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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Ein paar Fragen zu GebüH usw.



mrshenmen
11.12.06, 10:59
Hallo!
Ich möchte hier eine Frage an die Praktiker richten.
Ich bin gerade am herumrätseln, wie ich am besten abrechne:
- per Stundenhonorar (unabhängig von den GebüH Positionen)
- nach GebüH-Positionen

Wenn ich mir das so durchrechne, komme ich mit der GebüH Abrechnung nicht an den Mindeststundensatz, den ich für meine Praxis errechnet habe.
Das heißt, ich müßte das kompensieren durch viele Patienten.

Auf der anderen Seite das feste Stundenhonorar: Hier "verkaufe" ich meine Arbeitsstunde zu einem festen Satz. Frage ist nur: Müsste ich dann trotzdem dem Patienten eine Rechnung mit GebüH-Positionen erstellen und...wie deklariere ich dann den Rest meines Honorars (frei gewählte Position??)?

Im übrigen überlege ich auch, über eine Abrechnungsstelle abzurechnen (Soliprax). Ich hatte mich mit den Herrschaften von Soliprax mal auf der letzten Heilpraktikermesse in Wiesbaden unterhalten und das hört sich alles sehr plausibel an.

Wie macht Ihr Praktiker das denn und welches Modell hat sich bewährt?

Arpana-Tjard
11.12.06, 16:56
Hallo Shenmen, guck mal in deinen Postkasten. Habe dir eine PN geschickt.
Arpana

Wortlaut
11.12.06, 19:35
Hallo Shenmen, guck mal in deinen Postkasten. Habe dir eine PN geschickt.
Arpana


Hallo halli,
kann man an diesem Wissen auch teil haben? :025:
Das Problem hatte (habe) ich auch. Anregungen zu dieem Thema sind sicherlich hilfreich

Gruß
Andreas

Arpana-Tjard
11.12.06, 19:50
Hi Wortlaut, habe dir auch eine PN geschrieben.
Arpana

nicklex
20.12.06, 16:26
Ich würde auch gerne an diesem Wissen teilhaben...das sind *genau* die Fragen, die auch mich interessieren. Es gibt doch so viele HPer da draussen...würde mich um eine Antwort freuen...

mrshenmen
23.12.06, 16:24
Hallo!
Ich hab mich jetzt mal etwas mit dem Thema beschäftigt und es sieht also wie folgt aus:

Grundsätzlich sind wir ja nicht an das GebüH gebunden und jeder könnte verlangen, was er will (sofern die Patienten mitspielen). machen wir aber nicht, denn das würde ja schließlich ein schlechtes Licht auf unseren Berufsstand werfen.

Also GebüH: Ich für meinen Teil (und bestimmt viele Kollegen auch) werde jedem patienten eine rechnung schreiben, auf der die geleisteten Positionen aufgeführt sind.
Kassenpatienten bekommen von Ihrer Kasse keine Erstattung, deshalb würde hier ja eine Honorarquittung reichen, aber der Transparenz wegen bekommt auch diese Patientengruppe eine Rechnung.

In der Rechnung werde ich die geleisteten GebüH-Positionen aufführen, einige davon aber an mein errechnetes Honorar anpassen.
Damit das ganze auch korrekt abläuft, bekommt der Patient vor der Behandlung eine Honorarvereinbarung, in der er sich bereit erklärt, die Abweichungen gegenüber dem GebüH zu akzeptieren.
Selbstverständlich werden das keine Unsummen sein, aber so berechnet, daß ich auf meinen Mindeststundensatz komme.

Aber warten wir erst mal die Praxis ab.
An Software benutze ich Soliprax, weil hier das Preis-Leistungsverhältnis unschlagbar ist, oder:
warum soll ich hunderte Euros rauswerfen für Software, die nichts anderes macht.
Dokumentation der Behandlung, Briefe, Rechnungen, Formulare übernimmt alles OpenOffice.

Liebe Grüße und schon mal frohe Weihnachten an alle!!

hexelein
03.01.07, 14:19
Hi Wortlaut, habe dir auch eine PN geschrieben.
Arpana

An diesen Infos würde ich auch gerne teilhaben. Als Osteopathin passen die Ziffern der GEbüH weder aus therapeutischer noch aus finanzieller Sicht.



35.1 des Unterkiefers
35.2 des Schultergelenks
35.3 der Handgelenke, des Oberschenkels, des Unterschenkels, des Vorderarmes und der Fußgelenke
35.4 des Schlüsselbeins und der Kniegelenke
35.5 des Daumens
35.6 einzelner Finger und Zehen

Wenn man das abrechnet, hätte man ja wieder die Dawos-Therapie. (Da wo´s weh tut).

mrshenmen
05.01.07, 14:46
<seltsam, ich hatte doch schon eine Antwort gepostet....hmm>

Also auf ein Neues:
Mittlerweile bin ich an dem Punkt angelangt, es bei einem Pauschalpreis pro Stunde zu belassen.
Nur der Patient, welcher explizit eine Rechnung haben will, bekommt eine. Die Erstattungspraxis ist nicht sehr doll, sodaß die wenigsten Patienten von Ihrer Kasse was zurück bekommen.
In der Reihe meiner Erstpatienten sind einige Kassenpatienten, welche sich aber klar darüber sind, keine Rückerstattung zu bekommen.

Mein Stundensatz ist so gewählt, daß er meine Praxiskosten abdeckt, auf der anderen Seite aber für den Patienten noch tragbar ist.

nicklex
11.01.08, 11:25
Hallo HPs,

ist es eigentlich auch möglich, den normalen (1,0-Satz) GebüH-Satz mit 2,5 zu mulitplizieren, so wie es die Ärzte und Psychologen bei Ihren Gebührenlisten auch machen, wenn Sie privat behandeln? Dann wäre die HP-Gebührenordnung ja zumindest erträglicher....

Grüße an alle da draußen :)
Nick

Gabriele Waidele
11.01.08, 11:34
Hallo Arpana - ich würde auch gerne an Deinem Wissen teilhaben!

ansonsten hab ich diese Fragen letzte Zeit auch immer wieder im Forum gestellt und einige gute Antworten bekommen. Hier hilft vielleicht einfach die "suchfunktion".
Liebe Grüsse
Gabi

Hildegard
11.01.08, 12:00
Hallo Gabi, Arpana ist seit etwa einem halben Jahr nicht mehr User dieses Forums, er wird deine Nachfrage also nicht beantworten können. Das nur als Hinweis....
Liebe Grüße

Hildegard

Gabriele Waidele
11.01.08, 13:06
ggggg
ach super
das ist ja ein uralt-thread....!!!

Sybille
11.01.08, 13:46
Hallo HPs,

ist es eigentlich auch möglich, den normalen (1,0-Satz) GebüH-Satz mit 2,5 zu mulitplizieren, so wie es die Ärzte und Psychologen bei Ihren Gebührenlisten auch machen, wenn Sie privat behandeln? Dann wäre die HP-Gebührenordnung ja zumindest erträglicher....

Grüße an alle da draußen :)
Nick

Hallo Nick,
du kannst auch multiplizieren. Aber bei Patienten/Klienten, die mit einer Kasse abrechnen können, kann es sein, daß die nur den niedrigsatz erstattet bekommen und die Differenz dann selber tragen müssen.

Liebe Grüße
Sybille

ceridwen
12.01.08, 21:10
Hallo,
ich habe meine praxis seit 1 jahr.
wir sind hier am ort 5 hp`s (auf 15.000 einwohner) da ist der "preiskampf" schon da. (und das sind nur die mit zulassung ;-)- die ganzen physiotherapeuten und "mentalheiler" mal außen vor gelassen)
man möchte ja auch nicht unter wert arbeiten...

zu meiner frage:
rechnet ihr telefon. beratungen ab? und wenn ja, was "verlangt" ihr da?

habe ein bisschen ein problem, da ich ja auch in einer apo arbeite...
da gibts (logischerweise) empfehlungen gratis...

sonst rechne ich schon nach gebüH ab (auch über soliprax- die sind spitze).
bleibe aber meist im unteren preisrahmen, bzw. teilw. sogar drunter (wg. der konkurrenz)

lg
ceri

Gabriele Waidele
12.01.08, 22:22
Ich wohn in einer Stadt in der es etwa 50 000 Einwohner gibt -und 30 HPs.....es geht trotzdem...Konkurrenz....gibts das überhaupt?
Jeder bekommt seine Patienten - die die zu ihm passen. DAvon bin ich überzeugt. Für jeden ist genug da. Je mehr HPs es gibt pro Einwohner desto mehr werden die Menschen damit konfrontiert - und das Bewusstsein für alternative Heilmethoden wird wachsen. Ich sehe das überhaupt nicht negativ.

Über den Preis zu regeln dass die Menschen zu mir kommen - weil ich am billigsten bin - also in diese Schiene möchte ich persönlich nicht gehen ...
Ich möchte dass die Leut zu mir kommen weil ich eine Super-Therapie anbiete. Weil ich sympathisch bin. Eine schöne Praxis hab. Erfolge hab usw. Ich glaub auch, dass wenn dies vermittelt wird, es den Patienten relativ egal ist ob sie fünf oder zehn euro mehr bezahlen müssen.

ich kann noch nicht wirklich mitreden, weil ich erst eröffnet hab. - ich kann nur von mir selbst sprechen - und ich hab so eine Entscheidung noch nie vom Preis abhängig gemacht, sondern von anderen Faktoren. Natürlich will ich auch nicht "abgezockt" werden - aber wenn sich was in der Gebührenordnung bewegt - selbst am obersten Rand - dann ist das immer noch sehr preisgünstig. Und dann gibts ja auch noch die Mentalität dass alles was nichts kostet nichts sein kann....
ne Spritze macht gesünder als ne Tablette
ein teures Medikament gesünder als ein Günstiges
und ne teure Behandlung vielleicht auch?

Gespräche abrechnen - weiss nicht...ich würde das nicht tun. Vor allem weil der Aufwand eine Rechnung über 5 Euro zu stellen einfach zu hoch ist. Das seh ich dann eher als Service für meine Patienten dass sie mir auch mal anrufen können, wenn sie noch eine Frage haben.

liebe Grüsse
Gabi

Corinna
12.01.08, 22:45
Gespräche abrechnen - weiss nicht...ich würde das nicht tun. Vor allem weil der Aufwand eine Rechnung über 5 Euro zu stellen einfach zu hoch ist. Das seh ich dann eher als Service für meine Patienten dass sie mir auch mal anrufen können, wenn sie noch eine Frage haben.

liebe Grüsse
Gabi

Ich steh ja auch erst am Anfang. Aber ich würde Telefongespräche schon abrechnen. Sie kosten ja auch Zeit. Ich würde nur nicht über jedes Gespräch eine extra Rechnung stellen, sondern die Gespräche genau in der Kartei festhalten und dann mal eine Sammelrechnung stellen.

Wenn es allerdings nur kurze Anfragen sind, würde ich es auch dabei belassen.

ceridwen
12.01.08, 22:49
@lillith38
ich habe nicht vor mich unter wert oder gebüH zu verkaufen ;-)
ich bin nur manchmal in einer zwickmühle...
tel.gespr. rechne ich derzeit nicht ab- ein ortsansässiger kollege verlangt minimum 8!Euro auch wenn er nur ja, oder nein sagt!

lg

Corinna
12.01.08, 22:55
@lillith38
ich habe nicht vor mich unter wert oder gebüH zu verkaufen ;-)
ich bin nur manchmal in einer zwickmühle...
tel.gespr. rechne ich derzeit nicht ab- ein ortsansässiger kollege verlangt minimum 8!Euro auch wenn er nur ja, oder nein sagt!

lg

Tja, die Frage ist halt immer, ob es die Leute bezahlen. Und wenn man irgendwann einmal auf einen grünen Zweig kommen möchte, wird man nicht umhin können, sich solchen Fragen zu stellen, sprich: Geld zu verlangen für jedwede Leistung. Ich verstehe dein Dilemma schon........ ist schwierig. Aber ich denke, ein schlechtes Gewissen sollte man einfach nicht haben, denn unsere Arbeit ist wertvoll - im wahrsten Sinne des Wortes. Und so sollten wir es sehen. :)

Hildegard
12.01.08, 23:02
Hallo ceridwen,

erstmal :008: hier im Forum!!:D:D

Ich hab mal eine Rückfrage: Was meinst du denn genau mit telefonischen Beratungen? Sind das längere Telefonate? Mit Therapieempfehlungen? Oder nur kurze Rückmeldungen bzw. Fragen zu laufenden Therapien von dir?
Um dir zu antworten, müßte man diese Infos erst noch haben...

Ich hatte zu Beginn meiner Praxistätigkeit eine Psychotherapie-Klientin, die starke Raucherin war (bzw. ist;)) na jedenfalls hat sie irgendwann raus gekriegt wenn sie mich anruft, kann sie dabei rauchen, erst waren es nur 10 Min. dann eine Halbe Stunde und nachher war es manchmal auch schon mal ´ne Stunde. Ich habe , da ja meine ganze Arbeit als HPP aus "reden" besteht, es so gehalten wie Inna geschrieben hat, ich hab erst mal die Min. gesammelt und wenn 50 Min voll waren, hab ich eine Stunde Psychotherapie abgerechnet, die hatte ich ja auch gemacht! Irgendwann habe ich die Klientin aber auch "umerziehen" können, das lag daran, dass mein Terminplan immer voller wurde iund ich ihr, als sie ohne Termin anrief, öfter mal einen "Korb" geben musste für ein längeres Gespräch. Dann ist sie dazu übergegangen wieder live vorbeizukommen:D mit Termin...Aber ich finde bei längeren Gesprächen am Telefon, die mit Therapie zu tun haben, sollte man die auch in rechnung stellen, oder den Klienten bitten vorbeizukommen.
LG

Hildegard

ceridwen
12.01.08, 23:38
naja, der kollege hat mir die rechnung schon gestellt, als ich nachfragte, ob ich auf eine bestimmte reaktion das verordnete medikament gegebn soll (bei meinem sohn- hatte mir damals ne therapie noch nicht zu getraut).

er sagte nein, das warten wir noch mal ab und 7 tage später hatte ich ne rechnung über 8 euro ;-)

ich halte es so, dass ich von den leuten immer eine telefon. rückantwort auf die einnahme der homöopathie verlange.
so kan nich besser einschätzen, in wie weit derjenige tatsächlich hilfe möchte und kann dann auch reagieren, wenn etwas "passiert".
allerdings stelle ich das nicht in rechnung. ich sehe aber auch zu, dass die gespräche ein paar minuten nicht übersteigen.

mich interessiert nur mal welchen betrag ihr als angemessen seht.

lg

ceridwen
12.01.08, 23:41
@hildegard
jetzt wo mir klar ist, was hpp bedeutet ;-) (ist halt schon spät)-
arbeitest du mit hypnose oder ähnlichen therapiemethoden?
(ich hoffe die frage stört hier nicht zu sehr- ich kann mich noch nicht richtig orientieren im forum)

lg
ceri

Silke Uhlendahl
13.01.08, 14:52
Hallo Ceri erst mal :008: herzlich WILLKOMMEN

Zum Thema "telefonische Beratung"

ich habe bisher bei Rückfragen auch nichts berechnet...
In der Regel hält es sich auch in einem kurzen Rahmen.

Bei neuen Patienten, wenn es zu Telefonberatungen > 5 Minuten kommt, werde ich diese auch abrechnen je nach zeitlichem Umfang. Ich werde sie dokumentieren und mit der nächsten Behandlung in der Praxis abrechnen.

Aber es ist eben ein Spagat zwischen Patientenservice und sich Telefonberatungen abzurechnen die wirklich nur 5 Minuten dauern...

LG Silke

Sybille
13.01.08, 14:56
Ich berechne nichts für Telefonate. Wenn es absehbar ist, das das Gespräch länger dauern würde, wird ein Termin vereinbart.
Anfragen und Feedback des Patienten gehört für mich zum Service.

Liebe Grüße
Sybille

Hildegard
13.01.08, 17:03
@hildegard
jetzt wo mir klar ist, was hpp bedeutet ;-) (ist halt schon spät)-
arbeitest du mit hypnose oder ähnlichen therapiemethoden?
(ich hoffe die frage stört hier nicht zu sehr- ich kann mich noch nicht richtig orientieren im forum)

lg
ceri

Hi ceri...hier nur eine kurze Antwort auf deine Frage , ich arbeite auch mit Hypnose, allerdings selten. Wenn dich mein Angebot interessiert, schau dir einfach meine Homepage an, da steht alles drin :) www.praxis-kaspari.de

Liebe Grüße
Hildegard

Hildegard
13.01.08, 17:06
Ich berechne nichts für Telefonate. Wenn es absehbar ist, das das Gespräch länger dauern würde, wird ein Termin vereinbart.
Anfragen und Feedback des Patienten gehört für mich zum Service.

Liebe Grüße
Sybille

Das halte ich auch für das beste Modell zu dieser Frage, dann kommt man auch nicht in die Zwickmühle, berechne ich was oder nicht...:D

Liebe Grüße

Hildegard

Corinna
13.01.08, 18:17
Ich berechne nichts für Telefonate. Wenn es absehbar ist, das das Gespräch länger dauern würde, wird ein Termin vereinbart.
Anfragen und Feedback des Patienten gehört für mich zum Service.

Liebe Grüße
Sybille

Kurze Anfrage - klar - Service
Feedback ist auch was anderes - das gehört zur Behandlung und das fordere ich ja auch gewissermaßen ein!