Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Literatur kleiner HPA
Winterhexi
21.11.06, 16:45
Hallo,
hab mal ne Frage. Chatte zur Zeit mit jemanden der gerne den kleinen HPA machen will. Ich würde zwar gerne den Normalen machen, aber im Selbststudium ist der ziemlich heftig und deswegen überlege ich mir ob ich auch den kleinen machen soll. Wie sind denn da so die Aussichten beruflich? Was darf man alles?
Welche Bücher benutzt ihr fürs Selbststudium? Finde hier im Forum nur ne Literaturliste für den "normalen" HP?
Vielen Dank für eure Antworten
JUHU!!
Ich würde mal sagen, es ist abhängig von Deiner Vorgeschichte. Wenn Du schon mal erfahrungen mit psych. Kranken Menschen hattest, dann reduzieren sich die Bücher ein wenig. Zum reinschnuppern ist z.B. "Irren ist Menschlich" von Klaus Dörner und Ursula Plog sehr zu empfehlen, da hier gerade für Neulinge in diesem Bereich viel erklärt wird und zwar so das man es versteht (Aber dies ist kein Lehrbuch, sondern ein hinführendes Buch, wenn auch ein Klassiker!!)
Dann solltest Du Dir noch den "Zimbardo" besorgen (Psychologie), Tölle wird oft von Schulen empfohlen, hier findet man letztlich aber nur die wichtigsten Grundlagen ohne Tiefgang.
Hoffe konnte helfen.
Gruß, carhei
Ps.: Wenn ich Psychiatrie unterrichte, dann fange ich meist mit Dörner / Plog an um einen Einstieg zu haben und die Schüler empfinden dies als sehr positiv. Von daher zum Einstieg also gut geeignet!
Winterhexi
22.11.06, 11:43
Hallo,
Also ich habe früher ein paar Semester Lehramt studiert und da natürlich auch ein bißchen Psychologie und Pädagogik gehabt, aber sonst noch keine Erfahrungen. Danke für die Literaturempfehlung werde danach gleich mal bei Amazon schauen. Ist halt nur schwierig wenn man das im Selbststudium macht zu wissen was man alles wissen muss. Wer hat denn von euch den kleinen HP schon im Selbststudium gemacht und kann mir sagen was man alles lesen sollte für die Prüfung?
Dann noch mal die Frage wie es beruflich damit aussieht, also was darf man machen bzw. anbieten? Wie sieht es mit der Situation auf dem Arbeitsmarkt aus kann man davon leben?
Ich werde auf jeden Fall die Ausbildung zur Entspannungspädagogin machen nächstes oder übernächstes Jahr, wollte dann noch was lernen, weil ich denke dass man als Entspannungspädagogin alleine nicht überleben kann. Bin mir noch unsicher ob großer HP oder kleiner HP.
Wie ist das eigentlich mit dem Gesundheitszeugnis beim kleinen HP. Ist das das gleiche wie beim großen?
Und da ist immer noch die Angst, dass ich das nicht kriege, weil ich magersüchtig war.
Ich bin ein sehr sensibler Mensch und einerseits ist das eine Gabe andererseits ein Fluch. Diejenigen denen es genauso geht wissen was ich meine. Meine Stärke war und ist noch immer mich in andere Menschen hinein zu versetzen, ihnen zu zuhören und Verständnis zu haben eigentlich gute Voraussetzungen für einen sozialen Beruf. Allerdings ist es genau das was mir Angst macht diesen Weg zu gehen. Als ich während des Lehramtstudium auf Praktikum war fand ich es furchtbar so viele Kinder mit Problemen zu haben und aber keinem richtig helfen zu können und keinem die Aufmerksamkeit geben zu können die er oder sie gebraucht hätte (ist einfach nicht möglich bei 30 Schülern und Lehrplan). Gleichzeitig habe ich aufgrund meiner Sensibilität und meines Einfühlungsvermögens das Problem, dass ich mir immer vorstelle wie derjenige sich fühlt, was ja Sinn der Sache ist, aber ich davon selber sehr emotional bewegt werde. Deshalb würde ich gerne eure Meinung dazu hören. Es könnte also theoretisch passieren, wenn ein Mensch zu mir kommt und sagt sein Partner sei verstorben, dass ich mitweine. Die Frage ist macht es Sinn aus dieser Gabe was zu machen oder ist es eher schlecht und ihr meint ich sollte die Finger davon lassen?
Bei mir ist es so. War auch ne Zeit beim Psycho wegen Magersucht und fand zwar gut, dass er Stabilität und Stärke ausstrahlte, allerdings fühlte ich mich als Mensch nicht angenommen, weil er überhaupt nix menschliches zeigte.
So jetzt habe ich euch zugetextet und hoffe trotzdem auf Antworten.
Danke
Na da muss ich nochmals antworten...
Ich mache ja den kleinen Heilpraktiker per Fernstudiengang, dies aber nur weil ich viel Erfahrungen mit psychisch Kranken menschen habe und in diesem Bereich lange gearbeitet habe. Ich persönlich (und das ist jetzt wirklich nur meine Meinung) halte es für mehr oder weniger Fahrlässig ein Fernstudium zu beginnen wenn man nur wenig oder keine Vorstellung / Erfahrungen von der Materie hat. Auch ein Praktikum oder eigene Erfahrung helfen da sehr wenig.
Gerade wenn man schon selbst Erfahrungen mit psych Erkrankungen gemacht hat oder aber sehr sensibel ist, kommt man schnell an seine Grenzen bei der Arbeit mit diesen Patienten bis hin zur "Gegenübertragung". Hier würde sicherlich eine Ausbildung mit sehr vielen Präsentzphasen gut sein oder eben ein Vollzeitstudium in verbindung mit einer guten Supervision. Dies hilft sicherlich bei Fragestellungen oder Problemen die in Deine Richtung gehen sehr. Es braucht zur prof. Arbeit in der Psychotherapie ein gesundes Nähe - Distanzverhalten des Therapeuten, im Sinne des Patienten, da hier immer auch Beziehungsaspekt / Beziehungsstörung mit in die Krnakheiten einspielt.
So hoffe konnte Dir etwas helfen...
Gruß, carhei
@ Carhei
Deinen letzten Beitrag, kann ich so unterschreiben.
Gila
Powered by vBulletin® Version 4.1.10 Copyright ©2012 Adduco Digital e.K. und vBulletin Solutions, Inc. Alle Rechte vorbehalten.