit, oder die Problematik von Scheidungskindern, ganz schnell mal in "Luft "auf.

Auf was ich mich nicht mehr einlassen werden ist die Nummer: Mein Kind hat ein Problem, bitte reparieren sie mein Kind.

Da habe ich üble Erfahrungen gemacht. Ein Kind fällt mir da spontan ein: Der durfte nicht Fussball mit seinen Freunden spielen, weil das sein Agressionspotential zu sehr fordern würde, er musste in Aikido, weil ihn das reifen lässt. Das hat mir der 11jährige auf sehr altkluge Weise erklärt, was sonst noch alles da los war möchte ich mich gar nicht mehr daran erinnern. Er war übrigens Bettnässer.

schmitz
11.02.09, 18:09
Die allerbesten Erfahrungen habe ich auch gemacht, wenn ich das Kind nie gesehen habe. Wenn jemand bei mir anruft und sagt: "Mein Kind hat ein Problem", bestelle ich ohne Kind ein. 1. Um zu vermeiden, dass peinliche Geschichten vor dem Kind ausgebreitet werden. ". 2. um den Kind zu ersparen, das es als problematisch empfunden wird und 3. lassen sich die meisten Probleme durch das Ändern von Verhaltens- beziehungsw. Sichtweisen der Eltern lösen.


Die niedergelassenen Kinderärzte wundern sich oft wenn ich in der Adipositaskindersprechstunde (also nicht die Jugendlichen) die Kinder gar nicht dabeihaben will.

Genau aus den Gründen, die du oben anführst.

Gewicht und Größe bekomme ich vom Kinderarzt und mit den Eltern/Großeletern, die dem Kind Nahrung und Bewegungsmöglichkeiten zur Verfügung stellen muss ich reden.

Susanne

schmitz
12.02.09, 19:07
Hab ich gefunden:


Bitten eines Kindes

* 1. Verwöhne mich nicht! Ich weiß sehr wohl, daß ich nicht alles bekommen kann, wonach ich frage. Ich will Dich nur auf die Probe stellen!

* 2. Weise mich nicht im Beisein anderer Leute zurecht, wenn es sich vermeiden läßt. Ich werde Deinen Worten viel mehr Beachtung schenken, wenn Du mit mir unter vier Augen sprichst und mich nicht öffentlich blamierst.

* 3. Sei nicht ängstlich mit mir und schenke meinen kleinen Unpässlichkeiten nicht zu viel Aufmerksamkeit. Sie verschaffen mir nur manchmal die Zuwendung, die ich benötige.

* 4. Sei nicht fassungslos, wenn ich Dir sage: Ich hasse Dich! Ich hasse nicht Dich, sondern Deine Macht, meine Pläne zu durchkreuzen.

* 5. Bewahre mich nicht immer vor den Folgen meines Tuns. Ich muß auch mal peinliche Erfahrungen machen.

* 6. Nörgele nicht! Wenn Du das tust, schütze ich mich, indem ich mich taub stelle.

* 7. Mache keine raschen Versprechungen. Bedenke, daß ich mich schrecklich im Stich gelassen fühle, wenn Versprechungen gebrochen werden.

* 8. Sei nicht inkonsequent! Das macht mich völlig unsicher und läßt mich mein Vertrauen zu Dir verlieren.

* 9. Unterbrich mich nicht, wenn ich Fragen stelle. Wenn Du das tust, werde ich mich nicht mehr an Dich wenden, sondern versuchen, meine Informationen woanders zu bekommen.

* 10. Sag nicht, meine Ängste wären albern! Sie sind erschreckend echt. Aber Du kannst mich beruhigen, wenn Du versuchst, sie zu verstehen.

* 11. Versuche nicht immer so zu tun, als seiest Du perfekt und unfehlbar. Der Schock ist für mich zu groß, wenn ich herausfinde, daß Du es doch nicht bist.

* 12. Denke nicht, daß es unter Deiner Würde sei, Dich bei mir zu entschuldigen. Eine ehrliche Entschuldigung erweckt in mir ein überraschendes Gefühl von Zuneigung.

* 13. Vergiß nicht, ich liebe Experimente! Ich kann ohne sie nicht groß werden. Bitte halt's aus.

* 14. Vergiß nicht, wie schnell ich aufwachse. Es muß für Dich sehr schwer sein, mit mir Schritt zu halten - aber bitte versuche es.



Quelle: Broschüre: Diakonie

Pecora
12.02.09, 20:04
ooooooaaaaah, das is ja süüüüß :p

toll! danke! :)

madders
23.04.10, 20:14
so. nachdem ich mich jetzt schon länger nicht mehr hier im Forum habe blicken lassen, lasse ich gleich mal nen alten Thread wieder auferstehen.

Ich spiele zur Zeit mit dem Gedanken, mit Kindern zu arbeiten, die Infos auf den letzten paar Seiten dazu fand ich sehr interessant.
Ich fänds jetzt, ein gutes Jahr nach dem letzten Beitrag, spannend zu hören, ob es noch weitere Erfahrungen in der Arbeit mit Kindern unter euch HPPs gibt, und in welchem Rahmen ihr mit Kindern arbeitet.

Bin sehr gespannt!!
Liebe Grüße,
madders

schmetterlie
23.04.10, 22:07
Hai madders!
Bin zwar noch mit A, arbeite aber trotzdem mit Kindern und Jugendlichen in der "Kinder und Jugendlichen Psychiatrie und Psychotherapie"
Ich mache eine Counselor-Ausbildung in der Fachrichtung Kunst- und Gestaltungstherapie und habe letzten Sept. in obiger Einrichtung ein Praktikum angefangen.
Stundenmäßig wäre ich längst fertig, aber solange ich nicht rausgeschmissen werde, gehe ich immernoch hin!:D
Ich mach dort zusammen mit Oberarzt und Oberärztin eine offene Gruppe von Kiddies, die im Alter zw 10 und 17 sind. Da beide Ärzte kunsttherapeutisch "unbeleckt" sind, sind sie froh, wenn ich mit tausend Ideen ankomme und geben mir völlig freie Hand.
Ja, und es ist soo gut gelaufen, dass ich auf der Adoleszentenstation (17-23) alleine eine Gruppe für 4mal übernehmen konnte. (Das war im März, im April haben sie dann Theater....und im Mai o Juni evtl wieder Kunst;))
Ich arbeite schon seit Jahren mit Kiddies aller Altersstufen (ElKiTu, KiTu, Kreativ-Bastelworkshops, etc) aber diese Arbeit hat mich a darin bestärkt die HPP Ausbildung machen zu wollen und b unbedingt mit kleineren Menschen arbeiten zu wollen.
Nicht dass ich etwas gegen große Menschen hätte, aber kleine sind "echter"

Hoffe hab nicht zuviel erzählt.....
Liebergruß Heike

Assita
23.04.10, 22:26
Whow ... Schmettergage, das ist ja toll, was du da machst :021:

Sag mal, wenn man als HPP mit Kindern arbeitet, gibt es dann zusätzliche Gesetze, die man beachten muss?

Liebe Grüße von Pia

schmetterlie
23.04.10, 22:36
Danke!:) *rotwerd*

Um die Frage bin ich ja bislang drumrum gekommen, weil bei den Kleinen die Ärzte mit im Raum sind und bei den Großen hat mir ein befreundeter Arzt gesagt "mach mal" und das Ganze fand ja auch in der Klinik statt.

Wobei ich bin auch schon mal ganz schön ins Schwitzen gekommen, als mir eine der Adoleszenten sagte sie müßte früher gehen. Und einer anderen ging es nicht gut, die wollte zurück auf Station. Da halt im Vorfeld nix abgesprochen war, hab ich mir von der einen ihr Indianerehrenwort geben lassen, dass sie wirklich sofort zurück auf Station geht. (4 Stockwerke runter) Und von der anderen auch, dass sie mich nicht verkohlt.
Zum Glück haben sich beide dran gehalten!:o
Ich hatte später auf der Station nachgefragt, ob das ok war!!!
Und danach hab ich nie mehr mein Handy vergessen.;)

Wie das jetzt ist in einer eigenen Praxis, keine Ahnung....noch bin ich ja nicht so weit!!:D

Liebergruß
Heike

Assita
24.04.10, 08:52
Guten Morgen Heike,

wenn du in der Prüfung sagst, dass du mit Kindern / Jugendlichen arbeiten willst, könnte es ja schon sein, dass sie näher auf entsprechende Notfälle / kritische Situationen eingehen, oder?

Liebe GRüße von Pia

madders
24.04.10, 15:15
Danke für die Beiträge....
mit dem rechtlichen bin ich mir auch noch sehr unsicher, gottseidank haben sie das in der Prüfung nicht gefragt...
Da ich zur Zeit als Lehrerin arbeite, kann ich mir gut vorstellen mit Kindern zu arbeiten. allerding weniger auf therapeutischer Ebene, als z.B. Entspannungsübungen und sowas. Das mache ich ja in der schule mehr oder weniger auch schon ein bißchen. Allerdings würden mich die noch kleineren reizen, also Grundschule und Kindergarten.

Eine Frage, die ich mir stelle ist, ab welchem Alter? Kann man schon mit Kleinkindern arbeiten? also mit Vorkindergartenkindern (0-3). Ich meine jetzt natürlich nicht im therapeutischen Bereich, das ist klar, aber trotzdem mehr als reine Pädagogik??! Hat da jemand von euch Erfahrung? Ich kenn es halt, dass da das meiste über Elternberatung und Elternschulungen läuft Entwicklungspsychologie, Kleinkindphasen, Entspanung etc etc), aber mit den ganz Kleinen selber? oder zusammen mit der Mutter/dem Vater. Sowas Mutter-Kind-Entspannungsübungen etc etc.

Erfahrungswerte??

eraco
27.04.10, 10:27
Hallo,

klinke mich hier mal ein. Bei mir war es tatsächlich so, dass in der mündlichen Prüfung wirklich gezielt nach meiner Klientel Kinder gefragt wurde. Ich musste also klar definieren, wann ich einen kleinen Patienten abgebe, wohin und warum. Bei meinem Fallbeispiel ging es dann sogar um Suizidgefahr der Mutter (!!!) und somit auch um den erweiterten Suizid!

Ich mache gerade eine ganz tolle Ausbildung in Gestalttherapie mit Kindern und Jugendlichen und nebenbei ein Praktikum in einer Jugend-WG. Ich hoffe, dass ich dort auch einige neue Ideen aus meiner Ausbildung direkt umsetzen kann. Mal sehen.

Man sollte auch wissen, dass bei Kindern und Jugendlichen kein Betreuungsrecht greift, sondern nur das Unterbringungsrecht. Hier hatte ich mich vor der Prüfung genau beim Landrats- und meinem Gesundheitsamt informiert, alle Namen und Telefonnummern notiert und mich über spezielle Stationen und Einrichtungen für z.B. essgestörte Jugendliche informiert. Ich denke, dass kam bei der Prüfung sehr gut an. Die wussten gleich, dass ich gut informiert war, weil ich die Namen alle kannte! :D

Liebe Grüße,

Conny

kapinnow
27.04.10, 18:39
Hallo Conny,

ja, das kommt immer gut, wenn man zeigt, dass man sich interessiert. Irgenwie wird dadurch vll auch die Barriere zu den Prüfern etwas kleiner und die Prüfung wird irgendwie entspannter, nicht wahr?!

Liebe Grüße
Kai

eraco
28.04.10, 09:32
Hallo Kai,

die Prüfung war echt total locker, ich merkte gleich, dass die nicht darauf aus waren, mich durchfallen zu lassen. Der Umgang war sehr respektvoll und es wurde auch schon mal gelächelt, was mich wieder etwas mehr meine Nervosität vergessen ließ. ;)

Vielleicht war es auch meine Schlagfertigkeit, mit der ich die Fragen relativ schnell beantwortet habe... Manche Antworten hab ich auch geschickt auf ein Thema gelenkt und die Prüfer haben das gerne angenommen und mich dann dazu befragt. :p

Generell ist die Arbeit mit Kindern sicherlich fast noch anspruchsvoller, weil ich hier eben auch die Familie mit einbinden muss. Dafür sind die Kinder aber sehr dankbar für jegliche Zuwendung und das ist genau das, was mir Spaß macht, jemanden helfen mit seinen Problemen besser umgehen zu können!

Liebe Grüße,

Conny

Maerchenhexe
02.05.10, 19:12
Hier geht es um Beurteilungen, wo Kinder im Falle einer Scheidung besser aufgehoben wären:
http://www.fh-psy.ch/pdf/d/d1787.pdf
Interessant sind die Vorgehensweise mit Scenotest, CAT etc.