Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Kann eigentlich jeder diese Ausbildung machen?
hallo zusammen,
in einen anderen forum habe ich gelesen,
das ein person eine ausbildung als hpp oder coach machen will, nachdem sie 12 wochen(07/08) in der tagesklinik war wegen eines born out.
ich habe damit gedanklich meine probleme, sollte sie nicht erstmal gefestigt sein, bevor sie so einen schritt tut.
fragt eigentlich das gesundheitsamt bei der prüfung nach einen solchen vorleben.??
gruss
watumbula
Ja das GA fragt nach solche Dinge
Und wenn eine Person kein GZ vorlegt, dann ist es ein Grund für eine Ablehnung!
Denn nur wenn Jemand Gesundheitlich ok. ist wird er zur Prüfung zugelassen.
LG Maria
Maerchenhexe
08.01.09, 10:35
Ich glaube nicht, dass ein Burn-out eine derart schwere Störung ist, dass sie einer Prüfung beim Gesundheitsamt im Wege steht. Der Text des Zeugnisses - hier das Beispiel Dortmund- :
http://dev.gesundheitsamt.dortmund.de/upload/binarydata_do4ud4cms/52/03/05/00/00/00/50352/hausarzt.pdf
ist so gehalten, dass die Entscheidung beim ausstellenden Arzt liegt. Das ist meist der Hausarzt. Der (sollte zumindest) kennt seine Patienten und die Diagnosen. Im Zweifelsfall kann man ein solches Formular ausdrucken und dem HA vorlegen, dann klärt sich die Lage, bevor man ein derartiges Studium beginnt. Burn-out kann ja jeden treffen. Ebenso reaktive Depressionen u.ä.! Ich kenne eine Menge Kollegen/innen, die selbst unter Störungen zu leiden haben oder hatten. Das kann aber auch von Vorteil sein, denn viele Patienten fühlen sich bei jemandem, der ihre Störung selbst erlebt hat, besser verstanden und aufgehoben. Frag mal einen Raucher, bei wem er lieber eine Raucherentwöhnung machen würde- bei einem Nichtraucher oder einem ehemaligen Raucher?? :D ;)
Freud meckerte selbst über seinen Zahlenzwang (über seine sexuellen Ansätze wird noch heute spekuliert), Jung war psychotisch. So what? :D
Das finde ich auch...
jeden MENSCHEN (Therapeut) kann es erwischen... die machen vor keinem Halt... aber dass dies ein Grund sein sollte, nicht HP oder HPP zu werden? Nein. Grundsätzlich finde ich es sogar wichtig, eine eigene Therapie durchlaufen zu haben. Egal, ob mit oder ohne Störung im Hintergrund. In der Ausbildung zum Psycholog. PT gehört dies als Pflicht dazu und das finde ich auch richtig so.
Und wie Märchenhexe schon sagt: die Vorteile sind nicht von der Hand zu weisen. Der beste Drogenberater ist der ehemalige Abhängige!
Wichtig ist dch, auch anzuerkennen, dass jeder ein Burnout oder Panik oder Angst oder, oder, oder ... bekommen kann... und: Wege zu finden, aus der Krise wieder rauszukommen... soll heißen, sich nicht zu scheuen, eine Therapie zu machen.... denn: psychische Störungen sind bewältigbar! Und mit Intelligenz haben sie ja nichts zu tun!
Also: was sollte dagegen sprechen?
Schlimm ist: Ich brauch keine Therapie, ich heile mit über die Arbeit mit meinen Klienten :eek: (hab ich auch schon gehört)...
Liebe Grüße :)
Maerchenhexe
11.01.09, 11:48
Schlimmer: die das zwar nicht sagen, aber machen. Und davon gibt es leider nicht wenige! :eek:
Ich habe auch so einiges erlebt
wollte eine Therapie beginnen in den 90
Doch die "angeblich studierte" Person meinte nur ob ich denn ein so langweiliges Leben hätte , um solche Geschichten erfinden zu müssen.
Bin nie wieder hingegangen!!!!!!!
Später hab ich diese Person wieder getroffen, in meiner Ausbildung zur Suchtberaterin, sie war in einer "Trocknungsanstalt"
Die Foris mögen mir diesen Ausduck verzeihen.
Irgendwann habe ich mal Sprüchetafeln gesammelt
auf einer steht
"Wer nie gelitten hat weiß auch nicht wie man tröstet."
D. Hammerskjölt
Liebe Maria,
:eek: da wär ich auch nie mehr hingegangen! krass *kopfschüttel*
Maerchenhexe
12.01.09, 19:55
Ja, das ist traurig. Hört man aber leider viel zu oft. Hoffentlich hast Du Dich durch diesen Spruch nicht beirren lassen?
Ich habe vor 30 Jahren auch mal eine Therapie gemacht, bei einer Dipl. Psych.- ich frage mich heute noch, was für eine (Therapie...ähäm) das gewesen sein soll oder besser gesagt- ich frage mich das heutzutage noch mehr. :D
O o o, 30 Jahre- ich beantrage den Titel: Brettomi, Admin! *kchkchkch*
da bin ich froh, dass ich diesbezüglich gaaaaanz dolle Glück (schlimm, da schon von Glück zu reden) habe :):):)
BRETTOMI???? Brett - Omi? :D
Maerchenhexe
12.01.09, 20:06
Jupp. Omi im Sinne von Großmutter.
Sei froh. Eine Bekannte in München hat auch gaaaaanz tolle Erfahrungen mit einem bekannten Psychiater gemacht. Ein Hellinger-Fan seines Zeichens. Krieg ja nur schon bei Erwähnung des Namens Pickels!! IN MEINEM ALTER!! JAMMER!! :D:D:D
Brettomi... gefällt mir :D
Bei welchem Namen bekommst du Pickel, liebe Märchenhexe? Hellinger? :confused:
Oh ja, ich bin auch sehr froh über meine schööööönen Erfahrungen :):)
Liebe Grüße :)
Maerchenhexe
13.01.09, 10:03
Das freut mich, ist schön, auch mal positive Rückmeldungen zu "hören". Magst mal berichten? Eigener Fred??
Ja, ich bin eine absolute Gegnerin von Hellinger. Hatte auch meine Abschlußarbeit über ihn geschrieben. Womit wir wieder beim Thema Schuld wären. :D
Aber nicht meine. :D
Ja, ich bin eine absolute Gegnerin von Hellinger. Hatte auch meine Abschlußarbeit über ihn geschrieben. Womit wir wieder beim Thema Schuld wären. :D
Aber nicht meine. :D]
Hallo Märchenhexe!
Bist Du Gegnerin gegen Hellinger oder auch gegen das "Familienstellen" und warum?
Ich selbst habe eine Systemische Ausbildung und während dessen habe ich auch sehr viel Selbsterfahrung erhalten. Heute bin ich dafür sehr dankbar, denn ich trage in Achtung und Liebe meine Familie im Herzen.
Viele Grüsse
Lilie
Guten Morgen liebe Märchenhexe und alle anderen :)
Ich habe auch totale Bauchschmerzen mit Hellinger - gegen Familienaufstellungen nach Satir habe ich nichts... wenn du deine Abschlussarbeit darüber verfasst hast, steckste du ja tief in der Materie und deine Abneigungen sind noch viel fundierter als meine... es würde mich sehr interessieren, worauf deine Ablehnung beruht :)
Gern berichte ich bei Gelegenheit von meinen schönen Erfahrungen in meiner Therapie (und mittleriweile Supervision) :)
Liebe Grüße :)
Maerchenhexe
13.01.09, 15:11
Also vorab: Hellinger persönlich ist mir egal und ich schließe mich den "Wolfsschanzenschreiern" nicht an. Sicher gibt es Menschen, die einen gewissen Druck brauchen (sonst gäbe es keine Dominas, näch? :D ), ich persönlich halte es eher mit Achtsamkeit und Verständnis, und auch ich muss da immer reflektieren. Wie jede/r.
Text folgt demnächst nicht, habe ich entschieden! Und zwar, weil meine AA gespickt ist mit zitierten Autoren und eine Veröffentlichung daher unmöglich. Also hier etwas, was für sich spricht:
http://www.selbsthilfe-missbrauch.de/information/therapie/fam04.htm
Ein Therapeut, der aus der christlichen Schuld- und Sühnementalität nie herausgekommen ist, kann mit solchen Ansätzen möglicherweise einige Schreckheilungen bewirken mag - wie lange diese vorhalten ist noch nicht untersucht worden. Dominant-direktive, dogmatisch geprägter Umgang mit Patienten steht nicht auf meiner Fahne.
Ich musste mich monatelang mit den Theorien und Vorgehensweisen Hellingers beschäftigen, ich habe nicht vor, das wieder aufleben zu lassen. Ich denke aber, meine Begründung hier, warum ich diese Behandlungsform ablehne, sollte deutlich sein. Im internet gibt es genug Informationen sowohl der Befürworter, als auch der Gegner Hellingers, wer Interesse daran hat kann sich dort ausreichend informieren.
Mein Verständnis von Therapie ist mit dem Hellingers jedenfalls nicht kompatibel.
Und ehrlich gesagt macht es mich wütend, mich nochmals mit ihm beschäftigen zu müssen, ich glaube, das lässt sich aus meinem Schreibstil schließen. Da ich aber keine Lust habe wütend zu sein ziehe ich mich da heraus und schmeisse keine vorgekauten Erkenntnisse hier hin! :D :D :D
bin gespannt :)
(diese blöden 20 Zeichen :p )
Hellingers Auftreten erscheint zunehmend anmaßend - seine früheren Arbeiten waren sicher eher dirigistisch. Allerdings haben er und viele seiner Schüler etc. auch viel Gutes bewirkt.
Die Unterschiede zu Satir sind erheblich - andererseits kann man heute in den Praxen eher eine Supermarktmentalität bzgl. Therapiemethoden beobachten. Wer würde denn heute schon von sich behaupten wollen, er arbeite genau so wie Hellinger - wäre auch sehr anmaßend - und überhaupt, wie welcher denn - der frühe, mittler oder der späte Hellinger?
Liebe Grüße
Kai
http://www.selbsthilfe-missbrauch.de/information/therapie/fam04.htm
es fiel mir schwer, das bis zum Schluss zu lesen... sorry, aber das ist widerlich. Ich hatte bisher nur wenig Ahnung (hab ich auch immer noch nicht).. aber das is der Hammer... wo sind Bedürfnisse, Respekt, Achtsamkeit, Angstfreiheit, Wertschätzung, etc pp??? Abgesehen, von dem Setting an sich... :eek: ...Bin schockiert!!!
Wie gesagt: Satir - Familienaufstellungen - super Instrument! Aber das gehört doch verboten!
Sorry Kai... kenne den Unterschied zwischen frühem, mittleren und späterm Hellinger nicht... aber dieser Beitrag ist die Spitze von dem, was ich bisher eh schon gehört habe... mit dieser "Therapie"form kann ich leider nicht anfangen.
Sybille B.
15.01.09, 13:07
...ich muss das Gelesene auch erst verdauen.
LG Sybille
Bettina Schmidt
15.01.09, 13:27
Ich kenne mich in diesem Gebiet: Hellinger/ Familienaufstellungen....
absolut nicht aus und es ist auch nicht mein Thema. Was ich dazu aber sagen kann, dass ich einmal an einer solchen Aufstellung nach Hellinger teilgenommen habe und dies auch sehr spannend fand (als Platzhalter - oder wie auch immer man das nennt). Allerdings sollte ich mich bäuchlings auf den Boden legen und mein Gegenüber für irgendetwas um Verzeihung zu bitten. Da habe ich mich gegen gesträubt und das auch nicht gemacht. Der Leiter der Aufstellung war stinksauer auf mich....
Liebe Grüße
Bettina
teufelsberg
15.01.09, 13:28
Wer würde denn heute schon von sich behaupten wollen, er arbeite genau so wie Hellinger - wäre auch sehr anmaßend - und überhaupt, wie welcher denn - der frühe, mittler oder der späte Hellinger?
geht es denn um ein "arbeitet genau so", oder nicht viel eher um die Intention, die Einstellung ggü. dem Klienten, dem Menschen, Therapie an sich?
Grüße Thomas.
Allerdings sollte ich mich bäuchlings auf den Boden legen und mein Gegenüber für irgendetwas um Verzeihung zu bitten. Da habe ich mich gegen gesträubt und das auch nicht gemacht. Der Leiter der Aufstellung war stinksauer auf mich....
Und SPÄTESTENS da hörts für mich auf!!!
Hallo Bettina,
Allerdings sollte ich mich bäuchlings auf den Boden legen und mein Gegenüber für irgendetwas um Verzeihung zu bitten. Da habe ich mich gegen gesträubt und das auch nicht gemacht. Der Leiter der Aufstellung war stinksauer auf mich....
Ich nehme diesen Abschnitt nun einfach mal raus:)
In einer Systemischen Aufstellung (und nicht nur hier sondern in der gesamten Psychotherapeutischen Arbeit) geht, nein muss es meiner Ansicht nach immer um den Klienten gehen und was er fühlt, was ihn bewegt, was er erreichen möchte.
Oberster Grundsatz sollte immer sein, Wertschätzung vor dem menschlichen Wesen seinem Leben und dem Mut sich dem zu stellen.
Eine Reaktion seitens des Therapeuten verglichen mit jener die Du schilderst ist für mich nicht in Ordnung.
Du hattest den Platz des Stellvertreters innerhalb der Aufstellung - was hierzu zu sagen ist wäre, das sich ein Energetischen Feld aufbaut sprich Stellvertreter können unwissend so reagieren wie z.b. der Aufstellende reagiert hat. (oder hätte – kommt auf das Thema an)
Merke gerade das Nieder Schreiben fällt mir schwerer wie wörtlich zu erklären.
Sehr interessant wäre jedoch wie war die Reaktion des Klienten bzw. des Aufstellenden?
Was passierte im Raum?
Liebe Grüße Manuela
Bettina Schmidt
15.01.09, 17:47
Hallo Bettina,
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Ich nehme diesen Abschnitt nun einfach mal raus
In einer Systemischen Aufstellung (und nicht nur hier sondern in der gesamten Psychotherapeutischen Arbeit) geht, nein muss es meiner Ansicht nach immer um den Klienten gehen und was er fühlt, was ihn bewegt, was er erreichen möchte.
Oberster Grundsatz sollte immer sein, Wertschätzung vor dem menschlichen Wesen seinem Leben und dem Mut sich dem zu stellen.
Eine Reaktion seitens des Therapeuten verglichen mit jener die Du schilderst ist für mich nicht in Ordnung.
Du hattest den Platz des Stellvertreters innerhalb der Aufstellung - was hierzu zu sagen ist wäre, das sich ein Energetischen Feld aufbaut sprich Stellvertreter können unwissend so reagieren wie z.b. der Aufstellende reagiert hat. (oder hätte – kommt auf das Thema an)
Merke gerade das Nieder Schreiben fällt mir schwerer wie wörtlich zu erklären.
Sehr interessant wäre jedoch wie war die Reaktion des Klienten bzw. des Aufstellenden?
Was passierte im Raum?
Liebe Grüße Manuela
Liebe Manuela,
Richtig - Stellvertreter - nicht Platzhalter:D Das war ich dort :)
Du hast recht, es ist unglaublich schwierig das schriftlich wiederzugeben.
Das Ganze ist jetzt schon recht lange her - ich war da noch nicht HP/habe noch nicht einmal daran gedacht eine zu werden;-)
Ich war irgendein Ur-ur-Opa oder so ähnlich, der seine Frau betrogen hat und die Gefühle seiner Frau (der Ur-ur-Oma) waren ihm völlig egal. Der Aufsteller war, glaube ich, recht unbeeindruckt weil das Ganze wohl auch für ihn recht weit weg war und auch nicht unbedingt (sichtbar) mit seinem jetzigen Thema zusammenhing.
(Wenn ich das jetzt so aufschreibe, passt meine damalige Reaktion ja auch zu dem Charakter des Ur-ur-Opas:D)
Nach meiner Reaktion hat mich der Seminarleiter abtropfen lassen und, auch als ich dann wieder Bettina war, ziemlich abgenervt behandelt. Zum Glück war da der Tag schon fast zu Ende und ich musste ihn nicht länger mit meiner Anwesenheit quälen:rolleyes:
(....ach ja, auch wenn man ja sagt, wenn man als Stellvertreter ausgesucht wird, passt das Thema auch zu einem.... Ich bin meinem Mann treu:))
Liebe Bettina,
(Wenn ich das jetzt so aufschreibe, passt meine damalige Reaktion ja auch zu dem Charakter des Ur-ur-Opas)
Siehst Du genau das meinte ich *lacht*
Das Energetische Feld, die daraus resultierenden Reaktionen des Vertreters:)und genau das ist so Wertvoll für den Klienten um zu verstehen.
Liebe Grüße Manuela
Bettina Schmidt
15.01.09, 18:17
Liebe Bettina,
Siehst Du genau das meinte ich *lacht*
Das Energetische Feld, die daraus resultierenden Reaktionen des Vertreters:)und genau das ist so Wertvoll für den Klienten um zu verstehen.
Liebe Grüße Manuela
Meinst du jetzt, dass der Seminarleiter mit Grund sauer war??
Nee, oder? Du meinst, dass ich so handeln durfte weil ich nicht ich selbst war, oder?
Liebe Grüße
Bettina
Nein du durftes so reagieren weil es nicht dein Thema war!!!!!!!!!!!!!!!!
Es war das Thema des Therapeutens.
Und aus diesem Grund war er sauer.
LG Maria
Hallo Bettina,
sorry meine Antwort kommt was spät.
Du bist in das Aufgestellte System integriert als Stellvertreter, Reaktionen die bei Dir auftreten können gehören zum System.
Also in Kurzform:) Jups Du bist nicht Du (und sollten Reaktionen statt finden die zu dem Einzelnen Teilnehmer gehören, wäre es Aufgabe des Therapeuten zu schauen und entsprechend zu reagieren - aber sicher nicht so wie dieser.
Im Gegenteil hier wäre es interessant gewesen das ein zu bauen oder genauer nach zu fragen nach den Gefühlen des Klienten im Moment Deiner Reaktion bzw. auf Deine Reaktion hin.
Es kommt z.B. auch schonmal vor das ein Teilnehmer etwas sagen möchte und hierbei ist dann genau zu schauen, ist es dem Prozess des Klienten dienlich im Moment oder nicht aber auch das gehört zum Therapeutenjob.
Liebe Grüße Manuela
Hallo Bettina,
die von Dir beschriebene Situation kennen wir auch aus anderen Stellings bzw. Methoden, bei denen eine Gegenübertragung des Therapeuten eine professionelle Arbeit behindert. Natürlich ist es aus der Rückschau kaum möglich, so etwas zu rekonstruieren. Das anschließende Sauer-Sein des Therapeute deutet für mich darauf hin, dass es noch eine Geschichte des Therapeuten gibt und das da eine Supervision nötig sein könnte - diese Möglichkeit wird leider viel zu wenig in der Aufstellerszene und vermutlich auch in anderen Therapiemethoden genutzt.
Die "richtige" Vorgehensweise wäre gewesen, entweder dem Impuls nachzugehen und wie Manuela schon beschrieben hat, diese Informationen zu nutzen, oder - falls der Begleiter den Eindruck hat, dass etwas von Deiner eigene Geschichte dominiert - zu untersuchen, ob durch einen Austausch von Stellvertretern das Hinlegen wieder verweigert würde, denn dann wäre es tatsächlich Teil des aufgestellten Systems. Wenn das Letzere der Fall ist - Du Dich also nicht ausreichend für den Moment davon lösen konntest - wäre das übrigens völlig in Ordnung. Nicht immer ist der richtige Tag und nicht immer ist es ein System, dass gerade ok ist.
Ein Aufstellungs- oder Handlungszwang ist tatsächlich auch aus meiner Beobachtung kontraproduktiv (und der Bericht, den Pecora zitiert hat, abstoßend). Es geht immer darum zu prüfen, wie weit das System eine Veränderung zuläßt bzw. in wie weit diese förderlich ist.
Zum Thema Satir vs. Hellinger habe ich verstanden, dass es vor allem um einen Unterschied in der Abstraktion geht. Arbeiten nach Satir fokussiert stärker auf konkrete Lebensituationen, während Hellinger eher die übergeordnete Beziehungswelt in den Blick nimmt. Beide Ansätze haben aus meiner Sicht ihre Berechtigung. Man kann am konkreten Beispiel lernen, was sich allgemein ändern soll oder aus dem Verständnis des Systems verändertes Handeln für konkrete Herausforderungen ableiten.
Liebe Grüße
Kai
P.S. Wer sich einmal anschauen möchte, wie Aufstellungen ohne den beschriebenen Dirigismus ablaufen, ist herzlich eingeladen, einmal zu einem Workshop zu kommen. Im Rahmen unserer Forumsakademie (http://www.heilpraktiker-foren.de/forum/showthread.php?p=179408#post179408)wird es auch etwas günstiger.
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